Aliens of Extraordinary Abilities? - Terrain of Threshold Voices - Aliens of Extraordinary Abilities? - ECHTER BERLINER !!!! IHR NICHT FUCK YOU

 

Das Ausstellungs- und Performance-Projekt Terrain of Threshold Voices beschäftigt sich mit Formen künstlerischer Erforschung von Sprache im Verhältnis zur Transformation urbaner Landschaften durch migrantische Bewegungen. Ausgehend von einer ständigen Präsenz textuellen Materials im öffentlichen Raum – Werbung, Plakate, Graffiti, T-Shirts, usw. – sondiert das Projekt Sprachphänomene als Terrain für Reibungen verschiedener Communities.

 

Es verbindet darüber hinaus das laufende District-Rechercheprojekt dissident desire zu kritischen Praktiken prekärer Körper mit den Geschichten und dem narrativen Material zum Themenbereich Migration in Berlin des Projektes Aliens of Extraordinary Abilities? des English Theatre Berlin. Im Spannungsfeld verschiedener Sprachen und Kulturen des Raumes fungiert die Ausstellung als performative Zone von Dissens. Über normative Festschreibungen und kulturelle Repräsentation hinausgehend, eröffnet die Ausstellung ein Sprachlabor von Schwellen-Jargons, wie sie in Übergangssituationen entstehen.

 

Das Projekt kombiniert diesen experimentellen Ansatz mit performativen Eingriffen in den Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die standort-spezifischen Performances von Hanne Lippard und Wilhelm Klotzek nehmen diesen Mikrokosmos als ihr ureigenstes Gebiet von Forschung und Handlung. Sowohl die Ausstellung wie auch die Performances im Kiez kartographieren Terrain, Strukturen und Bewegungen, wie sie an den Kreuzungspunkten und Abbruchkanten unterschiedlicher sozialer Narrative/Diskurse entstehen.

 

Mit Anna Bromley, Constant, Larissa Fassler, Jaume Ferrete, Pieterjan Grandry and Valentina Karga, Wilhelm Klotzek, Hanne Lippard and Nasan Tur

 

Ein Projekt von Susanne Husse & Lorenzo Sandoval in Kollaboration mit Daniel Brunet

 

 

FUCK YOU TOURISTS. NO MORE ROLLKOFFER. WELCOME TO SCHWABYLON. – das sind die meterhohen Willkommensgraffiti für Berlin-Touristen. Eines davon – ECHTER BERLINER !!!! IHR NICHT FUCK YOU – lädt zu der Frage ein, wer denn “echte Berliner” eigentlich sind. Und wer definiert hier?

 

ECHTER BERLINER !!!! IHR NICHT FUCK YOU ist ein Dokumentartheater-Projekt zum Themenkomplex Migranten / Expats in Berlin. Wer sind die sogenannten “Migranten”, die größtenteils aus den ärmeren Gegenden der Welt kommen, wer die sogenannten “Expats” aus den reichen Zonen (so jedenfalls die gängigen Generalisierungen)?

 

Ein internationales Ensemble aus sechs Performern, von denen jeder zu einer anderen Expat- oder Migranten-Community gehört, hat in den letzten Monaten Interviews mit über 60 anderen Mitgliedern ebendieser Communities geführt. Der gesamte Text des Stücks stammt einzig und allein aus diesen Interviews – er enthüllt ein überraschendes Bild jener Realität, die oft hinter Klischees und Stereotypen verschwindet.

 

Directed and devised by Daniel Brunet

 

With Lara Babalola, Daniel Brunet, Murat Dikenci, Lynn Femme, Ariel-Nil Levy and Lara-Sophie Milagro

 

Dramaturgy by Lara-Sophie Milagro | Set and Costume Design by Tamar Ginati | Lighting Design by Christian Maith | Video Design and Media Coordination by Josephine Landertinger Forero | Sound Design and Composition by Natalia Lincoln | Assistant Direction by Joseph Wegmann | Regiehospitantin: Tanja Graubaum

 

ECHTER BERLINER !!!! IHR NICHT FUCK YOU ist der erste Teil von Aliens of Extraordinary Abilities?, eines übergreifenden Migranten/Expat-Projektes des English Theatre Berlin, das vom Hauptstadtkulturfonds gefördert wird. Der zweite Teil – New Weird Berlin – findet als Kollaborationsprojekt mit dem Artspace DISTRICT Kunst- und Kulturförderung in Tempelhof-Schöneberg im November und Deezmber statt.

Antragsteller/in English Theatre Berlin

Veranstaltungstermin Eröffnung Dienstag, 12. November 2013, 18 Uhr Ausstellung 13. November 2013 bis 7. Dezember 2013, Dienstag bis Samstag, 14 - 18 Uhr Sonderveranstaltungen am 23. und 30. November 2013 und 7. Dezember 2013 (siehe Website) 24. bis 28. September 2013, 1. bis 5. Oktober 2013

Veranstaltungsort English Theatre Berlin - District Kunst- und Kulturförderung, Malzfabrik, Bessemerstraße 2-14, 12103 Berlin

Förderbetrag 80.000 €

Internetseiten www.etberlin.de/pr...ht-fuck-you/

Pressestimmen

Foto: Rod Di Sciascio Producer, Art Director, Model: Matthew Peach

ALL WHITE PEOPLE LOOK THE SAME TO ME: NOTES ON THE NATIONAL PORNOGRAPHIC

ALL WHITE PEOPLE LOOK THE SAME TO ME ist ein Experiment in „fiktionaler Anthropologie“. In seinem Deutschlanddebüt untersucht der Regisseur Ariel Efraim Ashbel gemeinsam mit dem Anthropologen Romm Lewkowicz und einer internationalen Gruppe von Performern und Musikern, einem Hypnotiseur sowie einem unsichtbaren Chor die Erfindung von Alterität als darstellerisches Mittel. In Ausbeutung einer Vielzahl von historischen, textuellen, visuellen und musikalischen Quellen bedient sich das Stück diverser Formen der Spektakel-Inszenierung – von Völkerschauen bis zum zeitgenössischen Dokumentationstheater – und verschiebt den Blick vom Betrachteten zum Betrachtenden. Geschäfts- und Theaterleute, Voyeure und Wissenschaftler bilden ein Kabinett „weißer“ Kuriositäten und werden ihrer ewigen Unsichtbarkeit beraubt. Im Schwelgen in den Wünschen und Gefühlen, die die Suche nach dem „Wahren“ entfacht, wird der Bildwerdungsprozess wissenschaftlich orientierter Unterhaltung in seiner fabelhaften Perversität entlarvt.

