Affektheischerei

AFFEKTHEISCHEREI konfrontiert direkt Alte und Neue Musik: Grundlage für die Verzahnung Alter Musik mit Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten ist die barocke Lehre von den Affekten. Die Affektenlehre geht auf die griechische Antike zurück und besagt, dass sich Affekte wie Freude, Trauer oder Schmerz musikalisch ausdrücken lassen und die Musik solche Gemütsbewegungen beim Hörer hervorrufen kann. Insbesondere die Musik des 17. Jahrhunderts ist hierfür besonders geeignet, da sowohl Experimentierwille als auch Einflüsse von Rhetorik und Affektenlehre in den Kompositionen hörbar nach zu empfinden ist. Den Komponisten Sven-Ingo Koch, Klaus Lang und Michael Wertmüller wurde zur Aufgabe gestellt, die Affektdarstellung mit ihren Mitteln umzusetzen.

Antragsteller/in Uhde & Harckensee MusikManagement

Veranstaltungstermin 12. und 13. April 2010

Veranstaltungsort Radialsystem V

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen Die Veranstaltungen sind in das Festival "zeitfenster - V. Biennale Alter Musik" eingebunden.

Internetseiten www.zeitfenster.net

Titus Engel (Photo Detlef Baltrock)

DenkKlänge für Walter Benjamin

Sprach- und Denkbilder spielen in Walter Benjamins Schriften eine zentrale Rolle. Die Bedeutung akustischer Figuren und musikalischer Themen ist hingegen bislang wenig beachtet worden. Um Klang und Musik in Benjamins Werk zu untersuchen, veranstalten Klangnetz e.V. und das Zentrum für Literatur- und Kulturforschung zusammen mit der Akademie der Künste und anderen Partnern ein internationales Symposium. Es widmet sich neben den musikalischen und akustischen Elementen in Benjamins Denken auch den Anregungen, die die zeitgenössische Musik durch sein Werk und seine Person erhalten hat. Und so findet am ersten Abend des Symposions das Konzert „DenkKlänge für Walter Benjamin“ statt, bei dem das Ensemble Adapter neue Werke israelischer und Berliner Komponisten aufführt, die sich auf Benjamin, vor allem sein Buch „Berliner Kindheit um neunzehnhundert“, beziehen.

 

Ensemble adapter, Prof. Manuel Nawri, Leitung

 

Werke von Amit Gilutz, Eres Holz, Yoav Pasovsky, Hever Perelmuter, Gilad Rabinovitch, Sarah Nemtsov, Tom Rojo Poller, Asmus Trautsch und Peng Yin.

 

Eintritt 10/6 Euro (Symposion: Eintritt frei)

 

Das Projekt wird vom Hauptstadtkulturfonds, der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum, der Botschaft des Staates Israel, dem Goethe-Institut und der Christoph-und-Stephan-Kaske-Stiftung gefördert.

 

Die Schirmherrschaft über das Projekt "DenkKlänge für Walter Benjamin" hat der Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Seine Exzellenz Yoram Ben-Zeev, inne.

Antragsteller/in Klangnetz e.V. Asmus Trautsch / Yoav Pasovsky

Veranstaltungstermin 24. Juni 2010 14:30 Uhr: Eröffnung des Symposions "Klang und Musik im Werk Walter Benjamins - Benjamin in der Musik" 24. Juni 2010: Konzert "DenkKlänge für Walter Benjamin" 25. Juni 2010 10.00 Uhr bis 21.00 Uhr Symposion 26. Juni 2010 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr Symposion

Veranstaltungsort Akademie der Künste, Plenarsaal (Pariser Platz)

Förderbetrag 20.000 €

Kooperationen Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum, Botschaft des Staates Israel, Goethe-Institut, Christoph-und-Stephan-Kaske-Stiftung

Internetseiten www.klangnetz.orgwww.zfl.gwz-berlin.dewww.adk.dewww.ensemble-adapter.de

Matthias Engler, Ensemble adapter

Asmus Trautsch

DUST

Der Schweizer Komponist Antoine Chessex präsentiert DUST, Komposition für drei Violinen, Tonband, Elektronik und Quadrofonie. Die Grundlage des Stückes liefern akustische Texturen, welche sich auf ununterbrochene Cluster und Glissandi fokussieren und von drei Violinen produziert werden. Die Violinen werden in Echtzeit von einem analogen elektronischen System bearbeitet (Revox) und im Folgenden auf das Soundsystem verteilt. Die erzeugten Klänge ergeben eine abstrakte Materie von elektroakustischen Schichten, die das Publikum umhüllt. Das Stück wird von einem internationalen Ensemble aufgeführt. Das Streichertrio setzt sich aus zwei Violinespielern des Kammerensembles Neue Musik Berlin, Ekkehard Windrich und Steffen Tast, sowie der isländischen Geigerin Elfa Rún Kristinsdóttir zusammen. Der italienische Klangkünstler Valerio Tricoli ergänzt das Ensemble mit Elektronik und Revox.

Antragsteller/in Antoine Chessex

Veranstaltungstermin 25. Februar 2010

Veranstaltungsort Berghain

Förderbetrag 4.000 €

Kooperationen Ostgut Gmbh Berghain Deutscher Musik Rat Hauptstadtkulturfonds

Internetseiten berghain.de/event/45

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Echtzeitmusiktage 2010 - 20 Jahre Echtzeitmusik in Berlin

Die "Echtzeitmusiktage 2010" zeichnen anlässlich von "20 Jahre Echtzeitmusik in Berlin" in einem vielschichtigen und umfangreichen Programm einen Rück- und Ausblick

dieser mitlerweile international anerkannten Szene. In einem dreiwöchigen Programm mit etwa 60 Konzerten an 5 verschiedenen Veranstaltungsorten (Sophiensaele, ausland Berlin, Elisabethkirche, Festsaal Kreuzberg und Naher Osten) wird die Szene in ihrer weitreichenden stilistischen und musikalischen Vielfältigkeit präsentiert. Thematisch geordnet in verschiedene Slots wie "the world and the raw people", "the struggle continues", "state of the union", "against the grain", "fringes", "in exhile/home again" oder "is there a thing called jazz?" werden sowohl Protagonisten der ersten Generation von Echtzeitmusik aber auch die zweite und jüngere Generation ausgiebig mit ihrer Arbeit vorgestellt. Stilistisch reicht die Bandbreite von Neuer Musik, Performance, Elektroakustischer Musik oder Klangkunst, Electronica, Pop/Song, Improvisation & Free Jazz bis hin zu Harsh Noise.

 

Über sechzig Konzerte mit u.a. Chris Abrahams, Thomas Ankersmit, Antonia Baehr, Martin Brandlmayr, Tony Buck, Nicholas Bussmann, Antoine Chessex, Clare Cooper. Ekkehard Ehlers, Jason Forrest, Hanna Hartman, Heaven And, John Hegre, Groupshow, Margareth Kammerer, Annette Krebs, Christof Kurzmann, Perlonex, MoHa!, Paul Lovens, Stephan Mathieu, Mattin, Kapital Band 1, Andrea Neumann, Die Enttäuschung, Olaf Rupp, Ignaz Schick, Mika Vainio, Burkhard Beins, Clare Cooper, Vladislav Delay, Axel Dörner, Hammerriver, Sven-Åke Johansson, Greg Malcolm, Mattin, Monno, Phosphor, Clayton Thomas, Valerio Tricoli, Mika Vainio, u.v.m. !!!

