Autland

Autland – Musiktheater für sechs Solisten und Kammerchor

 

„Autland“ entstand 2009 als Musik zu dem gleichnamigen Gesamtkunstwerk von Sergej Newski, Beate Baron und Justine Jaszczuk, das im Rahmen der Ruhrtriennale uraufgeführt wurde. Einige bereits einstudierte Teile des Werkes konnten wegen der Änderung des Regiekonzepts nicht gespielt werden und blieben so unaufgeführt. Nach der Aufführung wurden Teile der Partitur bei verschiedenen Festivals erfolgreich wieder aufgeführt. Nun bietet das Festival MaerzMusik zum ersten Mal die Möglichkeit, das Werk in seiner Gesamtheit zu hören und so dessen Struktur zu erfassen. Am Anfang steht ein fast unhörbarer Moment. Atemgeräusche mischen sich mit amorphen Klängen; isolierte, autistisch anmutende Laute entwickeln sich bald zu Texten; aus Tongebilden der jeglicher Grammatik und Semantik entkleideten Stimme entsteht Gesang. Im dramaturgischen Wechsel von phonetischer Reduktion zum komplexen Klang thematisiert „Autland“ jene Sprachlosigkeit, die dem Gefühl der Isolation und Ohnmacht des Individuums entspringt, und den Kampf um deren Überwindung. Der Komposition liegen, neben Poemen und Texten surrealistischer Dichter, Texte von Autisten zugrunde. Im Versuch, sich in der unübersichtlichen Welt zu verorten, bedienen sie sich einer bildmächtigen Sprache, denen die Komposition mit eigener Dynamik und Dramatik begegnet. Im Zentrum steht der 36stimmige Kanon „Deo Gratias“ von Ockeghem (1497), eine polyphone Klangkathedrale zum Lobpreis Gottes. Hier führt die artifizielle, unendliche Vielstimmigkeit in Schwindel erregende Sphären und – in der Zusammenführung aller Stimmen – die Ordnung des Kanons ad absurdum. Newski entwickelt aus dem Kanonprinzip ein ganz eigenes, eindringliches Ordnungs- und Sprachsystem. Hier greift eine Syntax, die den Zuhörer zwar berührt, ihn zugleich auf Distanz hält. Dennoch finden sich beide Kompositionen: in der musikalischen Bauweise, die komplexe Schichtungen und Endlosigkeit zum gestalterischen Prinzip erhebt, in der Ambivalenz von Ordnung und Chaos. Unter der Leitung von Titus Engel führen Sänger des VocaalLab und das Vocalconsort Berlin das Werk erstmals im Gesamtzusammenhang auf.

 

Antragsteller/in Sergej Newski

Veranstaltungstermin 24. März 2012

Veranstaltungsort Radialsystem V

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Deutscher Musikrat

Titus Engel (Foto: Detlef Baltrock)

CC Nº1 - Corruptive Climate

Mit CC N°1 feiert das ausland, einer der wichtigsten nicht-institutionalisierten Veranstaltungsorte Berlins, 10 Jahre Wachsen und Wuchern im Berliner Kulturdschungel:

 Die Anpassung an klimatische Veränderungen erfordert das Kultivieren kollektiver Vernetzungen, Züchten individueller Verästelungen sowie ein gewisses Maß an Korruption und Mutation. CC N°1 präsentiert KünstlerInnen, die das Schaffen und Teilen von Strukturen und Ressourcen als Teil ihrer Arbeit begreifen: Durch die Organisation von Labels oder Veranstaltungsorten, freien Austausch von Wissen in Wohnzimmern und Workshops, durch künstlerische Experimente oder Flüsterpropaganda. Im Dschungel ist man nie allein.

 

In den Sopheinsaelen mit: Spunk, Haco, Kaffe Matthews, Billy Roisz, Spunk, Selvhenter, Les Femmes Savantes, der Operette "The Swan Song" und The Sacred Travelers.

Das gesamte Festivalprogramm wird vom Festivalradio “Sissi.FM” begleitet und übertragen und ist im livestream auf reboot.fm und auf UKW 88,4 FM zu hören.

 

Antragsteller/in ausland

Veranstaltungstermin 7. bis 9. Dezember 2012 Sophiensaele 10. bis 15. Dezember 2012 ausland

Veranstaltungsort ausland und Sophiensaele

Förderbetrag 65.000 €

Kooperationen Sophiensaele, Initiative Neue Musik e.V., Elektronisches Studio der TU Berlin, British Council, Edmonton Arts Council, reboot.fm

Internetseiten ausland-berlin.de/...tive-climatewww.sophiensaele.comreboot.fm

deLIGHTed

Vom 02.10. bis 05.10.2012 präsentiert das ATZE Musiktheater unter Gesamtleitung von Olivinn eine weitere Ausgabe des deutschlandweit einzigartigen "deLIGHTed". Fusionen aus türkisch-argentinischem Tango und Mozart, Opernarien und Breakdance, anatolischen und elektronischen Musikwelten sorgen für Furore. Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr werden bei drei Konzerten erneut kulturelle Grenzen und etablierte Kategorisierungen aufgelöst.

Im Zentrum stehen mit Sinem Altan, Begüm Tüzemen, Özgür Ersoy und DJ Ipek vier bedeutende junge türkisch-stämmige Künstler, die mit zahlreichen internationalen Gästen den Weg in die musikalische Zukunft weisen.

 

 

 

Dienstag 02.10.2012

light-hearted 1

Olivinn & Gäste

 

Die Gründer von Olivinn - Sinem Altan, Begüm Tüzemen und Özgür Ersoy - begeben sich auf eine Zeitreise zu den musikalischen Vermächtnissen von Morgenland und Abendland. Sie verschmelzen verloren geglaubte und bisher ferne Melodien und Geschichten in einer neuen, allgemein gültigen und grenzenlosen Sprache.

Im Zentrum steht die türkische Tango-Tradition, die im Unterschied zur argentinischen Tradition Gesang und Dichtkunst in den Mittelpunkt stellt. Olivinn interpretiert beide Spielarten mit einer einzigartigen Besetzung aus Gesang, Bandoneon, Baglama, Mey, Schlagzeug, Kontrabass und Klavier. Zusätzlich sorgen Synthesen aus klassischen wie populären Werken, türkischen Volksliedern, zeitgenössischen Kompositionen (einschließlich neuer Arrangements und Variationen aus „Türkisch für Liebhaber‘‘ und „Tango Türk‘‘) für einen außergewöhnlichen Dialog. Auf verblüffende Weise werden u.a. Kompositionen von Mozart, Schubert und Mendelssohn in einen neuen Kontext gesetzt.

Musikalische Leitung, Kompositionen und Arrangements: Sinem Altan.

Mit: Begüm Tüzemen (Gesang), Özgür Ersoy (Baglama/Mey), Sinem Altan (Klavier), Peter Reil (Bandoneon), Klaus Axenkopf (Kontrabass), Peer Triebler (Schlagzeug). Moderation: Andrea Kurmann.

