"Von Tuten und Blasen ..." / Blasmusik Festival

Pommer, Schalmei, Mundharmonika, Klarinette oder Tuba – vom 29. bis 31. August steht im RADIALSYSTEM V die Blasmusik in allen denkbaren und scheinbar undenkbaren Zusammenstellungen im Mittelpunkt. Unerschrocken treffen bei der zweiten Ausgabe des international besetzten Blasmusik-Festivals erneut verschiedene Genres, Stile, vor allem aber ausgezeichnete Musiker unterschiedlichster Herkunft aufeinander und zeigen, auf welch vielfältige Art und Weise und mit welch überraschendem Sound sich „geblasener“ Klang erzeugen lässt.

 

Das Programm führt dabei von authentischer Renaissance-Musik mit der Capella de la Torre über stilistische Wanderungen zwischen Orient und Okzident mit dem syrischen Ausnahmeklarinettisten Kinan Azmeh bis hin zu den versierten Bach-Interpretationen des herausragenden Rohrblatt-Quintetts Calefax aus den Niederlanden. Einen Höhepunkt stellt auch die „Lange Nacht der Blasmusik“ dar, in der das Publikum an einem einzigen Konzertabend von Alter Musik bis Blues, von Folk bis experimenteller Musik das Spannungsfeld geblasenen Sounds entdecken kann - und Künstler wie der amerikanische Mundharmonika-Virtuose Howard Levy, Jazztubist Michel Godard oder Zink-Spezialist William Dongois in der abschließenden Jam-Session erstmals gemeinsam auf der Bühne stehen.

 

Daneben sind Eltern und Kinder zu einem Jazzfrühstück sowie einem großen Blasmusik-Mitmachkonzert eingeladen, bei dem jung und alt, Anfänger und Fortgeschrittene das Blasmusik-Spiel (neu) für sich entdecken können.

 

Antragsteller/in Katharina Bäuml

Veranstaltungstermin 29. bis 31. August 2014

Veranstaltungsort RADIALSYSTEM V

Förderbetrag 70.000 €

Ensemblekollektiv Berlin

Als Ensemblekollektiv Berlin kooperieren vier international anerkannte Berliner Ensembles als gemeinschaftlicher Klangkörper: Ensemble Adapter, Sonar-Quartett, Ensemble Apparat und ensemble mosaik. Diese besondere Konstellation auf Basis kammermusikalischer Strukturen ist nicht nur für die Berliner Kulturszene eine Neuheit. Die beteiligten Ensembles zeichnen sich durch langjährige Erfahrung, durch Interpretationen auf höchstem Niveau und klare Profile aus. In der Zusammenarbeit ergänzen sich diese Formationen zu einem Klangkörper mit neuen musikalischen Möglichkeiten.

In drei Programmen profiliert sich das neue Kollektiv mit ausgewähltem Repertoire sowie Auftragswerken (Hanna Eimermacher und Sarah Nemtsov), die die spezifische Zusammensetzung der Formation thematisieren. Bei der MaerzMusik 2014, dem Musikfest Berlin 2014 und dem Festival Ultraschall 2015 präsentiert sich das Ensemblekollektiv Berlin unter der Leitung der renommierten Dirigenten Titus Engel, Enno Poppe und Peter Rundel zum ersten Mal der Öffentlichkeit.

 

Die Realisierung der Konzerte bei MaerzMusik, Musikfest Berlin und Festival Ultraschall wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds ermöglicht.

Antragsteller/in Ensemblekollektiv Berlin GbR

Veranstaltungstermin 20. März 2014, 19:30 h 20. September 2014, 17:00 h Januar 2015

Veranstaltungsort Volksbühne Berlin/im Rahmen von MaerzMusik/Berliner Festspiele; Kammermusiksaal der Philharmonie, im Rahmen von Musikfest Berlin/Berliner Festspiele; NN

Förderbetrag 90.000 €

Kooperationen Berliner Festspiele/MaerzMusik Berliner Festspiele/Musikfest Berlin Deutschlandradio Kultur/Ultraschall Berlin

Internetseiten www.ensemblekollek...iv-berlin.de

Ensemblekollektiv Berlin (A. Rumball)

faithful! II Treue und Verrat der musikalischen Interpretation

Schirmherr: Helmut Lachenmann

 

Wie kann das sein? Das Publikum mag es zuweilen überraschen bis irritieren, wenn Interpretationen ein- und derselben Kompositionen so klingen, als handele es sich um ganz unterschiedliche Stücke.

 

Bei faithful! II werden solche Irritationen zum Programm. Das Berliner Festival für zeitgenössische Musik nimmt in seiner diesjährigen Ausgabe die Frage nach Treue und Verrat der musikalischen Interpretation erneut auf. Mit zahlreichen Konzerten, Diskursen, Interventionen und Experimenten eröffnet faithful! II ein spannendes Wechselspiel zwischen Musikern, Komponisten und Zuhörern.

 

Die künstlerische Interpretation, die Beziehung zwischen Komponist und Interpret, ist seit ihren Anfängen das Herzstück der zeitgenössischen Musik. Im 20. Jahrhundert haben sich ihr Verständnis und ihre Praxis radikal erweitert. Musikalische Interpretation ist nicht mehr nur das, was ein Musiker am Instrument macht. Theoretische, wissenschaftliche und mediale Dimensionen der Interpretation sind heute vielfältig und allgegenwärtig. faithful! II baut zukunftsweisende Anregungen aus dem ersten Festival von 2012 aus und setzt vielseitige neue Akzente. So werden wir wieder Interpretationsvergleiche und Reinterpretationen erleben, mit neuen Fragen an Interpreten und Komponisten.

 

Eröffnet wird das Festival mit einem kompakten Debütkonzert des legendären Künstlerkollektivs Los Angeles Free Music Society (LAFMS). Die Gruppe reinterpretiert essentielles Material, das vierzig Jahre auf eine Wiederaufnahme warten musste. Dasselbe Material wird anschließend von Berliner Improvisatoren mit Zeena Parkins als Gast neu verarbeitet werden. Hinzu kommt eine Version in einer gemeinsamen Interpretation aller Musiker. Damit stellt faithful! II gleich am Eröffnungsabend die Frage, wie zeitgenössische Musik, deren „Original“ hauptsächlich als Aufnahme existiert, interpretiert werden kann, und gibt eine direkte musikalische Antwort darauf.

 

Ähnlichen Fragen stellt sich das Ensemble Extrakte, das mit den Gebrüdern Teichmann Berliner Klubkultur seit den 1990er Jahren bis in die Gegenwart verarbeitet. Das Modul des Loop wird aufgegriffen und auf Instrumenten verschiedenster Kulturen sowie mit elektronischen Mitteln ausgelotet.

Drei Komponisten und drei Ensembles stehen im Rahmen des Festivals besonderen Herausforderungen gegenüber. faithful! II vergab Kompositionsaufträge an Ernstalbrecht Stiebler, Dror Feiler und Osvaldo Budon. Die entstehenden Werke sollten für Ensembles ganz verschiedener Backgrounds interpretierbar sein. Im Vergleich hört man also dieselben Stücke, interpretiert von Norrbotten NEO, dem schwedischen Ensemble für zeitgenössische Musik, einer Gruppe von Improvisationsmusikern und der Lautten Compagney, einem Ensemble für Alte Musik. Das Festival stellt damit die Notationsweise, Instrumentation und Herangehensweise der Komponisten und Ensembles auf den Prüfstand. Die Frage lautet: gibt es “musikalische Objektivität”?

