Cadenza - Die Stadt im Klavier V

Fließender Verkehr, pulsierende Lichter, Menschenströme. Stillstand. Jede Stadt hat ihren Rhythmus. Yui Kawaguchi und Aki Takase spiegeln sie wie unter einer Lupe als Mikrokosmos wider und entwerfen im Wechselspiel von Choreografie, Komposition und Improvisation eine neue, utopische Stadt – die Stadt im Klavier. Vor fünf Jahren bat die Tänzerin die Jazzpianistin erstmals auf die Theaterbühne, seither spinnen sie ihr leidenschaftliches Zwiegespräch in immer neuem Kontext fort. Nach dem großen Erfolg von Chaconne (2011) präsentieren sie mit Cadenza ihre zweite Uraufführung in den Sophiensaelen.

 

Der Konzertflügel ist das zentrale Organ des Abends. Aki Takases virtuose Beherrschung des gesamten Klangkörpers löst das Instrument akustisch in seine Einzelteile auf und schafft Verbindungen zwischen verschlungenen Harmonien, isolierten Tönen und manipulierten Timbres. In diese Klangsphären taucht Yui Kawaguchi ein und formt durch den Tanz neue Strukturen und physische Räume. Ein Dialog beginnt zwischen zwei starken Persönlichkeiten und zwei expressiven Kunstformen.

Antragsteller/in Die Stadt im Klavier GbR

Veranstaltungstermin 10., 11. und 12. Mai 2013

Veranstaltungsort Sophiensaele

Förderbetrag 45.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Yui Kawaguchi und Aki Takase in Koproduktion mit dem Museum of Art, Kochi (Japan), der Philharmonie Luxemburg und den Sophiensaelen. In Kooperation mit dem Centrum Kultury Agora Wroclaw, dem Osterfestival Tirol und Nico and the Navigators. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Internetseiten www.sophiensaele.c...26&hl=de

Grafik: Acci Baba / Foto Yui Kawaguchi: Acci Baba; Foto Aki Takase: Georg Tuskany

Foto: Acci Baba

Danserye

Das «Musyck Boexken Danserye» von Thielman Susato, eine Notensammlung für Tanzmusik, war für Performance-Partys um 1551 gedacht. Das Renaissance-Traktat macht ein Denken zugänglich, in dem die Grenzen zwischen Musik und Tanz verwischen. Zusammen mit acht MusikerInnen und TänzerInnen übertragen Komponist Michael Wolters und Sebastian Matthias diese Verbindung in eine zeitgenössische Tanzperformance. Das bildende Künstlerduo Manon Awst & Benjamin Walther entwickeln dazu einen Installationsraum, der die Zuschauer aktiv einbezieht und die das Tanzevent aus dem 16. Jahrhundert in unsere Gegenwart transportiert.

Antragsteller/in Sebastian Matthias

Veranstaltungstermin 24. bis 28. Januar 2013 20 Uhr

Veranstaltungsort Sophiensäle, Berlin

Förderbetrag 48.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Sebastian Matthias in Ko-produktion mit Kampnagel Hamburg, Sophiensäle Berlin, NDR das neue werk, Theater Freiburg, Kaserne Basel und Gessnerallee Zürich. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Kulturbehörde Hamburg.

Internetseiten www.sebastianmatthias.com/

Tänzer: Lisanne Goodhue, Isaac Spencer Foto: Arne Schmitt

Tänzer: Deborah Hofstetter, Isaac Spencer Foto: Arne Schmitt

Tänzer: Lisanne Goodhue, Isaac Spencer Foto: Arne Schmitt

Don't Recognize me

Auf der Grundlage des Hollywoodklassikers Imitation of Life von Douglas Sirk, setzt sich Hanna Hegenscheidt in ihrer neuen Produktion Don’t recognize me mit dem Genre des Melo-dramas auseinander. Der Nachkriegsfilm aus dem Jahre 1959 reflektiert in einem mehrdeuti-gen, kontroversen Regiestil kritisch den ‚american way of life’, die Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern, Freundschaften zwischen schwarzen und weißen Frauen, sowie Span-nungen zwischen Männern und karrierebewussten Frauen.

 

Gemeinsam mit vier PerformerInnen seziert Hegenscheidt das Zeichensystem des Films, fragmentiert Sprach- und Körperskript und fügt sie neu zusammen. Aus dem glamourös-glitzernden Leinwandepos entsteht auf der Bühne eine minimalistische Versuchsanordnung über Beziehungen und das Verhältnis von Choreografie und Erzählung.

In englischer Sprache.

 

Eine Produktion von Hanna Hegenscheidt. Von und mit Lisa Densem, Grayson Millwood, Anna-Luise Recke, Laurie Young und Ulrich Huhn, Moritz Nitsche, Benjamin Schälike, Franziska Schrage.

 

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Dank an Mime Centrum Berlin, Tanzfabrik, Andrea Bozic, Jorge Goncalves, Annette Gödde, Franz Schmidt und Stephan

 

Antragsteller/in Hanna Hegenscheidt

Veranstaltungstermin 27., 28., 29. und 30. März 2014, 20:30 h

Veranstaltungsort Uferstudios Berlin, Uferstudio 14

Förderbetrag 44.000 €

Internetseiten www.hannahegenscheidt.de

Foto: Annette Gödde

Foto: Hanna Hegenscheidt

ECHO. It's just a temporary thing.

