Autocenter Summer Academy

Die Autocenter Summer Academy (ACSA) fördert den interkulturellen Dialog in der Kunstmetropole Berlin. Künstler aus aller Welt erhalten Zugang und Einblick in den komplexen Kunstbetrieb. Im Fokus steht der Austausch von Wissen und Erfahrungen in Form von Workshops, Talks und Seminaren zwischen jungen und etablierten Kunstschaffenden. Das Autocenter soll dabei als Plattform für aktuelle Kunstdiskurse und künstlerische Produktion ausgebaut werden, den Berliner Impulsen den geeigneten Rahmen geben und internationale Netzwerke erweitern. Die Unterstützung bei der Weiterentwicklung der künstlerischen Arbeit der Teilnehmer ist hierbei entscheidend.

 

Angesprochen sind internationale Künstler und Kulturschaffende sowie Kunst- und Kulturinteressierte aus dem In- und Ausland, die professionellen Austausch suchen. Das Programm richtet sich an junge Professionals und Akteure des internationalen Kunstmarkts wie Kuratoren, Kritiker und Kunstwissenschaftler, die Einblicke in die Berliner Kunst- und Kulturszene wünschen.

 

Mit der ACSA wird der Kunststandort Berlin gestärkt, indem ein notwendiger Ort geschaffen wird, der mit einem etablierten Netzwerk und Professionalität den Austausch von Kunst- und Kulturschaffenden fördert. Mit der langjährigen Ausstellungsaktiviät des Autocenter kann die optimale Infrastruktur für Wissensaustausch und Kunstproduktion zur Verfügung gestellt werden; die Nähe zu international agierenden Kunstschaffenden ist hierbei entscheidend. In Berlin gibt es bislang kein Angebot, das die entscheidenden Akteure zusammenbringt. In dem sehr komplexen Kunst- und Kulturbetrieb Berlins bietet die ACSA eine Orientierungs- und Zugangsmöglichkeit für Interessierte aus aller Welt. Das traditionsreiche Modell der Sommerschulen wird im Fall der ACSA das virulente Kunstgeschehen der Kunstmetropole Berlin vermitteln und sie um eine relevante Diskursplattform bereichern.

 

Antragsteller/in Freundeskreis Autocenter e.V.

Veranstaltungstermin 17. Juni - 13. Juli 2013

Veranstaltungsort Autocenter

Förderbetrag 35.000 €

Internetseiten www.autocenter-sum...eracademy.de

(c) ACSA 2013

(c) ACSA 2013 - Poster

Berliner Herbstsalon

organisiert von Shermin Langhoff mit Çagla Ilk, Erden Kosova und Antje Weitzel

 

Projektassistenz Ulrike Jordan / Urszula Wozniak

KünstlerInnen Nevin Aladag; / bankleer / Kaya Behkalam / Luchezar Boyadjiev / Phil Collins / Danica Dakiz; / Silvina Der-Meguerditchian / Teresa María Díaz Nerio / Azin Feizabadi / Eunhye Hwang / Thomas Kilpper / Daniel Knorr / Hans-Werner Kroesinger / Delaine Le Bas / Damian Le Bas / Angela Melitopoulos / Hakan Savas Mican / Otobong Nkanga / Ahmet Ösüt / Dan Perjovschi / Johannes Paul Raether / Judith Raum / Michael Ronen / Yael Ronen / Aykan Safoglu / Erinç Seymen / Marc Sinan / Laila Soliman / son:DA / Raša Todosijevic;

 

Das historische Areal rund um das Maxim Gorki Theater wird zum temporären Ausstellungsparcours. Mit dem Berliner Herbstsalon lädt das Maxim Gorki Theater 30 KünstlerInnen ein, an diesen Orten Vergangenheit und Gegenwart zu erkunden. Das Theatergebäude selbst, die Neue Wache und das Palais am Festungsgraben sind historische Schauplätze, an denen Ideen von Deutschsein, von deutscher Nation geformt wurden. Mit ihren neuen und bestehenden Werken beleuchten die KünstlerInnen die Folgen dieser Identitätsbildung und ziehen Vergleiche und Verbindungen zu anderen Nationen.

 

Manche Arbeiten beziehen sich auf die Vergangenheit des Theatergebäudes und seiner unmittelbaren Umgebung und untersuchen den Enthusiasmus und das Pathos, welche sich mit der Idee von Nation verbanden. Dass moderne Nationen sich immer in Abgrenzung zu anderen definiert haben, führt zu den dunkelsten Kapiteln der Geschichte, in denen der »Andere« kolonisiert oder ausgegrenzt oder gänzlich vernichtet wurde. Einige künstlerische Arbeiten thematisieren diese schmerzhaften Folgen von Nationalismus ebenso wie heutige Migrationserfahrungen und den Umgang mit Randgruppen. Andere befassen sich mit der ideologischen Rhetorik und Ikonographie, die Ausgrenzungsmechanismen hervorgebracht haben. Eine Reihe weiterer Werke beschäftigt sich mit den blinden Flecken staatlich verordneter Erinnerungspolitik oder der Frage, welche Rolle wirtschaftliche und andere Interessen bei der Ausbildung nationaler und supranationaler Strukturen spielen. So versammelt der Herbstsalon Performances, Installationen und Video-Arbeiten internationaler KünstlerInnen, die größtenteils in Berlin ansässig sind. Ein multiperspektivischer Blick aus dem heutigen Berlin auf die Konstrukte Nation und Identität.

