A MAZE. Interact

Mit dem Projekt A MAZE. Interact – Celebrating the Convergence of Games, Art, and Music soll erstmals die zunehmende Konvergenz von Computerspiel und Musik dargestellt und diskutiert werden. Interdisziplinär und in enger Verwebung von Theorie und Praxis wird der alltägliche Gebrauch des kulturindustriellen Produktes Computerspiel in den Blick genommen. Strukturelle Veränderungen der Kulturwirtschaft und Entwicklungen im Bereich zeitgenössischer Musik und Kunst stehen im Fokus der Veranstaltung.

Antragsteller/in Michael Liebe

Veranstaltungstermin 29. Januar bis 6. Februar 2010

Veranstaltungsort .HBC und WMF

Förderbetrag 25.000 €

Kooperationen DISK/Club Transmediale, DIGAREC - Zentrum für Computerspielforschung der Universität Potsdam, Studiengang Europäische Medienwissenschaft, Studiengang Sound Studies

Internetseiten www.amaze-festival.de

Pressestimmen

Games Culture Circle (Foto: Lisa Calais)

DRAMAQUEEN. Neues Theater von Frauen aus Mittel- und Osteuropa

Das internationale Symposium DRAMAQUEEN. Neues Theater von Frauen aus Mittel- und Osteuropa diskutiert und bilanziert die Funktionen von Theater und seinen Akteurinnen in Transformationsländern nach 1989. Die Topografie der zeitgenössischen mittel- und osteuropäischen Theaterkultur könnte vielfältiger nicht sein und lässt nichts von den Klischees eines einheitlichen „Ostblocks“ übrig. Zwanzig Jahre nach der Wende treten heute zahlreiche junge Autorinnen in Erscheinung, die einen bedeutenden Einfluss auf das europäische Drama ausüben. In ihren Werken zeigen sie in drastischen Bildern die ungeschminkte Realität deformierter Gesellschaften, ihren moralischen Verfall und den sinnentleerten und gleichsam entfesselten Konsum. Die Bühne wird zum Medium, das innere Unruhe und Aggression in Kreativität umwandelt und eine „Sprache der Straße“ spricht. Dieses Phänomen einer neuen Theaterästhetik mit all seinen Untergründen leuchtet das dreitägige Symposium DRAMAQUEEN aus und reflektiert über die Rolle des Theaters als ein Gedächtnisspeicher. In thematischen Panels "Die Bühne im Rampenlicht" – "Generation Dramaqueen" – "Provokationen" – "Ästhetik der Sprache" – "Kreuzungen", sowie in Vorträgen, Diskussionen und szenischen Lesungen zoomt es den Blick auf junge Dramatikerinnen aus Mittel- und Osteuropa, bringt sie zusammen mit TheaterexpertInnen aus dem deutschsprachigen Raum und zeigt Perspektiven einer gemeinsamen und Grenzen überschreitenden Theaterarbeit auf.

 

Teilnehmerinnen: Ivana Sajko (Kroatien), Nicoleta Esinencu (Moldau), Nino Haratischwili (Georgien), Maja Pelevic (Serbien), Gianina Carbunariu (Rumänien), Nora Mansmann (Deutschland), Jelena Kovacic und Anica Tomic (Kroatien) u.a.

 

 

Antragsteller/in Katarina Tojic

Veranstaltungstermin 6. bis 8. Mai 2010

Veranstaltungsort Literarisches Colloquium Berlin (6.5.2010), Sophiensaele (7.-8.5.2010)

Förderbetrag 55.000 €

Kooperationen Robert Bosch Stiftung Literarisches Colloquium Berlin Sophiensaele Literaturbüro Freiburg

Internetseiten www.dramaqueen-symposium.com

FIRST NSK CITIZENS’ CONGRESS

1992, in der Folge der slowenischen Unabhängigkeit, gründeten die Künstlergruppe Neue Slowenische Kunst (NSK) und Künstler wie Theoretiker aus ihrem Umfeld den NSK State in Time. Unter anderem zählen hierzu die Gruppen IRWIN und Laibach. Der NSK State in Time beschreibt sich selbst als utopisches Gebilde ohne territoriale Ansprüche, der sich mit keinem real existierenden Staat identifiziert. Er ist ein kollektives (Kunst-) Werk mit mittlerweile mehreren Tausend Mitgliedern in zahlreichen Ländern auf allen Kontinenten, dessen Ikonographie und Funktionsweisen von seinen Gründern und Bürgern gleichermaßen gestaltet wird.