 

faithful! II intensiviert den Interpretationsvergleich ausgewählter zeitgenössischer Werke mit international renommierten Ensembles – Oslo Sinfonietta, Ensemble Multilatérale und Norrbotten NEO, Sonar Quartett, Tana String Quartet – sowie mit Solomusikern und Soloensembles.

faithful! II verortet ein mobiles Interventionsprojekt in eine Galerie, in der die französische Cellistin Séverine Ballon neue Musik in einen Zusammenhang mit zeitgenössischer Bildender Kunst stellt. Das Festival präsentiert Remixe von Iannis Xenakis’ Persepolis und Reinterpretationen im Vergleich mit der Komposition Cogito von Iancu Dumitrescu und Musik von Ashtray Navigations. Alexander Frangenheim und Séverine Ballon erarbeiten dafür eigene Versionen.

Die Anfänge der grafischen Notation werden mit Partituren des griechischen Komponisten Anestis Logothetis durch zwei Ensembles untersucht.

 

Bestimmte Stücke des Festivals werden nochmals in einem 3 D-Sound-Environment von Charlie Morrow zu erleben sein. Der dreidimensionale Klangraum macht Klangdetails wahrnehmbar, die in einem Konzertsaal auch bei bester Akustik verborgen blieben. Charlie Morrow schaltet zusätzlich aus einem adäquaten True-3-D-Raum in New York Stücke passend zum Festivalthema.

 

Die Musik der Band Califone aus Chicago erlaubt mit Tim Rutili und weiteren Multiinstrumentalisten das scheinbar Fragmentarische, Skizzenhafte; sie speist sich aus Folklore, Rock und elektronischen Experimenten. Mal spielen sie impressionistisch-instrumentalen Jazzrock oder sphärischen Blues-Instrumental, mal entlehnen sie Elemente aus Krautrock oder Trip Hop oder sie reinterpretieren Stücke von Psychic TV oder Rolling Stones. Califone verortet musikalische Reinterpretation grandios zwischen Experiment und unerhörten Klangwelten.

 

Johannes Kreidler schließlich programmiert ein Keyboard so um, dass der Ton erst beim Loslassen der Taste erklingt. Dies widerspricht fundamental dem Tastengefühl, das ein Pianist durch jahrelanges Üben erworben hat. Das Publikum, aber auch professionelle Pianisten sind eingeladen, auf diesem Instrument zu spielen.

 

Musiker_innen und Komponist_innen:

Ondrej Adámek, Liz Allbee, Ashtray Navigations, Séverine Ballon, Burkhard Beins, Sebastian Berweck, Sandeep Bhagwati, Frank Bedrossian, Christian von Borries, Osvaldo Budon, Califone, Jani Christou, Iancu Dumitrescus, Ensemble Extrakte, Ensemble multilatérale, Dror Feiler, Alexander Frangenheim, Reinhold Friedl, Harley Gaber, Gebrüder Teichmann, Burkhard Glaetzner, Gérard Grisey, Georg Friedrich Haas, Alois Hába, Lars Petter Hagen, Robin Hayward, Steve Heather, Clara Ianotta, Hilary Jeffery, Gregorio Garcia Karman, Johannes Kreidler, Lautten Compagney, Anestis Logothetis, Logothetis Ensemble, Los Angeles Free Music Society, Ernesto Molinari, Charlie Morrow, Theo Nabicht, Neo Ensemble Norrebotten, Andrea Neumann, Oslo Sinfonietta, Zeena Parkins, Lydia Rilling, Giacinto Scelsi, Gerd Schenker, Chiyoko Szlavnics, Sonar Quartett, Ernstalbrecht Stiebler, Ernst Surberg, Tana String Quartet, Biliana Voutschkova, Christopher Williams, Iannis Xenakis, Marta Zapparoli aka Penelopex u.a.

 

Idee, Künstlerische Leitung: Elke Moltrecht

Assistent der Künstlerischen Leitung: Andreas Engström

Projektleitung: Meli Andres

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Autopilot | Guido Möbius|guido@autopilotmusic.com

k3 berlin | bureau@k3berlin.de

radialsystem v

 

Tickets:

www.reservix.de | RADIALSYSTEM V Tel. 030 288788588

Antragsteller/in Elke Moltrecht/x-tract-production

Veranstaltungstermin 13. bis 23. November 2014

Veranstaltungsort Berghain – Galerie Mazzoli – Me Collectors Room Berlin – RADIALSYSTEM V Konzerte + Diskurs

Förderbetrag 120.000 €

Kooperationen Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung durch Impuls Neue Musik/Deutsch-französischer Fonds für zeitgenössische Musik, das Künstlerprogramm des DAAD, Deutschlandradio Kultur, Filmwerkstatt Kiel der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH (Film Zeile für Zeile), Schwedische Botschaft in Deutschland, Kulturraded/Swedish Arts Council, Norrbottens Musiken, Oslo Sinfonietta, matralab/Concordia University, morrowsound, Königlich Norwegische Botschaft und Music Norway. Präsentiert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Kooperationspartner: Blickpunkte e.V.

Internetseiten www.faithful-festival.de

If You Know What I Mean, Ein szenisches Konzert über die Kunst des Übersetzens

Wie sieht Bruckners 7. Sinfonie in der Mimik eines Zuhörers aus? Was passiert, wenn man eine Komposition in Licht übersetzt? Das Berliner Ensemble DieOrdnungDerDinge untersucht Möglichkeiten, Musik in andere Formen und Medien zu übertragen und widmet sich dafür sechs zeitgenössischen Kompositionen. Musik und szenisches Spiel werden miteinander konfrontiert, auf humorvolle Art und Weise wird deutlich, dass Neue Musik anspruchsvoll und sinnlich erfahrbar zugleich sein kann.

 

Von und Mit Ensemble DieOrdnungDerDinge: Vera Kardos, Iñigo Giner Miranda, Daniele Pintaudi, Cathrin Romeis

 

Kompositionen von: Simon Steen-Andersen, Ana-Maria Rodriguez, Cathy van Eck, Iñigo Giner Miranda, Carolyn Chen, Irene Galindo Ausstattung: Veronika Grosse Dramaturgie: Katja Hagedorn Presse: pr : kunst kultur projekte berlin, Barbara Gstaltmayr

Produktionsleitung: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

 

Dauer: ca. 75 min

 

Eine Produktion von DieOrdnungDerDinge. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, die Spanische Botschaft Berlin und die Stadt Zürich.

Antragsteller/in DieOrdnungDerDinge GbR

Veranstaltungstermin 19., 20. und 22. Juni 2014, 20 Uhr

Veranstaltungsort TAK, Theater im Aufbau Haus

Förderbetrag 24.000 €

Internetseiten www.dieordnungderd...kreuzberg.de

Im Wald / Under the Trees

Im Wald | Under the trees

Acht Studien über animierte Stillleben und Musik • Montag, 14.04.2014 • 20.00 Uhr • Konzerthaus Berlin • Großer Saal

Mit der Installation „Im Wald | Under the trees“ kombinieren Uli Aumüller und Sebastian Rausch am 14. April im Großen Saal des Konzerthauses großflächige, animierte Panoramabilder aus dem Waldgebiet um den Großen Brückentinsee mit Musik verschiedenster Stile und Epochen, präsentiert von dem Experimentalstudio des SWR und dem Ensemble Resonanz. Werke des Barock wechseln sich ab mit zeitgenössischen Stücken, die zum Teil eigens für diese Installation komponiert wurden. Durch das gezielte Zusammenspiel von Bild- und Klangwelten verwandelt sich das Konzerthaus in eine künstliche Naturlandschaft, die zur Auseinandersetzung mit dem Sehnsuchtsort Wald einlädt. Gefördert durch Mittel des Hauptstadtkulturfonds.

 

(Pressemitteilung des Konzerthauses)

Antragsteller/in Uli Aumüller

Veranstaltungstermin 14. April 2014 (plus Exkursion am 13.04.2014)

Veranstaltungsort Konzerthaus

Förderbetrag 55.000 €

Kooperationen Konzerthaus Berlin inpetto filmproduktion Experimentalstudio des SWR Ensemble Resonanz

Internetseiten www.inpetto-filmproduktion.dewww.konzerthaus.de...s=14.04.2014https://www.youtub...=cZV0kG01O84

Pressestimmen

(c) uli aumüller / sebastian rausch 2014

(c) uli aumüller / sebastian rausch 2014

(c) uli aumüller / sebastian rausch 2014

Im Wald | under the trees

Letra/Tone

Was passiert, wenn ein elektronischer Musiker, ein Soloschlagzeuger oder eine Post-Krautrockband eine Partitur interpretieren, die nach rein grafischen Gesichtspunkten gestaltet wurde?