Konzertbeginn: 20.00 Uhr

 

 

 

Donnerstag 04.10.2012

opeRap

DJ Ipek, Sinem Altan, FOOTWORK deluxe u.a.

 

Was gescheht, wenn die vom Beat geprägten Strukturen des Hip-Hop auf die leidenschaftlichen Höhepunkte der Oper treffen? Wie lässt sich die kunstvoll bis künstliche Welt der Oper mit der rauen Realität des Hip-Hop verbinden?

Den Ausgangspunkt bilden ausgewählte Arien der romantischen Oper. Nach und nach entfernt sich die bekannte Klangwelt von klassischen Mustern, bis DJ Ipek mit Beats und Loops für Verfremdungseffekte sorgt. Die Streetdance-Formation FOOTWORK deluxe nimmt die kontrastierenden Impulse auf und gestaltet die künstlerische Verschmelzung auf einer weiteren Ebene mit. Begüm Tüzemen (Sopran), Fabian Martino (Tenor) und MC Massiw Le Ghaza lassen in gekonntem Wechselspiel erstaunliche Fusionen entstehen.

Eine kammermusikalische Besetzung von Klavier, Geige und Cello begleitet das Aufeinandertreffen. Anhand vielschichtiger kontrastiver Elemente schafft Sinem Altan in konzeptueller Zusammenarbeit mit DJ Ipek und dem Choreographie-Team Thomas Fleckenstein/Claudia Scharf eine Austauschebene, die jenseits von U- und E-Kategorien ein innovatives Kunstverständnis ermöglicht.

Konzept: Sinem Altan, DJ Ipek, Thomster (Footwork Deluxe). Mit: DJ Ipek, Sinem Altan (Klavier),

Lukas Stepp (Violine), Jonathan Weigle (Cello). Sänger: Fabian Martino (Tenor), Begüm Tüzemen

(Sopran), MC Massiw Le Ghaza. Breakdance: FOOTWORK Deluxe. Choreographie: Thomas „Thomster“

Fleckenstein und Claudia „Flo“ Scharf. Arrangements: Sinem Altan. Regiekonzept: Andrea Kurmann

Konzertbeginn: 20.00 Uhr

 

 

Freitag 05.10.2012

light-hearted II

OLIVINN, DJ Ipek & Gäste

 

In diesem Konzert bricht das Ensemble Olivinn unter der Leitung der Pianistin und Komponistin Sinem Altan erneut auf eine Reise auf, um alle musikalischen Konventionen und Traditionen zwischen der abendländischen und morgenländischen Musik in einer faszinierenden Wiedergeburt zu verschmelzen. Gemeinsam mit den erfolgreichen Gastmusikern entsteht ein sehr vielfältiges und reichhaltiges Klangspektrum, das unter anderem durch Improvisationselemente einzelner Musiker zu einem wahren akustischen Feuerwerk zusammenwächst.

Im Mittelpunkt dieses Konzertes stehen die eigenen Kompositionen sowie Arrangements von Sinem Altan. Es erklingen von Barock bis Moderne die unterschiedlichsten Werke und das Ganze trifft auf die elektronischen Impulse von einer der erfolgreichsten DJs der letzten Jahre, Ipek Ipekcioglu. Den Höhepunkt des Abends bestimmt neben dieser spannenden Fusion die energiegeladene Performance der Sängerin Begüm Tüzemen.

Mit: (Miguel Pérez-Iñesta (Klarinette), Anja-Susann Hammer (Cello), Peter Reil (Bandoneon), Klaus Axenkopf (Kontrabass), Axel Meier (Schlagzeug-Percussion), Begüm Tüzemen (Gesang), Özgür Ersoy (Baglama-Duduk-Zurna), Sinem Altan (Klavier)

DJ: Ipek Ipekcioglu

Konzertbeginn: 20.00 Uhr

 

 

Antragsteller/in ATZE Musiktheater

Veranstaltungstermin 2., 4. und 5. Oktober 2012

Veranstaltungsort ATZE Musiktheater

Förderbetrag 15.000 € Wiederaufnahme

Internetseiten www.delightedfestival.de

EXITUS

Das Projekt Exitus spielt mit der räumlich-klanglichen Umsetzung des Diesseits und des Jenseits. Der in Berlin und Madrid lebende Komponist José-María Sánchez-Verdú hat ein Werk geschrieben welches mit den unterschiedlichen Räumen spielt. Die Komposition für Streichtrio und Auraphon wird durch eine spezielle Übertragung des Klangs auf Schwingungskörper sichtbar und hörbar gemacht. Dadurch entsteht eine faszinierende zweite Ebene der gespielten Musik. Bachs Goldberg-Variationen, in der Version für Streichtrio, sowie weitere Werke von György Kurtág und Sofia Gubaidulina werden als Rahmen und Bezugspunkte zu dem Werk Verdús erklingen. Eine spannende musikalische Reise durch Raum und Zeit !

Antragsteller/in Marcus Hagemann

Veranstaltungstermin 24. bis 26. August 2012

Veranstaltungsort Villa Elisabeth + St. Elisabeth Kirche

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen SWR-Experimentalstudio Freiburg RADIALSYSTEM V Kulturbüro SOPHIEN

Internetseiten www.marcushagemann.de/exitus

Titel Exitus (Fabian Lefelmann)

José-María Sánchez-Verdú

faithful! Treue und Verrat der musikalischen Interpretation

faithful!

Treue und Verrat der musikalischen Interpretation

 

05.-14. Oktober 2012

Bartholomäuskirche Friedrichshain – Berghain – General Public – Kammermusiksaal der Philharmonie – King Karaoke Bar – St. Matthias Kirche Schöneberg – Villa Elisabeth – Wabe

www.faithful-festival.de

 

faithful! möchte den Interpretationsbegriff neu befragen und Interpretation als Kategorie des Sprechens über Musik rehabilitieren. Dabei sollen Situationen geschaffen werden, in denen die Unterschiede der musikalischen Praktiken offen zutage treten. Im Mittelpunkt steht dabei der Interpretationsvergleich, indem verschiedene Ensembles und Solisten dasselbe Werk aufführen. Weitere Situationen in denen der Begriff der musikalischen Interpretation greifbar wird, ist eine Karaoke-Matinee mit Werken der zeitgenössischen Musik, die Reinterpretation von Kammermusik der zweiten Wiener Schule durch das Vegetable Orchestra/Das Gemüseorchester, Re-Works der Songs von Nick Drake oder Ian Curtis durch die Without Additives No Stars Big Band, Transkriptionen der Stücke für präpariertes Klavier von John Cage oder Klassiker von Steve Reich und Giacinto Scelsi auf dem Midi-Keyboard von Kerry Yong, die Praxis der DJ Culture und die offene Form einer musikalischen Grafik von Cornelius Cardew.