Der First NSK Citizens Congress bringt erstmals Delegierte seiner Bürger zusammen, um über Zukunft und Selbstverständnis ihres Staates zu diskutieren. Ziel des internen Kongress ist die Verabschiedung einer Agenda bezüglich der weiteren Entwicklung des NSK State in Time.

 

Ein öffentliches Programm lädt die interessierte Öffentlichkeit zu einem Seminar und der Ausstellung Volk Art, die ausgewählte Arbeiten von NSK Bürgern zeigt. Alexei Monroe kuratiert das Filmprogramm NSK Vision, das Einblicke in die Geschichte von NSK gibt sowie Themen aufgreift, die im Rahmen des First NSK Citizens’ Congress verhandelt werden.

Als Eintrittskarte erhält jeder Gast ein temporäres Einreisevisum, im NSK Design, personalisiert und gestempelt.

 

Programm:

21. Oktober

18.00 Uhr Vernissage Volk Art Ausstellung

20.00 Uhr NSK Vision I (Filmprogramm)

 

22. Oktober

10.00-17.30 Uhr Interner Kongress für Deligierte des NSK State in Time

18.00 Uhr NSK: Questioning States I (Public Seminar)

21.00 Uhr NSK Vision II (Filmprogramm)

 

23. Oktober

10.00-19.30 Uhr Interner Kongress für Deligierte des NSK State in Time

20.00 Uhr NSK: Questioning States I (Public Seminar)

22.00 Uhr Abschlussparty mit DJs und Live Acts (Patenbrigade Wolff, Anat Ben David und Lillevan&Codex Europa)

 

 

u.a. mit Inke Arns, IRWIN, Yannis Stavrakakis.

Initiatoren, Co-Produzenten: IRWIN

Konzeption/Programmkoordination: Alexei Monroe

Konzeption/Onlinekoordination: Haris Hararis

Produktion: sauerbrey I raabe . büro für kulturelle angelegenheiten

Antragsteller/in sauerbery I raabe . büro für kulturelle angelegenheiten

Veranstaltungstermin 21. bis 23. Oktober 2010

Veranstaltungsort Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Förderbetrag 55.000 €

Kooperationen IRWIN, Haus der Kulturen der Welt. Neben dem Hauptstadtkulturfonds gefördert durch das Slowenische Kulturministerium und Mittel des EU Programms „Kultur 2007“

Internetseiten congress.nskstate.com/www.sauerbrey-raabe.de

Idee des Kommunismus - Philosophie und Kunst

KOMMUNISMUS-Konferenz

IDEE DES KOMMUNISMUS. PHILOSOPHIE UND KUNST ist eine wissenschaftlich-künstlerische Konferenz, die den Begriff Kommunismus neu und in seiner ganzen Bedeutungsvielfalt zu denken unternimmt und drei Tage lang alle Räume der Volksbühne bespielt. „Seit den Arbeiterbewegungen des 19. Jahrhunderts und ihrer Interpretation durch die großen Denker der Epoche besetzt das Wort Kommunismus die Grenze zwischen Philosophie und Politik. Es muss folglich heute zugleich ausgehend von seinem idealen Inhalt wie von den wirklichen Erfahrungen, in die es eingebunden war und in denen es mitunter schrecklich kompromittiert wurde, gedacht werden.“ (Alain Badiou)