 

Organisiert von Shermin Langhoff mit Çagla Ilk, Erden Kosova und Antje Weitzel, öffnet der Berliner Herbstsalon einen Assoziationsraum, der das kommende Programm des Theaters und die Berliner inspirieren soll. Der Berliner Herbstsalon ist der Theatersaison unter der neuen künstlerischen Leitung von Shermin Langhoff und Jens Hillje als Prolog vorangestellt.

Antragsteller/in Maxim Gorki Theater

Veranstaltungstermin 8. bis 17. November 2013

Veranstaltungsort Maxim Gorki Theater, Palais am Festungsgraben und Umgebung

Förderbetrag 200.000 €

Internetseiten www.gorki.de

"Läufer" von Nevin Aladag (2001/13)

Den eigenen Blick unbewohnbar machen - Krisen und Aufbrüche im Nahen Osten

Etel Adnan (*1925), die „Grande Dame der Nahost-Literatur“ gehört zu den großen politischen Künstlerinnen unserer Zeit. Allgegenwärtig in ihrem Werk sind Geschichte und Gegenwart des Kolonialismus, dessen zerstörerische Kraft bis heute nicht nur im Nahen Osten sichtbar ist. Die Aufstände in Tunesien und Ägypten wurden von den westlichen Medien als Arabischer Frühling tituliert und als sogenannte Facebook-Revolutionen ins Bewusstsein gebracht. Von Interesse waren - für kurze Zeit – allenfalls Jugendliche. Die Best-Ager auf dem Tahrir-Platz und in den unzähligen Plena, Aktionsgruppen und Kommissionen blieben weitgehend unerwähnt.

Was heißt es, in der arabischen Welt zu leben? Warum haben sich Millionen erhoben? Warum zweifelt die schweigende Mehrheit? Das Programm versteht sich, ausgehend vom Werk Etel Adnans, als eine zeitübergreifende Sicht auf die arabische Welt und sucht nach Verbindungslinien zwischen den politischen Ereignissen der letzten Dekaden. Es fragt, welche längerfristigen Entwicklungen zu den aktuellen Erhebungen geführt und, welche Bedeutung diese für arabische Künstler und Intellektuelle haben.

 

Antragsteller/in Hebbel-Theater Berlin GmbH

Veranstaltungstermin 5. bis 9. Juni 2013

Veranstaltungsort HAU1, HAU2, HAU3

Förderbetrag 100.000 €

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.de

Rabih Mroué / Rima Khcheich THE WHITE SHEETS OF BERLIN. A TRIBUTE TO ETEL ADNAN

Sandra Iché WAGONS LIBRES

Die Aufführung

‚Die Aufführung‘ ist die Aufführung einer Institution, namentlich ‚Die Institution‘. Gedoppelt, gespiegelt, auf mehreren Bühnen gleichzeitig, durch Theatermaschinerie und Komposition eng miteinander verwoben, begegnen sich erfundene und tatsächliche Menschen und Dinge.

 

‚Die Aufführung‘ ist Theater, Kongress und Konzert: Im begehbaren Bühnenbild trifft das Publikum auf PerformerInnen, auf einen Musiker sowie auf Gäste aus Wissenschaft und Kunst.

 

Herbordt/Mohren hinterfragen Kategorien aus dem Kunst- und Kulturbetrieb, aus der Lebens- und Arbeitswelt, die sie umgibt. Das Publikum bewegt sich dabei in einem Raum, in dem die Anführungszeichen um die Begriffe ‚Institution‘ und ‚Aufführung‘ ständig präsent sind, auch wenn sie nach und nach verblassen: Ist ‚Die Aufführung‘ noch eine Aufführung? Ist ‚Die Institution‘ noch eine Institution?

 

‚Die Aufführung‘ betreibt ein raffiniertes Spiel mit den Kategorien und Zuschreibungen. Hier herrscht kein Zwang zum Verständnis. Es geht um das Erleben von Zusammenhängen, das Majestätische von Diagrammen, das Wühlen in den eigenen Erinnerungen, das Zusammenbringen von Entferntem.

 

 

Konzept, Regie, künstlerische Leitung: Melanie Mohren und Bernhard Herbordt. Bühne: Leonie Mohr und Hannes Hartmann. Komposition: Hannes Seidl. Performance: Lina Lindheimer, Armin Wieser u.a. Schlagzeug: Matthias Engler. Produktionsleitung: Juliane Beck. Medienarbeit: Bernhard Siebert. Assistenz: Alida Breitag.