 

Gleichzeitig sollen prekäre Aspekte der musikalischen Aufführung reflektiert werden, darunter die Zwangslage, ein Werk aufführen zu müssen, dass man verabscheut. Die Podiumsdiskussionen widmen sich unter anderen den Fragen der musikalischen Kritik – mit dem "Quartett der Kritiker", der Vermarktung von Interpreten und dem Spannungsverhältnis zwischen dem musikalischen Einfall des Komponisten und den Möglichkeiten der Musiker, das häufig im „falschen Schein berechtigter Zukunftsmusik“ (Siegfried Mauser) seinen Ursprung hat.

Künstlerliste:

Peter Ablinger, Alter Ego, Anima Quartett, Malin Bång, Ludolf Baucke/"Quartett der Kritiker", Luciano Berio, Michael von Biel, Pierre Boulez, Gunnar Brandt-Sigurdsson, Earle Brown, John Cage, Cornelius Cardew, Aldo Clementi, Kurt Cobain, Ian Curtis, Detlef Diederichsen, Diedrich Diederichsen, Bill Dietz/Karaoke-Matinee, James Dillon, DJ Olive, Nick Drake, Ensemble Mosaik, Kai Fagaschinski, Brian Ferneyhough, Stefan Fricke, Gérard Grisey, Christoph Grund, Bernhard Haas, Boris Hegenbart, Kristjana Helgadóttir, Frank Hilberg, Heinz Holliger, Shabaka Hutchings, Ives Ensemble, Lydia Jeschke, Janis Joplin, Mauricio Kagel, Josef Koffler, Garth Knox, Jörg Königsdorf, Helmut Lachenmann, Bernhard Lang, Klaus Lang, Thomas Lehn, György Ligeti, Anton Lukoszevieze, Cathy Milliken, Minguet Quartett, Eduardo Moguillansky, Jim Morrison, Conlon Nancarrow, Mayke Nas, Giorgio Netti, Marianthi Papalexandri-Alexandri, Pellegrini Quartett, Giovanni Battista Pergolesi, Eliane Radigue, Steve Reich, Rainer Riehn, Jan Rohlf, Jessica Rona, Rebecca Saunders, Giacinto Scelsi, Johannes Schöllhorn, Arnold Schönberg, Martin Schüttler, Martina Seeber, Salvatore Sciarrino, sfSound, Nikos Skalkottas, Solistenensemble Kaleidoskop, Mathias Spahlinger, Simon Steen-Anderson, Karlheinz Stockhausen, Ernst Surberg, James Tenney, The Vegetable Orchestra/Das Gemüseorchester, Øyvind Torvund, Sid Vicious, Kai Wessel, Amy Winehouse, Without Additives No Stars Big Band, Kerry Yong, Lothar Zagrosek u. a.

 

Schirmherr: Lothar Zagrosek

Idee: Elke Moltrecht

Programm: Björn Gottstein & Elke Moltrecht

 

Antragsteller/in Elke Moltrecht/x-tract-production; Björn Gottstein

Veranstaltungstermin 5. bis 14. Oktober 2012

Veranstaltungsort Bartholomäuskirche Friedrichshain – Berghain – General Public – Kammermusiksaal der Philharmonie – King Karaoke Bar – St. Matthias Kirche Schöneberg – Villa Elisabeth – Wabe

Förderbetrag 120.000 €

Kooperationen Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung durch die Initiative Neue Musik Berlin e.V., Bezirksamt Pankow/Kulturamt, The British Council, Botschaft des Königreichs der Niederlande, Künstlerprogramm des DAAD, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Deutschlandradio Kultur, Königlich Norwegische Botschaft und Musik-Akademie der Stadt Basel/Hochschule für Musik und IRMAT Basel. Dank an Berghain, Villa Elisabeth, Wabe, ctm-festival, titanic comfort hotel, Starcar In Kooperation mit Blickpunkte e.V. und freundlicher Unterstützung durch Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, NDR Musikförderung, Niedersachsen. Dank an Musikland Niedersachsen. Medienpartner: Zitty, Neue Zeitschrift für Musik, Jazzthetik und Jungle World

Internetseiten www.faithful-festival.de

Festival Music´n´Migration

Das Festival „Music´n´Migration: A European Jazz Odyssey“ präsentiert das vielfältige, musikalische Spektrum Europas und zeigt, wie sich unterschiedlichste Musiktraditionen und eine von Migration geprägte Herkunft im Jazz

widerspiegeln.

 

Neben etablierten Künstlern wie der großartigen griechischen Sängerin Savina Yannatou ist

mit Ibrahim Maalouf, Raynald Colom, Simin Tander, den Oleś-Brüdern und dem Elina Duni

Quartet u.a. die junge Jazzgarde Europas vertreten. Ohne Zweifel ein Highlight ist die

Deutschland-Premiere des Trios der beiden Echo Jazz Preisträger Pascal Schumacher und

Francesco Tristano aus Luxemburg mit dem libanesischen Percussionisten Bachar Khalifé.

 

Alle auftretenden Musiker verbindet ihre Offenheit, Grenzen zu überschreiten. Sie sind

Wanderer zwischen den Welten und Musik-Genres: Im Aufeinandertreffen der Kulturen

eröffnen sie sich neue Horizonte. Sie sind ständig in Bewegung, neugierig auf Begegnungen

und Erfahrungen, die sie in ihre Musik einfließen lassen. Dabei verstehen sie Jazz weniger

als Musikstil, sondern vielmehr als universelle Sprache.

 

Ergänzend zum Konzertprogramm zeigen wir am Samstag, 13. Oktober 2012 den

beeindruckenden Dokumentarfilm von Marc Boettcher „Sing! Inge! Sing!“ über eine der

besten Jazzsängerinnen der 60iger Jahre: Inge Brandenburg. Danach laden wir

interessiertes Publikum, Musiker und Macher der Musikbranche, zum gemeinsamen

Gespräch und Austausch in den Jazzsalon ein.

Antragsteller/in Consense GmbH

Veranstaltungstermin 10. bis 14. Oktober 2012

Veranstaltungsort Kesselhaus in der Kulturbrauerei Berlin

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen Präsentiert von Jazzthing, zittyBerlin, taz, kulturnews, exberliner, BerlinPoche, jazzdimensions, multicult.fm, melodiva, Jazzguide Berlin, 55 Arts Club und Dussmann das KulturKaufhaus Mit freundlicher Unterstützung von: Hauptstadtkulturfonds, Auswärtigem Amt, Goethe Institut, Polnisches Kulturinstitut, Botschaft der Niederlande Berlin, Botschaft des Staates Israel in Berlin, Precise Hotel Myer´s Berlin und Budweiser

Internetseiten www.music-and-migration.dewww.kesselhaus-berlin.de;

Pressestimmen

Francesco Tristano live at Festival Music´n´Migration, Kesselhaus Berlin 11.10.2012

Ibrahim Maalouf live at Festival Music´n´Migration, Kesselhaus Berlin 12.10.2012

Joan La Barbara & Sonic Arts (Re) Union

Sa 17. März

John Cage war Joan La Barbaras Freund und Mentor. "Sein nachhaltiger Einfluss in meiner Musik besteht im Lösen von Aufgaben, verschiedenartige Elemente entgegen den Gesetzen der Logik zu verbinden und trotzdem erstaunliche Resultate zu erzielen." In ihrem neuen Werk "Persistence of Memory" kann man dies hören. Es ist eine Gegenüberstellung von Klangausbrüchen und kantigen musikalischen Phrasen, die, manchmal irritierend, manchmal beruhigend, mit hämmernden Rhythmen und kräftigen Stößen die Präsenz von Klang in dessen Abwesenheit unterstreichen – die Stille als Rahmen, so Joan La Barbara. Alexsandar Kostic schuf zu diesem Werk mit seinem Film eine komplementäre visuelle Ebene, die nicht illustrierend ist, sondern ko-existiert.