Daher werden zugleich die sozialistischen Staaten in den Blick genommen, die im 20. Jahrhundert das Motiv der Diktatur des Proletariats verkörperten. In dieser Absicht liegt ein regionaler Schwerpunkt des Kongresses auf den Ländern Osteuropas. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen Vorträge und Diskussionen zum Thema „Das Wort Kommunismus zwischen philosophischer Kritik und wirklicher Bilanz der sozialistischen Staaten“, initiiert von Alain Badiou (Paris) und Slavoj Žižek (Ljubljana). Weitere Vorträge von Susan Buck-Morss (New York), Cecile Winter (Paris), G. M. Tamas (Budapest), Artemy Magun (St. Petersburg), Saroj Giri (Delhi), Glyn Daly (London) und Janne Kurki (Helsinki). Kuratiert von Gernot Kamecke, Frank Ruda, Henning Teschke und Jan Volker. Ein künstlerisches Programm, bestehend aus Performances, Installationen, Filmen und Konzerten beleuchtet das Thema ästhetisch. Im Zentrum des Kunstprogramms stehen Gastspiele zweier Performancegruppen aus der Balkanregion: Das Künstlerkollektiv BADco. aus Zagreb präsentiert seine beiden jüngsten Bühnenstücke 1 poor and one o und The League of Time, die um die Themen Arbeit und Utopie kreisen. Die Gruppe um Janez Janša (Ljubljana) zeigt die Performance Pupilja, Papa Pupilo and the Pupilceks – Reconstruction, das Reenactment eines slowenischen Neoavantgarde-Happenings von 1969. Frank Castorf inszeniert ein Lehrstück von Brecht. Thomas Martin richtet sein Stück SCHUTT als szenische Lesung ein. Bei einem Podiumsgespräch werden die Künstler/ Theoretiker Felix Ensslin, Bojana Kunst und Jan Ritsema über die Bedeutung der „kommunistischen Hypothese“ (A. Badiou) für die Kunstproduktion heute sprechen. Weiter führt Nick Currie aka Momus eine unreliable tour zum Gegenstand des Communist Blackboard auf, die Theatermacher Anne Kuhn und Andreas Mihan sowie das Petersburger Polit- und Kunst-Kollektiv Chto delat’ präsentieren Installationen. Letztere sind auch im Filmprogramm vertreten, das Geschichte und utopisches Potential der kommunistischen Idee verknüpft: 2+2 Practising Godard (RUS 2009) ist Erinnerungs-Akt und Remake, eine Godardsche KinoÜbung gegen polizeiliche Willkür. Eine Film- und Musik-Performance von Michael Busch (LUXUSBERLIN) führt Dowschenkos Filmklassiker Semlja/Erde (RUS 1930) mit dem Avantgardefilm Die Geburt der Nation (D 1973) von Klaus Wyborny zusammen. Weiter sind Chris Markers Essayfilm The Last Bolshewik (F 1993) und Alexander Kluges neunstündiges Filmepos Nachrichten aus der Ideologischen Antike: Marx – Eisenstein – Das Kapital (D 2008) zu sehen. Der sowjetische Film spielt auch im Konzertprogramm eine wichtige Rolle: Marc Weiser aka Rechenzentrum führt eine Neuvertonung von Dsiga Wertows Klassiker Enthusiasmus (1930) live auf; der elektronischen Komposition dient die Tonspur von Wertows erstem Tonfilm als Klangquelle. Im Anschluss zeigt das Hamburger Agitprop- Kollektiv Schwabinggrad Ballett eine Konzert-Performance. Idee des Kommunismus. Philosophie und Kunst vom 25. – 27. Juni im gesamten Haus.

 

Antragsteller/in F. Ruda/ J. Völker/ G. Kamecke/ H. Teschke

Veranstaltungstermin 25. bis 27. Juni 2010

Veranstaltungsort Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Éditions Lignes und das Institut Français.