Antragsteller/in Herbordt/Mohren

Veranstaltungstermin 31. Oktober, 1. und 2. November 2013

Veranstaltungsort SOPHIENSÆLE Berlin, Theater Rampe Stuttgart, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt

Förderbetrag 44.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Herbordt/Mohren. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. In Kooperation mit Die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main, Theater Rampe Stuttgart und SOPHIENSÆLE. Wir bedanken uns bei unserem Medienpartner taz.die tageszeitung.

Internetseiten www.die-institution.orgwww.sophiensaele.c...66&hl=dewww.theaterrampe.dewww.mousonturm.de/...-auffuehrungwww.vimeo.com/herbordtmohren

Die Institution (Foto: Bernhard Kahrmann)

Formen der Trauer

Welche Aggregatzustände kann Trauer annehmen? Welche Formen der Trauer werden in der Gesellschaft sichtbar?

Als vorläufigen performativen Abschluss seiner Forschungen präsentiert das transdisziplinäre Labor Formen der Trauer im Theaterdiscounter die Konstruktion einer temporären Trauergedenkstätte.

Die Forscher_innen öffnen dafür das Audioarchiv ihrer Diskussionen und Experimente zwischen Kunst und Wissenschaft. Tonspuren transportieren stattgefundene Gespräche, Überbleibsel von Verständigung. Die Performance öffnet den Blick auf die Frage welche Trauerprozesse derzeit in der Gesellschaft stattfinden: Welche Analysen unserer Gesellschaft ergeben sich, wenn man durch die Forschungsperspektive von Trauer auf sie schaut? Kann Trauer nur Anpassung heißen, oder kann sie Handlungsmöglichkeiten eröffnen?

Die Aufführungen werden flankiert durch Labore, Werkstätten, und einen Offenen Trauersalon nach jeder Vorstellung.

 

Von und mit: Vega Damm, Simon Heitz, Michaela Muchina, Jens Peters, Gregor Schulenburg | Konzept, Leitung: Elisa Müller | Konzept, Dramaturgie: Inga Schaub | Konzept, Ausstattung: Michaela Muchina | Konzept, Sound Design: Friederike Kenneweg | Assistenz: Lisa Hartke | Produktionsleitung: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro.

Antragsteller/in Elisa Müller / mülller*****

Veranstaltungstermin 19., 27., 28. Februar, 2. und 3. März 2014

Veranstaltungsort Theaterdiscounter

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Theaterdiscounter, UdK Berlin – Labor Theaterforschung, »Vielfalt der Wissensformen« (HU Berlin) und LICHTHOF Hamburg

Internetseiten www.labelmüller.dewww.theaterdiscounter.de

(c)Michaela Muchina

(c)Michaela Muchina

Ikearopa. Kritische Perspektiven zu europäischer Identität

 

 

Vom 27. November bis zum 8. Dezember 2013 gastiert NORDWIND mit einem abwechslungsreichen Programm im HAU Hebbel am Ufer. Das Festival feiert dieses Jahr sein 5. Jubiläum und findet erstmalig in drei verschiedenen Städten statt: in Berlin, Ham­burg und Dresden. Auf dem größten Festival für nordische Künste im deutschsprachigen Raum zeigen sowohl renommier­te Künstler als auch der Nachwuchs ihre facettenreichen Arbeiten aus den Sparten Theater, Performance, Musik, Tanz und Bildende Kunst.

 

Zum Auftakt des Festivals präsentiert der estnische Tänzer und Choreograf Mart Kangro die Deutschlandpremiere seines neuesten Solos “waiting for tomorrow”, während in der Produktion “Stalker” die norwegische Theatergruppe Verk das Publikum in die ‘Zone’ entführt, einen Ort, an dem alle Wünsche – bewusste oder unbewusste – erfüllt werden. Der Komponist und Regisseur Julian Klein entwickelt in “idem (was wir sind)” gemeinsam mit der Künstlergruppe a rose is eine theatrale Versuchsanordnung, in der die Kräfte und die Veränderungen der eigenen Identität erfahrbar werden. Die Isländerin Margrét Sara Gudjónsdóttir untersucht in “Variations on Closer” die unterschiedlichen Variationen von Nähe zwischen Individuum und Beobachter. Für eine extravagante Musikeinlage sorgt die norwegische Elektro-Pop-Queen Sandra Kolstad mit ihrem explosiven Liveauftritt, während im Festivalprogramm für Dezember die schwedische Garagenrockband MANKIND auf dem Spielplan steht. Weitere Highlights im kommenden Monat sind eine neue Version des Stücks “Die europäischen Medien” des dänischen Künstlers Nielsen, Oskaras Koršunovas’ “Nachtasyl” und das Chorprojekt “Complaints Choir”. Valters Sīlis reflektiert in “Change of Hope” die politisch und gesellschaftlich einflussreichen 90er Jahre. In “TRAVAIL” verbindet die Choreografin Alma Söderberg auf eine faszinierende Art Ton, Sprache und Bewegungen, während die Perfomancegruppe Oblivia die Unterhaltungsindustrie kritisch unter die Lupe nimmt. Am 8. Dezember veranstaltet NORDWIND einen Panelblock zum Thema “Kritische Perspektiven auf europäische Identität” und Fans von Fußball und Literatur kommen am 2. Dezember bei einer Lesung aus der Autobiografie “Ich bin Zlatan” des schwedischen Starkickers Zlatan Ibrahimović auf ihre Kosten.

