25 Jahre Klangwerkstatt Berlin - Festival für Neue Musik

Die Klangwerkstatt Berlin feiert im November 2014 ihre 25. Ausgabe mit einer Woche Konzerten und Gesprächen, Musiktheater und Klanginstallationen.

 

Einige Projekte werden die Ergebnisse einer 2-jährigen Vorbereitungs- und Erarbeitungsphase sein - besondere Veranstaltungen, die aktuelle Musik über Genre- und Generationengrenzen hinweg in experimentierfreudigen und lebendigen, erstklassigen Aufführungen präsentieren.

 

Besonders ist die in vielen Jahren gewachsene und heute auf diesem Festival selbstverständliche Art der Zusammenarbeit von professionellen Ensembles und Komponisten mit Jugendensembles und Laien. Auf gleicher Augenhöhe und auf höchstem Niveau ist die ideelle und praktische Vermittlung Neuer Musik im Kinder- und Jugendbereich bei der Klangwerkstatt seit 25 Jahren Normalität.

 

Die wichtigsten Pfeiler sind dabei konstant geblieben und sollen auch in Zukunft in der Klangwerkstatt einen geschützten Ort finden: die hohe Qualität der vielen, neu für das Festival entstehenden Kompositionen und ihrer Umsetzung, die Konzentration des Programms auf junge Berliner und Neu-Berliner Künstler und als Basis all dessen die ungezwungene und gleichwohl konzentrierte Atmosphäre, die einen offenen Raum für ambitionierte, medien- und genreübergreifende Projekte bietet.

 

www.klangwerkstatt-berlin. de.

Antragsteller/in Freundeskreis der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg

Veranstaltungstermin 3. bis 9. November 2014

Veranstaltungsort Sophiensäle Berlin Mitte

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen Sophienssäle Berlin

Internetseiten www.klangwerkstatt-berlin. de

A L'ARME! Festival Vol.2 - Avantgarde Jazz

A L'ARME! Festival Vol.2 - Avantgarde Jazz

Zum zweiten Mal treffen freier Jazz, Neue Musik und Improvisation in einem genre- und generationenübergreifenden Festival im RADIALSYSTEM V zusammen. An drei Sommerabenden präsentiert das Festival A L'ARME! in einem hochkarätigen Programm die gesamte Bandbreite der internationalen Avantgarde-Bewegung in Berlin und ermöglicht neue Perspektiven auf den zeitgenössischen Jazz-Begriff. Musikalische Verdichtung in Form und Inhalt ist das Leitmotiv des Festivals, das sich in diesem Jahr verstärkt der Gegenüberstellung von Komposition und Improvisation widmet.

 

Exklusive Highlights wie der US-amerikanische Saxofonist Anthony Braxton oder die österreichische Pianistin Elisabeth Harnik, die als Komponisten sowohl in der Neuen Musik als auch im Contemporary Jazz beheimatet sind, lassen die Grenzen von improvisierter und komponierter Musik verschwimmen; Weltstars wie Sonic Youth-Gitarrist Thurston Moore im Duo mit dem schwedischen Bariton-Saxofonisten Mats Gustafsson unterstreichen die internationale Relevanz des Festivals. Die Koto-Virtuosin Michiyo Yagi aus Tokio verbindet gemeinsam mit der japanischen Freejazz-Legende Akira Sakata und dem jungen Schlagzeuger Tamaya Honda Elemente des Modern Jazz mit traditioneller, japanischer Musik - das "Ignaz Schick Electroacoustic Ensemble", das in dieser Formation zum ersten Mal zusammen auftritt, präsentiert die Berliner Echtzeitmusikszene im internationalen Kontext. Neben weiteren Höhepunkten mit Gästen wie Peter Brötzmann, Hamid Drake und FM Einheit finden darüber hinaus im Studio A des RADIALSYSTEM V dicht arrangierte Improvisationskonzerte statt, die je durch eine der "Studies For Player Piano" des mexikanischen Komponisten Conlon Nancarrow eröffnet werden.

Antragsteller/in Louis Rastig

Veranstaltungstermin 8. bis 10. August 2013

Veranstaltungsort RADIALSYSTEM V

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen Eine Veranstaltung von Louis Rastig und RADIALSYSTEM V. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Unter der Schirmherrschaft des Japanischen Kulturinstituts. Mit freundlicher Unterstützung der Königlich Norwegischen Botschaft und Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung. Medienpartner: rbb Kulturradio, Spex, Exberliner, positionen - texte zur aktuellen musik, tip Berlin und taz - die tageszeitung.

Internetseiten www.alarmefestival.de

Mats Gustafsson/Thurston Moore © Alex Hinchcliffe

Ingrid Laubrock © Peter Gannushkin

BLASMUSIK

Blasmusik! Festival fuür Holz, Blech und Gemüse

DO 25. bis SO 28. Juli

Von Pommer und Schalmei über Alphorn und Tuba bis hin zu Möhre und Zucchini: Vier Tage steht im RADIALSYSTEM V die Blasmusik in allen denkbaren und scheinbar undenkbaren Zusammenstellungen im Mittelpunkt. Unerschrocken bringt das Blasmusik-Festival verschiedene Genres, Stile und Musiker unterschiedlichster Herkunft zusammen und zeigt, auf welch vielfältige Art und Weise und mit welch überraschendem Sound sich "geblasener" Klang erzeugen lässt.

Ungewöhnliche Instrumente, ausgezeichnete Musiker und Ensembles - darunter Alphorn-Spezialist Balthasar Streiff, der französische Jazztubist Michel Godard, Capella de la Torre und The Vegetable Orchestra aus Wien - treffen jenseits von E- und U-Musik, von notierter und improvisierter Musik, bei diversen Konzerten und in einer Blasmusik-Nacht aufeinander: Originelle Klangräume und Überraschungsmomente garan- tiert! Das instrumentale Spektrum reicht dabei von Renais- sance-Instrumenten wie Schalmei, Pommer und Dulzian über den barocken Serpent, das Alphorn, die türkische Zurna, den armenischen Duduk bis hin zu frisch zubereiteten Gemüseinstrumenten aus Möhre, Gurke und Zucchini.

