Anna & Bernhard Blume. Reine Vernunft

Anna & Bernhard Blume. Reine Vernunft

4. April - 10. August 2008

 

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, mit freundlicher Unterstützung von Sander Imaging GmbH

 

Die 1937 geborenen Künstler Anna und Bernhard Blume haben das Genre der inszenierten Fotografie wesentlich erweitert. In ihren Fotoserien erzählt das Künstlerpaar inszenierte Zeitabläufe, deren Protagonisten sie selbst sind. Die Szenen sind oft reduziert, verfremdet und vor allem komisch. Ordnung und Chaos scheinen sich gegenseitig zu bedingen, Rollenbilder und Konventionen stecken in jedem Ding, konditionieren Verhaltensweisen und fordern zum Widerstand heraus. Deformation und Metaphorik, subjektive Wahrnehmung und kollektive Regelwerke werden thematisiert und berühren damit auch die Frage, ob die Grenzen des Sichtbaren auch die Grenzen der Erfahrung setzen. Die Ausstellung "Reine Vernunft" ist ihr erster umfassender Auftritt in Berlin. Sie gibt einen Überblick über die ironisch-philosophische Strategie des Künstlerpaares, die der Erhöhung des Künstlers seine Rolle als Repräsentant eines kleinbürgerlichen Milieus kritisch entgegengesetzt.

 

Katalog

de-konstruktiv. Bilder aus dem wirklichen Leben

Hrsg.: v. Kurt Wettengl & Dorothea Strauss

Autoren: Anna Blume, Bernhard Blume

Kerber Verlag, 2006

135 Seiten mit zahlreichen Fotos, in englischer und deutscher Sprache

ISBN 978-3-86678-029-3

Preis: 36 Euro

 

Besuchereingang

Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin

Invalidenstraße 50-51

10557 Berlin-Tiergarten

 

Führungen / Veranstaltungen:

Von fliegenden Kartoffeln

06.04.2008 14:00 Uhr

 

Der ganz normale Wahnsinn

13.04.2008 16:00 Uhr

 

Wirklicher als die Wirklichkeit - Positionen der Fotografie / Kunstdialog im Hamburger Bahnhof

17.04.2008 16:30 Uhr

 

Reine Vernunft oder verrückte Wirklichkeit?

27.04.2008 16:00 Uhr

 

Küchenkoller – Über Ordnung und Chaos bei Anna & Bernhard Blume

01.05.2008 14:00 Uhr

 

Wirklicher als die Wirklichkeit - Positionen der Fotografie / Kunstdialog im Hamburger Bahnhof

15.05.2008 16:30 Uhr

 

Von fliegenden Kartoffeln

18.05.2008 14:00 Uhr

 

Küchenkoller – Über Ordnung und Chaos bei Anna & Bernhard Blume

18.05.2008 14:00 Uhr

 

Reine Vernunft oder verrückte Wirklichkeit?

25.05.2008 16:00 Uhr

 

Wirklicher als die Wirklichkeit - Positionen der Fotografie / Kunstdialog im Hamburger Bahnhof

29.05.2008 16:30 Uhr

 

Von fliegenden Kartoffeln

01.06.2008 14:00 Uhr

 

Der ganz normale Wahnsinn

08.06.2008 16:00 Uhr

 

Wirklicher als die Wirklichkeit - Positionen der Fotografie / Kunstdialog im Hamburger Bahnhof

19.06.2008 16:30 Uhr

 

Reine Vernunft oder verrückte Wirklichkeit?

22.06.2008 16:00 Uhr

 

Küchenkoller – Über Ordnung und Chaos bei Anna & Bernhard Blume

29.06.2008 14:00 Uhr

 

Veranstalter

Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin

 

Staatliche Museen zu Berlin

Generaldirektion

Stiftung Preußischer Kulturbesitz

 

Presse Kommunikation Sponsoring

Leiter Dr. Matthias Henkel

 

Redaktion:

Sibylle Niekisch

s.niekisch@smb.spk-berlin.de

 

 

Antragsteller/in Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Veranstaltungstermin 4. April bis 5. August 2008

Veranstaltungsort Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart - Berlin

Förderbetrag 65.000 €

Internetseiten www.hamburgerbahnhof.dewww.smb.museum/hbf

Anna und Bernhard Blume, 2-teilige Arbeit aus der Serie "Abstrakte Kunst" 2000 - 2004 c: VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Anna und Bernhard Blume, Schlußbild der 20-teiligen Serie "de-konstruktiv" 2004 - 2006 c: VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Berlin im Licht

Die Stiftung Stadtmuseum Berlin plant eine große kulturhistorische Sonderausstellung unter dem Titel "Berlin im Licht", die in der ersten Jahreshälfte 2008 realisiert werden soll. Das Stadtmuseum Berlin greift das Thema mit dem Ziel auf, anhand der technischen Innovation des elektrischen Lichts der Kulturgeschichte Berlins als Stadt, Land, Lebens-raum und heutiger Hauptstadt über einem Zeitraum von 100 Jahren bis heute nachzuspüren. Wie kaum ein anderes Medium hat das elektrische Licht in den letzten 100 Jahren unser Leben verändert. Nachdem 1906 die Osram-Glühlampe erfunden war, setzte eine Ent-wicklung ein, die den natürlichen Rhythmus, den Wechsel von Tag und Nacht, aufhob und damit die Stadtgestalt und das urbane Leben in allen Bereichen - vom öffentlichen Raum, der Arbeitswelt über das Sozialgefüge bis hin zu Kunst und Kultur - grundlegend veränderte. Die Ausstellung „Berlin im Licht“ nimmt in ihrer Ausgangsidee auch Bezug auf die 1928 unter gleichem Titel von Firmen und Verbänden inszenierte Werbewoche, die mit zahlreichen Aktionen im Stadtraum durchgeführt und im Märkischen Museum mit der Ausstellung „Beleuchtung in alter Zeit“ eröffnet wurde. Die geplante Ausstellung des Stadtmuseums Berlin wird sich in ihrer inhaltlichen Programmatik und Dramaturgie in den nachstehend genannten Themenkreisen bewegen: Die Ausstellung erzählt Kulturgeschichte und zugleich Zeitgeschichte Berlins und verdeutlicht, dass Berlin in künstlerischer, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht von permanenten Innovationen geprägt ist. Die Ausstellung ermöglicht eine kulturhistorische Betrachtung des Wesens der Stadt unter spezifischem Blickwinkel, die zugleich die neue Rolle Berlins als Bundeshauptstadt und die wesentlichen Veränderungen der letzten fünfzehn Jahre würdigt. Die Ausstellung umfasst ca. 1500 m2 und soll im Märkischen Museum realisiert werden. Gelingt es dem Stadtmuseum Berlin, neben den in der Kalkulation vorgesehenen Spon-sorenmitteln noch zusätzliche Gelder zu akquirieren, ist als Veranstaltungsort auch das Kronprinzen-Palais denkbar, dessen Flächen flexibler bespielbar sind, als das Märkische Museum mit seinen zahlreichen baulichen Einschränkungen.