 

Neben dem Programm im HAU Hebbel am Ufer präsentiert NORDWIND weitere Veranstaltungen in Berlin: “Rave – The Party Simulator” der Theatergruppe Cabaret Rhizome lädt zu einer künstlichen Partysituation ins Ritter Butzke. Im Kunstquartier Bethanien werden erstmalig in Deutschland die beeindruckenden Werke des finnischen Malers Kalervo Palsa gezeigt.

 

Mit der fortschreitenden Euro-Krise wächst die Kluft zwischen Nord und Süd; der europäische Norden wird zunehmend zum Vorbild für ein funktionierendes Europa. Das Idealbild des »nordischen Modells«, das vermarktet

wird als perfekte europäische Gesellschaftsstruktur, trägt dabei viele Merkmale einer Ideologie, die weitgehend unkritisch eine abendländische Tradition fortsetzt: Die Mythologisierung des Nordischen. Mit dem

Themenschwerpunkt IKEAROPA wird die Konstruktion einer europäischen Identität reflektiert und hinterfragt.

 

Im Rahmen des Festivals NORDWIND im Dezember 2013 werden künstlerische Positionen aus den Ländern

Finnland, Dänemark, Schweden und Deutschland vorgestellt, die sich mit abendländischer Kulturgeschichte und der kulturellen Diversität der Gegenwart auseinandersetzen.

 

27.11.2013

19:00 / HAU2

Tellervo Kalleinen & Oliver Kochta-Kalleinen

Complaints Choir / Eintritt frei

20:00 / HAU2

Verk Produksjoner

Stalker

20:00 / HAU3

Mart Kangro

waiting for tomorrow

28.11.2013

18:00 / Bethanien

Vernissage

Kalervo Palsa

Bethanien Ausstellung, s.u. / Eintritt frei

19:00 / HAU3

Mart Kangro

waiting for tomorrow

20:30 / HAU2

Verk Produksjoner

Stalker

22:00 / Ritter Butzke

Cabaret Rhizome

Rave – The Party Simulator

29.11.2013

19:30 / HAU3

Margrét Sara Gudjónsdóttir

Variations on Closer

20:30 / HAU1

a rose is / Julian Klein

idem

22:00 / Ritter Butzke

Cabaret Rhizome

Rave – The Party Simulator

30.11.2013

14:00 / HAU2

The Other Eye #3

The Actor’s Work / The Actor’s Life

Paneldiskussion / Eintritt frei

19:30 / HAU3

Margrét Sara Gudjónsdóttir

Variations on Closer

20:30 / HAU1

a rose is / Julian Klein

idem

22:30 / HAU2

Konzert

Sandra Kolstad

Im Anschluss: Party im WAU

01.12.2013

17:00 / HAU1

a rose is / Julian Klein

idem

21:00 / Ritter Butzke

Cabaret Rhizome

Rave – The Party Simulator

02.12.2013

20:00 / HAU2

Lesung

“Ich bin Zlatan”

21:00 / Ritter Butzke

Cabaret Rhizome

Rave – The Party Simulator

03.12.2013

20:00 / HAU3

Alma Söderberg / Het Veem Theater

TRAVAIL

04.12.2013

19:30 / HAU2

Oblivia

Entertainment Island 1–3

20:00 / HAU3

Alma Söderberg / Het Veem Theater

TRAVAIL

05.12.2013

19:30 / HAU2

Oblivia

Entertainment Island 1–3

06.12.2013

20:00 / HAU3

Valters Sīlis

Change of Hope

21:30 / HAU2

Konzert

MANKIND

07.12.2013

19:30 / HAU2

Oskaras Koršunovas

Nachtasyl

21:00 / HAU1

The Nielsen Movement

Die europäischen Medien – Ein Schauprozess

21:00 / HAU3

Valters Sīlis

Change of Hope

08.12.2013

17:00 / HAU2

Kritische Perspektiven auf europäische Identität

Paneldiskussion / Eintritt frei

20:00 / HAU2

Oskaras Koršunovas

Nachtasyl

20:00 / HAU3

Valters Sīlis

Change of Hope

22:00 / HAU1

The Nielsen Movement

Die europäischen Medien – Ein Schauprozess

28.11.2013–10.12.2013

12:00–20:00 / Projektraum Kunstquartier Bethanien

Ausstellung

Kalervo Palsa

“Ei riitä että maalaa kukkia, täytyy maalata hirttosilmukoitakin” / “Es reicht nicht, Blumen zu malen, man muss auch Henkersknoten malen”

Eintritt frei

 

Antragsteller/in Nordwind Sisutheater e.V. – Ricarda Ciontos

Veranstaltungstermin 22. November bis 13. Dezember 2013

Veranstaltungsort HAU Hebbel am Ufer

Förderbetrag 150.000 €

Kooperationen Unter der Schirmherrschaft des litauischen Kultusministers: Sarunas Birutis. Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer, Kampnagel und HELLERAU –Europäisches Zentrum der Künste Dresden. NORDWIND wird gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der Nordischen Botschaften, des Kulturrådet, des norwegischen und isländischen Außenministeriums und vielen anderen.