Ein Mitmachkonzert für Kinder ergänzt das Festivalprogramm.

Antragsteller/in Katharina Bäuml

Veranstaltungstermin 25. bis 28. Juli 2013

Veranstaltungsort Radialsystem V Berlin

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Eine Veranstaltung von Katharina Bäuml/Capella de la Torre, in Kooperation mit RADIALSYSTEM V. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Internetseiten www.radialsystem.de

Pressestimmen

BLASMUSIK (Foto Folkert Uhde)

Capella de la Torre (Foto Tilman Weishart)

Katharina (Foto Georg Thum)

Boulangerie

Mit der Boulangerie hat das Boulanger Trio im Jahr 2012 seine eigene Konzertreihe im Radialsystem V etabliert. Je vier Konzerte im Laufe eines Jahres bauen eine Brücke zwischen dem traditionellen Repertoire und der Musik von heute, das Veranstaltungsformat ist bewusst zwischen Konzert und Salon angesiedelt.

Jedes Konzert ist einem Komponisten der Gegenwart gewidmet, der während des Abends anwesend ist. In entspannter Atmosphäre spielt das Boulanger Trio sein Werk und spricht anschließend mit ihm über sein Schaffen. Im Zentrum steht dabei nicht die musikwissenschaftliche Analyse der Komposition, sondern ein persönliches Gespräch über die Musik. Ergänzt wird das Programm durch ein Werk aus dem klassisch-romantischen Repertoire, das für den Gast eine persönliche Bedeutung hat. Zum Ausklang des Abends wird der Dialog zwischen Künstlern und Publikum bei Baguette, Käse und Wein fortgesetzt.

Für die Saison 2013 ist es dem Boulanger Trio gelungen, mit Friedrich Cerha, Thomas Larcher und Toshio Hosokawa drei Komponisten mit großer internationaler Ausstrahlung in die Reihe einzuladen. Der in Berlin lebende israelisch-palästinensische Komponist Samir Odeh-Tamimi wird ein Werk für Bariton und Klaviertrio zu schreiben, welches das Trio im September gemeinsam mit dem Bariton Christian Miedl uraufführen wird.

 

Antragsteller/in Boulanger Trio

Veranstaltungstermin 2. März 2013 Boulangerie V mit Friedrich Cerha 4. Mai 2013 Boulangerie VI mit Toshio Hosokawa 8. September 2013 Boulangerie VII mit Samir Odeh-Tamimi 30. November 2013 Boulangerie VIII mit Thomas Larcher

Veranstaltungsort Radialsystem V

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Konzertreihe des Boulanger Trios im Radialsystems, gefördert vom Hauptstadtkulturfonds, der Rusch Stiftung und der Radial Stiftung

Internetseiten www.boulangerie-konzerte.dewww.boulangertrio.com

Pressestimmen

Boulangerie im Radialsystem V

Boulanger Trio

Defiant Requiem. Verdis Messa da Requiem im Ghetto Theresienstadt

Das Konzert-Drama »Defiant Requiem« ist dem tschechischen Dirigenten und Pianisten Rafael Schächter gewidmet, der vor rund 70 Jahren mit Hunderten von Häftlingen im Ghetto Theresienstadt Verdis Messa da Requiem aufführte.

 

Für die Menschen im Ghetto Theresienstadt war Musik ein Element der Selbstbehauptung in einem Lageralltag, geprägt von Erniedrigung, Elend, Krankheit und Tod. Die zunächst heimlich aufgeführten Konzerte wurden später von den Nationalsozialisten zu Propagandazwecken missbraucht. Rafael Schächter und nahezu alle Mitglieder des Chors wurden durch die Nationalsozialisten ermordet.

 

Mit dem »Defiant Requiem« erinnert der amerikanische Dirigent Murry Sidlin an die Menschen in Theresienstadt, für die das Requiem und die Arbeit mit Rafael Schächter zu einem Mittel des inneren Widerstands wurden. In seiner Inszenierung verknüpft er Verdis Totenmesse mit Filmaufnahmen und Zeitzeugenberichten von Chormitgliedern. 70 Jahre nach dem letzten Konzert in Theresienstadt möchten wir an die Menschen erinnern, die unter den widrigsten Bedingungen zu einem vielfältigen kulturellen Leben im Ghetto Theresienstadt beitrugen.

 

Die Künstler des Abends sind:

 

Murry Sidlin (Dirigent), das Konzerthausorchester Berlin, der Chor des Jungen Ensembles Berlin, die Vokalakademie Berlin (Leitung: Frank Markowitsch), Aga Mikolaj (Sopran), Gerhild Romberger (Mezzospran), Steven Tharp (Tenor), István Kovács (Bass)

Iris Berben und Ulrich Matthes (Sprecher)

Antragsteller/in Stiftung Jüdisches Museum Berlin

Veranstaltungstermin 4. März 2014, 20:00 Uhr

Veranstaltungsort Konzerthaus Berlin

Förderbetrag 94.280 €

Kooperationen Eine Produktion der Defiant Requiem Foundation Unter der Schirmherrschaft von: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters MdB Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin S.E. Dr. Rudolf Jindrák Botschafter der Tschechischen Republik in Deutschland Der Regierender Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit Dr. Martin Salm Vorstandsvorsitzender der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"" Dr. Dieter Graumann Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h.c. Nikolaus Schneider Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Erzbischof Dr. Robert Zollitsch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz Förderer: Hauptstadtkulturfonds Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Jüdisches Museum Berlin e.V. Friends of the Jewish Museum Berlin in the U.S. Exklusiv- Partner: Volkswagen AG Medienpartner: rbb Kulturradio, rbb Fernsehen, tip Berlin, Jüdische Allgemeine

Internetseiten www.jmberlin.de/requiem

© Jüdisches Museum Berlin, Gestaltung: www.buerominimal.de, Foto: © Defiant Requiem Foundation, Josef Rabara

Ensemble Adapter trifft...