 

Mit dem Begriff der „Echtzeitmusik“ meint man, dass die Entscheidung darüber, was gespielt wird und das Spiel selbst zur gleichen Zeit geschehen. Mithin ist Echtzeitmusik nichts anderes als Improvisation. Oder? Seit dem Mauerfall will Echtzeitmusik in Berlin durchaus etwas anderes sein als die musikalische Disziplin „Improv“. Vielleicht hat man diesen Begriff sogar gewählt, um sich von alt eingesessenen, hermetischen Berliner Improv- und Free-Jazz-Zirkeln abzugrenzen.

 

Etwa zeitgleich mit der Wende hat sich in Berlin eine neue Generation von experimentierenden Musikern, Improvisatoren und Klangkünstlern niedergelassen. Eine Szene, die sich dann ab etwa 1994/95 zur so genannten Echtzeitmusikszene konsolidierte. Ihre „Mitglieder“ stammten aus aller Herren Länder und waren vor den hoffnungslosen Bedingungen für kreatives Arbeiten in ihren jeweiligen Herkunftsorten geflohen. Berlin hingegen befand sich im Auf- und Umbruch. Hier gab es fast unbegrenzt Raum und Möglichkeiten sich auszuprobieren und obendrein waren die Lebenshaltungskosten niedrig. So zogen in der ersten Hälfte der 90er Jahre junge und risikofreudige Musiker nach Berlin, formierten sich in Projekten und Bands, oder gingen solistisch auf die Suche nach einer eigenen Klangsprache. Konzerte organisierte man oft innerhalb der noch aktiven Hausbesetzerszene oder in leer stehenden, „zwischengenutzten“ Gebäuden.

Von Anfang an war Echtzeitmusik in Berlin multistilistisch geprägt. Ihre Bandbreite reichte von elektro-akustischer Musik, Neuem Reduktionismus, Noise, Jazz, Avant Rock, Pop/Songwriting, neuer komponierter Musik, Performance, Klangkunst/Installation bis hin zu Rock- und Clubmusik (Techno, Electronika).

 

Das Echtzeitmusik Festival 2010 präsentiert diese Szene so kompakt und umfassend wie noch nie. Eine Szene, die eher einem Bienenstock gleicht als einem Kreis von Eingeweihten, die bestimmten Regeln verpflichtet sind. Und doch handelt es sich bei diesem Gewimmel um einen einheitlichen Körper. Dieser Körper hat ein Wir-Gefühl entwickelt, das von Offenheit und Neugier geprägt ist. Einig ist man sich im waghalsigen Umgang mit Klang erzeugenden Materialien. Schließlich verspüren alle „Mitglieder“ dieser Szene den Drang zu experimentieren und neue Klänge und Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen. Damit einher geht die konsequente Verweigerung jeder Art von Formatierung. Ob man sich selbst nun als Teil einer Bewegung versteht, ist nicht entscheidend. Wer radikalen Ausdruck will und bereit ist, sich mit anderen darüber auszutauschen, gehört dazu. So tummeln sich Musiker im Berliner Echtzeit-Dunstkreis, deren Arbeitsweise dem reinen Begriff der Echtzeitmusik klar zuwider läuft. Die Musik von vielen entsteht - am Computer oder in intensiven Probenprozessen - VOR dem Konzert. Sie ist präpariert und wiederholbar. Hieran lässt sich die Offenheit einer Szene ablesen, die schon immer auf Kodex und strenge Begrifflichkeiten gepfiffen hat. Der es mehr auf eine künstlerische Haltung, auf Originalität, Neugier und musikalische Radikalität ankommt.

 

Festivalkurator Ignaz Schick hat das Programm auf eine Art gegliedert, die Themen und Gruppierungen erkennbar macht. Unter Überschriften wie „the struggle continues“, „in exile / home again“ oder „the world and the raw people“ werden einzelne Strömungen innerhalb der Szene thematisch zusammengefasst. Dabei hat Schick besonderen Wert auf heterogene und kontrastreiche Konzertabende gelegt. Inhaltliche Parallelen und personelle Überschneidungen werden klug durch mehrfache Besetzungen verdeutlicht.

 

Wie sehr die Berliner Echtzeitmusik eine internationale Strahlkraft entwickelt hat, lässt sich nicht nur am internationalen Tourneekalender einzelner Protagonisten ablesen. Auch der massiv zunehmende Zuzug von sowohl unbekannten als auch international renommierten Experimentalmusikern und Klangkünstlern spricht für ihre Relevanz. Gleichzeitig boomt die Echtzeitmusik innerhalb der Stadt. Es entstand eine fast unübersichtliche Zahl von Auftrittsorten. Dabei erweist sich die Szene als extrem flexibel und nomadisch: Verschwinden irgendwo Konzertorte oder werden sie offiziell geschlossen, werden stattdessen Hauskonzerte organisiert oder es entstehen sofort neue Venues in anderen Stadtteilen. Auf diese Weise hat die Echtzeitszene auch die Gentrifizierung von ganzen Stadtteilen wie Prenzlauer Berg, Mitte & Friedrichhain bisher gut überstanden. Und das ist die Voraussetzung dafür, dass Berlin zumindest in der experimentellen Musik Städten wie New York, Chicago, London, Paris, Tokyo oder Sydney den Rang ablaufen konnte.

Antragsteller/in Ignaz Schick

Veranstaltungstermin 8. bis 30. September 2010

Veranstaltungsort Sophiensaele, ausland, Festsaal KReuzberg, St. Elisabethkirche

Förderbetrag 81.600 €

Kooperationen Echtzeitmusiktage 2010 ist eine Produktion von zangimusic.de in Kooperation mit Sophiensaele, ausland, Kulturbüro Sophien/St. Elisabethlirche, Festsaal Kreuzberg und Naher Osten finanziert aus Mitteln des HKF, Pro Helvetia und SKE

Internetseiten www.echtzeitmusik.dewww.zangimusic.de

Et Ecce Terrae Motus – Es bebte die Erde

Antoine Brumel | Clemens Goldberg

Et Ecce Terrae Motus – Es bebte die Erde (2010) UA

Utopische Musik im Angesicht des Untergangs

Eine Raum-Klang-Aufführung von Teilen der Messe von Antoine Brumel (um 1500)

nach dem Verfahren des „Slow Listening“

 

Ensemble Musica Universalis

Marc Busnel, Leitung

 

Um das Jahr 1500 erlebte Europa einen ähnlich radikalen Umbruch aller Werte wie heute. Der Mensch setzte sich ins Zentrum, blickte zurück auf eine verlorene metaphysische Ordnung und erschuf sich selbst neue Räume und eine neue Zeitwahrnehmung. Es entstand die erste 12-stimmige Messe der Musikgeschichte, mit kreisenden Klängen um den Menschen im Zentrum, ein grandioses, einzigartiges Werk. Antoine Brumel schuf diesen musikalischen Kosmos auf der Basis von sieben Tönen, die nach dem Tod Jesu am Ostermorgen noch vor der Auferstehung an das Erdbeben erinnern, das den Tod Gottes begleitete.

 

Im Rahmen von MaerzMusik, des Festivals für aktuelle Musik, das sich in diesem Jahr mit dem Thema [verlorener] Utopien auseinandersetzt, findet mit hervorragenden Gesangssolisten unter der Leitung von Marc Busnel im großen Saal des Radialsystem V die Premiere einer einzigartigen Raum-Klang-Aufführung statt, die diese historische Musik neu erfahrbar macht. Et Ecce Terrae Motus – Es bebte die Erde von Antoine Brumel und Clemens Goldberg, eine „Utopische Musik im Angesicht des Untergangs“, leitet das Publikum auf einen Stationenweg der vom Menschen verursachten und der natürlichen Katastrophen von der Gegenwart bis in das Jahr 1500. Mit Bildern und Texten sowie Teilen der Messe von Antoine Brumel erlebt der Hörer die Fragen der Kunstwerke als seine heutigen Fragen. Kann die magische Musik der Messe über das Erdbeben am Ostermorgen die Frage nach einem Überleben im Angesicht des Untergangs beantworten?

