Animal Dances

Martin Nachbar: Animal Dances

 

Konzept: Martin Nachbar

Dramaturgie: Jeroen Peeters

Performance: Jule Flierl, Coralie Meinguet, Noha Ramadan, Benjamin Pohlig, Jochen Roller

Musik/Komposition: Boris Hauf

Kostüm: Marion Montel

Licht: Bruno Pocheron

Assistenz: Moritz Frischkorn, Katie Vickers

Dank an: Florian Bach und Mehdi Toutain-Lopez

 

In diesem Projekt schauen Martin Nachbar und sein Team, welche Beziehungen und Bezüge wir, städtische Tiere des 21. Jahrhunderts, zu anderen Tieren haben: vom vermenschlichten Haustier über das unbekannte Tier aus der Fleischproduktion und den unsichtbaren Nager bishin zur Raubkatze auf den Fotos des letzten Safariurlaubes. „Animal Dances“ fragt, was an uns tierisch bzw. nicht-menschlich sein könnte. Dabei scheut das Projekt nicht vor Bewegungsnachahmungen zurück, allerdings nicht um von einem archaischen Jäger-Tier Verhältnis zu sprechen, sondern in der Hoffnung, unsere zeitgenössischen Beziehungen zu Tieren durch Tanz transparent zu machen und mit ihnen zu spielen. Denn Tanz könnte eine der priviligierten Kunstformen sein, um Menschen als körperliche Wesen inmitten von anderen körperlichen Wesen zu erforschen. In der Imitation von Tieren versucht „Animal Dances“, Möglichkeiten zu untersuchen, sich so zu verhalten und so zu fühlen und zu denken wie Tiere es eventuell auch tun.

Antragsteller/in Martin Nachbar

Veranstaltungstermin 21. bis 24. März 2013 um jeweils 20 Uhr in den Sophiensaelen Berlin 27. und 28. März um 20.30 Uhr in den Kaaistudio's Brüssel

Veranstaltungsort Sophiensaelen Berlin und Kaaistudio's Brüssel

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Eine Koproduktion von Martin Nachbar, Sophiensaele Berlin, FFT Düsseldorf Gefördert durch: Andrea von Braun Stiftung, Hauptstadtkulturfonds Berlin, Kunststiftung NRW Eine Soloversion wurde 2012 in Kooperation mit UP TO NATURE (brut Wien, Black Box Teater Oslo, Inbetween Time Production Bristol und ANTI Contemporary Art Festival Tampere) realisiert.

Internetseiten www.martinnachbar.dewww.sophiensaele.comwww.kaaitheater.be

Postkarte Animal Dances von grygoriew-himmelspach.de

Das Entropische Institut Berlin

Kattrin Deufert und Thomas Plischke erfinden seit 10 Jahren erfolgreich transdisziplinäre Theaterräume in denen man Zeit verbringt. Als Künstlerzwilling deufert&plischke sind sie virtuose Rechercheure in den - Fakten und Fakes vermischenden - Folianten der Kulturgeschichte. Gegen ein Theater des Ausstellens hysterischer Körper, somatischer Selbstbeschäftigungen und Pseudo Wir-Subjektivität denken sie Theater als Entstehungs- und nicht nur als Aufführungsort: Theater als einen Ort an dem man sich bewegen kann, durch den man sich bewegen kann, der sich verändert und entwickelt.

 

Das Entropische Institut Berlin ist ihr bisher radikalster Vorschlag. Das Entropische Insitut ist Ausstellungsraum und Performance Platform in denen sich Mythologie und Choreographie kreuzen.

An 4 Tagen öffnet das Entropische Institut Berlin von 19–24 Uhr seine Räume in den Uferstudios für Performances, Vorträge, Sammlungen, Choreographien, Filme und Konzerte bevor es weiter durch Deutschland und Europa tourt.

 

Jeden Tag erzählen, arangieren und erfinden die Künstler und die Besucher des Entropischen Instituts die Ausstellungsgegenstände, Choreographien, Fundstücke, Notizen, Geschichten neu. Jeden Tag kann der Besucher aus einer Vielzahl von Angeboten wählen und seinen eigenen Weg durch das Institut finden und Spuren hinterlassen.

 

Zum Entropischen Institut Berlin erscheint eine 16 seitige Zeitung mit Beiträgen von deufert&plischke, Alain Franco, Boyan Manchev, Marcus Steinweg und Elke van Campenhout.

 

Von und mit: Kattrin Deufert, Alain Franco, Miriam Jacob, Ana Laura Lozza, Marialena Marouda, Thomas Plischke, Marcus Steinweg, Elke Van Campenhout, Marysia Zimpel

 

Tagesaktuelles Programm ab 13. Mai: entropischesinstitut.net

 

Tickets 5,00 €, info@entropicinstitute.net

 

Uferstudios, Studios 4 und 5, Uferstraße 23, 13357 Berlin

U8: Pankstraße, U9: Nauener Platz, S-Bahn: Gesundbrunnen

 

Antragsteller/in deufert&plischke

Veranstaltungstermin 17. bis 20. Mai 2012

Veranstaltungsort Uferstudios

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen Koproduction: Tanzfabrik Berlin, PACT Zollverein, Kaaitheater Brüssel und Goethe Institut Bulgaria I Die Residenz in Dänemark wurde unterstützt vom Goethe Institut, München I Kooperation: Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin (HZT) I Unterstützt vom Hauptstadtkulturfonds Berlin und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin - Senatskanzlei-

Internetseiten entropischesinstitut.net/

©deufert&plischke

©deufert&plischke

DON'T MOVE

Inhalt

 

Stellen Sie sich vor, es gäbe keinen Tanz. Jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit. Keine Clubs und zumindest legal keine Partys. Keine Tanzausbildung und keine Möglichkeit, Tanz auf der Bühne zu zeigen, ohne eine Strafe zu riskieren. Denn das ist seit der Revolution von 1979 die Realität im Iran. DON’T MOVE fragt nach den Konsequenzen für Menschen, deren Passion und Lebensinhalt der Tanz ist. Wie gelingt es ihnen gegen alle Widerstände dennoch zu tanzen? Welche Strategien entwickeln sie, um die von der Zensur verhängten Einschränkungen zu umgehen? Denn wie so vieles andere in der Islamischen Republik existiert Tanz, obwohl er verboten ist.