Ensemble Adapter trifft...

Rotation 2013

 

Das Konzertprojekt „Ensemble Adapter trifft...“ ist die Fortsetzung der Aktivitäten des Ensembles Adapter auf dem Gelände der ExRotaprint als neuer (Heim-)Spielstätte in Berlin-Wedding. In drei Konzerten trifft das Ensemble auf international renommierte Musikgruppen aus unterschiedlichen Sparten und entwickelt mit ihnen gemeinsame Crossover-Programme. Das Motto dabei: Überzeugen mit rein musikalischen Konzepten!

 

Ensemble Adapter trifft... eine Elektro-Band

(Ghostigital | Reykjavík)

Ensemble Adapter trifft... ein klassisches Streichquartett

(Asasello Quartett | Köln)

Ensemble Adapter trifft... ein Komponisten-/Performerkollektiv

(Ensemble Pamplemousse | NY)

 

Alle eingeladenen Gruppen sind in ihrem eigenen Genre äußerst erfolgreich und bringen starken ästhetischen Input mit in das Projekt. In intensiven Probenphasen arbeiten die Gruppen gemeinsam an der stimmigen Umsetzung eines authentischen „Post-Crossovers“ in verschiedensten Formen. Die dabei verfolgten musikalischen Konzepte lauten:

 

Arrangieren und Adaptieren (Ensemble Adapter & Ghostigital)

Instrumentieren und Interpretieren (Ensemble Adapter & Asasello Streichquartett)

Komponieren und Editieren (Ensemble Adapter & Ensemble Pamplemouse)

 

Die neue Generation Musiker hat gegnüber dem gescheiterten „Crossover“ der 90ger Jahre den Vorteil, mit den unterschiedlichsten Genres von Musik aufgewachsen zu sein - sowohl als Konsument als auch als Interpret. In diesem Sinne ist heute ein authentischer „Post-Crossover“ möglich, der ohne aufgesetzte Marketing-Gimmicks auskommen und sich aus rein künstlerischen Motiven den musikalischen Herausforderungen stellen kann.

 

Antragsteller/in Ensemble Adapter/Matthias Engler

Veranstaltungstermin 19.09.2013 Ensemble Adapter trifft Ghostigital 10.10.2013 Ensemble Adapter trifft Asasello Quartett 22.11.2013 Ensemble Adapter trifft Ensemble Pamplemousse

Veranstaltungsort ExRotaprint, Gottschedstrasse 4

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen ExRotaprint Deutscher Musikrat Initiative Neue Musik Berlin

Internetseiten www.ensemble-adapter.de

Inside Partita

 

Barockvioline Midori Seiler

Komposition, Elektronik und Soundkonzept Fabian Russ

Tanz und Choreographie Renate Graziadei / LaborGras

Choreographie und Dramaturgie Arthur Stäldi / LaborGras

Idee und Dramaturgie Folkert Uhde

Kostüme Chantal Margiotta

Lichtinstallation Lutz Deppe

Tontechnik Carlo Grippa

Software Egor Poliakov

Technische Leitung Arnaud Poumarat

 

Spiegel und Metapher menschlichen Lebens: Die Violinpartiten von Johann Sebastian Bach gelten als Archetypen musikalischer Solostücke - sie faszinieren vor allem durch die Gleichzeitigkeit formaler Strenge und ungeheurer Emotionalität, in denen Zustände innerer Zerrissenheit und physischer Erschöpfung mit lichten Momenten großer Klarheit und erfüllender Sehnsucht abwechseln. Für den Interpreten bedeutet das, genau dieses Spannungsfeld füllen zu müssen: Die Verdeutlichung der musikalischen Strukturen unter höchsten spieltechnischen Anforderungen - bei gleichzeitiger Darstellung emotionaler Ausnahmezustände. "Inside Partita" in der Elisabethkirche Berlin spiegelt diese Pole in einem außergewöhnlichen Setting wider und führt drei unterschiedliche Künstler zu einem Versuch einer neuen Deutung der Bach'schen Partiten zusammen. In einer Mischung aus choreographischem Konzert und interaktiver Klanginstallation treten die gefeierte Barockgeigerin Midori Seiler, die Tänzerin und Choreographin Renate Graziadei sowie Fabian Russ, dessen Komposition Originalmusik mit manipulierten Sequenzen und Samples verbindet, in einen künstlerischen Dialog. "Inside Partita" ist eine musikalische Introspektion, ein außergewöhnlicher Musiktheaterabend, der Bach ins Heute übersetzt.

 

Bühne und Zuschauerraum sind bei "Inside Partita" eins - Violinistin, Tänzerin und das Publikum befinden sich inmitten eines von Stativen flankierten Kreises. Live gespielte Musik, verstärkter und manipulierter Originalklang sowie vorproduzierte Kompositionssequenzen überschneiden sich. Zehn Lautsprecher ermöglichen es dem Komponisten, Klänge entweder gleichermaßen stark im Raum zu verteilen oder um die Zuhörer herum kreisen zu lassen und damit manipulierend in das Geschehen einzugreifen. Eine eigens programmierte Software ermöglicht dabei eine freie und spontane Verteilung der elektronischen Klänge innerhalb der zehnkanaligen Installation. Während der Aufführung wird der Raum durch das Zusammenspiel zwischen Tänzerin und Geigerin immer wieder neu definiert, es entstehen im wahrsten Sinne des Wortes "Spielräume" im Publikum. Performer und Besucher werden auf diese Weise in der Interaktion zu einer Art lebendigem musikalischen Organismus, der im ständigen Wechsel begriffen ist.