 

LETRA / TONE, das Festival für Grafik und Musik, knüpft an die Tradition der grafischen Notation an und präsentiert in sechs Welturaufführungen, wie improvisierende und elektronische Musiker von heute mit grafischem Material umgehen. Sechs führende Illustratoren und Grafik-Designer aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien und Argentinien gestalten Bilder, die von sechs Musikern bzw. Bands musikalisch umgesetzt werden.

 

LETRA / TONE-Kurator Hanno Leichtmann, Musiker, Produzent und grafischer Gestalter seiner Labels, hat für das zweitägige Festival Dennis Busch, Angela Lorenz, Philip Marshall, Caro Mikalef, Till Sperrle und Damien Tran für die Grafik gewinnen können. Ihre Arbeiten werden von Thomas Ankersmit, Cavern Of Anti-Matter, Jan Jelinek & Masayoshi Fujita, Andrea Neumann, Martin Brandlmayr und The Pitch vertont.

 

Ausgangspunkt sind Scans aus Hanno Leichtmanns umfangreicher Letraset- und Letratone-Sammlung*, die sechs Grafiker erstellen daraus sogenannte 'action scores' - musikalische Grafiken, die dann von den sechs Musikern und Ensembles in Berlin einstudiert und geprobt und im Rahmen des Festivals uraufgeführt werden. Die Grafiken werden im Rahmen des Festivals ausgestellt.

 

In der Avantgarde des 20. Jahrhunderts erstmals eingeführt, versucht die grafische Notation eine Musik zu visualisieren, die mit herkömmlichen Notenbildern nicht darstellbar ist. Besonders in der Neuen Musik der 50er bis 70er Jahre des letzten Jahrhunderts fand die grafische Notation mit Künstlern wie Earle Brown, Morton Feldman, John Cage und Karl-Heinz Stockhausen ihren Platz in der Musik- und Notationsgeschichte.

 

Das Festival LETRA / TONE knüpft an die Tradition und Absicht der klassischen grafischen Notation an, überträgt diesen Ansatz aber in die Jetzt-Zeit und dreht die Schraube weiter – am 11.und 12.4.2014 im Radialsystem V in Berlin.

 

 

* Unter dem Firmen- und Markennamen Letraset wurden, besonders vor der heutigen Verbreitung von Computern, Anreibebuchstaben verkauft. Diese stellten bis in die 1980er Jahre eine bei professionellen Grafikdesignern, aber auch in Ingenieurbüros eine populäre Möglichkeit dar, ordentlich aussehende Schriften auf Flächen anzubringen. Außer Buchstaben in verschiedenen Schriftarten und -größen sind auch Bögen mit grafischen Elementen (Letratone) erhältlich. Letztere sind auch Namensgeber des Festivals und enthalten sowohl das Grafische (LETRA) als auch das Musikalische (TONE) im Namen.

 

Antragsteller/in Hanno Leichtmann

Veranstaltungstermin 11. und 12. April 2014

Veranstaltungsort Radialsystem V

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen tip berlin

Internetseiten www.letra-tone.com

Mouse on Mars 21AGAIN Festival

Mouse On Mars zählen zu den innovativsten und einflussreichsten Projekten, die in Deutschland auf dem Gebiet der elektronischen Musik hervorgegangen sind. Seit 21 Jahren bewegen sich Jan St. Werner und Andi Toma auf ihrer ganz eigenen Flugbahn, frei von den Konventionen und Vorgaben des Musikbetriebs, im Niemandsland zwischen Pop, Kunst, Club und Avantgarde. Ihre Kunst steht für ein Denken und Handeln in Beziehungen, das weit über die Grenzen der Disziplinen hinausreicht. Im Rahmen eines zweitägigen Festivals präsentieren sie Beiträge von befreundeten Künstlern, Musikern, Theoretikern und Kulturvermittlern, aber natürlich auch von älteren und neuen Projekten, die Mouse On Mars selbst angestoßen und ausformuliert haben. Das im HAU1 und den verschiedenen Spielstätten des HAU2 stattfindende Festival ist keine klassische Retrospektive, sondern eine Manifestation des kollaborativen Arbeitens und rastloser Wandlungsfähigkeit.

Antragsteller/in Jan Werner

Veranstaltungstermin 31. Oktober bis 1. November 2014

Veranstaltungsort HAU Hebbel am Ufer

Förderbetrag 55.000 €

Kooperationen HAU Hebbel am Ufer KKT Monkeytown Records CTM Festival

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.de

New Sounds of Istanbul - Berlin

Berlin - Istanbul - vielfach miteinander verwobene Kulturmetropolen und Anziehungspunkte: Im 25. Jahr der Städtepartnerschaft Berlin-Istanbul rufen das RADIALSYSTEM V und das Borusan Music House in Istanbul die Reihe "New Sounds of Istanbul and Berlin" ins Leben, die im Dialog die Musikszene beider Städte beleuchtet - ungeachtet aller Genrebegrenzungen und gängigen Klischees.

 

Eröffnet wird die Reihe "New Sounds of Istanbul and Berlin" im Oktober mit einer langen Nacht im RADIALSYSTEM V. In Kurz-Konzerten bzw. -Performances werden aktuelle Trends der Istanbuler Musikszene und ihr postmigrantisches Pendant in Berlin vorgestellt - das Spektrum reicht von zeitgenössischer und Neuer Musik über Jazz/Fusion bis hin zu Klangexperimenten und Clubmusik. Das Improvisations-Trio Konjo aus Istanbul, das türkisch-deutsche Ensemble Olivinn, der Multiinstrumentalist Ceyhun SoSo Kaya, die Tänzer-Choreographin Candaş Baş - losgelöst von Genregrenzen treffen akustische Instrumente auf Elektronik, Bild- auf Soundeffekte, Klang auf Bewegung. Einen thematischen Schwerpunkt bildet am Tag der Deutschen Einheit auch der Umgang mit Widerstandsbewegungen und Protest-Kultur. Zum Abschluss übernehmen DJ CosmicCloud und DJ Ipek feat. SoSo, der Konzertabend geht in eine Party über - ein Ausdruck der lebendigen Club- und Live-Szene, die das kulturelle Leben beider Städte verbindet.

 

Ergänzend zum Konzertprogramm werden am Nachmittag zwei Workshops angeboten, die die Möglichkeit bieten, von den Erfahrungen beteiligter Künstler zu profitieren. Die VJs Karajan und VJ Vidbeat erarbeiten mittels verschiedener Techniken des VJing gemeinsam mit den Teilnehmern, wie Städte wie Istanbul und Berlin wahrgenommen, visuell eingebettet und verfremdet werden können. Im Tanz-Workshop mit Candaş Baş werden zwei unterschiedliche regionale folkloristische Motive aus der Türkei genauer untersucht und mit in Europa entstandenen Contemporary Dance-Elementen vermengt, verzerrt und als mögliche Form eines neuen Ausdrucks weiter entwickelt.