 

Ausgangspunkt für das Stück war die Begegnung mit TänzerInnen aus Teheran, die sich nicht so bezeichnen dürfen. Selbst das Wort „Tanz“ darf nicht verwendet werden. Stattdessen wird von „Rhythmischer Bewegung“ gesprochen, wenn unter strengen Auflagen doch ein Stück zur Aufführung kommt. Geprobt wird zumeinst in ausgeräumten Wohnzimmer, in leer stehenden Wohnungen oder auf den Dächern oberhalb der Stadt.

Trotz dieser schwierigen Bedingungen entstand der Wunsch, über die geografische, kulturelle und politische Distanz hinweg gemeinsam ein Tanzstück zu entwickeln – im Austausch mit Tänzern, die in Berlin arbeiten.

 

Modjgan Hashemian stellt eine Verbindung zwischen Teheran und Berlin her, um zu erforschen, welches Potenzial den Körper in Bewegung so bedrohlich macht und wie sich gesellschaftliche Normierungen und Einschränkungen in den Körper einschreiben. Die Frage nach den Grenzen dessen, was als Tanz bezeichnet wird, ist ein gemeinsamer Ausgangspunkt. Was ist der Antrieb, überhaupt zu tanzen? Hat der Körper ein emanzipatorisches Potenzial, das soziale und gesellschaftliche Zusammenhänge beeinflussen kann?

 

 

Choreografie:

Modjgan Hashemian Dramaturgie:

Susanne Vincenz

Video/Bühne/Kostüm: Isabel Robson und Heike Schuppelius

Musik: Oliver Doerell und Behruz Tavakol

Licht: Asier Solana

 

Mit: Ashkan Afsharian, Derrick Amanatidis, Kaveh Ghaemi, Michele Meloni, Elahe Moonesi, Banafsheh Nejati, Verena Wilhelm

 

Antragsteller/in Modjgan Hashemian

Veranstaltungstermin 8. bis 10. April 2012

Veranstaltungsort Ballhaus Naunynstraße

Förderbetrag 9.000 € Wiederaufnahme

Internetseiten www.hashemian.bizwww.ballhausnaunynstrasse.de

Pressestimmen

Dieter Hartwig

Dieter Hartwig

ECHO. IT'S JUST A TEMPORARY THING

ECHO.

It's just a temporary thing.

 

Alles was zu sehen ist, ist ein gestalteter Raum.

Ein Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen.

Zwei Personen.

Materialien wie Styropor und realistische Alltagsgegenstände

die ich aus ihrem zugeordneten Zusammenhang herausnehme,

verändere und verschiebe.

 

EIN RAUM. NICHTS WEITER.

EIN HERD MIT EINEM TOPF.

WASSER UND REIS.

 

Alles was in diesem Raum zu sehen ist,

steht in einem formalen und emotionalen Zusammenhang.

 

 

Künstlerische Leitung / Tanz Riki von Falken Tanz Naim Syahrazad Dramaturgie Katja Kettner Produktionsleitung Katja Kettner/Tine Elbel Video Oscar Loeser Licht- und Sounddesign Ralf Grüneberg Kostüm Silvia Albarella / Grafik Franziska Schwarz/schwarzplusgrafik PR k3 berlin

 

 

Antragsteller/in Riki von falken

Veranstaltungstermin 25.10.12 Premiere 20 Uhr weitere Vorstellungen 26./27./28.10. und 1./2./3.11.12 je 20 Uhr

Veranstaltungsort EDEN*****, Breite Straße 43, 13187 Berlin

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Riki von Falken in Kooperation mit ASWARA (Malaysia), Dock 11, EDEN*****, dem Goethe Institut und dem ITI

Internetseiten www.rikivonfalken.com

Foto: Franziska Schwarz

Frucht und Schrecken

Wer sagt uns, vor was wir Angst haben sollen? Und warum fürchten wir uns vor Dingen, die weit entfernt, unwahrscheinlich oder irrational sind, während das Nächstliegende oft akzeptiert oder verdrängt wird? Ananas, Tomate, Blumenkohl. In Frucht und Schrecken betrachten drei Performer die Produktion von Lebensmitteln aus der Sicht des Horrorfilms.

 

Essen ist lebensnotwendig, begegnet uns unmittelbar und vertraut. Täglich dringt es in unsere Körper und vermischt sich mit unseren Zellen. Doch wie gut kennen wir was wir verspeisen? Schauen wir genau hin, entdecken wir in Essen Das Fremde. Ein Blick hinter die Sonnenreife führt in den Abgrund des Ursprungs. Die Heimsuchung der Lebensmittel hat begonnen und die Umkehrung der Nahrungskette ist nicht mehr fern.

 

Es ist an der Zeit, sich vor Nahrungsmitteln ganz essentiell zu fürchten.

Antragsteller/in Dennis Deter

Veranstaltungstermin 19. bis 22. April 2012

Veranstaltungsort Sophiensaele Berlin

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Dennis Deter Koproduktion: artblau Tanzwerkstatt Braunschweig, Sophiensaele Berlin Unterstützt von Tanzfabrik Berlin e.V. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz

Internetseiten www.determueller.com

Internationales Tanzfestival Berlin 2012 "Tanz im August"

Tanz im August ist einer der wichtigsten Schauplätze des zeitgenössischen Tanzes in Europa und das größte jährlich stattfindende Publikumsfestival seiner Art in Deutschland. Über einen Zeitraum von zweieinhalb Wochen werden neue Arbeiten aus der internationalen Tanzszene an zahlreichen Berliner Spielstätten gezeigt.

 

Ziel des Festivals ist die Präsentation unterschiedlicher Aufführungsformate und Tanzstile, um verschiedene Publikumsschichten und Szenen anzusprechen. Die Streuung der Veranstaltungsorte ermöglicht die produktionsgerechte Zuordnung von künstlerischem Werk und Theaterraum.

 

Tanz im August legt besonderen Wert auf einen erweiterten Tanzbegriff, die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Tendenzen im zeitgenössischen Tanz und die Verankerung in Berlin durch die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Partnern vor Ort.

 

Das Programm setzt sich zusammen aus Gastspielen und Koproduktionen, die von einer besonderen Vermittlungsstrategie begleitet werden: Tanzworkshops, Vorträge und Publikumsgespräche schaffen eine kommunikative Atmosphäre und machen das Festival zu einem wichtigen Treffpunkt für tanzinteressiertes Publikum und Touristen sowie Künstler und Fachleute.

