Ist eine Online-Bewerbung möglich?

Ja, die Senatskulturverwaltung fordert für alle Förderprogramme - einschließlich des Hauptstadtkulturfonds -, ein elektronisches Antragsformular zu verwenden. Dieses Formular wird jeweils ca. vier Wochen vor dem Ausschreibungsende (Abgabetermine: in der Regel 15. April und 30. September) auf der Website des Hauptstadtkulturfonds zur Verfügung stehen. Neben dieser Bewerbung sind zwei Exemplare der Antragsunterlagen (Antragsformular und Anlagen wie z.B. Projektbeschreibung, Finanzierungsplan, Spielstättenbestätigung) bei der Geschäftsstelle einzureichen.

Kann ich eine Förderung für die Wiederaufnahme eines vom Hauptstadtkulturfonds geförderten Projektes beantragen?

Für die Wiederaufnahme erfolgreich durchgeführter Projekte, die der Hauptstadtkulturfonds gefördert hat, stehen jährlich bis zu 50.000 € zur Verfügung. Die maximale Förderung für einen Wiederaufnahmeantrag kann 15.000 € betragen. Ein Wiederaufnahmeantrag kann im Laufe des Jahres bei der Geschäftsstelle des Hauptstadtkulturfonds formlos schriftlich gestellt werden. Eine Kombination mit dem Wiederaufnahmefonds der Senatskulturverwaltung ist ausgeschlossen.

Wann sind die Abgabetermine für Antragstellungen beim Hauptstadtkulturfonds?

Die Abgabetermine sind regelmäßig der 15. April und der 1. Oktober eines jeden Jahres für das Folgejahr. Sollten diese Tage auf einen Feiertag oder ein Wochenende fallen, können abweichende Abgabetermine festgelegt werden, die dann mit der Ausschreibung öffentlich bekannt gegeben werden.

Fördert der Hauptstadtkulturfonds anteilig auch EU-Förderprogramme für kulturbezogene Projekte und Vorhaben?

Eine komplementäre Förderung von derartigen Kulturprojekten ist durchaus denkbar. Kunst und Kultur sind nach den Europäischen Verträgen wesentliche Bestandteile der europäischen Integration. Dem Subsidiaritätsprinzip entsprechend fördert die EU mit speziellen Programmen Kulturprojekte, die von kulturellen Einrichtungen und Organisationen aus mehreren Ländern in Kooperation durchgeführt und kofinanziert werden. Die nationale Kontaktstelle für die Kulturförderung der Europäischen Union, der Cultural Contact Point Germany (CCP), informiert insbesondere über das Programm Kreatives Europa, das bis 2020 läuft. Der CCP berät über die Antragstellung auf Förderung durch die EU (www.ccp-deutschland.de und www.europa-foerdert-kultur.info). Informationen und Beratung zu europäischen Förderprogrammen und zur Förderung durch andere Institutionen erhalten Sie zudem beim Kulturförderpunkt Berlin, der bei der Kulturprojekte Berlin GmbH angesiedelt ist und sich eng mit dem CCP abstimmt (www.kulturfoerderpunkt-berlin.de).

Sollte man als Antragsteller/in bereits gefördert worden sein?

Antragsteller/innen aus den Bereichen Theater, Tanz und Musik sollten zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits einmal aus öffentlichen Mitteln gefördert worden sein. Wenn diese Voraussetzung nicht vorliegt, ist dennoch eine Bewerbung möglich. Ausschlaggebend für eine Förderung ist die künstlerische Qualität und Aussagekraft eines Konzeptes.

Kann auch ein Filmprojekt beantragt werden?

Nein. Die Produktion von Filmprojekten (Spielfilme, Dokumentarfilme, Videoclips, Postproduktion von Filmen etc.) sind von einer Förderung aus dem Hauptstadtkulturfonds ausgeschlossen. Gefördert werden können aber Filmreihen und Filmausstellungen. Für Filmproduktionen empfiehlt sich eine Kontaktaufnahme mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, August-Bebel-Straße 26-53, 14482 Potsdam-Babelsberg; www.medienboard.de oder eine Anfrage beim Filmreferat (Referat K 35 -Kulturelle Angelegenheiten des deutschen Films, Förderungen, Preise, Festivals, Audiovisuelles Erbe oder Referat K 36 - Filmwirtschaft, internationale Angelegenheiten des Films) der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Kann sich ein Künstler/eine Künstlerin beim Hauptstadtkulturfonds für ein Stipendium bewerben?