Antragsteller/in Stiftung Stadtmuseum Berlin

Veranstaltungstermin 24. Juni 2008 bis 1. Februar 2009

Veranstaltungsort Stadtmuseum Berlin

Förderbetrag 200.000 € =2007 80.000 € =2008

Internetseiten www.stadtmuseum.de

EMBEDDED ART Kunst im Namen der Sicherheit

Eine Ausstellung der Akademie der Künste, Berlin, und der Künstlergruppe BBM.

 

Die erste Ausstellung im Jahr 2009 widmet die Akademie der Künste einem aktuellen und hoch politischen Thema: „EMBEDDED ART Kunst im Namen der Sicherheit” beschäftigt sich mit den Bedrohungen eines freien öffentlichen Lebens nach den Anschlägen von New York, Madrid, Moskau und London. Seit der Terror die Metropolen der USA und Europas erreichte, haben staatliche Eingriffe im Namen der Sicherheit den Alltag von Millionen Menschen verändert. Die Ausstellung nimmt das Thema Sicherheit zentral auf und versteht sich als künstlerischer Kommentar zu einer der Kernfragen globaler Entwicklung.

 

Für EMBEDDED ART haben die Kuratoren Olaf Arndt, Moritz von Rappard, Janneke Schönenbach und Cecilia Wee von der Künstlergruppe BBM internationale Künstler beauftragt, auf die aktuelle Situation zu reagieren. Gezeigt werden ausschließlich Arbeiten, die „eingebettet“ vor Ort oder vor dem Hintergrund komplexer Recherchen realisiert wurden. EMBEDDED ART ist das Arbeitsprinzip, „Kunst im Namen der Sicherheit“ das Thema der Ausstellung, die mit über 30 Arbeiten vielschichtige Einblicke in aktuelle Tendenzen zeitgenössischer Kunstpraxis gibt. Künstler aus Deutschland, Großbritannien, den USA, Japan, Südafrika, Italien, Kroatien und Slowenien sind mit Malerei, Video, Medienkunst, Fotografie, Musik und Hörspiel vertreten.

 

Die Präsentation der Ausstellung nimmt das Thema Sicherheit zentral auf und macht es für die Besucher unmittelbar erfahrbar. In den Ausstellungssälen der Akademie sind nur die Projektionen der Werke zu sehen, die mit moderner Überwachungstechnik aus den gesicherten Untergeschossen des Gebäudes übertragen werden. Der Besucher hat die Wahl: Die Säle stehen für einen geringen Eintrittspreis offen. Der Zugang zu den Originalen ist nur im Rahmen einer begleiteten Tour möglich.

 

Beteiligte Künstler sind u.a. Christina Zück; Zahid Hussein; Gunter Rambow; Hans-Werner Kroesinger; Heidi Specker; Jonathan Barnbrook; Jörg Möller; Klaus Staeck & REMOTEWORDS; Korpys / Löffler; Lars Vaupel; Lillevan & Zaji Chalem; Moritz ®; Oliver Kunkel; Neville Brody; Omar Vulpinari; Peter Kennard & Cat Picton Phillipps; Richard DeDomenici; Steve Goodman aka Kode9 & Toby Heys; Thomas Heise.

 

Antragsteller/in Akademie der Künste, Berlin

Veranstaltungstermin 24. Januar bis 22. März 2009

Veranstaltungsort Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte, Tel. (030) 200 57-1000

Förderbetrag 180.000 €

Kooperationen Zeughaus Kino, Berlin

Internetseiten www.adk.de/embedded_art

Pressestimmen

Angelika Schneider-von Maydell Freistoß aus der Reihe: Desasters, 2008 © Angelika Schneider-von Maydell 2008

Yuko Shimizu Ohne Titel © Yuko Shimizu 2008

Peter Kennard & Cat Picton Phillipps Control Room, 2006 © Peter Kennard & Cat Picton Phillipps 2008

HACK.Fem.EAST. Frauen, Technologie und Netzwerke in Osteuropa

HACK.Fem.EAST

Frauen, Technologie & Netzwerke in Osteuropa

Ein Projekt von Tatiana Bazzichelli und Gaia Novati gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und mit freundlicher Unterstützung des Institutes für Auslandsbeziehungen.

Eröffnung: Freitag, den 09. Mai, ab 19.00 Uhr: Begrüßung Sigrid Klebba, Bezirksstadträtin für Bildung und Kultur Friedrichshain-Kreuzberg

 

Öffnungszeiten: täglich 12.oo bis 19.oo Uhr

 

HACK.Fem.EAST ist ein Ausstellungsprojekt, das experimentelle und künstlerische Praktiken von osteuropäischen AktivistInnen und KünstlerInnen vorstellt, die in digitalen Netzwerken zusammengeschlossen sind. Die Hauptthemen der Ausstellung sind Medien, Kunst und Hacking. Die Hauptprotagonisten sind Frauen oder Projekte, in denen Frauen eine wichtige Rolle spielen.

Ziel des Ausstellungsprojekts ist es, eine Netzwerk-Plattform zu bilden und weiterzuentwickeln. Dies geschieht durch fünf Elemente: die Ausstellung, die Eröffnungsveranstaltung, eine Konferenz, eine Veröffentlichung in Zeitungsformat und eine Webseite.

