"Turntable History" Installation von Arnold Dreyblatt

Die Installation „Turntable History“ des amerikanischen Klang- und Medienkünstlers Arnold Dreyblatt ist den historisch-sozialen Zusammenhängen des Kleinen Wasserspeichers auf der Spur. Ein „media turntable“ im Zentrum des Speichers und im Raum positionierte Projektoren werfen Text- und Bildquellen an die Backsteinwände. Das Material – Ergebnis umfangreicher Recherchen in historischen Archiven – dokumentiert bruchstückhaft die Geschichte des Ortes. Flankiert von Resonanzklängen entsteht ein dynamisches Szenario. Text-, Bild- und Klangfragmente bewegen sich im Raum. „Turntable History“ ist ein multisensorisches Environment, das die Mechanismen des Erinnerns, des Bewahrens und Speicherns thematisiert.

Antragsteller/in singuhr - hoergalerie

Veranstaltungstermin 22. Mai - 12. Juli 2009 Mittwoch - Sonntag 14-20 Uhr Lange Nacht: 12.7.09 bis 24 Uhr

Veranstaltungsort Kleiner Wasserspeicher Prenzlauer Berg

Förderbetrag 44.000 €

Kooperationen Bezirksamt Pankow - Kulturamt

Internetseiten www.singuhr.de

Alfred Messel: Visionär der Großstadt

Alfred Messel. Visionär der Großstadt

Der Architekt Alfred Messel (1853–1909) gehört zu den bedeutendsten Visionären der modernen Großstadtarchitektur. In einer umfassenden Ausstellung präsentiert die Kunstbibliothek zu Messels 100. Todestag sein Werk mit rund 350 Exponaten: Originalzeichnungen, Baupläne, Fotografien, Modelle sowie originale Bauplastik des Warenhauses Wertheim und des Pergamonmuseums.

 

Alfred Messel schuf stilprägende Bauten zwischen Historismus und Moderne. Er errichtete Museen, Finanzpaläste, großbürgerliche Villen sowie Reformwohnungsbauten–Gesamtkunstwerke in ihrer Einheit von Außen- und Innenarchitektur. Einzigartig und noch heute im Bewusstsein der älteren Berliner sind seine Warenhausbauten für die Firma Wertheim. Die prächtige Filiale am Leipziger Platz war zu Beginn des 20. Jahrhunderts das größte Warenhaus Europas. In seiner Funktionalität, Größe und Eleganz vermittelte es wie kein anderes Gebäude das moderne Großstadtgefühl. Mit seinen Planungen für das Pergamonmuseum vollendete Alfred Messel auch die "Stadt der Museen", wie Wilhelm von Bode die Museumsinsel Berlin seinerzeit umschrieb. Seit 1999 ist die Museumsinsel UNESCO Weltkulturerbe.

 

Die vom Hauptstadtkulturfonds geförderte Ausstellung und der dazugehörige Katalog entstanden in Kooperation mit dem Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin, in dem sich der Büronachlass Messels befindet.

 

Antragsteller/in Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Veranstaltungstermin 4. November 2009 bis 7. Februar 2010

Veranstaltungsort Ausstellungshallen Kuturforum Potsdamer Platz

Förderbetrag 130.000 €

Kooperationen Kunstbibliothek Staatliche Museen zu Berin, Architekturmuseum Technische Universität Berlin

Internetseiten www.smb.museum..de

Alles auf Anfang. Aufnahme und Integration von Aussiedlern in Berlin

Seit 1964 markiert die Aufnahmestelle in Berlin-Marienfelde für (Spät)Aussiedlerinnen und Aussiedler den Anfang ihres neuen Lebens in der Bundesrepublik Deutschland. An diesem Ort wurden mit Eingliederungsberatung, sozialen Hilfsangeboten, Sprachkursen und Kinderbetreuung erste Weichen für die Integration gestellt.Die Ausstellung dokumentiert die Arbeit der heutigen Zentralen Aufnahmestelle des Landes Berlin für Aussiedler, die über Jahrzehnte hinweg ein bedeutender Ort für die Berliner Migrationsgeschichte war. Sie widmet sich mit Sprache, Wohnen oder Beruf wichtigen Themen von Integration und erzählt am Beispiel von sieben Aussiedlerinnen und Aussiedlern von den Herausforderungen des Neuanfangs.

Die Ausstellung ist auf dem Gelände und in Räumen der zentralen Beratungsstelle untergebracht, die auch gegenwärtig noch Aussiedler und irakische Flüchtlinge beherbergt.

Antragsteller/in Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde - Stiftung Berliner Mauer

Veranstaltungstermin 16. April bis 31. Juli 2010

Veranstaltungsort Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Marienfelder Allee 66/80, 12277 Berlin

Förderbetrag 45.000 €

Kooperationen Der Beauftragter des Berliner Senats für Integration und Migration Die Zentrale Aufnahmestelle des Landes Berlin für Aussiedler

Internetseiten www.notaufnahmelager-berlin.de

ENM - Heike Overberg

Anatomie Titus

Vom 25. April bis 24. Mai 2009 wird die Akademie der Künste am Pariser Platz eine Einzelausstellung der Fotografin und Filmkünstlerin Brigitte Maria Mayer zeigen. Mittelpunkt dieser Werkschau ist die Uraufführung und Präsentation der filmischen Installation ANATOMIE TITUS aus dem Jahr 2008, gedreht in Ghana, Ägypten, China, Syrien, Dubai und Deutschland.

Filmische Installation: ANATOMIE TITUS ist ein Passionsweg durch die Moderne in vierzehn Tableaus, angelegt als globale Erzählung mit internationalen Darstellern. Die Installation ist dreiteilig synchron und vereint filmische mit theatralen Elementen. Sie überträgt den historischen Stoff des Shakespeareschen Titus Andronicus auf neuzeitliche und globale Prozesse, und extrahiert gleichzeitig zeitlose mythologische Momente. Die Textfassung basiert auf der Kommentarebene der Titus Andronicus-Adaption Heiner Müllers, ANATOMIE TITUS FALL OF ROME, den modernen Schlagzeilen, um die er das Stück erweitert hat.

ANATOMIE TITUS stellt die weiblichen Figuren des Stücks - das heranwachsende Mädchen Lavinia (Anna Müller), Tochter des römischen Feldherrn Titus (Erdal Yildiz) und die von ihm geraubte Gotenkönigin Tamora (Jeanne Moreau) und spätere Kaiserin Roms - in den Vordergrund. Sie führen gleichzeitig als Erzählerinnen durch die Geschichte des Films. Die Handlung des Stückes wird choreographisch begleitet von Tänzerinnen und Tänzern des Staatsballetts Berlin.

Ausstellung: Außer dem Film-Screening im größten den drei Räume, wird es noch einen Tiepolo- und einen Werkstattraum geben.

Internationales Panel: In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) wird im Anschluss an die Eröffnung am 25. und 26. April jeweils ab 18 Uhr ein internationales Symposium in der Akademie der Künste stattfinden.

Weitere Stationen des Films in 2009: 30.5.-7.6.: Barockfestspiele Hannover-Herrenhausen, 5./6.7.: Shizuoka Performing Arts Festival / Japan, 3.-8.9.: Festival Ars Electronica Linz / Österreich, 16.-25.10.: Attis Theater Athen / Griechenland, 27.-29.10.: Gallery at Red Cat (Calarts) Los Angeles / USA, 22.11.: Theater im Pfalzbau / Ludwigshafen, Frühjahr 2010: Shanghai und Kairo.

Am 22. April um 17.00 Uhr wird in den Ausstellungsräumen die Pressevorführung stattfinden, anlässlich der auch der Katalog ANATOMIE TITUS FALL OF ROME vorgestellt wird (Verlag: Theater der Zeit, zweisprachig, 80S., farbig, mit einem Essay von Dr. Rose-Maria Gropp, Kulturredakteurin der F.A.Z.).

