14. poesiefestival berlin

Mit Christian Bök (Kanada), Breyten Breytenbach (Südafrika), TJ Dema (Botswana), Oswald Egger (Österreich), Kosal Khiev (USA/Kambodscha), Ursula Krechel (Deutschland), Ise Lyfe (USA), Nikola Madzirov (Mazedonien), Luis García Montero (Spanien), Don Paterson (UK), Tomaž Šalamun (Slowenien), Ana Tijoux (Chile), Natan Zach (Israel) Adam Zagajewski (Polen) und anderen

 

Manchmal hat die Poesie einen Ort, oft lebt sie im Exil, manchmal ist sie überall zu Hause, oft ist sie heimatlos. Das 14. poesiefestival berlin fragt nach den Orten der Dichtkunst, nach der »Heimat Poesie« und zeigt die Bandbreite und Vielseitigkeit internationaler zeitgenössischer Dichtkunst.

»Weltklang – Nacht der Poesie« verortet zur Eröffnung des poesiefestival berlin die aktuellen Tendenzen der Dichtkunst auf der poetischen Weltkarte. Der Dichter Nikola Madzirov fragt in fünf Gesprächen mit renommierten Kollegen nach dem Gehen und Bleiben, nach der Bedeutung von Heimat für die Dichtkunst und wie sich deren Verlust in den Werken spiegelt. Die Themen Identität, Exil, Migration und Heimat stehen auch bei einem Abend mit fünf spoken word Autoren aus vier Kontinenten im Mittelpunkt. Mit Sprache, Klang und Rhythmus nähern sie sich aus unterschiedlichen Richtungen den Erfahrungen der Entwurzelung und Heimatlosigkeit. István Keménys Gedicht »Abschiedsbrief« rüttelte die Ungarn auf und bewegte Bevölkerung und literarische Szene gleichermaßen, es veränderte das Verhältnis von Dichtung und Politik. Ein Thementag widmet sich Ungarn und der Rolle, die die Dichtung in der schwierigen aktuellen Situation spielt. Eine Fotoausstellung greift das Thema auf eine andere Art wieder auf: Das poesiefestival berlin fragte Dichter aus ganz Europa »Wozu Poesie?«. In Bild und Text treten ihre Positionen in einen gesamteuropäischen Dialog.

Finnland erlebt derzeit ein goldenes Zeitalter der Lyrik; die Poesie hat eine dort nie gekannte Sinnlichkeit, Experimentierfreude und Lebendigkeit erreicht. Das Land ist dieses Jahr Gastland des Übersetzungsworkshops VERSschmuggel.

Das Festival endet mit einem großen Lyrikmarkt mit Ständen zum Schmökern und Stöbern. Ausgewählte Verlage, Antiquariate und Buchhändler für Lyrik bieten poetische Neuerscheinungen, Fundstücke und Raritäten. Lesungen, Konzerte und ein Kinderprogramm unter freiem Himmel laden ein zum Verweilen und Genießen.

 

Antragsteller/in Literaturbrücke Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 7. bis 15. Juni 2013

Veranstaltungsort Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Förderbetrag 350.000 €

Kooperationen In Kooperation mit der Akademie der Künste

Internetseiten www.poesiefestival.org

Jens Friebe Foto: Joachim Zimmermann

internationale literaturfestival berlin 2013

Vom 4. bis 15. September 2013 findet das 13. internationale literaturfestival berlin (ilb) im Haus der Berliner Festspiele statt. Autoren aus zahlreichen Ländern stellen ihr literarisches Werk bei der alljährlichen literarischen Ausnahmeveranstaltung in Berlin vor.

 

Arabische Lyriker treffen auf walisische Shortstory-Schreiber, argentinische Poeten ihre indischen Kollegen, australische Romanciers den brasilianischen Nachwuchs, Slam-Poeten aus dem Kongo auf einen südafrikanischen Nobelpreisträger, spannend erzählende Kinder- und Jugendbuchautoren auf ca. hundert Chormitglieder der Berliner Sing-Akademie. Zu den Gästen unter anderem T.C. Boyle, John M. Coetzee, Hannah Dübgen, Shereen El Feki, Mohsin Hamid, Daniel Kehlmann, Georg Klein, Liao Yiwu, Salman Rushdie, Taiye Selasi und Janne Teller.

 

Auch in 2013 setzt das ilb seine Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen Formen des Erzählens in anderen Medien fort: so findet zum dritten Mal ein Graphic Novel Day statt, zu dem avancierte internationale Comic-KünstlerInnen ihre Werke vorstellen. Außerdem widmet sich das ilb einen Festivaltag lang der Frage: Welche Geschichten erzählen Computerspiele. In diesem Jahr tritt die Auseinandersetzung mit den neusten Erzählformen im Programm des ilb in ein Spannungsverhältnis mit der Literatur als Medium von "Weisheit": Das Projekt "Weltweisheit - Kulturen des Alterns" beschäftigt sich mit literarischen Darstellung des Alters und dem Verständnis des Alters in verschiedenen Kulturen der Welt (kann man weglassen, da vom BMBF gefördert).

 

Antragsteller/in Ulrich Schreiber

Veranstaltungstermin 4. bis 15. September 2013

Veranstaltungsort Haus der Berliner Festspiele

Förderbetrag 350.000 €

Kooperationen Anne Frank Zentrum City Bibliothek Berlin Deutsches Historisches Museum Die gelbe Villa Pädagogisches Zentrum Freie Universität Berlin Gartenarbeitsschule Ilse Demme Staatliche Museen zu Berlin Gerorg Büchner Buchladen Grips Harbour Front Humboldt Universität zu Berlin Internationale Jugendbibliothek Pumpe Le Matou Literaturinitiative Berlin Neuköllner Oper Schaubude Berlin Weinmeisterhaus Heinrich Böll Stiftung medienboard Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit James Krüss Erbengemeinschaft Treffen Junger Autoren arte Babylon Stiftung Digitale Spielekultur Habait Thalia Lettrétage Moleskine Sing-Akademie zu Berlin Staats- und Domchor Berlin Realfiction Schweden erleben Tipi am Kanzleramt Bar jeder Vernunft BuchBox Lautten Compagney schwob île de France Sergey Mawritzki Stiftung Europäische Kommission GD Bildung und Kultur Société Européenne des Auteures Fondation Jan Michalski Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V.

Internetseiten www.literaturfestival.com

Berliner Festspiele (c) Atmo

Azouz Begag (c) ilb