12. internationales literaturfestival berlin

Das 12. internationale literaturfestival berlin (4.-16. September .2012) präsentiert auch in diesem Jahr wieder die literarische Vielfalt zeitgenössischer Prosa und Lyrik aus aller Welt. Renommierte Autorinnen und Autoren werden neben internationalen Neuentdeckungen zu einem vielfältigen Programm beitragen. Die Eröffnungsrede wird der chinesische Exilautor Liao Yiwu, dessen Buch „Für ein Lied und hundert Lieder. Ein Zeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen“ letztes Jahr bei uns Premiere feierte, am 04. September um 18.00 Uhr im Haus der Berliner Festspiele halten.

 

Gäste des 12. ilb sind u.a.:

 

Emmanuel Carrère, Frankreich

Amir Hassan Cheheltan, Iran

Jean Echenoz, Frankreich

Thomas Frank, USA

John Green, USA

Mark Greif, USA

Chad Harbach, USA

Ha Jin, USA/China

Etgar Keret, Israel

Dea Loher, Deutschland

Scott McCloud, USA

David Mitchell, Großbritannien

Herta Müller, Rumänien/Deutschland

Péter Nádas, Ungarn

Nina Power, Großbritannien

Richard Sennett, USA

Zeruya Shalev, Israel

Ngugu wa Thiong’o, Kenia

Liao Yiwu, Deutschland/China

Leila Aboulela, Katar/Sudan

Priya Basil, Großbritannien / Deutschland

Sabina Berman, Mexiko

Mahi Binebine, Marokko

Carol Birch, Großbritannien

Bjarni Bjarnason, Island

John Burnside, Großbritannien

Teju Cole, USA

Jean Echenoz, Frankreich

Ezzedine Choukri Fishere, Ägypten/Kuwait

Durs Grünbein, Deutschland

Sayed Kashua, Israel

Abdo Khal, Saudi-Arabien

Kiran Nagarkar, Indien

Valère Novarina, Frankreich/Schweiz

Laura Restrepo, Kolumbien

Michail Schischkin, Schweiz/Russland

Éric-Emmanuel Schmitt, Frankreich

Samanta Schweblin, Argentinien

Samuel Shimon, Großbritannien/Irak

Kyung-sook Shin, Südkorea

Vladimir Sorokin, Russland

Madeleine Thien, Kanada/China/Malaysia

Antonio Ungar, Kolumbien

Tomas Venclova, USA/Litauen

 

Der Fokus des 12. ilb liegt auf dem Raum Europa. Unter dem Motto „Europe Now“ wollen wir einen literarischen Rettungsschirm für Europa spannen, der die (bzw. eine) Wirklichkeit Europas, vielleicht gar den Zustand Europas erfassen und ausdrücken soll.

 

 

Neben einem Foto- und Comicwettbewerb zu dem Thema, werden europäische und nicht-europäische Schriftsteller und Künstler dazu aufgerufen, literarische Texte zu ihren Gedanken und Erfahrungen mit Europa zu verfassen, die dann zu einem etwas anderen Rettungsschirm für Europa zusammengefasst und präsentiert werden.

 

Teilnehmer des Rettungsschirms sind bis jetzt:

 

Lindita Arapi, Schweden

Azouz Begag, Frankreich

David Černý, Tschechien

Adriaan van Dis, Niederlande

György Dragomán, Ungarn

Georgi Gospodinov, Bulgarien

Hallgrimur Helgason, Island

Pedro Rosa Mendes, Portugal

Tim Parks, Großbritannien

Marko Pogačar, Kroatien

Norbert Scheuer, Deutschland

Franz Schuh, Österreich

Ostap Slyvynsky, Ukraine

Janne Teller, Dänemark/ USA

Sergej Timofejew, Lettland

Thomas Venclova, Litauen

 

In der Rubrik Specials freuen wir uns auf die Literatur einer Kultur, die fernab von unseren Breitengraden seit Jahrhunderten existiert. In einer Langen Nacht der Māori-Kultur stellen wir die Literatur und Erzählkunst der indigenen Bevölkerung Neuseelands vor.