 

Programm und Künstler:

 

Konjo aus Istanbul trifft die Percussionistin Amy Salsgiver, eine in Istanbul lebende US-Amerikanerin: Das Trio Konjo - Gitarrist Şevket Akıncı, Sänger Sumru Ağıryürüyen und Schlagzeuger Orçun Baştürk - kreiert aus Blues, Avantgarde, zentralasiatischer Musik und freier Improvisation einen sehr eigenständigen Sound und gehört damit zu den wenigen Projekten der Istanbuler Improvisationsszene, die sich in den letzten zehn Jahren musikalisch durchsetzen konnten. Die Percussionistin Amy Salsgiver ist in der zeitgenössischen Musik, freier Improvisation und in der Rockszene aktiv, hat mit zahlreichen unterschiedlichen Ensembles zusammengearbeitet und deckt eine Vielzahl von Genres ab. Seit ihrem Umzug nach Istanbul ist dies Amy Salsgivers erstes Zusammentreffen mit Konjo, das sich nur der improvisierten Musik widmet.

 

Das Ensemble Olivinn lässt aus dem von stilistischer Vielfalt geprägten Gesang der Istanbuler Sängerin Begüm Tüzemen, den Gitarrenklängen des aus Ostanatolien stammenden Multi-Instrumentalisten Özgür Ersoy, den Klangwelten der in Berlin ausgebildeten Pianisten und Komponisten Sinem Altan und den farbenreichen Rhythmen des Berliner Perkussionisten Axel Meier eine einzigartige Klangmischung entstehen. Elemente aus traditionellen türkischen und anatolischen Volksliedern, aus europäisch-klassischen und aus zeitgenössischen Werken zeigen die Liebe des Ensembles zur Verschmelzung der Kulturen und Genres. Insbesondere bei den Kompositionen und Arrangements von Sinem Altan agiert das Quartett mit einer enormen Spielfreude, die begleitet von ihrer dynamischen Improvisationskunst im Dialog zwischen Berlin und Istanbul eine glänzende Note setzt.

 

Die Elektro-Künstler Kontrabil, DJ Ipek und VJ Karajan haben sich von den rhythmischen und melodischen Gesängen während der Aufstände am Tahir- und Taksim-Platz zu ihrem Projekt "Sounds Of Resistance And Unity" inspirieren lassen - die Stimmen Vieler verschmelzen zu einer einzigen lauten und starken Stimme, die durch ihre meditative Art und die Wiederholung mehr und mehr an Kraft gewinnt. Audio- und Video-Aufnahmen von den Straßen-Protesten bilden mit dem Sound elektronischer und traditioneller Instrumenten eine Collage unverwüstlicher Rhythmen, atonaler Wut und emotionalen Missklangs. Der Moment der Revolte wird in das Hier und Jetzt ausgedehnt.

 

Ceyhun SoSo Kaya ist ein Meister der Improvisation, der auf einzigartige Art und Weise seine Ursprünge und damit die Klänge Georgiens und Anatoliens verbindet und daraus einen Sound kreiert, der zwischen Minimal, Contemporary, Lounge, Jazz und Weltmusik liegt. Ein Multi-Instrumentalist, der elektronische Synthesizer und Loops perfekt mit seiner Stimme kombiniert, darüber hinaus das Spiel auf dem Saxophon, der Trompete, der Gitarre und der Panduri perfekt beherrscht und als Künstler beständig seinen eigenen Stil, seine eigenen Geschichten und Songs neu definiert.

 

Candaş Baş verbindet in ihrer Performance türkisch-folkloristische Motive und Elemente des europäischen zeitgenössischen Tanzes. Zunächst im Bereich des klassischen Balletts am Istanbul University State Conservatory for Ballet ausgebildet, wandte sie sich nach einer kurzen Zeit im Istanbuler Staatsballett anderen ganz unterschiedlichen Projekten aus dem Bereich des zeitgenössischen Tanzes, der Mode- und Pop-Kultur zu und gründete gemeinsam mit einigen Tänzern die Istanbuler Kompanie "Ciplak Ayaklar Kumpanyasi". Sie wurde zwei Mal mit dem "Best Choreography Award of Turkish Theatre Critics" ausgezeichnet und ihre Choreographien waren bei zahlreichen internationalen Festivals zu sehen.

 

Die in Berlin und Istanbul lebende, international renommierte und mehrfach ausgezeichnete DJ, Sounddesignerin und Produzentin Ipek Ipekçioğlu beeinflusste als Pionierin für Orient & Asian Musik die Berliner Clubszene bereits in den 90ern. Mittlerweile versetzen die Fusionsounds der türkischstämmigen DJ Ipek das Publikum von New York über Mali bis nach Shanghai in Ekstase. Neben ihren DJ-Aktivitäten ist Ipek Ipekçioğlu kontinuierlich an unterschiedlichen Bühnen- und Studioprojekten beteiligt: Mit dem Ensemble Capella de la Torre interpretierte sie Werke aus der Renaissance neu, für das Ballhaus Naunynstraße und das Festival Berlistanbul#25 war sie außerdem als Kuratorin tätig. Zusätzlich komponierte sie für Dokumentarfilme und produziert Musik für Theater und Oper.

 

In Istanbul geboren und in Berlin ansässig, liegt der Schwerpunkt von VJ Karajan darauf, Visuals der Vergangenheit und Gegenwart zu kombinieren und soziale Phänomene sowie kulturelle Verwandtschaften und Unterschiede im Blick auf Kunst und Leben in der Stadt herauszustellen. Neben ihren 3D-Animationen bezieht sie das Thema Transvestitismus, Science Fiction-Filme und orientalische Videos in ihr Schaffen ein. VJ Karajans Performances waren u.a. auf Festivals in Casablanca, Budapest, Marseille, Sao Paulo und Istanbul sowie in Berliner Locations wie Südblock, Luzia Bar, Gretchen, Betahouse oder RAW Tempel Club zu sehen.

 

T. Hüseyin Kuru, bekannt als VJ Vidbeat, begann seine künstlerische Tätigkeit im Alter von 17 Jahren in Rio Negro in Argentinien. Er spielte als Drummer und Perkussionist zunächst in Grunge- und Heavy Metal-Bands und schuf nach seiner Rückkehr in die Türkei als Student darüber hinaus auch kurze Filmtracks. Der Video-Kunst wandte er sich verstärkt ab 2004 während seines Visual-Design-Studiums am Galatasaray ITM zu. Er nahm am VJ-Workshop von Michael Parenti, Pascal Lescon und Todd Thille von "Artificial Eyes" teil und hat seit 2005 für über 500 DJs und Künstler live performt, darunter Paul Oakenfold, Sven Väth, Anthony Rother, Max Cooper, Macedonian Philharmonic Orchestra, Sophie Ellis Baxtor, The Oh Sees, Kuniyuki Takahashi, China Woman, FM Belfast u.a. Seit 2013 arbeitet er als Stage-Designer und VJ mit Nerdworking Design zusammen.

 

Eine Veranstaltung von Borusan Müzik Evi und RADIALSYSTEM V. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und Borusan Kültür Sanat.

Antragsteller/in RADIALSYSTEM V

Veranstaltungstermin 3. Oktober 2014 10. Januar 2015 14. März 2015 27. März 2015

Veranstaltungsort RADIALSYSTEM V / Borusan Music House Istanbul

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen Borusan Music House Istanbul

Internetseiten www.radialsystem.d...nguage=de_DE

Performing Pop

Focus: Performing Pop

Die ganz große Emotion. Was sonst. Das Theater blickt sehnsüchtig auf die Popmusik und beneidet sie um Tränen, gebrochene und geheilte Herzen, Hymnen und Ekstase.

Währenddessen wünscht sich mancher Popmusiker (ins) Theater – nicht nur, um aus seiner Konzertperformance eine große Show zu machen. Denn Theater kann dem Pop auch diskursive Räume schaffen, über die der Pop in seiner Aufführungspraxis sonst schwer verfügt – Möglichkeiten zur Reflexion, wie sie im kulturindustriell geprägten Alltag kaum existieren. Endlich ist alles möglich – und zwar nicht nur für Arenen bespielende Großstars! Foreign Affairs hat Musiker gebeten, Projekte für die Bühne zu entwickeln: Norddeutsche Indie-Musiker arbeiten mit einer bildenden Künstlerin und Tieren, ein amerikanischer Singer/Songwriter schreibt ein Gesamtkunstwerk für Stimme und Tanz, der prägende Grafikdesigner der britischen Popkultur bringt seine persönliche Geschichte des Pop auf die Bühne, und zum Abschluss des Festivals noch das voluminöse Projekt eines Turnerpreisträgers, der in den 90ern eine Blaskapelle für Acid House engagiert hat … Pop.

