20. Jüdisches Filmfestival Berlin und Potsdam

Seit 1995 bringt das JÜDISCHE FILMFESTIVAL BERLIN & POTSDAM das Neueste, Beste und Interessanteste des jüdischen Films weltweit sowie die kulturellen Höhepunkte des israelischen Kinos nach Deutschland. Die 20. Ausgabe des Festivals wird am 30. März 2014 im Hans Otto Theater beginnen und bis zum 13. April 2014 andauern.

Antragsteller/in Welser 25 - Freundeskreis des Jüdischen und Israelischen Films e.V.

Veranstaltungstermin 30. März bis 13. April 2014

Veranstaltungsort Hans Otto Theater Potsdam, Thalia Programmkino, Kino Arsenal, Filmkunst 66, Eiszeit Kino, Neues Off

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen - Kino Arsenal Berlin - Filmmuseum Potsdam - Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus - Hans Otto Theater - Botschaft des Staates Israel in Berlin

Internetseiten www.jffb.de/de/

Alle Tage wieder - let them swing. Zur Aktualität der Filme von Margaret Raspé

Alle Tage wieder – let them swing!

Zur Aktualität der Filme von Margaret Raspé

Ein Filmprogramm von Madeleine Bernstorff, Karola Gramann und Heide Schlüpmann

 

im Kino Arsenal, Berlin und im Weltkulturen Museum Frankfurt/Main.

 

Eine Ausstellung mit Materialien und Objekten von Margaret Raspé ist im roten Foyer des Kino Arsenal zu sehen.

 

Margaret Raspé, Berliner Malerin, Performancekünstlerin und Filmmacherin, drehte in den 1970er Jahren die legendären "Filme mit dem Kamerahelm":

"... Kamerahelm auf dem Kopf: gleichzeitig malen und filmen. Das instrumentalisierte Auge löst Orientierung auf ... Ich spalte mich: einerseits körperlich locker in der aktionistisch gelöst malenden Hand, andererseits rational konzentrierte Beobachterin im Sucher der Kamera..." (MR).

Raspé wurde beeinflußt durch die Aktions- und Fluxuskunst der 1960er Jahre, bezog sich auf ihre langjährige Erfahrung mit Körperarbeit und stand der Wiener Avantgarde nahe. Der Anstoß zu ihrem außergewöhnlichen Einsatz der Kamera kam aber von woanders. Er ist im Zusammenhang mit den damaligen politischen Debatten zum Thema Hausarbeit zu sehen: buchstäblich zu sehen. Ihr erster Film "mit dem Kamerahelm" – SCHWEINESCHNITZEL (1971) zeigt den alltäglichen Arbeitsprozess der Zubereitung eben dieses Schnitzels – aus der Perspektive der Köchin. Gleichzeitig kochen, spülen, (Hühner) ausnehmen, (Sahne) schlagen und künstlerisch arbeiten: Raspé hatte von 1954–1957 Malerei an der Kunstakademie München und an der Hochschule für Bildende Künste Berlin studiert. "Schweineschnitzel / entstand /, 1971, nachdem ich lange über Aggression in der Küche nachgedacht hatte."

 

Das Filmprogramm „Alle Tage wieder – let them swing!“ zeigt die Filme Raspés in unterschiedlichen Kontexten und aktualisiert sie mit historischen und aktuellen Filmen. Viele Gäste wie Monika Treut (Hamburg), die Gruppe Counterplanning from the Kitchen (Berlin), Sasha Pirker (Wien), Hemma Schmutz (Wien), Ute Holl (Basel), Rembert Hüser (Frankfurt/Main) und Mike Sperlinger (London,Oslo) erweitern den Blick auf das vielgestaltige und konsequente Werk der Berliner Künstlerin Margaret Raspé.

Die Digitalisierung sowie Archivierung der Super 8 Filme wird von der Deutschen Kinemathek Berlin durchgeführt.

Dank an die vielen Unterstützer_innen.

 

Antragsteller/in Madeleine Bernstorff

Veranstaltungstermin 18. bis 21. September 2014 Arsenal Berlin 26. - 28. September 2014 Weltkulturen Museum Frankfurt/M.

