Artur Schnabel - Das wiederentdeckte Klavierquintett

Im Jahre 2001 wurde das Autograph des bis dato verschollenen zirka 45minütigen Klavierquintetts von Artur Schnabel aus den Jahren 1915/16, das bisher nur ein einziges Mal anlässlich der Uraufführung am 2. Januar 1918 öffentlich gespielt wurde, wieder aufgefunden. Es wurde in den Nachlaß Artur Schnabels, der sich seit 2001 im Musikarchiv der Akademie der Künste, Berlin, befindet, integriert. 90 Jahre nach seiner Uraufführung wird dieses exzeptionelle Werk sowie die beiden Liederzyklen opus 11 und opus 14 wieder in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin erklingen. In zeitlicher Nähe zum Konzert schließt sich die CD-Produktion dieser Werke sowie der Klavierstücke opus 15 an.

Antragsteller/in Irmela Roelcke

Veranstaltungstermin 19. April 2008, 20 Uhr

Veranstaltungsort Akademie der Künste, Berlin, Pariser Platz

Förderbetrag 10.000 €

Kooperationen Schnabel Music Foundation Akademie der Künste, Berlin DeutschlandRadio Kultur cpo

Pellegrini-Streichquartett

Sybille Kamphues

Irmela Roelcke

Außenseiter

Außenseiter - drei musikalische Biographien des 20. Jahrhunderts -

Drei Komponisten, die, versteckt, unentdeckt oder bereits wieder vergessen, an den Rändern des Musikbetriebs ein eigenwillig großes Werk geschaffen haben.

Silvestre Revueltas' musikalische Fotografien Mexikos, die enigmatischen, balinesischen Rituale Claude Viviers und Galina Ustwolskajas karge, konzentrierte Gebete werden vom Kammerensemble Neue Musik Berlin unter der Leitung von Roland Kluttig präsentiert. Das Zyklische bei Vivier und Ustwolskaja und das Kaleidoskopische in Revueltas' Schaffen werden durch die Form des Porträtkonzerts noch betont.

Zum Revueltas-Konzert wird das Werk "Sensemayá" von 55 Schülern der Freien Grundschule Pfefferwerk in einer eigenen orchestralen Umsetzung, die unter der Mitwirkung von Roland Kluttig und Musikern des KNM Berlin entstanden ist, aufgeführt.

Antragsteller/in Roland Kluttig

Veranstaltungstermin 27. November 2008 4. Juli, 24. September

Veranstaltungsort Radialsystem V

Förderbetrag 115.000 €

Kooperationen Wiederholungskonzert des Ustwolskaja Projekts in der Laeiszhalle Hamburg, Revueltas Sendung auf RBB Kultur, RBB Kultur - Trailer zur Konzertreihe

Internetseiten www.radialsystem.dewww.kammerensemble.dewww.rolandkluttig.de

Pressestimmen

BRAUN light

LOSE COMBO feat. Trio Nexus

 

BRAUN light Performance | Konzert | Installation

 

BRAUN light – das vierte eigenständige Projekt einer Reihe, in der sich die LOSE COMBO in Hybrideformen aus Performance, Konzert und Installation mit Geistergeschichten der Medien beschäftigt – widmet sich dem langsamen und kaum bemerkten Verschwinden einer technischen Erfindung, die als die Ikone des Medienzeitalters gilt: der nach ihrem Entwickler Ferdinand Braun benannten Bildröhre.

 

Ende des 19. Jahrhunderts gelingt dem Physiker Ferdinand Braun die bahnbrechende Entwicklung einer sogenannten Kathodenstrahlröhre, mit der es möglich wird, die Bewegung von Lichtpunkten magnetisch zu steuern und aus den gesteuerten Lichtpunkten Bilder zu generieren.

Zwar findet sich die Braunsche Röhre – mit ihr wurden nicht nur sowohl große medizinische Fortschritte wie modernste Kriegsführung möglich, sondern sie prägt seit Mitte des 20. Jahrhunderts durch ihre massenmediale Verwendung im Fernseher auch weltweit die Kultur – derzeit noch in vielen Computermonitoren und Fernsehgeräten. Aber ihr Ende scheint mit der Entwicklung neuer bildgebender Verfahren klar vorgezeichnet, und damit auch das Ende ihrer spezifischen lichtgebenden Qualität – jenseits der Bildproduktion.

 

An dieser Stelle hakt Braun light ein: Unter Einbeziehung von Heiner Müllers Bildbeschreibung, die sich nicht zuletzt als programmatischer Text zum Theater angesichts des Verhältnisses von Bildproduktion und Wirklichkeit lesen läßt, schafft die Performance eine Situation, in der das „Verlöschen“ der Braunschen Röhre selbst als Wirklichkeit – und deren Verlust – erfahrbar wird. Das Projekt thematisiert damit das prekäre Verhältnis von Bildproduktion, Wirklichkeit und Licht, das Heiner Müller in seinem Diktum vom Verlöschen der Welt in den Bildern pointiert beschrieben hat.

 

In einer halbtransparenten Röhre aus feinstem Kupfergeflecht entsteht ein rauschender Fernsehlichtraum, in dem sowohl die Performance von Heiner Müllers Bildbeschreibung, aber auch Anmerkungen zu Ferdinand Brauns Biographie Platz finden.

Das Trio Nexus spielt währenddessen eine Klangkomposition, die aus den Farb-Pixeln und Zeilen eines einzigen Videostills eigens für das Projekt entsteht. Darüber hinaus ist das Konzert von Morton Feldmans programmatischer Komposition Why Patterns?, zu hören, das im Kontext der Performance als weitblickender musikalischer Kommentar zu Heiner Müllers hoch aktuellem Diktum erscheint.

 

Antragsteller/in Jörg Laue / LOSE COMBO

Veranstaltungstermin 15. bis 18. Mai 2008

Veranstaltungsort Villa Elisabeth, B-Mitte

Förderbetrag 35.000 €

Internetseiten www.losecombo.de

composer collider

Der Auftrag der musikFabrik beschränkt sich nicht darauf, neue Musik zu generieren und zu spielen, sondern schließt auch ihre Vermittlung mit ein. Da die Musik unserer Zeit ein Rezeptionsproblem hat, entwickeln wir verschiedene Konzertformate, um Zielgruppen unterschiedlichen Alters mit unserer Musik zu erreichen.