In den 14 Räumen des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien entwickeln alle beteiligten KünstlerInnen und AktivistInnen, von einander unabhängig und zugleich als Teil des gebildeten Netzwerkes, ihre jeweiligen Konzepte.

Im Mittelpunkt des Projekts HACK.Fem.EAST stehen bereits existierende Netzwerke aus zwölf Ländern Osteuropas. Sie bilden die Basis der Ausstellung. Ihre Arbeiten, Strategien und Ziele zeigen sie in Form von Video- und Computerinstallationen, Dokumentationen oder Präsentationen. Das Ergebnis ist ein "Netzwerk der Netzwerke".

Eine zweitägige Konferenz am 10. und 11. Mai soll zu Beginn des Projekts Fäden und Netzwerke verknüpfen und die Sicht von Frauen auf das osteuropäische Kulturszenario zur Sprache bringen. Die Konferenz möchte ein Forum bieten, um politische Strategien voran zu treiben, die auf radikalen Interventionen basieren. Ziel ist es, die Organisation von Medienfestivals, Medien- und Netzkunst-Projekten, Performances, Netzwerk-Plattformen, Softwareentwicklung und künstlerischem Coding zu fördern.

Am Tag der Eröffnung werden in einer Zeitungsbeilage weitere Informationen zur Ausstellung publiziert. Als integraler Bestandteil des Projekts bietet die Webseite www.hackfemeast.org mit einer fortlaufend aktualisierten und offenen Präsentation des Stands der einzelnen Projektbeiträge Gelegenheit zu deren Diskussion.

 

TeilnehmerInnen: Gaby Bila-Gunther (RO/DE) in Netzwerk mit: Darina Alster (CZ), Pavla Jonssonova (CZ), Albana Kozeli (AL), Elsa Martini (AL), Ioana Morpurgo (RO), Eva Parcher (SI), Kateřina Rudčenková (CZ), Zora Stančič (SI), Lucia Udvardyova (CZ), Petra Vargova (CZ); Dunja Kukovec (SI) und Katja Kobolt (SI) in Netzwerk mit: Helena Božič (SI), Anetta Mona Chisa (RO/CZ), Kitch (SI), Lala Raščić (HR), Tina Smrekar (SI), Son:DA (SI), Starke (BA), Lucia Tkacova (SK), Kanak Attak (DE), FAQ Network (Balkans); Andreea Carnu (RO) und Joanne Richardson (RO/DE) in Netzwerk mit: DMedia (RO), Ladyfest RO, Indymedia RO; Alla Georgieva (UA/BG), Marina Gržinić (SI), Ana Hoffner (RS/DE), Janez Janša (SI), Anna Krenz (PL/DE), Erika Katalina Pasztor (HU), Polonca Lovšin (SI), Nada Prlja (MK/UK), Boryana Rossa (BG), Selena Savić (RS/NL), Zvonka Simčič (SI), Mare Tralla (EE/UK), Miss Information und ihre Telekommunisten (NET).

 

Kontakt

Netzwerkerinnen: Tatiana Bazzichelli und Gaia Novati

info@hackfemeast.org / www.hackfemeast.org

 

Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Tel.: (030) 90298-1455. Fax: -1453

bethanien@kunstraumkreuzberg.de, www.kunstraumkreuzberg.de

Leitung: Stéphane Bauer, Tel.: (030) 90298- 1455

Antragsteller/in Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg – Kunstraum Kreuzberg

Veranstaltungstermin Freitag, 9. Mai 2008 – Eröffnung 19.00 - Begrüßung: Sigrid Klebba, Bezirksstadträtin für Bildung und Kultur Friedrichshain-Kreuzberg 19.30 - Dobrodošli / Welcome / Willkommen (Performance), Leila Čmajčanin (BA). Humour Works 19.30 - Down to Earth (Performance) Jana Prepeluh (SI), Humour Works 20.00 - Karasssuite (Performance) Ana Filip (RO/SK) und Barbara Huber (AT/SK) 21.00 - From Tea Lady Into a Sexfly (Electro / Spoken Word Performance), Lady Gaby (RO/DE) 22.00 - DJ Spoma (HR/DE) 23.00 - Lil Bustard & Freak (Performance & DJ Set), Hairstyling in electro tech house rythm (PL) ------------------------------ Samstag, 10. Mai 2008 14.30 - Einführung 15.00 - Linking Balkan (Vortrag/Performance): Ana Hoffner ex-Prvulović (RS/DE) 15.30 - Hacktivism und Kunst in Osteuropa (Panel): Erika Katalina Pasztor (HU), Boryana Rossa (BG), Moderation: Diana McCarty (MX/DE) 17.30 - SS-XXX | Die Frau Helga – The Borghild Project (Rekonstruktion): Janez Janša (SI), Produktion: Aksioma - Institute for Contemporary Art (SI), Co-Produktion: KONTEJNER | bureau of contemporary art praxis (HR) 18.30 - Precarious Lives (Screening): Film von DMedia (RO) 64 min, 2008, Mit Andreea Carnu (RO) und Joanne Richardson (RO/DE) ------------------------------ Sonntag, 11. Mai 2008 11.00 - Einführung 11.15 - Under Construction (Präsentation): Silvina Der-Meguerditchian (AR/DE), Eléonore de Montesquiou (FR/EE/DE), Olga Jürgenson (EE/UK) 12.00 - Gender und Technologie (Panel): Marina Gržinić (SI), Mare Tralla (EE/UK), Moderation: Katja Kobolt (SI) 14.30 - Give to Take, Intellectual Property Agency (Präsentation): Nada Prlja (MK/UK) 16.00 - Aktivismus und Zugänglichkeit von Technologien (Panel): Andreea Carnu (RO), Kyd Campbell (CA), Ana Filip (RO/SK) Moderation: Jasmina Tesanović (RS/USA) 17.30 - Offene Diskussion ------------------------------ HACK.Fem.EAST Radio: 5.-11. Mai 2008 Interviews, Talks und Diskussionen on air - on space, im Kunstraum Kreuzberg /Bethanien. www.hackfemeast.org. Moderation: Valie Djordjević (RS/DE), Diana McCarty (MX/DE), Helena Božič (SI), Katja Kobolt (SI), Dunja Kukovec (SI)

Veranstaltungsort Kunstraum Kreuzberg /Bethanien

Förderbetrag 45.000 €

Kooperationen Unterstützung des Institutes für Auslandsbeziehungen; taz die tageszeitung.