 

Ein Abend von Ariel Efraim Ashbel und Romm Lewkowicz

 

Regie: Ariel Efraim Ashbel / Recherche und Konzept: Romm Lewkowicz / Von und mit: Efrat Aviv, Jessica Gadani, Dolores Hulan, Tatiana Saphir, Jan-Sebastian Šuba / Mit Gastauftritten von: Nikola Duric, Ligia Manuela Lewis, Veit Sprenger und the Invisible Choir / Musikalische Leitung: Maya Dunietz / Kontrabass, Bassgitarre, Schlagzeug, Gesang: Micha Kaplan / Klarinette, Saxophon, Flöte: Anat Cohavi / Bühne: Alona Rodeh / Kostüme: Sandra Fink, Alona Rodeh / Haare & Make-up: Sandra Fink / Licht: Benny Hauser / Video: Daphna Keenan / Regieassistenz: Mia Sellmann / Produktionsassistenz: Sonia Zafer Smith / Dramaturgische Begleitung: Stefanie Wenner / Produktion: björn & björn

 

 

Antragsteller/in Ariel Efraim Ashbel

Veranstaltungstermin 30., 31. Mai, 1. und 2. Juni 2013

Veranstaltungsort HAU Hebbel am Ufer

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Ariel Efraim Ashbel in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer und StoneNest (London). Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Botschaft des Staates Israel in Berlin.

Internetseiten allwhitepeoplelook....tumblr.com/www.hebbel-am-ufer.de

Foto: Dorothea Tuch

Foto: Dorothea Tuch

Foto: Dorothea Tuch

Black Bismarck

Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kolonialismus. Alle Mächte des alten Europas haben sich in Berlin versammelt, um Afrika unter sich aufzuteilen. Auf Einladung Otto von Bismarcks fand 1884/5 im Reichskanzlerpalais die sog. „Kongokonferenz“ statt, auf der willkürlich Grenzen durch den afrikanischen Kontinent gezogen wurden, die bis heute bestehen und immer wieder zu politischen Konflikten und militärischen Auseinandersetzungen führen. Zugleich markiert dieses Datum den Beginn der dreißigjähren deutschen Kolonialherrschaft in den Gebieten des heutigen Togo, Kamerun, Namibia, Tansania, Burundi und Ruanda: Land- und Menschenraub, Ausplünderung von Ressourcen, Zwangsarbeit, Krieg und Genozid waren die Folge.

 

Die Berliner Ghostbusters von andcompany&Co. haben sich auf die Suche nach den Kolonialgeistern begeben: eine Schrebergartensiedlung, mehrere Straßenzüge, ja ein ganzes Stadtviertel und eine bekannte Supermarktkette werden auch heute noch, fast hundert Jahre nach dem offiziellen Ende des deutschen Kolonialismus von ihnen heimgesucht. Eine U-Bahnstation in der Nähe des ehemaligen Reichskanzlerpalais scheint das Tor zur Unterwelt zu sein: Fürst Bismarck, der in Friedrichsruh keine letzte Ruhe fand, geht dort um als 'weißer Mann': ein Untoter mit unstillbaren Hunger auf Hirn, der versucht, die deutsche Literatur vor den "Tollheiten der politischen Korrektheit" zu bewahren. Weißer Mann, was nun?

Antragsteller/in andcompany&Co.

Veranstaltungstermin 27. bis 30. September 2013

Veranstaltungsort HAU Hebbel am Ufer

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen HAU Hebbel am Ufer, Berlin deSingel, Antwerpen Forum Freies Theater, Düsseldorf Ringlokschuppen, Mülheim an der Ruhr Theater im Pumpenhaus, Münster

Internetseiten www.andco.de

(c) Jan Brokof

Close your eyes and add a touch of nothing...

“Close your eyes and add a touch of nothing“ zelebriert das Schöpferische an sich: die Kunst der Abbildung, der Vorstellung, der Einbildung, der Sehnsucht, der Gestaltung, der Verschwörung und der Täuschung - all unsere Hoffnung und Angst freudig und aufgeregt in eine Wahnsinns-Pinata gepackt.

„Close your eyes and add a touch of nothing“ entsteht aus einer Leidenschaft für Storytelling oder aus der Entdeckung des Unterschieds zwischen Anekdote und Antidoton. Es erforscht wie die Möglichkeit unsere (noch) lebenden Geschichten zu erzählen unsere Emotionen und Sympathien in einem einzigartigen Bilderteppich aufhebt und verwebt.

Inmitten der Luft, inmitten des Satzes treffen wir auf die Protagonisten, in der Sekunde in der auch sie zufällig aufeinander treffen – auf einer gemeinsamen Mission bei der jedoch niemand mehr weiß, was als nächstes passieren sollte. Die Mission beginnt mit der Einladung an einem Ereignis teilzuhaben, das alle unsere Sinne durchschüttelt, skurriler Nonsens als Zündfunke führt zur absoluten Notwendigkeit sich auf ein potentiell verstörendes Ergebnis einzustellen...