Mit dieser Konzertreihe im Radialsystem sprechen wir die Altersgruppe zwischen 18 und 40 an. Sie können ohne jede Vorbildung und gänzlich unvoreingenommen zu diesen Konzerten kommen, bei denen sie wegweisenden Komponisten des 20. Jahrhunderts begegnen werden. In diesem Projekt bringen wir stilistische und kompositionstechnische Meilensteine zu Gehör. Nicht nur sind sie von der Fachwelt als exemplarische Zeitdokumente anerkannt. Wir möchten mit ihnen vielmehr Bezüge zur zeitgenössischen Musikproduktion herstellen und die zeitlosen Aspekte dieser Kunst und ihrer Schöpfer in den Alltagserfahrungen unserer Tage erfahrbar werden lassen. Drei Komponisten, die seit der Mitte des 20. Jahrhunderts künstlerisch aktiv sind und deren Wirken auch in unseren Tagen weiterhin Spuren hinterlässt, bieten für dieses Projekt eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten. Den beiden Meistern der elektronischen und seriellen Musik, Karlheinz Stockhausen und Pierre Boulez wird je ein Abend gewidmet sein, sowie deren jüngere ästhetische und spirituelle Gegenbewegung, verkörpert durch Salvatore Sciarrino.

 

Mit diesen drei Komponisten fokussieren wir uns auf künstlerische Persönlichkeiten, deren Wirken und Denken auch heute noch Widerspruch herausfordert und gleichzeitig ein Füllhorn an Möglichkeiten künstlerischer Weiterbeschäftigung anbietet. Diese Reibungspunkte und verbindenden Elemente werden wir zweifach zeigen: zum einen mit den moderierten Gesprächen im Anschluss an die Konzerte, die Wirken und Leben der Komponisten (auch mit ergänzendem ton- und Bildmaterial) erhellen. Zum anderen mit einer Remix-Session der musikFabrik zusammen mit einem DJ oder Künstler elektronischer Musik, die sich auf den jeweiligen Komponisten bezieht.

 

Die Konzerte finden weder zu üblichen Konzertzeiten noch als „klassisches“ Konzert statt. Dies wird schon allein dadurch sichtbar, dass wir keine frontale Konzert- oder Vortragssituation herstellen, sondern dem Publikum verschiedene, im Raum verteilte Sitz- und Liegegelegenheiten anbieten. Das moderierte Gespräch nach dem Konzert ist nicht zwingend notwendig für das Verständnis der Stücke, sondern „nur“ ein weiteres Angebot zu vertiefendem Verständnis des Komponisten und seines Schaffens. Zwar beziehen sich die verschiedenen Konzertteile aufeinander, sie sind aber auch jeder für sich rezipierbar.

 

Das Projekt findet im Radialsystem V statt, einem in Berlin einmaligen Ort, in dem nicht nur verschiedene Künste zuhause sind, sondern der auch ein attraktiver Kunsttreffpunkt für ein junges, kulturinteressiertes, urbanes Publikum ist.

 

Antragsteller/in musikFabrik - Landesensemble NRW e.V.

Veranstaltungstermin 30. November 2008 24. Mai 2008 26. April 2009

Veranstaltungsort Radialsystem V Berlin, Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin

Förderbetrag 100.000 €

Internetseiten www.musikFabrik.orgwww.radialsystem.de

FEMMES 'R' US

FEMMES ‘R’ US

FEMINISMUS IN POP-MUSIK-KUNST-FILM HEUTE

BERLIN, 7.-16. AUGUST 2008

RADIALSYSTEM V

 

Öffnungszeiten:

Die Ausstellung ist jeweils von 14 - 24 Uhr geöffnet

 

Eröffnung:

Donnerstag 7. August 2008 von 20 - 24 Uhr

 

Eintritt Ausstellung/Panels:

frei

 

Eintritt FEMMES ’R’ US Party 9. August:

8 Euro

 

Teilnahmegebühr Workshop Ableton Live 7:

20 Euro

 

 

FEMMES ‘R’ US - FEMINISMUS IN POP-MUSIK-KUNST-FILM HEUTE

 

Das Projekt FEMMES ’R’ US widmet sich zeitgenössischen feministischen künstlerischen Positionen. Eine 10-tägige Ausstellung, die von Vorträgen, Diskussionen, Filmscreenings, Kunstperformances und musikalischen Veranstaltungen begleitet wird, zeigt auf, dass die Themen Feminismus und feministische Kritik in aktuellen Kunst- und Kulturproduktionen eine große Rolle spielen.

FEMMES ’R’ US geht aus der Arbeit des Berliner Projektes FEMMES WITH FATAL BREAKS hervor - ein all female DJ-MC-Netzwerk, deren Mitglieder Ina Wudtke und Christine Lang dieses interdisziplinäre Programm kuratiert haben.

 

Vollständiges Programm unter www.femmes-breaks.com

 

 

 

 

 

Antragsteller/in Ina Wudtke

Veranstaltungstermin 7. bis 16. August 2008

Veranstaltungsort Radialsystem V, Holzmarktstr. 33, Spreeufer am Ostbahnhof

Förderbetrag 50.000 €

Internetseiten www.femmes-breaks.com

Foto: Birgit Wudtke

Gefühlssache Revolution - Kämpfe! - Das ist wie ein proletarisches Gedicht.

Gefühlssache Revolution

Oratorium (Uraufführung) / Schlacht / Revue mit der Bolschewistischen Kurkapelle Schwarz-Rot, Berliner Chören, Orchestern und bekannten Künstlern

 

 

Wie alt wird eine Revolution, bevor sie stirbt? Oder lieber gleich Schritt für Schritt ins Paradies? Ist Musik demokratischer als Geld? Es ist eben doch ein bisschen Gefühlssache, das Ding mit der Revolution. Kapitalismus und Globalisierung setzen aufs Individuelle. Der Mensch folgt dem, schreibt sein Tagebuch und gut. Der Held des ersten Teils, ein Tenor erkennt: Einsame Reflexion reicht nicht, im Handeln mit anderen liegt die Zukunft.

 

Mit der Uraufführung des Oratoriums „Das ausgehende 20. Jahrhundert“ (Komposition: Frank Keding, Text: Heinz Havemeister) wird eine längst vergessene Musikform wieder auf die Bühne gebracht. Berliner Chöre und sinfonische Blasorchester bilden ein Ensemble der Werktätigen. Die Sänger Nino Sandow, Dirk Kleinke und Stephan Bootz aus dem klassischen Fach besingen den unendlichen Blick auf das Innere des Helden.