 

Antragsteller/in Goldberg Stiftung

Veranstaltungstermin 27. und 28. März 2010

Veranstaltungsort Radialsystem V

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Eine Produktion der Goldberg Stiftung in Zusammenarbeit mit MaerzMusik | Berliner Festspiele und Radialsystem V, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds

Internetseiten www.berlinerfestspiele.dewww.goldbergstiftung.org

KNM New Music Spa - The Book of Wellness

Am Osterwochenende eröffnet das Kammerensemble Neue Musik Berlin den ersten temporären New Music Spa weltweit. Das Ensemble bittet zu einer profunden Hör-Kur ins Berliner RADIALSYSTEM V, bei der auf Hochspannung garantiert auch Entspannung folgt.

Die Audioführung "Gehörte Stadt" lädt zu Beginn und mittendrin ein, mit den Ohren zu sehen. Wer dabei sein möchte, muss lediglich etwas Vertrauen mitbringen. Persönliche Guides führen die Teilnehmer blind durch die Klänge der Stadt. Ironisch frech geht es anschließend bei der Uraufführung von Eliav Brands „The Book of Wellness“ zu, die von Pierre Jodlowskis Körperstudie „Respire“ bzw. Johannes Kreidlers böser Adaption „Music for a Solo Western Man“ gefolgt wird. Bevor der KNM New Music Spa mit Morton Feldmans Meisterwerk „For Samuel Beckett“ seine Pforten schließt, bietet er ein breites individuelles Angebot für seine Gäste: wer lachen und lachen hören möchte, dem sei der Lach-Yoga Kurs von Alexander Peters ans Herz gelegt. Wer lieber klangduscht, meldet sich bitte bei Michael Vorfeld und Ana Maria Rodriguez oder begibt sich in Folkert Uhdes Installation „inside ciacona“ in die Architektur der Bachschen Musik. Veritable Massage-Variationen mit Live-Musik bieten Sara Kneer und Kollegen, während die Musiker des KNM Berlin und Gäste zu Klangmassagen einladen. Bitte melden Sie sich aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl für die Audioführung „Gehörte Stadt“ rechtzeitig telefonisch unter 030/24749870 an.

 

Programm

17.30 Uhr Prolog

Audioführung „Gehörte Stadt“

 

19.00 – 23 Uhr KNM New Music Spa – The Book of Wellness

 

Eliav Brand

Book of Wellness: your guide to better life I (UA)

 

Pierre Jodlowski

Respire (2008) für 11 Instrumente, Video und Soundtrack (nur am 3.4.)

 

Johannes Kreidler Music for a Solo Western Man (UA) für Performer, Elektronik, Ensemble u. Moderator

(nur am 4.4.)

 

Morton Feldman For Samuel Beckett (1987) für 23 Spieler

 

außerdem in verschiedenen Räumen des RADIALSYSTEM V: - - Audioführung „Gehörte Stadt“

Folkert Uhde „inside ciacona“ - Klanginstallation

Ana Maria Rodriguez / Michael Vorfeld „CROMORELAX“ Klang und Licht für alle Sinne

Klangmassagen mit Musikern des KNM Berlin

Lach-Yoga mit Alexander Peters

Massage-Variationen mit Sara Kneer und Kollegen

 

Mitwirkende

Lisa Fornhammar, Sopran

Salome Kammer, Sopran

Michael Wendeberg, Musikalische Leitung

Johannes Kreidler, Moderator (Music for a Solo Western Man)

Ana Maria Rodriguez / Michael Vorfeld, Klangdusche

Alexander Peters, Lach-Yoga

Sara Kneer und Kollegen, Massage-Variationen

KNM Berlin & Gäste

 

 

Eintritt 14 Euro / ermäßigt 11 Euro

Prolog: 3 Euro, bei Kauf einer Karte für KNM New Musik Spa frei Massagen und Lach-Yoga nach Verfügbarkeit inklusive

Late-Ticket für M. Feldmans „For Samuel Beckett“ (Beginn jeweils um 22 Uhr): 10 Euro / ermäßigt 8 Euro

 

Tickets www.radialsystem.de, Tel.: 288788588, Ticketbüro Di – Fr 10-19 Uhr, Sa + So 12-19 Uhr

Tickets für die Audioführung „Gehörte Stadt“ reservieren Sie bitte direkt bei ohrenstrand.net. Tel.: 030/24749870, Email: info@ohrenstrand.net

 

Hinweis

Bitte beachten Sie auch KNM New Music Spa-Klangmassagen im Massagesalon KNM (Dunckerstr. 84, 10437 Berlin). Vom 03.03. bis zum 07.05. erhalten Sie jeweils mittwochs bis freitags von 15-22 Uhr Ihre persönliche Klangmassage von Musikern des KNM Berlin und internationalen Gästen. Die Vereinbarung eines persönlichen Termins ist erforderlich unter 030/44359775.

 

Ein Projekt des Kammerensemble Neue Musik Berlin

Thomas Bruns, Programm; Verena Gutscher, Produktion; Sabine Spillecke, Kommunikation

 

Kammerensemble Neue Musik Berlin

c/o Podewil, Klosterstr. 68, 10179 Berlin

Tel. 030/44359774, Email: production@kammerensemble.de

 

 

KNM New Music Spa ist ein Projekt des Kammerensemble Neue Musik Berlin. In Zusammenarbeit mit RADIALSYSTEM V. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. „Gehörte Stadt“ ist ein Projekt von ausland und KNM Berlin im Rahmen von ohrenstrand.net. ohrenstrand.net wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik und die Kulturverwaltung des Landes Berlin. „inside ciacona“ ist ein Projekt von Folkert Uhde und RADIALSYSTEM V, gefördert durch die Schering Stiftung.

 

Antragsteller/in KNM Berlin

Veranstaltungstermin 3. und 4. April 2010, jeweils 19 - 23 Uhr Prolog „Gehörte Stadt“ jeweils um 17.30 Uhr. Wiederholung um 20.30 Uhr.

Veranstaltungsort RADIALSYSTEM V, Holzmarktstr. 33, 10243 Berlin

Förderbetrag 85.000 €

Kooperationen ohrenstrand.net, RADIALSYSTEM V

Internetseiten www.kammerensemble.dewww.ohrenstrand.netwww.radialsystem.de

Foto: Kai Bienert

Foto: Kai Bienert

David Baltzer / Zenit

KOLLEKTIV NIGHTS 2010 - Jazzkollektiv Berlin presents european collectives

Das JAZZKOLLEKTIV BERLIN wurde im Dezember 2007 gegründet und besteht aus den Repräsentanten der jungen Berliner Jazzszene Gerhard Gschlößl, Marc Schmolling, Wanja Slavin, Felix Wahnschaffe, Daniel Glatzel, Ronny Graupe, Phillip Gropper und Johannes Lauer. Dieses Kollektiv ist ein Zusammenschluss von Bandleadern und Komponisten, die ihre schöpferischen Ziele und einzelnen Projekte mit gebündelter Kraft und Effektivität verwirklichen. Durch gegenseitige Unterstützung in Bereichen der Öffentlichkeitsarbeit und gemeinsamer Planung von Veranstaltungen will es ein möglichst breites Publikum ansprechen. Das JAZZKOLLEKTIV BERLIN trifft alle Entscheidungen in demokratischer Form. Jeder Musiker hat absolute künstlerische Freiheit.