Internetseiten www.volksbuehne-berlin.de

Kongress "Vision Kino 10: Film – Kompetenz - Bildung"

Vom 1. bis 3. Dezember 2010 veranstaltet VISION KINO den dritten bundesweiten Kongress zur Vermittlung von Film- und Medienkompetenz in Deutschland.

 

Fünf Jahre nach Gründung der VISION KINO, nach fünf Jahren Arbeit für die Vermittlung von Film- und Medienkompetenz gilt der dritte Kongress als Möglichkeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen. In einem ersten Schritt erfolgt dies in einer Bestandaufnahme, die sowohl die einzelnen vertikalen Ebenen Europa, Bund, Länder, Kommunen berücksichtigt als auch horizontal nach Strukturen - etwa jenen zwischen Filmwirtschaft und Bildungseinrichtungen - fragt. Davon ausgehend werden in einem zweiten Schritt zukünftige Entwicklungen konkretisiert - mit dem Ziel, dass die einzelnen Teilnehmer/innen und Referenten/innen am Ende des Kongresses mit konkreten Aufgaben für ihren Bereich bedacht sind.

 

Der Kongress ist stark praxisorientiert und stellt den Teilnehmenden sowohl in fachspezifischen Podien als auch in fachübergreifende Workshops konzentrierten Diskussionsraum und -rahmen zur Verfügung um praxisorientierte und zielgruppenspezifische Lösungsmodelle zu erarbeiten.

 

Der Kongress richtet sich sowohl an Pädagogen/innen, Multiplikatoren/innen, Kinobetreiber/innen, Filmverleiher und Filmschaffende sowie bildungs- und kulturpolitische Vertreter/innen und Experten/innen aus Wissenschaft und Forschung.

Antragsteller/in Vision Kino gGmbH – Netzwerk für Film und Medienkompetenz

Veranstaltungstermin 1. bis 3. Dezmeber 2010

Veranstaltungsort Filmhaus am Potsdamer Platz

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Bundeszentrale für politische Bildung

Internetseiten www.visionkino.de

© VISION KINO/Jankowski

© VISION KINO/Jankowski

© VISION KINO/Jankowski

Lateinamerika koloniales Gedächtnis. Vom Ende der Ressourcen, so wie wir sie kennen

SYMPOSIUM - HAU 3

Die drei Segelschiffe von Kolumbus brachen vor mehr als 500 Jahren von der Küste Spaniens auf, um eine alternative Route nach Asien zu suchen und damit eine sichere Quelle für die Ressourcen von damals zu sichern: Gold und Gewürze. Lateinamerika war während der spanischen Kolonialzeit – aber auch nach der Gründung der Nationalstaaten um 1810 – einer der weltweit wichtigsten Rohstofflieferanten der Industrieländer. Die Region war ausschlaggebend für die gesamte Entwicklung des Kapitalismus. Damals standen die Edelmetalle Gold und Silber im Mittelpunkt, danach Zinn. Heute hat sich wenig geändert: Lateinamerika öffnet weiterhin seine Adern und liefert Edelmetalle und Erdöl, seltene Erden und Erdgas, Holz, Kautschuk, Fleisch und Weizen, Soja, Palmöl, Mais und Zucker. Die mineralischen und agrarischen Rohstoffe liefern immer noch den wichtigsten Beitrag zum wirtschaftlichen Wachstum auf dem Subkontinent. Doch trotz Wachstum ist das Gefälle zwischen arm und reich nicht kleiner geworden, im Gegenteil. Nirgendwo auf der Welt ist es größer als in Lateinamerika.

Das in den vergangenen zwei Jahrhunderten lateinamerikanischer Nationalstaaten und in der kolonialen Zeit davor entstandene Exportmodell hat keine Zukunft. Die Ressourcen sind begrenzt, der Raubbau an der Natur lässt sich nicht ungebremst fortsetzen. Dennoch wollen Regierungen und internationale Konzerne die epochale Trendwende nicht wahrnehmen.