 

Fr 23. März

Die Komponisten der Sonic Arts Union waren spezialisiert auf live-elektronische experimentelle Musik. Sie waren Pioniere in der Verwendung "handgemachter" Elektronik und technologischer Verfahren zur Entwicklung von Musikstücken. Ob Raumkompositionen mit Feedback und Resonanzphänomenen, ob "performed tape" – Tonbandmanipulationen während des Konzerts –, ob simple analoge Technik oder komplexe interaktive, computergestützte und sensorische Systeme, ob mit Stimme, Klavier oder Synthesizer: jedes ihrer Stücke brachte neue Ideen zu Tage und machte den Sound- und Technikcheck vor jedem Konzert zu einem Abenteuer.

Seit den 1980er Jahren realisieren Robert Ashley, David Behrman, Alvin Lucier und Gordon Mumma unabhängig voneinander ihre Stücke und Installationen. Ashley schuf eine monumentale Reihe von Fernsehopern, Behrman verfeinerte seine interaktiven Stücke, Lucier begann, Klanginstallationen zu entwickeln, und Mumma lehrte als Professor an der University of California, Santa Cruz, und widmete sich neben der elektronischen Musik vor allem der Musik für Klavier und der Kammermusik.

 

 

Antragsteller/in KBB - Berliner Festspiele - MaerzMusik - Festival für aktuelle Musik

Veranstaltungstermin 17. März / 23. März 2012

Veranstaltungsort Haus der Berliner Festspiele

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen 17. März: In Zusammenarbeit mit Berliner Künstlerprogramm des DAAD 23. März: In Zusammenarbeit mit Berliner Künstlerprogramm des DAAD und The American Academy in Berlin

Internetseiten www.berlinerfestspiele.de

Lux et Terra - Visual Händel

Ein Festival der LAUTTEN COMPAGNEY

Vom 25. bis 28. Mai 2012 verwandelt sich da Radialsystem V Berlin in einen Erlebnisraum, an dem der Klang der Barockmusik auf modernste Bildsprachen trifft.

Eine Begegnung der besonderen Art erwartet die Zuhörer und Zuschauer jeder Altersklasse: auf faszinierende Weise kann man erfahren, wie sich Alte Musik mit einer zeitgenössischen Video- und Bildästhetik verbinden lässt.

 

Premiere 25. Mai, 20 Uhr »La Resurrezione« {G. F. Händel}

weitere Aufführungen, 27. & 28. Mai, 20 Uhr

 

Inszenierung, Video & Bühne: Kobie van Rensburg

Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner

Licht: Peter Younes

Kostüme: Marion Schultheiss

 

Angelo: Jasmin Hörner

Maria Magdalena: Susanne Ellen Kirchesch

Maria Cleofas: Silvia Beltrami

San Giovanni: James Elliott

Lucifero: Falko Hönisch

 

Statisten: Charlotte Albrecht, Rosa Jansen, Paulina Tovo; Christian Ludwig, Ludwig Obst, Albert Sauri

 

Eine Produktion der Lautten Compagney Berlin in Koproduktion mit den Händel-Festspielen Halle und dem Theater Winterthur. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

 

Kobie van Rensburg übersetzt in Händels Oratorium »La Resurrezione« (»Die Auferstehung«) barocke Bühnenkunst in eine zeitgemäße Form und holt die Auferstehungsgeschichte ins Hier und Jetzt – als menschlichen Diskurs über Schuld und Sühne, Hoffnung und Verzweiflung, Erlösung und Erkenntnis. Das Oratorium wird in der Inszenierung zur Oper, die Bühne zur Projektionsfläche. Zu den Musikern des mit dem »ECHO- Klassik« ausgezeichneten Barockorchesters gesellt sich ein internationales hochkarätig besetztes Solistenensemble.

 

Ein geniales Jugendwerk, das vor originellen Ideen und musikalischer Kühnheit nur so sprüht, erzählt »La Resurrezione« die Auferstehungsgeschichte zum einen als Machtprobe zwischen den Kräften des Himmels und der Hölle, zum anderen aber aus der Sicht dreier Menschen, die Jesus nahe standen. Von Schmerz, Angst und Zweifeln bewegt, suchen und finden sie in der Verheißung der Auferstehung ihren eigenen Weg vom Dunkel ins Licht.

 

25. Mai, Aftershowparty »Resurrezione Remixed«

DJ Johannes Malfatti

Die Pfadfinderei (Videoinstallation)

 

26. Mai, 20 Uhr Konzert »Handel with Care«

Video: Frank Vetter

Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner

Das experimentelle Konzert »Händel with Care« am 26. Mai geht noch einen Schritt weiter: Aktuelle »Hits« zu »covern« und zu bearbeiten war gerade zu Händels Zeiten unter Komponisten durchaus üblich. Inspiriert von dieser Tradition, präsentiert die LAUTTEN COMPAGNEY ihre Lieblingshits aus Händels Kantaten, Opern und Oratorien einmal ganz ohne Sänger – in phantasievollen Instrumentalarrangements, die der Dirigent Wolfgang Katschner seinen Musikern auf den Leib geschneidert hat.

Auch hier wird der Zuhörer auf eine visuelle Reise mitgenommen, die der Videokünstler Frank Vetter eigens für dieses Konzert entwickelt hat. Der ursprünglich gesungene Text wird phantasiereich durch eine Bildebene ersetzt.

 

 

27. Mai, 11 Uhr Podiumsdiskussion: »Barockoper und Visualisierung im 21. Jahrhundert?«

Ausgehend von der Neuinszenierung von Georg Friedrich Händels »La Resurrezione«, die zwei Tage zuvor ihre Premiere erlebte, nähert sich die Podiumsdiskussion am 27.05.2012 der Frage, wie Barockoper im 21. Jahrhundert inszeniert werden kann.

Tagtäglich, rund um die Uhr, begegnen uns aussagekräftige moderne Kommunikationsmittel, die eine stark visuelle Kraft ausüben. Der Kommunikationskanon der Barockzeit samt Gestik und Affekten entspricht jedoch einem ganz anderen kulturellen Ausdruck. Wie können sich diese beiden Konzepte begegnen? Worin bestehen positive Berührungspunkte und ergeben sich produktive Schnittpunkte? Wo aber lauern Gefahren, sich in kulturellen und zeitgeschichtlichen Gegensätzen zu verstricken?