 

 

 

Antragsteller/in Folkert Uhde

Veranstaltungstermin 11., 12. und 13. Juni 2013 24. und 25. Juni 2013/Nürnberg

Veranstaltungsort Berlin: Str. Elisabehtkirche, Invaldidenstr. 3,10115 Berlin und Nürnberg: Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra Lorenzer Platz 10a 90402 Nürnberg

Förderbetrag 60 000 €

Kooperationen in Kooperation mit LaborGras, RADIALSYSTEM V und der Internationalen Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra.

Internetseiten www.radialsystem.dewww.www.ion-musica-sacra.dewww.laborgras.com

La Figure de la Terre

Zwei Reisen, zwei Fremde: Der französische Wissenschaftler Maupertuis reist im 18. Jahrhundert nach Lappland, um die Gestalt der Erde zu erkunden. Er begegnet Christine Planström, einer jungen Frau aus der nordischen Wildnis, die ihn nach Abschluss seiner Untersuchungen in die mondäne Welt der Pariser Salons begleitet – das Musiktheaterstück der beiden Finnen Miika Hyytiäinen und Jaakko Nousiainen erkundet Fragen nach Fremdheit, Identität und Überleben. Es bearbeitet Zitate des Barock mit Mitteln der Neuen Musik. SängerInnen, Cembalo und Barocktrio interagieren mit Echos, Klängen, Geräuschen. Begleitet wird die Uraufführung von einer echtzeitgenerierten Videoperformance.

Antragsteller/in Miika Hyytiäinen

Veranstaltungstermin 13., 14. und 18. bis 20. April 2013

Veranstaltungsort Sophiensaele

Förderbetrag 37.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Dag Lohde und René Dombrowski Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds, der Schering Stiftung, der Kone Stiftung und dem Finnland-Institut Mit freundlicher Unterstützung der Karl-Hofer-Gesellschaft, der UdK Berlin, der Sophiensaele und der Uferstudios

Internetseiten www.facebook.com/Figure.Terrewww.sophiensaele.com

Bühnenbildskizze, Mia Mäkelä

Estelle Lefort (Sopran), Foto: Axel Lambrette

Lusotronics

Das zweitägige Musik-Festival „Lusotronics“ im Berliner Club „Gretchen“ widmet sich der elektronischen Musik und dem urbanen Lifestyle der vier wichtigsten Ländern des portugiesischen Sprachraums: Angola, Brasilien, Mosambik und Portugal. „Luso“ ist eine Abkürzung von „Lusophonie“, die Bezeichnung für den portugiesischsprachigen Raum (analog zu „frankophon“ für den französischsprachigen Raum). Die aktuell in diesen Ländern entstehenden Musikstile und digitalen Lifestyle-Kulturen sind Teil einer Form positiver Globalisierung, die eine der hoffnungsvollsten und zukunftsweisenden Innovationen in der weltweiten Pop- und Dance-Kultur darstellen.

 

In den vergangenen Jahren hat sich in vielen Ländern die elektronische Musik in einem besonderen Ausmaß für Einflüsse von Musiken aus aller Welt geöffnet. Die Musik aus dem lusophonischen Sprachraum ist dabei besonders deutlich vertreten. Stile wie Baile Funk, Kuduro, Tecno Brega, Funana oder Ku-House sind die elektronischen Musik-Echos der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung ehemaliger „Schwellenländer“. Hergestellt auf preiswerten digitalen Instrumenten, entstanden diese Genres zu einem großen Teil in den Armensiedlungen von Metropolen wie Rio De Janeiro, Belém, Maputo, Lissabon oder Luanda, und erfahren über das Internet eine schnelle weltweite Verbreitung und Rezeption. Seitdem Portugal als auch seine ehemaligen Kolonien online sind, zirkulieren audiovisuelle Informationen, Musik und Tanzstile aus dem lusophonischen Raum mit nie dagewesener Schnelligkeit rund um die Welt, und erreichen Publikas jenseits von Sprach- und Raumgrenzen, und werden sekundär in der „Ersten Welt“, im lusophonischen Sprachraum vor allem in Lissabon, adaptiert und re-kontextualisiert. Zusätzlich beschleunigt wird diese Entwicklung durch den Wandel von Brasilien und Angola (und in einigen Jahren Mosambik) zu bedeutenden, politischen und ökonomischen Akteuren auf der Weltbühne, deren rasant wachsende Mittelschichten zunehmend den Konsum- und Kommunkationsgewohnheiten des Nordens folgen.

 

In Kooperation mit dem Kreuzberger Club „Gretchen“, werden AkteurInnen der verschiedenen urbanen musikalischen Zentren der lusophonischen Welt nach Berlin eingeladen und unter Einbeziehung korrespondierender Berliner Künstler aufeinandertreffen.

 

Das musikalische Programm wird durch das Zeigen diverser internationaler Dokumentarfilme und Vorträge ergänzt, die Einblicke in diverse lokale Musikszenen der lusophonischen Welt und ihrer hybriden Clubmusik geben und sich mit den Haupt-Begriffen, Relationen und Dynamiken von Kolonialgeschichte und Postkolonialismus, Regionalität und Globalität, Zitat und Eigenkreation, Copyright und Urheberschaft, Internet-Kulturen, sowie Geschlechter- und Identitätskonstruktionen im digitalen Zeitalter beschäftigen.

 

Kuratiert von Daniel Haaksman

 

Antragsteller/in Daniel Haaksman

Veranstaltungstermin 18., 19. Mai.2013

Veranstaltungsort Gretchen

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Funkhaus Europa Man Recordings

Internetseiten www.lusotronics.com

Photo by Bruno Lazaro

MCO Experience: Eine Radiale Nacht mit dem Mahler Chamber Orchestra

Radiale Nacht mit dem MCO & Gästen

 

Dirigent: David Afkham / Horn: Radovan Vlatkovic, José Vicente Castello, José Miguel Asensi, Sebastian Posch/ Tanz: Sasha Waltz & Guests/ Video: Benjamin Krieg, Hanna Slak, Guillaume Cailleau/ DJ: Georg Conrad

 

Die Radiale Nacht zeigt das internationale Mahler Chamber Orchestra in all seinen Facetten, mit seinem ganzen Können und seiner Experimentierfreude: Von Kammermusik bis zur Orchesterbesetzung, gemeinsam mit Tänzern, mit Video-Installation und DJ Remixes. Fester Bestandteil ist die Zusammenarbeit der Musiker mit Tänzern der Compagnie Sasha Waltz & Guests.