Informationen unter www.anatomie-titus.net

Zur Künstlerin: Brigitte Maria Mayer wurde 1965 in Regensburg geboren. 1986-1990 studierte sie Fotografie und Performance an der Hochschule für visuelle Kommunikation in Kassel. Seit 1990 lebt sie in Berlin. Weitere wichtige Werke und Serien: Der Tod ist ein Irrtum, Farbräume, Das Meinigen Projekt, Perfect Sisters I und II

Weitere Informationen unter www.brigitte-maria-mayer.de

Pressekontakt: Greta Gesenberg, eMail: gesenberg@anatomie-titus.net, Tel.: 0179 6774484

 

 

Antragsteller/in Brigitte Maria Mayer

Veranstaltungstermin 25. April 2009 bis 24. Mai 2009 Premiere am 24. April 2009, 20 Uhr, in Anwesenheit u.a. der Künstlerin, Jeanne Moreau, Erdal Yildiz, Anna Müller Ausstellung, sonntags bis donnerstags 11-20 Uhr, freitags und sonnabends 11.00 bis 21.00 Uhr, Eintritt: 3,00 € 26. April und 10. Mai 2009 Gesprächsreihe jeweils ab 18.00 Uhr, Eintritt: 5,00 €

Veranstaltungsort Akademie der Künste, Pariser Platz 4

Förderbetrag 2009: 50.000 € 2008: 100.000 €

Kooperationen Akademie der Künste,GTZ,bpb, medienboard Berlin-Brandenburg, Staatsballett Berlin, Allianz Kulturstiftung

Internetseiten www.anatomie-titus.net/www.brigitte-maria-mayer.de/www.adk.de/de/aktu...jectID=24567www.medienboard.de...show/1008263

Pressestimmen

Studio Brigitte Maria Mayer

Casting a Shadow - Alfred Hitchcock und seine Werkstatt

Die Ausstellung "Casting a Shadow" gewährt detaillierte Einblicke in die Arbeitsweise Alfred Hitchcocks und seiner engsten Mitarbeiter. Über 200 Zeichnungen und Storyboards, Kostümentwürfe, Drehbuchseiten und Korrespondenzen sowie Tonaufnahmen von Drehbuchbesprechungen,

Filmausschnitte und Interviews veranschaulichen die einzelnen Entwicklungsschritte der Entstehung von Meisterwerken wie SHADOW OF A DOUBT (1943), NORTH BY NORTHWEST (1959) oder THE BIRDS (1963).

 

"Casting a Shadow. Alfred Hitchcock und seine Werkstatt" wurde vom Mary and Leigh Block

Museum of Art der Northwestern University in Zusammenarbeit mit der Margaret Herrick Library der Academy of Motion Picture Arts and Sciences

konzipiert und von der Deutschen Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen erweitert.

 

 

 

Antragsteller/in Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen

Veranstaltungstermin 29. Januar 2009 bis 10. Mai 2009

Veranstaltungsort Museum für Film und Fernsehen, Filmhaus am Potsdamer Platz, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin

Förderbetrag 55.000 €

Kooperationen Medienpartner: die tageszeitung, Kulturradio rbb Logistikparte: Lufthansa Cargo Kooperationspartner: KW Institute for Contemporary Art

Internetseiten www.deutsche-kinemathek.de

John De Cuir: Storyboard zu SABOTEUR (Saboteur, 1942). Margaret Herrick Library, Los Angeles

Alfred Hitchcock vor der Berliner Gedächtniskirche während einer Promotion-Tour für PSYCHO, Berlin 1960. Foto: Mario Mach, Berlin

Clemens Krauss - Aufwachen

Mit „Aufwachen“ stellt das Haus am Waldsee den in Berlin lebenden, in London ausgebildeten und in Österreich geborenen Maler Clemens Krauss zum ersten Mal in einer deutschen Institution vor. Nach internationalen Erfolgen wird der Künstler sein gesamtes bisheriges Werk zwischen Performance und Malerei in den unteren Ausstellungsräumen ausbreiten. Darüber hinaus wird er während der Ausstellungszeit in den oberen Räumen wohnen. Mit dieser ungewöhnlichen Ausstellungsform erlebt das Publikum den kreativen Prozess der Ideenfindung und teilt mit dem Künstler dessen Privatsphäre, seine Kunstsammlung sowie sein Quellenmaterial im Audio-, Video- und Buchformat.

 

Der erst 30 jährige Krauss arbeitet an einer Vorstellung des zeitgenössischen Menschen als performative Verkörperung sozialer und medialer Erfahrung. Krauss fasst den menschlichen Körper als Metapher für Gesellschaft, Religion, Politik und Sexualität auf und sieht ihn in diesem Sinne als Projektionsfläche. Aus extremen Perspektiven setzt der 1979 in Graz geborene Künstler Körper ins Bild. Formal sind sie auf Farbkörper vor weißem Hintergrund reduziert, inhaltlich erscheinen sie sinnlich stark aufgeladen.

 

Krauss’ Bildern von vereinzelten Körpern auf Leinwand unterliegt stets eine fast unsichtbare sprachliche Kommunikationsebene, die auf Tagebuchnotizen beruht. Subtil verstärkt sie die Frage nach dem Hingeworfensein des Einzelnen in eine transitorische Welt. In seinen jüngsten Arbeiten trennt Krauss Farbkörper und Malgrund voneinander. Er legt seine pastos gemalten Körper wie austauschbare Hüllen in Glasvitrinen. Es entsteht der Eindruck von Warenlager und Spital.

 

Als ehemaliger Mediziner widmet Krauss sich seit 2001 überaus erfolgreich ausschließlich der Kunst. Er hat an den Akademien in Wien, London und Berlin studiert. Nach einem sechsmonatigen Aufenthalt in Tokio sowie Studienaufenthalten und Ausstellungen in Australien und Brasilien ist er im Sommer 2008 mit Eindrücken aus den unterschiedlichen Kulturen nach Berlin zurückgekehrt.

 

Mit der ungewöhnlichen Präsentationsform kann der Besucher von „Aufwachen“ Zeuge bei der Entstehung eines künstlerischen OEuvres sein und exemplarisch verfolgen wie Malerei aus dem persönlichen Lebensumfeld entsteht: den Filmen, den Musikvorlieben, den Möbeln und Werken anderer Künstler wie Hermann Nitsch oder Franz West. Video- und Audiokassetten können zudem vom Publikum benutzt werden. Neben dem breiten Überblick über das bisherige Schaffen von Clemens Krauss, entsteht vor Ort eine Wandmalerei, die bei der Eröffnung noch nicht und bei der Finissage nicht mehr zu sehen sein wird. Am Eröffnungsabend wird Krauss eine Performance wiederholen, die 2005 in London stattgefunden hat, und bei der er als Künstler Einzelkonsultationen mit dem Publikum abhält.

 

Die Ausstellung wird von Dr. Katja Blomberg kuratiert.

Es entsteht ein Katalog in deutscher und englischer Sprache im Nicolai Verlag, Berlin.

 

Mit freundlicher Unterstützung:

Hauptstadtkulturfonds

Österreichisches Kulturforrum Berlin

Kultur Steiermark

Brandenburger Hof

Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin – Kultur- und Bibliotheksamt, FB Kultur

Freunde und Förderer des Hauses am Waldsee e.V.