Das gewandelte Verhältnis von Inhalt, Form und Visualisierung bietet einem Diskurs vielfache Anknüpfungspunkte. Die zentrale Frage soll hierbei nicht sein, ob eine zeitgenössische Interpretation zulässig ist, sondern wie diese umgesetzt werden kann.

Gemeinsam mit Wolfgang Katschner (Künstlerischer Leiter der Lautten Compagney Berlin) und Kobie van Rensburg (Regisseur) diskutieren an diesem Vormittag Experten der Musik- und Theaterszene.

Teilnehmende Gäste werden in naher Zukunft bekannt gegeben.

 

 

Antragsteller/in Lautten Compagney

Veranstaltungstermin 25. bis 28. Mai 2012 25.05. 20 Uhr Premiere "La Resurrezione" 26.05. 20 Uhr Konzert "Handel with Care" 27.05. 11 Uhr Podiumsdiskussion 20 Uhr La Resurrezione 28.05. 20 Uhr La Resurrezione

Veranstaltungsort Radialsystem V Berlin

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen Ein Produktion der Lautten Compagney in Koproduktion mit den Händel-Festspielen Halle und dem Theater Winterthur.

Internetseiten www.lauttencompagn...e/luxetterra

(Foto: Kobie van Rensburg)

Foto: Kobie van Rensburg

PfingstCarillon 2012

PfingstCarillon 2012

Internationales Festival und Symposium der Turmglockenspielmusik

26. - 28. Mai 2012

 

Das PfingstCarillon Festival und Symposium in Berlin bietet Carillonkonzerte an den drei Tagen des Pfingstwochenendes vom 26. - 28. Mai 2012 täglich zwischen 15 und 18 Uhr. Sieben Solokonzerte auf dem großen Carillon in Berlin-Tiergarten thematisieren die verschiedenen Carillontraditionen Europas. Stefano Colletti (Frankreich), Geert D’hollander (Belgien), Malgosia Fiebig und Sjoerd Tamminga (Niederlande), Trevor Workman (England) und Jeffrey Bossin (Deutschland), spielen abwechslungsreiche Programme mit Originalkompositionen, Neuer Musik, Bearbeitungen klassischer Werke, Volksliedern und populären Melodien ihrer Heimatländer. Zwei weitere Konzerte auf dem großen Carillon in Berlin-Tiergarten bieten vierhändige Musik. Das Zusammenspiel von zwei Carillonneuren ermöglicht den Vortrag von aufwendigen Werken, die von einem Carillonneur alleine nicht zu bewältigen sind. Es erklingen Bearbeitungen von klassischen Werken wie das Frühlingskonzert aus Vivaldis Vier Jahreszeiten (gespielt von Charles Dairay, Frankreich und Jeffrey Bossin, Deutschland) und Beethovens sechste Symphonie (gespielt von Anna Maria Reverté, Spanien und Koen van Assche, Belgien) und Originalwerke für zwei Carillonneure wie Gary Whites Emanations und Ronald Barnes A Concerto for Two to Play.

Während des Festivals wird im Rahmen eines Konzertes mit Kompositionen, die für daß Carillon in Berlin-Tiergarten geschrieben wurden, ein Auftragswerk von dem deutschen Komponisten Orm Finnendahl und ein weiteres von dem Engländer Anthony Skilbeck uraufgeführt. Parallel zum Carillon Festival findet am Samstag zwischen 10 und 12 Uhr und Sonntag zwischen 11 und 14 Uhr ein Carillon Symposium in Zusammenarbeit mit dem Musikinstrumenten-Museum Berlin statt, das am südöstlichen Rande vom Tiergarten und nur wenige Minuten vom Turm entfernt liegt. Vier Carillonneure und Carillonexperten halten Vorträge über die Berliner Carillongeschichte (Jeffrey Bossin, Berliner Carillonneur), das Wesen und Spieltechnik des Carillons, das Carillonrepertoire, den Bau von Carillons und den Guß und das Stimmen von Carillonglocken. Den Symposiumsbesuchern wird ein breiter allgmeiner Überblick über das Thema Carillon geboten und können anschließend zu Fuß zum Carillonturm gehen und die Carillonkunst live erleben. Nach dem letzten Konzert des jeweiligen Tages haben die Besucher die Möglichkeit an einer Turmführung teilzunehmen und das Instrument von Nahem zu sehen und zu erleben.

 

Antragsteller/in Jeffrey Bossin

Veranstaltungstermin 26. - 28. Mai 2012

Veranstaltungsort Carillon in Berlin-Tiergarten, Musikinstrumenten-Museum Berlin

Förderbetrag 25.000 €

Kooperationen Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin, das Musikinstrumenten-Museum Berlin

Internetseiten www.carillon-berlin.de/www.carillon-berli...arillon.htmlwww.carillon-berli...mposium.htmlwww.carillon-berli...english.htmlwww.carillon-berli...lon_eng.htmlwww.carillon

Pressestimmen

Gijsbert Kok, Stadtcarillonneur von den Haag, Niederlande. Photo Gijsbert Kok

Pills or Serenades - Eine Stimmungsstudie

Das neue Musiktheaterstück des in Berlin lebenden Brasilianers Chico Mello „Pills or Serenades“ ist eine Studie über Stimmungen und das „Stimmung machen“ von Musik, und zugleich ein Spiel mit der Paradoxie des „Zusammenschneidens“: eine Montage von Sprunghaftem und eine Konfrontation verschiedener Atmosphären.

Rezitativisches Material unterschiedlicher Stile und Texturen wird zerschnitten und so wieder neu zusammengesetzt, dass man sich einer launenhaften Stimmungschimäre ausgesetzt fühlt.

 

Dass Musik das Potenzial hat, Stimmungen zu manipulieren, ist bekannt. „Pills or Serenades“ untersucht zwei miteinander verzahnte Wirkungsebenen: Emotion erfahren – Musik beeinflusst unsere innere Stimmung, Emotion erkennen – eine bestimmte musikalische Erfahrung wird einer inneren Stimmung zugeordnet.

Das Stück ähnelt einer sinnlichen Versuchsanordnung, die ein vergleichendes Hören ermöglicht. Mehrdeutige Textsequenzen werden „vokalgeneriert“ vertont: Jedem Vokal wird ein bestimmter Ton eines Modus bzw. einer Tonleiter zugewiesen. Auf diese Art und Weise bestimmt der Text die Melodieführung und die implizierten Wertungen traditioneller melodischer Wendungen werden neutralisiert. Für den direkten Vergleich werden bestimmte Textsequenzen mehrmals vertont, sodass die Texte mal fröhlich, traurig, ausgeglichen und mal übertrieben erscheinen.

Der Zuschauer ist Beobachter und Miterlebender dieses Wechselbades der Gefühle zwischen natürlicher Anteilnahme und Genuss einer höchst artifiziellen Sprache, der Stimmungen als Artefakte.