 

Aus Familienmitgliedern werden Blasverbände auf der Suche nach einem Leben hinter dem Stillstand: Die Kehrseite, die Trennung der Revolutionäre im zweiten Teil wird anfänglich von der proletarischen Musik Hanns Eislers bestimmt. Kunst– und Themenvideos/Fotos deuten im Kampf der Bilder das Bühnengeschehen. Es folgt ein musikalischer Wettkampf US-amerikanischer Unterschichtenmusik, eine Konfrontation zwischen alter und neuer Protestmusik. Die Bolschewistische Kurkapelle und der Rapper Gauner treten an. Aus Gut wird Böse und umgekehrt. Die Revolution im Kampf mit sich selbst.

 

„Der Rote Trash“, ein lebendiges Revuespektakel mit rockigen Lieblingsprotestsongs führt den Abend ins Finale. Es flutet Blas- und Gitarrenmusik in die Herzen der Zuschauer, die Revolution im roten Nirwana, u. a. mit Yuriy Gurzhy, Simon Wahorn, Mad Milian von RotFront, Winnie Böwe und Rummelsnuff.

 

Die Bühne entwirft Andrea Pichl. Wechselnde Großprojektionen von menschenleeren Plätzen auf den Bühnenhorizont sind zu surrealen Konstrukten digital verfremdet. Die Künstlerin zeigt Ausschnitte architektonischer Highlights in Wohnsiedlungen Pariser Banlieues, ergänzt von Darstellungen ruinöser sozialistischer Monumentalbauten aus Osteuropa. So lässt sie den großen Chor und das Orchester vor diesem überdimensionalen Hintergrund zwischen Bühnenraum und ebenso symmetrisch angeordneten Aufbauten aus Baustellenelementen agieren.

 

Die Revolution wird als Schotter der Geschichte in Bildern über mehrere Generationen in der Musik weiter getragen, von Hanns Eisler bis zu Ton Steine Scherben: „Mut zur Lücke! Arbeit formt alles, außer Schnee!“ (Havemeister).

 

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

 

Antragsteller/in Arbeiterblasmusikverein Berlin - Prenzlauer Berg

Veranstaltungstermin 15. und 16. Januar 2009

Veranstaltungsort Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Förderbetrag 10.500 €

Il Trionfo / Der Triumph von Zeit und Wahrheit

In Vorbereitung auf die szenische Darstellung des Händelschen Oratoriums "Il trionfo del tempo e del disinganno"(HWV 46a)im nächsten Jahr wird die Akademie für Alte Musik Berlin jetzt unter dem Titel "Was bleibt" zwei Konzerte geben. Es isngen Caroline Stein (Sopran), Meike Leluschko (Sopran), Ivonne Fuchs (Alt) udn Colin Balzer (Tenor).

Antragsteller/in Akademie für Alte Musik Berlin

Veranstaltungstermin 20. und 22. Februar 2009

Veranstaltungsort Radiasystem V

Förderbetrag 55.000 €

Internetseiten www.akamus.dewww.radialsystem.de

ILanD - Eine Begegnung moderner Musik aus Israel und Deutschland

Am 14. Mai 2008 feiert der Staat Israel den 60. Jahrestag seiner Gründung. Das vorliegende Projekt will zu diesen Feierlichkeiten einen Beitrag leisten.

 

Kaum eine Musikszene ist derzeit so bunt, so vielfältig, so international wie die Israels. Diese moderne Musik aus Israel wird aber in Europa und auch in Deutschland noch nicht in dem Umfang rezipiert und präsentiert, den man sich in Anbetracht der hohen Qualität wünschen könnte.

 

Das vorliegende Projekt lädt repräsentative Vertreter der musikalischen Vielfalt Israels nach

Deutschland ein, um die aus ihrer Musik kommenden Impulse und Inspirationen sowohl deutschen Künstlern als auch dem Publikum zu präsentieren.

Als geeignete Form für diese Präsentation wurden Begegnungsworkshops für deutsch-israelische

Musikerpartnerschaften in drei Städten/ Regionen konzipiert. Jeweils zwei Bands oder Einzelmusiker aus beiden Ländern erhalten die Möglichkeit, fünf Tage gemeinsam zu arbeiten und sich nicht nur musikalisch auszutauschen. Das aus dieser Zusammenarbeit entstehende Produkt wird in mehreren lokalen und einem Abschlusskonzert deutschlandweit präsentiert.

 

Für NRW sind die M.A.R.S. Allstars aus dem Wohnprojekt des Mitbegründers der Band Die

Fantastischen Vier, Thomas D., als deutsche Gastgeber eingebunden, für Leipzig einer der

Gewinner des bundesweiten Preises Creole – Weltmusik aus Deutschland - die junge Band

Ulman und für Berlin/ Brandenburg die Band Die 17 Hippies, die inzwischen international

erfolgreich sind.

 

Für die Workshops in Leipzig, Köln und Berlin werden von israelischer Seite die bekannte Klezmer-Surfband Boom Pam, der Vater des israelischen HipHops Mook E zusammen mit Yossi Fine, dem Starbassisten Israels und die neuen Shootingstars Israels, die Frauen-Band HaBanot Nechama eingeladen. Sie alle zählen in Israel zu den großen Stars vor allem bei den jungen Leuten und repräsentieren von Folk über Worldmusic, Pop und HipHop ganz unterschiedliche

Musikkulturen Israels. Sie alle stehen für das junge, offene und an internationalem Austausch interessierte Israel.

 

Ziel ist es, mit diesem Projekt u.a. ein Kommunikationsnetzwerk zwischen der

jungen innovativen Künstlerszene beider Länder zu begründen, den direkten Austausch beider Länder auch über 2008 hinaus zu befördern und die Vielfalt der israelischen Musikszene auf diesem Weg hierzulande bekannt zu machen. Im kommenden Jahr findet der Rückbesuch der deutschen Musiker nach Israel im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag Tel Avivs statt.

 

Im Rahmen von ILanD wird zudem in Kooperation mit dem Berliner Label Lieblingslied Records Anfang Mai ein CD-Buch mit dem Titel „Shabbat Night Fever“ erscheinen. Dieses beinhaltet neben Songs der aus Israel beteiligten Musiker auch eine Sammlung aktueller Musik aus Tel Aviv. Das 80seitige CD-Buch bietet ausführliche Informationen zur jungen Musikszene Israels und den Künstlern. Dieses Projekt wird vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung gefördert.

 

Die Schirmherrschaft für ILanD 2008 übernehmen der Botschafter des Staates Israel, Herr Yoram Ben-Zeev und der Staatsminister für Kultur und Medien, Herr Bernd Neumann, gemeinsam.

 

www.iland2008.de

 

Antragsteller/in interkult unterwegs e.V.