 

How To Dress Well & Brendan Fernandes: „What Is This Heart?“

SO 29.06.2014, 21:00

Der in Chicago lebende Produzent und Sänger Tom Krell, der unter dem Künstlernamen How To Dress Well musiziert, gehört zu den interessantesten Protagonisten der aktuellen Pop-Avantgarde. Mit drängendem Falsettgesang barmt er zu zärtlich zusammengefitzelten Beats und knisternden Klangpanoramen. Oft klingen seine Songs wie von einer zerschundenen Schellackplatte: Gegen den grassierenden Retro-Trend setzt Tom Krell eine Nostalgie zweiter Ordnung, in der das musikalische Gedächtnis selbst zum Gegenstand wird. Diesem Prinzip folgt auch die Performance, die er für Foreign Affairs mit Brendan Fernandes und Simon Portigal erarbeitet hat: In der für das Konzert eigens durchgehend gestalteten Gesamtkomposition aller Songs seines neuen Albums „What Is This Heart?“ begeben die Tänzer sich in Haltungen und Positionen, die wie eine Erinnerung an typische Bewegungen des modernen Tanzes erscheinen. Die Musik von How To Dress Well wurde von der kalifornischen Arrangeurin Minna Choi für ein Streicher-Ensemble neu instrumentiert.

 

Phantom Ghost & Cosima von Bonin: „Retrospectres – Phantoms and Ghosts (1999–2014)“

MO 07.07.2014, 21:00

Das Duo Phantom Ghost arbeitet an einer dramatisch übersteigerten Variante des Liedgesangs. Der Komponist, Produzent und Theatermusiker Thies Mynther und der Sänger Dirk von Lowtzow – auch von Tocotronic bekannt – extemporieren mit großer Geste und zitieren dabei das klassische Broadway-Musical ebenso wie die Dichtung des viktorianischen Zeitalters oder die Psychoanalyse von Sigmund Freud. Für Foreign Affairs wird die Musik von Phantom Ghost zum Ausgangspunkt einer polymorph perversen Installation. Die Bühne wird von der Bildenden Künstlerin Cosima von Bonin in konzeptuell überkandidelter Weise unter anderem mit Meeresgetier aus Plüsch gestaltet; das Designer-Duo Augustin Teboul kleidet die Musiker in minimalistisch-luxuriöse Neo-Goth-Dandy-Kostüme. Ein Vortrag über Feder- und Meeresgetier im Tanztheater von Dramaturg Eike Wittrock gehört genauso zum Programm wie eine Intervention der Puppenspielerinnen Rike Schuberty und Tucké Royale, die die scheintoten Meeresbewohner für uns zum Leben erwecken.

 

Scott King: „The Festival of Stuff“

DO 10. & FR 11.07.2014, 23:00

Wer kennt das nicht? Man kommt nachts leicht angeschickert nach Hause, trinkt noch ein Bier und beginnt, sich durch YouTube zu klicken … und fantasiert sich noch einmal in persönlich bedeutsame Momente der Popgeschichte hinein. Wäre es nicht toll, wenn einige dieser Fantasien Realität werden könnten? Der Londoner Künstler, Grafiker und Autor Scott King befasst sich seit den 90er Jahren mit der Imageproduktion, der Bild- und Zeichenhaftigkeit im Pop; zunächst als Art Director für das i-D Magazin, später als Gestalter von Plattencovern für die Pet Shop Boys, Suicide oder Morrissey. In seinen eigenen Werken umkreist er die scheinbar ephemeren Gegenstände der Popkultur – Gesten, Frisuren, Bekleidung, Accessoires, visuelle Inszenierungen auf der Bühne oder im Videoclip. Dabei vermag King immer wieder zu zeigen, dass das „Wesen“ des Pop gerade nicht in seinem scheinbaren Zentrum, der Musik, zu suchen ist, sondern vielmehr in der Akkumulation des Ephemeren – in jenem „Stuff“, jenem Kram, der auch im Mittelpunkt dieser popmusikalischen Live-Recherche stehen wird.

 

Jeremy Deller: „Acid Brass“

SA 12.07.2014, 20:30

Acid House und Blasmusik? Das sind zwei musikalische Stile, die man selten miteinander verbindet. Für den britischen Künstler Jeremy Deller – Turner-Prize-Träger und zuletzt Künstler im britischen Pavillon auf der Venedig Biennale – ist der Nachweis ihrer Verwandtschaft und historischen Parallelen eine Mission: Auf einer gewaltigen Bleistiftzeichnung namens „The History of the World“ hat er ihre Kongruenzen kartografiert. Blasmusik stammt aus dem mittleren 19. Jahrhundert, aus der Epoche der Industrialisierung; Acid House kommt aus den 1980er Jahren und ist gewissermaßen gleichzeitig der Soundtrack der De-Industrialisierung. In den 80er und 90er Jahren waren dann Brass und Acid die Sounds der großen politischen Proteste in England: der großen Bergarbeiterstreiks einerseits und der riesigen Raves vor allem rund um London gegen die Criminal Justice Bill andererseits. Ende der 1990er Jahre spielt daher folgerichtig die aus der Nähe von Manchester stammende Fairey Band auf Dellers Wunsch Blasmusik-Arrangements berühmter Acid-House-Klassiker. Bei Foreign Affairs erleben wir die deutsche Erstaufführung von „Acid Brass“. Dazu: ein launiger Vortrag des legendären britischen DJs und Journalisten Dave Haslam, der uns die Arbeit inhaltlich näher bringt, ein Live-Set von Graham Massey, der mit seinem enorm einflussreichen Projekt 808 State auf Dellers Zeichnung vertreten ist, und der selten aufgeführte Film zu Jeremy Dellers Re-enactment des berühmten Bergarbeiterstreiks „The Battle of Orgreave“.

Antragsteller/in KBB - Berliner Festspiele / Foreign Affairs

Veranstaltungstermin Festivalzeitraum: 26. Juni bis 13. Juli 2014 29. Juni.2014 How To Dress Well & Brendan Fernandes: "What is this Heart?" 7.7.2014 Phantom Ghost & Cosima von Bonin: "Retrospectres – Phantom and Ghosts (1999–2014)" 10./11.7.2014 Scott King "The Festival of Stuff" 12.7.2014 Jeremy Deller "Acid Brass"

Veranstaltungsort Haus der Berliner Festspiele

Förderbetrag 74.000 €

Kooperationen Phantom Ghost & Cosima von Bonin: "Retrospectres – Phantom and Ghosts (1999–2014)", Produktion: Berliner Festspiele / Foreign Affairs, Koproduktion: Internationales Sommerfestival Berlin

Internetseiten www.berlinerfestsp...reignaffairs

How To Dress Well © Andrew Folk

Phantom Ghost & Cosima von Bonin © Michael Straßburger / Dejan Saric

Jeremy Deller: Acid Brass © Jeremy Deller

PULSE - AUSSEN : stadtmusik

Am 1. Juni wird das Areal rund um den Wasserturm im Prenzlauer Berg zum Schauplatz für ein einmaliges Konzertereignis: PULSE – AUSSEN : stadtmusik.

200 Musiker – darunter Profimusiker, Laienorchester und Anwohner des Kiezes – verwandeln eines der schönsten urbanen Quartiere Berlins in eine ungewöhnliche musikalische Bühne. In den speziell für diesen Ort komponierten Werken von Daniel Ott, Wolfgang Mitterer und Charles Ives bewegen sich Schlagzeugergruppen, Bläserensembles, ein Chor schreiender Männer und ein Nasenflötenorchester musizierend durch das Viertel. Nahe Klänge mischen sich mit fernen und rhythmische Schläge mit langen Tönen. Klassische Instrumente treffen auf elektronische Klänge. Der Platz rund um den Wasserturm wird für einen Tag zum großen Freiluftkonzertsaal.

