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Projekt

Enzyklopädie der Handhabungen

 

Antragsteller/in

Anette Rose

Termin

21. November 2006 bis 14. Januar 2007

1. bis 3. September 2006 - Kino Arsenal - "Arbeit der Zukunft"

Veranstaltungsort

Museum für Kommunikation Berlin

Kooperation

MARTa Herford, Motorenhalle Dresden
Projekt WORK IN PROGRESS" - Freunde der deutschen Kinemathek e.V.

Inhalt

ENZYKLOPÄDIE DER HANDHABUNGEN.
Module # 1-7.
Videoinstallation von Anette Rose

bis Sonntag, den 14. Januar 2007
im Museum für Kommunikation

Ich bin in der Ausstellung:
Die 09. Januar: 11-12.30 und 15-17 Uhr
Do 11. Januar: 15-17 Uhr
Fr 12. Januar: 10-11.30 und 15.30-17 Uhr
Sa 13. Januar: 14-16.30 Uhr
So 14. Januar: 15-19 Uur

Weitere Terminwünsche: post@anetterose.de
mobil +49 (0)175 337 26 54
Ich freue mich auf Euren/Ihren Besuch.

Öffnungszeiten:
Di - Fr 9-17 h, Sa+So 11-19 h
Leipziger Straße 16 | Ecke Mauerstrasse
U2 Mohrenstraße | U6 Stadtmitte

Anette Rose | Wolliner Strasse 52 | 10435 Berlin | +49 (0)30 440 57
187 | post@anetterose.de | mobil +49 (0)175 337 2654

Museum fuer Kommunikation| Leipziger Straße 16| 10117 Berlin |
|Telefon +49 (0)30 20294 0| www.museumsstiftung.de



Neue Module: Einsatz und Ersatz der Hand


"ketteln, schneiden, stoßen, stempeln,
walzen, schleifen, streichen, rollen, pressen,
knoten, schnüren, drücken, reiben, ziehen, …"


ENZYKLOPÄDIE DER HANDHABUNGEN.
Module # 1-7.
Videoinstallation von Anette Rose

bis Sonntag, den 14. Januar 2007
im Museum für Kommunikation

Am Donnerstag, den 4. Januar 2007
bin ich zwischen 14 und 17 Uhr im Museum
und freue mich auf Euren/Ihren Besuch.

Weitere Terminwünsche: post@anetterose.de

Öffnungszeiten:
Di - Fr 9-17 h, Sa+So 11-19 h
Leipziger Straße 16 | Ecke Mauerstrasse
U2 Mohrenstraße | U6 Stadtmitte


Ein erster Block, das "Modul # 1-4" der "Enzyklopädie der Handhabungen" ist bereits vom 25. Mai - 25. Juni im Museum Marta Herford im Rahmen der Videoausstellung "Zwischen Körper und Objekt" zu sehen!




Vorhaben
Schon lange beobachte ich in meiner Arbeit die nonverbale Ausdruckskraft der Hände. Meine früheren Arbeiten haben den unbewußten Ausdruck in Gesten und die Eigenheiten von Handreichungen zum Gegenstand. Jetzt fasziniert mich die Präzision professioneller Handgriffe am Arbeitsplatz. Für das Videoprojekt „Enzyklopädie der Handhabungen“ filme ich handwerklich und industriell geprägte Handgriffe. Ich beobachte in vielen Firmen unterschiedlichster Branchen Ähnlichkeiten und Differenzen von Produktionsprozessen im Hinblick auf den Einsatz und Ersatz der Hand. Ich ordne sie in drei Gruppen von Fertigungsprozessen:
a. „Zusammenfügende“ - verpacken, wursten, polstern…
b. „Zerlegende“ - schneiden, sägen, fräsen…
c. „Kontrollierende“ - schauen, tasten, sortieren…
Während der Produktion zeige ich Hände, Maschinen und
kontrollierende Blicke. Während Personen sprechen, zeige ich ihre Gesten. Designern, ausführenden und forschenden Personen stelle ich Fragen. Wie werden Tätigkeiten erinnert, eingeübt und ausgeführt? Wie beeinflussen die Körperform und die Sinne das Design der Produkte? Wie verändert sich das Verhältnis von Hand und Auge in verschiedenen Arbeitsprozessen? Dabei stelle ich Bezüge her zwischen Greifen und Begreifen - Hand, Auge und Wort. Ich lehne mein Projekt an D. Diderots „Enzyklopädie“ (1763) an, die das erste Mal spartenübergreifend Produktionstechniken darstellt. Die Präzision und Poesie der Illustrationen vormitteln eine Klarheit, die ich mir für meine Arbeit vorstelle.