Antragsteller/in Luiz F. Garcez de Oliveira Mello

Veranstaltungstermin 16., 17. und 18. März 2013 Haus der Berliner Festspiele 23. März 2013, Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden

Veranstaltungsort Haus der Berliner Festspiele

Förderbetrag 75.000 €

Kooperationen Berliner Festspiele / MaerzMusik und Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden

Internetseiten www.berlinerfestsp...il_56412.php

Rotation 2012

Das Ensemble Adapter arbeitet seit 2004 regelmässig und intensiv mit jungen Komponisten zusammen und bringt ihre Ideen auf die Bühne. Mit dem Konzertzyklus Rotation 2012 etabliert sich das Ensemble auf dem Gelände der ExRotaprint als neuer (Heim-)Spielstätte in Berlin-Wedding und stellt in drei Konzerten junge Berliner Komponisten vor, die ihre Arbeit erstmals abendfüllend in der Hauptstadt präsentieren.

 

1. Musik von Arne Sanders

2. Musik von Yoav Pasovsky

3. Musik von Sebastian Elikowski-Winkler

 

Das Projekt ExRotaprint ist ein wachsender Standort für Gewerbe, Kunst und Soziales in Berlin-Wedding. Das Neben- und Miteinander bei ExRotaprint ist ein Abbild der Lebensumstände im Wedding und seiner Potenziale. ExRotaprint schafft lokale Angebote für den Bezirk, bietet Möglichkeiten für junge Unternehmen und arbeitet an einem integrierendem Umfeld.

 

Antragsteller/in Ensemble Adapter (Matthias Engler)

Veranstaltungstermin 18. Oktober 2012 8. November 2012 6. Dezember 2012

Veranstaltungsort ExRotaprint

Förderbetrag 25.000 €

Kooperationen ExRotaprint Deutscher Musikrat

Internetseiten www.ensemble-adapter.de

Sonderprojekt CTM.12 - SPECTRAL

In einem umfangreichen Konzertprogramm, mit Diskursveranstaltungen sowie einem Ausstellungsteil, widmet sich CTM.12 – Festival for Adventurous Music and Related Arts mit dem Festivalthema SPECTRAL der gegenwärtigen Konjunktur des Geisterhaften, Dunklen und Mysteriösen in experimenteller Musik, Avant-Pop und Kunst – und fragt nach ihren Ursachen und Potentialen.

 

An den Rändern der Popkultur findet gegenwärtig eine Umkehrung statt: Drag, Witch House, Hypnagogic Pop, Hauntology, analoge Synthesizermusik, Neo-Industrial oder Drone Musik setzen auf eine Energie der Negativität und der Bewusstlosigkeit. Quer durch die Stile spürt man den musikalischen und medialen Heimsuchungen durch vergangene ästhetische Entwürfe samt ihren uneingelösten Utopien und Dystopien nach, beschwört die unheimlichen Anwesenheiten, die aus den materiellen Tiefenstrukturen der Medien aufsteigen und betreibt eine bittere bis euphorische Zurückweisung lebendiger Gegenwart. Verlangsamung, Zerfall, Vernebelung, Verrauschen, Deformation, Verflüssigung, Geheimnis, Nostalgie, Kitsch, Leere, Verlust, Sich-Entziehen, Transzendenzsehnsucht, Banal-Alchemie oder Xeno-Kommunikation sind Stichworte eines Instrumentariums, mit dem der Rastlosigkeit hyperkapitalistischer Produktion und ihrer ununterbrochenen Forderung nach positivem Engagement begegnet wird. Das zeigt Parallelen zu den aktuellen Protestbewegungen von Occupy Wallstreet bis Anonymous. Hier wie dort formuliert der Verzicht auf eine positive Gegenvision eine verstörende Antwort auf die unübersichtliche Situation: Ein Engagement, das nichts Spezifisches fordert, ist heute geradezu die Forderung des Unmöglichen und adressiert so vielleicht die radikalste Herausforderung der gegenwärtigen gesellschaftlichen Ordnung.

 

In diesem Sinne muss das neu erwachte Interesse am Unheimlichen, an den vergänglichen Qualitäten analoger Technologien und echter Materialien auch als Reaktion auf das fundamentale Unbehagen eines Nichts-geht-mehr gelesen werden. Angesichts der Parallelität exponentiell wachsender Archive und der Krise als Dauerzustand scheint es, als läge die Zukunft der westlichen Gesellschaften und ihrer Popkultur von nun an in der Vergangenheit. Alles scheint bereits da, getan und durch die rasante Entwicklung technischer Medien endlos wiederholbar. Wirklich Neues ist nicht in Sicht. Trotz alledem sehen wir uns zu atemloser Aktivität aufgefordert. Was bleibt ist die Besessenheit von den kulturellen und technischen Artefakten der eigenen nahen Vergangenheit. Weiterführender Perspektiven entbehrend, schöpfen Kunst, Musik und Gesellschaft aus diesen beständig rezyklierten Strömen von Medien, Stilen und Materialien. Das kombinatorische Spiel und krude Bastelei mit Gefundenem, DIY-Medienarchäologie oder feinnervige Bricolage auf und in den Flohmärkten, Archiven und Müllhalden der globalen Zivilisation werden so zum letzten Mittel, wo ein Masterplan zwangsläufig fehlen muss. Gerade die Unheimlichkeit jedoch ist in der Lage, uns davor zu bewahren, uns behaglich in der Vergangenheit einzurichten und dabei selbst endgültig zu Geistern zu werden. Denn wo kein Heim ist, muss die Suche fortleben. Dort, wo die Medienoberflächen nicht geglättet und die Spannungen des Materials beibehalten werden, wo keine absichtsvolle künstlerische Strategie verfolgt wird, wo das Monströse und die halluzinatorischen Effekte der Medien offen zu Tage treten dürfen, bleibt die Chance, Risse und Fugen offenzuhalten, durch die uns ein zukünftiges Neues noch entgegenzutreten vermag.

 

Neben einem umfangreichen Musikprogramm in HAU, Berghain, Passionskirche, Gretchen, Kater Holzig, Horst Krzbrg und .HBC wird ein in Zusammenarbeit mit dem Philosophen, Psychohistoriker und Autor Andreas L. Hofbauer entwickeltes Diskursprogramm den Fragen des Themas zwischen Kunst, Theorie und Musik nachgehen. Die vom Kurator, Kunstkritiker und Architekten Thibaut de Ruyter für den Kunstraum Kreuzberg/Bethanien erstellte Ausstellung Ghosts Off The Shelf, stellt Fragen nach dem künstlerischen Umgang mit den exponentiell anwachsenden Kapazitäten technischer Archive und ihrer „Geistermedien“. Das The Crystal World Open Laboratory von Martin Howse, Jonathan Kemp und Ryan Jordan untersucht die materiellen Grundlagen digitaler Technologien. Darüber hinaus sind weitere Installationen und Arbeiten von u.a. Ralf Baecker, Nik Nowak, AUDiNT, Chris Salter, Anke Eckardt, Felix Kubin und Ursula Bogner zu erleben.

 

Das CTM.12 Ausstellungsprogramm eröffnet bereits am 27. Januar im Rahmen von Vorspiel, dem gemeinsamen Partnerprogramm von transmediale und CTM, zu dem zahlreiche unabhängige Berliner Kunst-, Musik- und Medienorte ihre Aktivitäten vorstellen.