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Herbst nimmt Riki von Falken Ihr Duett mit dem jungen malayischen Tänzer und Choreografen Naim Syharazad im Juni in den Uferstudios wieder auf. Naim Syharazad ist gerade zum Hoffnungsträger des Jahres vom Magazin Tanz gewählt worden. Riki von Falken gastiert anschließend mit dem Stück in Malaysia und Brasilien.

 

ECHO.

It's just a temporary thing.

 

Alles, was zu sehen ist, ist ein gestalteter Raum.

Ein Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen.

Zwei Personen.

Materialien wie Styropor und realistische Alltagsgegenstände,

die ich aus ihrem zugeordneten Zusammenhang herausnehme,

verändere und verschiebe.

 

EIN RAUM. NICHTS WEITER.

EIN HERD MIT EINEM TOPF.

WASSER UND REIS.

 

Alles, was in diesem Raum zu sehen ist,

steht in einem formalen und emotionalen Zusammenhang.

 

 

„ECHO. It´s just a temporary thing“ komprimiert diesen künstlerischen Austausch in dichten Bildern, die die interkulturelle Dimension thematisieren, ohne sie bis ins Letzte ausleuchten zu wollen.“ Tanzpresse.de

 

„Was sich mitteilt, ist der Dialog zweier ebenbürtiger Künstler …“ Neues Deutschland

 

 

Antragsteller/in Riki von Falken

Veranstaltungstermin 25. bis 27. Juni 2013

Veranstaltungsort Ufer_Studios Berlin / Studio 14

Förderbetrag 7.000 € Wiederaufnahme

Kooperationen Goethe Institut, ITI, Uferstudios

Internetseiten www.rikivonfalken.comwww.echoitsjustate...ordpress.com

Pressestimmen

Foto: Franziska Schwarz

Forest: The Nature of Crisis

FOREST: THE NATURE OF CRISIS ist ein site-spezifisches, künstlerisches durch Tanz, interaktiver Installation und Performance umgesetztes „Wald“- Projekt, das sich dem mythologischen Bild des „deutschen Waldes“ widmet und Verbindungslinien zu aktuellen sozial-politischen und kulturellen Entwicklungen zieht. Kein anderer Ort ist im Märchen so stark mit Furcht besetzt wie der Wald, eine beinahe archetypische Angst. Gleichzeitig ist es der Ort, an dem die Märchenhelden eine innere Wandlung vollziehen. Fragestellung des Projekts, ob kulturelle Muster wie Mythenbildung und Wald-und Naturvorstellungen eine Reaktion auf ein Krisenbewusstsein sein könnten und dadurch Zukunfts- und Wandlungsdenken beeinflussen, betrifft Menschen aus den unterschiedlichsten sozialen Herkünften und Bildungsschichten. Konfrontiert mit der Krise des globalen Wirtschafts“märchens“ überprüft die multimediale Wald-Performance, ob Krisenstimmungen ein verändertes Natur- und Umweltbewusstsein hervorrufen. Handelt es sich dabei um romantische zurück zur Natur Sehnsüchte oder um Bodenhaftung und Bodenständigkeit (Regionalität) angesichts des global wirkenden Verlusts des Realitätsbezugs der Finanzwirtschaft (»Spekulation«)? Beinhaltet der Mythos vom deutschen Wald ein Veränderungspotenzial für unsere heutige Gesellschaft? Der Wald als Rückzugsort in einer heutigen, sich wandelnden Gesellschaft, ein Schutzraum, in dem alte Märchen, Sagen und Werte noch lebendig sind.

Antragsteller/in Constanza Macras - Dorky Park

Veranstaltungstermin 10., 12., 13., 14., 17., 18. und 19. August 2013

Veranstaltungsort Müggelwald

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen Eine Produktion von CONSTANZA MACRAS | DorkyPark in Koproduktion mit der Schaubühne am Lehniner Platz, Schauspiel Leipzig, euro-scene Leipzig und der Tanz- und Theaterwerkstatt e.V. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten. Branches: The Nature of Crisis initiiert und im Auftrag vom National Theatre Wales im Rahmen der Kulturolympiade London 2012. mit freundlicher Unterstützung der Berliner Forsten, Allianz Kulturstiftung, Stiftung Mercator und der Kulturprojekte Berlin.

Internetseiten www.dorkypark.org

Internationales Tanzfest „Tanz im August“ 2013

TANZ IM AUGUST feiert in diesem Jahr vom 16.- 31. August sein 25jähriges Jubiläum. Immer schon hat sich das Festival dadurch ausgezeichnet, nicht nur den aktuellen Stand der Dinge im internationalen zeitgenössischen Tanz zu reflektieren, sondern vor allem auch inhaltliche und ästhetische Perspektiven aufzuzeigen. Auf den verschiedensten Bühnen Berlins wurden die herausragenden Choreografen und Kompagnien der Szene ebenso vorgestellt wie spannende junge Unbekannte mit Potenzial zur Weiterentwicklung. Dieser Tradition bleibt das größte deutsche Tanzfestival auch in der Jubiläumsausgabe treu.

 

Im Rückblick auf seine Anfänge präsentiert das Festival mit den „Early Works“ von Trisha Brown und „Bound“ von Steve Paxton stilprägende Choreografen der frühen Jahre. Außerdem gibt es eine Wiederbegegnung mit der Arbeit von Iztok Kovač aus Slowenien, der als junger Choreograf schon Anfang der 1990er Jahre bei Tanz im August zu Gast war.