Antragsteller/in Hebbel-Theater Berlin GmbH und Kulturprojekte Berlin Gmbh

Veranstaltungstermin 10. bis 25. August 2012

Veranstaltungsort Podewil, HAU, Akademie der Künste, Haus der Berliner Festspiele, HALLE TANZBÜHNE BERLIN, Schaubühne am Lehniner Platz, Sophiensæle, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Filmtheater am Friedrichshain, Galeries Lafayette

Förderbetrag 400.000 €

Kooperationen Botschaft des Staates Israel, Norwegische Botschaft, Goethe-Institut, Vertretung der Regierung von Québec, Fonds Darstellende Künste, Institut Français, Ministère de la Culture et de la Communication, Italienisches Kulturinstitut Berlin

Internetseiten www.tanzimaugust.de/

CARTE BLANCHE / SHARON EYAL & GAI BEHAR - CORPS DE WALK Foto Erik Berg

FABRE / TROUBLEYN & RIZZI - DRUGS KEPT ME ALIVE Foto Pat Verbruggen

Las Multitudes

121 Männer, Frauen und Kinder aller Altersgruppen auf der Suche nach Gemeinschaft

und dem jeweils Eigenen. Eine Menschenmenge, die im Versuch, sich

zu organisieren, immer wieder in einzelne Gruppen zerfällt. Alte kommen zusammen,

dunkelhaarige Männer, junge Mädchen. Die Generationen vereinen kollektive

Lebens- und Gefühlswelten. Verliebt sich einer der jungen Männer in eine

Jugendliche, so tun dies auch alle seine Altersgenossen. Wenn seine Freundin

deshalb wütend wird, ist sie die Repräsentantin jeder tobenden jungen Frau. Mit

Las Multitudes erstellt der argentinische Autor, Regisseur und Filmemacher

Federico León einen Menschheitskatalog in Miniaturform: 13 argentinische Schauspieler

und 108 Berliner spielen die Dynamiken innerhalb und zwischen den

verschiedenen Gruppen durch. Die Interaktion verläuft dabei sowohl horizontal

wie vertikal durch die Lebensalter. Jeder wird mal zum Protagonisten und

verschwindet dann wieder in der Anonymität. Las Multitudes ist die Suche nach

Identität im Spannungsfeld von Individuum und Kollektiv, ein Gedankenspiel

zum Platz des Einzelnen in der Gesellschaft. »Es wäre schön«, sagt León, »wenn

sich das Publikum am Ende an jede der 121 Personen erinnern könnte.

 

Antragsteller/in KBB - Berliner Festspiele - Foreign Affairs

Veranstaltungstermin 28., 29. und 30. September 2012

Veranstaltungsort Haus der Berliner Festspiele, Großer Saal

Förderbetrag 130.000 €

Kooperationen Eine Koproduktion von TACEC (Centro de Experimentación y Creación del Teatro Argentino de La Plata) und Berliner Festspiele/Foreign Affairs in Zusammenarbeit mit der Siemens Stiftung im Rahmen der Projektreihe Schauplätze und mit IICES (Instituto de Intercambio Cultural Ensamble al Sur).

Internetseiten www.berlinerfestspiele.de

LES PETITES MORTS - i hope you die soon & all my holes are theirs

In ihrem neuen zweiteiligen Projekt LES PETITES MORTS widmen sich Angela Schubot und Jared Gradinger dem Thema Tod und Sterben. Im ersten Teil "i hope you die soon" befragen sie die Möglichkeit, zusammen zu sterben, um der für ihre sehr physischen Arbeiten charakteristischen ‚Ich-Auflösung’ neue Dimensionen zu verleihen. Das Trio "all my holes are theirs" gemeinsam mit Aleesa Cohene erweitert diese Auseinandersetzung um den Versuch der beiden Performer, durch radikale Hingabe an einen Dritten zu verschwinden.

‚Jeder stirbt für sich allein’ weiß der Volksmund – und in vielen Augenblicken sterben wir weitere, lauter kleine Tode. Im engeren Sinne beschreibt der Tod das Ende des Lebens und der eigenen Existenz. Darüber hinaus wird er zum Symbol für eine Übergangsphase, in der etwas zu Ende geht und etwas Neues beginnt. Immer jedoch scheint er eine Grenze zu beschreiben, die überschritten wird – und dabei dem Einzelnen vorbehalten bleibt.

Der Versuch zusammen zu sterben erscheint entsprechend paradox. Mit "i hope you die soon" nähern sich Jared Gradinger und Angela Schubot diesem Widerspruch an, der Ausgangspunkt für die Entwicklung einer eigenen Bewegungssprache wird. Wie und auf welche Weise kann man überhaupt zusammen „sterben“? Wie gar auf der Bühne? Bewusst trägt das tänzerische Vokabular die Ambivalenz in sich, die das Sterben mit sich bringt: die Akzeptanz der eigenen Endlichkeit widersteht dem Wunsch weiterzuleben und an der eigenen Existenz festzuhalten. Momente der Einwilligung und Hingabe treffen auf Widerstand und Verweigerung.

Schubot und Gradinger schließen mit LES PETITES MORTS an vorherige Arbeiten an. Verausgabend und betont physisch betreiben die beiden Performer in "What they are instead of" und "is maybe" die Auflösung der Grenzen des ‚Ich’. Das Motiv des Sterbens fügt diesem Schwerpunkt weitere Facetten hinzu.

Eine Radikalisierung dieser Fragestellung erfährt die Auseinandersetzung im zweiten Teil von LES PETITES MORTS: In "all my holes are theirs" verschwinden Schubot und Gradinger zugunsten der kanadischen Videokünstlerin Aleesa Cohene, die erstmals als Tänzerin eine Bühne betritt. Gemeinsam verschwinden die beiden Performer, tun alles menschenmögliche, um Cohene eine gesteigerte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und zu einer besonderen Präsenz zu verhelfen. Kann man für jemand anderen sterben? Lässt sich die ‚Ichhaftigkeit’ dreier Performer in Innigkeit verwandeln? Für Gradinger und Schubot wird Cohene zum einzig existierenden Universum.