Eine Stipendien-Förderung einzelner Künstler/innen durch den Hauptstadtkulturfonds ist nicht möglich. Informationen zur Stipendienvergabe des Landes Berlin in den künstlerischen Sparten sowie weiterer Projektförderungen entnehmen Sie bitte der Homepage der Kulturabteilung der Senatskanzlei http://www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/foerderprogramme/

 

 

Sollte man sich um zusätzliche Finanzierungsquellen kümmern?

Unbedingt! Die Suche nach Sponsoren und das Bemühen um andere Mittel sind sogar ausdrücklich erwünscht und sollten aus dem Finanzierungsplan ersichtlich sein.

Kann der gleiche Antrag bei anderen Stiftungen oder bei der Kulturabteilung gestellt werden?

Grundsätzlich ja. Bei der Antragstellung sollte angegeben werden, bei welcher Institution und in welcher Höhe eine Förderung parallel beantragt wurde. Informationen zu den Fördermöglichkeiten der Kulturabteiung der Senatskanzlei können Sie erfahren unter: http://www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/foerderprogramme/

Können grundsätzlich andere Stiftungen als Kooperationspartner gewonnen werden?

Ja. Einige Projekte haben gute Erfahrungen gemacht z.B. mit der Bundeszentrale für politische Bildung, der Schering Stiftung oder der Allianz-Kulturstiftung.

Schließen sich bestimmte Förderungen gegenseitig aus?

Ausgeschlossen sind Doppelförderungen von Förderinstitutionen, die ebenfalls Gelder des Bundes vergeben. Dies betrifft insbesondere die Kulturstiftung des Bundes (Halle/Saale), den Fonds Darstellende Künste e.V., den Fonds Soziokultur (Bonn), den Kunstfonds e.V. (Bonn) , den Deutschen Literaturfonds (Darmstadt), den Musikfonds e.V. (Berlin) und den Deutschen Übersetzerfonds (Berlin).

Kann man mehrmals hintereinander eine Förderung erhalten?

Das ist grundsätzlich möglich, sofern die Jury im Rahmen der Begutachtung der Vorhaben wiederholt eine herausragende künstlerische Qualität der Projekte und Exzellenz des Antrags konstatiert und eine Förderempfehlung gibt.

Eine institutionelle und über Jahre währende Förderung ist allerdings ausgeschlossen. Für fortlaufende und auf einander folgende Projekte und Veranstaltungen ist eine Finanzierung nicht möglich.

Der Gemeinsame Ausschuss entscheidet auf Grundlage des Juryvotums in Ausnahmefällen über die Förderung von wiederkehrenden kulturpolitsch besonders bedeutsamen Veranstaltungen oder Maßnahmen von Berliner Institutionen/Antragstellern (Regelförderungen). Dies betrifft aktuell das internationale literaturfestival berlin, das Poesiefestival Berlin, den Musikfestival "young euro classic" und den Tanzschwerpunkt mit Förderung der Compagnie Sasha Waltz & Guests und des "Tanz im August", wobei für diese Veranstaltungen über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren jährlich eine bestimmte Summe zur Verfügung steht.

Wo und bei wem kann man sich für die Antragstellung beraten lassen?

Der Kurator/die Kuratorin und die Mitarbeiter/innen der Kulturverwaltung stehen für Fragen zur Verfügung.

Darf man einen (abgelehnten) Antrag wiederholt einreichen?

Das ist grundsätzlich möglich. Es empfiehlt sich jedoch ggf. eine Überarbeitung des Antrags und eine vorherige Beratung in der Geschäftsstelle des Hauptstadtkulturfonds, z.B. bei dem Kurator/der Kuratorin bzw. bei einem Mitglied der Jury. 

Gibt es einen Rechtsanspruch auf eine Förderung?

Nein, es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Förderung aus dem Hauptstadtkulturfonds.

Erhält man die Bewerbungsunterlagen nach Abschluss des Antragsverfahrens zurück?

