Botenstoffe

Im März findet in dem jungen Literaturhaus Lettrétage in Berlin-Kreuzberg die erste Argentinisch-Deutsche Schriftstellerkonferenz statt.

 

Die fünf geladenen Autoren aus Argentinien (Lola Arias, Pablo Ramos, Laura Alcoba, Felix Bruzzone und Sergio Raimondi) werden am 23., 25. und 26. März auf fünf deutsche Autoren treffen (Tilman Rammstedt, Nora Bossong, Juliane Liebert, Julia Zange, Daniel Falb).

 

An den drei Abenden gibt es Lesungen und Podiumsdiskussionen, die für das Publikum geöffnet sind.

Die Lesungen finden sowohl in deutscher als auch spanischer Sprache statt.

 

Antragsteller/in Lettrétage e.V., Tom Bresemann, Timo Berger

Veranstaltungstermin 23. März 2010 - Eröffnungsabend im Instituto Cervantes 25. und 26. März 2010 Konferenztage und Abendveranstaltungen in der Lettrétage

Veranstaltungsort Lettrétage, Instituto Cervantes

Förderbetrag 20.000 €

Kooperationen Instituto Cervantes Lettrétage Organisationskomitee für die Teilnahme Argentiniens an der Frankfurter Buchmesse 2010 -COFRA- Argentinische Botschaft

internationales literaturfestival berlin

Literarische Vielfalt in Zeiten der Globalisierung erleben: Hier ist es möglich. Arabische Lyriker treffen amerikanische Shortstory-Schreiber, südkoreanische Poeten ihre russischen Kollegen, südafrikanische Romanciers den albanischen Nachwuchs. Hochinteressante Neuentdeckungen stehen gleichberechtigt neben den anerkannten Größen der Weltliteratur. Fremdes scheint auf, Verwandtes wird sichtbar, wenn in elf Tagen über 232 Veranstaltungen und über 279 Autoren aus 65 Ländern einen Einblick in neue und tradierte Entwicklungen der aktuellen Weltliteratur geben. Prosa, Lyrik, Gespräche mit Autoren und politische Diskussionen, Kinder- und Jugendliteratur, Literaturverfilmungen - das ilb ist ein lebendiges, polyglottes Forum von und für Literaturenthusiasten.

Antragsteller/in Peter-Weiss-Stiftung für Kunst & Politik e.V.

Veranstaltungstermin 15. bis 25. September 2010

Veranstaltungsort Haus der Kulturen der Welt

Förderbetrag 350.000 €

Kooperationen Vom 15. September bis 25. September 2010 findet das internationale literaturfestival berlin bereits zum zehnten Mal statt. Es ist eine Veranstaltung der Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik e.V. und der Berliner Festspiele in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt. Es steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission und wird ermöglicht aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Internetseiten www.literaturfestival.com

poesiefestival berlin

Zum 11. Mal bringt das poesiefestival berlin Dichtkunst aus der ganzen Welt nach Berlin und experimentiert mit neuen Formen und Medien der Lyrik. Der Fokus liegt dieses Jahr auf der Mittelmeerregion als Geburtsstätte zahlreicher Weltkulturen, als Wiege großer Zivilisationen und Ausgangspunkt blutiger Konflikte. Vom 4.–12. Juni zeigt das poesiefestival berlin in der Akademie der Künste am Hanseatenweg die Poesie und Kunst dieser Region und präsentiert das Mittelmeer erstmals in Deutschland als zusammenhängenden Kulturraum. In über 50 Veranstaltungen mit 170 Dichtern und Künstlern aus allen Anrainerstaaten schafft es Querverbindungen und legt Bezüge ebenso offen wie Brüche.