 

Antragsteller/in singuhr e.v.

Veranstaltungstermin 1. Juni 2014, 15 bis 18 Uhr

Veranstaltungsort Wasserturmquartier, Berlin Prenzlauer Berg

Förderbetrag 100.000 €

Internetseiten www.singuhr.de

Rudi Stephan (1887 - 1915)

Rudi stephan (1887 - 1915): der Frühvollendete // Kammermusik und Lieder

Musik für sieben Insturment //

"Ich will Dir singen ein Hohelied" und "Siebe Lieder" für Mezzosopran und Klavier // Groteske für Geige und Klavier // Liebeszauber (arr. Hinrich Alpers)

Hanno Müller-Brachmann, Bariton

Tehila Nini Goldstein, Mezzosopran

Kuss Quartett // Nabil Shehata, Kontrabass

Marie-Pierre Langlamet, Harfe

Hinrich Alpers, Klavier, Konzeption und musikalische Leitung

Antragsteller/in Hinrich Alpers

Veranstaltungstermin 27. Februar 2014

Veranstaltungsort Jesus-Christus Kirche

Förderbetrag 17.000 €

Sink or Swim

xlr-female

Sink or Swim. Fünf musikalische Rettungsmaßnahmen

 

Uraufführungen von und mit

Antje Vowinckel, Steffi Weismann, Liz Allbee, Margarete Huber, Anouschka Trocker

 

Die Übungen zweier Rettungsschwimmer erscheinen in einem Lehrbuch der DDR (1960) durch den Blick ihrer Fotografen seltsam skulptural und ästhetisch. Assoziationen drängen sich auf, die in solch einem Buch eigentlich nichts verloren hätten. Je länger man hinschaut, desto mehr verschwimmen die Rollenmuster von Helfer und Opfer.

Wer rettet hier wen?

Fünf Composer-Performerinnen tauchen in den Subtext der Bilder ein und kreieren dazu jeweils eine audiovisuelle Komposition. In einem räumlichen Setting mit mehrkanaliger Video- und Audiotechnik verbindet jede Komponistin auf ihre Weise Instrumente, Stimmen, Körper, Klang- und Bildobjekte. Sink or Swim ist die erste Produktion von xlr-female, einer neu gegründeten Formation Berliner Komponistinnen, Klangkünstlerinnen und Performerinnen.

 

Antje Vowinckel – Idee/ Komposition, E-Orgel, Stimme, Objekte

Steffi Weismann – Komposition, Video- und Raumkonzept, Stimme, Objekte

Liz Allbee – Komposition, Trompete, Stimme, Objekte

Margarete Huber – Komposition, Gesang, Synthesizer, Objekte

Anouschka Trocker – Komposition, Objekte, Stimme

 

Leitung – Antje Vowinckel, Steffi Weismann

Fotos – Inge Elze und Heinz Kleinschmidt in „ Rettungsschwimmen“ , DDR 1960

Licht – Ruth Waldeyer

Ton – Ian Douglas

Choreographische Beratung – Takako Suzuki

Produktionsassistenz – Christina Ertl-Shirley

Bühnen- und Videoassistenz – Georg Klein

Produktionsleitung – ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

 

Antragsteller/in Antje Vowinckel

Veranstaltungstermin 5., 6. und 7. Juni 2014, jeweils 20.30 h

Veranstaltungsort Sophiensaele

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Eine Produktion von xlr-female in Koproduktion mit Sophiensaele Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds

Internetseiten www.sophiensaele.c...Dstueck=1231

Sonderprojekt zum CTM 2014 - Dis Continuity

Das vom Sonderprojekt zum CTM- Festival for adventurous music and art präsentiert unter dem Thema "Dis Continuity", bekannte und vor allem weniger bekannte Koryphäen der experimentellen und elektronischen Musik. In Konzerten und Club-Events, Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionen und Workshops zeichnet das Festival nach, wie ihre Ideen fortfahren, die Musik der Gegenwart zu erneuern und zu beeinflussen.

Die 15. Jubiläums-Ausgabe von CTM – Festival for Adventurous Music and Art findet vom 24. Januar bis zum 2. Februar 2014 in einer Reihe von Berlins spannensten Orten statt, u.a. HAU Hebbel am Ufer, Berghain, Stattbad und dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien.

Antragsteller/in DISK-Initiative Bild & Ton e.V.

Veranstaltungstermin 24. Januar bis 2. Februar 2014

Veranstaltungsort Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Berghain, Hebbel-am-Ufer HAU1 & 2

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen Hebbel-am-Ufer, Kunstraum Kreuzberg

Internetseiten www.ctm-festival.de

Pressestimmen

© Promo CTM

© Promo CTM: Cover Booklet Ausstellung "Generation Z : ReNoise - Russian Pioneers of Sound Art and Musical Technology in the early 20th Century"

© Ensmble Mi-65

splitting nature - Oyvind Torvund & Splitter Orchester

Was ist Natur, was ist Kultur und worin besteht der Unterschied zwischen beidem?

Der Komponist Øyvind Torvund, 2013 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, beschäftigt sich mit einer der ursprünglichsten Klangkategorien, den Tierstimmen, und spürt ihren Phrasen und Melodien nach. Während seines Berlinaufenthaltes arbeitete Torvund für sein neues Werk „Constructing Jungle Books“ mit den 24 Composer-Performern des in Berlin gegründeten Splitter Orchesters zusammen. Das aus dieser engen Zusammenarbeit entstandene Werk wird im Museum für Naturkunde im Rahmen des Festivals MaerzMusik 2014 uraufgeführt. Torvund verwendet für die Komposition Aufnahmen aus dem umfassenden Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde und Tonaufnahmen der uns umgebenden Alltagswelt. Zusammen mit den Musikern des Splitter Orchesters untersucht er dabei das Prinzip der Imitation. Auf einem Parcours durch die Ausstellungsräume des Museums begegnen die Konzertbesucher Klängen, die mit der der faszinierenden und irritierenden Dialektik von Natur und Kultur spielen.

 

 

Im zweiten Teil des Konzertabendspräsentiert das Splitter Orchester eine kollektive Eigenkomposition, die von der freien Improvisation ausgeht. Die Kompositionen des Splitter Orchesters, die in Proben gezielt entwickelt werden, sind strukturierte Improvisationen mit kompositorischen Elementen. Neben sich organisch entwickelnden Veränderungen gibt es auch immer überraschende musikalische Wendungen, die kollektiv erfasst und weiterentwickelt werden. Der Titel der Komposition „Splitters and Lumpers“ ist den naturwissenschaftlichen Klassifikationsschemata entlehnt und bezieht sich sinnbildlich auf die Kategorisierung, die Untersuchung und die (Re-)produktion von Klängen oder Klangobjekten. Die musikalische Struktur von „Splitters and Lumpers“ macht für das Publikum hörbar, wie es einem großen Ensemble ohne Dirigat scheinbar mühelos gelingt, 23 verschiedene künstlerische Positionen in einem organischen Gesamtklang zu bündeln, der für sich wiederum eine neue, nur schwer klassifizierbare Klangkategorie darstellt. Die Diversität der Klänge, die erklingen, würde jeden musikalischen Taxonomen in freudiges Erstaunen versetzen und für lange Zeit mit Arbeit versorgen.

Antragsteller/in ausland/projekt archiv e.V.