Internetseiten www.hackfemeast.orgwww.kunstraumkreuzberg.de

Marina Gržinić, Aina Smid, Obsession, Slovenia, Video 2008.

Leonard Freed - Weltanschauung

Fotografie war für Leonard Freed ein Mittel, um die Welt besser zu verstehen. Im Fokus seiner ruhigen und respektvollen Langzeitstudien standen nicht Katastrophen oder Berühmtheiten, sondern alltägliche Situationen, sensible Porträts von Menschen in ihrem individuellen gesellschaftlichen Umfeld.

 

Leonard Freed, 1929 in New York geboren, stammte aus einer Familie jüdischer Einwanderer aus Osteuropa. Er studierte Malerei, Grafik und Fotografie und arbeitete seit den späten 1950er Jahren als freier Fotograf. Im Auftrag aller großen internationalen Magazine dokumentierte er das Leben im Nachkriegsdeutschland, insbesondere auch das neue Leben der Jüdischen Gemeinschaft. Freed, der seit 1972 Vollmitglied bei der Agentur Magnum war, bezeichnete sich selbst jedoch nicht als Journalist, sondern als Autor. C/O Berlin präsentiert erstmalig und als einzige Station in Deutschland das Werk eines der wichtigsten Dokumentaristen des 20. Jahrhunderts.

 

Die Retrospektive umfasst 230

Schwarz-Weiss-Bilder, von denen zahlreiche Aufnahmen Ikonen der Fotografiegeschichte

geworden sind. Zur Ausstellung organisiert C/O Berlin zu den Themen Nachkriegsdeutschland

und Judentum ein umfassendes Begleitprogramm mit Vorträgen, Lesungen, Diskussionen

und speziellen Workshops für Kinder und Jugendliche.

Antragsteller/in C/O Berlin

Veranstaltungstermin 19. Juli bis 5. Oktober 2008

Veranstaltungsort C/O Berlin

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Magnum Photos, musée de l'Elysée Lausanne, fotomuseum den haag, Jüdisches Museum Berlin, Dinamix, Hotel Bogota, Big Blue, zitty, die tageszeitung, radio eins

Internetseiten www.co-berlin.com

Israel, 1972, Jerusalem, Hassidic Jews celebrating

West Germany, 1954, Cologne,Carnival Crowd

West Germany, 1965, Cologne

Auszug: West Germany, 1965, Cologne

Man Ray. Unbekümmert aber nicht gleichgültig

„Unconcerned But Not Indifferent“ (Unbekümmert, aber nicht gleichgültig) lautet die Inschrift auf Man Rays Grabstein, die für den Titel der Ausstellung gewählt wurde. Mit über 300 Stücke ist sie die erste ihrer Art, die Man Rays künstlerische Arbeiten mit den Gegenständen und Bildern in Beziehung setzt, aus denen er seine Inspiration schöpfte – seine Melone und seinen Spazierstock, Gegenstände aus den Regalen seines Studios in der Rue de Ferou in Paris, seine Sammlung erotischer Fotografien und Objekte, die er für seine bekannten Rayografien verwendete.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Entwicklung zahlreicher Motive und zeigt Man Rays gelegentliche Nutzung fotografischen Materials für Gemälde und Grafiken.

Antragsteller/in Berliner Festspiele

Veranstaltungstermin 13. Juni 2008 bis 18.August 2008

Veranstaltungsort Martin-Gropius-Bau

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen Berliner Festspiele in Kooperation mit La Fábrica und Man Ray Trust, New York. Kuratoren: Noriko Fuku und John Jacob . Ermöglicht durch den Hauptstadtkulturfonds Gefördert durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes.

Internetseiten www.gropiusbau.de

Noire et Blanche, 1936 © Man Ray Trust, Paris / VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Kleiderständer, 1920 © Man Ray Trust, Paris / VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Naqsh-Einblicke in Gender und Rollenbilder in Iran

In den weltweit geführten Debatten über islamisch geprägte Gesellschaften rückt derzeit die Auseinandersetzung über das Verhältnis der Geschlechter zueinander in den Vordergrund; selten besteht die Gelegenheit, Projektionen und Realitäten kritisch abzuwägen. Die Ausstellung Naqsh – Einblicke in Gender und Rollenbilder in Iran soll eben diese differenzierte Darstellung des Themenfeldes am Beispiel Iran und der im Lande stattfindenden Debatte mit ihren Besonderheiten und Widersprüchen präsentieren.

Das Thema Gender, Feminismus und Islam wird auf zwei Ebenen behandelt: in wissenschaftlicher Dokumentation und künstlerischer Umsetzung. Gezeigt werden Kunstwerke von iranischen Künstlern und Künstlerinnen sowie einer Deutschen mit einem iranischen Elternteil, die sich in verschiedenen Medien mit Konstruktionen von Geschlechtsidentitäten befassen. Der dokumentarische Teil besteht aus Audio- und Videointerviews aus Iran und der Diaspora, in denen Repräsentantinnen des säkularen und islamischen Feminismus und ein transsexueller Mann neben Wissenschaftlern und Aktivistinnen zu Wort kommen.