Ansatz
Für mich bietet das Medium Video die Möglichkeit, Menschen genau zuzusehen. Mich interessieren ihre Eigenheiten im Erzählen, der Selbstausdruck in den Bewegungen. Was wird erzählt, mit welchen Gesten? Wie ähnlich und verschieden sind die Bewegungen in alltäglichen, handwerklich und industriell geprägten Handlungen? In meinen bisherigen Videoarbeiten und Installationen treffe ich Versuchsanordnungen, in denen die ProtagonistInnen unter gleichen Rahmenbedingungen agieren. Sie erinnern sich an verlorene und gefundene Gegenstände, erfinden Lügen oder erzählen einen Traum. Sie schälen eine Orange oder spielen vierhändig Klavier. Ich arbeite auf verschiedenen Ebenen an der Reduktion des Realen. Anknüpfend an frühere Arbeiten geht es mir in den „Handhabungen" darum, die Muster und Eigenheiten geteilter sozialer Erfahrungen herauszuarbeiten, die weder den ProtagonistInnen noch ihrer Umgebung im Alltag bewusst sind. Im nächsten Schritt, der sich auf “industrielle" Handhabungen konzentriert, interessiert mich wie Handbewegungen genormt und im Arbeitsprozess mit Maschinen eingesetzt und ersetzt werden. Für den ersten Teil der Sammlung filme ich zum überwiegenden Teil Berliner Firmen: Osram, BMW, Königliche Porzellan Manufaktur, Märkisches Landbrot…
Präsentation.
Die „Enzyklopädie der Handhabungen" präsentiere ich als Videoinstallation auf mehreren Monitoren und als Videosequenz im Kino. Das Arsenal in Berlin zeigt die Enzyklopädie als Installation und im Kino; das Museum für Kommunikation in Berlin, das MARTa Museum in Herford und die Motorenhalle - Zentrum für zeitgenössische Kunst in Dresden stellen die Videoinstallation im Sommer 2006 aus.

Anette Rose
* 1970 in Bünde (Westfalen), Deutschland / Germany
lebt und arbeitet / lives and works in Berlin, Deutschland / Germany
„Mich interessieren die Strategien von Dokumentar- und Avantgardefilmen, die dicht an der Wirklichkeit operieren. Ich arbeite an der Reduktion des Realen. Während ich beobachte und den Rahmen für die Arbeit formal eingrenze, ereignet sich Unvorhergesehenes.
Welche Spielräume hat die Hand im normierten Arbeitsprozess? Wie wirken Hand und Auge zusammen in verschiedenen Arbeitsprozessen? Wie ersetzen die Automaten die Hand? Ich stelle Bezüge her zwischen dem Greifen und Begreifen – Hand, Auge und Wort.
Das Medium Video bietet für mich die Möglichkeit, Menschen genau zuzusehen. Mich interessieren ihre Eigenheiten und ihr unbewusster Ausdruck in den Gesten. Erst in der Reihung bemerkt man die individuelle Form von Gesten, Handreichungen und Handgriffen. Die „Enzyklopädie der Handhabungen“ basiert auf einem Modulsystem, das sich erweitern und unterschiedlich zusammensetzen lässt.“
“I‘m interested in the strategies of documentary and avant-garde films that operate close to reality. I work on reducing reality. It‘s while observing and shrinking work‘s formal framework that the unpredictable happens.
How much scope does the human hand have in the standardised work process? How do hand and eye cooperate in different processes? How do machines replace the hand? I identify relationships between the two senses of grasping (holding and understanding) of the hand, the eye and the word.
The medium of video allows me to closely observe people. I‘m interested in their pecu-liarities and the unconscious expression in their gestures. The individual forms of gestures and hand movements are only appreciated when they‘re shown one after the other. The ‘Encyclopaedia of Manual Operations‘ is based on a modular system that can be expanded and differently compiled.”
(Anette Rose, 2006)
Anette Rose, Enzyklopädie der Handhabungen / Encyclopaedia of Manual Operations, Module # 1 – 4 / Modules # 1 to 4, 2006


www.anetterose.de www.marta-herford.de; www.fdk-berlin.dewww.anetterose.de www.marta-herford.de; www.fdk-berlin.dewww.anetterose.de www.marta-herford.de; www.fdk-berlin.de

 

Bilder

03/04
 

 

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