English

Projekt

Werkstatt "Klang-Apparate"

 

Antragsteller/in

tesla berlin e.v.

Termin

7. Juni 2007, 20:30 Uhr
8. Juni 2007, 20:30 Uhr
9. Juni 2007, 20:30 Uhr

KLANG-APPARATE I
16. Nov. 2006, 20:30 Uhr
TESLA Salon im Klub
17. Nov. und 18. Nov 2006
20:30 Uhr im Kubus

KLANG-APPARATE II
7. Juni - 9. Juni 2007

Veranstaltungsort

TESLA, medien >kunst< labor, Klosterstr. 68, 10179 Berlin

Kooperation

Mit freundlicher Unterstützung von Doepfer Musikelektronik,
schneiders buero und dem Elektronischen Studio der TU Berlin.

Inhalt

Mit dem Projekt 'Werkstatt_Klangapparate' fördert TESLA eine neue künstlerische Auseinandersetzung mit historischen Klangapparaten. Die Möglichkeiten, die in den jeweiligen Apparaten stecken, gehen dabei über ihre klassische Definition als Instrument, Klangerzeuger oder Klangobjekt weit hinaus. Der letzte Teil des Projekts stellt das in den 60er Jahren in Berlin [Ost] erfundene Subharchord in den Mittelpunkt
aktueller künstlerischer Auseinandersetzung.
„Ob Maschinengeräusche in einer Fabrikhalle oder im freien Raum oder ob nie gehörte Geräusche von anderen Planeten dargestellt werden sollen, alles kann man mit diesem Instrument erzeugen.“ Zitat aus der Funktionsbeschreibung des Subharchord


do
07.06.2007
20:30
klub

tesla salon: Werkstatt_Klangapparate 3: Das Subharchord

Das Subharchord ist ein einzigartiges elektronisches Instrument, das in den 60er Jahren im Rundfunk- und Fernsehtechnischen Zentralamt der
Deutschen Post in Berlin [Ost] erfunden wurde.

Das Subharchord als Klangapparat: Frank Gertich im Gespräch mit Benzo und weiteren Projektbeteiligten.


fr
08.06.2007
20:30
kubus

Werkstatt_Klangapparate 3: subharchord 'memory traces'

Sound-Video-Performance von und mit Benzo (Moskau/Paris)
Richardas Norvila - audio
Oleg Kornev - video

Benzo – die beiden Künstler Richardas Norvila und Oleg Kornev - interessieren sich für die Beziehung zwischen elektronischen Instrumenten und den Zusammenhängen, die den Erfinder dazu brachten,
diese oder jene Maschine zu erfinden. Nach entsprechenden Recherchen und praktischen Versuchen mit dem Subharchord wird Benzo eine
Performance entwickeln, die neben Audio- und Video-Elementen auch gesprochenes Wort und performative Elemente beinhalten wird.


sa
09.06.2007
20:30
kubus

Werkstatt_Klangapparate 3: Subharchord 'KIPPSCHWINGUNG'

Konzert von und mit Frank Bretschneider (Berlin)

Frank Bretschneider arbeitet als Musiker, Komponist und Videokünstler in Berlin. Bekannt für komplexe Rhythmusstrukturen, präzises Timing und
verschachtelte Texturen, findet Bretschneider‘s subtile und reduzierte Musik ihr Echo in den begleitenden Visuals: perfekt realisierte
Umsetzungen der musikalischen Qualitäten in ihr optisches Pendant. Mit KIPPSCHWINGUNG verbindet Frank Bretschneider sein niemals einfaches, dafür um so innigeres Verhältnis zum Rhythmus mit der spezifischen Soundästhetik des Subharchords. Mit der für das Instrument entwickelten
„Rhytmisierungseinrichtung“ und den spannungsvollen, abstrakten Sounds, die klanglich exakt zwischen Geräusch und Ton liegen, wird er versuchen eine fast vergessene Technologie mit zeitgenössischen Produktions- und Musiziertechniken zu fusionieren.

Gefördert von Hauptstadtkulturfonds.


Künstlerische Leitung:
Carsten Seiffarth

Presse:
PR Netzwerk
Annette Schäfer
as@pr-netzwerk.net

Produktion:
Ulrike Kneitschel

TESLA Berlin e.V.
medien >kunst< labor
podewils'sches palais
klosterstr. 68
10179 berlin
tel.+49 (0) 30 24749-785
fax +49 (0) 30 24749-710
email produktion@tesla-berlin.de
www.tesla-berlin.de


Klangapparate bei TESLA

Mit der 'Werkstatt_Klangapparate' fördert tesla eine neue künstlerische Auseinandersetzung mit historischen Klangapparaten, deren Möglichkeiten weit über ihre klassische Definition und Verwendung als Instrument, Klangerzeuger oder Klangobjekt hinausreichen.


Do. 16. Nov. 2006, 20:30 h TESLA Salon im Klub

Das Trautonium -- frische Farben für einen alten Apparat

Frank Gertich im Gespräch mit thilges + Wolfgang Müller.

Der Salon befasst sich mit dem Trautonium. Das zuerst 1930 vorgestellte und dann von seinem einzigen Interpreten Oskar Sala zum 'Mixtur-Trautonium' weiterentwickelte elektrische Musikinstrument steht heute in verschiedenen Nachbau-Fassungen zur Verfügung. Eine kommerzielle Variante verwenden thilges [Nik Hummer und Gammon] für ihre räumliche Interpretation der subharmonischen Klangsynthese, ein work-in-progress im Rahmen ihrer tesla-Projektresidenz; Wolfgang Müller bespielt das Trautonium 2000 mit seinem Selbstbau-Bandmanual. In diesem breiten Spektrum zwischen instrumentaler Interpretation und spazialer Subharmonie sucht das Salongespräch nach brauchbaren Referenzpunkten.

