I'm gonna need another one

In einem theatralen Monolog problematisiert Jen Rosenblit Heimat als Herkunftsort und das authentische, singuläre Selbst. Sie bedient sich einer Fülle realer und mythologischer Figuren, um ein ungreifbares Gegenüber zu adressieren. Dabei bestellt sie ein Land, das langsam zerfällt, mit Objekten, die sich in ständiger Transformation befinden. Dinge sind da. Dinge verschwinden. In diesem permanenten Wandel entstehen Bilder, die man mit Bedeutung füllen kann – oder auch nicht. Eine Einladung sich der Illusion von Stabilität zu entledigen.

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In a theatrical monologue, Jen Rosenblit troubles home as a place of origin and the authentic, singular self. She stands in as multiple real and mythological figures to address a counterpart who is hard to grasp. She ploughs a land, which slowly falls apart, with objects in flux. Things are present. Things disappear. Floating scenes unfold and within them meaning might unfold as well – or it might not. An invitation to let go of the illusion of stability.

 

 

Antragsteller/in Jennifer Rosenblit

Veranstaltungstermin 29.11.2018 Premiere 30.11. - 02.12.2018 weitere Vorstellungen

Veranstaltungsort Sophiensaele Berlin

Förderbetrag 38.000,00 €

Kooperationen In Kooperation mit The Chocolate Factory Theater. Mit freundlicher Unterstützung von Atelier Mondial.

Internetseiten www.jenrosenblit.net

IMPROVISIONEN / West-Östlicher DIvan

DIE IMPRO-VISIONEN (1 x im Monat in der Schaubude Berlin)

tasten sich an ein neues Format heran. PREMIERE der Versuchsanordnung ist der 9. Mai 20 Uhr

 

Nach dem SPAZIERGANG ZWISCHEN DEN ZEILEN, (der im November wieder fortgesetzt wird mit dem Blättern in Kafkas Tagebüchern) widmen wir uns nun dem Thema WEST-ÖSTLICHER DIVAN – und zwar im weitesten Sinne:

 

Goethes spätes Lyrik-Werk, in dem er sich in die Gefilde des Orients träumt und die Seelenverwandschaft mit dem persischen Philosophen und Mystikers des 14. Jh. Hafis entdeckt, inspiriert uns nicht nur literarisch. In erster Linie fasziniert uns die Neugierde des deutschen Dichterfürsten, der seinerseits vom Islam so fasziniert war, dass er den Koran mehrmals in seinem Leben las und in der Vorankündigung damit warb, "der Verfasser des Bandes lehne den Verdacht nicht ab, dass er selber ein Muslelman sei". Das Bild, das Goethe sich von der fremden Religion machte war zwar eins Marke Eigenbau, aber gerade das brachte uns auf die Idee, dieses Spiel mit „Projektionen“ und „seligen Sehnsüchten“ zum Thema zu nehmen für unser eigenes projektionsfreudieges Theaterformat:

 

in den IMPROVISIONEN entstehen aus Objekten, die die Zuschauermitbringen, einer Notebook-Kamera und einem Beamer traumhafte Szenerien, die an die Wand geworfen, bzw. auf den hauchdünnen Stoff einer Gaze projiziert, begehbare Filme, in denen, vor denen und mit denen wirassoziativ und interaktiv spielen.

 

Es spielen: Miriam Sachs (Szenographie), Uta Zech und Lorenc Kaposvari.

Besondere Gäste an diesem Abend: Jamal Abu Alqumsan und Ayman Abou Abdou (Musik), die wir live aus Gaza hierher „beamen“, jedenfalls für ein paar Augenblicke lang.

 

WEST-ÖSTLICHER DIVAN ist eine dreitilige Serie weitere Vorstellungen: 26. September, 31. Oktober jeweils 20 Uhr. SIe gehen Hand in Hand mit Workshops und Proben in Gaza. Im Gazastreifen hat es Theater schwer hat, wenig Mittel stehen zu Verfügung und Künstler, besonders Künstlerinnen haben mit Zensur und Auftrittsverbot zu kämpfen. Ob ein Überbande-Spiel unseres Theaterformats möglich ist, werden wir im Laufe der nächsten Monate herausfinden. Ein vielversprechender Auftakt war bisher der Workshop in Gaza im Februar/März 2018.

 

Jetzt folgt der Versuch aus analogem Spiel und technischer Projektion ein Zusammenspiel zu ermöglichen. „Das ist auch ein bißchen aus der Not eine Tugend machen“. In Gaza bedienen sich viele Künstler des Internets und digitaler Plattformen, auf der Suche nach Ausdrucksmöglichkeiten und Austausch mit dem Rest der Welt. Wir sind gespannt auf die Projektionen unserer Kollegen und die gegenseitige Wahrnehmung!

 

Miriam Sachs

Antragsteller/in Miriam Sachs / FILM RISS THEATER

Veranstaltungstermin 9. Mai, 20 Uhr 26. September, 20 Uhr 31. Pktober, 20 Uhr

Veranstaltungsort Schaubude Berlin

Förderbetrag 280000

Kooperationen FILM RISS THEATER + Schaubude Berlin

Internetseiten www.improvisionen....s-theater.de