 

Antragsteller/in DISK - Initiative Bild & Ton e.V.

Veranstaltungstermin 27. Januar bis 5./19. Februar 2012 Ausstellung CTM.12-SPECTRAL 30. Januar bis 5. Februar 2012 Musikprogramm SPECTRAL

Veranstaltungsort HAU 1&2, Berghain, Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien, Passionskirche, Lokdock

Förderbetrag 90.000 €

Kooperationen Hebbel-am-Ufer gGmbH, Berghain, Lokdock, Kulturprojekte Berlin GmbH/tranmsediale u.a.

Internetseiten www.ctm-festival.de

Pressestimmen

© DISK - Initiative Bild & Ton e.V.

© DISK - Initiative Bild & Ton e.V.

© DISK - Initiative Bild & Ton e.V.

Supersilent (Musik) und The Joshua Light Show (psychedelische Projektionen) am Mittwochabend im Haus der Kulturen der Welt. Foto: Roland Owsnitzki

Sportstücke – Neue Musik im Dialog

sportstücke – Neue Musik im Dialog 28.11. bis 15.12.2012

ein Festival der Berliner Gesellschaft für Neue Musik

unter der Schirmherrschaft des regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit

 

Neue Musik und Sport scheinen auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun zu haben – das eine eher ein kulturelles Randphänomen, das andere eine massentaugliche Erscheinung inmitten der Gesellschaft.

 

Bei näherem Hinsehen offenbaren sich jedoch überraschende, bisher weitgehend unangetastete Gemeinsamkeiten und anregende Kontraste: Beide entstammen rituellen Zusammenhängen und sind zugleich freies Spiel, beide gelten als verschiedene Facetten eines ganzheitlich menschlichen Ausdrucks. In beiden Bereichen gibt es die Trennung in Akteure und Publikum. Es gibt Einzelkämpfer und Mannschaftsspieler.

 

Das Festival richtet sich in sechs Beiträgen an alle, die den Zauber dieser Kombination erleben wollen, und bietet Gelegenheit, den Besonderheiten dieser ungewöhnlichen Verbindung in einer neuartigen Form aus musikalischem Vortrag, Performance und Gespräch nachzuspüren.

 

 

Weitere Informationen und Kartenvorverkauf unter www.neuemusikundsport.de

 

Antragsteller/in Berliner Gesellschaft für Neue Musik

Veranstaltungstermin 28. November bis 15. Dezember 2012

Veranstaltungsort Konzerthaus Berlin,

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen Hochschule für Musik „Hanns Eisler” Berlin, URANIA, Sportverein TIB 1848, Studiengang Sound Studies der UDK Berlin, Olympiastützpunkt Berlin, Konzerthaus Berlin, Senatsverwaltung für Inneres und Sport - Sportforum Berlin

Internetseiten www.neuemusikundsport.de/

Sulamith und Eusebia

250 Jahre Familie Mendelssohn in Berlin: Aus diesem Anlass öffnet Berlins größte Synagoge am Sonntag, den 24. Juni, ihre Pforten. In dem wunderbaren Raum, der selten für öffentliche Konzerte genutzt werden kann, erklingt Musik, die beweist, wie lebendig bereits um 1800 der künstlerische Austausch zwischen Juden- und Christentum war. Unter Anwesenheit vieler Nachkommen Moses Mendelssohns, die aus aller Welt anreisen, erklingen Chorwerke von Carl Fasch, Giacomo Meyerbeer, Joseph Haydn und Felix Mendelssohn Bartholdy. Besonderer Höhepunkt: die Uraufführung der neuen Komposition "Die Nacht" von Isabel Mundry. In ihrem Stück für Chor a cappella in drei Gruppen sucht sie die Spuren einer verschollenen „Trauerkantate auf den Tod des Weltweisen Moses Mendelssohn“.

Antragsteller/in Mendelssohn-Gesellschaft e.V.

Veranstaltungstermin 24. Juni 2012, 11.30 Uhr

Veranstaltungsort Synagoge Rykestraße

Förderbetrag 20.000 €

Kooperationen In Kooperation mit der Sing-Akademie zu Berlin

Internetseiten www.sing-akademie....Eusebia.html

The Next Generation

Das Konzertprojekt „The Next Generation“ findet im Rahmen von „zeitfenster – VI. Biennale Alter Musik“ statt, das sich 2012 zum sechsten Mal im Konzerthaus öffnet und das Potential, die Innovationskraft und die Anziehungskraft Alter Musik unter Beweis stellt. Die thematische Stringenz der Biennale und die Leitidee, aktuelle Bezüge zur Gegenwart im Kontext Alter Musik heraus zu stellen, haben zusammen mit der hohen künstlerischen Qua¬lität zur internationalen Etablierung von zeitfenster als neue Stimme im Festival-Kanon beigetragen.

Inzwischen ist eine vierte Generation von Musikern herangewachsen, die das heute selbst¬verständliche Wissen um die historische Aufführungspraxis mit großer Freiheit für eigen¬ständige Interpretationen, aber auch für die Auslotung von Randbereichen zum Jazz oder zur traditionellen Musik nutzt. Stand vor 30 Jahren die historisch vermeintlich „richtige“ Auf¬führung im Vordergrund, steht nun die persönliche Interpretation, der individuelle Ansatz im Mittelpunkt. Zigtausende von Tonträgeraufnahmen machen Interpretationsansätze und Klangvorstellungen vergleichbar, Stücke des Kernrepertoires wie Bach oder Händel liegen inzwischen in ähnlich vielen Einspielungen vor wie Beethoven-Sinfonien, jeweils andere Handschriften tragend.

„The Next Generation“ stellt drei ganz spezielle, innovative Konzertprojekte in den Vordergrund und garantiert Alte Musik „State of the Art“ – in der höchstmöglichen künstlerischen Qualität. Eine Musiktheaterproduktion, die Alte und Neue Musik verbindet, und sich, „the next generation“ beim Wort nehmend, an Kinder wendet, eine audiovisuelle Elektrobarocknacht und eine Jamsession des 17. Jahrhunderts werden die Alte Musik in die Charts der next generation katapultieren!

 

zukunft@Alte Musik - Lange Nacht der Entdeckungen:

Das Ensemble Ombra e Luce bereichert mit ihrer verführerischen Klanglichkeit zusammen mit der italienischen Sängerin Mariana Flores die Welt der Alten Musik um eine noch fehlende Schattierung.

 

Gullivers Reisen:

„The Next Generation“ – die Künstler und das Publikum von Morgen finden sich beim Kindertag. Seit Anbeginn integraler Bestandteil des Festivals wird in diesem Jahr ein eigens dafür produziertes Musiktheaterstück für Kinder im Mittelpunkt stehen. Das für seine Musiktheaterproduktionen vielfach ausgezeichnete Regieteam um Matthias Rebstock und Sabine Hielscher (Regie, Bühne, Licht, Kostüme) setzt Gullivers Reisen in Wort, Bild und Musik um. Heimat thematisierend unternimmt das Regieteam mit Schauspielern und ebenfalls szenisch agierenden Musikern von England/Europa aus Exkursionen ins Land Liliput und in das Land der Riesen. Von Telemanns Gulliver Suite ausgehend sind damit Ausflüge in die Moderne und in die Neue Musik verbunden. Das Spiel mit Groß und Klein, Schein und Sein, wird dabei ein zentrales Thema sein.