 

Antragsteller/in Angela Schubot & Jared Gradinger

Veranstaltungstermin 23. Januar 2013, 20h, Premiere 24. bis 26. Januar 2013, 19.30h i hope you die soon - HAU Hebbel am Ufer (HAU 1) 7. Februar 2013, 20h, Premiere 8. bis 10. Februar 2013, 20h all my holes are theirs - Sophiensæle Berlin

Veranstaltungsort HAU Hebbel am Ufer & Sophiensæle

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Produktion: Angela Schubot und Jared Gradinger in Kollaboration mit Aleesa Cohene. Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer, Sophiensaele, Südpol Luzern, Les Grandes Traversées, Ballet l'Opera national du Rhin - Centre choréographique national. Unterstützt durch die University of Toronto German/Europe Research und Study Fund. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Internetseiten www.jaredgradinger.com

Foto: Ben Jakon

Foto: Ben Jakon

Melodrama

"Melodrama" ist eine "dokumentarische Performance", die auf dem Reenactment einer Biografie beruht. 2006 und 2012 führte die Tänzerin und Choreografin Eszter Salamon in einem Dorf im Süden Ungarns Interviews mit der gleichnamigen Eszter Salamon. In "Melodrama" wird das im Vorfeld entstandene Videomaterial zum Ausgangspunkt für ein Solostück, das die Konstruktionsmechanismen individueller und kollektiver Geschichte befragt: Salamon reinszeniert die Lebensgeschichte ihres 62-jährigen Homonyms zur Musik von Terre Thaemlitz. Dabei begibt sich die Tänzerin buchstäblich in den Körper, die Gestik und Stimme der Anderen. Das alltägliche Leben wird zu einer Choreografie, das Dokumentarische zum performativen Ereignis.

Antragsteller/in Botschaft Gbr/Eszter Salamon

Veranstaltungstermin 2. Juni 2012, weitere Termine tbc

Veranstaltungsort Berlin Documentary Forum 2, Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen FAR-Festival des arts vivants (Nyon), Festival Next (Valenciennes)

Internetseiten www.eszter-salamon.com

NAPOLEON D - REDANCED

Napoleon D. - redanced

 

Multi-medialer Tanzabend über ein You-Tube Phänomen, Männlichkeit, Geeks.

 

post theater lädt fünf internationale Berliner Choreographen ein, den legendären Tanz des “Napoleon Dynamite” aus dem gleichnamigen Film (USA, 2002) neu zu interpretieren. Was einmal ein Internet-Hype war, wurde 2008 ein Kult-Stück. In der „redanced“ Version wird der Abend aktualisiert, überarbeitet und von Daniel K. aus Singapur ergänzt.

 

“Der Tanz bleibt Kult” (A. Wesemann in Ballet-Tanz 06/08)

“Ein Abend, der positiv überrascht, berührt und gleichermaßen amüsiert.” (tanzpresse.de 05/08)

“Fun also für alle” (V. Draeger, Neues Deutschland 06/08)

 

Künstlerische Leitung: post theater, Choreographie:Nabih Amaraoui, Mathieu Burner, Martin Clausen, Daniel Kok, Clint Lutes, Christoph Winkler, Tanz, Performance: Martin Clausen, Florian Bilbao, Sergiu Matis, Christian Schwaan, Moderation, Spiel:Alexander Schröder

Dramaturgie, Konzept:Max Schumacher, Videokunst:Hiroko Tanahashi und Yoann Trellu

Sound / Musik: Mathieu Burner, Tilmann Dehnhard, Stefan Pahlke, Sibin Vassilev

 

In English and German language!

 

 

Antragsteller/in post theater / Max Schumacher

Veranstaltungstermin 06.bis 9. September 2012

Veranstaltungsort DOCK 11

Förderbetrag 7.000 € Wiederaufnahme

Internetseiten www.posttheater.com

Open for Everything

Open for Everything ist eine Reise durch das Leben der Roma-Gemeinschaften in Europa, deren Traditionen des Reisens durch ein sesshaftes, örtlich begrenztes Leben in Ghettos ersetzt worden sind und die aus vielen europäischen Ländern vertrieben werden. Dem gegenüber steht das Leben der TänzerInnen der Kompanie DorkyPark, nomadisch aber ohne Tradition, wie das Leben vieler deren Arbeit heutzutage ständiges Reisen erfordert.

Die Produktion wird von Constanza Macras gemeinsam mit 17 Roma MusikerInnen, TänzerInnen und AmateurInnen unterschiedlichen Alters aus der Slowakei, Ungarn und der Tschechischen Republik sowie fünf TänzerInnen der Kompanie CONSTANZA MACRAS | DorkyPark, die aus Israel, Deutschland, den Niederlanden, Kanada und Süd-Korea stammen, erarbeitet.

 

Antragsteller/in Constanza Macras

Veranstaltungstermin 18. bis 20. und 22. bis 23. Mai 2012 10. Mai 2012 Premiere Wiener Festwochen, MuseumsQuatier Halle G / Wien (A) 12. – 14. Mai 2012 Wiener Festwochen, MuseumsQuatier Halle G / Wien (A) 31. Mai 2012 Kampnagel / Hamburg (D) 1. und 2. Juni 2012 Kampnagel / Hamburg (D) 5. und 6. Juni 2012 New Stage of National Theatre Prague / Prag (CZ) 8. und 9. Juni 2012 Trafó Budapest / Budapest (HU) 16. bsi 19. August 2012 Zürcher Theater Spektakel / Zürich (CH) 7. und 8. September 2012 Dansens Hus Stockholm / Stockholm (S) 21. September 2012 International Theatre Festival Divadelná Nitra Andrej Bagar Theatre / Nitra (SK) 23. September 2012 The State Theatre Košice / Košice (SK) 19. + 20.10.2012 HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden / Dresden (D)

Veranstaltungsort Hebbel am Ufer

Förderbetrag 75.000 €

Kooperationen Eine Produktion von CONSTANZA MACRAS | DorkyPark und GOETHE-INSTITUT. In Koproduktion mit Wiener Festwochen, New Stage of National Theatre Prague, Trafó House of Contemporary Arts Budapest, International Theatre Festival Divadelná Nitra, Hebbel am Ufer Berlin, Kampnagel Hamburg, HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Dansens Hus Stockholm und Zürcher Theater Spektakel. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und den Open Society Foundations – with contribution of The Arts and Culture Program of Budapest.

Internetseiten www.dorkypark.orgwww.goethe.de

Pressestimmen

PARAMOUNT MOVEMENT

"Die Erde ist in Schwärze getaucht. Licht gibt es einzig, wenn das Sonnenlicht auf etwas trifft, das es bescheinen kann. Deshalb ist nichts als Schwärze zu sehen. Worauf schaust du? Durch was schaust du? Du kannst es das Universum nennen, aber es ist die Unendlichkeit des Raumes und die Unendlichkeit der Zeit."