 

Teilnehmen wird:

 

Witi Ihimaera

James Belich

Paula Morris

Hamish Clayton

Cathie Dunsford

Alan Duff

Peter Walker

Jo Harawira

 

In der Festivalsparte Internationale Kinder- und Jugendliteratur werden 27 Autoren und Illustratoren aus Neuseeland, dem Iran, Griechenland, Taiwan und vielen weiteren Ländern ihre Romane, Erzählungen, Gedichte und Illustrationen vorstellen. Highlights des diesjährigen Programms sind die Panelreihe A Story for Europe – Welche Kinder- und Jugendliteratur braucht Europa? für Fachpublikum, die auf dem Festival Premiere feiernde Musiktheaterproduktion Frerk, du Zwerg! nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Finn-Ole Heinrich und der Große Abend der Kinderliteratur für Familien. Unter anderem sind folgende Autoren und Illustratoren Gäste des diesjährigen Kinder- und Jugendprogramms:

 

Farideh Chalatbarie, Iran

Gabriela Cichowska, Polen

Enzo, Taiwan

Kate de Goldi, Neuseeland

John Green, USA

Finn-Ole Heinrich, Deutschland

Adam Jaromir, Deutschland/Polen

Mariana Chiesa Mateos, Argentinien/Spanien/Italien

Nils Mohl, Deutschland

Uri Orlev, Israel

Maria Papayanni, Griechenland

Peter Pohl, Schweden

Iva Procházková, Tschechien/Deutschland

Janne Teller, Dänemark/USA

Robert Paul Weston, Kanada/Großbritannien

 

Eine Stunde vor Beginn des Festivals wird es in diesem Jahr eine Besonderheit geben. Unter dem Titel „Berlin liest“ rufen wir Berlinerinnen und Berliner dazu auf, am 4.9. um 17.00 Uhr an einem öffentlichen Ort ihrer Wahl aus ihrem Lieblingsbuch vorzulesen. Die Schirmherrschaft der Aktion trägt die rbb - Intendantin Dagmar Reim.

 

Da das internationale literaturfestival berlin ein „Entdeckerfestival“ (FAZ) ist, wollen wir durch günstige Festival- und Tagestickets ermöglichen, dass unsere Gäste sich mehr als nur eine Lesung anhören und so wirklich Neues entdecken. Deswegen kostet das gesamte Festivalticket dieses Jahr 50€ / 40€ / 30€.

 

Der Kartenvorverkauf hat begonnen!

 

Antragsteller/in Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik e.V.

Veranstaltungstermin 4. bis 16. September 2012

Veranstaltungsort Haus der Berliner Festspiele und weitere

Förderbetrag 350.000 €

Kooperationen Berliner Festspiele, Institut Français, Collegicum Hungaricum Berlin, Theatertreffen, Treffen junger Autoren, Heinrich-Böll-Stiftung, Koreanisches Kulturzentrum, Friedrich-Nauman-Stiftung für die Freiheit und viele mehr.

Internetseiten www.literaturfestival.com

poesiefestival berlin

Zum 11. Mal bringt das poesiefestival berlin Dichtkunst aus der ganzen Welt nach Berlin und experimentiert mit neuen Formen und Medien der Lyrik. Der Fokus liegt dieses Jahr auf der Mittelmeerregion als Geburtsstätte zahlreicher Weltkulturen, als Wiege großer Zivilisationen und Ausgangspunkt blutiger Konflikte. Vom 4.–12. Juni zeigt das poesiefestival berlin in der Akademie der Künste am Hanseatenweg die Poesie und Kunst dieser Region und präsentiert das Mittelmeer erstmals in Deutschland als zusammenhängenden Kulturraum. In über 50 Veranstaltungen mit 170 Dichtern und Künstlern aus allen Anrainerstaaten schafft es Querverbindungen und legt Bezüge ebenso offen wie Brüche.