Antragsteller/in Ami Garmon

Veranstaltungstermin 6. November 2013, 19.30 Uhr, 7., 8. 9. November 2013, 21 Uhr, 10.November 2013 19.30 Uhr

Veranstaltungsort Uferstudio 1

Förderbetrag 47.000 €

Kooperationen Eine Produktion von squint productions und der Tanzfabrik Berlin.

Diary of a lost decade

Die öffentliche Debatte über "die Krise" versetzt weltweit Märkte und Menschen in Angst und Schrecken. Viele kämpfen um ihre Jobs, Wohnungen, Freiheiten - um ihr Überleben. Doch trotz aller Alarmierungen geht der Tanz auf dem Vulkan weiter. Diary of a lost decade ist ein Stück über die Mikro- und Makromechanismen der Angst: Fünf Charaktere treffen sich in einem Nachtclub, feiern, sprechen über ihre Zukunftsängste und darüber, dass früher alles besser war. Cabaret!

Antragsteller/in Nir de Volff | TOTAL BRUTAL

Veranstaltungstermin Premiere 17., 18., 19., 20. Oktober 2013, 19:30 Uhr,

Veranstaltungsort Sophiensaele Berlin

Förderbetrag 65.000 €

Kooperationen "DIARY OF A LOT DECADE“, eine Produktion von TOTAL BRUTAL | Nir de Volff und Sophiensaele Berlin. Realisiert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, des Goethe Instituts Tel Aviv und der Botschaft des Staates Israel Berlin.

Internetseiten www.totalbrutal.net

(c) Bernhard Musil

Ding Dong Dom - Das Theater der Zukunft

Lange haben wir unter der Erde gelebt, bei Kunstlicht, in schwarz angemalten Probebühnen, Galerien und Kunstkellern. Jetzt endlich kriechen wir ans Licht, gezeichnet von Vitamin-D-Mangel, Skorbut und Haarausfall, um an den Gestaden der Spree das Theater des Tages zu bauen, einen Dom aus Pflanzen und Licht, der sich von Sonne ernährt, als neue Heimat für das künstlerische Subproletariat. Dort zeigen wir Euch Clubhasen mal, wo es zur Hochkultur ginge, wenn wir Euch den Weg dorthin nicht verbaut hätten. Lügengeschichten, Zeitreisen, Ausdruckstanz und Psychomagie, Parallelwelten, Sektpyramiden, Theater für Tiere und Pflanzen, Schlachtengemälde, Geschichtsklitterung, Paralleluniversen und Superschurken: das ganze abgefeimte Kunstgesindel wird über Euch hereinbrechen und sich auflösen wie eine Brausetablette in der Spree. Hinaus in die Enge! Hinein in die Weite! All hands are needed. Zweimal im Monat im neu gebauten Ding Dong Dom auf dem Holzmarktgelände.

Antragsteller/in Showcase Beat Le Mot

Veranstaltungstermin 26. September, 2., 24., 31. Oktober 2013, 30. und 31. August 2013

Veranstaltungsort Ding Dong Dom - Das Theater der Zukunft, Holzmarktstraße 25, 10243 Berlin

Förderbetrag 65.000 €

Kooperationen HAU Hebbel am Ufer, Kater Holzig

Internetseiten www.showcasebeatlemot.de

DOPPELHAMLET

BÖSEDIVA

DOPPELHAMLET

 

EINE PERFORMATIVE INSTALLATION

 

Papa ist tot. Onkel hat ihn umgebracht. Papa war König. Jetzt ist Onkel König. Und Mama schläft mit Onkel. Hamlet, Prinz von Dänemark, hat ein Problem: Was tun?

 

Es gibt zwei Hamlets. Beide treffen radikal unterschiedliche Entscheidungen. Der eine Hamlet sagt: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Es gibt eine Wahrheit und sie muss ans Licht. Auch wenn es Menschenleben kostet. Mein privates Leid und der politische Umsturz sind eins. Der andere sagt: Was verstehe ich schon von Politik? Die Welt ist so kompliziert geworden. Vielleicht war Papa der norwegischen Gefahr nicht mehr gewachsen. Jeder ist seines Glückes Schmied. Ich nehme meine Pillen und genieße das Leben.

 

Ophelia ist in Königin Gertrud hineingekrochen und Gertrud in Ophelia. In Gertrud sitzt jetzt ein schönes Mädchen und ruft: Wenn Hamlet mich nicht will, gehe ich ins Wasser. Alles oder nichts! Und in Ophelia sitzt Gertrud und sagt: Lieber Königin bleiben, in meinem Alter finde ich keinen anderen Job mehr. Die Macht ist besser als nichts.

 

bösediva nimmt sich Motive und Gedanken aus Shakespeares „Hamlet“ und macht daraus eine Ausstellung mit lebenden Kunstobjekten. Kann man heute noch politisch denken? Und wie macht man das? Kann man noch radikal sein? Und was bedeutet das? Dürfen Frauen älter werden? Wie finden wir zu einer moralischen Entscheidung? Doppelhamlet schafft Orte für diese Fragen und lädt das Publikum zur Ortsbegehung. Zur Hamletbegehung.

 

www.boesediva.de

 

BÖSEDIVA arbeitet an einer Maschine, die Theater in bildende Kunst verwandelt. Die Spannung zwischen den romantischen Impulsen theatraler und literarischer Narrative und der ideologiefreien Reinheit des Kunstobjektes ist ein wichtiger Gegenstand der Recherche. Andere Gegenstände sind die verschwimmenden Grenzen zwischen den Geschlechtern, der weiblichen und männlichen Körper und ihrer Darstellung. bösediva arbeitet mit den Mitteln der Performance, der Video- und Klanginstallation, arbeitet postvirtuos und in der Tradition des romantischen Dekonstruktivismus. bösediva sind Robin Detje und Elisa Duca. Sie arbeiten mit dem Musiker Jochen Arbeit („Einstürzende

Neubauten“) und den Videokünstlern Chris Kondek und Rebecca Salvadori zusammen.