 

Seit 2008 veranstaltet das Jazzkollektiv Berlin – ein Zusammenschluss aus acht Musikern der Jazzszene in Berlin – jährlich ein eigenes Festival. Für die diesjährigen KOLLEKTIV NIGHTS konnte das Jazzkollektiv Berlin Partner-Kollektive mit Musikern aus Italien, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Dänemark, Schweden und Norwegen in seine Heimatstadt einladen. Vierzehn Bands, fast 100 Musiker treffen hier zusammen, die etwas gemeinsam haben: ihre Musik lässt sich nicht kategorisieren, sie sucht sich eigene Wege abseits des kommerziellen Mainstreams und der Major-Labels.

Und so sind es seltene Einblicke in die aktuelle, lebendige Jazzmusik Europas, die die diesjährigen KOLLEKTIV NIGHTS dem Berliner Publikum vom 9. bis 12. Dezember im Kino Babylon ermöglichen.

 

Mit u.a. Andromeda Mega Express Orchestra, Pablo Held Trio, Lauer Large, Atomic u.v.m.

 

 

Tageskarten für EUR 18,- / EUR 12,- ermäßigt sowie Festivaltickets für EUR 40,- zu reservieren unter contact@jazzkollektiv-berlin.com, www.ticketonline.de oder direkt über die Kasse des Babylon, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin.

 

Mehr Infos: www.jazzkollektiv.de

 

 

 

Antragsteller/in Jazzkollektiv Berlin GbR & Agentur aufklang

Veranstaltungstermin 9. bis 12. Dezember 2010

Veranstaltungsort Kino Babylon, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin

Förderbetrag 75.000 €

Kooperationen RBB Kulturradio Alex - offener Kanal Berlin Jazzthetik - Magazin für Jazz und anderes taz - die tageszeitung Stadtmagazin Tip Berlin

Internetseiten www.jazzkollektiv.de

Pressestimmen

Jazzkollektiv Berlin

Andromeda Mega Express Orchestra

Pablo Held Trio

LIFE IS LIVE - Musik, Diskurs, Performance

Die umfassende Digitalisierung der Lebenswelten hat nicht nur zu einer Absatzkrise von Kulturwaren geführt, sondern mit der gleichen Dynamik auch eine Konjunktur des Live-Events hervorgebracht. Je unkontrollierter die Vervielfältigung und Entwertung von auf Massenmedien gespeicherter kultureller Information in virtuellen Räumen voranschreitet, desto stärker wird die Sehnsucht nach Ereignissen in Echtzeit, die auf dem Prinzip der Einmaligkeit und der physischen Präsenz der Akteure und ihres Publikums beruhen. Der menschliche Körper, das Lebendige, wird zum Schlachtfeld der Verwertungslogik im globalen Kulturkapitalismus - und zugleich zu seiner begehrtesten Ressource.

 

Wie bei vielen kulturellen Entwicklungen kommt der Musik auch hier eine Vorreiterrolle zu. Mit dem weitgehenden Zusammenbruch des Tonträgermarktes ist die Konzertbranche zum umsatzstärksten Segment der Musikwirtschaft avanciert. Wer von seiner Kunst noch den Lebensunterhalt bestreiten will, ist zur Dauerpräsenz auf der Bühne, zur permanenten Performance seiner Künstlersubjektivität gezwungen. Die Unterhaltungskonzerne, die Booking-Agenturen, die Getränkehersteller, die Immobilienbranche, die Online-Ticketverkäufer, sie alle wollen an diesem Geschäft mitverdienen. Das Ergebnis ist ein Grad an Kapitalkonzentration im Konzertgeschäft, der bislang nur in der Tonträgerbranche zu beobachten war.

 

Die Folgen dieser Entwicklung sind in Berlin konkret greifbar. Mit der von der Anschutz Entertainment Group geplanten und kofinanzierten O2-World wurde ein Monument der neuen Kulturökonomie errichtet. Es verdeutlicht einerseits die wachsende wirtschaftliche Bedeutung der Synergie von digitaler Kommunikationstechnologie und Live-Events und greift zugleich massiv in die überwiegend von Migration und urbanen Subkulturen geprägten Strukuren der westlich von Friedrichshain gelegenen Stadtteile ein.

 

In der unmittelbaren Nachbarschaft, zwischen Kreuzberg und Treptow, eröffnet – ermöglicht durch Gelder von Brauereien und international agierenden Live-Entertainment-Konzernen wie Live Nation oder Clear Channel – in immer kürzeren Abständen ein neuer Club für Musikveranstaltungen. Der zunehmende Konkurrenzdruck sowie die voranschreitende Sanierung und Nutzbarmachung ehemals leerstehender Immobilien für kommerzielle Zwecke drängt die risikofreudigeren Orte, die Anfang der 90er Jahre als selbstverwaltete Betriebe aus dem dem Techno-Boom der Nachwendezeit hervorgegangen sind, aus dem Geschäft oder zwingt sie zu Konzessionen an die Bedürfnisse des Wochenendpublikums.

 

Für Musik, die sich der Formatierung durch veranstalterische Sachzwänge entzieht, gibt es in Berlin – ein Sehnsuchtsort, der seine magische Anziehungskraft auf jugendliche Touristen aus Europa und der ganzen Welt nach wie vor dem Mythos eines kreativen Freiraums von nahezu unbegrenzter Ausdehnung verdankt – immer weniger Aufführungsmöglichkeiten mit einem konsistenten künstlerischen Konzept, geschweige denn Modelle für ihre inhaltliche Vermittlung, die über Marketingmaßnahmen hinausgehen. Der ungebrochene Boom von Live-Musik selber antizyklisch zum weltweiten wirtschaftlichen Abschwung – droht paradoxerweise zu einer Situation zu führen, die von einem Mangel an kultureller Vielfalt geprägt ist.

 

Christoph Gurk, ehemaliger Chefredakteur der Musikzeitschrift »Spex« und langjähriger Kurator des weit über den deutschsprachigen Raum hinaus bekannten Musikprogramms in der Volksbühne, möchte diesem Trend zur Kommerzialisierung und Konformität des Konzertbetriebs mit einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Veranstaltungsreihe entgegenwirken. »Life Is Live – Musik, Diskurs, Performance im HAU« möchte avancierte popmusikalische Praxis und kulturtheoretische Reflexion zusammenbringen und jenseits des Eventdrucks von Festivalstrukturen als ständiges Format im Spielplan des Theaters etablieren.

Geplant ist eine Sequenz von sechs Veranstaltungssequenzen. Im Abstand von zwei Monaten werden Einzelkünstler und Kollektive aus dem Grenzbereich zwischen Neuer Musik, Elektro, Independent-Rock, Freier Improvisation, Singer/Songwriter, Minimal Music, die jeweils für ein distinktes Paradigma von Stilpolitik stehen, ins HAU geladen. Vor dem Konzert, am frühen Abend, sprechen Autoren und Kritiker über den Boom der Live-Kultur, analysieren Körperstrategien zwischen Überschreitung und Unterwerfung unter normative Ordnungen; und spüren ästhetischen Überschüssen in der aktuellen Musikproduktion nach.

Der Publikumserfolg und die Medienresonanz von Projekten wie »Audio Poverty« im Haus der Kulturen der Welt, der Sequenz »Structures« im Club Transmediale und nicht zuletzt »Dancing With Myself« im HAU hat gezeigt, dass der zwischen Popkultur, Politik und Kunst angesiedelte gesellschaftskritische Diskurs, der seit Jahren in Publikationen wie »The Wire«, »De:Bug«, »Testcard«, »Spex« oder auch »Texte zur Kunst« kultiviert wird, ihren Weg in die Institutionen der Hochkultur gefunden hat und bei einer nachgewachsenen Generation von Kulturgängern auf breites Interesse stößt.

