internationales literaturfestival berlin

Vom 24. September bis 5. Oktober 2008 findet das internationale literaturfestival berlin zum 8. Mal statt. Veranstalter des hochkarätigen Festivals sind die Berliner Festspiele in Kooperation mit der Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik e.V. Es wird ermöglicht aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission.

 

Auch 2008 präsentiert das ilb die literarische Vielfalt zeitgenössischer Prosa und Lyrik aus aller Welt sowie Gespräche mit Autoren, politische Diskussionen, Kinder- und Jugendliteratur und Literaturverfilmungen. Hochinteressante Neuentdeckungen stehen hier gleichberechtigt neben anerkannten Größen der Weltliteratur.

 

Der Fokus des 8. internationalen literaturfestivals berlin ist „Afrika“. In diesem Zusammenhang wird afrikanische Literatur präsentiert und eine Auseinandersetzung mit den historischen sowie politischen Hintergründen des Kontinents ermöglicht.

Antragsteller/in Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik e.V.

Veranstaltungstermin 24.September bis 05. Oktober 2008

Veranstaltungsort Haus der Berliner Festspiele, Schaperstr. 24, 10719 Berlin

Förderbetrag 350.000 €

Kooperationen Auswärtiges Amt, Heinrich Böll Stiftung, Friedrich Naumann Stiftung, Stiftung Brandenburger Tor, Stiftung Syltquelle, Skoda Auto, Wall AG, Dresdner Bank, DER SPIEGEL, Deutschlandradio Kultur, die tageszeitung, arte, Hotel Concorde Berlin, Heckers Hotel, illy Kaffee u.v.m.

Internetseiten www.literaturfestival.com

Landvermesser.tv

Landvermesser.tv

Ein GPS-basiertes Literaturprojekt im Netz

und auf den Straßen Berlins

 

Landvermesser.tv ist ein Berliner Kulturprojekt, das Orte der Stadt mit fiktiven Geschichten besetzt. Dabei geht es nicht um die Beschreibung offizieller touristischer, historischer oder sozialer Sehens- und Erlebenswürdigkeiten, sondern um individuelle Geschichten. Jeder Flaneur verbindet mit den Straßen und Plätzen individuelle Erinnerungen und Fiktionen. Landvermesser.tv will diese öffentlich zugänglich machen.

 

Im ersten Teil des Projektes, das 2008 startete, zeigten und erklärten zehn Schriftsteller Plätze der Stadt, die in ihren Werken eine Rolle spielen, und besetzen diese mit Literatur. Diese Erzählungen, dieses Wissen wurden frei zugänglich gemacht: Landvermesser.tv zeichnete die Spaziergänge audiovisuell auf. Das Publikum kann diesen bisher unveröffentlichten „Stadtansichten“ der Schriftsteller auf verschiedenen Wegen nachgehen. Die Landvermesser-Geschichten sind im Internet als Audios, Videos und Texte abrufbar.

 

Im nächsten Schritt soll wird sich Landvermesser.tv öffnen für die Einschreibungen der Passanten. Ihre Geschichten werden auf einer virtuellen Stadtansicht/Karte verortet, es entsteht eine neue Form des kartenbasierten Erzählens. Die Karte ist ein gedanklicher Referenzrahmen für die Inhalte, eine maßstabsgetreue Abstraktion der Stadt.

 

Die verschiedenen Ebenen der Erzählungen auf der virtuellen Stadt – die der Künstler, die des Publikums – lassen sich Schicht für Schicht auf- oder abtragen. Die Besucher der Website werden nicht sofort mit dem multiperspektivischen Gesamtbild konfrontiert, sondern können es sich erarbeiten, einzelne Layer hinzuschalten. Mit der steigenden Beitragszahl nimmt die Komplexität zu, die virtuelle Stadtlandschaft wird zum Austragungsort eines öffentlichen Erzählens, einer kollektiven Geschichte.

 

Freeland all jenen „Landvermessern“ gewidmet, die Berlins kreative Substanz ausmachen. Angemessen ist, diesem Freeland auch auf dem geodatenbasierten Globus Raum zu geben, und zwar möglichst denselben Freiraum, welchen auch Berlin bietet: sich mit einfachen Mitteln und der Beherrschung der gängigen Formate selbst ein Publikum zu schaffen. Das Projekt „landvermesser/freeland“ unterstützt, kuratiert und wählt Autorenproduktionen. „Freeland“, der kreative Untergrund der Stadt als Buch, wird daher vielstimmiger und bunter sein, vielleicht wird es auch provokativer und schmutziger sein.

