Die Kinogänge des Franz K. oder Richard und Samuel in Bewegung

DIE KINOGÄNGE DES FRANZ K. oder

RICHARD UND SAMUEL IN BEWEGUNG

 

multimediale Collage aus Texten und Filmschnipseln

von FILM RISS THEATER

Das Bild, das man von Franz Kafka hat, ist oft ein düsteres. Bei uns geht dieser Asket der Literaturgeschichtsschreibung ins Kino und auf Reisen mit seinem Freund Max.

Kopfkino, reale Stummfilmbesuche, fliegende Bilder vor dem Zugfenster setzen eine ziemlich intime Männerfreundschaftsbeobachtungsmaschinerie in Gang, aus Reisebekanntschaften werden „weiße Sklavinnen“, die Freundschaft selbst wird auf die Probe gestellt, während man sich unterwegs näher kommt auf der Reise nach Paris, durch die Schweiz, Italien, bei Gängen ins Bordell, in den Zirkus, „In der Strafkolonie“ – und anderen Texten Franz Kafkas.

In diesem rasanten Unterwegssein per Zug, Taxi, Aeroplan und vor allem mit Hilfe der ratternden Kinoprojektoren erscheint Kafka als unser Zeitgenosse, ein Projektemacher, der mit seinem Freund Max einen Reise-Tagebuch-Roman („Richard und Samuel“) + Reiseführer („Billig“) herausgeben will und auf Millionengeschäfte hofft. Und als einer, der sich der Illusion des Kinos hingibt, sich ihr aber auch (fast immer) bewusst ist und in ihr erst die Gefühle zu entwickeln vermag, für die er sich im sonstigen Leben eher schlecht gerüstet fühlte.

 

 

„Im Kino gewesen. Geweint.[...] Maßlose Unterhaltung! Die vorüberfahrende Elektrische hat mehr lebendigen Sinn.“ FK

 

 

Eine Kollektiv-Immersion zwischen begehbaren Filmprojektionen, Percussion und Pappkartons mit:

Roland Bonjour, Klaus Hänscheid, Jürgen Ruoff und Miriam Sachs,

Film-Collagen, Inszenierung: Miriam Sachs

Dramaturgie: Tom Mustroph

Licht: Christian Maith

 

Trailer:

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Antragsteller/in Miriam Sachs, FILM RISS THEATER

Veranstaltungstermin 14. bis 16. Dezember 2013, 17. und 18. Januar 2014

Veranstaltungsort Ballhaus Ost

Förderbetrag 23.000 €

Kooperationen eine Produktion von FILM RISS THEATER in Kooperation mit dem Ballhaus Ost, gefördert durch den HKF, das Kulturamt Pankow und die Rudolf Augstein Stiftung; unterstützt durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, die Deutsche Kinemathek; zitty, Gothaer Versicherung.

Internetseiten www.film-riss-theater.de

Foto: M. Grosch

Theater der Dinge

Internationales Festival des Puppen-, Figuren- und Objekttheaters anlässlich des 20jährigen der SCHAUBUDE BERLIN. Zu Gast sind Künstler aus 13 Ländern, die sich mit 20 in Genre und Form unterschiedlichen Inszenierungen dem Berliner Publikum vorstellen. Die eingeladenen Inszenierungen präsentieren zum einen das breite künstlerische Spektrum des Puppen-, Figuren- und Objekttheaters, sind zum anderen Beleg der langjährigen schöpferischen Zusammenarbeit der SCHAUBUDE mit Künstlern aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Norwegen, Polen, Spanien, Israel, den Niederlanden und den USA. Das Festival wird begleitet von zwei Ausstellungen - eine im Wasserspeicher Prenzlauer Berg, eine im Foyer und den Schaufenstern der SCHAUBUDE.

Antragsteller/in Kulturprojekte Berlin GmbH/SCHAUBUDE BERLIN

Veranstaltungstermin 11. bis 17. Oktober 2013

Veranstaltungsort SCHAUBUDE BERLIN, Podewil, bat-Studiotheater, Kleiner Wasserspeicher Prenzlauer Berg

Förderbetrag 100.000 €

Internetseiten www.schaubude-berlin.de

Pressestimmen

Gribouillie, Foto: Jef Rabillon

Hotel de Rive, Foto: Helmut Pogerth