»Life Is Live« versteht sich vor diesem Hintergrund als eine Art dreidimensionale Zeitschrift, die diesen Prozess vorantreibt und ihn gleichzeitig diskutierbar macht, indem sie Musik und die durch sie stimulierte Theoriebildung unter den Bedingungen des Theaterraums der Bewährungsprobe des Performativen unterzieht und das Performative auf den Prüfststand des Arguments stellt. Im Unterschied zu den vorangegangenen Konferenzen, die Transformationsprozesse innerhalb der Musikwelt im Zeitalter der Digitalisierung zum Ausgangspunkt theoretischer Reflexion im Hinblick auf einen Strukturwandel von Massenkultur überhaupt nahm, steht bei dieser Veranstaltungsreihe die musikalische Praxis im Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Diskurs hat seine Relevanz in der Auseinandersetzung mit dem konkreten ästhetischen Material nachzuweisen.

 

Antragsteller/in Christoph Gurk

Veranstaltungstermin Januar, März, Mai, September und November 2010 und Januar 2011

Veranstaltungsort Hebbel am Ufer

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen Hebbel am Ufer

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.de

double standards

ohrenhoch-Sonntage

‘ohrenhoch der Geräuschladen‘ ist die einzige Hörgalerie in Berlin mit festem Format: geöffnet jeden Sonntag von 14:00 bis 21:00 Uhr - an 52 Sonntagen im Jahr.

 

Über die spezielle, fest installierte Lautsprecher-Installation präsentiert ohrenhoch jeden Sonntag eine Komposition akusmatischer Musik, elektroakustischer Musik, Sounddesign, Soundscape oder Hörspiel. Jedes Werk (3 - 30 Minuten) ist während zwei aufeinander folgenden Sonntagen von 14 bis 21 Uhr zu hören, abgespielt im Loop ab CD- oder mp3-Player. Jährlich werden im ohrenhoch somit 26 international herausragende Werke von renommierten KlangkünstlerInnen aus dem In- und Ausland vorgestellt.

Die KlangkünstlerInnen/KomponistInnen werden angeregt, ein Stück speziell für das ohrenhoch zu kreieren.

 

Die ZuhörerInnen können jeden Sonntag ab 14:00 Uhr jederzeit in den Geräuschladen eintreten, ohne einen Anfang zu verpassen. Das Konzept von ohrenhoch besteht im besonderen darin, dass sich die Geräusche in ihrer ganzen Komplexität im Raum entfalten können, es gibt quasi keinen Anfang und kein Ende.

 

Im ohrenhoch besteht auch die Möglichkeit, Partituren, Diagramme, Objekte oder Notizen zu der gerade präsentierten Komposition auszustellen.

 

ohrenhoch präsentiert auch Soundinstallationen und Videos von KünstlerInnen, die auf unterschiedliche Weise die Koppelung von Bild und Ton, Ton und Bild mit ihrem Inhalt und Ausdruck verdeutlichen.

 

ohrenhoch bietet auch eine Plattform für Performance, multimediale Installationen, Lesungen und Vorträge. Bedingung ist, dass das benutzte Material, z.B. für Live-Elektronik, in einem Handtäschchen Platz hat.

 

Während der ohrenhoch-Sonntage werden an der kleinen alkoholfreien Bar verschiedene Getränke wie z.B. der frische ohrenhoch-Spezial-Tee angeboten.

 

Die BesucherInnen von ohrenhoch, Erwachsene wie auch Kinder, schätzen die Besonderheit, in einer ungezwungenen Atmosphäre in eine Hörwelt einzutauchen.

 

 

Antragsteller/in Knut Remond, ohrenhoch der Geräuschladen

Veranstaltungstermin Jeden Sonntag 14:00-21:00 Uhr

Veranstaltungsort ohrenhoch, der Geräuschladen | Weichselstr. 49 | 12045 Berlin-Neukölln

Förderbetrag 9.000 €

Internetseiten www.ohrenhoch.org

Pressestimmen

Piano City Berlin

Berlin ist die Heimat von unzähligen Klavierstudenten, leidenschaftlichen Laien und Profis unterschiedlichster Herkünfte und Hintergründe. Nicht alle dieser Tasten-Künstler werden jemals die Möglichkeit haben, innerhalb eines Festivals aufzutreten oder Mittelpunkt eines Klavierkonzerts zu werden.

 

Piano City Berlin wird dies ändern!

 

Im Jahr 2010 wird Piano City eine einmalige Plattform in und um Berlin bieten:

Ein Wochenende, das die gesamte Stadt, in jedem Winkel und in allen Berliner Kiezen erklingen lässt. Und das die Möglichkeit bietet, Klaviermusik auf ungewöhnliche und vielfältige Weise zu genießen, zu erleben und selber zu gestalten. Neben 80 Wohnzimmerkonzerten in Berliner Eigenheimen, werden in der langen Nacht der Klaviermusik und am Familiensonntag im RADIALSYSTEM V, bei Dussmann das KulturKaufhaus und in vielen weiteren Veranstaltungsorten, Klavierevents stattfinden.

 

Piano City wird nicht nur Spaß, Pädagogik, Gemeinschaft ermöglichen und Kreativität freisetzen.

Piano City wird auch die reale Welt und Life Konzerte, mit der virtuellen Welt und Web 2.0 verknüpfen.

Die Website von Piano City wird die Darstellung, aber mehr noch, eine interaktive Plattform und Weggefährte einer Innovation werden.

Interessierte Pianisten können so zum Beispiel ihre Handy Clips hochladen und so ihr besonderes Können, ihre Persönlichkeit und das Wohnzimmer vorstellen.

Die Jury, bestehend aus Pianisten, Christian Kellersmann von Universal und dem Einrichtungshauschef von IKEA-Tempelhof, wird 80 Konzerte auswählen und über die Website bewerben.

Bürger können ihre Wohnzimmer mit gestimmtem Klavier für Pianisten ohne dieses notwendige Accessoire stiften.

Partner haben die Möglichkeit ihr eigenes Programm im Rahmen von Piano City zu veröffentlichen und zu bewerben, vom Tag der offenen Tür, zu Ausstellungen und interaktiven Klavier-Events.

Konzerte werden für 5,- € pro Stück buchbar über Pianisten-Clips sein.

Und die Besucher können ihre eigene Reise durch Berlin und in die Wohnzimmer über einen speziellen Routenplaner zusammenstellen.

 

Piano City ist ein Festival von Berlinern für Berliner durch die Kraft der Musik!

 

Antragsteller/in Andreas Kern

Veranstaltungstermin 22. bis 24. Oktober 2010

Veranstaltungsort Berlin

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen RADIALSYSTEM V, Dussmann das KulturKaufhaus, Dok 11, Yamaha, Musikschulen, Kirchen und viele mehr

Internetseiten www.pianocity-berlin.com

Grafik: Kosmar

Projekt 1051

Projekt 1051

La Caution / Transforma

 

+ Débruit, Ill Till, Phon.o, Superclub DJ’s und VJ MFO

 

1051 Kilometer liegen zwischen Paris und Berlin: „Projekt 1051“ heißt deshalb eine Initiative des Pariser Kultur- und Clubschiffs Batofar, das die französische Hip-Hop-Formation La Caution und das Berliner Videokunstkollektiv Transforma zusammenführt.

 

Beide Gruppen haben in Paris und Berlin recherchiert und in Workshops eine gemeinsame künstlerische Arbeit zu den unterschiedlichen Identitäten der beiden Städte entwickelt, die sie am 26. Oktober 2010 in den Sophiensaelen präsentieren. In einem Gespräch geben sie über ihre Zusammenarbeit Auskunft.