 

5th Floor:

Ambient und Ancient: In einer auch visuell

verdichteten Ambient-Atmosphäre begegnen

sich Alte Musik und Elektronische Musik

zunehmend dialogischer und treffen sich

gegen Midnight in einem gemeinsamen Set.

Der fünfte Stock im RADIALSYSTEM V

wird dabei in eine Licht- und Klangwelt

eingetaucht, die sich um einen Meilenstein

der Musikgeschichte dreht: eine der Partiten

für Violine solo von Johann Sebastian Bach.

Die Spannung zwischen dem Einzelnen und

dem Ganzen, zwischen Selbstbehauptung

und Auflösung, eines der großen Themen der

Partiten, wird in diesem Ancient-Ambient-

Klangraum greifbar.

 

 

Antragsteller/in Uhde & Harckensee MusikMnagement

Veranstaltungstermin Alle Veranstaltungen bei zeitfenster - VI. Biennale Alter Musik: 21. April 2012 im Rahmen von "zukunft@Alte Musik - Lange Nacht der Entdeckungen" 22. April 2012 im Rahmen von "Konzerthaus für Kinder" 28. April 2012 5th Floor

Veranstaltungsort 21. und 22. April 2012 | Konzerthaus Berlin, 28. April 2012 | Radialsystem V

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen In Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus Berlin

Internetseiten www.zeitfenster.net

Wax Treatment - Africa Special

„Every sound of the drum you hear is an African beat“

 

... formulierte einst die Reggaegruppe Wailing Soul. Das gilt heute mehr denn je. Denn sämtliche Clubmusiken, die dieser Tage in Europa oder sonstwo erklingen, tragen Afrika tief in ihrem Erbgut. Beim Wax Treatment Africa Special begegnen westliche Produzenten, DJs, Musiker, Labelbetreiber und Compiler musikalisch ihren Ahnen und Cousins aus den afrikanischen Mutterländern der repetitiven Beats - Roots and Wire.

 

Begleitet wird das musikalische Programm mit Videos, Labelpräsentation mit Plattenverkauf, und afrikanischem und karibischem Essen. Bei dem Interviewpanel am Sonntag nachmittag sprechen Musiker und Labelmacher, Aktivisten und Protagonisten über ihre Arbeit zwischen Brückenbau und Ausgrabung.

 

Samstag und Sonntag tagsüber draussen auf dem neuen Hof des Clubs Gretchen - auf dem legendären Killasan Sound System jamaikanischer Bauart, Sonntag nacht geht es drinnen weiter mit den tödlichsten Beats der aktuellen Clubszene.

 

Das volle Line-Up:

 

Samstag ab 15:00 draussen ... auf dem Killasan Sound System

mit Mark Ainley, Mark Ernestus, Chris Menist, einer Sabar Session live mit Jeri-Jeri und ihren Tänzern, und zum Abschluss Friedman & Liebezeit live mit ihren Secret Rhythms

 

Sonntag ab 12:00 draussen ... auf dem Killasan Sound System

mit CGB-1, Duncan Brooker, Adamatios Kafetzis, Hugo Mendez, und zum Abschluss der von Mark Ernestus produzierten, 12-köpfigen Truppe Jeri-Jeri aus Dakar

 

Sonntag ab 22:00 drinnen

mit dem Analog Africa Soundsystem, Appleblim, Shackleton live, Shed, MMM live und DJ Pete

Antragsteller/in Mark Ernestus

Veranstaltungstermin 26. und 27. Mai 2012

Veranstaltungsort Club Gretchen

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen SUPPORTED BY Hauptstadtkulturfonds / Carharrtt / Hard Wax / DISK-CTM / Planet Rock / Zuri & Maria MEDIA PARTNERS TAZ / De:Bug / Groove / Spex / WDR Funkhaus Europa / Byte.fm

Internetseiten www.waxtreatment.de

Zero Time

Anlässlich des Cage-Jahres und des 50. Fluxus-Jubiläums entwickelte der Komponist, Regisseur und Performance-Künstler Christian Kesten gemeinsam mit dem Solistenensemble KALEIDOSKOP die Konzertinszenierung Zero Time. Ausgangspunkt dafür ist Untitled #13 (Zero Time), die neue Komposition von Christian Kesten für KALEIDOSKOP. Kesten untersucht darin mikrotonale Klangphänomene und ihre unterschiedliche Projizierung im Raum. Dabei sucht er die Verbindung von Klang und Aktion – so stehen instrumentale Aktivitäten gleichberechtigt neben Gehen, Stehen, Sitzen und alltäglichen Handlungen, die teilweise verstärkt werden.

 

Der Begriff "Zero Time" stammt aus einer Komposition von Christian Wolff und bedeutet nicht-gemessene Zeit, ein Zustand, in dem Zeit aufgehoben ist. Zeit wird zu einem Feld, in dem man sich in unterschiedliche Richtungen bewegen kann. Die Ereignisse können zu jedem beliebigen Zeitpunkt auftauchen und wieder verschwinden. Dieser Zustand ist die Grundlage für den inszenierten Konzertabend, der die Möglichkeiten des Orchesters im leeren Raum untersucht.

 

Eingebettet in diese Schichtung von instrumentalen Klangfeldern und Aktionen sind kurze Streichquartette von Christian Wolff, Morton Feldman, Anton Webern und Ludwig van Beethoven, die als autonome Klanginseln auftauchen. Anlässlich des Cage-Jahres erscheint Cage in diesem Stück nur als "Stille" – anknüpfend an sein Verständnis von Stille als einem Netz aus sich gegenseitig durchdringenden Klängen und Aktionen.

 

Das Konzert durchziehen Fluxus-Events von George Brecht, Robert Filliou, Dick Higgins, Bengt af Klintberg, Alison Knowles, Arthur Koepcke, Nam June Paik, Ben Patterson, Mieko Shiomi, Emmett Williams u.a.: Aktionen – schlicht oder spektakulär – die den Konzertrahmen poetisieren oder Alltag auf die Bühne bringen. Zero Time ist somit die Simultan-Aufführung dreier Konzerte: einem Streichquartett-Abend, einem Fluxus-Konzert und einer Raumklangkomposition des 21. Jahrhunderts.

 

Eine Produktion von Solistenensemble KALEIDOSKOP

Antragsteller/in Solistenensemble Kaleidoskop

Veranstaltungstermin 6.10.2012 20:00 7.10.2012 16:00 7.10.2012 20:00

Veranstaltungsort RADIALSYSTEM V

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen In Zusammenarbeit mit Radialsystem V

Internetseiten www.kaleidoskopmusik.de