Veranstaltungstermin 17 Hippies (Deutschland) feat. Boom Pam (Israel) 29. Mai, 21 Uhr, Gladhouse, Cottbus 30. Mai, 19:30 Uhr Paulikloster, Brandenburg/ Havel, ab 23:30 Uhr After Show Party "Shabbat Night Fever" im Fontaneclub mit DJane Grace Kelly Ulman (Deutschland) und HaBanot Nechama (Israel) 30. Mai, 20 Uhr, Spiegelzelt, Leipzig, im Anschluss After Show Party "Shabbat Night Fever" mit Shtetl-Superstar-DJ Yuriy Gurzhy (Russendisko) M.A.R.S. Allstars (Deutschland) feat. Mook E & Yossi Fine (Israel) 30. Mai, 21 Uhr, Stadtgarten, Köln, im Anschluss Global Player-Party "Shabbat Night Fever" in Kooperation mit Funkhaus Europa und dem Global-Player-DJ-TEam Francis Gay und Kosta Kostov "Shabbat Night Fever" CD-Release-Party mit Live Showcases und DJ Yuriy Gurzhy (Russendisko) 31. Mai 2008, 22 Uhr, Kaffee Burger, Berlin Deutschland feat. Israel Abschlussfestival aller beteiligten Künstler aus Israel und Deutschland 1. Juni 2008, 16 Uhr, Kulturbrauerei Open Air, ab 22 Uhr Kesselhaus, Berlin

Veranstaltungsort Cottbus, Köln, Leipzig, Brandenburg a.d.H., Berlin

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen Bundeszentrale für politische Bildung Die Städte Cottbus, Brandenburg, Leipzig und Köln Laviola - weltmusik und artverwandtes Fly Fast Records

Internetseiten www.iland2008.de

HaBanot Nechama - Pressefoto

Interface III: Beyrouth The Education of Beirut

18. bis 28. September 2008

 

INTERFACE III: BEYROUTH - The Beirut of Education

@ Kulturbrauerei, Dock 11 und Haus 13/Pfefferberg

www.x-tract-production.de

 

KONZEPT

 

Es ist die aufgeladene Symbolkraft des Namens, die dieser Stadt auch aus der Ferne, auch wenn man sonst nichts von ihr weiß, seit Jahrzehnten eine besondere Bedeutung verleiht. Die Gründe für diese Aufgeladenheit, diese Extreme zwischen Weltoffenheit und Bürgerkrieg, zwischen Toleranz und Religionsenge, zwischen Aufbruch und Einbruch, scheinen sich in die Arbeit der Künstler dieser Stadt, dieses Landes mehr eingeschrieben zu haben, als wir uns das vorstellen können. Daraus kann man lernen, daran kann man seine eigenen künstlerischen, gesellschaftspolitischen, ästhetischen Wahrnehmungen schärfen und zugleich Solidaritäten wachsen lassen.

Die Symbolkraft des Namens: Eine Generation im Westen ist damit aufgewachsen, vom Libanon als der prosperierenden Schweiz des Nahen Ostens zu hören. Für die Generation danach war Alles anders: Ende der 70er Jahre, die New York Times schreibt über das Katastrophale der Zustände des eigenen Bildungssystems und titelt "The Beirut of Education". Der Name der Stadt war zum Synonym für Desaster geworden. Und als 2006 nach längerer Zeit wieder kurzfristig offener Krieg ausbricht, reagiert die nun dort lebende Generation von Künstlern sofort, wütend, verzweifelt, oder auch beides zusammen und sarkastisch wie der Zeichner und Musiker Mazen Kerbaj, auf dessen weblog folgender berühmt gewordener Eintrag zu einem downloadbaren mp3-file zu finden ist: "Starry Night, a minimalistic improvisation by Mazen Kerbaj / trumpet and the israeli air force / bombs. Recorded by Mazen Kerbaj on the balcony of his flat in Beirut, on the night of 15th to 16th of July 2006".

 

BEYROUTH: The Beirut of Education will in Achtung vor der Arbeit der dort lebenden und arbeitenden Künstlerinnen und Künstler und auch vor der Arbeit jener, die am Aufbau von Infrastruktur für Kultur und Kunst arbeiten, das böse Diktum vom Beirut of Education umdeuten in jene Education für uns, in jenes Lernen von den Künstlern dieser Stadt, das uns deren Kunst ermöglicht.

Sich mit der radikalen Arbeit von Künstlern aus dieser Stadt auseinander zu setzen, diese Arbeit in andere Städte zu holen, in Beziehung zur Arbeit in anderen Städten zu setzen, folgt primär künstlerischen Interessen, Neugierden, Zielen. Aber die Arbeit dieser Künstler ist per se so aufgeladen mit einer Direktheit von sich widerspiegelnden Lebensumständen, dass es daraus mehr und anderes abzulesen, letztlich eben zu lernen gibt, als einfach nur "Kunst" oder "Musik" zu erfahren.

 

ZUM PROGRAMM

 

Ob nun die äußerst aktiven, weltoffenen und selbstbewussten freien Improvisatoren der Stadt rund um MILL, mit ihrem Festival Irtijal und ihrem Label Al Maslakh oder ganz andere Musikszenen, wie die Rapper des Rayess Bek Orchestras oder die Werke der Komponisten aus dem Libanon und benachbarten Ländern, europäisch-libanesische Improvisationen oder der Diskurs "...as seen from the middle of east..." mit eingeladenen Künstlern und Musikern aus Beirut und Berlin, oder auch Musiker, die im kritischen Wiederaufgreifen alter Musiziertraditionen Haltung und Selbstverständnis suchen, wie Fadia Tomb El-Hage oder das Khoury Trio: dass Kunst und Leben nicht zu trennen sind, dass Kunst immer auch etwas vom Leben will, so wie das Leben etwas von der Kunst will, das mag, wenn die Präsentation wie in diesem Projekt das nicht verheimlicht, sondern betont, das mag westliches Publikum irritieren, herausfordern, beglücken, aufklären, solidarisieren - und was könnte Kunst Besseres wollen.

 

Das Festival präsentiert nicht nur eine künstlerische Vielfalt zwischen diesen Kulturen, wie sie in Berlin noch nicht zu sehen war, sondern stellt eigens für das Festival initiierte Kooperationsprojekte zwischen Musikern aus Beirut, Berlin, Deutschland und Europa vor.