 

Das Ensemble bespielt die verschiedenen Räume des Hauses mit Orchesterwerken und Kammermusik von der Romantik bis zur Gegenwart. In einem der Studios sind Werke von Strauss und Bruckner zu hören – als Konzert im Liegen oder mit einem Remix-Set von DJ Conrad. Wer es noch entspannter mag, kann im Saal in Loungeatmosphäre die Konzerte aus der Halle als Live-Übertragungen genießen. Eine Premiere in dieser Radialen Nacht bilden die Video-Projektionen zu einigen der Kammermusik-Sets. Unter der Leitung des jungen Dirigenten David Afkham ist Robert Schumanns selten gespieltes Konzerstück für vier Hörner zu hören. Das Publikum flaniert, hört, genießt und stellt sich sein Programm selbst zusammen. Tango-Arrangements leiten über zur Aftershow-Party: Gemeinsam feiern Musiker und Publikum, lassen die Nacht auf der sommerlichen Uferterrasse entspannt ausklingen oder tanzen zur Musik von DJ Georg Conrad bis in die frühen Morgenstunden.

Antragsteller/in Mahler Chamber Orchestra / Friso van Daalen

Veranstaltungstermin 3. Mai 2013

Veranstaltungsort Radialsystem V

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Radialsystem V; Sasha Waltz & Guests; Hauptstadtkulturfonds; Aventis Foundation; MCO Foundation

Internetseiten www.mahler-chamber.euwww.radialsystem.de

Musikprojekt mit dem Ensemble Interface

Musique franco-allemande: Frankophilie in Berlin



 

Dieses Konzertprojekt zeigt die Zusammenarbeit der drei jungen Berliner Komponisten Stefan Keller, Genoël von Lilienstern und Johannes Boris Borowski mit dem Ensemble Interface.

Die dabei entstandenen Kompositionen werden im Rahmen des Festivals Ultraschall am 19. Januar 2013 uraufgeführt.

Ergänzt wird das Programm durch Kompositionen zweier französischer Komponisten, die in diesem Konzert ihre Berlin-Premiere haben werden: Julien Vincenot und Gregoire Lorieux.

 

Die gegenseitige Beeinflussung/Abgrenzung deutsch-französischer Musik hat eine lange Tradition.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Élysée-Vertrags setzt das Festival Ultraschall 2013 einen seiner Schwerpunkt auf genau diese Traditionslinie. Dabei gibt das Konzertprojekt mit dem Ensemble Interface einen Einblick gerade in die jüngste Entwicklung. Jeder der Berliner Komponisten hat seinen eigenen Frankreich-Bezug, was zunächst rein äußerlich an den Lebensläufen ablesbar ist.

Inwiefern aber auch eine innere ästhetische oder kompositionstechnische Verbindung besteht, wie der Umgang mit der Tradition einerseits und die Schaffung eines neuen Gegenstandes andererseits zu künstlerischem Potential führen kann: diese und viele andere interessante Fragen gilt es in dem Konzert zu ergründen.

Dabei steht den Komponisten das internationale, hoch talentierte Ensemble Interface an der Seite, das zum ersten Mal in Berlin einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt wird.

 

Antragsteller/in Johannes Boris Borowski

Veranstaltungstermin 19. Januar 2013, 23 Uhr

Veranstaltungsort kl. Sendesaal, RBB, Haus des Rundfunks Masurenallee 8-14

Förderbetrag 25.000 €

Kooperationen Ultraschall 2013: Deutschlandradio Kultur, Kompositionsstipendium des Berliner Senats, klangzeitort: Institut für Neue Musik der UdK Berlin und HfM Hanns Eisler

Internetseiten www.dradio.de/dkul...all/1939072/www.ensembleinterf...hall-berlin/

Ensemble Interface

Probenarbeit Ensemble Interface, Dezember 2012, Berlin, mit den Komponisten Genoël von Lilienstern und Johannes Boris Borowski

NIETZSCHE CONTRA WAGNER NUEVA GERMANIA OPERA TROPICAL

„Auf in die neue Welt!“, propagierte Richard Wagner im Jahr 1880, und zwei seiner größten Fans, Elisabeth Förster Nietzsche, und ihr Ehemann Bernhard Förster, ein berühmter antisemitischer Agitator, beschlossen, den Traum Vieler wahr werden zu lassen und ein neues Deutschland auf lateinamerikanischem Boden aufzubauen. NIETZSCHE CONTRA WAGNER NUEVA GERMANIA OPERA TROPICAL fragt nach den bis heute wirksamen Reminiszenzen der ungebrochenen Faszination für die Ideen hinter dieser Begebenheit und zeigt diese als musikalisch und ästhetisch überbordende Inszenierung widersprüchlicher Utopien: die Utopie der Reinheit und Authentizität und die Utopie der Tropen und des sorglosen Lebens.

 

Auf der Bühne wird Nueva Germania von einem stimmgewaltigen Ensemble als Nicht-Ort, Traum und TV-Show wiedergegründet und anlässlich des 200ten Geburtstags Richard Wagners zum Schauplatz einer großen Feier. Zu den illustren Ehrengästen zählen Elisabeth, die nach dem seelischen Zusammenbruch ihres Bruders dessen Werk sorgfältig zum Vorbild des Deutschen Nationalismus umarbeitete, Friedrich Nietzsche selbst, der nach einer Phase der Bewunderung Wagners größter Feind wurde, und Santa Gilda, ein lateinamerikanischer Cumbia-Star, nach ihrem tragischen Tod verehrt als populären Heilige. In diesem Paradies ist jedoch nichts mehr, wie es einmal war: Musikalisch ist Cumbia, die kolumbianische Musikform, deren Anfänge in der Kolonialzeit liegen, zum beliebtesten Genre geworden, und selbst Wagner klingt nicht mehr ganz, wie er sollte. Eine fröhliche Band kreiert ihren eigenwilligen tropischen Sound und bearbeitet seine Musik zum Cumbia-Rhythmus.

