Begegnungen - 60 Jahre Israel in Berlin

Anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung Israels wird die gegenwärtige Lage des Staates vor dem Hintergrund der von Deutschland ausgehenden historischen Ursachen reflektiert werden. Eine verantwortungsvolle Friedenspolitik im Nahen Osten setzt eine geistige Verständigung voraus, die sich auf Prinzipien von Toleranz und Gerechtigkeit stützt. Ein intellektuelles und künstlerisches Podium in Berlin kann hilfreich sein, von außen auf Verwerfungen zu schauen und Perspektiven aufzuzeigen, wie sie sich in der aktuellen künstlerischen Szene abbilden.

 

Die Veranstaltungsreihe mit Diskussionen, Lesungen, Musik, Theater, Tanzperformance und einer Ausstellung wird auch ein Forum für ein jüngeres Publikum sein, um auf diesem Resonanzboden die aktuelle Problematik israelischer Identität zu spiegeln.

 

Der Kreis der Freunde der Habimah, 1987 von Schauspielern, Schriftstellern und Journalisten im damaligen West-Berlin in Nachfolge des 1933 aufgelösten Habimah-Fördervereins gegründet, bereitet die Reihe für Anfang April vor, um die kulturellen

und persönlichen Bindungen zwischen Berlin und Israel zu vertiefen.

 

Die Gastspiele, Lesungen und Ausstellungen werden in Kooperation mit der Akademie der Künste, den Berliner Festspielen und dem HAU 2 realisiert.

Präsentiert werden aktuelle Arbeiten israelischer Choreografen und Regisseure wie Ohad Naharin (Batsheva Dance Company), Yasmeen Godder und Naomi Yoeli.

Die Eröffnungsveranstaltung findet am Donnerstag den 3.April ab 19 Uhr in der Akademie der Künste am Hanseatenweg statt. Sie wird von Itay Tiran und Smadar Yaaron (beide sind Schauspieler und Musiker) mit einem Rahmenprogramm begleitet.

Die Batsheva Dance Company zählt seit den frühen 1990er Jahren zu den besten und begehrtesten Tanzensembles der Welt. Die 1964 von Martha Graham und Baroness Batsheva De Rothschild gegründete Compagnie wurde mit dem Choreographen Ohad Naharin, der von 1990-2003 auch künstlerischer Leiter des Ensembles war, zu einem Aushängeschild Israels.

Yasmeen Godder beschäftigt sich schonungslos und mit sparsamen Mitteln mit der Deformation des (weiblichen) Körpers. Ohne traumatisierende Ereignisse direkt zu bezeichnen, beschäftigt sie sich in ihren Stücken immer wieder mit ihrer realen Umwelt. Über Bewegung und Musik konstruiert bzw. rekonstruiert sie ein Sperrfeuer der Bilder.

Naomi Yoeli verschränkt in ihrem Stück„Tante Frieda – Das Museum“ unterschiedliche Zeitebenen und Orte miteinander. Die Zuschauer sitzen um den Ort des Geschehens (Laufsteg, Hautcouture Salon und Museum zugleich) und werden in die Geschichte (einer entfernten Verwandten von Naomi Yoeli) mit einbezogen. Die Tante ist als überzeugte Zionistin, Mitte der 20er Jahre, von Wien nach Jerusalem gezogen und hat dort einen Haute Couture Salon eröffnet.

 

In der Ausstellung „One Family“ dokumentiert die Fotografin Vardi Kahana ihre Familie. Alle fotografierten Personen sind entweder Holocaust Überlebende oder deren Nachkommen, die sich in unterschiedlichen Glaubens- und Lebenskonzepten eingerichtet haben. Die Fotos zeigen unterschiedliches Situationen: vom linken Kibbutz Bewohner über den Orthodoxen Juden bis hin zum säkularisierten Juden, der in Europa lebt.

 

Panel: „Stiehlt sich Deutschland aus der Verantwortung – Israel zwischen Trauma und Terror“ mit Herman L. Gremliza, Caroline Fetscher, Gideon Levy, Yehuda Elkana, Joshua Sobol u.a.

 

Antragsteller/in Der Kreis der Freunde der Habimah

Veranstaltungstermin 3. bis 12. April 2008

Veranstaltungsort Akademie der Künste, HAU 2, Berliner Festspiele

Förderbetrag 320.000 €

Kooperationen Die Veranstaltungsreihe wird durch das Außenministerium und die Botschaft des Staates Israel gefördert. BEGEGNUNGEN – 60 Jahre Israel steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesminister des Auswärtigen Amts.