Internetseiten www.nordwind-festival.de

Phantasma und Politik

Ob in der Bildenden Kunst, im Theater oder in der Popkultur: In nahezu allen Sparten der Kulturproduktion boomen derzeit Projekte, die ein Ungenügen daran empfinden, dem Bezugsrahmen ästhetischer Artikulationen und Handlungen verhaftet zu bleiben. Angesichts einer vielfach als katastrophal wahrgenommenen Situation an den Finanz- und Arbeitsmärkten, in Technik und Ökologie wird der Ruf nach einer Kunst laut, die diese Entwicklungen nicht nur beschreibbar macht, sondern auch als Agent gesellschaftlicher Veränderung in eine als krisenhaft wahrgenommene »Wirklichkeit« eingreift.

 

Symptomatisch für diese Sehnsucht nach dem Realen sind die aktuellen Ausgaben von Kulturevents wie »Berlin Biennale«, »Berlinale« oder »documenta«, das anhaltende Interesse des Theaterbetriebs an Techniken des Dokumentarismus, an »Re-Enactments« signifikanter historischer Ereignisse und an Erkundungen des Stadtraums, aber auch die Wiederkehr des Protestsongs. Es scheint, als würden sich Künstler, Kuratoren und Kulturmanager in dem Anspruch regelrecht überschlagen, die zeitdiagnostisch richtige Formel im Umgang mit der Krise und damit das wahre Politische zu repräsentieren.

 

Das HAU Hebbel am Ufer möchte den Ansprüchen, welche die Sphären der Kunst und der Politik aneinander stellen, auf die Spur kommen und Perspektiven erarbeiten, ob und wie sich der traditionelle Antagonismus von Autonomie und Engagement überwinden lässt. Die von Helmut Draxler und Christoph Gurk konzipierte Veranstaltungsreihe »Phantasma und Politik« verfolgt nicht das Ziel, das Begehren nach dem Realen als solches zu diskreditieren, sondern mehr darum der Frage nachzugehen, welche Bedürfnisse sich in dieser Sehnsucht artikulieren, und nicht zuletzt auch, welche institutionellen Befindlichkeiten und Interessenlagen jeweils im Spiel sind, wenn die Kunst die Sphäre des Politischen adressiert.

 

Im Kulturbetrieb dient das Politische heute oft als ein ultimatives Sinnversprechen, das nicht nur die tiefen Ambivalenzen künstlerischer Produktivität aufzuheben, sondern grundsätzlich den je eigenen Bedingungen und Privilegien zu entkommen verspricht. Wer sich so der Verstrickungen in Macht und Kapital entledigt, die es doch zu benennen, zu analysieren, als kognitive Dissonanz auszuhalten und für die kulturelle Praxis produktiv zu machen gälte, kann allzu leicht eine von Zweifeln und Widersprüchen gereinigte Selbstkommunikation in Gang bringen.

 

Demgegenüber scheint der Terminus »Phantasma«, wie ihn Jacques Lacan ausgehend von Sigmund Freuds Phantasiebegriff geprägt hat, hervorragend geeignet, gerade die Doppelbödigkeit der kulturalisierten Politikformen zu beschreiben. Im umgangssprachlichen Gebrauch steht er für eine fehlgeleitete innere Vorstellung, ein Hirngespinst oder ein Trugbild, dem eine Verkennung der Wirklichkeit zugrunde liegt.

 

Das Phantasma steht jedoch nicht im Gegensatz zum Realen, sondern bringt jede Vorstellung von Wirklichkeit überhaupt erst hervor, als verdrängter Wunsch nach dem Absoluten und nach Kontrolle. Gleichzeitig steht das Phantasma im Dienste der Abwehr eines oft traumatischen Inhalts, der umgedeutet wird, um sich der Auseinandersetzung mit den konkreten und tatsächlichen Umständen der Versagung entziehen zu können.

 

Aus diesem Grund ist die Konfrontation der Phantasmen mit ihrem traumatischen Substrat nicht nur für jede psychoanalytische Behandlung, sondern auch für jede Politisierung der Psychoanalyse von zentraler Bedeutung. Gerade weil am Phantasma stets ein konstruktives und gleichzeitig ein einschränkendes Moment erkennbar bleibt, scheint sich der Begriff in besonderem Maße zu eignen, die Wechselwirkungen zwischen Kultur und Politik zu adressieren.