Veranstaltungstermin 17. März 2014 Erster Teil: 19 Uhr, Museum für Naturkunde (Invalidenstr. 43, 10115 Berlin Zweiter Teil: 22 Uhr, Langenbeck-Virchow-Saal (Luisenstr. 58/59, 10117 Berlin)

Veranstaltungsort Naturkundemuseum Berlin & Langenbeck-Virchow-Haus

Förderbetrag 34.000 €

Kooperationen Eine Produktion von ausland / projekt archiv e.V., Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Berliner Festspiele / MaerzMusik und Borealis Festival Bergen. In Zusammenarbeit mit Museum für Naturkunde Berlin. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung von Technische Universität Berlin – Fachgebiet Audiokommunikation – Elektronisches Studio

Internetseiten www.berlinsplitter.orgwww.berlinerfestsp...il_85419.phpwww.berliner-kuens...l.php?id=853

stargaze presents

E? U? C? Die musikalischen Grenzen klassischer Komposition und Popmusik verschwimmen immer mehr. »stargaze presents« geht voran und forciert die Zusammenarbeit interdisziplinärer Musiker, darunter auch mit Neuinterpretationen von Terry Rileys Minimalmusik-Komposition »In C«.

 

»stargaze presents« versteht sich als Forum für genreübergreifende Projekte in Pop und zeitgenössischer wie klassischer Musik: kürzlich beschrieb die Londoner Times eine Aufführung von stargaze mit Matthew Herbert als »der fehlende Link zwischen Messiaen und My Bloody Valentine«. In einer gemeinsamen Initiative mit der Musikbühne der Volksbühne Berlin gestaltet stargaze im Februar 2014 nun erstmals eine dreitägige Veranstaltung und setzt gleichzeitig die an der Kölner Philharmonie und in Londons Barbican Centre begonnene Auftragsserie von Neuinterpretation von Terry Rileys Minimalkompositions-Klassiker »In C« fort.

 

Im Mittelpunkt stehen originäre, kollaborative Pop-Projekte: der britische Post-R&B-Produzent Holy Other spielt gemeinsam mit dem Chor Cantus Domus – ebenso wie die Hamburger Gruppe 1000 Robota, die im Rahmen des Festivals einen exklusiven Ausblick auf neues Material geben wird. Zudem werden der Popkultur zuzurechnende Künstler ihre klassischen Arbeiten einem breiten Publikum vorstellen: das Streichquartett des stargaze-Kollektivs führt Kompositionen von Bryce Dessner (The National) und Ben Shemie (Suuns) auf, das für den finnischen Geiger Pekka Kuusisto geschriebene »Violin Concerto« von Owen Pallett (alias Final Fantasy, u.a. Arcade Fire) wird von Kuusisto selbst vorgetragen. Das Festival wird abgerundet durch einen Auftritt von My Brightest Diamond (Shara Worden) zusammen mit dem Zafraan Ensemble.

 

Auch fünfzig Jahre nach der Uraufführung bleibt »In C« ein Klassiker der semi-aleatorischen Musik, ist dieses inspirierendste Stück der »Minimal Music« variabel genug, um vom klassischen Orchester bis zum einzelnen Produzenten gespielt zu werden – und gilt seit 1964 unzähligen KünstlerInnen als Inspiration und Wegweiser in die elektronische Musik. Im Rahmen von »stargaze presents« wird »In C« am Ende eines jeden Veranstaltungstages mit dem stargaze-Ensemble aufgeführt: ob vom Berliner Komponisten Nils Frahm, dem Perkussions-Techno-Projekt Pantha Du Prince & The Bell Laboratory oder den Klangforschern Mouse On Mars mit dem früheren Battles-Mitglied Tyondai Braxton: »In C« wird über die drei Tage immer anders, aber stets aufregend klingen.

 

Antragsteller/in stargaze GmbH

Veranstaltungstermin 14. - 16. Februar 2014

Veranstaltungsort Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Internetseiten www.we-are-stargaze.comwww.volksbuehne-berlin.de/

Strauss 150: Neue Perspektiven

Vom pompösen Heroismus zum modernen mini-Helden:

STRAUSS 150: NEW PERSPECTIVES, VOL. 2 @ STATTBAD BERLIN

Nach dem gelungenen Auftakt mit Till Eulenspiegel und Metamorphosen geht die Trilogie nun in die zweite Runde: STRAUSS 150: NEW PERSPECTIVES, VOL. 2.

Das ensemble mini – ein Zusammenschluss junger Akademisten der besten Orchester Berlins unter der Leitung des Britischen Dirigenten Joolz Gale - zeigte bereits mit dem ersten Teil seiner Strauss-Trilogie welch unerhörte Intensität und Intimität es durch das Prima des mini-Orchesters in Kombination mit einer einzigartigen Kulisse zu erzeugen vermag. Im zweiten Teil des Projekts wird sich dieser Effekt wohl von seiner stärksten Seite zeigen, wenn die einstige Opulenz und fast größenwahnsinnige Besetzung des „Heldenlebens“ gerade einmal auf ein Fünftel herunter gebrochen wird. Wer aber glaubt, dies würde Komponist oder Musik Abbruch tun, der irrt – was sich ändert, ist die Perspektive. Durch die Präzision und Feinheit des Arrangements wird der Zuhörer näher an das Werk herangeholt. Strauss' Erfindungsreichtum und Klangraffinesse wirken nun ganz ohne Prunk und Distanz – ein moderner Minimalismus, der sich optimal in die besondere Szenerie des STATTBADs im Berliner Wedding einfügt und gleichzeitig eine Hommage an die ganz und gar nicht konservative Strauss'sche Komposition ist. Die Musiker bieten mit dieser Trilogie jedoch noch mehr als ein gut gerahmtes, innovatives Projekt; eine weitere Besonderheit besteht in den einzelnen Bearbeitungen der Strauss-Werke. Einige von ihnen dürfen auf Erlaubnis der Nachfahren Richard Strauss' hin, ausschließlich vom ensemble mini dargeboten werden. So auch das neue Heldenleben-Arrangement, das mit den Konzerten am 16. und 17. Oktober Weltpremiere feiern wird. Außerdem wird an beiden Abenden erstmals in Deutschland die Wagendristel-Bearbeitung von Schönbergs Violinkonzert auf dem Programm stehen. Als Solist hat sich das ensemble mini dazu die international gefragte, junge Violinistin Tai Murray (USA) eingeladen.

Die erfolgreichen Formate des Ensembles, wie etwa das Projekt mini-Mahler, das nun im September auch als Album (Mahler 9) bei ARS-Produktion erschienen ist, machen deutlich, dass der Übertrag der Klassik ins 21. Jahrhundert kaum einem Klangkörper so elegant und gekonnt gelingt, wie dem ensemble mini. Sie treten selbstbewusst als Musiker einer neuen Generation auf und erreichen mit modernem Ansatz und hoher Qualität ein völlig neues Publikum – ein junges, interessiertes, das scheinbar nur darauf gewartet hat, dass ihm dieses Genre einen Schritt entgegenkommt. So enden die Konzertabende des Ensembles nicht einfach mit dem Schlussapplaus, sondern finden ihren Ausklang in der mini-Lounge, bei der sich in lockerer Atmosphäre und mit erfrischenden Getränken DJ und mini-Musiker mit kleinen Sets abwechseln. Der Jam-Session-Charakter ermöglicht dem Publikum, mit den Musikern in Kontakt zu treten und findet jeher großen Anklang bei den Besuchern. Während in den Medien immer wieder die Frage nach der „Zukunft der Klassik“ laut wird, scheint dieses Ensemble seine Antwort darauf bereits gefunden zu haben.