Veranstaltungsort Kino Arsenal Berlin, Weltkulturen Museum F/M

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen Eine Kooperation von Madeleine Bernstorff mit der Kinothek Asta Nielsen e. V. und Gunter Deller, Frankfurt/Main Kino Arsenal, Berlin Weltkulturen Museum Frankfurt/M Deutsche Kinemathek Berlin

Internetseiten www.madeleinebernstorff.dewww.kinothek-asta-nielsen.de

Margaret Raspé mit Kamerahelm, ca. 1974 Foto: Heiner Ranke

BORDERLAND

Audiovisuelle Quellen zur Berliner Mauer

 

Vom Amateurfilm über den subversiven Künstlerfilm bis hin zum Dokumentar-, Propaganda- und Spielfilm: in der Darstellung (oder auch der Nichtdarstellung) der Mauer spiegelten sich stets auch die jeweils aktuellen politischen, kulturellen und sozialen Befindlichkeiten wider. Die Spannbreite der Transformationen und Deutungen, die das Bauwerk und der geografische Ort dabei im Laufe der Jahre durchlaufen haben, sind immens: Mahnmal, antifaschistischer Schutzwall, Kunstobjekt, Todesstreifen und letztendlich „Beste Lage“.

 

Die Filmreihe BORDERLAND zeigt die Mauer nicht nur aus den unterschiedlichsten Perspektiven, sondern lässt auch das Lebensgefühl im Berlin zur Zeit der Mauer wieder aufleben.

 

Begleitet wird die Filmreihe von einer Ausstellung im Kinofoyer mit Arbeiten von: GERD CONRADT, GERD DANIGEL, HANS HAACKE, HARTMUT JAHN, FRANZ JOHN, AXEL ATTA MAIKATH, DETLEFF MATTHES, STEFAN MICHEEL, ULRIKE OTTINGER, EINAR SCHLEEF, WERMKE/LEINKAUF u.v.a.

 

Einführungsvorträge von:

Günter Agde, Jan Gympel, Lutz Henke, Claus Löser, Julia Schumacher und Florian Wüst

 

Gäste: Mathias J. Blochwitz, Ekkehardt Maaß, Thomas Mauch u.v.a.

 

 

Antragsteller/in Jan Henselder, INTERSCREEN.ORG

Veranstaltungstermin 31. Oktober bis 9. November 2014

Veranstaltungsort Zeughauskino - Deutsches Historisches Museum

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen Zeughauskino, Deutsches Historisches Museum

Internetseiten www.borderland.berlinwww.dhm.de/zeughau...-berlin.html

Let's Misbehave! Hollywood vor dem Hays-Code 1930-1934

Die Jahre 1930-1934 stellen in der Geschichte Hollywoods eine Zeit ungewöhnlicher Freiheit und Offenheit gegenüber gesellschaftlichen Wirklichkeiten dar. Mit der Durchsetzung des Hays-Code ab Juli 1934, Hollywoods freiwilliger Selbstkontrolle, um drohenden Boykotten und staatlicher Zensur zu entgehen, wurde dies jäh unterbrohen. Die Pre-Code-Filme erzählen ungeschönt vom Alltag in einem von Depression, Hoffnungslosigkeit und Kriminalität geprägten Amerika, von Alkoholkonsum, emanzipierten Frauen und Überlebenskünstlern. Den Rhythmus der Großstadt nehmen sie in rasanten Schnittfolgen, schnoddrigen Dialogen und elliptischen Erzählweisen in sich auf.

Im Gegensatz zum späteren amerikanischen Filmschaffen, das als "Klassisches Hollywood" kanonisiert wurde, blieb das Pre-Code-Kino weitgehend unbachtet und ist kaum im kulturellen Gedächtnis verankert. Die Reihe "Let's Misbehave!" präsentiert in 30 Filmen eine der aufregendsten Epochen Hollywoods.

Antragsteller/in Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V.

Veranstaltungstermin 19. Juni bis 31. Juli 2014

Veranstaltungsort Kino Arsenal

Förderbetrag 50.000 €

Internetseiten www.arsenal-berlin...56/3006.html

BABY FACE (Alfred E. Green, USA 1933)

Retrospektive Robert Siodmak

Robert Siodmak gehört zu den großen deutschen Filmregisseuren. Er ist aber auch einer jener jüdischen Filmemigranten, die Deutschland 1933 verlassen mussten und später in Hollywood Karriere machten. Sein Œuvre lässt sich auf kein spezifisches Genre festlegen. Dem dokumentarisch anmutenden Debüt Menschen am Sonntag (D 1930) folgen ein Kammerspiel, Komödien, Krimis, Film Noirs, Melodramen, Comédies Musicales, exotische Abenteuer und ein geradezu prototypischer Piratenfilm. Literaturverfilmungen und Theateradaptionen bestimmen das Werk ebenso wie Originalstoffe. Mehr als 15 Jahre nach der letzten Retrospektive ist das Schaffen Robert Siodmaks endlich wieder nahezu vollständig über drei Monate hinweg auf einer Berliner Leinwand zu erleben.