 

Bereits die ersten Gründungsmythen des Mittelmeers handeln vom Reisen, vom Exil und von der Flucht. Die Odyssee, die Fahrten des aus Troja fliehenden Aeneas oder die Entführung der Europa aus Phönizien nach Kreta erzählen von Phänomenen, die nichts von ihrer brennenden Aktualität eingebüßt haben. Die erste Station des Festivals, der offiziellen Eröffnung vorangestellt, widmet sich daher der Realität und der literarischen Fiktion des Flüchtlings und stellt sie den europäischen Idealen gegenüber.

 

Die Lyrik zwischen Alexandria und Beirut ist die nächste Passage und bringt die Klänge des al-Bahr, des Weißen Meeres, nach Berlin. Danach geht die Reise in den Maghreb mit Dichtern aus Algerien, Libyen, Marokko und Tunesien und einem Konzert der berberischen Band Ithran.

In den turbulenten Hafenstädten Istanbul und Marseille vermischen sich schon seit jeher Sprachen, Kulturen und Künste. Das Festival läuft ihre Häfen ebenso an wie die Inseln Zypern, Malta und Mallorca. Sie sind Brückenköpfe und Knotenpunkte, Projektionsflächen der Sehnsucht nach dem Paradies, aber auch Schreckensbilder der Isolation.

 

Der Übersetzungsworkshop VERSschmuggel lädt dieses Jahr acht Dichter aus Italien ein. Es gilt, sowohl noch unbekannte Newcomer zu entdecken als auch alte Bekannte wieder zu treffen. Im Flamenco spielt die Poesie eine fundamentale Rolle. „Poesía flamenca“ bringt diese alte Verbindung auf die Bühne mit neuen Interpretationen klassischer Werke bekannter spanischer Autoren sowie Vertonungen zeitgenössischer Dichter.

 

Das poesiefestival berlin kreuzt vor den Küsten Griechenlands und zeigt die zeitgenössische Dichtung Hellas’ zwischen Kalliope und Krise, sichtet die hebräische Poesie Israels und landet schließlich am letzten Ankerplatz des diesjährigen Fokusthemas und Abschluss des Festivals wieder in Italien mit der Inszenierung von Pasolinis Langgedicht „Dunckler Enthusiasmo“. Ergänzt wird das poesiefestival berlin durch Ausstellungen rund ums Mittelmeer in zahlreichen Berliner Kulturinstitutionen, Botschaften und der Akademie der Künste.

 

Eröffnungsveranstaltung des 11. poesiefestival berlin ist wieder Weltklang – Nacht der Poesie, die mittlerweile schon traditionelle Lesung internationaler Dichterstars, diesmal u.a. mit Michael Ondaatje (Kanada), Raúl Zurita (Chile) und Yang Lian (China). Auch die Berliner Dichter lesen wieder bei Poets’ Corner an öffentlichen Orten in den Bezirken, in denen sie wohnen.

 

Jenseits des Mittelmeerfokus’ bringt das Festival die radikal expliziten Neuvertextungen Sabine Schos und Ulf Stolterfohts von Schumanns und Chamissos Liederzyklus’ „Frauenliebe und -leben“ gemeinsam mit der Neukomposition von Jan Müller-Wieland zur Uraufführung. Für e.poesie vertonen Komponisten Elektronischer Musik die Werke zeitgenössischer Dichter. Das Kolloquium fragt dieses Jahr nach zeitgemäßen Wegen der Präsentation von Lyrik. Ein Programm für Lehrer und Schüler bringt die Poesie in die Schulen.

 

Begleitet wird das Festival von einem Feature zum Fokusthema auf der Internetseite www.lyrikline.org.

 

Antragsteller/in Literaturbrücke Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 4. bis 12. Juni 2010

Veranstaltungsort Akademie der Künste

Förderbetrag 350.000 €

Kooperationen Akademie der Künste, Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Botschaft der Republik Zypern, Botschaft des Königreichs Marokko, Griechische Kulturstiftung, Institut francais de Berlin, Istituto di Cultura di Berlino

Internetseiten www.literaturwerkstatt.org

Ginesa Ortega (Spanien) Foto: Xavi Vila