Projekt
GANTENBEIN von Max Frisch für die Bühne bearbeitet von Glen Neath
Antragsteller/in
Bettina Land
Termin
8., 9. und 10. Mai 2007, jeweils 19.30 Uhr
Premiere 6. Dezember, weitere Aufführungen vom 7. bis 10.12.06,
Veranstaltungsort
HAU 1, Stresemannstraße 29, 10963
Kooperation
Eine Produktion des HAU in Koproduktion mit dem Theaterhaus Gessnerallee Zürich. Mit freundlicher UNterstützung des Goethe-Institut London und des Freundeskreises des Hebbel-Theater e.V.
Inhalt
Die Schauspieler Lars Rudolph und Annika Kuhl leben auf der Bühne und sind gefangen in deren formalen Grenzen. Um sich die Zeit zu vertreiben, schlüpfen sie in Rollen wie in Kleider. Lars beschließt, Gantenbein zu sein, ein vorgeblich blinder Mann. Annika ist seine Frau Lila, die als Schauspielerin viel Zeit auf der Bühne verbringt. Im nächsten Augenblick wird Lars zu Enderlin, einem Mann, der seine frische Professur in Harvard nicht antritt, weil er dann die Frau seines Kollegen Svoboda zurücklassen muss, mit der er eine Affäre hat. Annika entscheidet sich, die Rolle von Svobodas Frau anzunehmen, damit sie Enderlin treffen kann ... Doch es scheint, als könnte Svobodas Frau auch Lila sein.
Während Gantenbein darum ringt, sein wahres Ich zu finden, wähnt er eine eventuelle Rettung in Gestalt von Camilla, seiner Maniküre, die gerne Geschichten mit ihm teilt. Nur als diese unschuldigen Geschichten, die sie sich erzählen, ein reales Eigenleben entwickeln, muss er sich entscheiden: Soll er für immer als Gantenbein weiterleben und das Einzige verlieren, dessen er sicher ist, oder alles zerstören und Camilla vor dem Schicksal erretten, das sie, wie sie ihm gesagt hat, erwartet?
GANTENBEIN handelt von der Unwägbarkeit der Identität. Ein Mann will für sich eine Identität erfinden, mit der er glücklich ist. Er möchte sich auch eine Frau erfinden, doch seine Frau will ihr eigenes Leben, so dass wir uns am Ende fragen, wer eigentlich wen spielt: Haben Lars und Annika tatsächlich die Kontrolle über die Figuren, die sie erschaffen, oder gibt es außerhalb der Welt des Stücks vielleicht noch eine andere Stimme, die die beiden kontrolliert?
Die Aufführungsrechte liegen bei Suhrkamp.
www.hebbel-am-ufer.de