 

Mit NIETZSCHE CONTRA WAGNER NUEVA GERMANIA OPERA TROPICAL führen Santiago Blaum und sein Ensemble ihre Recherchen über das Genre Oper aus zeitgenössischer Perspektive fort.

 

Inszenierung/Musikalische Leitung: Santiago Blaum Von und mit: Eva Löbau, Tatiana Saphir, Jessica Gadani, Sebastián Arranz, Elly Fujita, Tamara Saphir, Jan Sebastian Suba, Rahel Savoldelli Akkordeon: Timofey Sattarov, Gitarre: Julian Datta, E-Bass/Kontrabass: Francisco Hidalgo, Perkussion: Tayfun Schulzke

Regieassistenz: Paola Bascon, Luz Algranti Ausstattung: Cristina Nyffeler Ausstattungsassistenz: Belle Santos

Lichtdesign: Benny Hauser

Videodesign: Pablo Derka

Musikautomaten: Tobias Euler Recherche/Textmitarbeit: David Magnus Sounddesign: Stephan Wöhrmann

Produktion & Presse: björn & björn

 

Eine Produktion von Santiago Blaum in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, FFT Düsseldorf und Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Antragsteller/in Santiago Blaum

Veranstaltungstermin 19., 20. und 21. April 2013, 20 Uhr

Veranstaltungsort HAU2 Hebbel am Ufer

Förderbetrag 65.000 €

Kooperationen HAU Hebbel am Ufer (Berlin) FFT Düsseldorf Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste (Dresden)

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.de

On the Sound Path

On the Sound Path widmet sich Streichquartetten mit Live-Elektronik. Elektronische Technologie wirkt sich seit Jahrzehnten auf die Musik aus und hat in ihr eigene Traditionen begründet. Zugleich hat sie den Begriff der Identität neu gestellt, etwa hinsichtlich der Unterscheidbarkeit von Original und Kopie. Dennoch ist reiner elektronischer Musik im Gegensatz zu akustischer oft eine gewisse Kälte und Körperlosigkeit, d.h. ein kommunikativer Mangel, eigen. Dies erklärt womöglich teilweise das große Interesse an Live-Elektronik. Elektronik als Instrument klanglicher Erweiterung und Kommunikation stiftet neue Wege der Identitätsbildung und verführt zum Experimentieren. On the Sound Path macht dies mit Musik aus den letzten 25 Jahren deutlich. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Experimentalstudio des SWR und unter Mitwirkung der Komponisten durchgeführt.

Haas arbeitet in seinem vierten Quartett erstmals mit (überraschend einfachen) elektronischen Mitteln. Damit behält er die Kontrolle über das künstlerische Ergebnis. Die MusikerInnen sind auf Schritt und Tritt mit ihren eigenen musikalischen Fingerabdrücken konfrontiert und beziehen dazu Stellung. Sie konstituieren sich immer wieder neu und verschmelzen schließlich mit ihrer elektronischen Imitation, bis die Lautsprecher still bleiben und die Musiker mit ihrer eigenen Auslöschung das letzte Wort behalten.

Stroppa vereint in sich als ehemaliger Leiter der IRCAM-Forschungsabteilung den Künstler und Wissenschaftler. Spirali arbeitet mit einer räumlichen Klang-Projektion, bei der jedem Quartettspieler ein Lautsprecher zugeordnet ist und erfordert einen fünften, sehr virtuosen Musiker am Mischpult für die elektronischen "Gesten".

Rusconi interessiert sich für die instrumentale wie die elektronische Manipulation von Klang. Mit seinem vierten Streichquartett widmet er sich dem Thema des Doppelgängers. Die Live-Elektronik entstand am Experimentalstudio des SWR Freiburg unter Verwendung von Samples des Kairos Quartetts.

Die MusikerInnen und Veranstalter in Italien, Deutschland und Großbritannien stehen für die Internationalität des Projekts. Zugleich soll es u.a. durch Workshops, welche die Konzerte flankieren, lokal verankert werden. Ausgewählte wesentliche Aspekte der drei Stücke sollen erfahrbar werden, indem die Teilnehmerinnen in eine performative Situation gebracht werden.

Antragsteller/in Kairos Quartett

Veranstaltungstermin 07. April 2013 11. Juli 2013 19. September 2013

Veranstaltungsort London, Assisi, Berlin

Förderbetrag 25.000 €

Kooperationen Intrasonus London, EXPERIMENTALSTUDIO des SWR

Internetseiten www.kairosquartett.de/termine

ppt

ppt ist ein Versuch, durch den prophetischen Kontext des Alten Testaments und die Reminiszenz an ein Motiv aus einer alten japanischen Legende, über akustische und visuelle Mittel erweiterte Hörerlebnisse möglich zu machen.

Antragsteller/in Makiko Nishikaze

Veranstaltungstermin 4. und 5. September 2013

Veranstaltungsort St. Elisabeth-Kirche, Invalidenstr. 3, 10115 Berlin

Förderbetrag 37.000 €

Internetseiten www.maulwerker.de

Relevante Musik. Festival politischer Medienkunst, Performance und Musik

Die Diskussionen im Umfeld der zeitgenössischen Musik waren in den letzten Jahren geprägt von der Frage nach ihrer Vermittlung. Es schien, als rückte an die Stelle inhaltlicher Auseinandersetzung das „Ziel [der] Stärkung der Präsenz Neuer Musik im Kulturleben, um die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu erhöhen und neues Publikum zu gewinnen“ (Netzwerk Neue Musik). Mit dem Festival Relevante Musik spielen wir den Ball an die Künstler zurück und fragen nach der gesellschaftlichen und politischen Relevanz ihrer Arbeiten.

