CASSANDRA HAS TURNED 2

Kassandra, Prinzessin Trojas, hat eine Gabe: sie kann in die Zukunft sehen. Sie ist allerdings dazu verflucht, dass ihr niemand glaubt, was sie dort sieht. Als sie über den drohenden Sturz Trojas berichtet, lacht das Volk sie aus und sperrt sie in einem weißen Zimmer des Palastes ein. Dort reißt sie sich die Haare vom Kopf und zerkratzt sich die Augen, aber immer noch bewegt sie sich vor- und rückwärts durch die Zeit, so wie wir uns durch den Raum bewegen können. Blinde Prophetin einer Zukunft, die niemand zu hören vermocht. Die tragische Heldin Kassandra und ihre Position als unglaubwürdige Prophetin ist Ausgangspunkt der neuen Tanz- und Sprechperformance von der Choreographin Kareth Schaffer für drei Performerinnen, in der die Rolle der Prophezeiung in den Künsten sowie in der Gesellschaft genauer unter die Lupe genommen und expandiert wird. Nach Cassandra Has Turned 1, eine performative Installation in der die Prophetinnen vier Stunden lang prophezeit haben, steht Cassandra Has Turned 2 im Zeichen der Interpretation: Die Prophezeiungen wurden ausgearbeitet und als Libretto auf Musik gesetzt. Kassandra wird als lebendiges Archiv potenzieller Zukünfte, alternativer Vergangenheiten, größerer und kleinerer Katastrophen sowie multiverser Utopien reimaginiert. Unsere größten Narrative wie auch tagesaktuelle Themen werden zur improvisatorischen und choreografischen Grundlage für ihre teils streng durchkomponierten, teils spontanen, immer mehrdeutigen und multilingualen Orakel benutzt. In einer Zeit, wo von alternative Fakten die Rede ist, lässt uns Kassandra in ihrer Weiblichkeit, ihrer Fremdheit und ihrer Unglaubwürdigkeit unser Verhältnis zur Wahrheit, Lüge und Rhetorik examinieren.

Antragsteller/in Kareth Schaffer

Veranstaltungstermin 18. bis 21. April 2018

Veranstaltungsort Sophiensaele, Sophienstr. 18, 10178 Berlin-Mitte

Förderbetrag 42.000€

Kooperationen Tanzfabrik Berlin, Residenz schloss bröllin e.V.

Internetseiten sophiensaele.com/p...25&hl=dehttps://karethscha...rdpress.com/

Figures in a Landscape

Figures in a Landscape ist ein Dialog zwischen bildender Kunst und Tanz, zwischen europäischer und chinesischer Kultur. Eine Meditation über lebendige Malerei und bewegte Skulpturen.

Ausgangspunkt des Stückes sind die Kostüm-entwürfe des britischen bildenden Künstlers Jonathan Baldock, inspiriert durch so verschiedenartige Bezüge und Einflüsse wie chinesische Opernkostüme, mittelalterliche Mönchskutten oder die Abstraktion der europäischen Moderne. Die Kostüme werden zum Dreh- und Angelpunkt choreografischer Konstellationen. Sie werden durch die acht Tänzer*innen, in der Bewegung, durch den Tanz, zu Skulpturen die immer wieder neu arrangiert werden. Der Tanz und das Kostüm, in Aktion und Stille, erzeugen einen eigenständigen Klang. Es entsteht eine dynamische Skulptur, eine kontinuierliche Metamorphose von Form, Raum, Rhythmus und Bedeutung. Ein korrespondierender, kreisender Prozess von Werden und Vergehen.

 

Antragsteller/in Tanzcompagnie Rubato, Jutta Hell, Dieter Baumann

Veranstaltungstermin Berlin Premiere: 29. März 2018, 18 Uhr, weitere Aufführungen: 30. März bis 2. April jeweils 16 Uhr Shanghai Premiere: 17. Mai 2018, 19:30 Uhr, weitere Aufführungen: 18. Mai 14:30 Uhr

Veranstaltungsort Berlin:Gemäldegalerie, Sonderausstellungshalle; Shanghai: Powerstation of Art

Förderbetrag 90.000,-€

Kooperationen Staatliche Museen zu Berlin-Preußischer Kulturbesitz und Powerstation of Art, Shanghai

Internetseiten www.tanzcompagnie-rubato.de