 

Mit Menschen am Sonntag debütiert Robert Siodmak am Ende der Stummfilmära mit einem der schönsten Berlin-Filme überhaupt. Berlin als Schauplatz prägt auch seine Ufa-Arbeiten bis 1933, das Kammerspiel Abschied (D 1930), die Ganovenstory Stürme der Leidenschaft (D1931) und den frühe Film Noir Voruntersuchung (D 1931).

 

Die erste Emigration führt Siodmak nach Paris, wo er bis 1939 mit La crise est finie! (F 1934), Mollenard (F 1938) oder Pièges (F 1939) einige seiner brillantesten Arbeiten gestaltet. Wegen des Kriegsausbruchs wandert Siodmak in die USA aus. In Hollywood entstehen Genre-Highlights des “Meisters des Film Noir” wie The Killers (USA 1946), Phantom Lady (USA 1944), The Spiral Staircase (USA 1945) oder Criss Cross (1949). Die Retrospektive versammelt aber nicht nur die Klassiker in möglichst guten 35mm Kopien. Zu entdecken sind auch eher unbekannte Film Noirs aus der zweiten Reihe sowie das knallbunte Technicolor-Dschungel-abenteuer Cobra Woman (USA 1943) oder der Piratenfilmklassiker The Crimson Pirate (USA1951) mit Burt Lancaster.

 

Nach dem Krieg zog es den Exilanten nach Europa zurück, wo er ab 1952 nur unter deutlich schwierigeren Bedingungen arbeiten konnte. Nichtsdestotrotz entstehen anspruchsvolle Klassiker des westdeutschen Nachkriegskinos wie Nachts, wenn der Teufel kam (BRD 1957) oder die Gerhart Hauptmann Verfilmung Die Ratten (BRD 1955).

 

 

Antragsteller/in Zeughauskino / Deutsches Historisches Museum

Veranstaltungstermin 1. April bis 29. Juni 2014

Veranstaltungsort Zeughauskino

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen

Internetseiten www.zeughauskino.defacebook.com/Zeugh...uskinoBerlin

The Killers (USA 1946, R: Robert Siodmak) Quelle: Deutsche Kinemathek

Quick (D 1932, R: Robert Siodmak) Quelle: Deutsche Kinemathek

Nachts, wenn der Teufel kam (BRD 1957, R: Robert Siodmak) Quelle: Deutsche Kinemathek

Wie haben Sie das gemacht? Aufzeichnungen zu Frauen und Filmen

Obwohl immer mehr Frauen in Filmberufen erfolgreich sind, liegt in Deutschland das Verhältnis von Spielfilmen, die von Frauen gemacht werden, noch immer bei 5:43. Warum ist das so? „Wie haben Sie das gemacht?“ versteht sich als Forschung und Bestandsaufnahme.

 

Dem Projekt liegt ein Buch zugrunde, in dem Frauen aus Filmberufen der letzten 50 Jahren zu Wort kommen. Regisseurinnen, Autorinnen, Schauspielerinnen, Redak-teurinnen, Festivalmacherinnen und Produzentinnen erzählen von ihrem Werde-gang, ihren Problemen und Zukunftsvorstellungen. Bekannte Frauen wie Margarethe von Trotta, Caroline Link, Maren Ade, Julia von Heinz, Connie Walther und Schauspielerinnen wie Katja Riemann, Julia Jentsch und Anna Thalbach sind mit Beiträgen ebenso vertreten wie die Newcomerinnen Laura Laabs, Isabelle Suba und Tatjana Turanskyj. Defa-Regisseurinnen wie Helke Misselwitz, Evelyn Schmidt, Iris Gusner erzählen von „damals“ und werden aktiven Festivalleiterinnen und Kuratorinnen wie Maike Höhne und Silke Räbiger gegenüber gestellt.

 

Die Veranstaltung lädt zu einer Filmschau ein und stellt in moderierten Diskussionen Fragen nach dem kreativen Potential der weiblichen Filmschaffenden. In generationenübergreifenden Diskussionen möchten wir auf die Situation von Frauen in Filmberufen aufmerksam machen, und ihre Leistungen würdigen, indem wir nachdenklich stimmende und unterhaltsame Filme zeigen, Vorträge organisieren, Diskussionen entstehen lassen und künstlerische Visionen der Zukunft entwickeln.