Antragsteller/in Haus am Waldsee - Dr. Katja Blomberg

Veranstaltungstermin 6. März bis 26. April 2009

Veranstaltungsort Haus am Waldsee

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen Medienkooperationen: rbb Kulturradio, taz, monopol, arte

Internetseiten www.hausamwaldsee.de

Pressestimmen

Clemens Krauss, Chromosomes, 2008, Öl auf Leinwand, 19x270cm, Foto: Bernd Borchardt

Deutsche Einheit am Balaton - Die private Geschichte der deutsch-deutschen Einheit

Urlaub und Freiheit werden im Ungarischen durch das gleiche Wort – szabadság - ausgedrückt. Eine kurze Wiedervereinigung zumindest für die Urlaubszeit bot die ungarische Ferienregion am Balaton in den 60er, 70er und 80er Jahren vielen Ost- und Westdeutschen. Eine umfassende Dokumentation dieser gezielten, zum Teil auch zufälligen Begegnungen bietet nun das Collegium Hungaricum Berlin in einer intermedialen Ausstellung. Der renommierte Medienkünstler Péter Forgács hat dafür zahlreiches privates Schmalfilm- und Fotomaterial deutscher Balaton-Urlauber zusammengestellt. Über hundert Stunden Filminterviews wurden geführt, zahlreiche Dokumente der Geheimdienste beider Staaten ausgewertet. Den Kern der Ausstellung bildet eine kinematographische Installation. Die Ausstellung begleitet eine Broschüre und ein Buch im be.bra Verlag.

 

 

www.rbb-online.de/stilbruch/archiv/stilbruch_vom_15_10/deutsche_einheit_am.html

www.mdr.de/artour/6771464.html

www.mdr.de/presse/fernsehen/6512327.html

www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php

videotar.mtv.hu/Kategoriak/Mult-kor.aspx

premier.mtv.hu/Rovatok/Kulturhaz.aspx

www.czech-tv.cz

www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tt1212.html

www.daskulturradio.de/programm/sendungen/091019/kulturradio_am_nachmittag_1505.html

www.zeit.de/2009/42/Balaton

www.podcast.de/episode/804899/Corsogespr%C3%A4ch%3A_Jan_Gunnar_Franke_%C3%BCber_dtsch.-dtschen_Urlaub_am_Balaton

www.podcast.de/episode/804855/SWR2_Journal_am_Mittag:_Deutsch-deutsche_Begegnungen_am_Balaton

www.trouw.nl/opinie/weblogs/article2899588.ece/Duitse_eenheid_voordat_de_Muur_viel.html

www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/

www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0726/magazin/0005/index.html

www.nol.hu/kult/nemet-nemet_kezfogasok_a_balatonnal__

lettre.c3.hu

www.nepszava.hu/default.asp

www.hirado.hu/Hirek/2009/10/17/11/Berlinbe_koltozott_a_Balaton.aspx

www.litera.hu/hirek/lipcsei-konyvvasar-2009

www.tip-berlin.de/kultur-und-freizeit/collegium-hungaricum-berlin

www.kulturpart.hu/latvanypart/15981/berlin_mint_kihelyezett_balaton

www.kulturpart.hu/latvanypart/15796/nemetorszag_egyik_bolcsoje_a_mi_balatonunk

www.kulturpart.hu/mozgopart/15825/germany_made_in_hungary

www.mr1-kossuth.hu/index.php

www.duitslandweb.nl/actueel/uitgelicht/2009/10/Berlijnse-tentoonstelling-over-het-Balatonmeer.html

 

Antragsteller/in Collegium Hungaricum Berlin - Das ungarische Institut

Veranstaltungstermin 16. Oktober 2009 bis 15. Januar 2010

Veranstaltungsort Collegium Hungaricum Berlin, Dorotheenstr 12, 10117 Berlin

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen Hauptstadtkulturfonds Bundeszentrale für Politische Bildung Werkstation Kommunikationssysteme

Internetseiten www.balaton.hungaricum.de/

Pressestimmen

© Deutsche Einheit am Balaton / CHB

Die drei Geschwister Waurich (li: Schweiz, mi: DDR, re: BRD) in den 1970er Jahren auf Urlaub von der Teilung © Deutsche Einheit am Balaton / CHB

CHB_Balaton_007 [Liman_Strandpromenade_Siófok_Juni1963] Strandszene am Balaton zwei Jahre nach dem Mauerbau © Deutsche Einheit am Balaton / CHB

Grenzspuren am Flutgraben

Die Mauer neu entdecken – unter diesem Motto veranstaltet Grenzläufte e.V. ab September 2009 Führungen durch das einzige Grenzhaus, das den Auf- und Ausbau der Berliner Mauer überdauert hat. In dem neusachlichen Fabrikgebäude am Flutgraben in Berlin-Treptow, heute Atelierhaus für bildende Künstler, befand sich bis zum Ende der DDR ein volkseigener Grenzbetrieb. Der moderierte Rundgang setzt bei den Grenzspuren an, die sich hier erhalten haben. Er führt an zugemauerten Fenstern, Grenzer-Inschriften und Resten von Signalanlagen entlang bis auf das 20 Meter hohe Dach mit Blick über Spree und Osthafen, das den DDR-Grenztruppen als Postenpunkt diente. Darüber hinaus machen historische Fotos, Dokumente und O-Töne die Abschottung des Gebäudes, die Überwachung der Betriebsangehörigen und das Fluchtgeschehen am Flutgraben anschaulich.

 

Flankiert wird das Führungsangebot durch ein Buch und eine Geschichtskarte. Das Buch "Spurensuche im Mauerland. Ein Grenzbetrieb am Berliner Flutgraben erscheint" im Jaron Verlag und ist ab August 2009 zum Preis von 12 € im Buchhandel oder im Anschluss an die Führung erhältlich. Mit der Geschichtskarte "Mapping the Wall | Grenzspuren am Flutgraben" lassen sich Relikte der Sperranlagen sowie lokale Mauergeschichte(n) auf eigene Faust erkunden. Der deutsch-englische Faltplan kann im Anschluss an die Führung, aber auch in Cafés, Restaurants und Läden rund um das Treptower und Kreuzberger Ufer des Flutgrabens für 1,50 € erworben werden.

 

Die Führung "Grenzspuren am Flutgraben. Die Mauer neu entdecken" findet vom 11. September 2009 an immer freitags und sonntags um 14.00 Uhr statt. Sie dauert 90 Minuten. Teilnehmen können Erwachsene und Jugendliche ab 14 in Begleitung der Eltern. Treffpunkt ist vor dem Gebäude der Kunstfabrik am Flutgraben. Der Eintritt beträgt 10 €, ermäßigt 6 €. Der Auftakt der Führung und die Buchpräsentation werden am 10. September 2009 ab 19.00 Uhr an Ort und Stelle im Atelierhaus am Flutgraben gefeiert. Dazu lädt Grenzläufte e.V. herzlich ein.

Antragsteller/in Grenzläufte e.V. (Christine Brecht, Elke Kimmel, Svenja Moor)

Veranstaltungstermin Eröffnung: 10. September 2009, 19.00 Uhr, Führungen (ab 11.9.09): freitags und sonntags, 14.00 Uhr

Veranstaltungsort Flutgraben e.V., Am Flutgraben 3, 12435 Berlin

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen Ein Projekt des Grenzläufte e.V., in Kooperation mit Flutgraben e.V., gefördert durch Hauptstadtkulturfonds, Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Ausgezeichnet mit dem Gütesiegel "Berliner Mauer" der Senatskanzlei Berlin, präsentiert von zitty BERLIN.

Internetseiten www.grenzlaeufte.de

Das Fabrikgebäude am Flutgraben vom Kreuzberger Ufer aus. Foto: Grenzläufte e.V.

Postenweg der DDR-Grenztruppen auf dem Dach mit Blick über Spree und Osthafen. Foto: Grenzläufte e.V.

Migration und Mauerfall / Placemaking

Das interdisziplinäre Kunstprojekt „Die Migration von Räumen“ beleuchtet die mitgebrachten und geschaffenen Räume von Migranten zwischen Ankunfts- und Herkunftsland.

Der Stadtumbau zu einem Neuen Berlin und die Bewahrungstendenzen bei der Migration von Räumen führen zu Konflikten des Platz machens und Platz schaffens. Diese werden am Beispiel des Falls der Mauer aus dem Blickwinkel von Migranten mit verschiedenen Methoden genauer untersucht.Migration meint nicht nur die Flucht von Menschen, sondern auch eine Bewegung von Räumen. Mitgebrachte Heimaträume (rurale, urbane) bilden gestärkt von wechselseitigen Abgrenzungsstrategien die Basis für neue Räume und Plätze. Gerade in Berlin sind nicht nur viele solcher „migrierten Räume“ zu beobachten, Berlin selbst ist kein statischer Raum, sondern stellt eine Vielzahl von sich verändernden Räumen dar. Diese zahlreichen Bewegungen und Veränderungen haben sich seit dem Mauerfall beschleunigt. Wie wurden die doppelten territorialen Grenzen (Wohnviertel/ Berliner Mauer) von den unterschiedlichen Migrantengruppen empfunden? Wie bewegen sich die verschiedenen Migrantengruppen in der politisch vereinten, räumlich vielfach geteilten Stadt?

In dem von Stefanie Bürkle initiierten Kunstprojekt „Die Migration von Räumen: Über Placemaking im Fokus von Migration und Mauerfall“ erarbeitet ein interdisziplinäres Team aus Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen mit unterschiedlichen Medien das umrissenen Themenfeld.

Antragsteller/in Stefanie Bürkle

Veranstaltungstermin 18. September 2009 bis 31. Januar 2010 - Berlinische Galerie Projektraum für Kunst und Wissenschaft der Schering Stiftung Haus der Kulturen der Welt: 19. bis 21. Februar 2009 6. November bis 12. Dezember 2009 HAU 2 - HEBBEL AM UFER 09. November 2009

Veranstaltungsort Berlinische Galerie / Projektraum für Kunst und Wissenschaft der Schering Stiftung / HAU 2 - HEBBEL AM UFER

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Schering Stiftung, globe - Gesellschaft für internationale Kooperation e.V.

Internetseiten www.placemaking.dewww.mauerfall09.org

Donguan Xuan Center in Berlin Marzahn © Stefanie Bürkle

Berlin Gatow © Stefanie Bürkle

Olafur Eliasson - Innen Stadt Außen

Innen Stadt Außen ist die erste Einzelausstellung des dänisch-isländischen Künst-lers Olafur Eliasson in einer Berliner Institution. Thematischer Ausgangspunkt der speziell für den Martin-Gropius-Bau konzipierten Ausstellung ist Olafur Eliassons en-ge Beziehung zu Berlin – der Stadt, in der er seit vielen Jahren lebt und arbeitet und in der er ein ungewöhnlich facettenreiches Atelier etabliert hat, das Recherche, Pro-duktion und Lehre gleichsam miteinander verbindet.

 

 

Nach zahlreichen internationalen Übersichtsausstellungen und Projekten – u.a. in London, New York, Kanazawa und Sydney – wird diese Ausstellung davon profitie-ren, dass Berlin Olafur Eliasson als Ort für Experimente mit Architektur und urbanen Strukturen offen steht. Durch zahlreiche neue, speziell für die Ausstellung realisierte Installationen wird der Martin-Gropius-Bau zum Schauplatz von Olafur Eliassons Praxis.

 

Innen Stadt Außen beschäftigt sich intensiv mit dem Verhältnis von Museum und Stadt, Architektur und Landschaft, sowie von Raum, Körper und Zeit. Die Entwick-lung ortsbezogener Arbeiten für den musealen Kontext wird durch ephemere Projek-te im öffentlichen Raum erweitert und kommentiert und verknüpft so den Martin-Gropius-Bau mit unterschiedlichen Orten innerhalb der Stadt.

 

Kuratiert wird die Ausstellung von Daniel Birnbaum, Kritiker, Ausstellungsmacher und Rektor der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste, Städelschule, Frankfurt a.M., und des angegliederten Portikus. 2009 leitete er die 53. Internationale Kunstausstel-lung der Biennale Venedig. Künstler und Kurator verbindet eine langjährige Zusam-menarbeit an Buchpublikationen, Ausstellungen und Projekten im öffentlichen Raum, die bis in die 90er Jahre zurückreicht. Die Ausstellung Innen Stadt Außen ist bisher ihre umfassendste Kooperation.

 

Antragsteller/in Berliner Festspiele - Martin-Gropius-Bau

Veranstaltungstermin 28. April - 9. August2010

Veranstaltungsort Martin-Gropius-Bau

Förderbetrag 190.000 Euro

Kooperationen Medienpartner: rbb kulturradio, rbb radioeins, Der Tagesspiegel, Exberliner Kooperationspartner: Wall AG

Internetseiten www.gropiusbau.dewww.innenstadtaussen.de

Pressestimmen

Experiment für den Martin-Gropius-Bau, 2009 © 2009 Olafur Eliasson

Foto: dpa

Foto: dpa

Foto: dpa

Robert Frank . Die Filme

C/O Berlin, International Forum For Visual Dialogues, präsentiert vom 10. Oktober bis 6. Dezember 2009 die Ausstellung "Die Filme" des amerikanischen Fotografen Robert Frank. Die Eröffnung findet am Freitag, den 9. Oktober 2009, ab 19 Uhr bei C/O Berlin im Postfuhramt in der Oranienburger Straße 35/36 statt.

 

„Ich schaue immer nach außen, wenn ich versuche, nach innen zu schauen" Robert Frank

 

Moderne Odysseen, familiäre Sprachlosigkeit, Partyrausch und sexuelle Freizügigkeit – Robert Frank untersucht in seinen Filmen auf unpathetische Weise, jedoch mit ironischer Brechung die privaten und öffentlichen Facetten des amerikanischen Alltags. Schon mit seinem ersten Film von 1959 setzt er neue Masstäbe in der Themensetzung und Bildsprache. Er wird zum Klassiker und Wegbereiter des „New American Cinema“. Franks Filme irritieren, da sie inhaltlich keine klaren Genregrenzen ziehen; Biografisches, Dokumentarisches und Fiktionales fliessen nahtlos in einander. Die flüchtigen, grobkörnigen Bilder von angeschnitten Körpern und Gesichtern gleiten bei Frank ins Expressive und Abstrakte und suggerieren Improvisation und Zufall, obwohl alles präzise kalkuliert ist.

 

Um seine Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern und seinem Star-Image als Fotograf zu entkommen, begann Frank sich mit dem Medium Film auseinanderzusetzen. Es entstand zwischen 1959 und 2005 ein vielschichtiges Werk an Videos und Filmen. Die Suche nach künstlerischem Ausdruck und die Befragung der Bilder nach ihrer vielfältigen Bedeutung sind Bestandteil des filmischen Werkes von Frank, die er nicht nur in seiner Rolle als Künstler und Illusionist, sondern auch mit privaten Themen, als

Ehemann, Freund und Vater reflektiert.

 

C/O Berlin zeigt erstmalig und als einzige Station in Deutschland eine Auswahl aus dem audiovisuellen Gesamtwerk von Frank, einem der bedeutendsten Fotografen und Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Die Retrospektive wird die bis heute unbeachtet gebliebenen Arbeiten erstmals weltweit als Ausstellung präsentieren, so dass die parallel laufenden Filme vergleichend zu sehen sind. Sie findet in Kooperation mit dem Steidl Verlag statt, der alle Filme sowie sämtliche Publikationen anlässlich Franks 85. Geburtstags neu herausgibt.

 

Robert Frank, geboren 1924 in Zürich, ist einer der bedeutendsten und einflussreichsten visuellen Künstler unserer Zeit. Nach seiner Ausbildung zum Fotografen in verschiedenen Schweizer Fotoateliers emigrierte Frank 1947 nach New York. Bereits 1955 wird er von Edward Steichen eingeladen, an der Gruppenausstellung „51 American Photographers“ im Museum of Modern Art teilzunehmen. Robert Frank bereiste bis Mitte der 1950er Jahre Südamerika, Europa und die USA, und entwickelte dabei seinen eigenen, einzigartigen Stil, der die Sprache der Nachkriegsfotografie nachhaltig veränderte. 1955 erhielt er als erster Europäer ein Stipendium der renommierten Guggenheim-Stiftung, um eine umfassende Bildreportage über die Vereinigten Staaten zu dokumentieren. Daraus entstand das Autoren-Fotobuch „The Americans“ (1959), zu seiner Zeit sehr kritisch aufgenommen, gilt es als Ikone des Fotobuchs.

 

 

Antragsteller/in C/O Berlin, Stephan Erfurt

Veranstaltungstermin 10. Oktober bis 06.November 2009

Veranstaltungsort C/O Berlin, Altes Postfuhramt, Oranienburger Str. 35/36, 10117 Berlin

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen MFAH films, Steidl

Internetseiten www.co-berlin.com

Film Stills aus: About Me: A Musical . 1971, Copyright Robert Frank

Film Stills aus: Conversations In Vermont . 1969, Copyright Robert Frank

Film Stills aus: Energy And How To Get It . 1981, Copyright Robert Frank

Romantische Maschinen. Kinetische Kunst der Gegenwart

Kunst – Bewegung – Unmittelbarkeit – Humor – Verblüffung – Teilhaben!

 

Die Ausstellung erkundet die emotionale und ästhetische Dimension zeitgenössischer Maschinenkunst. Sie versammelt in Form einer Momentaufnahme neun zeitgenössische Positionen, deren Werke sowohl unser physisches als auch psychisches Verhältnis zur Technik herausfordern. Mit dabei sind unter anderem der Litauer Zilvinas Kempinas sowie das nordische Künstlerduo Elmgreen & Dragset, die dieses Jahr ihre jeweiligen nationalen Pavillons auf der Biennale in Venedig bespielen werden, sowie der junge Shooting-Star Michael Sailstorfer aus München, dem im letzten Sommer eine große Einzelausstellung in der Frankfurter Schirn gewidmet war. Der Rundgang durch die Ausstellung wird mit dem Video „Der Lauf der Dinge“ von Fischli & Weiß eröffnet werden, das erstmals 1987 auf der documenta 8 vorgeführt wurde und dort ein Publikumsmagnet war. Für viele der in der Ausstellung gezeigten Künstler stellen der hintergründige Humor und das ernsthaft Spielerische dieses Videos wichtige Bezugspunkte ihrer Arbeit dar.

 

Das Romantische bezeichnet die in diesem Zusammenhang vorherrschende Tendenz zur gefühlsbetonten Intimität, zum Magischen, Schönen, Rätselhaften, Abgründigen und Absurden. Die scheinbar beseelten kinetischen Objekte zielen auf unsere vielfach gebrochene Beziehung zur Welt der Maschinen und Technologien, in der wir uns eingerichtet haben. Unser Leben ist von der Abhängigkeit zu Maschinen und Automaten geprägt, deren technischer Kern in der Regel domestiziert wird und hinter einer Fassade der Vermenschlichung verschwindet. Die Kunst der sich bewegenden Maschinen und Geräte dekonstruiert diese Fassade und verleiht den Dingen ein mitunter unheimliches Eigenleben. Die Künstler der Ausstellung thematisieren dieses Eigenleben auf hintergründige, ironische und selbstreflexive Weise, die von der Faszination für die unmittelbare und erstaunliche Wirkung kinetischer Werke getragen ist.

 

Teilnehmende Künstler:

Robert Barta (*1975 in Prag)

Thomas Baumann (*1967 in Wien)

Michael Elmgreen (*1961 in Kopenhagen) und Ingar Dragset (*1969 in Trondheim)

Peter Fischli (*1952 in Zürich) und David Weiss (*1946 in Zürich)

Zilvinas Kempinas (*1969 in Litauen)

Julius Popp (*1975 in Nürnberg)

Michael Sailstorfer (*1979 in München)

Ariel Schlesinger (*1980 in Israel)

Johanna Smiatek (*1967 in Hannover)

 

Künstlerische Leitung:

Dr. Marc Wellmann, Ausstellungsleiter des Georg-Kolbe- Museums

Antragsteller/in Georg-Kolbe-Museum

Veranstaltungstermin 28. Juni bis 6. September 2009

Veranstaltungsort Georg-Kolbe-Museum, Sensburger Allee 25 14055 Berlin

Förderbetrag 50.000 €

Internetseiten www.georg-kolbe-museum.de

SCREENDANCING - A Retrospective of Berlin Club Visuals

A video performance used to be a material element of a Berlin club night of the late nineteen nineties. The artists called themselves VJs, their practice fused club architecture, light show, video art and media reflexion. Screendancing makes this milestone of Berlin underground culture systematically accessible for the first time.

Antragsteller/in Alexis Waltz

Veranstaltungstermin 7. Mai bis 3. Juni 2010

Veranstaltungsort .HBC Berlin

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen .HBC Berlin

Internetseiten www.screendancing.net/

STAGINGS MADE IN NAMIBIA. POSTKOLONIALE FOTOGRAFIE

•Wie ließe sich postkoloniale Fotografie bestimmen? STAGINGS MADE IN NAMIBIA ist eine kollektive Versuchsanordnung. Sie versammelt inszenierte Alltagsbilder von 124 Fotografinnen und Fotografen aus dem seit 1990 unabhängigen Namibia, die den herkömmlichen Blick auf die deutscheste aller ehemaligen Kolonien unterwandern. Das Ausstellungsprojekt an der Schnittstelle von Kunst und Bildpolitik stellt die Frage nach Präsentationsmöglichkeiten jenseits der gängigen Postkartenmotive, die das Moment der Darstellung im Dargestellten offenbaren, und erkundet andere Gebrauchsweisen von Fotografie im nachkolonialen Kontext. In Kooperation mit dem Kunstraum Kreuzberg werden nun zunächst 200 Fotografien in der ehemaligen Kapelle des Berliner Bethanien vorgestellt: heterogene Akte der Ins-Bild-Setzung , die in ihrem Zusammen- und Widerspiel zu immer neuen Lektüren provozieren. Danach wird die Ausstellung in der National Art Gallery of Namibia, in Windhoek, zu sehen sein.

 

How can post-colonial photography be determined? STAGINGS MADE IN NAMIBIA is a collective experiment. It brings together staged images of everyday life by 124 photographers from Namibia – which has been independent from South Africa since 1990 – that undermine the usual view of the most German of all the former colonies. This exhibition project at the interface of art and visual politics raises the question of presentation possibilities that go beyond the familiar postcard motif, that reveal the element of depiction within the depicted and inquires into other uses of photography in the post-colonial context. In cooperation with the Kunstraum Kreuzberg 200 photographs are being presented in the former chapel of the Berlin Bethanien: a heterogeneous mise en scène that continually provokes new readings through its interactions and contradictions. The exhibition will then go on show in the National Art Gallery of Namibia in Windhoek.

 

FotografInnen/Photographers:

Afrikaner, Elton_Windhoek • Amadhi|a, Justina_Windhoek • Amuthitu, Toini_Ohakweenyanga • Andreas, Ester_Arandis • Anonymous_Arandis • Anonymous_Arandis • Awala, Festus_Windhoek • Balzer, Sandra_Windhoek • Basson, Alexandrie_Windhoek • Basson, Rocker_Arandis • Benito, Felix_Windhoek • Benjamin, Cesilie_Windhoek • Biwa, Memory_Windhoek • Bothas, Domingos_Omega • Callard, Laura_Windhoek • David, Emily_Windhoek • Dax, Maikuani Nicolene_Windhoek • Dutoit, Tersa_Windhoek • Förtsch, Steffi_Sandfeld Farm • G!ubi, Marcella Meiki_Aminuis Corridor 18 • Gabriel, Sanny_Windhoek • Garbade, Claudia_Swakopmund • Garises, Megan_Windhoek • Geria, Sonner_Chetto • Govagwe, Jack_Bagani • Graig, Augetto_Windhoek • Gühring, Joachim_Swakopmund • Haragaes, Clemensia_Windhoek • Hashingola, Patrick Lapitaominda_Windhoek • Hashingola, Yola_Windhoek • Hatutale, Martha_Windhoek • Haufiku, Joanna_Windhoek • Hifikwa, Gabert_Arandis • Hifikwa, Shokonale_Arandis • Hipikuruka, Tjireya Neuville_Windhoek • Horn, Morné_Swakopmund • Iipinge, Gabriel_Windhoek • Illing, Christopher_Windhoek • Isaacs, Frans Bobo_Aminuis Corridor 17 • Jakobs, Paulus_Lüderitz • Job, Romanda_Windhoek • John, Alisa_Windhoek • Junius, Iris_Windhoek • Junius, Tracey Lee_Windhoek • Kafuro, Chipisa Kepis_Mashambo • Kahsay, Menghis_Windhoek • Kairimuti, Moses_Windhoek • Kamiyo, Swabi_Omega • Kangandjera, Bertha_Windhoek • Kapenda, Eroys_Arandis • Kaujama, Uejavi_Otjongombe • Kavandje, Boetietjie_Windhoek • Kavita, Marama_Okakarara • Khaagub, Bernhard ||Xaima Kaverekua_Aminuis Corridor 17 • Khoi-Aos, Dantago_Windhoek • Khoi-Aos, Denise_Windhoek • Kooper, Shouline_Windhoek • Kotungondo, Immanuel_Windhoek • Kroll, Witta_Windhoek • Krüger, Gertrud_Swakopmund • Langmaak, Anke_Windhoek • Majiedt, Donovan_Windhoek • Majiedt, Natasha_Windhoek • Marenga, George_Arandis • Mautu, Frans_Kachenge • Mautu, Mavis_Kachenge • Mayundu, William_Pieipo • Meyer, Denver_Windhoek • Mootseng, Gerhardus_Arandis • Munyima, Reino_Omega • Mushavanga, David_Omega • Mwandingi, Emmy-Pirkko_Windhoek • Mwandingi, Festus_Windhoek • Naidjala, Annelie_Windhoek • Nalusha, Andreas_Arandis • Nalusha, David_Arandis • Nalusha, Ester_Arandis • Nalusha, Rachel_Arandis • Namaseb, Sebastian_Windhoek • Namconde, Elina_Arandis • Nanghama, Sevelia Pinky_Windhoek • Nangolo, Aksel_Windhoek • Nanyala, Jacobina_Arandis • Nashinge, Imms_Windhoek • Ndjalo, Winnie_Windhoek • Ndungula, Borro_Windhoek • Negonga, Nekulilo_Windhoek • Negonga, Tuapewa_Windhoek • Ngaripue, Frans_Okamatapati • Noabeb, Thea_Windhoek • Noanda, Vistorina_Oneshoko • Ouchurub, George_Windhoek • Pack, Arno_Windhoek • Paulus, Pombili_Arandis • Paulus, Tuli_Arandis • Pieters, Dickson Khaba_Aminuis Corridor 17 • Pieters, Myra_Windhoek • Ponhele, Mecki_Windhoek • Rijatua, Fransina_Windhoek • Rijatua, Hinakumuesa_Windhoek • Rijatua, Newman Tjirero_Windhoek • Rossler, Rene_Lüderitz • Schwarting, Almuth_Windhoek • Sell, Ami_Windhoek • Sell, Marc_Windhoek • Shetekela, Rosalia_Arandis • Shigweda, Esther N.T._Windhoek • Shikela, Rauna_Arandis • Shikongo, Moses_Windhoek • Shikongo, Shilongo Josia_Windhoek • Shiweda, Beata_Windhoek • Shiweda, Napandulwe_Windhoek • Stanley_Windhoek • Syvertsen, Nicole_Lüderitz • Tjirimuje, Malaika_Windhoek • Tjuma, Rauha_Arandis • Totsi_Windhoek • Tsame, Frida !Ama-||Ai_Aminuis Corridor 18 • Tshilonga, Ndatyoonawa_Windhoek | Tsibes, Natasha_Windhoek • Ulenga, Ché_Windhoek • Unandapo, Claudia_Arandis • Voigts, Dorita_Farm Otjozonjati/Midgard • Werner, Nick_Windhoek

 

 

kuratiert von/curated by Evelyn Annuß

Ausstellungsdesign/exhibition design: Claudia von Funcke

 

 

Katalog/Catalogue: 300 Seiten/pages, 200 Farbabbildungen/colour plates; mit Beiträgen von/contributions by A. Akinbiyi, M. Baer, D. Baltzer, G. Boden, J. Etherington, L. Förster, A. Graig, P.L. Hashingola, D. Henrichsen, O. Hiveluah, I. Kaunatjike, R. Kößler, A. Kusser, H.C. Mahnke, H. Melber, A. du Pisani, M. Saar, U.J. Schüler, D. Wee, J. Zeller und einem Nachwort von G. Krüger, hrsg. v. E. Annuß, dt-engl., € 22, b-books, ISBN 978-3-933557-94-0.

 

 

 

Flankiert wird die Ausstellung von einem umfangreichen Begleitprogramm:

The exhibition will be accompanied by a comprehensive programme of events:

 

 

Berlin Institute for Cultural Inquiry (ICI)

www.ici-berlin.org/event/mar-27-29-symposion-but-who-am-i-to-kill-your-picture/

Symposium, März/March 27-29

But who am I to kill your picture... Namibia und visuelle Politiken

A. Akinbiyi, B. Arich-Gerz, F. Axster, M. Brehl, G. Dietze, L. Förster, D. Henrichsen, A. Hoffmann, I. Kerner, R. Kößler, H.W. Kroesinger, G. Krüger, A. Kusser, E. Leitolf, H. Melber, M. Saar, W. Struck, M. Wünsch, J. Zeller.

 

 

In Kooperation mit/In cooperation with Wild Cinema Windhoek International Film Festival

 

Filmtheater Hackesche Höhe, www.hackesche-hoefe.org/Seiten/index2.html

März/March 29, 20 h

Reiter und Geister: Zur herero-deutschen Geschichte

M. Baer (Berlin), O. Hiveluah (Windhoek), I. Kaunatjike (Berlin), R. Kößler (Münster)

 

März/March 30, 20 h

Films Made in Namibia

O. Hiveluah (Windhoek), J. Strohm (AfricAvenir International e.V., Berlin)

 

Film Screenings, Kapelle/Bethanien

April 3, 20 h

Queer Sexualities and Gender in Namibia and South Africa

Karin Michalski (clipclub Berlin), G. Tibanyane (Windhoek)

April 10, 20 h

Film Night/Discussion on Namibian Film Production

Dorothee Wenner (Berlin), O. Hiveluah (Windhoek), Errol Geingob (Arandis)

 

 

Kolonialhistorischer Stadtrundgang, Berlin Mitte, mit Joachim Zeller

Colonial-Historical Guided Tour, Berlin Mitte, with Joachim Zeller

April 19, Wilhelm/Vossstr., 15h

 

Flyer

www.ici-berlin.org/fileadmin/user_upload/Events/0903_Namibia/Flyer_Namibia_Netz.pdf

 

 

Pressekontakt/Press contact: Alexandra Weltz stagings@googlemail.com

 

 

Stagings ist Teil des mit Barbara Loreck initiierten Gesamtvorhabens Made in Namibia./Stagings is part of an overall projected initiated with Barbara Loreck entitled Made in Namibia.

 

Antragsteller/in Evelyn Annuß

Veranstaltungstermin 27. März bis 19. April 2009

Veranstaltungsort Kapelle/Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Förderbetrag 85.000 €

Kooperationen Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, National Art Gallery of Namibia AfricAvenir International e.V., Basler Afrika Bibliographien/Namibia Resource Centre & Southern Africa Library, Berlin Institute for Cultural Inquiry (ICI), Filmtheater Hackesche Höfe, Rautenstrauch Joest Museum Köln, Wild Cinema Festival Windhoek

Internetseiten www.kulturkurier.d..._172167.html

Claudia Garbade_Windhoek

Dantango-Khoi-aos_Windhoek

Taswir-Islamische Bildwelten und Moderne

Die Berliner Festspiele zeigen im Martin-Gropius-Bau mit der Ausstellung „Taswir – Islamische Bildwelten und Moderne“ eine aktuelle Sicht auf Ausdrucksformen islamisch geprägter Bildwelten. Die Ausstellung ist nach drei großen Themen strukturiert: Kalligraphie, Ornament und Miniatur. Sie stellt die klassischen Exponate islamischer Kunst in ein Bezugsfeld moderner und zeitgenössischer Positionen in Graphik, Zeichnung und Malerei, Fotografie, Video-Kunst, Installation, Klang und Skulptur.

Antragsteller/in Kulturprojeke des Bundes in Berlin GmbH - Berliner Festspiele

Veranstaltungstermin 5. November 2009 bis 18. Januar 2010

Veranstaltungsort Martin-Gropius-Bau

Förderbetrag 195.000 €

Kooperationen Berliner Festspiele. Ermöglicht durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes. In Kooperation mit ha’atelier - werkstatt für philosophie und kunst e.V., Ha’atelier wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung, der Allianz-Kulturstiftung und dem Verein für Bildung und Fortbildung

Internetseiten www.gropiusbau.de

Der siebzigköpfige Engel der unzähligen Gebete begrüßt den Propheten Muhammad. Miniatur aus Muhammads Himmelfahrt (Miradsch), Persien, 15. Jh © Bibliothèque nationale de France, Foto: BnF

The Murder of Crows

Musikwerke Bildender Künstler

 

JANET CARDIFF & GEORGE BURES MILLER

»The Murder of Crows«

 

Mixed Media Sound Installation

 

Mit ihrer bisher größten Sound Installation »The Murder of Crows« setzen die beiden kanadischen Bildenden Künstler Janet Cardiff und George Bures Miller ihre seit Mitte der 1990er Jahre gemeinsam verfolgte Auseinandersetzung mit den skulpturalen und physischen Eigenschaften von Klang fort. In die – ansonsten leere – Historische Halle des Hamburger Bahnhofs werden insgesamt 98 Lautsprecher plaziert. Durch die über eine besondere stereophone Aufnahme- und Wiedergabetechnik erzeugten Lautsprecherklänge von Stimmen, Musik und Klangumgebungen entsteht eine Komposition, die den Hörer direkt körperlich anspricht. Die Installation ist konzipiert wie ein Film bzw. ein Theaterstück, allerdings mit allein von Klängen erzeugten Bildern und narrativen Strukturen. Das in Zusammenarbeit mit Freida Abtan, Tilman Ritter und Titus Maderlechner komponierte dreiteilige Stück dauert 30 Minuten.

 

Der Titel der Installation »The Murder of Crows« bezieht sich auf die englische Bezeichnung für einen Schwarm von Krähen und das eigentümliche Ereignis, das als ‚Krähenbegräbnis’ bekannt ist: Beim Tod einer Krähe kommen viele Artgenossen zusammen und stimmen, mitunter über 24 Stunden lang, eine Totenklage an. Darüber hinaus bildet die Radierung »Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer« von Francisco de Goya aus dem Zyklus »Caprichos« von 1799 eine weitere Referenz. In diesem Zyklus setzte sich Goya im Geiste der Aufklärung kritisch mit Tyrannei, Unwissenheit und Aberglauben auseinander. In einer durch politische und soziale Umbrüche, durch Kriege und Aufstände gekennzeichneten Epoche warnte er: »Die Phantasie, verlassen von der Vernunft, gebiert unvorstellbare Ungeheuer«.

 

In der Installation von Cardiff & Miller hört man aus einem in der Mitte des Raums auf einem Tisch plazierten Megaphon die Stimme von Janet Cardiff, Träume und Gedanken rezitierend. Wie Goyas Schlafender ist sie in ihren eigenen Alpträumen gefangen, in denen sie grausame, von Angst und Schrecken erfüllte Szenen durchlebt. Wie die Eulen und Fledermäuse, die den Schlafenden in Goyas Grafik umschwirren, wandern die Klänge und Geräusche durch den Ausstellungsraum. Die Klangarbeit gerät zu einem Requiem für eine aus den Fugen geratene Welt, in der ein Mangel an Vernunft unvorstellbare Grausamkeiten, Tollheiten und Katastrophen hervorbringt.

 

Janet Cardiff, geboren 1957, und George Bures Miller, geboren 1960, leben und arbeiten in Berlin und Grindrod, British Columbia, Kanada. Gemeinsam arbeiten sie im Grenzbereich zwischen Bildender Kunst, Hörstück, Film und Theater. In ihren Installationen untersuchen sie die affektive Wirkung von Klang und dessen Einfluss auf unsere Wahrnehmung und Erfahrung. Der Hörer bzw. Ausstellungsbesucher wird dabei zum Akteur in ihren audio-visuellen Inszenierungen, in ihren Sound- und Videowalks, die sie seit 1995 auf zahlreichen Ausstellungen international gezeigt haben.

 

Die Ausstellung von »The Murder of Crows« im Hamburger Bahnhof in Berlin findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Musikwerke Bildender Künstler«, die seit 1999 von Freunde Guter Musik Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie und seit 2002 mit MaerzMusik – Festival für aktuelle Musik | Berliner Festspiele durchgeführt wird. Die Arbeit wurde im Auftrag von Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Wien für die Sydney Biennale 2008 produziert und dort erstmals ausgestellt.

 

Kuratorinnen:

Ingrid Buschmann / Freunde Guter Musik Berlin e.V.

Gabriele Knapstein / Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof

 

 

Antragsteller/in Freunde Guter Musik Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 14. März bis 17. Mai 2009 Eröffnung: 13. März 2009, 20 Uhr

Veranstaltungsort Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart - Berlin

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Eine Veranstaltung von Freunde Guter Musik Berlin e.V., Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart – Berlin und Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Wien. In Zusammenarbeit mit MaerzMusik 2009 | Berliner Festspiele. Ermöglicht aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und Canada Council for the Arts. Mit Unterstützung von Bowers & Wilkins Speakers und Botschaft von Kanada, Berlin. Mit Dank an Sydney Biennale 2008, Galerie Barbara Weiss, Berlin und Luhring Augustine, New York.