Bisherige Produktionen: Lou Blue (2009), Godzilla fühlt sich frei (2010) Fr. Monster (2010), Schönheitsmaschine (2012).

 

 

MIT Jochen Stechmann, Elisa Duca, John McKiernan, Robin Detje MUSIK Jochen Arbeit VIDEO Chris Kondek TEXTE Robin Detje, William Shakespeare KOSTÜM Elisa Duca, Andy Bonfini PRODUKTIONSLEITUNG, DRAMATURGIE Katrin Dollinger | dIE kULTURNETZWERKERIN REGIEASSISTENZ Assaf Hochman TON Adriano Angiolini BAUTEN Uri Oppenheim PRODUKTIONSFOTOS Eduardo Balanza PRESSE björn & björn

 

Antragsteller/in Robin Detje und Elisa Duca

Veranstaltungstermin 31. Mai, 1., 4. und 5. Juni 2013

Veranstaltungsort Sophiensaele

Förderbetrag 36.000 €

Kooperationen PATHOS München

Internetseiten www.boesediva.de

Epid´arc

Kenner der Filmgeschichte werden eine erstaunliche Entdeckung machen, wenn sie Elpida Orfanidou genauer ins Gesicht schauen. Die Tänzerin und Choreografin sieht Maria Falconetti, der Darstellerin der Jeanned’Arc in Carl Theodor Dreyers einschlägig bekanntem Streifen aus dem Jahr 1928, zum Verwechseln ähnlich. Dieser Zufall bildet den Ausgangspunkt zu einem in Zusammenarbeit mit Juan Perno entstandenen Abend, der sich spielerisch so großen Themen wie der “Mimesis” nähert.

Antragsteller/in Elpida Orfanidou

Veranstaltungstermin 31. Oktober, 1., 2. und 3. November 2013 jeweils 20:00

Veranstaltungsort Hebbel am Ufer HAU 3

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen Hebbel am Ufer Onassis Cultural Centre (Athen)

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.de

Every one everyone, eine Performance der Nähe.

‘every one everyone‘ ist eine Performance aus allernächster Nähe. Die kanadische Choreographin Shannon Cooney choreographiert live und lädt ihr Publikum dazu ein, sich selbst durch Zuschauen oder aktive Teilnahme in den choreographischen Prozess einzubringen.

 

Über den Rhythmus der Gehirnflüssigkeit, auf deren Pulsieren die Performance beruht, entsteht ein verstärktes Gefühl persönlicher Beziehung und Zugehörigkeit.

 

Shannon Cooney entwickelte ‘Dynamic Expansion‘, eine somatische Tanztechnik, die Cranio-Sakrale Therapie und zeitgenössischen Tanz verbindet. Seit 2008 unterrichtet sie diese Technik.

 

Konzept, Choreografie, Performance, Design Shannon Cooney / Künstlerische Beratung Marla Hlady / Dramaturgie Igor Dobricic / Licht Sandra Blatterer / Sound Anke Eckardt / Kostüm Heather MacCrimmon / PR Barbara Gstaltmayr / Produktionsmanagement Ky Lloyd

 

 

 

Antragsteller/in Shannon Cooney

Veranstaltungstermin 7., 8., und 9. November um 19.30 Uhr sowie am 10. November um 18.00 Uhr

Veranstaltungsort Tanzfabrik Berlin - Herbstfestival

Förderbetrag 28.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Shannon Cooney in Kooperation mit der Tanzfabrik Berlin, gefördert durch den Canada Council for the Arts, unterstützt durch Dance House, Dance Ireland und Ottawa Dance Directive (Canada)

Internetseiten www.shannoncooney.org

FESTINA LENTE make haste slowly

Wer ist Publikum? Wer ist Akteur? An diesem Abend sind die Grenzen fließend. Die Zuschauer geben den Tänzern die Impulse. Setzen sie in Bewegung. Auf den ersten Blick ist es ein einfaches Spiel – doch es enthüllt im Laufe des Abends unseren Umgang mit Erwartungen und Enttäuschungen. Mit Zeit und Raum.

Mit großer Leichtigkeit entwickelt Festina Lente seine Dynamik aus dem Moment. Das Publikum dirigiert Rhythmus und Fortgang des Geschehens: manchmal werden Bewegungen einzelner Tänzer gesteuert und dann wieder die der ganzen Gruppe. Mal werden abstrakte Dynamiken beeinflusst oder sogar der dramaturgische Verlauf des gesamten Stückes. Eine Choreographie, in der die Tänzer sich in die Hände der Zuschauer begeben. Oder verfolgen diese ein ganz anderes Ziel?

Festina Lente heißt übersetzt: Eile mit Weile. Entscheiden wir uns für die Eile oder für die Weile? Entscheiden wir uns für ein Mitgestalten oder bleiben wir Beobachter? Endet der Abend im stillen Auseinandergehen oder in einem Happening? Wie wirkt sich unser Wünschen, Hoffen und Wollen auf unser Zeitempfinden und Handeln aus? Was passiert, wenn wir merken, dass wir mit unseren Zielen nicht alleine sind, unser Streben zu einem kollektiven Prozess wird? Können wir aufeinander zählen?