 

Beteiligte Künstler_innen

 

Bita Fayyazi

Parastou Forouhar

Alireza Ghandchi

Shirin Homann-Saadat

Ahmad Morshedloo

Neda Razavipour

Maryam Salour

 

Interviewpartner_innen (Audio)

 

Mansoureh Shojaee

Dr. Elaheh Kolaee

Maziar Gilani

 

Interviewpartner_innen (Video)

 

Dr. Mehrdad Darvishpour

Dr. Shahin Navai

Roja Bandari

 

 

Medienpartner: Deutschlandradio Kultur

 

 

 

Begleitveranstaltungen:

 

ifa Galerie Berlin

Moving Naqsh

Lange Nacht der iranischen Film- und Videokunst

17. Juli 2008

 

Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin

Podiumsdiskussion

05. September 2008

 

 

Präsentiert von:

Museum für Islamische Kunst/ Pergamonmuseum Berlin

ifa Galerie Berlin

Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin

 

Gefördert durch:

Hauptstadtkulturfonds

Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin

 

Unterstütz von:

Alice-Salomon-Hochschule Berlin

 

 

Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiger Katalog (Deutsch/Englisch).

 

 

Antragsteller/in Melanie Nazmy-Ghandchi

Veranstaltungstermin 10. Juli bis 7. September 2008

Veranstaltungsort Museum für Islamische Kunst/ Pergamonmuseum Berlin

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin ifa Galerie Berlin/ Institut für Auslandsbeziehungen e.V.

Internetseiten www.naqsh.de

Peter Ablinger- Hören Hören

 

Die Ausstellung "Hören hören" stellt den österreichischen Komponisten und Klangkünstler Peter Ablinger erstmals im Kunstkontext vor und gibt Einblick in sein Gesamtschaffen zwischen 1992 und 2008. Seine Arbeiten werden in der Ausstellung von einzelnen Gemälden des in Berlin lebenden Leipziger Künstlers Daniel Biesold ergänzt. Das Werk des 1959 geborenen Ablinger thematisiert das Verhältnis von Klangereignis und dessen Abbildung zwischen Mimesis und Rauschen. Raumsituationen verweisen auf das Hören im Sinne von akustischer Fotografie. Die Besucher treffen auf sprechende Klaviere, das Rauschen eines künstlichen Wasserfalls, auf E-Dur gestimmte Schneckenhäuser sowie die (un-)scharfen Unterschiede zwischen Natur- und Zivilisationsgeräuschen.

 

Im Außenbereich des Hauses werden Hörstücke aus dem Zyklus "WEISS/WEISSLICH" zu erleben sein, die seit Mitte der 90er Jahre entstehen. Über Kopfhörer, die mit aufmontierten Mikrophonen versehen sind, wird der Besucher Geräusche der Umwelt neu wahrnehmen. Er wird an einer Schilfpflanzung den harschen Ton der Pflanze im Gegensatz zum weichen Rauschen der Bäume hören oder auf einer offenen Terrasse wie in einem Konzertsaal Platz nehmen und dem üblicherweise überhörten Alltag lauschen: Straßenverkehr, Vögel, Sprache, Baugeräte. Aneinandergereiht entstehen "Klangphotographien", wobei sehr schnell deutlich wird, dass der Ausschnitt eines Naturklanges schwerer zuzuordnen ist als ein visueller Ausschnitt auf einer Fotografie. Das Hörbewusstsein ist meist nicht ausreichend geschult, um diese Eindrücke erkennend wahrzunehmen.

 

Im Inneren des Hauses am Waldsee werden die Motive Rauschen, Raumwahrnehmung und Sprache wieder aufgegriffen und weiter verdichtet. So lässt etwa in "A letter from Schoenberg" ein computergesteuertes Klavier auf spektakuläre Weise die Stimme Arnold Schönbergs auferstehen. Auch im Obergeschoss des Hauses wird der Besucher aktiv in die Hörinstallationen einbezogen. Der Rundgang wird zum erkennenden Erlebnis einer Hörwelt, die üblicherweise überhört wird.

 

Das Werk des Komponisten trifft in der Ausstellung auf die weißen Bilder von Daniel Biesold. 1964 in Leipzig geboren, hat Biesold an den Akademien in Hamburg und Frankfurt/Main studiert. Wie Ablinger ist Biesold ein glühender Verehrer der minimalistischen Malerin Agnes Martin (1912 – 2004). Beide nennen die große Amerikanerin als entscheidende Referenz für ihr Werk. Die Begegnung des visuellen Komponisten und des akustischen Malers wird in der Ausstellung zum Experiment.

 

Antragsteller/in Haus am Waldsee

Veranstaltungstermin 21. Juni bis 03. August 2008

Veranstaltungsort Haus am Waldsee

Förderbetrag 38.000 €

Kooperationen Österreichisches Bundesminesterium für Unterricht, Kunst und Kultur; Österreichische Botschaft Berlin; Österreichisches Kulturforum; Bezirksamt Steglitz- Zehlendorf von Berlin- Kultur- und Bibliotheksamt, FB Kultur; Freunde und Förderer des Hauses am Waldsee e.V.; taz - die Tageszeitung; Neue Zeitschrift für Musik; RBB Kulturradio; Positionen - Beiträge zur neuen Musik

Internetseiten www.hausamwaldsee.de

Peter Ablinger Foto: Siegrid Ablinger

Peter Ablinger Foto: Siegrid Ablinger

Siemens Plania - Dong Xuan

“Von Siemens-Plania zu Dong Xuang"

Eine Industriedokumentation- und Installation aus Lichtenberg vor 1989, nach 1989

Fotografie – Originalton – Film und Ausstellung

 

Peter Badel und Holger Herschel filmen und fotografieren in Berlin-Lichtenberg Abriss, Um- und Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Industriekohlenherstellers Siemens-Plania, des späteren VEB Elektrokohle Lichtenberg und heutigen Dong Xuan Centers.

 

In der Ofenhalle, deren industrielles Innenleben zurzeit vollständig durch Umweltsanierung verschwindet, beobachteten in den fünfziger Jahren ein schmaler Mann und seine damalige Freundin, wie mit mattgelben Schamottsteinen eine jener 6 Meter tiefen Gruben des Ringofens ummauert wurde. Inge und Heiner Müller setzten damit eine von Bertolt Brecht begonnene Arbeit fort, der sich seit 1949 mit dem Ofenmaurer Hans Garbe beschäftigte.