 

Antragsteller/in Elke Moltrecht x-tract production

Veranstaltungstermin 18. bis 28. September 2008 18.09. 20 h KULTURBRAUEREI/KESSELHAUS POPART: Improvisation/Jazz/Klassische arabische Musik Debüt Rami Khalifé Piano Beirut, Paris Bachar Khalifé Perkussion Beirut, Paris Peter Herbert Kontrabass Wien, Paris Aleksandar Petrov Tapan Skopje, Paris RAYESS BEK ORCHESTRA Libanon-Hop-Pop-Rap-Song Berlindebüt Koudaih Wael MC Beirut, Paris Naissam Jalal Flöte Syrien, Paris Yves Bittar Bass Beirut, Syrien, Paris Manu Sauvage Keyboard MPC Paris Ahmadie Ziad Ud Beirut 20.09. 20 h KULTURBRAUEREI/KESSELHAUS KHOURY TRIO Jordanien, Paris Klassische arabische Musik Berlindebüt Elia Khoury Ud Basil Khoury Violine Osama Khoury Kanun TRADITIONAL RENEWAL BEIRUT Debüt Fadia Tomb El-Hage Gesang Beirut performs Middle Eastern Music with Gilbert Yammine Kanun Beirut, Ulm Nader Morcos Orientalische Perkussion Beirut, Paris 25.09. 20.30 h DOCK 11 ORIENTAL SPACE European-Lebanese Improvisation Berlindebüt Mazen Kerbaj Saxophon, Trompete Beirut Sharif Sehnaoui E-Gitarre Beirut Franz Hautzinger Trompete Wien Helge Hinteregger Elektronik Wien IMPROV BEIRUT INTERNATIONAL Debüt Heather O’Donnell Keyboard, Piano Berlin Sabine Vogel Flöte, Elektronik Potsdam Tony Buck Schlagzeug Berlin Joëlle Khoury Piano Beirut 27.09. 17 h Haus 13/Pfefferberg PODIUMSDISKUSSION: ...as seen from the middle of east... Moderation: Christian Scheib und Oliver Schneller mit: Elia Koussa, Mazen Hussein, Joëlle Khoury, Samir Odeh-Tamimi, Sebastian Meissner u.a. 27.09. 20 h Haus 13/Pfefferberg Konzert I: INNERE FERNE Innere Ferne (1995) 4’ BEA Karim Haddad für Bass Flöte, Horn, Vibraphon und Harfe Libanon Skelet (1995) 20' Vinko Globokar für Posaune, Akkordeon, Perkussion, Djoze Slovenien Le contredésir (2004) 14' Saed Haddad für Horn, Klarinette und Cello Jordanien Kmatim (2006) 11’ UA der revidierten Fassung (2008) Yoav Pasovsky für Flöte, Klarinette, Harfe, Piano, Perkussion Israel „Dialog mit Mugam“ (2003) 10’ BEA Rena Gely für Flöte, Klarinette, Perkussion, Piano, Violine, Viola, Violoncello Aserbaidschan Madih 10’ (2007) Samir Odeh-Tamimi für Ensemble und 4 arabische Instrumente Palästina dazwischen und danach: Traditionelle arabische Musik mit Ensemble Sidare ENSEMBLE SIDARE Köln Traditionelle arabische Musik Saad Thamir Gesang, Perkussion, Komposition Bassem Hawar: Djoze (irakische Kniegeige) Jamil Al-Asadi: Kanun Layt Abdul Ameer: Ud Adnaan Shanan: Nai Ensemble United Berlin Dirigent: Ferenc Gabor 28.09. 20 h Haus 13 Pfefferberg Konzert II: SCARS Silent Prayers (2002) 14' Iyad Mohammed für Bratsche, Cello und Klavier Jordanien/Palästina Trio (2005) 8' BEA Elia Koussa für Flöte, Geige und Gitarre Libanon Memoires (2006) 6’30 Mazen Hussein elektroakustische Komposition Syrien No one to speak their names (now that they are gone) 11' BEA Karim Haddad für E-Gitarre, Streichtrio und Live-Elektronik (2001) Libanon Scars (2001) 13’ DEA Nahla Mattar für Klavier, 2 Schlagzeuger und Live-Elektronik und Video Ägypten und Joan Karlen, Video (USA) ...Kein Anfang. Kein Ende... (2008) UA ca. 8’ Saed Haddad für Altstimme und fünf Instrumente Jordanien Auftrag der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit Textzusammen- mit ha’atelier, Werkstatt für Philosophie und Kunst stellung: Almut Bruckstein nach Texten von Mahmoud Darwish und Paul Celan ensemble courage Gesang: Uta Hochheiser Dirigent: Manuel Nawri

Veranstaltungsort Kulturbrauerei, Dock 11 und Haus 13/Pfefferberg

Förderbetrag 52.500 €

Kooperationen Hauptstadtkulturfonds; Musikprotokoll im Steirischem Herbst; Robert Bosch Stiftung; Kesselhaus Kulturbrauerei; Haus 13 Pfefferberg; Zitty Berlin; Auswärtiges Amt; Deutschlandfunk; Ha'Atelier; Dock 11; Radiomultikulti; Piranha Produktion

Internetseiten www.x-tract-produktion.de

Flyer Interface III: Beyrouth Festival

Keduscha#Sancuts#Heilig

›Keduscha‹

Vor siebzig Jahren, um den 9. November 1938, organisierten die Nationalsozialisten den Pogrom, der im Volksmund verharmlosend Kristallnacht genannt wird. Der von den NS-Machthabern mobilisierte Mob attackierte jüdische Nachbarn, demolierte Geschäfte und Wohnungen jüdischer Bürger, verwüstete jüdische Gotteshäuser und steckte sie in Brand. Mit den Gebäuden zerstörten die Nationalsozialisten Traditionen, die seit Jahrhunderten zum religiösen und geistigen Leben in Deutschland gehörten, die alte Überlieferungen pflegten, erneuerten und in das moderne Leben integrierten. ›Keduscha‹ erinnert in vier musikalischen Veranstaltungen an die Existenz dieser vielfältigen Traditionen in und ihren Exodus aus Deutschland: an die Schabbatfeier, wie sie in der Reformsynagoge an der Johannisstraße meist in deutscher Sprache und mit komponierter Musik des 19. Jahrhunderts stattfand; an die gottesdienstlichen Gesänge, die in den osteuropäischen Zentren jüdischen Lebens entstanden und von Immigranten nach Deutschland gebracht wurden; an den Dirigenten und Komponisten Paul Ben-Haim (alias Paul Frankenburger), der nach seiner Emigration 1933 zu einer Integrationsgestalt im kulturellen Aufbau des neuen Israel wurde; an Stefan Wolpe, den eigensinnigen Avantgardisten, dessen Yigdal-Kantate für die Synthese gottesdienstlicher Traditionen mit der musikalischen Moderne steht.