Eugene Cernan, der letzte Mann auf dem Mond

 

 

Unsere Wahrnehmung ist ebenso wie Tanz und Choreografie auf das Engste mit den Dimensionen ‚Zeit’ und ‚Raum’ verbunden.

Was passiert, wenn diese Größen aufgehoben werden und sich jegliche Orientierungspunkte verflüchtigen?

 

In dem Stück „Paramount Movement“ unternehmen die beiden Tänzer und Choreographen Lea Martini und Rodrigo Sobarzo das Unmögliche, sie erproben Tanz als eine Reaktion auf Ereignisse, die das menschliche Fassungsvermögen überschreiten. Ausgangspunkt ihrer Faszination waren dabei überwältigende Eingriffe, die der Mensch selbst in seiner Umgebung vornimmt. Künstliche Flutungen, Tiefseebohrungen und atomare Explosionen - unter dem Eindruck dessen, was rational ungreifbar bleibt, gingen sie auf eine eigenständige Suche, mit ihren Körpern mögliche Tiefenstrukturen, verborgene Kräfte, Risse und Faltungen aufzufinden.

Dabei wird mit dem Offensichtlichen begonnen, der akribischen Vermessung des Raumes. Jeder Punkt der Wand wird zum Teil eines gigantischen Systems, in dem ihre Körper als Detektoren Resonanzen und Eruptionen erfassen und diese verstärkt in einen Raum zurückschleudern, dessen Grenzen zunehmend dehnbar werden.

Antragsteller/in Lea Martini

Veranstaltungstermin 12., 13., 14. und 15. April 2012 25. April 2012 Huis a/d Werf Utrecht 28., 29. und 30. Jun i2012 Het Veem Theater Amsterdam

Veranstaltungsort Sophiensaele Festsaal, Sophienstraße 18, 10178 Berlin, www.sophiensaele.com

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Imagetanz brut Wien, Het Veem Theater Amsterdam,

Internetseiten autistic-mvmnt.tumblr.com/www.whitehorsecoll...ordpress.com

Scha´irlie - This is not a Chaplin

Charlie Chaplin klettert über eine Mauer und kommt in einer Stadt an. Es ist seine Ankunft in einer anonymen Großstadt, in die geteilte Stadt Berlin, in eine hoffnungsvolle Zukunft, in eine graue futuristische anmutende Fläche voller merkwürdiger Gestalten.

Scha´irlie – This is not a Chaplin. des türkischstämmigen Choreografen und Tänzers Kadir »Amigo« Memis ist eine Hommage an sein großes Vorbild Charlie Chaplin. Es ist aber auch seine Auseinandersetzung mit der Geschichte türkischer Gastarbeiter der ersten Generation. Ähnlich wie Chaplins Tramp wurden viele von ihnen hier in Deutschland mit Themen wie Arbeitsimmigration, sozialer Ausgrenzung, Armut und Isolierung konfrontiert. Es sind die gleichen Träume von Reichtum und Glück, Liebe und Selbstverwirklichung, die damals die Sehnsucht vieler Gastarbeiter schürte. Aber genauso wie Chaplin setzt Memis sehr feine sozialkritische Akzente und verhilft mittels differenzierter Situationskomik und Abstraktion zur Tragikomödie des »kleinen Mannes« – ohne Pathos und Selbstmitleid. Szenen wie auf dem Arbeitsamt, in der Fabrik, im Boxkampf sind Chaplins Filmen entlehnt, können aber genauso in einer anderen Zeit und in einer anderen Realität spielen.

Inspiriert von der Bewegungssprache des frühen Chaplins, aber auch durch seine Faszination für die Werke des Surrealisten Magrittes, erschafft Kadir Memis eine Tanzperformance die Tanzstile des Hip Hops spielend mit zeitgenössischem Tanz verbindet. Kadir Memis wird zu Charlie Chaplin, aber auch sein Alter Ego »Amigo« ist auf der Bühne, sowie die unterschiedlichen Facetten des kleinen Charlot, Magrittes Mann mit Melone oder der Gastarbeiter.

Hyoung-Min Kim, Luc Reboullet und Patrick »Patrock« von Bardeleben unterstützen Memis, werden zu seinen Gegen- und Mitspielern, sie begegnen sich in ihrem täglichen Kampf um Anerkennung, Geld, Arbeit und der Sehnsucht nach Liebe.

 

Konzept/Choreografie: Kadir Amigo Memis

Tanz: Patrick »Patrock« von Bardeleben, Hyoung-Min Kim, Kadir Amigo Memis, Luc Reboullet

Komposition/Live Musik: Nevzat Akpinar

Dramaturgie: Célestine Hennermann

Videodesign: Rain Kencana

Sounddesign: Dj Illvibe

Lichtdesign: Roger Irman

Bühnenbild: Tore Rinkveld

Kostüme: Jale Kustalouglu

Regieassistenz: Christina Damasko

Produktionsleitung: Marta Hewelt

 

 

Antragsteller/in Kadir "Amigo" Memis

Veranstaltungstermin 24. bis 27. Januar 2013

Veranstaltungsort HAU 2 - Hebbel am Ufer

Förderbetrag 45.000 €

Kooperationen Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin. Koproduktionspartner: HAU Hebbel am Ufer, tanzhaus NRW, Theaterhaus Stuttgart Mit freundlicher Unterstützung durch die Tanzwerkstatt Berlin

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.de

Strich / Chrysantheme / Haar fällt

Nach „Ast im Auge“ hat Jana Unmüßig mit ihrem neuen Quartett „Strich/Chrysantheme/Haar fällt“ am HAU Premiere. Wie schon in den vorangegangenen Produktionen setzt sie ihre Tänzer in einen stillen und leeren Wahrnehmungsraum, in dem sich singuläre Bewegungsereignisse vor dem Auge des Betrachters verdichten und zerstreuen. Dabei entsteht trotz der Reduktion und Langsamkeit des Bühnengeschehens eine überraschende Dynamik im Zusammenspiel der Tänzer. Ursprung dieses zögerlichen Miteinanders auf der Bühne ist eine distanzierende Arbeitsweise, bei der die Bewegungsphrasen und -linien der Tänzer zunächst getrennt voneinander entwickelt und anschließend ausgetauscht sowie zusammenführt werden. Auszüge dieser Choreografie wurden auch für das gleichzeitig entstandene Solo „Morgen ist ein Tag“ verwendet, in dem Unmüßig zum ersten Mal selbst und ganz alleine auf der Bühne steht. Zusammen genommen bilden Quartett und Solo den Versuch, Autorschaft zu teilen und durch den bzw. die jeweils anderen zu „sprechen“.

 

Choreografie: Jana Unmüßig

Tanz: Bryan Campbell, Asher O’Gorman, Tara Silversthorn, Venke Sortland

Kostüm: Marie Perglerova

Bühne: Katrin Bahrs

Lichtdesign, technische Leitung: Bruno Pocheron

Dramaturgische Begleitung: Silke Bake

Produktionsleitung: Alexandra Wellensiek

 

Antragsteller/in Jana Unmüssig

Veranstaltungstermin 26., 27. und 29. April 2012

Veranstaltungsort Hebbel-am-Ufer / HAU2

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Hauptstadtkulturfonds Berlin, Hebbel am Ufer/Berlin In Kooperation mit K3 - Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg

Internetseiten www.jana-unmussig.com

©Alain Roux

TANZNACHT BERLIN 2012

Die TANZNACHT BERLIN 2012 findet vom 22.-26. August 2012 wieder als Festival des zeitgenössischen Tanzes aus und für Berlin statt. Die diesjährige 7. Ausgabe versammelt mehr als 20 Arbeiten von in Berlin lebenden Künstlern und bildet die kreative Vielfalt der Stadt in Premieren, Aufführungen, Site-Specific-Performances, Installationen, Special Events, Workshops und Vorstellungen für Kinder ab. Am 25. August wird die Nacht zum Tag: ab 12 Uhr mittags bis in die Nacht hinein erwartet das Publi-kum ein dichtes Programm in den Uferstudios.

Eine Nacht ist nicht genug, um Berlin als Standort für den zeitgenössischen Tanz gerecht zu werden. An fünf Tagen und Nächten feiert die TANZNACHT BERLIN 2012 unter der künstlerischen Leitung von Inge Koks, Kuratorin am Frascati Amsterdam, Berlin und seine steigende Anziehungskraft auf Tanz- und Performance-Künstlern aus der ganzen Welt.

Die kulturelle Vielfalt und das Klima der künstlerischen Freiheit sind Ausgangspunkt für die 7. Ausgabe des Festivals, das seit 2000 alle zwei Jahre veranstaltet wird. Die TANZNACHT BERLIN 2012 zoomt in die Kreativszene der Stadt hinein! Sie hinterfragt den Einfluss, den Berlin auf die hier lebenden und arbeitenden Choreografinnen und Choreografen hat, wie umgekehrt die künstlerische Arbeit die Stadt gestaltet und zeichnet. Die Stadt und ihre Künstler – die Künstler und ihre Stadt lautet der programmatische Ausgangspunkt für die TANZNACHT BERLIN 2012.

Den Auftakt bildet – neben einer Work-in-Progress-Reihe und Workshops für Kinder mit Colette Sadler in den Uferstudios – das Format X-Choreografen im Maison de France in Zusammenarbeit mit dem Festival Tanz im August: vom 22. bis 24. August untersuchen 17 Nachwuchschoreografen in 14 Arbeiten den Mythos des lang vergessenen Berliner Westens in einer choreografisch-architektonische Erkundungstour.

Am 25. August wird die Nacht zum Tag gemacht: nachdem das TanzZeit-Projekt Ufer/Outside von Jo Parkes mit Schülern der Erika-Mann-Grundschule ab 12 Uhr die Badstraße zur Bühne werden lässt, sind ab mittags bis in die Nacht hinein so unterschiedliche wie gleichsam herausragende Arbeiten u.a. von An Kaler, Laurent Chétouane, Jeremy Wade, Deter/Müller/Martini, Isabelle Schad, Jefta van Dinther, David Kiers & Minna Tiikkainen, Willy Prager und Gintersdorfer/Klassen zu sehen, ergänzt durch Hip-Hop-Performances von Niels ‚Storm’ Robitzky, Raphael Hillebrand und Kadir ‚Amigo’ Memis, sowie einem performativen Konzert von John the Houseband. Odyssey Complex von Felix M. Ott und Der grüne Stuhl von Public in Private/Clément Layes kommen an diesem Tag zur Uraufführung.

In Kooperation mit den Partnern am Standort Uferstudios präsentiert die TANZNACHT BERLIN 2012 Formate wie 6 times 10 mit dem ada Studio und Metabolic Metropolis mit Studierenden des HZT Berlin. Begleitet wird das breite Programm an Produktionen von sommer.talks und mapping dance berlin, die in Gesprächsrunden und Vermittlungsangeboten neue Perspektiven auf das Gesehene eröffnen.

 

Antragsteller/in Tanzfabrik Berlin

Veranstaltungstermin 22. bis 26. August 2012

Veranstaltungsort Festivalzentrum:Uferstudios; Maison de France & Podewil

Förderbetrag 140.000 €

Kooperationen TANZNACHT BERLIN 2012 ist eine Veranstaltung der Tanzfabrik Berlin in Kooperation mit den Uferstudios, Hebbel am Ufer und TanzWerkstatt/Tanz im August, ada Studio, Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin und mapping dance berlin.

Internetseiten www.tanznachtberlin.de

FELIX M. OTT - ODYSSEY COMPLEX Foto: Wolfgang Kirchner

PUBLIC IN PRIVATE/CLÉMENT LAYES . DER GRÜNE STUHL. Foto: Public in Private

The Artificial Nature Project

In ihrer neuen Produktion setzt Mette Ingvartsen ihre Überlegungen zu Wahrnehmung und Phänomenen der Natur fort, die sie mit ›evaporated landscapes‹ begann. In ›The Artificial Nature Project‹ kreiert sie dabei aus Materialien und Objekten künstliche Landschaften, die sich fortwährend verändern: Aus einem scheinbar ruhigen Panorama entwickelt sich in Sekundenschnelle ein energetisches Chaos, aus einer Flutwelle entsteht ein Sturm aus Konfetti, der unwettergleich über die Bühne zieht. Im wachsenden Durcheinander aus dicken und dünnen, leichten und schweren, widerstandsfähigen und zerbrechlichen Materialresten und Objekten sind die acht TänzerInnen nur der menschliche Teil einer komplexen Choreographie, in der sie auch als Motor für die Bewegung der artifiziellen Naturgewalten fungieren.

Antragsteller/in Mette Ingvartsen / Great Investment

Veranstaltungstermin 1. und 2. März 2013, 3. März 2013, 17.00 Uhr HAU 2, Berlin *February 1st Maison de la Cultur d‘Amiens, Amiens 1. Februar 2013 Vooruit, Gent 10. Juli 2013 szene Salzburg

Veranstaltungsort HAU 2, Berlin

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen Concept and Choreography: Mette Ingvartsen Performance: Franziska Aigner, Sidney Leoni, Martin Lervik, Maud Le Pladec, Guillem Mont De Palol, Manon Santkin, Christine De Smedt Light: Minna Tiikkainen Music: Peter Lenaerts Dramaturgy: Bojana Cvejic Technical Director: Philippe Baste Assistant choreography / production: Elise Simonet Assistant light: Milka Timosaari Production Management: Kerstin Schroth A production of Mette Ingvartsen / Great Investment Co-production: PACT Zollverein (Essen), Festival d’Automne à Paris, Les Spectacles vivants - Centre Pompidou (Paris), Théâtre National de Bretagne (Rennes), Kaaitheater with funds from the Imagine 2020 - Art & Climate Change (Brussels), Kunstencentrum BUDA (Kortrijk), apap / szene (Salzburg), Musée de la Danse/Centre Chorégraphique National de Rennes et de Bretagne Funded by: Kunstrådet (Denmark), Hauptstadtkulturfonds (Berlin, Germany) and The Flemish Authorities This project has been funded with support from the European Comission With the support of Mokum

Internetseiten www.metteingvartsen.net

Trachtenbummler

In seinem neuen Stück inszeniert Jochen Roller deutsche Volkstänze als postkoloniales Tanzspektakel. Inspiriert von dem kommerziellen Erfolg, mit dem traditionelle Tanzkultur aus globalen Randzonen zeitgenössisch aufbereitet wird, re-arrangiert Trachtenbummler deutsche Folklore und lässt sie genau so authentisch 'fremd' und 'exotisch' erscheinen wie vermeintliche Stammestänze aus Samoa. Choreografiert zu Top Ten-Hits der Weltmusik und gekleidet in zeitgenössische Trachten des Berliner Upcycling-Schamanen Daniel Kroh entlarvt Roller Strategien der ethnischen Vermarktung, offenbart Inszenierungen des Fremdländischen und tritt den Beweis an, das auch unser heimisches Brauchtum zur Konstruktion von Exotik taugt.

Antragsteller/in Jochen Roller

Veranstaltungstermin 27., 28., 29. und 30. August 2013, 20:00 Uhr

Veranstaltungsort Sophiensaele, Festsaal

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen Koproduktion mit Sophiensaele, Theater Freiburg. Mit freundlicher Unterstützung von Tanz im August.

Internetseiten www.jochenroller.dewww.sophiensaele.comwww.tanzimaugust.de

URBANSCAPES - die hütte, die stadt & der toteissee

Zu Fuß startet die Reise am Innsbrucker Platz: Wo entlang der Schneise der Stadtautobahn aus den 60er Jahren die Gräber der letzten Kriegstage auftauchen und das "atombombensichere Versuchshaus“ aus dem Jahrzehnt zuvor die Straßenbahnersiedlung der 20er überblickt. Dort, wo Berlin wie New York aussieht, an der letzten Abfahrt vor New Jersey oder wie Düsseldorf an einem weniger glanzvollen Tag, beginnt ein Dialog zwischen Henry David Thoreau und John Cage. Natursehnsucht und Aufruf zum individuellen Widerstand begegnen der Kunst offener Systeme mit happy new ears. Stadt wird als Landschaft erfahrbar, als Naturraum eigener Ordnung. Die beiden Tänzer Katharina Meves und Franz Rogowski und die Musiker Biliana Voutchkova und Klaus Janek führen die Besucher auf einen Pfad, an dem entlang ein "Bewegungschor" die Wahrnehmung öffentlicher Räume manipuliert und alt-erfahrene Folklore-Tänzer urplötzlich auftauchen. Wobei offen bleibt, ob nachher der Unabomber aus der Hütte am See herauslächelt, oder die gemeinsame Einkehr beim freundlichen Koreaner winkt.

 

Inszenierung, Choreographie: Jörg Lukas Matthaei, Ingo Reulecke | Tanz, Performance: Katharina Meves, Franz Rogowski und eine Vielzahl weiterer Akteure sowie Volkstanzgruppen der LAG Tanz | Musik, Sounddesign: Klaus Janek, Biliana Voutchkova | Ausstattung, Kostüm: Dorothea Ronneburg | Video: Carlos Bustamante | Technische Leitung: Miriam Akkermann | Pressearbeit: Nora Gores, Kunst-PR-ojekte | Choreographische Assistenz: Katharina Malong | Produktion / PR: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

 

Eine Produktion von muvingstudies matthaei/reulecke, unterstützt durch Dock 11 Berlin und die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, Abteilung Choreographie. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Antragsteller/in muvingstudies/ Jörg Lukas Matthaei

Veranstaltungstermin Premiere: 14. September 2012 um 18 Uhr 15.-16. und 21.- 23. September 2012 jeweils um 18 Uhr Startpunkt unter der Autobahnbrücke am S-/U-Bahnhof Innsbrucker Platz, Dauer ca. 3 Stunden Karten 13 Euro / ermäßigt 9 Euro nur mit Anmeldung unter 030 351 20312 oder ticket@dock11-berlin.de

Veranstaltungsort Rund um den Inssbrucker Platz in Tempelhof-Schöneberg

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen Dock 11 Berlin, Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin, Abteilung Choreographie

Internetseiten www.matthaei-und-konsorten.dewww.ingoreulecke.dewww.dock11-berlin.de

VARIATIONS #1 (ON ORDER AND ANARCHY)

Das existenzielle Bedürfnis nach Regeln und Bezugspunkten, von denen aus sich Welt erschließen lässt, ist in einer Zeit der Orientierungslosigkeit immer wieder spürbar. Die neue Arbeit der Choreografin Colette Sadler wagt den Versuch, sich dem Wunsch nach Verortung und dem Prinzip der radikalen Veränderung zugleich zu stellen: Wie setzt man Regeln in einem regellosen Spiel? Was lässt sich stabilisieren im Zustand der Instabilität? Wie verschafft sich der Körper Sicherheit in Zeit und Raum?

 

Variations #1 umkreist diese Fragen in der Begegnung von vier TänzerInnen und zwei MusikerInnen, in deren Zusammenspiel auf der Bühne, deren Übereinkünften und Uneinigkeiten eine musikalisch-choreografische Komposition entsteht. In einem Prozess ständiger Differenz und Variation beleuchtet Sadler damit das Verhältnis von Tanz und Musik aus einer anderen Perspektive: Wenn traditionelle Ordnungsprinzipien aufgelöst werden, muss sich auch die dialogische Beziehung der Kunstformen neu gestalten. Wie in einem Delirium begeben sich die Körper auf eine spielerische Suche nach Richtung und Orientierung, schaffen temporäre Formationen von Klang und Bewegung und das Bild eines Ortes, der so real wie erinnert ist.

 

CHOREOGRAFIE, KONZEPT Colette Sadler PERFORMANCE, CHOREOGRAFIE Maxwell McCarthy, Yohei Yamada, Kayoko Minami, Kerem Gelebek MUSIK Noid, Michael Vorfeld, Mario de Vega BÜHNE UND LICHT Philine Rinnert PRODUKTIONSLEITUNG Mareike Holtz PRODUKTIONSMITARBEIT, PRESSE björn & björn PRODUKTION DANCE4 UK Claire Hicks, Becky Bailey

Antragsteller/in Colette Sadler

Veranstaltungstermin 2., 3., 4. und 5. Februar 2013 SOPHIENSÆLE Berlin 8. März 2013 Nottdance Festival UK

Veranstaltungsort SOPHIENSÆLE

Förderbetrag 59.000 €

Kooperationen Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Eine Koproduktion mit Dance4 / NottDance Festival 2012, in Zusammenarbeit mit Arts Council of England, Choreographic futures / Dance Base Scotland und SOPHIENSÆLE.

Internetseiten www.colettesadler.com/

wait and see

Mit der neuen Arbeit wait and see setzen die Performer und Choreografen Christina Ciupke, Nik Haffner und Mart Kangro ihre Recherchen über den faszinierend vielschichtigen Möglichkeitsraum menschlicher Beziehungen fort. Eine Begegnung von drei Individuen im Zwischenraum von Unbekanntem und Bekanntem, geprägt von der nicht immer einfachen Schlichtheit des Kommunizierens.

 

Du bist verheddert in einem Pakt, der etwas Sanftes, manchmal Wildes und irgendwie Unmögliches offenlegt. Bei dem Versuch, gemeinsame Momente der Ruhe zu finden wird untereinander physisch verhandelt, wie man am besten zusammen eine Einheit bilden und sich als solche gemeinsam fortbewegen könnte. Und man spricht dabei über Dinge – gewöhnliche Dinge, wie das Wetter oder Autos. Doch wie sehr Du auch Teil dieser Allianz sein magst, kann es passieren, dass Du außen vor bleibst und für kurze Zeit ausgeschlossen bist. Ab und zu möchtest Du einige Momente für Dich behalten, andere wiederum willst Du teilen. Nicht immer haben wir dabei das Gleiche im Sinn.

 

In der Annäherung über scheinbar Alltägliches eröffnen sich nach und nach tiefere Beziehungsschichten. Zufällige wie überraschende Verbindungen entstehen und werden durch die choreografische Interaktion von Christina Ciupke, Nik Haffner und Mart Kangro erfahrbar gemacht. Die drei Performer verbindet eine intensive Auseinandersetzung mit Kommunikation als Prozess von Übersetzung, Transformation und Verschiebung. Nach dialogischen Projekten mit Nik Haffner (kannst du mich umdrehen 2011, dealing with life 2008, Subtitles 2006) und mit Mart Kangro (winners vs losers 2008, longer than expected 2006) führt Christina Ciupke mit dem Projekt wait and see nun beide Performer erstmals in einer gemeinsamen Arbeit zusammen. Einander bekannt und unbekannt, bestimmen die verschiedenen Grade der Vertrautheit untereinander die Intensität und Dynamik ihrer Aushandlungen.

Antragsteller/in Christina Ciupke

Veranstaltungstermin 8. und 9.November 2012 um 20 Uhr und 11. und 13. November 2012, jeweils 20 Uhr

Veranstaltungsort Uferstudios

Förderbetrag 15.000 €

Kooperationen Performance von und mit: Christina Ciupke, Nik Hafner, Mart Kangro Licht: Wassan Ali Dokumentarische Begleitung im künstlerischen Prozess: Andrea Keiz

Internetseiten www.christinaciupke.com

WOYZECK ÜBERSCHREIBEN

Vier TänzerInnen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen rekonstruieren die Bewegungen und Sprechweisen von Schauspielern in ihren Verkörperungen des Woyzeck-Personals. Aus verschiedenen, früheren Inszenierungen entwickeln sie eine Choreografie. Als was können die historischen Gesten eines Schauspielers lesbar werden, wenn TänzerInnen sie rekonstruieren, re-enacteten, nachschreiben in dem Bewusstsein, dass es sich um das Material Abwesender handelt? Welche Körper, welche Identitäten, welche Präsenzen bringt diese Konfrontation hervor?

Mit dieser Auseinandersetzung entsteht ein Archiv der Erinnerungen und damit verbunden natürlich die Frage, wie ein Umgang mit einem kulturellen Gedächtnis heute möglich ist.

 

Regie: Sebastian Blasius

Dramaturgie: Daniel Franz

Bühne/Kostüm: Cristina Nyffeler

Licht: Andreas Mihan

Sound: Rupert Jaud

Produktionsassistenz: nützlich + schön

Performance: Sigal Zouk, Arantxa Martinez, Eduard Mont de Palol, Ludger Lamers

Antragsteller/in Sebastian Blasius/ Daniel Franz

Veranstaltungstermin 23., 24., 28. und 29. März 2012, 20.00h

Veranstaltungsort Theaterdiscounter Berlin, Klosterstrasse 44, 10179 Berlin

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen Theaterdiscounter, Berlin; i-camp/ neues theater münchen, München; Orangerie-Theater, Köln Gefördert durch: Hauptstadtkulturfonds Berlin, Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

Internetseiten www.woyzeck-ueberschreiben.de