 

Hans Garbe war Normbrecher und Aktivist, flog aus der Partei, trat wieder ein, ging am 17. Juni 1953 mit seinen Auszeichnungen unter die Arbeiter und wurde als einer von ihnen akzeptiert und geschützt. Der außergewöhnliche Maurer verließ das EKL und wurde Gewerkschaftsfunktionär. Peter Badel und Holger Herschel sprachen mit der 93-jährigen Witwe Erika Garbe und nahmen Kontakt auf zu Darstellern aus Inszenierungen des „Lohndrückers“.

 

Das Vorhaben von Peter Badel und Holger Herschel visualisiert den Übergang von der Arbeit in der Industriegesellschaft zur Beschäftigung in der Dienstleistungsgesellschaft, der Arbeiterinnen und Arbeiter, wie wir sie kennen, nutzlos macht. Ein Gegenwartsprozess, der in seiner Anziehungskraft und Sprunghaftigkeit in diesem Projekt erfahrbar wird. Insgesamt begleiten Peter Badel und Holger Herschel mit traditioneller analoger Film- und Fototechnik sowie mit digitaler Video- und Tontechnik über ein Jahr diesen Prozess. Bis Ende 2008 werden die Arbeiten abgeschlossen sein. Bis Mitte Februar 2009 erarbeiten Peter Badel und Holger Herschel eine umfassende Ausstellung und Film/Video-Collage als Verbindung von Kunst, Dokument und Alltagskultur im Museum Lichtenberg. Das Museum möchte Teile dieser Arbeit darüber hinaus für weitere Monate in seiner Dauerausstellung präsentieren.

Antragsteller/in Internationale Heiner Müller Gesellschaft

Veranstaltungstermin 20. März bis 22. Mai 2009

Veranstaltungsort Museum Lichtenberg, Türschmidtstr. 24, 10317 Berlin

Förderbetrag 25.000 €

Kooperationen Kunst- und Kulturamt Lichtenberg, Museum Lichtenberg im Stadthaus

Internetseiten www.museum-lichten...de/11.0.html

Foto: Peter Badel, Holger Herschel

Signs of the City - Metropolis Speaking

Die Großstadt ist ein Meer der Zeichen. Moderne Menschen, Großstädter zumal, sind umgeben von einer Kultur funkelnder Zeichen und bunter Bilder: kommerzielle und politische Plakate, private Botschaften, spontanes Gekritzel, bombastische Graffiti und penetrante Werbung. Reglements und urbane Sprechblasen suchen ihre Adressaten.

 

In einer spielerischen Szenerie dokumentiert die Ausstellung „Signs of the City – Metropolis Speaking“ die künstlerische Auseinandersetzung mit der urbanen Zeichenwelt europäischer Großstädte.

Die Ausstellung lässt den Besucher diese Zeichen in konzentrierter Form erleben, tritt in den Dialog und fordert ihn auf zur Reflexion über die eigene Stadt, seine Wahrnehmung und allgegenwärtige Aufforderung zur Kommunikation. Während seiner Entdeckungsreise durch das urbane Setting wird der Besucher ganz spielerisch Teil des interaktiven Forschungsprozesses nach den Unterschiedenen und Gemeinsamkeiten urbaner Zeichenwelten.

 

Die Ausstellung zeigt die Resultate des europäischen Jugendkunstprojektes „Signs of the City – Metropolis Speaking“. Ein Jahr lang arbeiteten rund 300 Jugendliche und junge Erwachsene in den europäischen Metropolen Barcelona, Berlin, London und Sofia gemeinsam mit 28 Künstlern an der Archivierung der urbanen Zeichen ihrer Städte. In individuellen Workshops erkundeten die Teilnehmer, angeleitet und begleitet durch engagierte Medien- und Fotokünstler, mit Hilfe von Digitalkameras und GPS-Receivern die Zeichenwelten ihrer Städte und dokumentierten so in den Bildern ihr persönliches urbanes Lebensumfeld.

 

Die Ergebnisse sind auf der eigens entwickelten Bilderdatenbank www.citipix.net im Internet publiziert. Hier sind alle Fotografien mit Hilfe einer Suchmaschine miteinander kombinierbar und können von allen Besuchern eingesehen werden.

 

In der Recherchearbeit und in einem umfangreichem Austauschprogramm der Teilnehmer und der Künstler hat sich ein fruchtbarer Dialog über künstlerisch-methodische Ansätze und lokal-spezifische Voraussetzungen entwickelt. So bilden die einzelnen Projektteile von „Signs of the City – Metropolis Speaking“ in ihrem Zusammenspiel ein Grenzen überschreitendes Gesamtkunstwerk, das renommierte Institutionen der Zeitgenössischen Kunst, Medientrainingszentren, Jugendkunsteinrichtungen und akademische Institutionen miteinander in Beziehung setzt: mittels innovativen Möglichkeiten der Datenverarbeitung werden die vier Städte visuell miteinander verwoben, so dass ein nie gesehenes, junges Bild der europäischen Stadt entsteht.

 

 

www.citipix.net

www.urbandialogues.de

www.hkw.de

Antragsteller/in urban dialogues

Veranstaltungstermin 26. bis 2. November 2008 täglich außer montags von 12 bis 20 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr

Veranstaltungsort Haus der Kulturen der Welt

Förderbetrag 30.000 € = 2007 75.000 € = 2008

Kooperationen Das Projekt „Signs of the City – Metropolis Speaking“ geht auf die Initiative des Berliner Stadtkunstvereins urban dialogues zurück und wird in Kooperation mit verschiedenen europäischen Institutionen der zeitgenössischen Kunst, Medientrainingszentren, Jugendkunsteinrichtungen und akademischen Partnern realisiert: Watermans London, Hangar und Artibarri Barcelona, Atelier for Free Associations und House of Cinema Sofia sowie dem Haus der Kulturen der Welt Berlin. In Berlin wird das Projekt in Kooperation mit Next Interkulturelle Projekte realisiert. Es wird vom Centre for Urban and Community Research am Goldsmiths College University of London wissenschaftlich begleitet.

Internetseiten www.citipix.netwww.urbandialogues.dewww.hkw.de

Turkish Delight

TURKISH DELIGHT

 

Die neue Sonderausstellung im Pergamonmuseum - Museumsinsel Berlin /

Museum für Islamische Kunst zeigt vom 16. Mai bis 29. Juni 2008 zeitgenössisches Design aus der Türkei.