 

Dieser Ausgangspunkt ermöglicht es, die grundsätzlichen Fragen nach der Phantasie im Politischen und dem Politischen als Phantasie zu stellen, dem inneren und konstruktiven Zusammenhang zwischen »fabrizierten Fiktionen« und der durch sie mitbedingten Realität nachzugehen. Es geht um nichts weniger als um die durchaus unheimliche Macht der Phantasie.

 

Im Winter und Frühjahr 2013 gab es drei Auftaktveranstaltungen. Die Kuratoren stellten die Projektkonzeption öffentlich vor. Im Dialog mit Künstlern und Theoretikern wie andcompany&Co, Hans Werner Krösinger, Hans-Ties Lehmann, Geert Lovink, Marion von Osten, The Otolith Group und Juliane Rebentisch wurden zentrale Fragestellungen anhand konkreter künstlerischer Arbeiten diskutiert.

 

Für die Spielzeit 2013/2014 sind Konferenzen und Diskussionsabende zur Theorie des Phantasmas, ihre Relevanz für den postkolonialen Diskurs, zur Kunst im öffentlichen Raum, zum Paradigma der Institutionskritik, zur Frage nach dem Politischen im Theater und zu den Möglichkeiten einer kritischen Praxis im Medium der Popkultur geplant.

 

Ausgewählte Beiträge zu diesen Veranstaltungen werden laufend auf der Website des HAU Hebbel am Ufer veröffentlicht.

Antragsteller/in Hebbel-Theater Berlin GmbH

Veranstaltungstermin März 2013 - Juni 2014

Veranstaltungsort HAU Hebbel am Ufer, HAU 2

Förderbetrag 60.000 €

Internetseiten www.hebbel-am-ufer...und-politik/

ROMANISTAN. Crossing Spaces in Europe

Bei der derzeitigen Rede über Europa und über die europäische Krise finden die Stimmen der Minoritäten – insbesondere die der größten europäischen Minderheit der Roma – kaum Gehör. „Die Roma“ erscheinen in der medialen Berichterstattung überwiegend als homogenes Volk, eine differenzierte Wahrnehmung und das Zugestehen von Individualität erscheinen kaum möglich. Überkommene Ressentiments bilden noch immer den Nährboden für einen virulenten Antiziganismus und tragen zur kulturellen Segregation bei – und zu alltäglichen Diskriminierungen in Bildungs-, Arbeits- und Wohnungsmarkt. Aufgrund einer restriktiven Einwanderungspolitik stehen viele Roma überall im krisengeschüttelten Europa nach wie vor stigmatisiert am Rande der Gesellschaft. Das kulturelle Schaffen von Romnija und Roma wird in diesem Zusammenhang häufig nur als Folklore wahrgenommen. Jenseits stereotypisierender Ethnisierung und Romantisierung widmet sich die internationale Kulturinitiative „ROMANISTAN. Crossing Spaces in Europe“ der „De-Exotisierung” von Roma-Künstler_innen und ihrer Arbeit. Im April und Mai 2013 untersucht ROMANISTAN an verschiedenen Orten in Berlin die zentrale Frage nach dem Verhältnis von kultureller Identität und kultureller Produktion – mit einem vorbereitenden internationalen Symposium, einer Theaterproduktion, einem Musikprojekt, einer Ausstellung zur Problematik der visuellen Repräsentation der europäischen Roma sowie einer abschließenden Konferenz im Rahmen des „Herdelezi Roma Kulturfestivals“. Im Zentrum des umfassenden Programms stehen das Verhältnis von kulturellen Zuschreibungen gegenüber Selbstbestimmung, die Bedeutung der eigenen Sprache, Chancen und Auswirkungen von kultureller Bildung, Partizipation und Empowerment und die Herausbildung und Förderung kultureller Diversität. Die beteiligten Roma-Künstler_innen und Kulturproduzent_innen bilden dabei keine Avantgarde einer ethnozentrischen Roma-Bewegung, sondern sind Protagonist_innen einer zeitgenössischen und allgemeinen gesellschaftspolitischen und kulturellen Debatte. Gesellschaftliche Mechanismen von Ethnisierung, Exotisierung und kultureller Homogenisierung werden mit künstlerischen und kulturtheoretischen Mitteln untersucht – einerseits, um zu einem Dialog und einer differenzierten Wahrnehmung beizutragen und zum anderen, um diese für die eigene Emanzipation einsetzen zu können.

„ROMANISTAN. Crossing Spaces in Europe“ wurde 2010 von der IG Kultur Österreich initiiert und wird als Kooperationsmaßnahme des Programms Kultur der Europäischen Union bis einschließlich 2013 mit drei Roma-Selbstorganisationen aus drei Ländern realisiert: dem Roma Kulturzentrum in Wien, der FAGiC in Barcelona und Amaro Drom in Berlin.

 

Förderer

Hauptstadtkulturfonds, Allianz Kulturstiftung, Bundeszentrale für politische Bildung, Kulturamt Neukölln, Österreichisches Kulturforum, Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen. Mit Unterstützung des Programms Kultur der Europäischen Union

 

Künstlerische Leitung und Organisation

Amaro Drom e.V.: Lith Bahlmann, Georgel Caldararu, André J. Raatzsch und Slaviša Marković.

