Think:Film – International Experimental Cinema Congress 2012

Think:Film – International Experimental Cinema Congress 2012

 

Vom 10. bis 14. Oktober 2012 findet in der Akademie der Künste am Hanseatenweg Think:Film, der International Experimental Cinema Congress 2012, statt. Veranstalter ist das Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V. in Zusammenarbeit mit dem Filminstitut der Universität der Künste Berlin.

 

Nach einer Phase, in der sich in den zeitbasierten Medien unterschiedliche experimentelle Formen künstlerischer Arbeit ausdifferenziert haben, ist ein neues Nachdenken über Film und die von ihm geleisteten und in ihm gestalteten Denkformen notwendig geworden.

 

Die Auflösung und Übersetzung von Bild und Ton in digitale Codes greift direkt in die Praxis des Filmemachens ein und wälzt diese produktionstechnisch um. Die Bündelung und Bearbeitung verschiedener zeitbasierter Kunstformen im Computer setzt dabei neue synästhetische Möglichkeiten frei, von denen viele exemplarisch in avancierten Filmformen vorweggenommen wurden. Vormals genremäßig streng begrenzte Praktiken des experimentellen, avantgardistischen und Underground-Films wurden mit den neuen Techniken aufgegriffen, in neue Verwertungszusammenhänge gesetzt und popularisiert. So wird auch die Wirtschaftsgeschichte der Avantgarde jenseits ihres künstlerischen Impetus zum Thema. Die Positionierung einer künstlerischen Autorenschaft, Kuratoren- und Produzententätigkeit in dieser so entstandenen Distributionslandschaft ist neu zu reflektieren.

 

Think:Film setzt sich zum Ziel, die besondere Stellung des experimentellen Kinos in einer avancierten künstlerischen und denkerischen Praxis philosophisch zu überdenken und neu zu bestimmen. Welchen unmittelbaren Einfluss hat das filmische Bild auf das Denken heute und wie kann der Film selbst zu einer denkerischen Handlung werden? Der Kongress befasst sich nicht primär mit filmischen Genres, sondern stellt grundsätzliche Fragen: Was ist Denken im Zusammenhang filmischer Bilder, und was sind diese Bilder im Zusammenhang des Denkens? Welche Bilder lösen welches Denken aus, welche löschen welches Denken aus? Welche Bilder können zu integralen Bestandteilen welchen Denkens werden? Welche filmischen Bilder sind im Umlauf und welches Denken drückt sich darin aus?

 

In 15 Panels wird jeweils ein Thema erörtert, das sich aus der Rezeption eines kurzen Filmprogramms ergibt. Die für den Kongress vorbereiteten Originalbeiträge eingeladener RednerInnen gehen in eine unmittelbar anschließende Diskussion über.

 

PanelistInnen:

Khalid Abdalla, Thom Andersen, Ronald Balczuweit, Madeleine Bernstorff, Christa Blümlinger, Arianna Borrelli, Pip Chodorov, Christoph Dreher, Madhusree Dutta, Tamer El-Said, Heinz Emigholz, John Erdman, Azin Feizabadi, Anselm Franke, Peggy Gale, John Greyson, Ed Halter, Nanna Heidenreich, Birgit Hein, Shai Heredia, Max Jorge Hinderer Cruz, Henriette Huldisch, Brent Klinkum, Gertrud Koch, Birgit Kohler, Stephen Kovats, David Marc, Laura Marks, Angela Melitopoulos, Thomas Morsch, Olga Moskatova, Wendelien van Oldenborgh, Winfried Pauleit, Laurence Rickels, Marc Ries, Stefan Ripplinger, Constanze Ruhm, Susanne Sachsse, Frieder Schlaich, Stefanie Schulte Strathaus, Marc Siegel, Michael Snow, Lisa Steele, Juan Suárez, Ela Troyano, Lioudmila Voropai, Dorothee Wenner, Nicole Wolf, Klaus Wyborny, Ala Younis, Siegfried Zielinski und Mike Zryd.

Antragsteller/in Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.

Veranstaltungstermin 10. bis 14. Oktober 2012

Veranstaltungsort Akademie der Künste Berlin, Hanseatenweg

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen in Zusammenarbeit mit dem Filminstitut der Universität der Künste Berlin in Kooperation mit der Akademie der Künste Berlin mit freundlicher Unterstützung von: Sonderforschungsbereich 626 - Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste an der Freien Universität Berlin Botschaft von Kanada in Berlin Ontario International Marketing Centre Goethe Institut Kairo Stadtkultur Berlin

Internetseiten www.arsenal-berlin...inkfilm.html