 

Türkische Motive haben seit Jahrhunderten Kunst und Kunsthandwerk in Europa angeregt. Daran knüpft jetzt eine Auswahl von 80 Objekten international bekannter Designer aus der Türkei an. Die elf Künstler verschiedener Generationen haben eines gemeinsam: Sie verschmelzen tief in der osmanisch-türkischen Kunsttradition verankerten Überlieferungen mit modernen Funktionsformen. Dabei ist die Interpretation historischer Motive und Konzepte nie aufdringlich oder allein „regionaltypisch“, sondern verschafft den Objekten einen zusätzlichen Reiz.

 

„Die historischen Objekte der Museumssammlung in Verbindung mit neuen ästhetischen Normen zu erleben ist sicherlich eine Herausforderung - das wird ein ganz neues Museumspublikum ansprechen“, erklärt Güven Günaltay. Der in Berlin lebende Ausstellungskurator studierte Produktdesign und Designmanagement an der TU Istanbul und an der Universität der Künste Berlin.

 

Die während des DMY INTERNATIONAL DESIGN FESTIVAL stattfi ndende Ausstellung „Turkish Delight“ ist die erste ihrer Art in Europa. Die Kollektion wird auf ca. 650 qm, in fünf Räumen des Museums für Islamische Kunst Berlin präsentiert und beinhaltet Keramik, Glas, Mode, Schmuck und Möbel.

 

Zur Ausstellung erscheint ein dreisprachiger Katalog (Deutsch/Türkisch/Englisch).

 

Turkish Delight im Pergamonmuseum - Museumsinsel Berlin/ Museum für Islamische Kunst

 

16.05. – 29.06.2008

 

Eintritt und Öffnungszeiten

12,- €, ermäßigt 6,- €

Mo-So 10-18 Uhr, Do 10-22 Uhr

 

Führungen

Öffentliche Führungen mit dem Kurator

22., 29.,Mai, 05., 12., 19., 26. Juni 2008, jeweils 19.00 Uhr

Sonderführungen mit dem Kurator nach Vereinbarung

 

Katalog

130 Seiten, 18,00 €

 

Antragsteller/in Güven Günaltay

Veranstaltungstermin 15. bis 29. Juni 2008

Veranstaltungsort Museum für Islamische Kunst / Pergamonmuseum Berlin

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Projektträger Pfefferwerk Stadtkultur e.V. Kooperationspartner Museum für Islamische Kunst Berlin, Career & Transfer Service Center der UdK Berlin DMY International Design Festival Förderer Hauptstadtkulturfonds Berlin Garanti Bank Türkei

Internetseiten www.exhibition-tur...hdelight.com

Hauptmotiv: Tigris Alev Ebüzziya Siesbye, 2006 Karaffe / sürahi / decanter Glas / cam / glass Paşabahçe - Koleksiyon h: 19,5 cm Ø: 17,7 / 5 cm © Koleksiyon Mobilya A.S.

Eastmeetswest Erdem Akan, 2003 Teeglas / çay bardağı / tea glass Glas / cam / glass Maybedesign h: 10,5 cm Ø: 6,5 cm Foto: Bora Hirsova © Maybedesign

Fescap Erdem Akan, 2007 Hut / şapka / hat Filz / keçe / felt Maybedesign h: 15 cm Ø: 20 cm Foto: Serdar Samli © Maybedesign

Verraten und verkauft. Jüdische Unternehmen in Berlin 1933-1945

 

 

 

27. März bis 19. Juni 2009

Landesarchiv Berlin, Eichborndamm 115-121, 13403 Berlin

 

Spätestens ab 1933 waren jüdische Gewerbeunternehmen in Berlin von der nationalsozialistischen Verfolgung bedroht. Systematisch wurden Waren- und Dienstleistungsströme behindert, Interessensvertretungen und die Industrie- und Handelskammer „gleichgeschaltet“. Schon im Umfeld des Boykotts vom 1. April 1933 kam es in Berlin zu gewalttätigen Ausschreitungen, deren schrecklicher Höhepunkt die „Köpenicker Blutwoche“ war. Weitere zum Teil pogromähnliche Ausschreitungen gab es in Berlin im Sommer 1935 und im Juni 1938. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden systematisch Tausende jüdische Unternehmen vernichtet. SS, SA und ihre Helfer zerstörten in der Nacht nicht nur die Schaufensterscheiben, sondern ganze Inneneinrichtungen und Lagerbestände, häufig auch Geschäftsunterlagen. Nach dem Pogrom wurde Juden der Betrieb von Einzelhandelsgeschäften und Handwerksunternehmen sowie das Anbieten von Waren und Dienstleistungen per Verordnung verboten. Sämtliche jüdische Unternehmen in Berlin wurden schließlich bis 1945 liquidiert oder an Nicht-Juden übertragen.

 

Im feindlicher werdenden Umfeld entwickelten die jüdischen Unternehmer unterschiedliche Überlebensstrategien. Einige versuchten auf dem Rechtsweg gegen die ungerechte Behandlung vorzugehen. Andere versuchten bestimmte Marktnischen zu besetzen oder die Auslandskontakte zu verstärken, um als Devisenbringer geschützt zu sein und um sich einen Rückzugsweg zu sichern. Viele richteten sich nun erstmals explizit an ein jüdisches Publikum und warben in jüdischen Gemeindeblättern. Die Vielzahl der Gegenstrategien korrespondierte mit der Vielzahl jüdischen Gewerbetreibens in Berlin.

 

In der Ausstellung werden exemplarische Verläufe der Entrechtung und Existenzvernichtung der jüdischen Betriebe anhand der Geschichte von sechzehn fast vergessenen Berliner Unternehmen und ihren Eigentümern nachvollzogen.

 

Die Ausstellung, die bereits im Herbst 2008 im Foyer des HU-Hauptgebäudes präsentiert wurde (und dort seinerzeit im Rahmen einer Schülerdemonstration zerstört und dann wiederhergestellt wurde), wird im Landesarchiv nun - ergänzt um Vitrinen mit Aktenbeständen zu einzelnen Unternehmen - erneut gezeigt.