 

Audio-Video-Installation und INTERVIEW #5

 

Luke Bennett und Simon Krahl (Transforma Berlin), Ahmed Mazouz und Mohamed Mazouz (La Caution Paris) im Gespräch mit Camille Duthuit (Batofar Paris), Remco Schuurbiers, Jan Rohlf (DISK/CTM Berlin) und Dr. Susanne Stemmler (HKW Berlin)

 

Am 28. Oktober 2010 steigt im Maria am Ostbahnhof

die Projekt 1051 - Club Night.

Präsentation in der Maria Lounge:

La Caution / Transforma: Projekt 1051 [Video Installation]

Club Night Konzerte im Josef mit:

La Caution [FR] - Live

Débruit [FR] - Live

Ill Till [DE] - Live

Phon.o [DE] - DJ / Transforma [DE] - Video

Superclub DJ’s [DE] - DJ

VJ MFO [DE]

 

präsentiert von

Le Batofar/ Eclairages, DISK/CTM, Club Maria am Ostbahnhof und Sophiensaele.

Antragsteller/in Sophiensaele GmbH / Batofar Paris

Veranstaltungstermin 26. Oktober 2010 Sophiensaele 19.30 Uhr Audio-Video-Installation 20.30 Uhr Gespräch 28. Oktober 2010 ab 22 Uhr Maria am Ostbahnhof Club-Night

Veranstaltungsort Sophiensaele und Maria am Ostbahnhof

Förderbetrag 20.000 €

Kooperationen Ein Projekt von Le Batofar/Eclairages, DISK/CTM, Club Maria am Ostbahnhof und Sophiensaele. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der European Cultural Foundation, Culturesfrance - Ministère des Affairs étrangères, Ministère de la culture et de la communication - DICRéAM, Deutsch-Französisches Jugendwerk Mit freundlicher Unterstützung von ParisBerlin und Centre Français de Berlin.

Internetseiten www.sophiensaele.comwww.clubtransmediale.dewww.batofar.orgwww.clubmaria.de

SICHTBARE MUSIK - Dieter Schnebel zum 80. Geburtstag

Die Maulwerker präsentieren ihre neue Maulwerke-Fassung in filmischer Version (Regie: Susanne Elgeti). Schnebels Materialpartitur Maulwerke initiiert einen Gestaltungsprozess, in dem virtuos erweiterte Stimmtechniken behandelt werden. Die Kamera wurde in den Erarbeitungsprozess als Mitgestalterin integriert. Die Bildebene ist eine selbstständige „Stimme“, die in der Montage, abgeleitet aus der Partitur, eigenständige Bildsequenzen formt. In den Maulwerken wird die Notation des Klangs über die Notation von Mund-, Zungen-, Lippen-, Kehlkopf-, Lungen- und Zwerchfellbewegungen realisiert.

In den Zyklen Laut-Gesten-Laute und Schau-Stücke komponiert Schnebel Bewegungen des gesamten Körpers und setzt die Stimme dazu in kontrapunktische Beziehungen.

 

Antragsteller/in Die Maulwerker GbR

Veranstaltungstermin 7. Dezember 2010

Veranstaltungsort Akademie der Künste am Hanseatenweg

Förderbetrag 25.000 €

Kooperationen Ein Projekt der MAULWERKER in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste und dem Studio für Elektroakustische Musik der Akademie der Künste

Internetseiten www.maulwerker.de

SOLO-UNIVERS

5 Raumklang-Konzerte für Solisten und Orchester

 

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Dirigent: Franck Ollu

 

SOLO-UNIVERS 1 - Musik im Raum für Solo-Oboe und Orchester

Solist: Nick Shay Deutsch, Solo-Oboist der Oper Frankfurt/Main

 

SOLO-UNIVERS 2 - Musik im Raum für Solo-Fagott und Orchester

Solist: Axel Andrae, Solo-Fagottist des MDR Sinfonieorchesters

 

SOLO-UNIVERS 3 - Musik im Raum für Solo-Klarinette und Orchester, Solist: Ib Hausmann, Solo-Klarinette

 

SOLO-UNIVERS 4 - Musik im Raum für Solo-Horn und Orchester

Solist: Stefan Dohr, Solo-Hornist der Berliner Philharmoniker

 

SOLO-UNIVERS 5 - Musik im Raum für Solo-Flöte und Orchester

Solistin: Silvia Careddu, Solo-Flötistin des Konzerthausorchesters Berlin

Antragsteller/in INTEGRAL-ART Wallmann/Wallmann GbR

Veranstaltungstermin 28. Oktober 2010, 20 Uhr Einführung: 19 Uhr

Veranstaltungsort Kammermusiksaal der Berliner Philarmonie

Förderbetrag 125.000 €

Kooperationen -Deutschlandfunk -Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Internetseiten www.integral-moderne.de

Foto: H. Johannes Wallmann

Sounds No Walls-Friends & Neighbours in Jazz

Sounds No Walls

South African Jazz Connections

Friends & Neighbours in Jazz

Berlin 20. – 23. Mai 2010

 

SOUNDS NO WALLS 2010 präsentiert die Wegbereiter des südafrikanischen Jazz ebenso wie jüngere Musiker und Musikerinnen, die neue Richtungen einschlagen.

Vor der ersten Fußball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent fokussiert das Festival die vitale südafrikanische Jazzszene mit ihren multikulturellen und interkontinentalen Verknüpfungen im Spannungsfeld von Geschichte und Gegenwart.

Jazz war in Südafrika stets auch Ausdruck des Überlebenskampfes und der Identität der schwarzen Afrikaner sowie der sich mit ihrem Kampf für Gleichberechtigung Verbündenden. Jazz bzw. jazzverwandte Musik schuf sozialen Zusammenhalt und wurde zugleich zu einem Medium des Widerstandes. In der ersten Hälfte der sechziger Jahre begann der Exodus südafrikanischer Jazzmusiker.

Nach dem Sieg über die Apartheid kehrten viele der Überlebenden aus dem Exil in ihre Heimat zurück. Mit Hugh Masekela, Louis Moholo, Abdullah Ibrahim sowie dem in der Schweiz lebenden Makaya Ntshoko kommen in Berlin musikalische Wegbereiter und Legenden auf die Bühne. Mit Spielkonstellationen, in denen südafrikanischen mit europäischen Musikern und Musikerinnen zusammenwirken, werden die interkontinentalen „South African Jazz Connections“ thematisiert. Neben den Veteranen sind neue Musikerinnen und Musiker herangewachsen. Einige der Profiliertesten sind beim Festival „Sounds No Walls“ dabei: Zim Ngquawana, Shannon Mowday, Carlo Mombelli, Kesivan Naidoo...

Trotz der großen Probleme Südafrikas wie Armut, Arbeitslosigkeit und Aids geht von den Jazzmusikerinnen und Jazzmusikern des Landes eine neue Zuversicht aus. Wieder wird Musik zu einem mentalen Sensor und zu einem Vorboten für Kommendes.

 

www.sounds-no-walls.de

 

Antragsteller/in Dr. Bert Noglik, Jazz Activities e.V.

Veranstaltungstermin 20. bis 23. Mai 2010

Veranstaltungsort Philharmonie-Kammermusiksaal, Quasimodi, Stilwerk

Förderbetrag 130.000 €

Splitter Orchester

Vor gut einem Jahr premierte "The Berlin Splitter Orkest" im Rahmen des "Hybrid Arts Fest - Australia" im Radialsystem V. Wunderbarerweise hat das Orchester den Sprung ins 10. Jahr des 21. Jahrhunderts geschafft, trägt heute den Namen Splitter Orchester und es besteht dringender Verdacht darauf, dass dieser in Berlin einmalige Klangkörper zu einer festen Institution der Echtzeitmusik-Szene wird.