 

Die Landkarte der Tanzwelt hat sich in den 25 Jahren seit der Gründung von TANZ IM AUGUST in beispiellosem Tempo erweitert; der zeitgenössische Tanz wurde globaler, in seinen Themen und Ästhetiken vielfältiger. Auch im Tanz verschiebt sich das Kräfteverhältnis weg von seinen ehemaligen westlichen Epizentren hin in den geopolitischen Süden. Die Ausbildung neuer stilistischer oder formaler Richtungen tritt in den Hintergrund, stattdessen erscheint der internationale zeitgenössische Tanz zunehmend narrativer, weniger dogmatisch, musikalischer, bunter und sozial engagierter.

 

Die Jubiläumsausgabe des Festivals spürt diesem dynamischen Veränderungsprozess mit mehreren Produktionen nach: So hinterfragt der kongolesische Choreograf Faustin Linyekula in „Drums and Digging“ die politischen und sozialen Veränderungen in seinem Heimatdorf im Nordosten des Kongo und ihren Einfluss auf seine Kunst. Boyzie Cekwana (Südafrika) und Panaibra Canda (Mozambik) setzen sich in „Incombati (dis)cord“ mit den Grenzen zwischen ihren Ländern und deren Folgewirkungen auf die Psyche der Menschen auseinander. Die „Goldlandbergs“ des israelischen Choreografen Emanuel Gat bezieht sich auf eine Radiodokumentation des kanadischen Starpianisten Glenn Gould über das Leben der Mennoniten in Kanada.

 

Ein weiterer Schwerpunkt ist in diesem Jahr die Auseinandersetzung zwischen Tanz und Bildender Kunst. Neben den Arbeiten von Trisha Brown im Hamburger Bahnhof und Trajal Harrell in ST. AGNES in der Kreuzberger Alexandrinenstraße zeigt das Festival drei verschiedene Versionen von Tino Sehgals „(ohne Titel) (2000)“, einen Parcours durch das Tanzschaffen des 20. Jahrhunderts. Ebenfalls auf diese Tanzgeschichte bezieht sich die spektakuläre Outdoor-Videoinstallation des US-Künstlers David Michalek, der auf einem über 40 qm großen Triptychon herausragende Tänzerpersönlichkeiten der letzten Jahre in slow motion-Tanzfilmen porträtiert.

 

Außerdem die Ausstellung „Strut your stuff“, kuratiert von der Berliner Künstlerin Ina Wudtke; eine Präsentation von Berliner Choreografen in Zusammenarbeit mit der Tanzfabrik in den Uferstudios sowie Parties, Konzerte und das TANZ IM AUGUST-Festivalzentrum im WAU am Halleschen Ufer.

 

Antragsteller/in Hebbel-Theater Berlin GmbH

Veranstaltungstermin 16. bis 31. August 2013

Veranstaltungsort HAU, Gendarmenmarkt, Hamburger Bahnhof, Haus der Berliner Festspiele, ST. AGNES, Sophiensæle, Theater an der Parkaue, Uferstudios, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Förderbetrag 400.000 €

Kooperationen Mit Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Stiftung Deutsche Klassenlotterie. In Kooperation mit Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, Staatliche Museen zu Berlin, Berliner Festspiele, ST. AGNES, Sophiensæle, Tanzfabrik Berlin e.V., Theater an der Parkaue, Uferstudios, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Mit freundlicher Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur und Kommunikation / DGCA.

Internetseiten www.tanzimaugust.de/

Choreographie/Foto: Emanuel Gat

Choreographie: Cecilia Bengolea / François Chaignaud Foto: Emile Zeizig

Jean Weidt - Physical Encounters

Jean Weidt ist einer jener Künstler des 20. Jahrhunderts, der in den Nachschlagewerken höchstens mit einem Nebensatz erwähnt wird und zu dessen Werk und Leben kaum dokumentarisches Material erhalten geblieben ist. 1904 in Hamburg als Sohn einer Arbeiterfamilie geboren kam er als Jugendlicher nicht nur mit dem Tanz sondern auch mit dem Kommunismus in Berührung. Beide Erfahrungen scheinen für ihn identitätsstiftend gewesen zu sein. Er war überzeugt, dass der Tanz politisch sein konnte und musste und machte es sich zur Lebensaufgabe die Themen der Arbeiterklasse auf die Bühne zu bringen. 1925 gab er einen ersten eigenen Tanzabend im Hamburger Komödienhaus. Kurz nach der Machtergreifung der NSDAP floh er ins Exil nach Paris, wo er zunächst die Gruppe „Ballets Weidt“, später die Kompagnie „Les Ballets 38“ gründete. Mit ihr wurde er in Paris bekannt und gilt bis heute in Frankreich als Wegbereiter des modernen Tanzes. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gründete er 1946 in Paris die Kompagnie „Ballets des Arts“, mit der er u.a. das Stück Die Zelle entwickelte, für das ihm 1947 in Kopenhagen die Goldmedaille für Choreographie verliehen wurde. 1948 kehrte Weidt zurück nach Ost-Berlin. Er leitete hier zunächst das „Dramatische Ballett“ an der Volksbühne Berlin und später Ensembles in Schwerin und Chemnitz. 1966 gründete er in Berlin parallel zu Tom Schillings „Tanztheater der Komischen Oper“ das Laienensemble „Gruppe junger Tänzer“, das er bis zu seinem Tod 1988 leitete.

