Arabische Frauenfilmreihe

Arabische Frauenfilmreihe

Wir stehen offensichtlich vor großen Veränderungen in der Arabischen Welt. Nach den Aufständen in Tunesien, Libyen und Ägypten hat eine überraschende Protestwelle nach den nordafrikanischen Ländern Marokko und Algerien auch den Mittleren Osten erfasst. Zehntausende von Frauen und Männern aus diesen Ländern haben auf der Strasse, ihr Verlangen nach Demokratie unüberhörbar artikuliert.

Wie wichtig ist die Unterstützung dieser Entwicklung zur Demokratie von Europa aus, wie können wir uns daran beteiligen? Wie wird der Westen von dieser postrevolutionären arabischen Welt aus gesehen, was wird von ihm erwartet?

Mit unserem Projekt „Arabische Frauenfilmreihe“ möchten wir eine Plattform für den interkulturellen Dialog zwischen der westlichen und der arabischen Welt schaffen: einen Treffpunkt für den Dialog zwischen Filmemacherinnen und Publikum.

Wir möchten acht Filme von Frauen aus verschiedenen arabischen Ländern im Instituto Cervantes in Berlin zeigen. Sieben Tage lang werden Filme vorgeführt, nach jeden Film wird es eine Diskussion zwischen dem Publikum und den  eingeladenen Filmemacherinnen geben. Für die Moderation möchten wir Persönlichkeiten aus Politik, Journalismus und Film einladen. Parallel zu diesen Veranstaltungen wird Amal Ramsis, eine ägyptische Filmemacherin, ein sechstägiger Video-Workshop im Heinrich Böll Stiftung mit arabischen Frauen aus Berlin geben. In der Abschlussveranstaltung der Filmreihe werden die daraus entstandenen Kurzfilme aus dem Video-Workshop gezeigt.   

Die Auswahl der Filme ist in Zusammenarbeit mit Amal Ramsis, Direktorin von „Der arabisch-iberoamerikanische Filmcaravan“, getroffen worden.

 

– Forbidden, Regie: Amal Ramsis, Ägypten

Lemon Flowers, Regie: Pamela Ghanimeh, Libanon

 

– A Game, Regie: Marwa Zein, Ägypten/Sudan

 

– Damascus Rooof and Tales of Paradise, Regie: Soudade Kaadan, Syrien

 

– Shouting in the Dark, Regie: May Ying Welsh, Bahrain

 

– Letter to my sister, Regie: Habiba Jhanine, Algerien

 

– Ni Allah, ni Maître, Regie: Nadia El Fani, Tunesien/ Frankreich

 

– Kingdom of Women, Regie: Dahna Abourahme, Palästina

 

– Lemon Flowers, Pamela Ghanimeh, Libanon

 

Über alle Podiumsdiskussionen und die Video-Workshops wird eine Dokumentation in HD mit kurzen Interviews der Filmemacherinnen erstellt, die in einem Blog mit dem Namen „Arabische Frauenfilmreihe in Berlin“ veröffentlicht werden.

Antragsteller/in Paula Rodriguez Sickert und Chus López Vidal

Veranstaltungstermin Filmfestival: von 29.Februar bis 6.März 2012 Filmdokumentation: bis 1. März 2013

Veranstaltungsort Akademie der Künste (Hanseatenweg 10) und Instituto Cervantes

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Akademie der Künste,Instituto Cervantes, Heinrich Böll Stiftung, Bundeszentrale für politische Bildung, VISIONA Film, Klaketa árabe.

Internetseiten www.adk.dewww.paularodriguez.../visionafilmwww.cervantes.de

NADIA´S HÄNDE, Paula Rodriguez Sickert und Chus López Vidal

DOKU.ARTS im Zeughauskino

DOKU.ARTS: PROZESS UND GEDÄCHTNIS DER KÜNSTE

EINE WERKSCHAU

 

Als zeitbasiertes Medium ist der Dokumentarfilm prädestiniert dafür, Momente des künstlerischen Schaffens festzuhalten und zu rekonstruieren. Wie arbeiten Künstlerinnen und Künstler im 20. und 21. Jahrhundert? Wie lässt sich ihr künstlerisches Schaffen filmisch darstellen, evozieren, dokumentieren? Unter dem Titel PROZESS UND GEDÄCHTNIS DER KÜNSTE präsentiert DOKU.ARTS, das 2006 vom Künstlerischen Leiter und Dokumentarfilmregisseur Andreas Lewin in der Berliner Akademie der Künste gegründet wurde und das in den vergangenen drei Jahren im Nederlands Filmmuseum in Amsterdam zu Gast war, vom 19. September bis 14. Oktober eine in Europa einmalige Werkschau. In 30 Dokumentarfilmen werden die Schaffensprozesse von Musikern, Schriftstellern, Tänzern, Architekten, Filmregisseuren und Bildenden Künstlern lebendig. DOKU.ARTS zeigt dabei auch die Vielfalt des dokumentarischen Genres und die Experimentierfreudigkeit der zeitgenössischen Filmemacherinnen und Filmemacher. Von der Langzeitbeobachtung über den Essay- und Kompilationsfilm bis hin zur Hommage sind der Reichtum des zeitgenössischen Dokumentarfilms zu erleben. Einen besonderen Höhepunkt stellen in diesem Jahr die Programme mit brasilianischen Filmen zur Kunst dar, die DOKU.ARTS in Zusammenarbeit mit dem Instituto Moreira Salles in Rio de Janeiro zeigt. Das Gesamtprogramm beinhaltet 17 Deutschland- und 10 Berlin-Premieren. Rund 15 internationale Gäste werden ihre Filme vorstellen.