 

›Keduscha‹ findet unter der künstlerischen Leitung von Ud Joffe in der Jesus-Christus-Kirche der Evangelischen Kirchengemeinde Dahlem statt, die ein Zentrum der Bekennenden Kirche und des christlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus war. Die Wahl des Ortes will Zeichen setzen und die Besinnung auf eine gemeinsame Tradition lenken. Sie möchte das Nachdenken darüber fördern, was der gemeinsame Gott der Welt von heute noch zu sagen hat. Ein Ort erhält Würde und Charakter durch das, was in ihm geschieht. Auch das ist mit dem Wort Keduscha – Heiligung gesagt. Es bedeutet Achtung vor allem Leben, Rettung und Zuflucht vor menschlicher Verfolgung, Hoffnung und Zukunft. ›Keduscha‹ dient nicht nur der Erinnerung. Die Reihe dokumentiert auch ein Stück des modernen und kulturellen jüdischen Lebens in Berlin. Und es heißt auch: Erneuerung des jüdischen Lebens in dieser Stadt, in diesem Land. Wir begrüßen Sie in dem Bewusstsein, dass die Blüte der Künste, der Philosophie und der Wissenschaften in Deutschland ohne den Beitrag seiner jüdischen Bürger undenkbar gewesen wäre.

 

 

I

Mi 5. November 2008 | 20 Uhr

Louis Lewandowski und der deutsch-jüdische Gottesdienst in der Reformgemeinde

 

Kantorin Avitall Gerstetter

Kantor Alexander Nachama

Gulnora Karimova, Orgel

Projektchor der Singakademie zu Berlin

Leitung: Christoph Zschunke

 

Louis Lewandowski war der Exponent einer liturgischen und musikalischen Erneuerung der jüdischen Gottesdienste. Seine Kompositionen stehen im Mittelpunkt des ersten Abends. Alle Stücke dieser Eröffnungsfeier von ›Keduscha‹ stammen aus dem Gottesdienstbuch der jüdischen Reformgemeinde zu Berlin. Gesungen wird in deutscher Sprache, nur wenige Zeilen der Kerngebete und Bekenntnisse bleiben im (aschkenasischen) Hebräisch als der heiligen Sprache. Der Ablauf der beiden Programmteile richtet sich nach der Dramaturgie der Gottesdienste in der Reformsynagoge an der Johannisstraße in Berlin Mitte.

 

 

 

II

Do 6. November 2008 | 20 Uhr

Paul Ben-Haim. Zwischen Orient und Okzident

 

Prelude (1966) für Orgel

Kedusha (1971) für Bariton, Chor und Orgel

 

Drei Psalmen (1962) für Sopran, Bariton, Chor und Orgel

Kabbalat Schabbat (1966) für Sopran, Bariton, Chor, Orgel

 

Keren Hadar, Sopran

Yaron Windmüller, Bariton

Gulnora Karimova, Orgel

Ernst Senff Chor

Leitung: Ud Joffe

 

Paul Ben-Haim wurde in München geboren und am dortigen Konservatorium mit seiner eigentümlichen Mischung aus Konservatismus und Offenheit ausgebildet. 1933 brachte er profunde Kenntnisse der europäischen Musik von Bach bis zur Moderne und eigene Kompositionen nach Erez Israel. Dort lernte er die orientalisch-jüdischen Traditionen kennen. Mit seinen Kompositionen versuchte er eine Synthese der äußerst unterschiedlichen Traditionen, die im neuen Israel aufeinander trafen; er strebte nach einem Stil, der viele verbinden und integrativ wirken könnte. Das Hauptstück des Abends, die vollständige Vertonung der Freitagabendandacht, komponierte Ben- Haim für die National Federation of Temple Youth in den USA. Wie die anderen Werke dieses Konzerts entstand es in der produktiven Periode der Sechzigerjahre, in denen Ben-Haim die vollkommene Souveränität seines Stils erreicht hatte.

 

 

 

III

Mi 12. November 2008 | 20 Uhr

Dunajewsky, Nowakowsky und die osteuropäische synagogale Schule

Kantorale Gesänge aus der Liturgie

 

Kompositionen von

Abraham Dunajewsky (Odessa)

David Nowakowsky (Odessa)

Joshua Abrass (Odessa)

Zeydl Rovner (Rovno)

Bernard San (Zürich)

 

Bernard San, Kantor

Elena Storojouk, Klavier

Neuer Chor Berlin, Luisen-Vocalensemble

Leitung: Ud Joffe und Dennis Hansel

 

Während in Westeuropa die synagogale Musik zunehmend die Einflüsse der europäischen Musik aufnahm, blieb die osteuropäische Musik näher an den »Nussach« (Gebetsritus) aus der lange Tradition des jüdischen Kantors – des »Chasan« – angelehnt. Doch ganz unbeeinflusst von den zeitlichen und örtlichen Entwicklungen blieb sie nicht. So vereinbarten die Komponisten Dunajewsky und Nowakowsky ihre Eindrücke aus dem russischen Opern- und Harmoniestil mit der jüdischen Modalität und Melodik. Damit ist die Weiterentwicklung des Chores als Begleitung des Kantors mit bis zu achtstimmigem Gesang zweifellos ein Zeichen christlich-europäischen Einflusses. Dennoch blieb der Virtuose Chasan noch lange die tragende Säule des jüdischen Gottesdienstes.

 

 

 

IV

Do 13. November 2008 | 20 Uhr

Stefan Wolpe. Jüdische Musik zwischen Synagoge und Konzertsaal

 

Paul Ben-Haim, Psalm 126 (1929) für Chor und Orgel

Tzvi Avni, Psalm Canticles (1967) für Chor a cappella

Yehezkel Braun, Adon Olam für chor a cappella

Stefan Wolpe, Motette aus Four Pieces for Mixed Chorus (1955)

Stefan Wolpe, Yigdal Cantata (1940) für Bariton, Chor und Orgel

 

Yaron Windmüller, Bariton

Habakuk Traber, Orgel

Mitglieder des RIAS-Kammerchors

Leitung: Ud Joffe

 

Stefan Wolpe, gebürtiger Berliner, emigrierte 1934 über Wien zunächst nach Erez Israel, 1938 in die USA. Dort erhielt er von David Puttermann, dem Kantor der Fifth Avenue Synagoge, den Auftrag zu seiner Yigdal-Kantate. »Yigdal ist ein Gedicht von Moses Ben Maimon, jenem Philosophen, Arzt und Rabbiner des 12. Jahrhunderts, über die dreizehn Grundsätze des jüdischen Glaubens. Wolpes Vertonung ist von der Hoffnung auf Frieden in einer vom Krieg zerrissenen Welt beseelt« (A. Clarkson). Seine Kantate steht in diesem Programm Werken israelischer Komponisten gegenüber, die ähnlich wie Wolpe die Spannung zwischen Gebrauchsmusik und autonomer Komposition austragen.