Internetseiten www.freunde-guter-...ik-berlin.dewww.musikwerke-bil...kuenstler.dewww.hamburgerbahnhof.de

Janet Cardiff & George Bures Miller The Murder of Crows, 2008 Sound und Mixed Media Installation Installationsansicht: Sydney Biennale 2008 Foto: Anna Maderlechner Commissioned by Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Vienna Courtesy the artists, Galerie Barbara Weiss, Berlin, Luhring Augustine, New York

und jetzt. Künstlerinnen aus der DDR

Die Ausstellung "und jetzt. Künstlerinnen aus der DDR" versammelt Arbeiten von 12 Künstlerinnen, die in den 1980er Jahren in der DDR (teils früher) eine eigene künstlerische Position, einen subjektiven Blick und eine avancierte Formensprache zeigten. In der Kunst der DDR stehen die späten 1970er und 1980er Jahre für die Entwicklung prekärer, selbst bestimmter Freiräume jenseits der offiziellen Kunstdoktrin. Auf der Suche nach künstlerischer Freiheit und mit dem Willen zum Experiment wurden von einzelnen KünstlerInnen und Gruppen ästhetische Neuansätze und Neubestimmungen von Subjektivität und Identität geschaffen.

"und jetzt. Künstlerinnen aus der DDR" zeigt einen

Ausschnitt dieser Entwicklung mit einem Fokus auf intermedialen Arbeiten, dem Crossover von bildender Kunst, Literatur, Fotografie, Musik, tänzerischer Bewegung und Film. Die präsentierten Künstlerinnen reflektierten mit diesen Arbeitsweisen weibliche Subjektivität und entwickelten subversive Strategien in den engen Grenzen des ideologischen Kunstsystems der DDR.

 

Mit der Wende im Jahr 1989 beginnt eine Zeit der künstlerischen und persönlichen Neuorientierung und Standort-Bestimmung. Bilder und Materialien der westlichen (Pop-)Kultur, die Fortsetzung des Experimentierens mit Medien und Ausdrucksweisen sowie die Reflexion der eigenen Vergangenheit und Bespitzelung durch die Staatssicherheit finden Eingang in die seit der Wende entstandenen Arbeiten, die hier erstmals im Zusammenhang mit älteren Arbeiten gezeigt werden. "und jetzt. Künstlerinnen aus der DDR" will dazu beitragen, blinde Flecken in der Kunstgeschichtsschreibung aufzuhellen und die Wahrnehmung von Künstlerinnen aus der DDR zu vertiefen.

 

Die Ausstellung wird begleitet von einer Publikation (Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg) mit Essays zum Thema, zu großen Teilen erstmals veröffentlichtem dokumentarischen Bild-Material und Texten zu den Künstlerinnen. Ein während der Ausstellung zugängliches Videoarchiv gibt Einblicke in das filmische Schaffen.

 

Mit: Tina Bara, Annemirl Bauer, Else Gabriel, Angela Hampel, Verena Kyselka, Christine Schlegel, Cornelia Schleime, Gundula Schulze Eldowy, Gabriele Stötzer, Erika Stürmer-Alex, Ramona Welsh, Karla Woisnitza

 

Die Ausstellung wird kuratiert von Angelika Richter und Beatrice E. Stammer, ko-kuratiert von Bettina Knaup.

 

Antragsteller/in Angelika Richter | Beatrice E. Stammer

Veranstaltungstermin 27. November bis 20. Dezember 2009 Eröffnung 26. November 2009

Veranstaltungsort Künstlerhaus Bethanien (Studio 1)

Förderbetrag 110.000 €

Kooperationen Cine Plus, "ex.oriente.lux"-Filmarchiv, Brotfabrik-Kino Medienpartner: die tageszeitung, zitty berlin

Pressestimmen

Gabriele Stötzer Synthese, 1983 12 Schwarz-Weiß-Fotografien Jeweils 14,5 x 10,5 cm (aus dem Fotobuch "Frauen miteinander", 1983, mit Nora Kasulke und Birgit M‘Pandzou) Courtesy und Copyright Gabriele Stötzer

(e.) Twin Gabriel Kind als Pinsel (Kooperatorka), 2007 Kameraperformance / Super-8-Film transferiert auf DVD 6:14 Min., Ton, Farbe Courtesy und Copyright (e.) Twin Gabriel

VORSPANNKINO

Die KW Institute for Contemporary Art in Berlin würdigen in der Ausstellung VORSPANNKINO erstmals mit über 40 Vor- und Abspannen diese eigene filmische Form. Die außergewöhnliche Herausforderung, Schrift, Bild und Ton zu verbinden und gleichzeitig in ein Thema einzuführen, ohne es bereits vorweg zu nehmen, hat zur Entwicklung eines stilprägenden Genres geführt. VORSPANNKINO ermöglicht einen zeitgenössischen bildnerischen Blick auf das Phänomen.

 

Nur wenige Titeldesigner wie Saul Bass sind namentlich bekannt geworden. Bass hat bis zu seinem Tod 1996 neben Vertigo unter anderem die Eröffnungssequenzen für Hitchcocks Psycho, Otto Premingers Bunny Lake is Missing und John Frankenheimers Grand Prix geschaffen. Als sich Mitte der 1950er Jahre die Filmgesellschaften verpflichteten, alle beteiligten Künstler im Vorspann zu nennen, waren es vor allem Saul Bass, Wayne Fitzgerald und Maurice Binder, die diese rechtliche Vorgabe als erweiterten Raum begriffen. Die Einbindung der zahlreichen Namen und die dadurch gewonnene Filmzeit schufen größere Möglichkeiten origineller Gestaltung. Bis heute reicht die Bandbreite der Eröffnungssequenzen von rein grafischen Lösungen über typografische Fassungen bis hin zu selbständigen Filmen mit eigenen Geschichten. Überdies wird der Vorspann auch als dramaturgisches Mittel innerhalb des Films eingesetzt: Nach dem direkten Einstieg in die Filmhandlung wird diese durch die Titelsequenz unterbrochen und erfährt ihren ersten dramaturgischen Höhepunkt im Vorspann selbst. Wegweisend und stilprägend war Mitte der 1990er Jahre die Eröffnungssequenz von Se7en. Inspiriert von zerkratzten Titelbildern von Stan Brakhage schuf Kyle Cooper einen Prolog, der die Erzählung des Films und ihre Auflösung in verdichteter Form in Gänze vorwegnimmt.

 

Elaine & Saul Bass, Kent Bateman, Samuel Beckett, Maurice Binder, Stan Brakhage, Robert Brownjohn, Marc Bruckert, Jörg Buttgereit, Penny Causer, Jean Cocteau, Kyle Cooper, Jeremy Dawson, John De Bello, Friz Freleng, Sandy Dvore, Pablo Ferro, Wayne Fitzgerald, Stephen O. Frankfurt, Jean-Luc Godard, Shan Hua, Teruo Ishii, Olivier Kuntzel & Florence Deygas, Dudley Murphy, Pier Paolo Pasolini, Dan Perri, Horst Piehler, James S. Pollak, Lotte Reiniger, Christoph Schlingensief & Norbert Schliewe, Orson Welles, David Wojnarowicz & Tommy Turner

 

Antragsteller/in Kunst Werke Berlin e.V. - Institute for Contemporary Art -

Veranstaltungstermin 7. Februar bis 19. April 2009

Veranstaltungsort Kunst Werke e.V. - Institute for Contemporary Art

Förderbetrag 130.000 €

Internetseiten www.kw-berlin.de

Goetz Valien: Vorspannkino, 2009, Acryl auf Leinwand, 330 x 230 cm

Wiederkehr der Landschaft

Vorlaufkosten im Jahr 2009 für die Ausstellung in 2010.

Antragsteller/in Akademie der Künste

Veranstaltungstermin 13. März bis 30. Mai 2010

Veranstaltungsort AdK, Hanseatenweg

Förderbetrag 40.000 €