 

 

Das Programm im Einzelnen

 

6.4.2013, 10 – 17 Uhr

CASINO So sar khana thaj khaj Dikhas? // Was sehen wir, je nachdem wohin wir schauen?

Transdisziplinäre Konferenz zu Roma-Kulturprotagonismen vs. Zwangsfolklorisierung und Roma-Kulturindustrialisierung Mit: Rahim Burhan, Regisseur, Gründer des Roma-Theaters PRALIPE, Neuss; Ines Busch, Soziologin, Hamburg; Georgel Caldararu, Autor und Musiker, Berlin; Prof. Ismet Jašarević, Musiker und Leitender Direktor des CAIR (Center for Affirmation and Integration of Roma Community), Zemun / Belgrad; Slaviša Marković, Regisseur und Schauspieler, Leiter des Rroma Aether Klub Theaters, Berlin; Moritz Pankok, Künstlerischer Leiter der Galerie Kai Dikhas, Berlin; André J. Raatzsch, Künstler und Kulturtheoretiker, Berlin und Budapest; Dotschy Reinhardt, Musikerin und Autorin, Berlin; Harri Stojka, Musiker, Wien; Joschla Weiss, Schauspielerin und Theaterpädagogin, Berlin. Begrüßung und Einführung: Lith Bahlmann, Freie Kuratorin und Autorin, Berlin

 

Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Oranienstraße 25, 10999 Berlin

Konferenzsprache deutsch

Eintritt frei

 

6.4.2013, 18 – 19.30 Uhr

Filmscreening „Gypsy Spirit, Harri Stojka – Eine Reise“ Österreich/Indien 2010, 88 Min., R: Klaus Hundsbichler

 

Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Oranienstraße 25, 10999 Berlin

Eintritt frei

 

6.4.2013, ab 21 Uhr

Konzert „Festival der Musik der Unterdrückten“

Harri Stojka und Band, Wien; Dotschy Reinhardt Quartett, Berlin; Ansamblul Oltenilor din Berlin; Slobodan Savić und Band, Berlin

Moderation: Filiz Demirova

 

SO36, Oranienstraße 190, 10999 Berlin

Eintritt 15 Euro, erm. 10 Euro

 

20.4. – 2.6.2013

Eröffnung: 19.4.2013, 18 Uhr

Ausstellung „The Roma Image Studio“

Kritisch-künstlerische Plattform zur Darstellung der europäischen Roma im Kontext der Fotografie

sowie der Diskurse zur Bildpolitik

Kuratiert von André J. Raatzsch in Zusammenarbeit mit Lith Bahlmann und Emese Benkö.

Teilnehmende Künstler_innen: Gábor Áfrány, Diana Arce, Herlambang Bayu Aji, Judit M. Horváth, András Kállai, Henrik Kállai, Nihad Nino Pušija, György Stalter, Norbert Tihanics,

 

Mit Beiträgen von: Péter Szuhay – Ethnografisches Museum, Budapest; The Hulton Getty Picture Collection, getty images international; Moritz Pankok – Galerie Kai Dikhas; Magnum Photos; Open Society Archives, Budapest.

Galerie im Saalbau Neukölln, Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin

Öffnungszeiten: Di–So 10–20 Uhr

Eintritt frei

 

20.4.2013, 18 Uhr

Literaturwerkstatt: Lesung mit József Choli Daróczi und Gusztáv Nagy aus Das Buch der Ränder:

Roma-Lyrik aus Ungarn

Galerie im Saalbau Neukölln, Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin

Eintritt frei

Im Rahmen der Ausstellung „The Roma Image Studio“

 

21.4.2013, 18 Uhr

Filmabend: Dokumentar -und Kurzfilme von Norbert Tihanics und Henrik Kállai

Kállai: Kis cigány (Der kleine Rom, HU 1996, 9 Min.); Disznóvágás (Die Schweineschlachtung, HU 2000, 14 Min.); Cigánybánat (Der Kummer der Roma, HU 1999–2000, 60 Min.); Norbert Tihanics : A paraszt (Der Bauer, HU 2012, 20 Min.); Epilógus (Der Epilog, HU 2009, 5:05 Min.)

Galerie im Saalbau Neukölln, Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin

Eintritt frei

Im Rahmen der Ausstellung „The Roma Image Studio“

 

26.4.–7.6.2013

Eröffnung: 25.4.2013, 19 Uhr

Roma Renaissance, ein Künstlerisches Manifest

Präsentationen der internationalen Künstler_innenwerkstatt

Galerie Kai Dikhas, Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstraße 85 D, 10969 Berlin

Öffnungszeiten: Di–Sa 12–19 Uhr

Eintritt frei

Im Rahmen der Ausstellung „The Roma Image Studio“

 

30.4.2013, 18 Uhr

Vortrag von Diana Arce und André J. Raatzsch

Vortrag über die Initiative und die Ausstellung „The Roma Image Studio“ in Bezug zum Harlem Studio Museum N.Y. und The Arab Image Fundation, Beirut.