Im Vergleich zur aktuellen Bildenden Kunst mit ihrem sozial-analytischen oder politisch-strukturellen Fokus stehen der zeitgenössischen Musik, wenn Sie von der Textvertonung absieht, weniger Mittel zur Kommunikation außermusikalischer Inhalte zur Verfügung. Das Festival Relevante Musik strebt an, von den politischen Verwerfungen der 1970er Jahre bis zur jüngsten Gegenwart verschiedene Verfahren engagierter Musik und klanglich dominierter Medienkunst aufzuzeigen, wobei so unterschiedliche Themen wie die Zensur in der DDR, Gewalt gegen Homosexuelle, der Irak-Krieg, der gesellschaftliche Umgang mit der atomaren Katastrophe von Fukushima, Migrationsphänomene, digitale Überwachung und die Ökonomie der Medienindustrie Beachtung finden.

Ausgehend von Konzerten und Installationen in Kirche und Villa Elisabeth werden in musikalischen Aktionen im Stadtraum und in Gesprächsrunden Formen, Ziele und Resultate politisch motivierter Musik und Medienkunst erprobt und diskutiert.

 

Antragsteller/in Freunde Guter Musik Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 19. bis 21. Juli 2013

Veranstaltungsort Villa Elisabeth, St. Elisabeth-Kirche und öffentlicher Raum

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen Eine Veranstaltung von Freunde Guter Musik Berlin e.V. in Kooperation mit dem Elektronischen Studio der TU Berlin, Fachgebiet Audiokommunikation und dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Mit Unterstützung des DAAD Bonn, des Deutschlandradio Kultur, der Einstein Stiftung Berlin, von KlangQuadrat, Rosengarten e.V. und WDR 3. Medienpartner: taz. die tageszeitung.

Internetseiten www.freunde-guter-...ik-berlin.dewww.relevante-musik.de

Hiwa K., This Lemon Tastes of Apple, Sulaimany, Irak, 17. April 2011, Kamera: Kamaran Najm & San Saravant (Filmstills); Hiwa K. (Mundharmonika), Daroon Othman (Gitarre, Megaphone); http://www.youtube.com/watch?v=CYpUIFQ9eTQ&feature=plcp

Hiwa K., This Lemon Tastes of Apple, Sulaimany, Irak, 17. April 2011, Kamera: Kamaran Najm & San Saravant (Filmstills); Hiwa K. (Mundharmonika), Daroon Othman (Gitarre, Megaphone); http://www.youtube.com/watch?v=CYpUIFQ9eTQ&feature=plcp

Sonderprojekt zum CTM.13 The Golden Age

Unter dem Titel The Golden Age beschäftigt sich CTM.13 mit der gegenwärtigen Vielfalt, Überfülle und Allgegenwart von Musik, fragt nach den daraus resultierenden Bedingungen und Konsequenzen für den Einzelnen, für Ästhetik, Ökonomie und Politik.

Unter den Bedingungen von digitaler Kultur, Globalisierung und Postmoderne realisiert sich heute was stets Streben und Versprechen von Kunst und Popkultur war: radikal freigesetzte Subjektivität und die allgemeine Akzeptanz ihrer Äußerungsformen. Diese zeigen sich weniger als aus sich selbst geschöpfte Originalität, denn als Produkt von Selbstgestaltungen, die in eklektischer Weise aus allgegenwärtigen Ressourcen des bereits Vorhandenen schöpfen.

Vor diesem Hintergrund zeigt die Musik der Gegenwart eine nie dagewesene Vielfalt. In einem kaum noch durch Kanon, technische Limitierungen oder Autoritäten gegängelten „Anything-Goes“ eröffnet sich eine vermeintlich paradiesische Blüte vollständig entfalteter Wahlmöglichkeiten. Ihr Merkmal ist ein allgegenwärtiger Eklektizismus, der Kunstmusik, popkulturelle Nischenentwürfe und Mainstream gleichermaßen charakterisiert.

Was zunächst als Verwirklichung lang umkämpfter kreativer Freiheit erscheint, zeigt auch Schattenseiten: Beliebigkeit, Aufmerksamkeitskonkurrenz, Verlust von Öffentlichkeit, Narzissmuss, Redundanz und Sterilität sind einige der zu diskutierenden Stichworte. Erwartungsgemäß findet sich unter Künstlern nicht nur die optimistische Affirmation. Durch radikale Beschränkung sowie Hinwendung zu analogen Materialprozessen werden Gegenimpulse gesetzt, die jedoch nicht weniger eklektisch sind.

Als Festival, das sich stets zum eklektischen Prinzip bekannt hat, will CTM 2013 nach dem künstlerischen Umgang mit der postmodernen Fülle und ihren Abgründen fragen. Dabei bieten die Begriffe Spannung, Intensität und Friktion Ansatzpunkte, denen in einem Konzert-, Ausstellungs- und Diskursprogramm nachgegangen wird. Das Konzertprogramm wird teilweise gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

 

Antragsteller/in Baurhenn, Schuurbiers, Rohlf GbR

Veranstaltungstermin 25. Januar bis 3. Februar 2013

Veranstaltungsort Theater Hebbel am Ufer (HAU 1 & 2), Berghain, Stattbad, Funkaus Nalepastrasse, Horst Krzbrg

Förderbetrag 90.000 €

Kooperationen Hebbel-am-Ufer Berghain Ostgut GmbH Stattbad DISK- Initiative Bild & Ton e.V.

Internetseiten www.ctm-festival.de

Pressestimmen

© CTM-Festival / studiograu.de

The Sensitive Style II: Mike Tyson

The Sensitive Style II: Mike Tyson

"My biggest weakness is my sensitivity. I am too sensitive a person." Stellte Mike Tyson fest.