 

Antragsteller/in Bettina Schoeller, Claudia Lenssen

Veranstaltungstermin 16.10. 2014 - Akademie der Künste Buchpremiere, Kurzvorträge, Podiumsdiskussion 17.-30.10.2014 - Filmreihe Zeughauskino

Veranstaltungsort Akademie der Künste, Zeughauskino

Förderbetrag 20.000 €

Kooperationen Akademie der Künste Zeughauskino Deutsche Kinemathek

Internetseiten www.frauenmachenfilme.dehttps://www.facebo...macht?ref=hl

Pressestimmen

Die Veranstaltung war ausverkauft, 145 Gäste anwesend, über 30 kamen nicht mehr rein. ©Nathalie Percillier

Es diskutierten Anke Domscheit-Berg, Heike-Melba Fendel, Ines Kappert, Uli Aselmann, Kirsten Niehuus und Esther Gronenborn über die Frage: "Brauchen wir eine Quote für Regisseurinnen?" ©Nathalie Percillier

Wo Leidenschaft wie Feuer brennt. Retrospektive der deutsch-brasilianischen Filmbeziehungen

Seit mehr als 100 Jahren erzählen deutsche Filmemacher von Brasilien, produzieren mal Klischees, mal kritische Erkenntnis, suchen, lernen, reflektieren. Und fast genauso lange befassen sich auch schon brasilianische

Filmemacher mit Deutschland und der deutschen Einwanderung nach Brasilien. Nicht Samba, Karneval und Fußball stehen deshalb im Mittelpunkt der Retrospektive WO LEIDENSCHAFT WIE FEUER BRENNT, sondern der kulturelle Austausch, der bis heute immer auch historisch und ideologisch geprägt ist. Wie schauen Deutsche auf Brasilien und wie schauen Brasilianer auf Deutschland? Diese Frage beantwortet die Retrospektive aus ganz unterschiedlichen, überraschenden Perspektiven. Zum Vorschein kommt die vielfach gebrochene Geschichte einer anhaltenden Faszination füreinander.

Antragsteller/in Dr. Philip Stiasny / Dr. Wolfgang Fuhrmann

Veranstaltungstermin 2. Mai bis 11. Juni 2014

Veranstaltungsort Zeughhauskino im DHM, Berlin

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen Kooperationspartner sind die Brasilianische Botschaft in Berlin, das Bundesarchiv-Filmarchiv, CineGraph Babelsberg e.V., die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, das Ibero-Amerikanische Institut, das Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin und das Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich.

Internetseiten www.dhm.de/zeughau...-brennt.html

Charleys Tante(Géza von Cziffra, Österreich 1963). Quelle: Stiftung Deutsche Kinemathek

Zwischen Berlin und Paris - russische Exilfilmemacher im europäischen Kino der 20-er Jahre

Das Stummfilmfestival ZWISCHEN BERLIN UND PARIS – russisches Filmexil im europäischen Kino der 20er Jahre präsentiert vom 12. bis zum 20. November im Zeughauskino Stummfilmkonzerte mit international renommierten Musikern, wiederentdeckte Meisterwerke und spannende Begegnungen mit russischer Kultur und Literatur.

Das Stummfilmfestival ZWISCHEN BERLIN UND PARIS eröffnet ungewohnte Perspektiven und stellt die wenig bekannten Wechselbeziehungen zwischen der russischen und westeuropäischen Filmkultur vor. Bereits vor knapp hundert Jahren brachten die russischen Filmemacher einen beachtlichen Reichtum an künstlerischer Kreativität, Energie und auch Finanzkraft in die europäische Filmindustrie ein. In den Berliner und Pariser Filmateliers sind dabei spektakuläre Werke entstanden: Prunk und Pracht, Exzentrik und Exotik, eigenwillige Interpretationen der russischen Mentalität und Geschichte und nicht zuletzt das exzellente Spiel russischer Stars waren die Erfolgszutaten jener Filme, die heute noch die Zuschauerinnen und Zuschauer begeistern können.

 

Antragsteller/in Interkultura Kommunikation Leonenko & Kuniß GbR

Veranstaltungstermin 12. bis 20. November 2014

Veranstaltungsort Zeughauskino im DHM

Förderbetrag 20.000 €

Kooperationen Zeughauskino im DHM

Internetseiten berlin-paris.interkultura.de