Galerie im Saalbau Neukölln, Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin

Eintritt frei

Im Rahmen der Ausstellung „The Roma Image Studio“

 

11.5.2013, ab 14 Uhr

Herdelezi Roma Kulturfestival

Boddinstraße, 12045 Berlin

Eintritt frei

 

11.5. und 31.5.2013, jeweils 20 Uhr

Theater „Marktplatzgeschichten – Geschichtenmarkt“

Regie: Slaviša Marković

Rroma Aether Klub Theater, Boddinstraße 5, 12045 Berlin

Eintritt 12 Euro, erm. 7,50 Euro

 

11.5.2013, 22 Uhr

CD-Release-Party mit Ansamblul Oltenilor din Berlin

Rroma Aether Klub Theater, Boddinstraße 5, 12045 Berlin

Eintritt frei

 

11.5. und 12.5.2013

Thank you for Flying Romanistan. Internationale Abschlusskonferenz

Inwieweit ermöglichen EU-Kultur-Projekte nachhaltige Eingriffe in die Gesellschaft und wie korreliert die in dem Projekt gelebte Wirklichkeit mit den Ansprüchen der EU-Roma-Strategie 2020?

Mit: Ljubomir Bratić; Pedro Aguilera; Teodora Tabački; Vertreter_innen der NGOs Barcelona, Berlin und Wien und weiteren Gästen

11.5.2013, 10 bis 14 Uhr: Rroma Aether Klub Theater, Boddinstraße 5, 12045 Berlin

12.5.2013, 10 bis 17 Uhr: Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin

Konferenzsprache Englisch

Eintritt frei

 

Antragsteller/in Lith Bahlmann und Amaro Drom e.V.

Veranstaltungstermin 6. April bis 7. Juni 2013

Veranstaltungsort Diverse Orte in Berlin

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen IG Kultur Österreich, Roma Kulturzentrum Wien, FAGiC Barcelona, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Galerie Kai Dikhas, SO36.

Internetseiten www.romanistan-berlin.de

Harri Stojka, 2012 ©Bettina Neubauer

WERKE (I-VI)

WERKE (I –VI)

 

Mit dem Begriff des „Werks“ versucht der Kulturtheoretiker Diedrich Diederichsen in Abgrenzung zum traditionellen Verständnis vom Kunstwerk eine Neubestimmung künstlerischer Produktion jenseits von Gattungszuschreibungen.

„Das Werk ist eine Formel mit der man einen Zusammenhang stiften kann und zugleich dessen Grenzen bestimmen; sie sagt: Dies gehört noch dazu, dies nicht. Aus welchen (natürlich guten) Gründen auch immer.“

Die Volksbühne gibt international renommierten Künstlern, Musikern und Theoretikern den Raum, WERKE zu schaffen, die angesichts der sich wandelnden sozialen und medialen Realität künstlerische Strategien durchdenken und Fluchtlinien für zukünftige Präsentationen entwickeln.

WERK I wird von Gregor Schneider realisiert, eine Intervention an der Volksbühne. Der Isländer Ragnar Kjartansson schafft mit WERK II eine Aufführung an der Grenze von Oper und Kunstinstallation. In WERK III führt der Schwede Markus Öhrn durch eine begehbare, pornographische Installation aus Video und Filmprojektionen und stellt einen Zusammenhangs von Sexualität und ästhetischer Normierung in der Kunst her. Theo Altenberg schafft, in Anlehnung an die Entgrenzungen des Wiener Aktionismus, mit WERK IV eine historische Annäherung an dessen wichtigsten Akteure. In WERK V inszeniert Werner Herzog exklusiv an zwei Abenden seine eigene Lesung aus dem Buch „Die Eroberung des Nutzlosen“ unter Beteiligung des niederländischen Musikers Ernst Rijseger, des Kenianers Moly Silla und von drei sardischen Sängern. Eine stete Theorie liefert WERK VI: Gespräche aus dem Maschinenraum der Kunst. Der Kunstsammler Harald Falckenberg lädt Künstler ein, um mit Ihnen über das Werk und die künstlerische Produktion unter Bedingungen eines global vernetzten Kunstmarktes zu diskutieren.

 

Antragsteller/in Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Veranstaltungstermin 14. Mai 2013 Die nächsten Veranstaltungen der Reihe WERKE (I-VI): WERK III Porn of Pure Reason/ Markus Öhrn Weitere WERKE/ Termine entnehmen Sie bitte unserem Programm bzw. unserer homepage

Veranstaltungsort Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz

Förderbetrag 150.000 €

Internetseiten www.volksbuehne-berlin.de

Eroberung des Nutzlosen/ Ernst Reijseger/ Tenores di Orosei/ Werner Herzog Bildrechte Thomas Aurin

Eroberung des Nutzlosen/ Werner Herzog Bildrechte Thomas Aurin

Eroberung des Nutzlosen/ Tenores di Orosei/ Werner Herzog Bildrechte Thomas Aurin