 

Antragsteller/in David Brandstätter / shifts

Veranstaltungstermin 5. bis 8. und 19. bis 21. September 2013

Veranstaltungsort UFER_STUDIOS Berlin, Studio 1, Uferstraße 8/23 (Tor 2) 13357 Berlin

Förderbetrag 29.000 €

Kooperationen Koproduktion: Le Phare - Centre Chorégraphique National du Havre in Rahmen von: Accueil studio, fabrik Potsdam im Rahmen von associated Artist in Residenz Residenzen: Uferstudios Berlin, Le Dancing de la compagnie Beau Geste shifts wird 2013/14 unterstützt durch das réseau Labaye und l'Odia Normandie Gefördert aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin, der DRAC Haute Normandie und der Région Haute Normandie.

Internetseiten www.s-h-i-f-t-s.org2013hasteslowly.wordpress.com/

IDEALISTEN

Es war Februar, sie saßen in der Sonne und hatten sich soeben von der PR-Angestellten des nobelsten Kaschmirproduzenten Europas ein Theater zeigen lassen. Er hatte es ins umbrische Hinterland gebaut, weil er sich für einen Mann der Renaissance hielt, weil er an einen humanistischen Kapitalismus glaubte. Sie waren nicht sicher, ob er ein Idealist, ein Hochstapler oder einfach sehr geschäftstüchtig war. Sich selbst hielten sie ohne Zweifel für Idealisten. Sie waren fröhlich und in diesem Moment in der Winterwärme sah alles noch nach Kunst aus, aber bald würde es Arbeit sein. Denn baut sich der Idealist die Falle nicht selbst, in die er lächelnd fällt?

 

Ausgehend von Beobachtungen zur italienischen Renaissance, zum Stummfilm „One Week“ von Buster Keaton und zum eigenen Leben, fragt Schauplatz International, was Idealismus bedeutet. Und warum werden Idealisten komisch, wenn sie auf die Realität treffen? Weil sie stärker an das glauben, was sie im Kopf haben als an das, was ihnen vor Augen steht? Weil sie in ihrem Beharren steif werden, zu langsam oder zu schnell? Weil ihre eigenen Irrtümer Slapstick mit ihnen veranstalten?

 

„Idealisten“ ist eine Suche nach Würde in der Lächerlichkeit, mit still gelesenen Texten, Arbeit, die aussieht wie Tanz und eigenartigen Kostümen, mit denen man durchs Leben geht. Während der Musiker Martin Lorenz nach mathematischen Proportionen und mit Zitaten des Renaissance-Komponisten Andrea Gabrieli Musik macht, errichtet die Gruppe mit einem Bausatz und Plänen von raumlaborberlin ein Denkmal für den Idealismus, die Komik und sich selbst. Damit führt sie mit Holz und Leinwand die konkreteste Handlung aus, die im symbolischen Raum Theater überhaupt möglich scheint.

 

 

Schauplatz International wurde 1999 gegründet. Seit 2001 besteht die Gruppe im Kern aus Anna-Lisa Ellend, Albert Liebl, Lars Studer und Martin Bieri und arbeitet regelmäßig mit befreundeten Künstlern zusammen. Die Gruppe agiert hauptsächlich von Bern und Berlin aus und hat in den vergangenen 15 Jahren an vielen Festivals und Gastspielhäusern, Staats- und Stadttheatern im ganzen deutschsprachigen Raum gastiert. Dabei sind über 50 Stücke, Performances, Aktionen, Filme und Hörspiele entstanden. 2012 erschien im transcript-Verlag unter dem Titel „Neues Landschaftstheater“ eine Monographie über Arbeiten der Gruppe.

 

raumlaborberlin besteht aus sieben Berliner Architekt/innen, die sich zu einer kollektiven Netzwerkstruktur zusammengefunden haben. Sie arbeiten interdisziplinär an den Schnittstellen zwischen Architektur, Stadtplanung, Kunst und Intervention. Ihre Arbeitsmethode nennen sie „forschungsbasiertes Gestalten“. raumlabor verschiebt dazu programmatische Narrative in städtische Leerräume, sie installieren Atmosphären und schaffen den Blick für Potentiale von urbanem Raum und seiner Nutzung.

 

Martin Lorenz, Schlagzeuger und Komponist, studierte in Zürich, Amsterdam und Paris und arbeitet freischaffend im Bereich der zeitgenössischen und experimentellen Musik. Für die Produktion „Idealisten“ arbeitet er erstmalig mit der Akkordeonistin Silke Lange zusammen. Martin Lorenz ist Mitglied des Collegium Novum Zürich und künstlerischer Leiter des auf elektronische Musik spezialisierten Plattenlabels DUMPF. Silke Lange studierte 1998 bis 2003 an der Berliner Musikhochschule Hanns Eisler und spezialisierte sich auf Neue Musik. Sie ist Mitbegründerin und künstlerische Leiterin des Ensemble LUX:NM.

 

Idee, Konzept, Realisation: Schauplatz International

Mit: Martin Bieri, Anna-Lisa Ellend, Albert Liebl, Lars Studer

Konzept, Raum, Kostüme: raumlaborberlin (Axel Timm, Nicole Timm)

Komposition, Schlagzeug: Martin Lorenz

Akkordeon: Silke Lange

Technik, Lichtdesign: Max Stelzl

Produktionsleitung: Ralf Grunwald, Eva-Maria Bertschy

Recherche und Vermittlung Italien: Anna Gubiani

Öffentlichkeitsarbeit: DON Kommunikation

Antragsteller/in Schauplatz International

Veranstaltungstermin 9. bis 12. Januar 2014 HAU1 Berlin Ringlokschuppen Mülheim: 31. Januar 2014, 19:30 h Dampfzentrale Bern in Koproduktion mit dem Schlachthaus Theater Bern: 2. April (Schweizer Premiere), 19:00 4.–5. April, 20:30 6. April, 16:00 Kaserne Basel: 9.–10. April, 20:00

