Regelförderung - internationales literaturfestival berlin 2014

Das internationale literaturfestival berlin (ilb) zählt zu den größten und renommiertesten Literaturfestivals weltweit. An 13 Tagen im September wird hier das geschriebene Wort lebendig und trifft in mehr als 200 Veranstaltungen auf Literaturliebhaber aus aller Welt.

 

Über 100 internationale Autoren – darunter renommierte Schriftstellergrößen und hochinteressante Neuentdeckungen – bieten einen Einblick in neue und tradierte Entwicklungen der aktuellen Weltliteratur und finden ein Forum zum Austausch und zur Diskussion. Viele tausend Besucher, davon eine große Zahl Kinder und Jugendliche, gehen auf Entdeckungsreise und lassen sich von der einzigartigen Festival-Atmosphäre begeistern.

 

Wir freuen uns über die Kooperation mit den Berliner Festspielen, denn sie stehen seit mehr als 50 Jahren für den offenen Dialog mit Künstlern und Künsten aus Europa und der ganzen Welt.

 

Das internationale literaturfestival berlin ist eine Veranstaltung der Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik e.V. und der Berliner Festspiele unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission. Es wird ermöglicht aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Festivalleiter ist Ulrich Schreiber.

Antragsteller/in Peter-Weiss-Stiftung Kunst und Politik e.V.

Veranstaltungstermin 10. bis 20. September 2014

Veranstaltungsort Haus der Berliner Festspiele

Förderbetrag 350.000 €

Internetseiten www.literaturfestival.com/

Regelförderung - poesiefestival berlin 2014

Gesellschaften befinden sich im Umbruch, politische und wirtschaftliche Systeme werden in Frage gestellt. An vielen dieser Bruchstellen spielen Dichtung und Dichter eine wichtige Rolle. Vom 5. – 13.6.2014 zeigt das 15. poesiefestival berlin in der Akademie der Künste, Hanseatenweg, die Wechselwirkungen zwischen Poesie und gesellschaftlichen Brüchen. Es thematisiert die politischen Umwälzungen in der Türkei und der Ukraine ebenso wie den zivilen Ungehorsam und die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Lyrik. Spoken Word-Autoren aus Südafrika, Indien, Brasilien, Kenia, der Elfenbeinküste und Deutschland »Reimen vom Rande der Komfortzone«. Beim Übersetzungsworkshop VERSschmuggel ist in diesem Jahr Schottland zu Gast. Das Festival gipfelt in einem großen Lyrikmarkt unter freiem Himmel und Konzerten von The Schwarzenbach und The Great Hans Unstern Swindle.

 

 

Antragsteller/in Literaturbrücke Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 5. bis 13. Juni 2014

Veranstaltungsort Akademie der Künste

Förderbetrag 350. 000 €

Kooperationen Akademie der Künste, LesArt

Internetseiten www.poesiefestival.org

Paulus Böhmer, Foto: gezett.de

Criolo, Foto: Robert Astley-Sparke

Texte & Töne. Symposium mit Singer-Songwritern und Schriftstellern im LCB

Am 18. und 19. Juni kommen 20 Singer-Songwriter und Schriftsteller im LCB zusammen, um sich über ihre Texte und die sehr individuellen Wege zum Gesamtkunstwerk Lied auszutauschen: Wie gehen die Künstler beim Schreiben und Komponieren mit dem Spannungsverhältnis zwischen den Texten und der musikalischen Gestaltung um? Welche Themen beschäftigen sie im Moment? Und was ist bei der Arbeit Handwerk, was verdankt sich der Intuition? Neben Bernd Begemann, der sich am heutigen Abend mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Treffens unterhält, nehmen Lisa Bassenge, Jan Böttcher, Cäthe, Dota, Maurice Ernst, Kat Frankie, Cora Frost, Robert Gwisdek, Susanne Heinrich, Moritz Krämer, Nino Mandl, Tilman Rammstedt, Retrogott, Monika Rinck, Christiane Rösinger, Andreas Spechtl, Frank Spilker, David Wagner und Francesco Wilking am Treffen teil. Am 19. Juli und am 15. August finden Konzertabende mit Teilnehmern des Treffens auf der Gartenbühne des LCB statt.

Antragsteller/in Literarisches Colloquium Berlin

Veranstaltungstermin Konzertabende 19. Juli und 15. August 2014 Internes Symposium mit öffentlicher Abendveranstaltung am 19. Juni 2014

Veranstaltungsort Literarisches Colloquium Berlin; Am Sandwerder 5; 14109 Berlin

Förderbetrag 55.000 €

Internetseiten www.lcb.de

(c)Tobias Bohm

WER ICH BIN. BOHUMIL HRABAL. Schriftsteller - Tscheche - Mitteleuropäer

Bohumil Hrabal ist einer der wenigen tschechischen Schriftsteller, dessen Werk Weltruhm erlangte. Zwei der zahlreichen Hrabal-Verfilmungen wurden mit den renommiertesten Preisen ausgezeichnet: mit einem Oscar (1968) und dem Goldenen Bären (1990).