 

Bereits die ersten Gründungsmythen des Mittelmeers handeln vom Reisen, vom Exil und von der Flucht. Die Odyssee, die Fahrten des aus Troja fliehenden Aeneas oder die Entführung der Europa aus Phönizien nach Kreta erzählen von Phänomenen, die nichts von ihrer brennenden Aktualität eingebüßt haben. Die erste Station des Festivals, der offiziellen Eröffnung vorangestellt, widmet sich daher der Realität und der literarischen Fiktion des Flüchtlings und stellt sie den europäischen Idealen gegenüber.

 

Die Lyrik zwischen Alexandria und Beirut ist die nächste Passage und bringt die Klänge des al-Bahr, des Weißen Meeres, nach Berlin. Danach geht die Reise in den Maghreb mit Dichtern aus Algerien, Libyen, Marokko und Tunesien und einem Konzert der berberischen Band Ithran.

In den turbulenten Hafenstädten Istanbul und Marseille vermischen sich schon seit jeher Sprachen, Kulturen und Künste. Das Festival läuft ihre Häfen ebenso an wie die Inseln Zypern, Malta und Mallorca. Sie sind Brückenköpfe und Knotenpunkte, Projektionsflächen der Sehnsucht nach dem Paradies, aber auch Schreckensbilder der Isolation.

 

Der Übersetzungsworkshop VERSschmuggel lädt dieses Jahr acht Dichter aus Italien ein. Es gilt, sowohl noch unbekannte Newcomer zu entdecken als auch alte Bekannte wieder zu treffen. Im Flamenco spielt die Poesie eine fundamentale Rolle. „Poesía flamenca“ bringt diese alte Verbindung auf die Bühne mit neuen Interpretationen klassischer Werke bekannter spanischer Autoren sowie Vertonungen zeitgenössischer Dichter.

 

Das poesiefestival berlin kreuzt vor den Küsten Griechenlands und zeigt die zeitgenössische Dichtung Hellas’ zwischen Kalliope und Krise, sichtet die hebräische Poesie Israels und landet schließlich am letzten Ankerplatz des diesjährigen Fokusthemas und Abschluss des Festivals wieder in Italien mit der Inszenierung von Pasolinis Langgedicht „Dunckler Enthusiasmo“. Ergänzt wird das poesiefestival berlin durch Ausstellungen rund ums Mittelmeer in zahlreichen Berliner Kulturinstitutionen, Botschaften und der Akademie der Künste.

 

Eröffnungsveranstaltung des 11. poesiefestival berlin ist wieder Weltklang – Nacht der Poesie, die mittlerweile schon traditionelle Lesung internationaler Dichterstars, diesmal u.a. mit Michael Ondaatje (Kanada), Raúl Zurita (Chile) und Yang Lian (China). Auch die Berliner Dichter lesen wieder bei Poets’ Corner an öffentlichen Orten in den Bezirken, in denen sie wohnen.

 

Jenseits des Mittelmeerfokus’ bringt das Festival die radikal expliziten Neuvertextungen Sabine Schos und Ulf Stolterfohts von Schumanns und Chamissos Liederzyklus’ „Frauenliebe und -leben“ gemeinsam mit der Neukomposition von Jan Müller-Wieland zur Uraufführung. Für e.poesie vertonen Komponisten Elektronischer Musik die Werke zeitgenössischer Dichter. Das Kolloquium fragt dieses Jahr nach zeitgemäßen Wegen der Präsentation von Lyrik. Ein Programm für Lehrer und Schüler bringt die Poesie in die Schulen.

 

Begleitet wird das Festival von einem Feature zum Fokusthema auf der Internetseite www.lyrikline.org.

 

Antragsteller/in Literaturbrücke Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 4. bis 12. Juni 2010

Veranstaltungsort Akademie der Künste

Förderbetrag 350 000 €

Kooperationen Akademie der Künste, Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Botschaft der Republik Zypern, Botschaft des Königreichs Marokko, Griechische Kulturstiftung, Institut francais de Berlin, Istituto di Cultura di Berlino

Internetseiten www.literaturwerkstatt.org