 

Beeindruckt von Weidts überzeugter Forderung nach dem Politischen im Tanz recherchieren Britta Wirthmüller und Jessica Buchholz seit 2011 zu Weidts ersten, um 1925 entstandenen Soli. Jedoch kommt man diesem Choreographen und seinem Werk nur noch in der Begegnung mit Zeitzeugen und über die Beschäftigung mit den wenigen verbliebenen Dokumenten näher. Die meist vergebliche Suche nach weiterem Film- oder Fotomaterial und die Gespräche mit Zeitzeugen führten dabei zwangsläufig zu einer Auseinandersetzung mit Weidts Leben, der Darstellung seiner Arbeit und Person durch andere und die nicht aufgearbeitete Vergangenheit des geteilten Deutschlands. Im Rückblick wirkt das Werk dieses Choreographen, der immer nach unmissverständlicher künstlerischer Darstellung seiner politischen Aussagen strebte, widersprüchlich und schwer greifbar.

 

Die Posen auf den verbliebenen Fotos wirken aus heutiger Sicht irritierend plakativ und scheinen zugleich mit einer subtilen Erotik zu spielen. „Jean Weidt – Physical Encounters“ nimmt diese Darstellung des Körpers zum Ausgangspunkt für eine physische Recherche über den politischen Körper im Spannungsverhältnis zwischen eindeutiger und ambivalenter Erscheinung. Dabei ist das körperliche Tun und Nachempfinden – wie auch in Weidts künstlerischer Praxis – ein essentieller Bestandteil der Annäherung an das absente Werk. Die Begegnung mit Zeitzeugen und die sich daraus ergebenden Themen und Fragen werden ebenso wichtig wie die physische Begegnung mit dem historischen Material.

 

Die französische Tänzerin, Choreographin und Pädagogin Françoise Dupuy ist eine der wenigen noch lebenden Ensemblemitglieder aus Weidts Zeit im Pariser Exil. Im Rahmen des Projekts kommt sie für einen einwöchigen Workshop nach Berlin, in dem sie versuchen wird Weidts Zugang zu Bewegung nachvollziehbar zu machen.

 

Antragsteller/in Britta Wirthmüller

Veranstaltungstermin 31. August 2013., 15 Uhr und 19 Uhr 1. September 2013, 17 Uhr

Veranstaltungsort Tanzfabrik Berlin, Studio 4, Uferstudios

Förderbetrag 20.000 €

Kooperationen Tanzfabrik Berlin LOFFT Leipzig

Internetseiten www.jeanweidt.wordpress.com

Moussokouma: Zeitgenössischer Tanz aus Algerien, Côte d’Ivoire, Mali, Marokko, Senegal, Südafrika

 

 

Frauen zählen zu den Pionieren des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes. Die Choreografinnen und Tänzerinnen Germaine Acogny (Senegal), Irène Tassembedo (Burkina Faso) sowie Robin Orlyn (Südafrika) legten mit den Grundstein dafür, dass der zeitgenössische Tanz aus Afrika ein weltweites Publikum findet.

 

Heute gibt es eine neue Generation, die ihren Platz im Zentrum der Tanzszene machtvoll einfordert. Die in Afrika und Europa ausgebildeten Protagonistinnen zeichnen sich durch exzellente Technik und großen Einfallsreichtum aus. Die Revolutionen in Nordafrika und einige der sozialen Unruhen in Subsahara-Afrika haben Produktionen inspiriert und ermöglicht, die zumeist von Frauen initiiert und umgesetzt wurden. Die Strukturen innerhalb der afrikanischen Tanzszene sind jedoch nach wie vor von Männern dominiert. Auch in Deutschland bleibt bis heute die Präsenz afrikanischer Choreografinnen und Tänzerinnen bei Festivals eine Ausnahme.

 

„Moussokouma“ präsentiert mit den neuesten Kreationen von Nelisiwe Xaba, Kettly Noël, Fatou Cissé, Nacera Belaza, Mamela Nyamsa, Bouchra Ouizguen und Nadia Beugré Werke, in denen nach Ressentiments gegen Frauen im afrikanischen Tanz, der Last der Tradition als Hindernis freier Entfaltung und einer weiblichen Handschrift in der Choreografie gefragt wird. In mehreren Stücken werden zudem die Hintergründe der kulturellen, sozialen und politischen Entwicklungen in einen Zusammenhang mit den aktuellen sozialen Bewegungen auf dem afrikanischen Kontinent gestellt. Eine internationale Plattform für die junge Generation engagierter Tänzerinnen und Choreografinnen sowie die Förderung des kulturellen Austauschs sind nicht nur hilfreich, sondern notwendig, die eurozentristische Sicht auf afrikanische Kulturen und insbesondere auf afrikanische Frauen zu dekonstruieren.

 

“Moussokouma: Zeitgenössischer Tanz aus Algerien, Côte d’Ivoire, Mali, Marokko, Senegal, Südafrika” ist eine Veranstaltung von KULTURBRAUEREI e.V. in Zusammenarbeit mit dem HAU Hebbel am Ufer.

 

Antragsteller/in Kulturbrauerei e.V.