Antragsteller/in Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 28. November 2012 bis 10. Februar 2013

Veranstaltungsort Galerie Schwartzsche Villa, Grunewaldstraße 35, Berlin-Steglitz

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Eine Kooperation des Aktiven Museums Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. und des Forschungsprojektes 'Ausgrenzungsprozesse und Überlebensstrategien. Kleine und mittlere jüdische Gewerbeunternehmen in Berlin 1930/31-1945' am Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin

Internetseiten www.aktives-museum.de

Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der Juden aus der Oper 1933 bis 1945

Die Staatsoper Unter den Linden zeigt zusammen mit dem Centrum Judaicum und Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. die 2006 erstmals in Hamburg präsentierte Ausstellung „Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der ‚Juden’ aus der Oper 1933 bis 1945“ vom 18. Mai bis 4. Juli 2008 auch in Berlin.

Die im Auftrag des Hamburger Abendblatts und der Hamburgischen Staatsoper produzierte, von der Axel-Springer-Stiftung unterstützte und von dem Historiker Hannes Heer, dem Musikjournalisten Jürgen Kesting und dem Gestalter Peter Schmidt realisierte Ausstellung widmet sich einem kaum untersuchten Kapitel aus der Nazizeit – der Säuberung der deutschen Opernhäuser. Die aus zwei Teilen – einem überregionalen und einem lokalen Teil – bestehende Ausstellung erzählt zum einen das Schicksal von 44 prominenten Komponisten, Dirigenten, Intendanten, Sängerinnen und Sängern, die Opfer der rassistischen Musikpolitik des Dritten Reiches wurden. Die meisten waren jüdischer Herkunft. Aber auch nichtjüdische Künstler wurden aus politischen Gründen, als Ausländer oder als Vertreter einer entarteten Kunst vertrieben. Einige Künstler gingen auch aus Protest ins Exil. Dieser überregionale Ausstellungsteil wird im Centrum Judaicum präsentiert. Zum anderen liefert die Ausstellung eine Fallstudie über die Geschichte der Staatsoper Unter den Linden und deren verfolgte Ensemblemitglieder. Dieser Blick von unten rückt auch das Schicksal der weniger Prominenten ins Licht – der Mitglieder von Chor und Orchester, der Bühnenarbeiter, Handwerker und Angestellten. An der Staatsoper war der Anteil jüdischer und ausländischer Ensemblemitglieder besonders hoch: Eine Liste vom Herbst 1932 nannte eine Zahl von 41 Solisten. Da das Haus aber seiner herausragenden künstlerischen Bedeutung wegen vom Regime als internationale Kulturfassade benötigt wurde, erfolgten die Säuberungen im Unterschied zu anderen Opernhäusern eher schrittweise und mit vielen Sonderregelungen. Dieser Teil der Ausstellung wird im Apollo-Saal der Staatsoper gezeigt.

Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog und eine vierteilige CD-Edition mit Musikbeispielen. Für Schulen liegen Unterrichtsmaterialien vor. Ein wissenschaftliches und künstlerisches Begleitprogramm, das die oben genannten Träger, die Fakultät Musik der Universität der Künste und das Musikwissenschaftliche Seminar der Humboldt-Universität

organisieren, wird die Ausstellung ergänzen. Als Medienpartner wird die Berliner Morgenpost regelmäßig über die Ausstellung berichten. Der Zentralrat der Juden unterstützt das Ausstellungsprojekt. Die Berliner Version wird vom Hauptstadtkulturfonds, der Berliner Morgenpost und dem Hamburger Abendblatt gefördert.

 

Antragsteller/in Gegen Vergessen - Für Demokratie

Veranstaltungstermin 18. Mai bis 4. Juli 2008

Veranstaltungsort Staatsoper Unter den Linden und Centrum Judaicum

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen Staatsoper Unter den Linden Centrum Judaicum Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. Universität der Künste Humboldt-Universität Berlin Deutsches Historisches Museum

Internetseiten www.gegen-vergessen.de

»Es brennt!« Antijüdischer Terror im November 1938

2008 jährt sich zum siebzigsten Mal der antijüdische Terror der Nationalsozialisten von November 1938. Die Ausstellung ›Es brennt!‹ Antijüdischer Terror im November 1938 wird bisher wenig bekannte Fotografien von 1938 und 1939 zeigen. Darunter befinden sich Aufnahmen, die als Beweismittel in Justizverfahren der Nachkriegszeit

dienten. Sie verdeutlichen das Ausmaß der Gewalt und öffentlichen Demütigung der Juden im Deutschen Reich. Die Ausstellung nimmt auch Bezug auf den Raum, in dem sie gezeigt wird. Die Vorhalle der Neuen Synagoge war der Ort der Begegnung und des Austausches der Gläubigen vor und nach den Gottesdiensten. Die Ausstellung bringt hier – im übertragenen Sinn – ihre Stimmen erneut zu Gehör: Audiostationen präsentieren frühe biografische Zeugnisse der Erfahrungen deutscher Juden im November 1938.

Antragsteller/in Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Veranstaltungstermin 7. November 2008 bis 1. März 2009

Veranstaltungsort Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Förderbetrag 55.000 €

Kooperationen Stiftung Topographie des Terrors, Stiftung Neue Synagoge – Centrum Judaicum

Internetseiten www.stiftung-denkmal.de

Pressestimmen

Berlin-Charlottenburg, Fasanenstraße 79/80, 10. November 1938: Das zwischen 1910 und 1912 errichtete Gotteshaus bot 2 000 Gläubigen Platz. Um 1930 unterhielt die Jüdische Gemeinde zu Berlin sechs weitere liberale und vier orthodoxe Synagogen. Insgesamt lebten zu dieser Zeit etwa 175 000 Juden in der Reichshauptstadt. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge Fasanenstraße in Brand gesteckt. Der Fotograf, Kaufmann Werner Herminghaus, lebte im ersten Stock des Hauses Fasanenstraße 18, gegenüber der Synagoge. Sein Sohn Thomas schenkte die Aufnahme 2003 dem Centrum Judaicum. Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum