FANTASTIC TIME MACHINES (Shlomit Lehavi, Sam Belinfante & Simon Lewandowski)

Im Rahmen der aktuellen Ausstellungsserie Time & Technology zeigt Art Laboratory Berlin die Ausstellung Fantastic Time Machines mit neuen Arbeiten von Shlomit Lehavi und des Künstlerduos Sam Belinfante & Simon Lewandowski. Die beiden künstlerischen Beiträge setzen sich mit dem Phänomen des zeitlichen Verlaufs, mit dem Synchronen, dem Simultanen sowie mit dem Nacheinander auseinander. Hierbei entwickeln die Künstler besondere Formen imaginärer Zeitmaschinen.

 

Die britischen Künstler Sam Belinfante und Simon Lewandowski präsentieren erstmalig die neue Arbeit The Reversing Machine (A Theatre of Kairos and Chronos), die auf den Begriff Kairos als einen günstigen Zeitpunkt im Gegensatz zu Chronos, dem zeitlichen Verlauf anspielt. Die Arbeit ist ein konstruierter Mechanismus, der von den Künstlern Time-Setter oder Chronocrator genannt wird und der versucht, die zeitliche Wahrnehmung durch das Vor- und Zurückspielen verschiedener Maschinen zu untersuchen. Dieses mechanische Palindrom ist ein hervorragendes künstlerisches Beispiel, unser heutiges Leben mit zahlreichen simultan gesteuerten Abläufen, aber auch sich wiederholenden Handlungen zu reflektieren.

 

Die in Israel geborene und heute in New York lebende Künstlerin Shlomit Lehavi arbeitet im Bereich Installationskunst und geht den Beziehungen zwischen Technologie und Mensch auf den Grund. Sie untersucht das Thema Erinnerung und das Verhältnis zu Technologie. In ihrer Videoinstallation Time Sifter erforscht sie das kollektive Gedächtnis, das kollektive Vergessen und die Rolle des Einzelnen darin. Die mittels Berührung veränderbaren Projektionsflächen ermöglichen dem Besucher eine faszinierende Form der Partizipation und Interaktion.

 

Kuratiert von Regine Rapp und Christian de Lutz

Antragsteller/in Regine Rapp | Art Laboratory Berlin e.V.

Veranstaltungstermin Vernissage: 23. März 2012, 20 Uhr - 24. März bis 29. April 2012

Veranstaltungsort Art Laboratory Berlin

Förderbetrag 9.500 €

Kooperationen WEITERE UNTERSTÜTZUNG: Botschaft des Staates Israel KOOPERATIONSPARTNER: University of Leeds, http://www.leeds.ac.uk/ The Wild Pansy Press, http://www.wildpansypress.com PSL (Project Space Leeds) http://www.projectspaceleeds.org.uk/ IPT, Tisch School of the Arts, NYU, http://itp.nyu.edu/itp/ Effects Too, http://www.effectstoo.co.uk/ MEDIAPARTNER: AVIVA www.aviva-berlin.de

Internetseiten www.artlaboratory-berlin.org

Pressestimmen

POST-STUDIO TALES

POST-STUDIO TALES

 

Anna Möller, Anatoly Belov, Bradley Alexander, Burk Koller, David Goodman, Flavia Spichtig, Florine Leoni, Konrad Mühe, Laura McLardy, Martin Kohout, Mitya Churikov, Pedro Wirz, Raphael Linsi, Sarah Elliott, Thomas Jeppe, Tina Kämpe, Wilhelm Klotzek, Wojciech Kosma

 

Die Residency-Ausstellung POST-STUDIO TALES erforscht »zeitgenössische künstlerische Arbeitsformen und die Orte ihrer Produktion«. Für den Zeitraum eines Monats werden achtzehn Künstlerinnen und Künstler und die drei Kuratoren des Projektes in einer ortsspezifischen Ausstellungsarchitektur, entworfen von dem Berliner Architektenkollektiv SOMETHING FANTASTIC, leben und arbeiten. Die Vortrags- und Präsentationsreihe »Raconter et rencontrer« findet an drei Tagen während der Projektlaufzeit statt; Details und weitere Veranstaltungen werden kurzfristig auf der Webseite veröffentlicht.

 

Vom 13.–30. April 2012 wird POST-STUDIO TALES mittwochs bis freitags von 12–18 Uhr und samstags bis sonntags von 14–18 Uhr sowie nach Vereinbarung für Besucherinnen und Besucher zugänglich sein. Für weitere Informationen kontaktieren Sie gerne das Kuratorenteam während der Öffnungszeiten am Ausstellungsort oder via Email unter post@district-berlin.com.

 

Friedemann Heckel, John Beeson, Ulrike Gerhardt

 

 

POST-STUDIO TALES is a residency-as-exhibition investigating »contemporary art practice and the spaces of its production«. For one month, eighteen artists and the project's three curators will stay and work at District Kunst- und Kulturförderung in a site-specific exhibition architecture designed by the Berlin-based architectural collective SOMETHING FANTASTIC. The lecture and presentation series »Raconter et rencontrer« will take place on three days during the project; details and further events will be announced online.

 

From 13–30 April 2012, POST-STUDIO TALES will be open to visitors Wednesday–Friday 12 noon–6 pm and Saturday–Sunday 2 pm–6 pm as well as by appointment. For more information, please contact the curators either on site during opening hours or via email at post@district-berlin.com.

 

Friedemann Heckel, John Beeson, Ulrike Gerhardt

 

TEAM:

 

Katrin Glinka, Öffentlichkeitsarbeit

Azra Gül, Projektleiterin

Sascha Kregel, Praktikant

Laura Lang, kuratorische Assistentin

Anne Sofie Ruckhaberle, Fundraising

 

District Kunst- und Kulturförderung

Bessemerstraße 2–14

12103 Berlin

T +49 30 71 09 30 93

M +49 17 84 58 39 75

post@district-berlin.com

district-berlin.com

 

 

www.district-berlin.com

Antragsteller/in District Kunst- und Kulturförderung | John Beeson, Ulrike Gerhardt, Azra Gül, Friedemann Heckel

Veranstaltungstermin 13. bis 30. April 2012 Eröffnung Donnerstag, 12. April, 18 Uhr Raconter et rencontrer Mittwoch, 18. April, 19 – 21 Uhr Samstag, 21. April, 12 – 16 Uhr Mittwoch, 25. April, 19 – 21 Uhr Finissage Samstag, 28. April 2012, 18 Uhr

Veranstaltungsort District Kunst- und Kulturförderung

Förderbetrag 20.000 €

Kooperationen Something Fantastic, Edition Taube WEITERE UNTERSTÜTZUNG: Moebel Horzon Johannes Märker Holz Possling Ludwig Reiter, Wien

Internetseiten www.district-berlin.compost-studiotales.d...-berlin.com/

Right-To-Left - arabische und iranische Visuelle Kulturen

Bereits vor den Revolutionen, die das Straßenbild in vielen Ländern des Nahen Ostens während des „Arabischen Frühlings“ bestimmten, fand eine eher stille Revolution in der Region statt: die Modernisierung der arabischen und persischen Schrift, ihres Erscheinungsbildes und ihrer Schreibweise, ermöglicht durch moderne Software und die experimentellen Darstellungsformen einer neuen Generation talentierter Designer und Künstler. Diese beiden „Revolutionen“ hängen in gewisser Weise zusammen. Viele der Inhalte und Botschaften der revolutionären arabischen Umbrüche wurden vor allem mittels Schriftsprache, Grafiken und Illustrationen verbreitet, egal ob in den Straßen (Graffiti, Schablonen, Tags, Transparente), den sozialen Netzwerken oder dem Internet.

 

Im Zentrum des Projekts RIGHT-TO-LEFT steht genau das, was sich aktuell im Nahen Osten in der visuellen Kultur und in der Gesellschaft abspielt. Die Ausstellung präsentiert Kunstwerke von über 40 Künstlern und Grafikdesignern, Installationen und Hunderte von Plakaten, die zum Teil speziell für die Berliner Ausstellung produziert wurden. Zu sehen sind Werke, die auf der reichhaltigen Formensprache visueller arabischer und persischer Kultur aufbauen und diese mit verschiedensten anderen kulturellen Referenzen kombinieren. Der Titel, RIGHT-TO-LEFT, bezieht sich auf die Schreibrichtung der arabischen und persischen Sprache.