Veranstaltungstermin 11. bis 16. Juni 2013

Veranstaltungsort HAU Hebbel am Ufer (Berlin), Tanzfabrik Berlin

Förderbetrag 88.000 €

Kooperationen HAU Hebbel am Ufer Berlin, Tanzfabrik Berlin, Institut Francais Medienpartner: Zitty, Berlin Poche, Africavenir, Africultures

Internetseiten www.moussokouma.de

On Orientations

Untimely Encounters ist Teil einer Performanceserie, in der sich An Kaler mit Konzepten der Orientierung beschäftigt. Die Idee der Orientierung öffnet sich dabei hin zu einer Berührung, die ohne physischen Kontakt entsteht, die eine Intention oder Grundhaltung untersucht, bevor es zur tatsächlichen Berührung kommt. Untimely Encounters untersucht verschiedenen Zonen des Aufgerichtetseins. Dabei setzt sich An Kaler mit der Prozesshaftigkeit von Choreografie auseinander; das Stück ist als solches ›unabgeschlossen‹ und über ein Set an möglichen Posituren, Bewegungsabläufen und Raumwegen mit jeder Aufführung erneut in Verhandlung. An Kaler und Myriam Lebreton (Performance), der Lichtdesigner Jan Maertens, der Bildende Künstler Tiago Romagnani Silveira (Raum) und der Musiker Brendan Dougherty formen mit Licht, Raum, Sound und Körper Koalitionen und Parallelbewegungen, die sich in der Wahrnehmung des Publikums verschränken.

 

Untimely Encounters is part of a series exploring different notions of orientation. In Untimely Encounters orientation is opening towards touch: towards touch that appears detached from a physical contact, touch that is exploring an intention or approach before an actual contact/encounter happens. An Kaler is working within a conception of processual choreography; the piece is as such intentionally „unfinished“ - in each performance a set of potential postures, movement-sequences and spacial patterns/pathways is in negotiation. An Kaler and Myriam Lebreton (performance), the lightdesigner Jan Maertens, the visual artist Tiago Romagnani Silveira (space) and the musician Brendan Dougherty are forming in light, space, sound and bodies (temporal) coalitions and parallel movements that become entangled in and through the perception of the audience.

 

Antragsteller/in Tanzfabrik Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 29. August bis 1. September 2013

Veranstaltungsort Tanzfabrik Berlin Wedding / Uferstudios

Förderbetrag 4.500 € Wiederaufnahme

Kooperationen Wiederaufnahme im Rahmen von AUSUFERN, veranstaltet von Tanzfabrik Berlin, unterstützt von Hauptstadtkulturfond Berlin, apap performance art project Performing Europe 2011-16 / EU Kultur. Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch INTPA - INTERNATIONALES NETZ FÜR TANZ UND PERFORMANCE AUSTRIA des Tanzquartier Wien aus Mitteln des BMUKK und des BMeiA.

Internetseiten www.uferstudios.com

An Kaler

Parade

“Parade” ist der Titel eines 1917 entstandenen Balletts, das bis heute als Referenzwerk eines avancierten interdisziplinären Tanztheaters gilt. Die Musik wurde von Erik Satie komponiert. Pablo Picasso entwarf das Bühnenbild. Die Choreografie stammte von Leonide Massine. Adam Linder legt eine Neuinterpretation dieser ursprünglich von Jean Cocteau initiierten Arbeit vor, die sich weniger um eine Rekonstruktion der Vorlage bemüht. Er unterhält eine eher von Neugier geprägte Beziehung zum Original und lädt sein Material mit zeitgenössischen Bezügen und Inhalten auf. Wie kann die Geschichte (des zeitgenössischen Tanzes) in die Gegenwart übergehen und mit ihr verschmelzen?

Antragsteller/in Adam Linder

Veranstaltungstermin 18. bis 20. Oktober 2013

Veranstaltungsort HAU 3 Hebbel am Ufer

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen Eine Koproduktion von HAU Hebbel am Ufer und Theater Freiburg. In Kooperation mit Tanzfabrik Berlin und Silberkuppe. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung der haubrokfoundation und The Place London.

Internetseiten www.adam-linder.netwww.hebbel-am-ufer.de/

RechtsRadikal

Immer mehr Frauen sind heute in rechtsradikalen Bewegungen aktiv. Lange wurden sie nur als Anhängsel der Männer betrachtet, als das „Heimchen am Herd“. Doch jeder fünfte Neonazi ist heute weiblich und jede zehnte rechtsradikale Straftat geht auf das Konto einer Frau. „Rechtsradikal“ greift nun, auch vor dem Hintergrund des aktuellen NSU-Prozesses, diese Entwicklung auf und sucht nach einem körperlichen Ausdruck für das extreme Drama, das die Radikalisierung des weiblichen Körpers im rechten Milieu darstellt. Denn rechte Ideologie ist im wahrsten Sinne des Wortes extrem, sowohl nach außen als auch nach innen.

 

Konzept: Christoph Winkler | Von und mit: Mercedes Appugliese, Emma Daniel, Shiran Eliaserov, Claire Vivianne Sobottke | Kostüme: Lisa Kentner | Technische Leitung: André Schulz | Produktionsdramaturgie: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

Antragsteller/in Christoph Winkler

Veranstaltungstermin 17. und 18. Januar 2014, 20.00 Uhr - Wiederaufnahme PREMIERE 2. Mai 2013, 3. bis 6. Mai 2013 jeweils 20 Uhr mit Tanzscout Einführung am 3. Mai, 18:30-19:30 und "Rechte Frauen" eine Veranstaltung der Heinrich-Böll.Stiftung ebenfalls am 3. Mai direkt nach der Vorstellung

Veranstaltungsort Sophiensaele Berlin

Förderbetrag 65.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Christoph Winkler und ehrliche arbeit – freies Kulturbüro. In Koproduktion mit LOFFT - Das Theater, Leipzig. In Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll Stiftung und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und des Kulturamts der Stadt Leipzig.