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Fr. 17. Nov. 2006, 20:30 h im Kubus

Werkstatt_Klangapparate 1: talking machine

Sound Performance mit Steve Roden, Martin Riches und Roland Pfrengle

Der kalifornische Künstler Steve Roden macht Martin Riches 'Talking Machine' zu einem Mitspieler in seiner Soundperformance. Die
sprechende Maschine steht in der Tradition barocker Sprachautomaten. Die Resonatoren von 32 Orgelpfeifen formen den menschlichen Stimmbildungsapparat nach, ihre Klänge sind Phoneme. Während einer 4-monatigen Projektresidenz bei TESLA entwickelte Roland Pfrengle auf
der Basis des Programms Supercollider ein neues Steuerungsinterface für die Talking Machine. Dieses ermöglicht Steve Roden, den Klangapparat nicht als reinen Spracherzeuger zu nutzen ...
'Ich habe zusammen mit Martin Riches eine Woche damit verbracht, nach Wegen zu suchen, wie die Talking Machine sowohl abstrakte, als auch sich ständig wiederholende Aktionen ausführen kann. Die Idee war, die Maschine nicht wie einen Apparat, der Wörter spricht, zu benutzen, sondern eher wie ein durch den Wind gespieltes Instrument. Vielleicht haben wir der Talking Machine auch nur eine andere Sprache beigebracht. Wir experimentierten mit der Stimme der Maschine und den durch ihre eigenen Bewegungen hervorgerufenen perkussiven Tönen. Roland Pfrengle hat ein Interface für die Maschine entworfen, das dem
Performer erlaubt, die Bewegungen der Maschine zu steuern.' [Steve Roden]

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Sa. 18. Nov. 2006, 20:30 h im Kubus

Werkstatt_Klangapparate 2: thilges trautonium

Sound Performance mit Nik Hummer und Gammon

Als Gast: Wolfgang Müller mit dem Trautonium 2000

Der Abend widmet sich einem fast vergessenen Klangapparat: dem Trautonium. Wolfgang Müller ist amTrautonium 2000 zu erleben, einem Nachbau des originalen Instrumentes, und die Wiener Musikformation thilges macht den gesamten Kubus zum thilges trautonium. Das Trautonium, um 1930 von Friedrich Trautwein entwickelt, ist heute
fast nur noch durch den Musiker Oskar Sala ein Begriff. Bei seiner Konstruktion wurden Erkenntnisse aus der Klangfarbentheorie
verwendet, um individuelle und charakteristische Klänge zu erzeugen.
Die Klangfarben des Instruments enstehen durch die Mixtur subharmonischer Schwingungen, sie sind gewissermaßen Vierklänge aus Untertönen. thilges realisiert dieses Prinzip als Installation aus
Oszillatoren und Lautsprechern. Sie erzeugen die Klangfarben dabei auf Basis einer 4fachen Subharmonie, also durch 4 Vierklänge. Anders
als beim Sala'schen Trautonium entstehen die Mixturen nicht innerhalb der Apparatur, sondern durch Mehrkanalbeschallung im Hörraum. Das
Raumverhalten der zueinander in Beziehung stehenden Klänge bestimmt die Klangfarben. Der Aufführungsort wird Teil der Apparatur. Im
Rahmen ihrer zweimonatigen Projektresidenz erforschten thilges die klanglichen Möglichkeiten der 4fachen Subharmonien. In ihrer
Aufführung bespielen sie das räumliche Instrument in einer Mischung von Komposition und Improvisation.

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Di. 14. Nov. 2006 - Sa. 18.Nov. 2006, 18:00 - 22:00 h

Open Studio 1: Claudia Märzendorfer: Frozen Records II

'Sleeves, Covers, Schallplatten liegen am Boden verteilt, eine Person sitzt an den Turntables -- kein unbekanntes Szenario, wenn jemand
einen Abend lang Platten auflegt. Das Außergewöhnliche, das was jeden in den Bann zieht, ist, dass die abgespielten Platten aus Eis sind.
Und ebenso wie die Hüllen schmelzen sie nun vor sich hin, ihre Form löst sich langsam auf, die Möglichkeit einer Tonwiedergabe hat sich
verflüchtigt.' [Claudia Märzendorfer]
Frozen Records II ist eine offene Laborsituation und eine sich langsam entwickelnde Installation von abgespielten Eisplatten mit Trautoniumklängen, in der die Künstlerin das Klangverhalten von
gefrorenem Wasser erforschen will. Kühlgeräte, Plattenspieler, Formen und Abspielgeräte sind Teil der akustisch -- räumlichen Inszenierung.
Handskizzen, Photos, Rezepturen an den Wänden vertiefen den Einblick in die Arbeit.

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http://www.tesla-berlin.de
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Die Werkstatt_Klangapparate wird freundlicherweise gefördert von Hauptstadtkulturfonds.

Weiterer Kontakt:

carsten seiffarth
ulrike kneitschel
tesla berlin e.v.
> medien > kunst < labor
podewils'sches palais
klosterstr. 68
10179 berlin
tel. +49 (0) 30 24749-780
fax +49 (0) 30 24749-710
email uk@tesla-berlin.de
www.tesla-berlin.de

www.tesla-berlin.de

 

Bilder

01/02
 

Foto: Roman März

 

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