Nein, die eingereichten Anträge einschließlich der Projektbeschreibung werden nicht an die Antragsteller/innen zurückgegeben. Eventuell eingereichtes weiteres Informations-/Anschauungsmaterial (Kataloge, CDs, DVDs, Videokassetten etc.) - in einfacher Ausfertigung - kann innerhalb von vier Wochen nach der Entscheidung des Gemeinsamen Ausschusses in der Geschäftsstelle des Hauptstadtkulturfonds abgeholt werden. Diese Unterlagen können aus Kapazitätsgründen nicht archiviert werden.

Muss der Antragsteller/die Antragstellerin in Berlin leben?

Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen des In- und Auslandes, wobei internationale Kooperationspartnerschaften möglich und erwünscht sind. Voraussetzung für die Antragstellung ist, dass das Projekt für Berlin erarbeitet und in Berlin präsentiert wird. Die Realisierung des Projektes sollte in Kooperation mit einem Berliner Partner erfolgen. Erfahrungsgemäß leben die meisten Antragsteller/innen in Berlin, was sich bei der Planung sowie Durchführung eines Projektes als Vorteil erweist.

Muss der Antragsteller/die Antragstellerin einen Nachweis über den Veranstaltungsort vorlegen?

Ja, eine derartige Bestätigung ist unbedingt erforderlich. Der Veranstaltungsort als Teil des Konzeptes ist unverzichtbar für die Bewertung des geplanten Vorhabens.

Muss ein Sonderkonto eingerichtet werden?

Ja, die Einrichtung eines Sonderkontos ist notwendig; allerdings erst, wenn ein Projekt für eine Förderung ausgewählt und ein Zuwendungsbescheid erteilt worden ist.

Wird auch die Dokumentation eines Projektes gefördert?

Ja, im Zusammenhang mit der Realisierung eines Projektes. Denn eine reine Katalogförderung oder Druckkostenzuschüsse für Verlagsproduktionen aus dem HKF gibt es nicht.

Wird auch die Werbung für ein Projekt gefördert?

Ja, die geplanten Ausgaben für Werbemaßnahmen sind als solche im Finanzierungspan aufzuführen.

Kann man als Antragsteller ggf. die Gründe für eine Ablehnung erfahren?

Die Ablehnung eines Projektes wird nicht begründet. Die Diskussion innerhalb der Jury bzw. im Gemeinsamen Ausschuss ist vertraulich. Es besteht die Möglichkeit, im Rahmen eines Beratungsgesprächs mit der Kuratorin/dem Kurator oder einem Jurymitglied die Erfolgschancen für eine eventuelle Wiedereinreichung eines Projektes erläutert zu bekommen.

Wer beruft die Jury-Mitglieder und nach welchen Kriterien?

Die Jurymitglieder werden vom Gemeinsamen Ausschuss für den Hauptstadtkulturfonds auf Vorschlag des Kurators berufen. Vorschlagsberechtigt sind der Bund und das Land Berlin. Die Jury wird für jeweils zwei Jahre berufen; eine Verlängerung um ein Jahr ist möglich. Die Mitglieder der Jury sollen mit dem kulturellen Leben Berlins vertraut sein, die jüngsten Entwicklungstendenzen in der nationalen und internationalen Kulturszene kennen, im aktuellen Kunstdiskurs stehen und in der Lage sein, ausgewogene Förderentscheidungen über alle Sparten zu treffen und zu vertreten.

Wie wird der Kurator/die Kuratorin bestimmt?

Der Kurator/die Kuratorin wird vom Gemeinsamen Ausschuss für den Hauptstadtkulturfonds für zwei Jahre berufen. Eine einmalige Wiederberufung ist möglich.

Welche Aufgaben hat der Kurator/die Kuratorin?

Der Kurator/die Kuratorin für den Hauptstadtkulturfonds bereitet die Entscheidungen für den Gemeinsamen Ausschuss vor. Er/sie führt mit Stimmrecht den Vorsitz in der Jury und nimmt an deren Sitzungen teil. Er/sie unterbreitet dem Gemeinsamen Ausschuss die Förderempfehlungen der Jury und trägt ggf. eigene vor. Beratungstermine können unmittelbar mit dem Kurator/der Kuratorin über die Geschäftsstelle vereinbart werden.