Aus der Mitte Europas heraus reichen Hrabals Texte in die k.u.k. Monarchie zurück, streifen die erste Tschechoslowakische Republik, dann deren Zerschlagung durch die deutschen Besatzer, um später verwundert und desillusioniert auf eine Nachkriegszeit zu blicken, die Hoffnungen auch auf künstlerische Befreiung und auf einen »gesellschaftlichen Frühling« geweckt hatte, aber schließlich in grauer Unfreiheit und ideologischer Herrschaft erstarrte. Nach 1968 verweigerten die staatlichen Verlage der ČSSR acht Jahre lang Hrabal jede weitere Publikation. Vor die Wahl gestellt, im Exil seine künstlerische Heimat zu suchen und die Nähe seines einheimischen Publikums zu verlieren, entschied er sich für einen ihm von den Machthabern abgepressten Kompromiß. Auch danach konnten bis 1989 viele seiner wichtigsten Bücher nur in Exil-Verlagen und im Samizdat publiziert werden.

Reale Lokalitäten (und Lokale) waren für ihn wichtig, denn sie inspirierten seine Prosawerke und Gedichte unmittelbar - und so läßt sich in der Ausstellung und bei den Begleitveranstaltungen das großartige literarische Schaffen des Schriftstellers, Tschechen und Mitteleuropäers Bohumil Hrabal (1914-1997) mitsamt den Regionen entdecken, in denen sich »seine Geschichte« und seine Geschichten abspielten.

Antragsteller/in Literaturhaus Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 25. September bis 23. November 2014 Di bis Fr: 14-19 Uhr, Sa, So, Feiertag: 11-19 Uhr

Veranstaltungsort Literaturhaus Berlin, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Museum der Tschechischen Literatur, Památník národního písemnictví (PNP), in Prag und war dort bis zum 31.8.2014 zu sehen. Für die Unterstützung der Kooperation, der Ausstellungspräsentation in Berlin und für die Förderung der Begleitpublikation danken wir besonders dem Hauptstadtkulturfonds wie auch dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und dem Verein der Freunde und Förderer des Literaturhauses Berlin.

Internetseiten www.literaturhaus-berlin.de

¿Comment! Lesen ist schreiben ist lesen

Literatur kann erst dann wirken und Sinn stiften, wenn der Leser sie sich persönlich aneignet. Die Arten und Weisen einen Text zu verstehen sind so verschieden wie die Leser selbst. Jeder und jede liest mit seinem und ihrem persönlichem Hintergrund an Gedanken und (Lebens-)Erfahrungen, an Bildern und Filmen, an Büchern und Musik. In jedem Leser-Kopf entstehen verschiedene „Links“. Genau das will das Projekt sichtbar machen.

 

Bei „¿Comment! Lesen ist schreiben ist lesen“ kommentieren Leser in Text, Bild, Ton und Film die Texte von vier zeitgenössischen Autoren aus dem englischen und französischen Sprachraum: Sie machen ihre Lesart auf dem Blog www.comment.lettretage.de kenntlich – sei es analytisch, kreativ weiterschreibend, fragend, illustrierend, assoziierend… Ende November kommen die literarischen Texte der vier beteiligten Autoren und die Kommentare ihrer Leser in vier intermedialen, von Kuratoren gestalteten Abendperformances zur Aufführung. Was zuvor digital auf dem Blog veröffentlicht wurde, zeigt sich der analogen Welt.

 

Das Projekt will herausfinden: Wie kann eine lebendige Literaturvermittlung heute konkret aussehen? Welche Bilder können entstehen, die die ästhetische Faszination am Gegenstand Literatur vermitteln? Wie können analoge und digitale Möglichkeiten der Literaturvermittlung produktiv miteinander verbunden werden?

Antragsteller/in Lettrétage e.V.

Veranstaltungstermin DI, 18.11., 19 Uhr: Ross Sutherland (Schottland), kuratiert von Simone Kornappel // DO, 20.11., 19 Uhr: Vincent Message (Frankreich), kuratiert von Gerhild Steinbuch // DI, 25.11., 19 Uhr: Fiston Mwanza Mujila (Kongo), kuratiert von Jörg Albrecht // DO, 27.11., 19 Uhr: Christian Prigent (Frankreich), kuratiert von Christian Filips & Aurélie Maurin

Veranstaltungsort Literaturhaus Lettrétage. Mehringdamm 61, 10961 Berlin

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Französische Botschaft, Berlin British Council, Berlin

Internetseiten www.comment.lettretage.de