Internetseiten www.christoph-winkler.infowww.sophiensaele.com

Sasha Waltz & Guests, Regelförderung 2013

Sasha Waltz & Guests wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet und feiert in diesem Jahr 20. Jubiläum. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben über 250 Künstler und Ensembles – Architekten, Bildende Künstler, Choreographen, Filmemacher, Designer, Musiker, Sänger und Tänzer – aus 25 Ländern in über 80 Produktionen, »Dialoge«-Projekten und Filmen als »Guests« mitgewirkt. Sasha Waltz & Guests arbeitet in einem internationalen, sich ständig weiter entwickelnden Netz von Produktions- und Gastspielpartnern und zeigt aus dem derzeit 18 Produktionen umfassenden Repertoire ca. 80 Vorstellungen pro Jahr weltweit. In Berlin kooperiert die Compagnie mit einer großen Bandbreite von Einrichtungen wie Stadttheatern, Opernhäusern, Museen und hat zur Gründung innovativer Produktionsorte für den Dialog der Künste wie den Sophiensaelen (1997) und dem Radialsystem V, Space for Arts & Ideas (2006), beigetragen. Die Erschließung innovativer Aufführungs- und Kreationsformen im choreographischen Musiktheater hat sich zum bedeutendsten Schwerpunkt in der Arbeit von Sasha Waltz & Guests entwickelt.

Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Kulturverwaltung des Landes Berlin und aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Für das Jubiläumsjahr 2013 wurde die Compagnie offiziell zum »Kulturbotschafter der Europäischen Union« ernannt.

 

Antragsteller/in Sasha Waltz & Guests gGmbH

Veranstaltungstermin Jubiläumsprogramm 2013 Oktober - Dezember 2013 Travelogue I - Twenty to eight 15. - 17. November 2013 Haus der Berliner Festspiele Impromptus 21. - 24. November 2013 Radialsystem V Berlin gefaltet 13.-15. Dezember 2013 Haus der Berliner Festspiele

Veranstaltungsort Staatsoper im Schiller Theater; Radialsystem V; Haus der Berliner Festspiele

Förderbetrag 875.000 €

Kooperationen Grand Théâtre de Luxembourg; La Monnaie, Brüsse; Staatsoper Unter den Linden Berlin u.a.

Internetseiten www.sashawaltz.de

gefaltet Sasha Waltz/Mark Andre Photo: Bernd Uhlig

Seven Thirty in Tights

SEVEN THIRTY IN TIGHTS

Stellen wir uns einen Gesellschaftstanz der Zukunft vor. Stellen wir uns vor, dieser Tanz würde von einer Gruppe von TänzerInnen aufgeführt, und diese Gruppe ähnelte einem vielzelligen Organismus. Wir würden gleichzeitig die Aktivität des Organismus in seiner Gesamtheit beobachten, als auch den Prozess jeder Zelle, die ihn formt. Obwohl diese Zellen nicht identisch wären, könnten wir sehen, dass sie grundlegend gleich sind, und dass ihre gemeinsame Aktivität die Folge eines fortwährenden Dialogs zwischen jeder Einzelnen von ihnen ist. Der Tanz und das, was er in uns als BetrachterInnen auslöst, wäre das Ergebnis eines körperlichen Dialogs zwischen den TänzerInnen. Dieser körperliche Dialog bestünde aus andauernden Verhandlungen zwischen verschiedenen individuellen Entscheidungen innerhalb der Gruppe. Er würde erfordern, dass jede und jeder Einzelne auf die Impulse der Anderen in der empfindlichsten Weise reagiert und Sekunde für Sekunde neu beurteilt, wie er oder sie darauf antwortet. Würde eine „Stimme“ innerhalb der Gruppe ignoriert, isoliert oder unterdrückt, entstünde eine Spannung, die den gesamten Prozess gefährdet. Wie beim Schmetterlingseffekt in der Chaos-Theorie hätte jede einzelne Bewegung eine Auswirkung auf die gesamte Gemeinschaft. Stellen wir uns vor, dieser Tanz wäre eine politische Praxis.

 

LESUNG

Am 27. April stellt Sylvie Tissot, Professorin für Sozialwissenschaften an der Pariser Universität 8, vor der Vorstellung um 18 Uhr ihr aktuelles Buch „De bons voisins” (deutsch: „Gute Nachbarn”, Verlag Raison d’agir, 2011) vor. In dieser Studie widmet sie sich neuen Formen des städtischen Zusammenlebens, die vermeintlich soziale Vielfalt zum Ziel haben. Letztlich verringern sie Ungleichheiten nicht, sondern führen zu neuen Distinktionsstrategien innerhalb der urbanen Eliten. In englischer Sprache.

 

WORKSHOP

Die TänzerInnen von Seven Thirty in Tights laden zu einem Tanzworkshop ein, um ihren Gesellschaftstanz der Zukunft mit Ihnen weiterzutanzen.

 

 

Antragsteller/in Frédéric Gies

Veranstaltungstermin Tanz am 25., 26., 27., 28. April 2013; 19:30 Workshop am 28. April 2013; 15:00 - 18:00 Lecture am 27. April 2013; 18:00

Veranstaltungsort Sophiensaele

Förderbetrag 38.000 €

Kooperationen Choreographie und Partitur: Frédéric Gies Tanz: Sandro Amaral, Evamaria Bakardjev, Frédéric de Carlo, Frédéric Gies, Thiago Granato, Sonja Pregrad, Ligia Manuela Lewis, Antonija Livingstone, Guillem Mont de Palol, Odile Seitz Lichtdesign: Ruth Waldeyer Website: Thomas Nösler Produktionsleitung: Christian Modersbach Eine Produktion von Frédéric Gies und Sophiensaele Residenz Fabrik Potsdam und Weld Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds

Foto by Lena Ljungdahl

Sketches/Notebook

Zu den prägenden Eigenschaften der Arbeit von Meg Stuart zählt die Suche nach neuen Präsentationskontexten. Interdisziplinäre Formen der Zusammenarbeit werden zu diesem Zweck beständig reformuliert. Im Rahmen ihrer Residenz am HAU hat die Choreografin eine Gruppe von Performern, Musikern und Bildenden Künstlern gebeten, ihre Talente und Fähigkeiten in einen Prozess gemeinsamer Erkundungen einzubringen und eine Reihe von künstlerischen Entwürfen zu erarbeiten.

 

Es soll ein offenes Feld entstehen, das Handlungen und Aktionen auf ihre wesentlichen Elemente reduziert. Das choreografische Material kann aus Bewegungsstrukuren, Aufzeichnungen und Zukunftsplänen bestehen. Die Tänzer sind von Objekten, Musik und Licht umgegeben. Diese Gestaltungselemente verbergen, betonen und enthüllen die Bewegung. Das Publikum ist eingeladen, den von diesem temporären Kollektiv hervorgebrachten Vorgängen der Verknüpfung, des Zeichnens und der Teilhabe beizuwohnen.

Antragsteller/in Meg Stuart

Veranstaltungstermin 25., 26., 27., 30., 31. Januar 2013 1. Februar 2013

Veranstaltungsort HAU Hebbel am Ufer (Berlin)

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen A PROJECT BY Meg Stuart CREATED IN COLLABORATION WITH: performers Jorge De Hoyos, Antonija Livingstone, Leyla Postalcioglu, Maria F. Scaroni, Julian Weber musician Brendan Dougherty scenographer & video designer Vladimir Miller costume designer Claudia Hill light designer Mikko Hynninen creation assistant Ana Rocha project researcher Nicola Rebeschini assistant costumes Kahori Furukawa production manager Eline Verzelen technical director Oliver Houttekiet sound Roy Carroll production Damaged Goods (Brussels) co-production HAU Hebbel am Ufer (Berlin) with special support of Hauptstadtkulturfonds (Berlin) in collaboration with Uferstudios and Tanzfabrik - advancing performing arts project (Berlin) thanks to Michael Borremans, Eric Green, Kroot Juurak, Laurie Young, and Ada Studios (Berlin)

Internetseiten www.damagedgoods.bewww.hebbel-am-ufer...am-ufer/159/

SKILLS: Der Aufbau

Was geschieht, wenn aus Utopien eine Wirklichkeit gebaut wird? Was von den Überresten einer vergehenden Ordnung eignet sich als Material? Welche Idee, welche Matrix gewährleistet den Zusammenhalt? Auf welche Weise etablieren Menschen überhaupt ein Verhältnis zur Welt der Objekte? Das aus Camilla M. Fehér und Sylvi Kretzschmar bestehende Duo SKILLS durchleuchtet diese Fragen anhand einer dichten Folge von szenischen Experimenten. Sie erinnern an die Situationen, der sich Künstler ausgesetzt sehen, wenn in der Leere des Bühnenraums die technischen Vorbereitungen für eine Aufführung getroffen werden. Die beiden Protagonistinnen richten sich ein und scheinen einen exakten Plan zu verfolgen. Aber was wird da eigentlich aufgebaut? In einer Atmosphäre der Vorbereitung, der steigenden Spannung, der permanenten Ankündigung entsteht ein Prozess des Wachstums und der Transformation, ein Tanz der Dinge, der die Gegenstände zum Klingen und die Verhältnisse in Bewegung bringt. DER AUFBAU ist Konzert und Performance mit den Mitteln von Choreographie und Komposition.

Antragsteller/in Camilla Fehér (Skills)

Veranstaltungstermin 17., 18. und 19. Januar 2013, 20 Uhr, HAU 2 Berlin 23., 24., 25. und 26. Januar 2013, 20:30 Uhr, Kampnagel Hamburg

Veranstaltungsort Hebbel am Ufer - HAU

Förderbetrag 20.000 €

Kooperationen SKILLS mit HAU Hebbel am Ufer und Kampnagel Hamburg. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, durch die Freie und Hansestadt Hamburg und die Rusch-Stiftung. Dank an PACT Zollverein Essen.

Internetseiten www.we-are-the-skills.de

The Iliad

Die neue Arbeit von Felix Mathias Ott ist mehr als nur eine Nacherzählung der Homerschen Ilias: Die Konstrukteure bestimmen mit archaischer Kraft die Handlung und errichten trojanische Räume. Aus einer Choreografie des Bauens und Zerstörens entstehen suggestive Bildwelten und ein akustisch-visueller Raum, den den Zuschauer dazu bewegt, sich seinen eigenen Sehnsüchten zu stellen. Collagenartig wandert. „A Iliad“ von der heutigen Bühne hin zur antiken Polis und wieder zurück in unsere Gegenwart, die durch ihre unsichtbaren Spiele entlarvt wird.