 

 

The Sensitive Style I: Lance Armstrong

26. Oktober 2013

 

„How do you articulate all that

you feel for (and owe to a parent)?“ fragte Lance Armstrong.

 

Wir geben eine Antwort mit einem Konzert.

 

Kaleidoskop feiert mit dem zweiteiligen Konzertprojekt „The Sensitive Style“ den 300. Geburtstag von C.P.E. Bach – dem bedeutendsten Vertreter des „Empfindsamen Stils“ – und präsentiert einen Brückenschlag zwischen zwei kompositorischen Ansätzen auf der Suche nach individuellem musikalischen Ausdruck: dem von C.P.E, dessen Kompositionen zwischen Empfindsamkeit und „Sturm und Drang“ verortet sind, und jenem von Lachenmann aus der zweiten Hälfte des 20. Jhd. In Vorbereitung auf das Konzert im Jubiläumsjahr 2014 werden im Teil I Sonaten von Scarlatti in verschiedenen Formationen vorgestellt, die als Nährboden des „Empfindsamen Stils“ gelten können. Im Kontrast dazu Lachenmanns Quartett „Reigen seliger Geister“ und Bestes „Rituel Bizarre“. Am 11. Januar 2014 folgt dann Teil II mit Werken des Jubilars. Yo, C.P.E. keep it real!

 

Mit Musik von Domenico Scarlatti / Charles Avison / Grégoire Simon, Helmut Lachenmann und Ansgar Beste.

 

 

Antragsteller/in Solistenensemble Kaleidoskop

Veranstaltungstermin 11. Januar 2014, 20 Uhr

Veranstaltungsort RADIALSYSTEM V

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen In Zusammenarbeit mit RADIALSYSTEM V

Internetseiten www.kaleidoskopmusik.de

Bild: Benjamin Pollach

Vocalconsort Berlin - 10 Jahre

"Zum Anfang: über das Ende"

Anlässlich seines 10-jährigen Bestehens gestaltet das Vocalconsort Berlin in diesem Jahr eine Reihe von fünf Konzerten über die großen Themen der

Menschheit, die sich in einem breiten Repertoire von geistlicher und weltlicher Musik aus sechs Jahrhunderten widerspiegeln. Der erste dieser

Abende eröffnet zugleich das Vokalfest im RADIALSYSTEM V und trägt den programmatischen Titel "Zum Anfang: Über das Ende". Im Mittelpunkt stehen neben Werken von Johann Hermann Schein, Heinrich Schütz, Johann Michael Bach insbesondere Motetten von Johann Sebastian Bach. Das

Vocalconsort Berlin hat diese nicht nur bereits erfolgreich auf internationalem Parkett vorgestellt, sondern mit seiner CD-Aufnahme aus

dem Jahr 2011 nach Meinung vieler Kritiker eine neue Referenzeinspielung vorgelegt. Im RADIALSYSTEM V präsentiert das Spitzenensemble klanglich höchst transparent, virtuos und in kleinstmöglicher chorischer Besetzung "seine" Version dieses Herzstücks des Kammerchor-Repertoires. Die Motetten werden in unterschiedlichen Konstellationen zwischen Sängern und Zuhörern umgesetzt und dabei nahe an ihren Ursprung als Prozessions- und Beerdigungsmusik zurückgeführt.

 

Antragsteller/in Vocalconsort Berlin

Veranstaltungstermin 21. Februar 2013; 7. März 2013, 17. August 2013, 3. Oktober 2013, 6. Dezember 2013

Veranstaltungsort Radialsystem

Förderbetrag 150.000 €

Kooperationen Eine Veranstaltung von Deutscher Chorverband und RADIALSYSTEM V, in Kooperation mit Chorverband Berlin, Nikolaisaal Potsdam und Sing-Akademie zu Berlin. Die Vorbereitung von Chor@Berlin wird gefördert durch die Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten. Das Konzert des Vocalconsort Berlin wird gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Internetseiten www.radialsystem.dewww.vocalconsort.dewww.uhmm.de

„SING!“ / Radiale Vokalnacht - Chor@Berlin 2013 spezial

Singen beginnt ursprünglich da, wo Sprache aufhört: Wenn wir unsere Kinder zum Einschlafen bringen, eine Hochzeit feiern oder den Tod eines Menschen beklagen. Singen als performativer Akt ist das Thema der Radialen Vokalnacht im RADIALSYSTEM V - die Besucher sind eingeladen, innere und äußere Räume zu entdecken, die durch das Singen eröffnet und zum Ausdruck gebracht werden. Das künstlerische Programm spiegelt das unterschiedliche Verständnis von Gesang in der heutigen Musik- und Performancewelt wider und reicht von der Indiepopsängerin Shara Worden (My Brightest Diamond), über den Londoner Performancekünstler Mikhail Karikis, den international renommierten Chor Carmina Slovenica aus Maribor bis zu der Avantgarde Jazz-/Improvisationskünstlerin Audrey Chen. Allen gemeinsam ist ihre hohe künstlerische Qualität, die Kraft ihrer Performance und ihre Risikobereitschaft: Im Zentrum dieses Abends stehen also nicht nur die Musik und die Gesangskunst selbst, sondern auch ihre Intensität und Körperlichkeit, ihr Ausdruck an Hingabe, Ratlosigkeit, Ekstase oder Humor… Das Programm führt durch ein breites Spektrum an Stilen, Genres und Ausdrucksmöglichkeiten - sowie an unterschiedlichen Formaten zum Zuhören und aktiven Mitmachen.

Antragsteller/in Deutscher Chorverband e.V.

Veranstaltungstermin 7. Dezember 2013

Veranstaltungsort Radialsystem V

Förderbetrag 38.000 €

Kooperationen Radialsystem V

Internetseiten www.choratberlin.d...s-vokalfest/

Audrey Chen, Copyright: Etang Chen

Carmina Slovenica, Copyright: Ziga Koritnik