 

 

Antragsteller/in Evangelische Kirchengemeinde Dahlem; Synagogengemeinde Sukkat-Schalom

Veranstaltungstermin 5., 6., 12., 13. November 2008 19 Uhr: Einführung von Habakuk Traber 20 Uhr: Beginn des Konzertes

Veranstaltungsort Jesus-Christus-Kirche, Hittorfstraße 23, 14195 Berlin

Förderbetrag 50.000 €

Internetseiten www.sukkat-schalom.dewww.kg-dahlem.de/

Pressestimmen

Kompositionsauftrag im Rahmen von 20 Jahre Spectrum Concerts

Jubiläumskonzert - 20 Jahre Spectrum Concerts Berlin, 1988-2008

Termin Dienstag, 22. Januar 2008

Kammermusiksaal der Philharmonie

20.00 Uhr Konzert

19.15 Uhr Konzerteinführung im Saal mit

Habakuk Traber und Dobrinka Tabakova

Schirmherrschaft: Dr. Richard von Weizsäcker

 

Musiker

Janine JansenViolineJulia-Maria KretzViolineMaxim RysanovViolaHartmut RohdeViolaTorleif ThedéenVioloncelloJens Peter MaintzVioloncello

 

Konzertprogramm

RICHARD STRAUSS (1864-1949)

Metamorphosen AV 142, 1945, Urfassung für Streichseptett

 

DOBRINKA TABAKOVA * (*1980)

*Such different paths, Streichseptett für zwei Violinen, zwei Violen, zwei Violoncelli und Kontrabass, 2007

Auftragswerk Spectrum Concerts Berlin

 

ERICH WOLFGANG KORNGOLD (1897-1857)

Streichsextett in D-Dur für zwei Violinen, zwei Violen und zwei Violoncelli op. 10, 1914-16

 

Moderato – Allegro

Adagio

Intermezzo (Moderato, con grazia)

Finale (Presto)

 

* Uraufführung

 

Der Kompositionsauftrag, der von Spectrum Concerts Berlin an Dobrinka Tabakova vergeben wurde, wird freundlicher Weise unterstützt vom Hauptstadtkulturfonds.

 

Antragsteller/in Spectrum Concerts Berlin

Veranstaltungstermin 22. Januar 2008 Kompositionsauftrag im Rahfmen von 20 Jahre Spectrum Concerts - an Dobrinka Tabakova

Veranstaltungsort Kammermusiksaal Berliner Philharmonie

Förderbetrag 5.000 €

Internetseiten www.spectrumconcerts.com

KREUZTANBUL Interkulturelles zwischen Kreuzberg und Istanbul

KREUZTANBUL Interkulturelles zwischen Kreuzberg und Istanbul in Ton, Bild und Wort 10.-17. Oktober 2008

Konzerte – Installationen – Filme – Talk

 

Sehen wir es mal von dieser Seite: Wir hätten nicht diesen wunderbaren Tusch der Becken in unseren Blasmusikkapellen, wären nicht die Generationen unserer Urururgroßväter vom Klang der

Musik der Osmanen berauscht gewesen. Die Entführung aus dem Serail hätten wir sowieso nicht, und da wäre auch kein alla turca

weit und breit. Fragen wir mal anders herum: Wer schenkt wem was, mit Absicht oder auch ohne? Was begehren und was fürchten wir? Und wie reagieren Künstler und Musiker auf diese gewollten

oder ungewollten Geschenke, heute und früher?

Stichwort "Früher" - eine kurze historische Perspektive vor dem Blick in Gegenwart und Zukunft: Um wie viel spärlicher wäre dieser

Vorgang des Begehrens und Ablehnens, wenn nicht - wie Jahrhunderte lang - ein Osmanisches Reich und ein Habsburger Imperium, der "Osten" und der "Westen", sich an einer gemeinsamen

Grenze gegenübergestanden hätten. Wenn nicht - wie im 19. Jahrhundert - Giuseppe Donizetti und ungezählte andere Komponisten aus dem Westen in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, gearbeitet

hätten, die türkische Musik mit westeuropäischen Elementen beeinflusst und orientalische Elemente in die westliche Musik eingebracht hätten? Schon wären beide Musikkulturen nicht mehr das, was sie heute sind. Und in Kreuzberg - schon sind

wir wieder in der Gegenwart - ereignen sich all diese Prozesse im Inneren einer Stadt.

Das Festival fand im vergangenen Jahr erfolgreich im Ballhaus Naunyn statt. In seiner zweiten Ausgabe strömt es im Bezirk Friedrichshain-

Kreuzberg und in Berlin aus, um im kommenden Jahr

noch einen Schritt weiter zu gehen, und einen Schwerpunkt in Berlin und in Istanbul zu setzen. Das Festival strebt eine Kontinuität

des kulturellen Austauschs zwischen Berlin und Istanbul nicht nur in Hinblick auf die kommende Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Istanbul 2009 an.

 

KREUZTANBUL stellt wesentliche Positionen aus Überschneidungen und Beeinflussungen, Vorgaben und Rückflüssen, Provokationen und Bestätigungen aus den widersprüchlichen und fruchtbaren Szenen zwischen Kreuzberg und Istanbul vor. Das Motto ist, anzunähern, zu verführen und unerwartete Angebote inmitten und zwischen den beiden Kulturen zu machen. Und das ist durchaus als Herausforderung zu verstehen. "No sound is innocent": und sie sind tatsächlich komplex, die sozialen und ästhetischen Vorgänge zwischen den beiden Kulturen. Die Künstler hier wie dort reagieren darauf. Manchmal ist es auch umgekehrt

und die Künstler geben vor, womit sich die Mehrzahl der Betroffenen erst später auseinandersetzt, womit und woran dann Politik

und auch Kulturpolitik zu arbeiten haben.

Das Programm mit Musikern und Künstlern aus Berlin und Istanbul reicht von klassischer türkischer Musik, Orient, Fazz, Rock

und Fusion, über Improvisation, experimentelle Musik, Elektronik und Elektroakustik, bis hin zu Klangkunst und Kooperationen zwischen

deutschen und türkischen Musikern.