Internetseiten www.habimah-berlin.de

Pressestimmen

Migration im Museum: Narrationen der Vielfalt in Europa

Das Projekt „Migration im Museum: Narrationen der Vielfalt in Europa“ zielt auf einen Dialog von künstlerischer, wissenschaftlicher und musealer Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Migration für die kulturelle Identität Europas. Ausgangspunkt dafür ist eine Serie gefilmter Interviews mit (eingewanderten) Schriftstellern und Filmemachern in zehn europäischen Metropolen (Amsterdam, Athen, Berlin, Istanbul, London, Luxemburg, Madrid, Oslo, Paris, Warschau). Darauf aufbauend wird im Oktober 2008 eine internationale Tagung in sechs Berliner Museen stattfinden, die Schriftsteller und Filmemacher mit Historikern, Museumsfachleuten und Vertretern aus Migrantenorganisationen zusammenführt.

Antragsteller/in Netzwerk Migration in Europa e.V.

Veranstaltungstermin Interviewprojekt: Mai bis September 2008 Internationale Tagung: 23.-25. Oktober 2008

Veranstaltungsort sechs Berliner Museen (Jüdisches Museum; Märkisches Museum; Deutsceh Kinemathek; Museum Neukölln, Kreuzbergmuseum, Jugendmuseum Schöneberg

Förderbetrag 90.000 €

Kooperationen Netzwerk Migration in Europa e.V. in Kooperation mit ICOM Europe (International Council of Museums), Centre de Documentation sur les Migrations Humaines, Dudelange (Luxemburg)

Internetseiten www.network-migrat...workshop2008www.migration-in-m...(ab 09/2008)

Moldova Camping

Moldova Camping

Kunst und Kultur der Republik Moldau

 

Das Projekt „Moldova Camping“ lässt Künstler und Theaterschaffende aus der Republik Moldau ihre Zelte im Berliner HAU (Theater Hebbel am Ufer) aufschlagen - Theater, Kunst und Informationen über ihr Land im Gepäck. Die Künstler repräsentieren ihr Land nicht auf einer großen Bühne, sondern werden in entspannter Camping-Atmosphäre über ihr Land erzählen und mit dem Publikum ins Gespräch kommen. Der Theaterraum verwandelt sich in einen Indoor-Campingplatz, auf dem folgende Programmpunkte präsentiert werden:

 

Grüße aus Transnistrien – szenische Lesung

Die deutsche Autorin Tanja Dückers und die moldauische Dramatikerin Nicoleta Esinencu reisten im April 2008 durch Transnistrien und schrieben uns täglich Postkarten aus einem Land, das es nicht gibt: der im Osten der Republik Moldau gelegene Landesteil hat sich von ihr abgespalten, wird aber international nicht anerkannt. Eine szenische Lesung mit Nina Kronjäger und Astrid Meyerfeldt.

 

Ö.md – Theaterstück

Die international gefeierte Dramatikerin Nicoleta Esinencu ist in ihrer Heimat aufgrund ihrer politisch brisanten Texte umstritten. Tabulos beschreibt sie den Umgang Moldaus mit seiner kommunistischen Vergangenheit und seiner Suche nach einer neuen Positionierung zwischen Russland und der Europäischen Union.

 

Tent Event mit Pavel Braila und dem Kollektiv Fischka – Performances

Der international bekannte Videokünstler Pavel Braila (Chisinau/Berlin) konzipiert für „Moldova Camping“ eine Performance zu Absurditäten und tragikkomischen Alltagsbegebenheiten in der Republik Moldau.

Für „Moldova Camping“ entwickelte das moldauisch-österreichische „Kollektiv Fischka“ die integrative, multimediale, propagandistische, sowjetophile, weltoffene, einnehmende und vereinnahmende Performance „5. Versuch zur Erstellung einer transnistrischen Teilrealität“.

 

Diskurs Dusche – Vorträge

Die Diskurs Duschen beinhalten kurze Vorträge mit Informationen, politischen Fakten und persönlichen Statements von Künstlern, Kuratoren und Intellektuellen aus der Republik Moldau.

 

Moldova Automat – Automatenshop

Der für „Moldova Camping“ eigens entwickelte „Moldova Automat“ bietet Produkte aus Moldau zum Mitnehmen, Verschenken, Erzählen oder Angeben. Bei Geldeinwurf erzählt der „Moldova Automat“ Anekdoten zum Produkt und den Menschen dahinter, weist auf die Besonderheit des Artikels hin, informiert über seinen kulturellen Hintergrund und dessen wirtschaftliche Bedeutung.

Generation Chişinău – filmische Perspektiven aus der Republik Moldau

Das Berliner Festival balkan black box – Film, Kunst und Kultur aus Südosteuropa präsentiert eine Auswahl differenter Perspektiven der jungen Generation Filmschaffender aus der Republik Moldau, im Rahmen eines Langfilmes sowie einer Videolounge mit Kurz- und Experimentalfilmen.

 

Weitere Informationen unter: www.sauerbrey-raabe.de/de/projekt/16/0/0

 

Orte und Termine

8. April 2008: Vorveranstaltungen: Lesung „Grüße aus Transnistrien“, Goethe-Zentrum Iasi

10. April 2008: Vorveranstaltungen: Lesung „Grüße aus Transnistrien“, Goethe-Institut Bukarest

15. Juni 2008: „Moldova Camping“ beim Theaterfestival THEATERFORMEN in Braunschweig

17./18. Juni 2008: „Moldova Camping“ im HAU (Hebbel am Ufer) in Berlin

27. Juni 2008: „Moldova Camping“ am Goethe-Institut Bukarest

 

„Moldova Camping“ ist ein Projekt von Isabel Raabe & Franziska Sauerbrey, büro für kulturelle angelegenheiten, Berlin, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung (im Anschluss an ihr mehrjähriges Projekt „European Borderlands“), dem Goethe-Institut Bukarest/Stabilitätspakt für Südosteuropa – Auswärtiges Amt Berlin, dem Goethe-Zentrum Iasi, dem Mobile European Trailer Theatre (METT), Chisinau, balkan black box und dem Theater Hebbel am Ufer, Berlin. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Moldau.

Das Gastspiel beim Festival THEATERFORMEN in Braunschweig wird durch die Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung ermöglicht.

 

Antragsteller/in sauerbrey I raabe . büro für kulturelle angelegenheiten

Veranstaltungstermin 17. und 18. Juni 2008

Veranstaltungsort HAU (Hebel-am-Ufer), Berlin

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Festival THEATERFORMEN, Braunschweig (Gastspiel am 15. Juni 2008); Goethe-Institut Bukarest/Stabilitätspakt für Südosteuropa - Auswärtiges Amt (Gastspiel am 10. April 2008 und am 27. Juni 2008); Goethe Zentrum Iasi (Gastspiel am 8. April 2008); Allianz Kulturstiftung, Bundeszentrale für politische Bildung

Internetseiten www.sauerbrey-raab...ojekt/16/0/0

Multimediawettbewerb "Nice to meet you - Kulturelle Kollisionen in 100 sec"

"Nice to meet you - Kulturelle Kollisionen in 100 sec"

 

'Nice to meet you - Kulturelle Kollisionen in 100 sec', der Multimediawettbewerb von radiomultikulti und dem Haus der Kulturen der Welt, leistet einen kreativen Beitrag zum Thema interkultureller Dialog, der in Berlin zwar zum Alltag, aber noch lange nicht zur gelebten Selbstverständlichkeit gehört. Was bedeutet eigentlich interkultureller Dialog?

Ein von Politikern geprägter Begriff, der zwar politisch korrekt, aber vollkommen nichts sagend ist? Oder ist er bereits mit Leben gefüllt?

 

Mit dem Multimediawettbewerb sollten Geschichten erzählt werden, die zeigen, dass der interkulturelle Dialog in Berlin längst zum Alltag gehört, dass er konfliktreich und gleichzeitig bereichernd ist; gespickt mit Missverständnissen, Aha-Momenten, Lachen und auch Zorn.

 

Einsendeschluss für Beiträge war der 3. Oktober 2008.

 

Eine prominent besetzte Jury wählte nun die interessantesten, bewegendsten, spannendsten oder witzigsten 100 sec Film bzw. Ton aus.

Eine feierliche Preisverleihung findet am 18.11.2008 im Haus der Kulturen der Welt statt.

Die ersten drei Preise sind mit 3.000,-, 2.000,- und 1.000,- Euro dotiert.

 

 

Antragsteller/in KBB - Haus der Kulturen der Welt und radiomultikulti

Veranstaltungstermin Preisverleihung:18. November 2008 Wettbewerbszeitraum: 5.5.-3.10.2008

Veranstaltungsort Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin

Förderbetrag 45.000 €

Kooperationen rbb Fernsehen Rundfunk Berlin-Brandenburg http://www.rbb-online.de Europäisches Jahr des interkulturellen Dialogs 2008 http://www.interculturaldialogue2008.eu Berliner Technische Kunsthochschule Hochschule für Gestaltung (FH) Bernburger Str. 24-25 10963 Berlin Tel.: 030 - 25 35 86 98 Fax: 030 - 26 94 96 05 e-mail: info@btk-fh.de http://www.btk-fh.de

Internetseiten www.hundertsekunden.de

Pressestimmen