Antragsteller/in Antje Weitzel

Veranstaltungstermin 10. November bis 9. Dezember 2012

Veranstaltungsort Studio 1, Kunstquartier Bethanien

Förderbetrag 85.000 €

Kooperationen Zentrum Moderner Orient Kunstraum Kreuzberg/Bethanien Neue Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK)

Internetseiten www.right-to-left.net

Ausstellungansicht, Right-To-Left, Studio 1, Kunstquartier Bethanien, Berlin, 2012

Ausstellungansicht, Right-To-Left, Studio 1, Kunstquartier Bethanien, Berlin, 2012

Zerstörte Vielfalt

Im Jahr 2013 jähren sich die Machtübertragung an die Nationalsozialisten zum 80. und der Novemberpogrom zum 75. Mal. Beide Ereignisse, nationalsozialistischer Machtantritt und Novemberpogrom, haben für Berlin eine herausgehobene Bedeutung. Als Reichshauptstadt war Berlin Schauplatz und Symbol der Machtübernahme sowie der gewaltsamen Etablierung der Diktatur. Als jüdische Metropole mit mehr als 160.564 jüdischen Bürgerinnen und Bürgern (das waren 3,8% der Gesamtbevölkerung) war die Stadt zugleich von den Auswirkungen der Judenverfolgung besonders stark betroffen. Die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler bildete nicht zuletzt den Ausgangspunkt für die systematische Verfolgung der Juden, die 1938 im Pogrom und in den Massendeportationen ab Herbst 1941 und schließlich in der Ermordung gipfelte.

Der Vielfalt des Berliner Vorkriegslebens und ihrer Zerstörung sollen mit einer kooperativen, dezentral organisierten Ausstellung mit zahlreichen, vielfältigen einzelnen Aktivitäten gedacht werden. Im Zeitraum zwischen dem 30. Januar 2013 und dem 9. November 2013 sollen in ähnlicher Weise den Berliner Bezirks-, Stadt- und Spezialmuseen, den Gedenkstätten, Universitäten und Kultureinrichtungen jüdische Menschen mit ihren Werken und ihrer Biografie als Musiker, Komponisten, Bildende Künstler, Autoren, Journalisten, Wissenschaftler, Unternehmer, Politiker etc. in den jeweiligen Instituten der Stadt, in den Opern, Theatern, Konzerthäusern, den Wissenschaftsinstitutionen, der IHK, in den entsprechenden Museen und Ausstellungshäusern etc. vorgestellt und damit in der Summe deutlich gemacht werden, welchen Anteil diese Menschen an unserer Kultur und Gesellschaft bis heute haben.

Für eine „gemeinsame Handschrift“ und einen gemeinsamen Rahmen all dieser Projekte, wird die Gesamtkoordination an einen Träger – die Kulturprojekte Berlin GmbH – übergeben.

Das Land Berlin gewährt auf der Grundlage der §§ 23 und 44 Landeshaushaltsordnung (LHO) nach Maßgabe der Entscheidung des Gemeinsamen Ausschusses des Hauptstadtkulturfonds vom 22. Juni 2011 und der Fach-Juryentscheidung vom 18. Januar 2012, dieser Richtlinie und der Verwaltungsvorschriften zu § 44 LHO eine Zuwendung zur Förderung der Projektreihe „Stadtweite Projekte im Themenjahr 2013 – Zerstörte Vielfalt“ aus den hierfür vom Hauptstadtkulturfonds bereitgestellten Mitteln.

 

Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten können Sie auf der Website des Kulturprojekte Berlin GmbH erfahren.

 

Antragsteller/in Kulturprojekte Berlin GmbH

Veranstaltungstermin 2012 und 2013

Veranstaltungsort verschiedene Veranstaltungsort in Berlin

Förderbetrag 200.000 € 2012 200.000 € 2013

Internetseiten www.kulturprojekte...te-vielfalt/