„Es scheint aber etwas Großmächtiges zu sein und schwer zu fassen, der Topos“(dt. Ort/Raum) ARISTOTELES, Physik, IV. Buch

 

Eine Performance von und mit Felix Mathias Ott

Künstlerische Beratung: Helga Wretmann

Sound: Alex Kassian

Light design: Martin Pilz

Konstrukteur: Ante Pavic, Maik Riebort

Produktion: Inge Zysk

 

Mit Dnk an falko purner, holz possling, baubühne gmbh

Antragsteller/in Felix Mathias Ott

Veranstaltungstermin 16., 17. und 19. Juli 2014 um 19.00h

Veranstaltungsort Uferstudios Studio 4

Förderbetrag 24.000 €

Kooperationen Tanzfabrik Berlin, Student Centre Zagreb (University of Zagreb) - Culture of Change. Im Rahmen dea Projekte APAP - Performing Europe 2011-2016

Internetseiten www.felixmathiasott.comwww.tanzfabrik-berlin.de

Felix Mathias Ott

Tranz -/- flexion

Tranz-/ -flexion ist eine spartenübergreifende, begehbare Inszenierung zum Thema gesellschaftliche Umbrüche, die mittels Tanz, Video u. Musik zu einer Gesamtkomposition wird. Die Produktion, die in Zusammenarbeit mit Künstlern aus 4 Kontinenten entsteht, basiert auf 3 vorangegangenen einzelnen Produktionen, die seit 2011 zum gleichen Thema in den Hauptstädten Sri Lankas, Venezuelas u. Israels mit großem Erfolg u. unter maßgeblicher Beteiligung TänzerInnen mit unterschiedlichen Körperlichkeiten erarbeitet wurden.

Dabei konzentrierte sich DIN A 13 tanzcompany nicht nur auf die allgemeinen Veränderungen in den jeweiligen Ländern, sondern ging bewusst der Frage nach, wie politische, wirtschaftliche und soziale Umwälzungen das Individuum persönlich treffen und beeinflussen.

Choreografie: Gerda König. Basiert auf dem Konzept Umbruch von Gerda König und Gustavo Fijalkow.

 

Antragsteller/in DIN A 13 e.V.

Veranstaltungstermin 15. April (Generalprobe mit Publikum), 16., 17., 18. und 19. April 2014

Veranstaltungsort St.-Johannes-Evangelist Kirche, Auguststr. 90, Berlin-Mitte

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen In Venezuela DIN A 13 tanzcompany kooperierte mit der Kompanie AM - Danza de Habilidades Mixtas. In Israel DIN A 13 tanzcompany kooperierte mit der Kompanie Vertigo - The Power of Balance

Internetseiten www.din-a13.de

wait and see

Mit der neuen Arbeit wait and see setzen die Performer und Choreografen Christina Ciupke, Nik Haffner und Mart Kangro ihre Recherchen über den faszinierend vielschichtigen Möglichkeitsraum menschlicher Beziehungen fort. Eine Begegnung von drei Individuen im Zwischenraum von Unbekanntem und Bekanntem, geprägt von der nicht immer einfachen Schlichtheit des Kommunizierens.

 

Du bist verheddert in einem Pakt, der etwas Sanftes, manchmal Wildes und irgendwie Unmögliches offenlegt. Bei dem Versuch, gemeinsame Momente der Ruhe zu finden wird untereinander physisch verhandelt, wie man am besten zusammen eine Einheit bilden und sich als solche gemeinsam fortbewegen könnte. Und man spricht dabei über Dinge – gewöhnliche Dinge, wie das Wetter oder Autos. Doch wie sehr Du auch Teil dieser Allianz sein magst, kann es passieren, dass Du außen vor bleibst und für kurze Zeit ausgeschlossen bist. Ab und zu möchtest Du einige Momente für Dich behalten, andere wiederum willst Du teilen. Nicht immer haben wir dabei das Gleiche im Sinn.

 

In der Annäherung über scheinbar Alltägliches eröffnen sich nach und nach tiefere Beziehungsschichten. Zufällige wie überraschende Verbindungen entstehen und werden durch die choreografische Interaktion von Christina Ciupke, Nik Haffner und Mart Kangro erfahrbar gemacht. Die drei Performer verbindet eine intensive Auseinandersetzung mit Kommunikation als Prozess von Übersetzung, Transformation und Verschiebung. Nach dialogischen Projekten mit Nik Haffner (kannst du mich umdrehen 2011, dealing with life 2008, Subtitles 2006) und mit Mart Kangro (winners vs losers 2008, longer than expected 2006) führt Christina Ciupke mit dem Projekt wait and see nun beide Performer erstmals in einer gemeinsamen Arbeit zusammen. Einander bekannt und unbekannt, bestimmen die verschiedenen Grade der Vertrautheit untereinander die Intensität und Dynamik ihrer Aushandlungen.

Antragsteller/in Christina Ciupke

Veranstaltungstermin 8. und 9.November 2012 um 20 Uhr und 11. und 13. November 2012, jeweils 20 Uhr

Veranstaltungsort Uferstudios

Förderbetrag 3.500 € Wiederaufnahme

Kooperationen Performance von und mit: Christina Ciupke, Nik Hafner, Mart Kangro Licht: Wassan Ali Dokumentarische Begleitung im künstlerischen Prozess: Andrea Keiz

Internetseiten www.christinaciupke.com