Das Splitter Orchester ist ein feinfühliger Gigant, der neue Maßstäbe der Kollektivimprovisation setzen wird und die stilistische Vielfalt einer jungen Musikszene bündelt. Jazzmusiker treffen hier auf Komponistinnen Neuer Musik, Instrumentenbauer auf Virtuosinnen und geniale Dilettanten auf eigenwillige Autodidaktinnen.

Allen Splittern gemeinsam ist die konsequente Suche nach einem persönlichen Weg, der immer näher zu der eigenen Musik führt. Die Lust und die Verpflichtung auf einen musikalischen Apparat dieser Dimension lässt erwarten, dass diese exzeptionellen MusikerInnen eine wahrhaft ungehörte und unerhörte Musik spielen werden.

Antragsteller/in ausland / projekt archiv e.V. / Gregor Hotz

Veranstaltungstermin 27. November 2010

Veranstaltungsort Radialsystem V, Holzmarktstr.33, 10243 Berlin

Förderbetrag 48.400 €

Internetseiten www.ausland-berlin.dewww.radialsystem.de

STRUCTURES II - OVERLAP

Mit dem Festivalthema OVERLAP – Sound & Other Media (STRUCTURES II) setzt CTM.10 die mit der Jubiläumsausgabe 2009 begonnene Diskussion zu Situation und Zukunftsaussichten selbst bestimmten Musikschaffens und experimenteller audiovisueller Kulturen fort und nimmt die Schnittstellen zwischen Musik und anderen kreativen Feldern in den Blick.

Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Rolle von Musik ist seit einigen Jahren einem massiven Wandel unterworfen. Einerseits ist Musik durch die Verbreitung audiovisueller Medien allgegenwärtig geworden, andererseits bröckelt das Selbstverständnis der Musikschaffenden als Akteure eines eigenständigen künstlerischen Feldes. Musiker und Musikwirtschaft sehen sich heute zunehmend vor der Herausforderung, ihre Kreativität in den Verbund anderer Gestaltungsformen und musikfremder Ambitionen zu stellen: im Produktmarketing, als Contentlieferanten für Netz- und Mobilfunkbetreiber, als Sounddesigner für Computerspiele und Gadgets, als Klangdramaturgen von Modenschauen. Auch in den traditionell gut mit dem Musikbereich vernetzen Disziplinen Kunst, Film, Tanz und Theater gewinnen Klang und Musik weiterhin an Bedeutung.

Die Auflösung der bewährten Strukturen und Wertschöpfungsketten der Musikwirtschaft wird von ihren Akteuren oftmals als Verlust der kulturellen Bedeutung von Musik empfunden. Aber wie verhält es sich hier mit Ursache und Wirkung? Haben die Musikschaffenden auf den technologischen und gesellschaftlichen Wandel falsch reagiert und sich so selbst ins Abseits manövriert? Oder ist der Versuch, diesem Wandel erfolgreich zu begegnen lediglich ein Kampf gegen Windmühlen, da Einzeldisziplinen im Zuge der wachsenden Konvergenz der Medien zwangsläufig an Bedeutung verlieren? Müssen sich die Musiker nur noch an die längst entschiedene Tatsache gewöhnen, dass sich die popkulturelle Polposition der Musik als DIE gesellschaftliche Differenzmaschine sowieso längst zwischen Internet, Sozialen Netzen, Mode, Game-Culture, Graphic Design und Kunst aufgelöst hat und sie zu einem Angebot unter vielen geworden ist?

Gemeinsam mit Akteuren aus Kunst, Musik, Wissenschaft und Wirtschaft nimmt CTM.10 die Chancen und Risiken dieser Entwicklung kritisch in den Blick, bei der Medien und kreative Disziplinen zunehmend verschmelzen und zuvor fest gefügte Rollenaufteilungen in Bewegung geraten. Die Diskussion, wie der Wandel der Musikkultur zu gestalten ist, geht weiter.

 

Antragsteller/in DISK/ club transmediale GbR/ Oliver Baurhenn

Veranstaltungstermin 29. Januar bis 7. Februar 2010

Veranstaltungsort WMF

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen WMF, AMAZE

Internetseiten www.clubtransmediale.de

Synchronizing Berlin - Hong Kong

SYNCHRONIZING BERLIN - HONG KONG

2 Metropolen - 2 Bühnen - 1 Konzert

 

Ensemble Adapter und Hong Kong New Music Ensemble verknüpfen live Musik und Bild per Internet-Standleitung. In Berlin und Hong Kong entsteht gleichzeitig eine Konzertinstallation mit zwei Ensembles auf zwei Bühnen.

 

Zehn Musiker an zwei Orten spielen gemeinsam zwei neue Kompositionen, die speziell für dieses Konzert geschrieben wurden. Per Internet wird an beiden Orten der Part des jeweils anderen Ensembles in Ton und Bild zugeschaltet. Bei der Übertragung gibt es eine Verzögerung von mehr als einer Sekunde. In Berlin kommt das Material aus Hong Kong mit Verzögerung an, in Hong Kong der Berliner Teil. Diese Verschiebung ist gewollt, sie ist in die Kompositionen eingearbeitet. Die Menschen in Berlin und Hong Kong erleben dasselbe Konzert in zwei unterschiedlichen Versionen.

 

Fr 01.04.2011 | Sa 02.04.2011

Beginn um jeweils 20:00 Uhr

Dock 11, Kastanienallee 79, 10435 Berlin

zeitgleich: Osage Atelier, 20 Hing Yip Street, Kwun Tong, Hong Kong

Eintritt: € 10,– / erm. € 7,–

Karten Berlin: 030-4481222 (Mo-Fr ab 15:00)

 

Musik: Ensemble Adapter | Hong Kong New Music Ensemble

Komposition: Paul Friedrich Frick | LAM Lai

Video: Aron Kitzig | Jason Wong

Technische Leitung: Felix Dreher

Produktionsleitung: Michael Karl Schmidt

 

Der Berliner Komponist Paul Friedrich Frick arbeitet mit rhythmischen Strukturen elektronischer Tanzmusik, Beats und Loops mit klassischen Instrumenten. Als versierter Techno- und House-Produzent, zurzeit erfolgreich mit „Brandt Brauer Frick“, definiert er das gescheiterte Konzept „Crossover“ der 90er Jahre neu und gestaltet eine Genre-übergreifende Musik, die die technisch bedingte Zeitverzögerung des Internets als aktives musikalisches Element nutzt.

 

LAM Lai ist eine der meistversprechenden Komponistinnen der jungen Hong Konger Szene. Sie kreiert neben instrumentaler Musik auch elektronische, visuelle und multimediale Arbeiten. Für dieses Konzert verbindet sie Alltagsgeräusche mit instrumentalen Klängen und Video.

 

Eine Produktion von Ensemble Adapter und Dreher&Schmidt in Kooperation mit Hong Kong New Music Ensemble und Goethe-Institut Hong Kong. In Zusammenarbeit mit Take Off Productions und MaerzMusik | Berliner Festspiele. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Antragsteller/in Ensemble Adapter / Matthias Engler

Veranstaltungstermin 1. April 2011, 20:00 Uhr 2. April 2011, 20:00 Uhr

Veranstaltungsort Dock 11 Berlin / Osage Gallery Hong Kong

Förderbetrag 25.000 €

Kooperationen Hong Kong New Music Ensemble Goethe-Institut Hongkong Musik Film Marathon Berlin MaerzMusik | Berliner Festspiele

Internetseiten www.ensemble-adapter.dewww.hknme.org

Ensemble Adapter, Photo: Harry Weber

Hong Kong New Music Ensemble, Copyright: William Lane

Totally Trumpet - Festival für Neue Trompetenmusik

Wie kaum ein anderes Instrument hat die Trompete in den letzten 50 Jahren eine immense Erweiterung des spieltechnischen und klanglichen Spektrums erfahren. Den Beweis, wie unerhört spannend und vielseitig die Musik für dieses Instrument ist, will ein dreitägiges Festival unter dem Titel „Totally Trumpet“ erbringen, das William Forman, ehemaliger Trompeter im Ensemble Modern und einer der besten seines Faches, konzipiert hat.

 

Teilnehmende Musiker : Gerard Presencer, Falk Maertens, Lukasz Gothszalk, Na'ama Golan, Markus Schwind, das Stiania Trompetentrio u.a.

 

In insgesamt fünf Konzerten an drei Tagen (drei "Prime Time Concerts", Beginn 19 Uhr und zwei "Late Night Concerts", Beginn 22 Uhr)werden circa 30 Werke von renommierten Komponisten (z.B. von Mauricio Kagel, Karlheinz Stockhausen,

Luciano Berio, Franco Donatoni und Helmut Oehring) sowie von jungen, noch wenig

bekannten Komponisten zu hören sein. Während die "Prime Time Concerts" jeweils unter

einem kompositorisch konzeptionellen Motto stehen, gilt die Aufmerksamkeit der "Late Night

Concerts" den Interpreten William Forman und Gerard Presencer.

 

Das weiterer Schwerpunkt des Festivals gilt der Vermittlung Neuer Musik als lebendigen künstlerischen Ausdruck unserer Zeit. Ziel ist, die Kommunikation zwischen Musikern und Publikum, aber auch unter Musizierenden selbst zu fördern. Ergänzt werden die Konzerte mit innovativer Trompetenliteratur durch einen Workshop für Berliner Musikschüler und Laienmusiker, der von den Spielern des Festivals durchgeführt wird. Die Teilnehmer werden durch aktives Hören und Mitmusizieren an die neuen Werke herangeführt. Ein weiteres Seminar mit jungen Komponisten und Trompetern fördert die Kommunikation zwischen Interpreten und Komponisten.

 

 

Antragsteller/in William Forman

Veranstaltungstermin 23. bis 25. April 2010

Veranstaltungsort Werner-Otto-Saal, Villa Elisabeth, Akademie der Künste

Förderbetrag 25.000 €

Kooperationen Akademie der Künste Kulturbrauerei e.V. Klangzeitort – Institut für Neue Musik der UdK Berlin

Internetseiten www.totally-trumpet.de

Pressestimmen

WINTERREISEN

WINTERREISEN - Ein Kommentar zu Schuberts Winterreise

 

Die Aufführung „winterreisen // voyages d'hiver“ mit franzoesischen und deutschen Jugendlichen im September 2009 in der Elisabethkirche Berlin war ein grosser Erfolg sowohl beim Publikum, als auch in der Presse. Peter Uehling schrieb seinerzeit in der Berliner Zeitung über die Aufuehrung: „Der Schubertschen Winterreise waechst aus der Gegenwart ein neuer, geradezu sozialpolitischer Sinn zu. Die Menschen dagegen geraten in den Sog eines Kunstwerks, das sie auch nach langer Zeit noch immer ansieht und versteht.“

An den Erfolg des letzten Jahres produktiv anknuepfend, ist „Wintereisen 2010“ eine weitere Etappe in der Auseinandersetzung der Musik-Plattform written-not-written mit Schuberts Liederzyklus auf der Suche nach einem neuen Format für eine Winterreise des 21. Jahrhunderts. Uns auch 2010 auf dieser Reise zu begleiten und aktiv an unserer Suche teilzuhaben, dazu moechten wir Sie ganz herzlich einladen.

Antragsteller/in written-not-written

Veranstaltungstermin 6., 7. und 8. Dezember .2010 jeweils 20:00 Uhr

Veranstaltungsort .HBC

Förderbetrag 8.000 € Wiederaufnahme

Internetseiten www.written-not-written.comwww.sentenzen.de

Katrin Matthes

Katrin Matthes

Jordane Maurs

Young Euro Classic

Am 6. August startet das Sommerfestival Young Euro Classic im Konzerthaus Berlin. Zu erleben sind bis zum 22. August insgesamt 16 Konzerte mit hochklassigen Jugendorchestern aus aller Welt, außerdem gibt es am 15. August das Young Euro Classic Klavierfestival. Auch im elften Jahr ist Young Euro Classic die einzige internationale Plattform für die besten Jugendorchester aus allen Teilen der Welt. Dem Toleranzgedanken verpflichtet ist die Eröffnung am 6. August, bei der erstmals das Young Euro Classic Festivalorchester Südosteuropa mit jungen Musikern aus den Ländern Ex-Jugoslawiens auftritt, genauso wie das Filmkonzert mit dem restaurierten Stummfilm „Nathan der Weise“ (1922) und der neu komponierten Filmmusik des libanesisch-deutschen Komponisten Rabih Abou-Khalil. Neben Südosteuropa stellt sich erstmals das Baltic Youth Philharmonic mit Musikern aus den Ostsee-Anrainerstaaten vor. Des Weiteren sind drei Länder aus der südlichen Kaukasusregion – Aserbaidschan, Georgien und Armenien – zu erleben; dazu tritt am 21. August das Nationale Jugendsymphonieorchester der Türkei im Konzerthaus auf. Konzerte des hochklassigen Schleswig-Holstein Festival Orchesters und des European Union Youth Orchestra runden das Festival ab.

 

 

Antragsteller/in Deutscher Freundeskreis Europäischer Jugendorchester

Veranstaltungstermin 6. bis 22. August 2010

Veranstaltungsort Konzerthaus Berlin

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen Konzerthaus Berlin

Internetseiten www.young-euro-classic.de

Foto: Young Euro Classik, Kai Bienert

Foto: Young Euro Classik, Kai Bienert

Foto: Young Euro Classik, Kai Bienert

Zeitfenster - V. Biennale Alter Musik

zeitfenster, das fünfte

Seit 2002 wird Berlin alle zwei Jahre acht Tage lang zur Hauptstadtder Alten Musik und das Konzerthaus zum internationalen Treffpunkt der Szene. Zeitfenster stand von Anfang an für erstklassige, beispielhafte Interpretationen in aktuellem Kontext: Alte Musik nicht in musealen Vitrinen, sondern mitten im Leben. So auch 2010 zum fünften Geburtstag.

 

zeitfenster thema: Fallstudien

Hochmut kommt vor dem Fall. Dieser kurze Satz des biblischen König Salomon beschreibt präzise ein urmenschliches Phänomen: Hybris, Selbstüberschätzung und Verkennung der Realitäten führen in der Regel zum jähen Absturz und persönlichen Tragödien. Die Beispiele aus Jahrtausenden Menschheitsgeschichte sind Legende. trotzdem wird der Mensch nicht klüger. Bereits früh haben sich Autoren und Komponisten für die Hybris der Macht interessiert. genauso wie später im Kino Hollywoods wurden in der frühen Oper Geschichten über Aufstieg und Fall von Potenaten erzählt - und das Publikum weidete sich am menschlichen Schicksal.

Antragsteller/in Konzerthaus Berlin

Veranstaltungstermin 10. bis 18. April 2010

Veranstaltungsort Konzerthaus Berlin

Förderbetrag 260.000 €

Internetseiten www.zeitfenster.net

Foto: Jinka Jansch

Foto: Udo Lauer