 

STRAUSS 150: NEW PERSPECTIVES, VOL. 2 @ STATTBAD BERLIN

16. & 17. Oktober 2014, 20:00h

ensemble mini

Tai Murray, Violine Joolz Gale, Dirigent

Schoenberg // Violinkonzert (arr. Alexander Wagendristel) *Deutschlandpremiere* Strauss // Ein Heldenleben (arr. Joolz Gale) *Weltpremiere*

 

Anfang Juli werden der talentierte britische Dirigent Joolz Gale und sein ensemble mini den Auftakt ihrer Strauss Trilogie im STATTBAD Berlin einleiten. In einzigartiger Kulisse und durch das Prisma des mini-Orchesters übertragen die jungen Musiker Strauss' Musik ins 21. Jahrhundert. Zwar bleibt ein Großteil der Strauss'schen Orchestrierung und Ideenwelt erhalten, erzeugt die frische Energie und Intimität doch einen Wechsel der Perspektiven. Eine Kombination, die nicht nur Strauss-Liebhaber sondern auch die Sinne einer neuen Generation begeistern dürfte.

 

Im Anschluss an das Konzert am 03. JUli lädt das Ensemble außerdem zu seiner mini-Lounge ein. Der Wechsel zwischen DJ und Solo-Sets einzelner Musiker des Ensembles, kombiniert mit erfrischenden Getränken und der einzigartigen Kulisse des STATTBADs wird den Abend in besonderer Atmosphäre ausklingen lassen.

 

Das Konzert am 4. Juli wird hingegen aus gegebenem Anlass in eine "Fußball-Lounge" gebettet sein - das Ensemble und das STATTBAD laden herzlich dazu ein, gemeinsam mit erfrischenden Getränken und BBQ die Viertelfinalspiele vor und nach dem Konzert auf der Leinwand vor Ort anzusehen.

 

Antragsteller/in ensemble mini e.V.

Veranstaltungstermin 16. und 17. Oktober 2014 3. und 4. Juli 2014

Veranstaltungsort STATTBAD Berlin

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen In Kooperation mit dem STATTBAD Berlin und dem F.E.C. Leuckart Musikverlag (repräsentiert durch Thomi-Berg Musikverlag, Planegg). Mit freundlicher Unterstützung durch Hauptstadtkulturfonds Berlin.

Internetseiten ensemblemini.comwww.stattbad.net/2...tives-vol-ii

transduction – ein installatives Konzertprojekt

"transduction" thematisiert fiktive und konkrete Möglichkeiten räumlicher Wahrnehmung von Musik. Wie seit den 1970er Jahren mit dem Walkman Musik in jede Umgebung transportiert und unabhängig vom Ort der Entstehung erlebt werden kann, sollen in diesem Projekt verschiedene akustische Umgebungen in den Konzertsaal transportiert werden: der Hörraum um den Konzertbesucher gerät in Bewegung. Hierfür setzt das ensemble mosaik die Zusammenarbeit mit den Filmkünstlern Distruktur (Melissa Dullius und Gustavo Jahn) und dem Regisseur Thomas Fiedler (Kommando Himmelfahrt) fort, die 2012 mit dem erfolgreichen Projekt "perspective matters" begann.

 

Standen damals der Zuhörer und das musikalische Erforschen von Hörperspektiven in einer konkreten Raumsituation im Vordergrund, richtet "transduction" den Fokus der Auseinandersetzung auf akustische Präsentationsformen und rückt die Klangprojektion als Fundus künstlerischer Gestaltungsmöglichkeit ins Zentrum des Projekts: Das Konzert als Parcours durch Möglichkeiten gehörter Räumlichkeit – akustisch, visuell und virtuell.

Präsentationsmöglichkeiten untersuchen: Welche Distanz oder Nähe wird durch unterschiedliche Mikrophonierungen geschaffen? Wie wird Klang projiziert? Wie löst er sich vom Instrument? Wie verändern optische Reize und Übertragungen die Klangwahrnehmung? Verschiedene Möglichkeiten sollen ausgetestet und erfahrbar werden.


 

Dazu entwickelt das 16mm Filmkunst-Duo Distruktur mit den Musikern des Ensembles drei Filme, die sich auf die Kompositionen beziehen – ohne sie zu bebildern – und das Thema eines virtuellen Parcours durch verschiedene Hörräume ins Bildnerische transportieren.

Fragen nach körperlicher Loslösung, nach Reproduktion und Verzerrung werden dabei auf einer visuellen Ebene reflektiert. Die Filme spielen selbst mit unterschiedlichen Übertragungsformen und wenden die Fragestellung auch auf das eigene Medium.

 

In der Konzertinstallation werden diese unterschiedlichen Übertragungsformen der Musikstücke und Filme kombiniert und konfrontiert. Unverstärktes, ganz nah Mikrofoniertes, Aufgenommenes, Abgefilmtes und live Vertontes durchdringen sich in einem mehrdimensionalen Vexierspiel.

Antragsteller/in ensemble mosaik

Veranstaltungstermin 3. und 4. September 2014

Veranstaltungsort Berghain, Berlin

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Internationales Musikinstitut Darmstadt

Internetseiten www.ensemble-mosaik.de

UA Dieter Schnebel: UTOPIEN

Es sei Zeit, wieder über Utopien nachzudenken, sagt Dieter Schnebel über die Motivation zu seinem neuen Musiktheaterprojekt. Es ist kein Handlungstheater geworden, sondern vor allem ein Raum-, Klang- und Bewegungstheater, das sich von der Bühne aus auch unter die Zuschauer begibt. Die drei Abschnitte entsprechen der Trigonometrie der christlichen Utopie: Glaube, Hoffnung, Liebe. Glaube und Hoffnung müssen sich dabei einer Prüfung durch Gegenentwürfe stellen – die Liebe aber bleibt unangetastet. Sie ist jenseits allen Zweifels, eine Utopie. Dieter Schnebel verbindet diese Utopie mit Erinnerungen, Zitate und Anklänge an Schubert, Bruckner und Wagner.

Antragsteller/in Konzerthaus Berlin

Veranstaltungstermin 29. und 31. Mai und 1. Juni 2014

Veranstaltungsort Konzerthaus Berlin

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Münchener Biennale Musik der Jahrhunderte Stuttgart

Internetseiten www.konzerthaus.de

Zeitfenster – VII Biennale für Alte Musik

Avantgarde!

 

Avantgarde!? Als Thema eines Festivals Alter Musik? Das klingt paradox. Und doch: Zeitfenster VII nimmt den 300. Geburtstag Carl Philipp Emanuel Bachs zum Anlass, um die Musikgeschichte nach dem Wesen der Avantgarde zu befragen: Was macht die Musik aus, die im Rückblick als Avantgarde begriffen werden kann? Hat Monteverdi sich schon als Avantgarde verstanden? Und ist der Jubilar CPE Bach nicht der Prototyp des Avantgardisten? Seine „neue“ Musik entstand eben nicht im Rahmen seines Dienstvertrages am Hofe Friedrichs II., dessen Musikgeschmack schon den Zeitgenossen als rückständig und verstaubt galt. Nur in privaten Zirkeln, den privaten Akademien, machte CPE Bach eigene Ideen publik.

 

CPE Bach und seinen europäischen Zeitgenossen werden im Festival Interpretationen und Formate Alter Musik zur Seite gestellt, die mit Mut zur Grenzüberschreitung und innovativen Ansätzen für Furore sorgen und Impulse zur kreativen Aneignung des kulturellen Erbes geben: Avantgarde trifft Avantgarde, das Neue im Alten – das Alte im Neuen – ein aufregender Dialog über die Zeitschranken hinweg. Eben: Avantgarde!

 

mit Jordi Savall, Solistenensemble Kaleidoskop, Lautten Compagney Berlin, ensemble amarcord, Nicolas Altstaedt, Ensemble Musica Sequenza, Sabina Meyer, Akademie für Alte Musik Berlin, Hille Perl, Jos van Immerseel, Midori Seiler, Martin Haselböck, Konzerthausorchester Berlin und vielen weiteren.

Antragsteller/in Konzerthaus Berlin

Veranstaltungstermin 30. März bis 6. April 2014

Veranstaltungsort Konzerthaus Berlin / Radialsystem V

Förderbetrag 150.000 €

Kooperationen In Zusammenarbeit mit Uhde & Harckensee MusikManagement

Internetseiten www.konzerthaus.de/zeitfenster