Wie soll die Erde eine steigende Anzahl an Menschen verkraften, die wachsenden Wohlstand beanspruchen? (Wie) Ist der auf Plünderung der Natur beruhende Wohlstand demokratisierbar, ohne die Biosphäre zu zerstören oder den Klimawandel weiterhin voranzutreiben?

Mit diesen und weiteren Fragen wird sich ein zweitägiges Kolloquium mit Experten und Vertretern aus der politischen Praxis auseinandersetzen, bei dem u.a. Fernando Coronil (Venezuela/USA), Luis Tapia (Bolivien), Javier Ponce (Ekuador), Ana Esther Ceceña (Mexiko), Chacho Liempe (Territorio Mapuche/Argentinien), Stefan Schmalz, Elmar Altvater und Klaus Schenck (Deutschland) die verheerenden Folgen der fortdauernden Ressourcenausbeutung diskutieren und versuchen, mögliche Alternativen aufzuzeigen.

 

THEATER-GASTSPIEL - HAU 2

EL BOX/DER BOXKAMPF – REGIE: RICARDO BARTIS/SPORTIVO TEATRAL, BUENOS AIRES

 

In einer alten Boxsporthalle, zwischen Ringschnüren, Handschuhen, Verbänden, Punchingbällen und Sandsäcken, bereitet Maria Amelia „La Piñata“ Leguisamón ihre Geburtstagsfeier vor. Sie erinnert sich an die schönen Zeiten sportlicher Erfolge und wünscht sich sehnlichst, bei dem Fest die Intensität der damaligen Gefühle noch einmal zu erleben. Für die Feier wurden zwei Boxer engagiert, die die Feier mit Boxdarbietungen erheitern sollen. Als jedoch keiner der eingeladenen Gäste zum Fest erscheint, lamentiert „La Piñata” über die Welt, blind vor Ärger und verletzten Gefühlen. Plötzlich erscheint Dr. Juan Carlos Otamendi, ein alter Bekannter, in Begleitung von zwei Damen des Nachtlebens, schön und flüchtig wie ein Sommergewitter. Es entspinnt sich eine Auseinandersetzung über Gott und die Welt, über das Vaterland und die erbrachten Opfer. Wie „La Pinata" Leguisamon sagt: „In einer Welt, in der uns jede Energie und jedes Potential genommen wurde, ist häufig ein guter Schlag ins Gesicht der beste Zugang zum Bewusstsein."

Bartís wählt den Sport als Metapher, um sich mit der argentinischen Geschichte zu beschäftigen. Während in „Der Fischfang” der Peronismus und seine politischen und kulturellen Auswirkungen das Thema waren, setzt sich „Der Boxkampf“ mit der politischen Gegenwart und Zukunft auseinander. Die öffentliche Gewalttätigkeit, die Sehnsucht nach Größe, das Fehlen einender Mythen sind Motive, die in den Bildern eines unmöglichen Festes evoziert werden.

 

Antragsteller/in Hebbel-Theater Berlin GmbH

Veranstaltungstermin HAU 2 -Theatergastspiel El Box: 13. u. 14. Oktober 2010, 20 Uhr, 15. Oktober 2010, 21 Uhr HAU 3 - Symposium: 15. Oktober 2010., 18-20.30 Uhr, 16. Oktober 2010., 14.30-22 Uhr

Veranstaltungsort HAU 2 und HAU 3

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen HKF, HAU, Bundeszentrale für politische Bildung, Goethe-Institut Buenos Aires, Goethe-Insitut München

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.de

El Box/Der Boxkampf Regie: Ricardo Bartís/Sportivo Teatral, Buenos Aires Copyright: Andres Barragan

El Box/Der Boxkampf Regie: Ricardo Bartís/Sportivo Teatral, Buenos Aires Copyright: Andres Barragan