 

Kern des „Landvermessens“ ist die Verbindung der realen Stadt und fiktiver Geschichten von Passanten, aber auch die der virtuellen Plattform und realer Spaziergänge in der Stadt. Die Geschichten sollen nachvollziehbar sein, fungieren als Vorlage, Sichtweise für einen Spaziergang durch die Stadt.

 

Sie konfrontierten die Realität mit dem utopischen und literarischen Anspruch eines Landvermessers im Sinne Kafkas.

Landvermesser.tv.

 

Antragsteller/in Tatjana Brode, Jens Krisinger

Veranstaltungstermin Frühjahr 2010

Veranstaltungsort Berlin

Förderbetrag 16.000 €

Kooperationen Literaturwerkstatt Berlin

Internetseiten www.landvermesser.tv

Landvermesser.tv

poesiefestival berlin 2009

Poesie ist ein Chamäleon. Auf allen Kontinenten zu Hause, fühlt sie sich vor jedem Hintergrund wohl. Sie kann jede Klangfarbe und Ausdrucksform wählen. Sie ist intermedial, international und interdisziplinär. Sie ist Wortkunst, Klang, Rhythmus, Performance aber auch Tanz, Film, Medienkunst oder alles zugleich. Das poesiefestival berlin zeigt vom 27.6. bis 5.7. 2009 in der Akademie der Künste die schillerndsten Farben der Lyrik. Mit dabei ist u. a. der Lautpoet, Spoken-Word-Künstler, Schauspieler und Musiker Saul Williams, der südafrikanische Dichter Keorapetse Kgositsile, die Sängerin und Musikerin Chiwoniso Maraire aus Simbabwe, der polnische Dichter Adam Wiedemann, die US-amerikanische Pulitzer-Preisträgerin Rita Dove, der deutsche Dichter Adolf Endler sowie die kanadische Performance-Dance-Company Volcano. Das poesiefestival berlin ist ein Projekt der Literaturwerkstatt Berlin und findet dieses Jahr zum 10. Mal statt.

Antragsteller/in Literaturbrücke Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 27. Juni bis 5. Juli 2009

Veranstaltungsort Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Förderbetrag 350.000 €

Kooperationen Akademie der Künste

Internetseiten www.literaturwerkstatt.org

Wechselstrom. Frauen im mittel- und osteuropäischen Literaturbetrieb

Das Symposium »WECHSELSTROM. Frauen im mittel- und osteuropäischen Literaturbetrieb« (19.-21. Februar 2009) diskutiert die Entwicklungen von den 1980er Jahren bis zur Gegenwart. Der große Anteil an Frauen am Aufbau der Kultur- und Literaturszenen und an der Prägung neuer kultureller Diskurse wird in der Öffentlichkeit bisher nur unzureichend wahrgenommen. Das Symposium möchte dieses Informationsdefizit nicht nur beheben, sondern darüber hinaus die Vernetzung von Frauen im mittel- und osteuropäischen Literaturbetrieb verstärken. Schwerpunkte sind neben den Begegnungen mit Akteurinnen aus dreizehn mittel- und osteuropäischen Ländern auch die Literaturförderung und innovative Ansätze der Kulturvermittlung. Eingeladen sind »Wegbereiterinnen des Aufbruchs«, etablierte Schriftstellerinnen, Lektorinnen, Herausgeberinnen von Literaturzeitschriften und Leiterinnen von Buchmessen und Kultur- und Literaturzentren. Sie leben in Zeiten des politischen Umbruchs und eröffnen mit Ideenreichtum und Engagement neue literarische und kulturelle Räume. Aufgeteilt in die Panels Kartographieren – Reflektieren – Dynamisieren – Intensivieren zielen die Gespräche und Lesungen darauf ab, die Bedeutung der Frauen im Literaturbetrieb nicht nur zu bilanzieren, sondern perspektivisch zu diskutieren und »elektrisierende Wechselströme« zu initiieren.

Antragsteller/in Kateryna Stetsevych

Veranstaltungstermin 19. bis 21. Februar 2009

Veranstaltungsort Stiftung Brandenburger Tor (19. und 20. Februar 2009), Literarisches Colloquium Berlin (21. Februar 2009)

Förderbetrag 55.000 €

Kooperationen Stiftung Brandenburger Tor, Literarisches Colloquium Berlin, Literaturbüro Freiburg

Internetseiten www.wechselstrom-tagung.de