 

 

Antragsteller/in Andreas Lewin DOKU.ARTS GbR

Veranstaltungstermin 19. September bis 14. Oktober 2012 in Berlin 4. bis 10. Mai 2012 in Rio de Janeiro

Veranstaltungsort Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums, Berlin Instituto Moreira Salles, Rio de Janeiro ARTE Goethe Institut Niederländische Botschaft

Internetseiten www.doku-arts.de

Hands on Fassbinder

Rainer Werner Fassbinders umfangreiches Werk von über 40 Spielfilmen, Fernsehserien, etlichen Theaterinszenierungen, Theaterstücken, Hörspielen und Drehbüchern entstand in einem engen Zeitraum von nicht einmal zwei Jahrzehnten: zwischen 1966 und 1982. Dieses Schaffen soll im aktuellen Kontext neu betrachtet werden. Darüber hinaus soll der Schleier, den der Mythos Fassbinder vor die Vielschichtigkeit des Werks gelegt hat, abgestreift werden, um neue Zugänge zu ermöglichen. Mittels eines offenen, ›porösen‹ Ansatzes werden thematische Stichproben aus dem Gesamtwerk entnommen, um sie nach ihren inspirativen Potentialen für heute zu untersuchen. Es handelt sich nicht um eine Werkschau des Regisseurs, sondern um einen thematischen Querschnitt durch sein Werk: Angestrebt wird nicht die chronologisch-mythologische Heraufbeschwörung einer Person, sondern eine schöpferische Betrachtung im Geist von REVOLVER.

Antragsteller/in Revolver GbR

Veranstaltungstermin Mai bis November 2012

Veranstaltungsort Collegium Hungaricum Berlin (.CHB), Zeughauskino

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen Collegium Hungaricum Berlin (.CHB) Rainer Werner Fassbinder Foundation Zeughauskino Bundeszentrale politische Bildung

Internetseiten www.handsonfassbinder.de

Plakat HANDS ON FASSBINDER

Ohne Genehmigung. Die Filme von René Vautier.

René Vautier wurde als junger Mann von seiner Résistance-Gruppe aus der Bretagne zur Filmausbildung nach Paris geschickt. Er sollte dort lernen die Filmkamera als Werkzeug und Waffe zu verwenden. Dies hat er seitdem sein ganzes Leben lang getan: gegen den französischen Kolonialismus, für die Unabhängigkeit Algeriens, für den Sozialismus und gegen die Zensur, gegen die Unterdrückung der Arbeiter/innen in Frankreich und für solidarische Kämpfe. Die Filmreihe Ohne Genehmigung zeigt seine vielgestaltige Filmarbeit zusammen mit Produktionen aus Algerien, der DDR und Frankreich.

 

 

Antragsteller/in Madeleine Bernstorff & Sebastian Bodirsky

Veranstaltungstermin 5. bis 10. Dezember 2012

Veranstaltungsort Zeughauskino, Berlin

Förderbetrag 11.000 €

Kooperationen Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums Defa-Stiftung Institut für Auslandsbeziehungen Cinémathèque de Bretagne Cinémathèque algérienne

Internetseiten www.ohnegenehmigung.com

Wagner-Kino

Wieland Wagner sagte einmal: „Wenn mein Großvater heute noch leben würde, wäre er Filmkomponist in Hollywood“. So einleuchtend diese Aussage im ersten Moment scheinen mag, so unzutreffend ist sie zugleich. Richard Wagner strebte stets nach vollständiger künstlerischer Autonomie, diese würde das System Hollywood auch dem begabtesten Komponisten niemals gewähren. Und dennoch: die Bezüge zwischen Richard Wagner und der Kinematographie sind ausgesprochen vielschichtig, – und zugleich ambivalent. Anlässlich des 200. Geburtstages von Richard Wagner möchte die Film- und Veranstaltungsreihe filmische Auseinandersetzungen mit Wagners Leben und Werk vorstellen. Richard Wagner ist bis heute eine kontroverse und provokante Figur. Fragen nach der „Unschuld“ oder ideologischen Prägung und Vereinnahmung von Musik sollen diskutiert werden. Wie konnte der „Walkürenritt“ im Monumentalfilm wie im Science-Fiction-Film zur heroischen Chiffre, zum „Klang der Tat“ werden? Das Thema „Wagner-Kino“ wird jedoch auch strukturell diskutiert. Wagners Idee des Gesamtkunstwerks hat bis heute nicht nur die Traumfabrik Hollywood, sondern auch zahlreiche europäische Künstler und Filmemacher inspiriert. Seine Auffassungen von Mythos und Pathos wurden fortgeführt, variiert und dekonstruiert. Das Projekt zielt daher auf ein mehrschichtiges Erleben, auf einen Dreiklang aus Filmschau, Diskurs und Reflexion. Die Filmvorführungen werden von Einführungen, Vorträgen und Performances begleitet. Eine Tagung sowie das Begleitbuch bieten die Möglichkeit zur inhaltlichen Vertiefung. Bislang liegt keine umfassende Anthologie zum Thema auf Deutsch vor. Neben Beiträgen renommierter Wissenschaftler sollen dabei Gespräche und Interviews mit den „Machern“, mit Regisseuren, Komponisten und Szenenbildnern im Vordergrund stehen.

 

Antragsteller/in Jan Drehmel, Kristina Jaspers, Steffen Vogt

Veranstaltungstermin 15. April 2013 bis 31. Mai 2013

Veranstaltungsort Zeughauskino Berlin u.a.

Förderbetrag 100.000 €

Internetseiten www.Wagner-Kino.de