SuperCollider-Symposium Berlin 2010

Vom 18. - 26. September 2010 findet das internationale SuperCollider-Symposium in Berlin statt. SuperCollider ist eine Programmierumgebung und mächtige Programmiersprache für Prozesse im Umfeld von Klangsynthese, musikalischer Komposition und Multimediasteuerung. SuperCollider stellt seit mehr als 10 Jahren das cutting edge digitaler Signalprozessmodellierung und -programmierung dar und wird seit 2002 als Open-Source-Projekt von einer weltweiten Communitiy von kreativen Programmiererinnnen, Künstlern und Musikerinnen fortlaufend erweitert. In der stetig wachsenden Anwenderschaft finden sich - in unabgeschlossener Aufzählung - Komponisten und bildende Künstlerinnen, Interface-Designer, Laptop-Performerinnen und Instrumentalisten, Natur-, Kultur- und

Gesellschaftswissenschaftlerinnen, Soundartists, Netzwerkmusiker, Echtzeitkünstler und Live- Coder.

Unser Projekt umfasst die Durchführung der Tagung und des Rahmenprogramms, das sich an das Projekt „Komponieren im digitalen Zeitalter“ der Sektion Musik der Akademie der Künste und des ZKM Karlsruhe anschließt und sich somit als Weiterführung und ganz konkrete Untersuchung jener Thematik versteht. Auf dem Symposium werden Entwickler und Anwenderinnen zusammengeführt, um an vier Tagen aktuelle Entwicklungen, Projekte und künstlerische Arbeiten vorzustellen, zu analysieren und zu hinterfragen, so dass strategische Entscheidungen für die mittlere und ferne Planung der Sprache diskutiert, vorbereitet und gefällt werden können.

Auf mehreren Workshops werden an fünf Tagen erfahrene Entwicklerinnen, Programmierer und Musikerinnen anwendungsorientierten konkreten Wissenstransfer untereinander, an fortgeschrittene Nutzerinnen und vor allem an interessierte Ein- und Umsteiger leisten und befördern.

Das Rahmenprogramm bringt vielfältige und neuartige Sichtweisen im künstlerischen Umgang mit Musik und Klang nach Berlin. Im weltweit größten Wellenfeldsynthesesystem der Technischen Universität werden Künstler und Komponistinnen die Möglichkeiten der Schallfeldkonstruktion vorführen und weiter erforschen, die spannende Kulisse des Wasserspeichers wird erfüllt von elektroakustisch gestalteter Neuer Musik, Installationen zeigen unterschiedlichste Facetten im Spiel zwischen Klang, Raum und Objekt, avancierte

Praktiken des 21. Jahrhunderts wie das Live-Coding und die Netzwerkperformance werden Teilnehmer und Publikum in Erstaunen versetzen. Weiterhin laden wir Künstlerinnen ein, experimentelle Musik und Performance im Ausland und clubby audiovisual acts in der Maria zu präsentieren.

Das SuperCollider-Symposium ist ein Beitrag zur elektronischen und elektroakustischen Saison 2010 in Berlin und Europa. Teilnehmerinnen und Besucher gehen über die Schwelle der Perzeption elektronischer und elektroakustischer Ästhetik hinaus. Experten stellen moderne Wissensstrategien wie die Sonifikation oder die Klanganalyse vor, Komponisten und Performer erläutern ihre Ansätze im Umgang mit einer der modernsten Computersprachen. In diesem Sinne versteht sich das SuperCollider-Symposium als Mosaik digitaler Kultur und Musik, das aus der international anerkannten Berliner Kunst-, Kultur- und Wissenschaftslandschaft und den angereisten Freunden der technischen und ästhetischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts besteht. Die Berliner und ihre

Gäste sind eingeladen, dieses Mosaik mitzubilden und zu erweitern.

Antragsteller/in DEGEM e.V.

Veranstaltungstermin 18. bis 26. September 2010

Veranstaltungsort Wasserspeicher Berlin Prenzlauer Berg, Ausland, TU-Berlin u.a.

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen singuhr e.V., Ausland, TU-Berlin, AdK, Maria

Internetseiten supercollider2010.de/