"Stockholm Syndrom"

Das dreiteilige Werk Stockholm Syndrom handelt von der Sehnsucht vieler

Juden, nach Europa zurückzukehren. Besonders viele junge Israelis fühlen

sich zu einer Heimat hingezogen, in der sie nicht geboren wurden und von

der sie wissen, dass es vom Täter-Opfer-Verhältnis gekennzeichnet ist, ein

Verhältnis, dass eine Schlüsselrolle in der Herstellung von Israeltum spielt.

 

Preview der Filmtrilogie mit anschliessender Diskussion.

In Anwesenheit von Amit Epstein und der Projektbeteiligten.

Einführung und Moderation:

Mirjam Wenzel (Leiterin der Medienabteilung im Jüdischen Museum Berlin)

 

 

Antragsteller/in Amit Epstein

Veranstaltungstermin 3. Dezember 2009, 20H

Veranstaltungsort Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

Förderbetrag 14.000 €

Kooperationen Eine Veranstaltung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien und des RealismusStudio der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.

Internetseiten www.kunstraum-kreuzberg.dewww.ngbk.de

© Amit Epstein 2009 Photographer:Raluca C.E. Blidar

© Amit Epstein 2009 Foto:Avi Levin

© Amit Epstein 2009 Foto:Raluca C.E. Blidar

DISCOVER US! Carnival Within – An Exhibition Made in America

Die Ausstellung „Carnival Within“ inszeniert mit großformatigen Arbeiten – Skulpturen, Installationen, Malerei, Fotografie und Videos von 18 Künstlern – einen Jahrmarkt exzentrischer amerikanischer Kunst, die sich der Sensation, Übertreibung und Parodie bedienen. Hinter der lauten, schillernden und oftmals plakativen Oberfläche der Werke werden dabei wichtige Topoi der amerikanischen Kultur thematisiert: Utopie, Religiosität, Rassen- und Geschlechterfragen, Immigration, Konsum und Gewalt. Anders gesagt: Exzess, Übertreibung und freigeistige Verspieltheit zeichnen diese „karnevaleske“ Kunst ebenso aus wie Nachdenklichkeit, soziale Kritik und politisches Bewusstsein.

 

Die teilnehmenden Künstler gehören verschiedenen Generationen an und arbeiten in unterschiedlichen Medien und Stilen. Ganz im Sinne der vom russischen Theoretiker Michail Bachtin beschriebenen zentralen Rolle des Karnevals, nämlich des „freien und vertrauten Umgangs zwischen Menschen“ verbinden sich ihre Werke zu einem energiegeladenen Miteinander. Schließlich geht es beim Karneval um Freiheit – und Freiheit bleibt das nachhaltigste amerikanische Ideal, auch wenn, oder gerade weil es in den letzten Jahren so schmerzlich auf die Probe gestellt wurde.

 

Antragsteller/in Uta Grundmann

Veranstaltungstermin 27. März bis 3. Mai 2009

Veranstaltungsort UferHallen Berlin-Wedding

Förderbetrag 135.000 €

Kooperationen jazzwerkstatt Berlin-Brandenburg e.V. Kennedy-Institut, Freie Universität Berlin

Internetseiten www.discover-us.org

Pressestimmen

fake or feint

fake or feint ist ein siebenmonatiges Ausstellungsprojekt in zwei Ausstellungsräumen des Einkaufszentrums im Berlin Carré am Alexanderplatz. Fünf aufeinanderfolgende Ausstellungsszenarien und ein Filmprogramm im Kino Arsenal, eine Veranstaltungsreihe sowie ein projektbezogenes Archiv beschäftigen sich mit der Politik der Oberfläche und der Markierung als Intervention.

 

Projektteam:

Joerg Franzbecker mit Martin Beck (Kuratoren), Adrian Bremenkamp (Katalog und Archiv), Bärbel Hartje (Beratung), Katrin Mayer (Raumkonzeption), Flo Gaertner (Grafische Gestaltung), Elena Zanichelli (Filmprogramm).

Antragsteller/in Joerg Franzbecker / Kulturforum Berlin Alexanderplatz e.V.

Veranstaltungstermin 21. Februar bis 21. März 2009 Ausstellungen 21. Februar bis 21. März 2009 Szenario 2 Kaucyila Brooke, Sofie Thorsen / Katharina Lampert 10. Januar bis 7. Februar 2009 Szenario 1: Claude Cahun, Eran Schaerf 9.,16.,23. März 2009 Szenario 3 Filmvorführungen im Kino Arsenal 4. April bis 2. Mai 2009 Szenario 4: Amy Granat, Annja Krautgasser, Katrin Mayer 16. Mai bis 13. Juni 2009 Szenario 5: Daniela Comani, Keren Cytter, Heiko Karn 27.06.-25.07.09 Szenario 6: e-Xplo, Daniel Knorr, Eske Schlüters / Axel Gaertner Veranstaltungen 05. Februar 2009, 20h Tim Stüttgen aka Timi Mei Monigatti, PPP Tauschgame - Performance zu Ökonomien der Lust, mit Special Guest Liz Rosenfeld 16. April 2009 Michael Zinganel über Stadtraum und Verbrechen. 23. April 2009 Jan Kedves, Vortrag und Videopräsentation zur Geschichte des Voguings 2. Mai 2009 Hanne Loreck, Von Masken, Schleiern und anderen Subjektinszenierungen. 11. Juni 2009 Elena Esposito über Paradoxien der Mode. 2. Juli 2009 Markus Rautzenberg zur Ästhetik der Störung. 9. Juli 2009 Martin Beck und Johannes Schülein zur Differenz. Zu einem späteren Zeitpunkt werden noch die Termine für die folgenden Veranstaltungen bekannt gegeben: Tom Holert, Sichtbarkeit, Öffentlichkeit und aktuelle bildräumliche Entwicklungen. Annette Maechtel, City-Curating als Einschreibung in Berlin Mitte. Performerstammtisch präsentiert projektbezogene Performances.

Veranstaltungsort Berlin Carré, Karl-Liebknecht-Str. 13

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen Filmprogramm am 9.,16. und 23. März 2009 in Kooperatinon mit dem Arsenal Kino am Potsdamer Platz.

Internetseiten www.fakeorfeint.org

Szenario 1,Claude Cahun Eran Schaerf, Installationsansicht, Foto: Heiko Karn

1. Szenario, 2. Ebene, Installationsansicht, Foto: Katrin Mayer

Festival Re-* RECYCLING_ SAMPLING_ JAMMING. Künstlerische Strategien der Gegenwart

 

Re-*tro, Re:ply, Re-*Make, Re-*Cycling, Re-*Präsentation, Re-*Aktion, Re-*Flexion, Re-*Enactment, Re-*Produktion, Re-*Konstruktion, Re-*Animation, Re-*Place, Re-*Mix, Re-*Vision, Re-*Vival, Re-*Launch, Re-*Cording, Re-*Mix…. „We are Re-*Play“

 

Das interdisziplinäre Festival Re-* thematisiert mit Vorträgen, Konzerten, Videoscreenings und einer Hörbar die intermedialen künstlerischen Praktiken des Recycling, Sampling und Culture Jamming, deren gemeinsames Thema die Transformation von Altem in Neues ist.

 

Namhafte WissenschaftlerInnen sowie internationale KünstlerInnen aus Musik, bildender Kunst, Netzkunst, Film, Design und Werbung erläutern an drei Tagen die kulturelle und politische Relevanz, Komplexität und Unterschiedlichkeit der künstlerischen Strategien des Re-* und binden sie in einen wissenschaftlich-ästhetischen Diskurs ein.

 

Durch die Praxis der künstlerischen Aneignung und Wiederverwertung, der Fragmentierung, Wiederholung, Restrukturierung und Dekontextualisierung vorgefundener Materialien oder Informationen in andere Seins- und Sinnzusammenhänge werden innovative Denkprozesse freigesetzt. Durch diese Transformation wird mit Kontinuitäten gebrochen oder historische Linearitäten werden bewusst erzeugt. Das Festival lenkt den Blick auf Wiederverwertungssysteme, die im Zeitalter der Digitalisierung, der vollen Archive, der scheinbar steten Verfügbarkeit und beständigen Produktion von Informationen und Materialien überall präsent sind und dabei eine Kultur des Re-* entwickelt haben.

 

Teilnehmer:

 

Vorträge/ Diskussionen: Dr. Inke Arns (D), Prof. Dr. Susanne Binas-Preisendörfer (D), Dr. Jochen Bonz (D), Dr. Florian Cramer (D/NL), Martina Fineder (A), Dr. Marcus S. Kleiner (D), Prof. Christina Kubisch (D), Prof. Dr. Verena Kuni (D), Prof. Leigh Landy (USA/GB), Eduardo Navas (USA), Dr. Dietmar Rübel (D), Prof. Dr. Sabine Sanio (D), David Schwertgen (D), Marc Schwieger (D), Dr. Änne Söll (D), Cornelia Sollfrank (D)

 

Moderation: Martin Conrads (D), Prof. Dr. Rolf Großmann (D), Prof. Dr. Helga de la Motte-Haber (D)

 

Konzerte: Rechenzentrum 2.0/Robert Seidel

Robosonic aka Cord Henning Labuhn und Sacha Robotti

Ensemble Wandelweiser: Erik Drescher (freiberuflicher Flötist), Kerstin Fuchs (Komponistin und Performerin), Burkhard Schlothauer (Komponist und Musiker)

Videoscreening mit Werken von Oliver Laric, Eddo Stern, Marisa Olson, Jillian McDonald u.a.

 

Hörbar mit historischen Samplingstücken zusammengestellt von Ursula Block und Werner Durand (Gelbe MUSIK), erweitert durch Beispiele aus der Hip Hop- und Popmusikgeschichte von Martin Conrads

 

 

Antragsteller/in Dr. Claudia Tittel und Katrin Werner

Veranstaltungstermin 26. bis 28. Februar 2009

Veranstaltungsort Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, Berlin-Tiergarten

Förderbetrag 25.000 €

Kooperationen Akademie der Künste

Internetseiten www.recycling-samp...g-jamming.de

Keyvisual (Uta Kopp)

Festival: Strasse der Wahrheit - Ulica Pravdy

Hier in Berlin, an der Schnittstelle zwischen Ost und West, in der Stadt, die lange von ihrer Frontstellung zwischen Russland und den USA geprägt war und in der es eine große russische Präsenz gibt, öffnen die Sophiensaele ihr Haus für ein Festival der russischen Avantgardekunst.

 

Ausgangspunkt sind die lebenden Bilderwelten eines Ausnahmekünstlers der russischen Performancekunst – Alexander Petlura. Er wird für das Festival sieben „lebende Bilder“ entwerfen, die sich auf Berlin und die Sophiensaele mit ihrer wechselhaften Geschichte beziehen. Diese Tableaux Vivants stellen Leitbilder in Frage, legen die ideologische Inszenierung von Geschichtsschreibung und -interpretation offen und bewegen sich damit auf der „Ulica Pravdy“, der „Straße der Wahrheit“.

 

Höhepunkte des Festivals sind der Auftritt eines der bekanntesten Autoren der russischen zeitgenössischen Literatur: Vladimir Sorokin – er führt das Publikum für einen Abend „ins Russische“ – sowie ein Konzert der Superlative von und mit Pjotr Mamonov. Er ist wilder Rockstar, sanfter Lyriker, unvergleichlicher Schauspieler, Ex-Trinker, inniger Christ und Liebling der RussInnen mit Titeln wie „Held der Nation“ und „Das Volksgewissen“. Mamonov kommt nach 16 Jahren wieder nach Deutschland und zeigt in den Sophiensaelen sein Soloprogramm „Lange haben wir dich nicht gesehen“.

 

Die Sophiensaele feiern und laden weitere russische und russischstämmige KünstlerInnen und Künstlergruppen aus Moskau und Berlin ein: German Vinogradov, DJ Osadtschij, ERSATZMUSIKA, Marina Lyubaskina, Evgenij Kondratiev, Andrei Andrianov/ Oleg Soulimenko und die Animal Cops.

 

Kartenreservierung:

www.sophiensaele.com (030) 283 52 66

Sophiensaele Sophienstraße 18 10178 Berlin-Mitte

 

Juni 18)

20 Uhr Alexander Petlura Imperium der Dinge

23 Uhr Party mit DJ Osadtschij

 

Juni 19)

20 Uhr Alexander Petlura Imperium der Dinge

 

Juni 20)

20 Uhr Alexander Petlura Imperium der Dinge

21.30 Uhr ERSATZMUSIKA

 

Juni 21)

20 Uhr Alexander Petlura Imperium der Dinge

22 Uhr Party mit DJ Osadtschij

 

Juni 22)

20 Uhr Vladimir Sorokin Roman mit Bild

 

Juni 23)

20 Uhr Pjotr Mamonov Lange haben wir dich nicht gesehen

 

Juni 24)

20 Uhr Marina Lyubaskina Matrjoschka

21 Uhr Evgenij Kondratiev Zwischen Parallelem Kino und Nekrorealismus

 

Juni 25)

20 Uhr Andrei Andrianov / Oleg Soulimenko Made in Russia

 

Juni 26)

20 Uhr Andrei Andrianov / Oleg Soulimenko Made in Russia

22 Uhr German Vinogradov Feuergrafie / Ognepis

23 Uhr Animal Cops

 

Detaillierte Informationen finden sich auf der Homepage der Sophiensaele: www.sophiensaele.com

 

Antragsteller/in Sophiensaele GmbH

Veranstaltungstermin 18. bis 26. Juni 2009

Veranstaltungsort Sophiensaele

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung des Goethe Instituts.

Internetseiten www.sophiensaele.com

For the use of those who see

Alphonse Allais, John Baldessari, Harun Farocki, Jean-Luc Godard, Alfredo Jaar, Sean Snyder, Nedko Solakov, Javier Téllez, Luc Tuymans, David Zink Yi

 

Die eine Hand hält eine Sanduhr. Die andere hält ein Thermometer. Der Sand fällt, die Temperatur steigt. Die Arbeit Time/Temperature (1972-73) von John Baldessari macht Zeit und Temperatur sichtbar, doch gelingt die Darstellung allein durch Messgeräte. Die Paradoxie, die diesem Vorgang innewohnt, die Unmöglichkeit, diese nicht sichtbaren Parameter zu veranschaulichen, wird gleichsam thematisiert und offengelegt.

 

Die Ausstellung FOR THE USE OF THOSE WHO SEE zeigt Arbeiten, die im festen Glauben an das Bild die Grenzen des Visuellen sichtbar machen. Die Differenz von Mimesis und Realität, die jedem Kunstwerk inhärent ist, wird hier explizit zum Bildthema. Die Möglichkeit, an dieser Differenz zu scheitern, ist fest im Bewusstsein der gezeigten Arbeiten verankert und wird zugleich überzeugend ins Bild gesetzt.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Schering Stiftung und des Hauptstadtkulturfonds, Berlin.

 

Antragsteller/in Kunst-Werke Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 22. November 2009 bis 24. Januar 2010

Veranstaltungsort KW Institute for Contemporary Art

Förderbetrag 60.000 €

Letter on the Blind, for the Use of Those Who See, 2007 Still from video installation Super 16mm transferred to high-definition video 27,36 min Courtesy the artist and Galerie Peter Kilchmann, Zurich

Istanbul-Off-Spaces - Unabhängige Kunsträume im Dialog

Ausstellung – Veranstaltungen – Vermittlung

 

Mit dem Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt Istanbul-Off-Spaces im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien möchten wir auf die zunehmende Zahl und die wachsende Bedeutung von unabhängigen nichtkommerziellen Künstlergruppen und Kunsträumen in Istanbul aufmerksam machen.

Diese künstlerischen Projekträume stellen in Istanbul wichtige Orte des gesellschaftlichen Diskurses und der zivilgesellschaftlichen Auseinandersetzung dar. Als Resultat der zunehmenden Internationalisierung aber vor allem auch als Ergebnis einer zunehmenden Unabhängigkeit und eines wachsenden Selbstbewusstseins haben sich Orte, Verlage, und Akteure im Feld der zeitgenössischen bildenden Kunst zu bedeutsamen Elementen der gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzung in Istanbul etabliert.

Ziel von Istanbul-Off-Spaces ist es, diesen Projekten eine Plattform zu geben und mit ihren in Dialog zu treten.

Antragsteller/in Kunstamt Kreuzberg von Berlin - Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

Veranstaltungstermin 4. Juli bis 16. August 2009 Eröffnung: Freitag, 3. Juli 2009, Rahmenprogramm: Samstag, 4. Juli 2009 Ausstellungsdauer: 4. Juli bis 16. August 2009 Parallele Veranstaltung: Samstag, 4. Juli Ballhaus Naunynstraße Begleitende Projekte: „tongue“ – Project in Öfentlichen Raum. von Oda Projesi und Nadin Reschke. Fortsetzung 1. bis 21. November 2009 im Rahmen von: beyond belonging:translokal und „Be a Dream!/ Sei ein Traum!“ von Selda Asal & Serdar Ateser (Apartment Projekt) wird presentiert in verschiedenen orten.

Veranstaltungsort Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

Förderbetrag 55.000 €

Kooperationen Kurt-Löwenstein-Schule, Ballhaus Naunynstraße

Internetseiten www.berlinerpool.d...l-off-spaceswww.kunstraumkreuzberg.de

Atılkunst Mahya “Komm zur Sache” Traditionelle türkische Lichtinstallation am Haupteingang des Bethanien (Simulation)

PICTOPIA - Festival neuer Figurenwelten

Ausstellungen-Filme-Konferenz+Symposium-Performances-Workshops

 

Vereinfachte, auf das Wesentliche reduzierte Figurendarstellungen revolutionieren seit der Jahrtausendwende unsere visuelle Kultur. Piktogramme mit lebendigen Zügen erfahren explosionsartige Verbreitung in digitalen Medien, Werbung und Kunst. So genanntes Character Design remixt und samplet spielerisch so unterschiedliche Quellen wie Pop- Kultur, Folklore, Markenlogo und Comic, ohne sich einem dieser Genres eindeutig zuordnen zu lassen. Damit spricht es Betrachter emotional und über kulturelle Grenzen hinweg an. Aber können abstrakte Zeichen diese Utopie einer globalen, visuellen Kommunikation auch einlösen?

 

Mit dem Festival PICTOPIA bietet das Haus der Kulturen der Welt im Frühjahr 2009 weltweit erstmals einen umfassenden Rahmen, um das Phänomen einem allgemeinen Publikum nahe zu bringen. Der multidisziplinäre Veranstaltungsort wird zur Lebenswelt der Figuren und zum Treffpunkt einer internationalen Szene von Designern, Künstlern, Produzenten und Interessierten.

Antragsteller/in Haus der Kulturen der Welt

Veranstaltungstermin 19. März bis 3. Mai 2009

Veranstaltungsort Haus der Kulturen der Welt

Förderbetrag 130.000 €

Kooperationen Ein Projekt von Pictoplasma in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt

Internetseiten www.hkw.dewww.pictoplasma.com

Pressestimmen

FriendsWithYou

Sayonara Hashima

"Sayonara Hashima"

Filminstallation/ Buch- und Fotoprojekt

 

Die japanische Insel Hashima besitzt aufgrund der Geschichte ihres kometenhaften Aufstiegs und jähen Niedergangs eine globale Symbolkraft. Uns interessiert dabei speziell die unterschiedliche Rezeption der Geschichte der Insel. Es geht uns wie auch schon in unseren bisherigen Projekten um den Aspekt der kollektiven Erinnerung und die Unsicherheit beim Hervorrufen und bei der Übertragung von Erinnerungen.

Auf der Insel wurde Anfang des letzen Jahrhunderts Kohle entdeckt und abgebaut. Auf der Höhe des wirtschaftlichen Erfolgs, bewohnten die Insel über 5000 EInwohner pro qm, was sie zu einem der dichtbesiedelsten Orte der Welt machte. 1974 wurde die Zeche geschlossen, und ist seitdem menschenverlassen und der natürlichen Erosion durch Taifune preisgegeben.

Der jüngeren Generation ist Hashima eher bekannt als Geisterinsel, als Drehort für düstere Science Fiction Scenarios wie in dem japanischen Blockbuster „Battle Royale“ oder als Motiv für Mangas und Videospiele.

In "Sayonara Hashima / Spelling Dystopia" werden Erinnerungen eines ehemaligen Bewohners der Insel mit den Nacherzählungen von Schülerinnen zum Film „Battle Royale“ verwoben. Dabei erscheint die Insel fast wie eine Phantasie der Kinder, als imaginärer Ort für ihre Spiele. Ein Ort der Erinnerung, der neu besetzt wird, an dem sich Geschichte und Fiktion bereits intensiv vermischen.

 

 

Antragsteller/in Nina Fischer, Maroan el Sani

Veranstaltungstermin a) 8. Oktober 2010 Filmkonzert b) 16. bis 31.Oktober 2010 Ausstellung c) 26. Oktober 2010 Künstlergespräch

Veranstaltungsort a) HAU2 b) Kunstwerke Berlin

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen in Berlin: Funding: HKF, medienboard berlin brandenburg Präsentation: KW, HAU2 in Japan: Zusammenarbeit und Support: Sapporo City University, Hiragishi Highschool Sapporo Filmkomissionen Sapporo und Nagasaki

Nina Fischer, Maroan el Sani, "Sayonara Hashima", Filmstill (VG Bildkunst)

sommercamp+workstation=2009 - labor für kunst und medien, berlin

 

sommercamp+workstation=2009 soll ein praktisches Beispiel für die Realisierbarkeit eines Labor für Kunst und Medien in Berlin geben und schliesst an die Aktivitaeten des 2007 geschlossenen TESLA an. Auftakt des viermonatigen Projekts ist das sommercamp vom 10. bis 16. August - ein Arbeits- und Ideenfindungsmodul mit zehn offenen Workshops und einer abschließenden zweitägigen Präsentation am 15./16. August 2009 im Haus der Kulturen der Welt und einem Auftakt am 14. August 2009 im radialsystem. Der zweite Teil des Projekts ist die workstation, eine Produktionsförderung mit drei künstlerischen Projektresidenzen und einem Vermittlungsstipendium, die in enger Vernetzung mit lokalen und internationalen Partnern produziert werden. Vom 20.-22. November 2009 wird ein diskursives Wochenende mit den eingeladenen Künstlerinnen/Projekten und Experten aus Wissenschaft und Technologie im general public in Berlin stattfinden.

Antragsteller/in DOCK e.V, Carsten Seiffarth und Carsten Stabenow

Veranstaltungstermin August bis Dezember 2009

Veranstaltungsort Haus der Kulturen der Welt, Radialsystem, generalpublic

Förderbetrag 170.000 €

Kooperationen Haus der Kulturen der Welt, generalpublic/DISK/CTM, transmediale, Medialab Prado Madrid, ISEA 2010, xxxxx_micro_research Berlin ...

Internetseiten www.sommercampworkstation.de

State of Control

Zwanzig Jahre nach Mauerfall realisiert der Neue Berliner Kunstverein mit dem Künstler Thomas Kilpper ein Kunstprojekt im ehemaligen Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS), das erstmalig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Weitere Arbeiten des Künstlers werden zeitgleich in den Räumen des Neuen Berliner Kunstvereins gezeigt.

Thomas Kilpper, geboren in Stuttgart und in Berlin lebend, setzt sich in seinen Bodenschnitten mit deutscher Geschichte auseinander. Seine groß angelegte Intervention auf 1.600 qm bietet eine geschichtliche Rückschau auf verschiedene staatliche Konzepte von Überwachung und Repression – vom Nationalsozialismus bis zur digitalen Gegenwart.

Die geteilte Geschichte Deutschlands, die sich in diesem Gebäude, aber auch in den geschnitzten Motiven im Boden und den Drucken ablesen lässt, ist auch eine des Widerstands gegen Unrechtssysteme. Kilpper wird mit dieser Arbeit im ehemaligen MfS zum Chronisten beider deutscher Staaten und den Ereignissen um 1989/90 bis heute.

Antragsteller/in Thomas Kilpper/Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.)

Veranstaltungstermin 20. Juni - 26. Juli 2009 Eröffnung 19. Juni 2009

Veranstaltungsort ehemaliges Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS) und Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.)

Förderbetrag 55.000 €

Kooperationen Mit Förderung von: Hauptstadtkulturfonds Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin Mit Unterstützung von: Galerie Christian Nagel (Berlin/Köln), Patrick Heide Cotemporary Art (London), Kulturamt Lichtenberg, Römerturm Feinstpapier GmbH & Co KG

Internetseiten www.nbk.orgwww.kilpper-projects.net

Wanderboje am Mauerstreifen

Die Wanderboje ist eine mobile Skulptur und zugleich ein Werkzeug zur Markierung von historisch bedeutungsvollen Orten, die im Verborgenen liegen. Sie wurde als partizipatives und interaktives Objekt von Urban Art (Peschken/Pisarsky) entwickelt und bewegt sich zwischen dem 13. August und 9. November überall dorthin, wo Mauergeschichten spielen, die im Verlauf des Projekts gesammelt werden. Am Ort des Geschehens gibt die Wanderboje auf ihrem LED-Screen die Geschichten wieder und wird so zu einer Plattform für erinnerungsspezifische Kommunikation, die der Idee eines monumentalisierten Gedenkens zuwider läuft. Sie agiert im Spannungsfeld eines möglicherweise (inzwischen) völlig unspekta-kulären Ortes und seiner historischen oder persönlichen Bedeutung. Sie dient zur Markierung von Untiefen und Fährnissen im Meer der Geschichte.

 

Antragsteller/in KULA e.V.

Veranstaltungstermin 13. August bis 9. November 2009

Veranstaltungsort Im öffentlichen Raum, (Mauernähe)

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Gottlieb-Daimler-Oberschule Kunstverein am Flutgraben 2009 Jahre Mauerfall

Internetseiten www.wanderboje.de

Who Knows Tomorrow

Who Knows Tomorrow – diese in Afrika weit verbreitete Lebensweisheit ist titelgebend für ein besonderes Projekt der Nationalgalerie: Sie lädt fünf international anerkannte Künstler, deren Arbeiten durch ihre afrikanische Herkunft geprägt sind, zu einer Ausstellung nach Berlin ein. Ihre an vier Standorten der Nationalgalerie entstehenden Kunstwerke zeigen historische Verbindungen zwischen Afrika und Europa auf und thematisieren Aspekte der Identitätsfindung und Globalisierung, die immer wieder eine aktuelle Brisanz erhalten. So rückt beispielsweise die Geschichte der Kolonisation Afrikas in den Blickpunkt, die im 19. Jahrhundert eng mit der Situation der Reichshauptstadt Berlin verknüpft war. Während sich die Frage der nationalen Zugehörigkeit, die in Europa zu dieser Zeit höchst virulent war, im kolonialisierten Afrika kaum stellte, verschiebt sie sich gegenwärtig auf drastische Weise.

Mit Werken, die Überlappung und Verschmelzung als wichtige Stilmittel nutzen, reflektieren die eingeladenen Künstler unsere Vergangenheit und diskutieren dabei auch die Sozialgeschichte der Kunst in einem Epochen und Kulturen übergreifenden Kontext. Damit eröffnen sie den Dialog über Fragen zur Kunst und Gesellschaft, die angesichts der gegenwärtigen Umbrüche unerschütterlich geglaubter politischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Systeme aktueller sind denn je. Die Ausstellung, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler steht, wird von einem umfassenden Vermittlungsprogramm und einem perspektivenreichen Reader begleitet.

 

Antragsteller/in Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Veranstaltungstermin 4. Juni bis 26. September 2010

Veranstaltungsort Alte Nationalgalerie, Friedichswerdersche Kirche, Hamburger Bahnhof, Neue Nationalgalerie

Förderbetrag 180.000 €

Internetseiten www.whoknowstomorrow.de

Pressestimmen

El Anatsui vor der Alten Nationalgalerie. Foto: Bernd Weingart