Veranstaltungsort HAU1, Stresemannstrasse 29, Berlin

Förderbetrag 70'000

Kooperationen Koproduktion mit: HAU Hebbel am Ufer Berlin, Schlachthaus Theater Bern, Kaserne Basel, Ringlokschuppen Mülheim, Dampfzentrale Bern Gefördert durch: Hauptstadtkulturfonds Berlin, Pro Helvetia, Stadt Bern, Kanton Bern, Migros Kulturprozent, Artephila Stiftung, Ernst-Göhner-Stiftung, Burgergemeinde Bern

Internetseiten www.schauplatzinte...national.netwww.raumlaborberlin.dewww.martinlorenz.ch

Intim – Freischwimmer 2014/2015

Die Verquickung von privatem und öffentlichem Leben ist ein allgegenwärtiger und wohlbekannter Topos unserer Zeit. Soziale Netzwerke und Reality-TV, Abhörskandale, Spionage und Überwachung – all das sind alltägliche Phänomene geworden. Doch wie verhält es sich über das Private hinaus mit dem Intimen?

 

Das diesjährige Freischwimmer-Festival schickt sieben KünstlerInnen und Gruppen auf die Suche nach Intimität. Worin unterscheidet sie sich vom Privaten? Wie kann sie im öffentlichen Theaterraum thematisiert werden? Wo können Grenzen überschritten oder auch gezogen werden, Perspektiven verkehrt, Inneres nach außen gewendet oder Phobien und Sehnsüchte geteilt werden?

 

Freischwimmer 2014/15 findet Intimität im dänischen Fernsehen und auf österreichischen Bauernhöfen, in gelatinereichen Radioshows oder dem mütterlichen Fitnessstudio, beim Tierpräparator, in ungewöhnlichen Familiengeschichten oder bei einem ganz privaten Tanz im öffentlichen Raum.

Antragsteller/in Sophiensaele GmbH

Veranstaltungstermin 17. bis 25. Oktober 2014

Veranstaltungsort Sophiensaele

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen brut Wien, Gessnerallee Zürich, Mousonturm Frankfurt a.M. und FFT Düsseldorf

Internetseiten www.sophiensaele.comwww.freischwimmer-festival.com

Intimate Nature

Intimate Nature is an attempt to share the experiences that unfold when entering into a deep relationship with an animal. As part of her ongoing artistic research and performative practice into processes of becoming, Christine Borch explores her union with the Arab horse Anik, revealing their personal, collective as well as trans-personal memories. The relationship between human and horse simultaneously speaks of a new love story and an ancient old partnership.

 

Intimate Nature honours and values qualities of animal presence that humans can learn from. Placing the horse into the theatre amplifies the cultural acts executed on animals. Yet, paradoxically, the choreography creates a frame in which the re-reading of the animal as one that is free becomes an experienceable utopia for the audience. A possible attempt to un-tame the human. In the final performance the choreography moves from the city back to the countryside but works with the same paradox: The place of the animal is also “man-aged”; yet, the environment invites the audience to re-consider their relation with (one’s own) nature.

 

The dance perceived as a transformative process is by its nature a bio-political statement. Intimate Nature is a journey towards ourselves as a species amongst others.

 

Antragsteller/in Christine Borch

Veranstaltungstermin 30. August bis 1. September 2013

Veranstaltungsort Uferstudios Berlin, Pferdehof Großbeeren

Förderbetrag 27.000 €

Kooperationen Concept, Choreography: Christine Borch Performance: Anik, Christine Borch Horse communication: Claudia Döbel Dramaturgy: Rebecca Egeling Stage design: Yoraco Gonzalez Light design: Yair Vardi Film/Editing: Patrick Jasim/Paola Calvo Picado Photo: Gianmarco Bresadola Graphic design: Ofri Brin Technical Support: Milos Vujkovic Systemic Constellationwork: Anna Hempel Production management: Mira Moschallski Assistance: David Eckelmann Gefördert durch Haupstadtkulturfonds. Mit der Unterstützung der Uferstudios Berlin.

Internetseiten www.christineborch.com

Photo: Gianmarco Bresadola

Nature Theater of Oklahoma

 

 

Während der gesamten Festivaldauer von Foreign Affairs wird das HAU Hebbel am Ufer / HAU1 zum Nature Theater of Oklahoma. Unter dem Titel „Das große Nature Theater of Oklahoma ruft Euch!“ bewohnt und bespielt die New Yorker Theatergruppe das gesamte Haus und erarbeitet mit allen Berlinern, die kommen, ihren nächsten großen Theaterabend, der am Ende des Festivals aufgeführt wird. Die 15-köpfige Company lädt zu einem großen, gemeinsamen Barbecue ein. Alle Berliner, die dem Aufruf des Nature Theater folgen, werden von ihnen interviewt und mit den Aufgaben für die nächsten Wochen vertraut gemacht. (Wer die Gruppe einfach nur kennenlernen möchte, bekommt auch einen Burger). Neben den abendlichen Vorstellungen mehrerer großer Stücke werden die Künstler jeden Tag Interviews, Podcasts und Animationsfilme machen und mit Berlinern arbeiten. Mehr Nature Theater war nie!

 

„Das große Nature Theater of Oklahoma ruft Euch!“ ist ein gemeinsames Projekt von HAU Hebbel am Ufer und Berliner Festspiele / Foreign Affairs, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Antragsteller/in Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GbmH

Veranstaltungstermin 27. Juni bis 13. Juli 2013

Veranstaltungsort HAU Hebbel am Ufer / HAU 1

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen HAU Hebbel am Ufer

Internetseiten www.berlinerfestsp...reignaffairswww.hebbel-am-ufer.de

Remote Berlin

In Online-Games begeben sich Menschen auf virtuelle Schnitzeljagd, die sich in der Realität noch nie begegnet sind. In REMOTE BERLIN bricht eine solche Horde mit Funkkopfhörern in die reale Stadt auf.

 

Geleitet wird sie von einer künstlichen Stimme wie man sie aus GPS-Navis kennt. Unterwegs vertonen Kunstkopf-Aufnahmen und Filmmusik die urbane Landschaft. Die Begegnung mit der Künstlichen Intelligenz verleitet die Horde zum Selbstversuch. Hören die anderen tatsächlich dasselbe? Wie können wir gemeinsam Entscheidungen treffen? 50 Menschen beobachten sich gegenseitig in immer kleineren Einheiten und werden dann wieder Teil eines Schwarmes, in dem sich doch jeder individuell entscheidet. Könnte das der Anfang einer Bewegung sein?

 

REMOTE BERLIN ist eine Fährte durch die Stadt. Eine Tonspur zu Straßen, Parkgaragen, Kirchen und Hinterhöfen. Ein Soundtrack für einen Schwarm von 50 Individuen.

 

Antragsteller/in Stefan Kaegi (Rimini Protokoll)

Veranstaltungstermin 24. April bis 16. Mai 2013

Veranstaltungsort HAU Hebbel am Ufer Berlin

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen REMOTE BERLIN ist eine Produktion von Rimini Apparat. In Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, Maria Matos Teatro Municipal und dem Goethe-Institut Portugal, Festival Theaterformen Hannover/Braunschweig, Festival d’Avignon, Zürcher Theater Spektakel, Kaserne Basel. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin und unterstützt von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung. In Koproduktion mit House on Fire und mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union. Voices by Acapela Group.

Internetseiten www.rimini-protokoll.de

Schwawarma

"SCHWAWARMA" ist die Gründung einer INSEKTE. Ihre dringlichste Aufgabe sieht sie darin, die Menschen auf ihrem transhumanen Weg in die Zukunft zu begleiten, in der nach Dekaden der Vereinzelung und Isolation das Kollektiv wieder Welten bauen kann. Sie will die erste Larve und Geburtshelferin sein.

Das Publikum ist Teilnehmer einer utopischen Spielsituation, in der über den gesamten Aufführungszeitraum mittels Performance, Installation, Malerei und Videos ein fiktives Szenario gestaltet wird, in welchem sich Kunst und Leben vermischen.

Die Algorithmen des Finanzmarktes und der Google Suchfunktion benutzen digitale Pheromone. Die komplexen Strukturen des individuellen Lebens in Großstädten müssen durch dezentralisierte Prozesse verstanden werden. SCHWAWARMA möchte eine Sprache finden, welche die Geschichte und Zukunft des menschlichen Verstandes untersucht, während dieser von einem Superorganismus gespiegelt wird, um so mögliche Organisationsszenrien unserer Gesellschaft in einer Zeit, in welcher alle alternativlosen Optionen versagt zu haben scheinen, weitergehend zu erforschen.

 

von und mit PETER FEILER, HANNA HILDEBRAND, NELE JAHNKE, XUE LIU, PEDRO MARTINS BEJA, AYAKA OKUTSU, TINA PFURR, CONRAD RODENBERG, WIELAND SCHÖNFELDER, PAUL WIERSBINSKI und als Gast CLAIRE VIVIANNE SOBOTTKE

 

Assistenz KATRINE RAVN LEI Technische Leitung VOLKER M. SCHMIDT Produktionsleitung DANIEL SCHRADER Honigbar INGO OBERDORF

 

EINE PRODUKTION VON TAHETER UNKST IN KOOPERATION MIT DEM BALLHAUS OST

 

GEFÖRDERT DURCH DEN HAUPTSTADTKULTURFONDS

 

MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG VON ATELIER HOTEL PRO FORMA KOPENHAGEN

 

ERÖFFNUNG 15. JUNI

WEITERE VORSTELLUNGEN TÄGLICH 16. – 28. JUNI

Antragsteller/in Paul Wiersbinski

Veranstaltungstermin 15. Juni 2013 (Premiere), 16. bis 28. Juni 2013, jeweils 19:00 Uhr

Veranstaltungsort Ballhaus Ost

Förderbetrag 49.000 €

Internetseiten ballhausost.dewww.facebook.com/Schwawarma

Strange Magic

Beim Festival Strange Magic dreht sich alles um das Magische und Illusionäre im Theater. Dabei geht es nicht vorrangig um Unterhaltung als Realitätsflucht, sondern darum, wie man Bühnenzauber mit Performance-Knowhow verbinden kann. Sichtbarkeit vs. Unsichtbarkeit, Wissen und Macht, Illusionierung und Desillusionierung stehen im Fokus und weisen auf aktuelle gesellschaftliche Debatten: wer manipuliert und tauscht eigentlich wen?

 

MIT David Weber-Krebs, Anne Juren + Annie Dorsen, Burmester + Feigl, Monster Truck, Florentina Holzinger + Vincent Riebeek

Antragsteller/in Sophiensæle GmbH

Veranstaltungstermin 19. bis 26. November 2013

Veranstaltungsort Sophiensæle

Förderbetrag 77.000 €

Internetseiten www.sophiensaele.com

Burmester + Feigl: Burmester + Feigls Hermetischer Garten © Burmester + Feigl

David Weber-Krebs: "Tonight, Lights Out!" © Marie Urban

Florentina Holzinger + Vincent Riebeek: Spirit © Phile Deprez

TOGETHER FOREVER

Together forever, so lautet das Versprechen ewiger Liebe, wie wir es aus zahllosen kitschigen Popsongs kennen. Gleichzeitig aber klingt in diesem Titel auch die Erinnerung daran an, wie sehr Menschen tatsächlich aufeinander angewiesen sind. In seiner neuen Arbeit experimentieren der Tänzer und Choreograf Jeremy Wade und vier Performer mit Situationen der Fürsorge und Formen der zärtlichen Komplizenschaft und fragen nach den sozialen wie politischen Implikationen von Gemeinschaft, Liebe und Zuwendung.

 

Was können wir nur zusammen, nicht alleine tun? Was heißt es, für jemand anderen da zu sein? Und wie könnten zukünftige Formen von Gemeinschaft aussehen? Nachdem Jeremy Wade am HAU zuletzt seine auf alchimistischen Ritualen basierenden Arbeiten “Fountain” und “To The Mountain” gezeigt hat, kehrt er nun mit einer neuen Produktion zurück: “Together forever”, eine Kollaboration mit den Tänzern und Choreografen Igor Koruga und Jared Gradinger, der Performancekünstlerin und Filmemacherin Liz Rosenfeld und dem Bildenden Künstler Michiel Keuper, nimmt das längst abgedroschene, aber zugleich stets hoffnungsvolle Versprechen ewiger Liebe zum Ausgangspunkt.

 

Nicht aber Paarbeziehungen stehen im Mittelpunkt des Abends, sondern vielmehr der Versuch, Formen des liebevollen Zusammenseins jenseits der Zweisamkeit zu erkunden. In durchaus feierlichem Gedenken nimmt “Together forever” unsere Abhängigkeiten voneinander und Verantwortungen füreinander in den Blick. Die Performer übernehmen an diesem Abend zu diesem Zweck eine liebenswürdige Gastgeberschaft, führen das Publikum durch anrührende Situationen der Fürsorge, bereiten den gemeinsamen Tisch und erproben so überraschende wie unterhaltsame Formen der Komplizenschaft. Können wir durch körperliche Begegnungen, die auf einem achtsamen Miteinander beruhen, die existierende Ordnung herausfordern? Erzählt, befragt und rituell bedacht werden tatsächliche wie künftige Geschichten des Zusammenseins und Visionen von inniger Gemeinschaft – ganz konkret als etwas, das im Hier und Jetzt der Performance entsteht und erfahrbar wird, aber auch als Modell, das politische und soziale Implikationen birgt: Denn wollen wir – oder wollen wir nicht – in einer Welt leben, in der unsere grundlegenden Bedürfnisse als soziale und nicht einfach nur als individuelle und persönliche Angelegenheit in den Blick kommen?

 

Von und mit: Jeremy Wade, Jared Gradinger, Igor Koruga, Liz Rosenfeld, Michiel Keuper

Produktion & Presse: björn & björn

Antragsteller/in Jeremy Wade

Veranstaltungstermin 28. Februar 2014, 18 Uhr 1. - 3. März 2014, 18 Uhr

Veranstaltungsort HAU3 Hebbel am Ufer

Förderbetrag 36.000 €

Kooperationen HAU Hebbel am Ufer

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.dewww.jeremywade.de

Wetterhaus (mit Pflanze)

Die Berliner Produktionsgemeinschaft ON AIR widmet sich Verhältnissen und Geschichten, in denen Dinge aus der Balance geraten oder gewohnte Strategien ins Leere laufen. In ihrem neuen Stück WETTERHAUS (mit Pflanze) versuchen zwei Performer, isoliert auf einer Forschungsstation, Systeme und Mechanismen für Vorhersagen zu entwickeln. Ein Dritter ist verschwunden, das Gleichgewicht gestört. Aus dem zunehmenden Verlust von Vernunft erwächst schwarzer Humor, das Drama gerät zur Farce und wieder zum Drama...

2002 auf Initiative der Regisseurin Frauke Havemann gegründet, produziert ON AIR Bühnenstücke an den Grenzen von Hörspiel und Installation, Performance und Theater. Als Proben- und Spielstätte dient der Milchhof – eine der noch lebendigen Nischen der freien Szene in Mitte.

 

Mit: Sabine Hertling, Poul Storm

Regie/Text- und Videomontage: Frauke Havemann

Video/Live-Schnitt: Eric Schefter

Dramaturgie: Miriam Grossmann

Autor/Textvorlage: Matthias Wittekindt

Produktionsleitung:Nina Klöckner

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Doreen Markert

Antragsteller/in On Air / Frauke Havemann

Veranstaltungstermin 7. bis10., 15. bis 17.; 22. bis 24. Mai 2014 jeweils 20.30 Uhr

Veranstaltungsort AULA Milchhof, Schwedter Str. 232, Berlin Mitte

Förderbetrag 27.000 €

Internetseiten www.onairproductions.info

Wetterhaus (mit Pflanze)

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Antragsteller/in Frauke Havemann

Veranstaltungsort Aula, Milchhof Berlin

Förderbetrag 27.000 €

Zeit der Wölfe

Die Amsterdamer Regisseurin Alexandra Broeder ist bekannt für ihre Stücke, die Strukturen und Phantasien des Horrorfilms und der Kindheit zusammenbringen. Mit “Zeit der Wölfe“, einer Eigenproduktion des HAU Hebbel am Ufer, stellt sie ihr Schaffen erstmals im deutschsprachigen Raum vor. Gemeinsam mit Kindern im Alter zwischen acht und 15 Jahren lässt sie eine beunruhigende Welt entstehen – ausschließlich für ein erwachsenes Publikum. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, denn Broeder möchte, dass sich das Publikum auf ihre Welt einlässt und die Kontrolle abgibt, sobald es das Theater betritt. Wer sich das traut, ist herzlich eingeladen, von den Kindern geführt, einen Grenzbereich zwischen Leben und Tod zu betreten.

Antragsteller/in Hebbel-Theater Berlin GmbH

Veranstaltungstermin 3. bis 6. April 2013

Veranstaltungsort HAU Hebbel am Ufer, HAU 2

Förderbetrag 77.000 €

Internetseiten www.hebbel-am-ufer...broeder-hau/

Pressestimmen