 

Antragsteller/in Elke Moltrecht / x-tract production

Veranstaltungstermin 13. bis 17. Oktober 2008 KREUZTANBUL Interkulturelles zwischen Kreuzberg und Istanbul in Ton, Bild und Wort Konzerte - Installationen - Filme - Talk www.x-tract-production.de KONZERTE 13.10.2008 + Konzert I + Lido 21 Uhr (Einlass ab 20 Uhr) SEARCH Berlindebüt Ahmet Yildirim Darbuka, Dehollo Istanbul Hikmet Yildirim Percussion Istanbul Serdar Yayla Baglama Köln Roman Bestion Piano, Keyboards Nantes Antonio Sanchez Effekt Perkussion Barcelona Neyveli Radhakrishna Double Violin Chennai ENNAI Aleix Tobias Drums Barcelona Guillem A. Nolis Bass Barcelona Eintritt: 15,- €/erm. 12,- € 14.10.2008 + Konzert II + Radialsystem V Halle 20 Uhr ERDAL ERZINCAN Baglama Baglama-Solo Istanbul TANER AKYOL TRIO Berlin Taner Akyol Baglama, Gesang, Kompositionen Antonis Anissegos Piano Nora Thiele Perkussion TANER AKYOL TRIO Taner Akyol Baglama, Gesang, Kompositionen Antonis Anissegos Piano Nora Thiele Perkussion spezial Guest: Erdal Erzincan Baglama Eintritt: 14,-/erm. 11,- € 15.10.2008 + Konzert III + Haus 13/Pfefferberg 18 Uhr Einführung zu Ilhan Mimaroglu: Alper Maral ILHAN MIMAROGLU Erste Retrospektive des türkischen Elektronikpioniers Weltdebüt Elektroakustische Kompositionen Sound Diffusion: Pieter Snapper SOQRMOM (Pieter Snapper) Istanbul, US Premiere insan/damat (human/bridegroom) für Live Elektronik und Video, Video: Reuben de Lautour REUBEN DE LAUTOUR Elektronik Istanbul, NZ Premiere Karaoke (2000 - 2008) In Kooperation mit dem MIAM Studio in Istanbul. In Kooperation mit dem MIAM Studio in Istanbul. Spezieller Dank an Gungor und Ilhan Mimaroglu, Borusan Istanbul, Tolga Tuzun und Philip Samartzis. Eintritt: 12,- €/erm. 7,- € 21 Uhr + Haus 13/Pfefferberg + Konzert IV METIN & KEMAL KAHRAMAN Metin Kahraman Gesang, Gitarre Istanbul Mübin Dünen Ney, Backvocal Istanbul Ahmet Tirgil Geige, Backvocal Istanbul Umut Kahraman Viola, Backvocal Istanbul Kemal Kahraman Saz, Gesang Berlin Mavis Güneser Gesang Berlin Eintritt: 14,- €/erm. 11,- € 17.10.2008 + SO 36 + Konzert V 21 Uhr Kreuztanbul Party AYYUKA Istanbul Berlindebut Experimenteller Avant-Rock Özgür Yılmaz Gitarre Ahmet Kul Gitarre Altan Sebuktekin Bass Alican Tezer Drums DJ ARKIN ALLEN TRIBAL TRIO aka Mercan Dede Istanbul Berlindebüt DJ Arkin Allen Elektronik, Nai, Bendir, Visuals (Artistic Director) Guven Celikkaya Klarinette, Trompete Onur Il Perkussion Eintritt: 15,- €/erm. 12,- € Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Initiative Neue Musik Berlin e.V. Konzept/Programm: Elke Moltrecht Programm-Mitarbeit: Izzet Nihat Yersaloglu Produktion in Kooperation mit Piranha Events PR/Öffentlichkeitsarbeit: Seval Sahin/Frank Klaffs Änderungen vorbehalten! Stand: August 2008

Veranstaltungsort Lido Berlin / Radialsystem / Haus 13 / Pfefferberg / SO 36 / Galerie Zero / Podewil

Förderbetrag 45.000 €

Kooperationen Hauptstadtkulturfonds; Tamer Akkilic; Türkisches Generalkonsulat Berlin; Radialsystem V; SO 36 Kulturbrauerei; Haus 13 Pfefferberg; inm; die tageszeitung; Show Turk; Metropol FM; Radiomultikulti; Kulturprojekte Berlin,;Borusan Kültür ve Sanat;

Internetseiten www.x-tract-produktion.de

Massilia Soundsystem - Marseille in Berlin

popdeurope macht Marseille, eine der spannendsten Soundmetropolen Frankreichs, zum thematischen Schwerpunkt. Die Musikkultur der mediterranen Hafenmetropole zwischen Europa und den Maghreb knüpft an Hip-Hop und Reggae an und nimmt zugleich regionale Geschichte auf: Bestes Beispiel dafür ist Massilia Soundsystem. Die Band beweist, dass kulturelle Dynamiken und politische Prozesse in Marseille weit eher ein öffentliches Forum finden als anderswo. Frankreichs Legende Massilia Soundsystem eröffnet das Sommerfestival popdeurope am Samstag, 26. Juni mit einem Konzert als Headliner und stellt zuvor auf einer Podiumsdiskussion im Haus der Kulturen der Welt den "Planète Mars", wie Marseille auch genannt wird, in seinen Besonderheiten vor.

 

‚Oai e Libertad’ - wie ein Schlachtruf klingt der Titel ihres aktuellen Albums. Massilia Soundsystem preschen weiter vor, Mikrofone und neue Raggamuffin-Tunes im Gepäck, mit einer tief gelebten und geliebten südfranzösischen Kultur im Rücken und dem Schelm im Nacken, festigt die Band ihren Ruf als einer der politisch brisantesten und zugleich unterhaltsamsten Live-Acts in 20 Jahren Bandgeschichte.

 

Antragsteller/in Björn Döring

Veranstaltungstermin 26. bis 29. Juli 2008

Veranstaltungsort arena Berlin und Haus der Kulturen der Welt

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Haus der Kulturen der Welt Bundeszentrale für politische Bildung Zitty, intro, radio multikulti

Internetseiten www.popdeurope.de

Musik des Orient und Okzident

Wo Politiker verhandeln und nicht selten scheitern, hören Musiker auf zu reden und spielen. Das Projekt „Musik des Orient und des Okzident“ des Fördervereins jazzwerkstatt Berlin-Brandenburg e.V. beschäftigt sich mit der musikalischen Verknüpfung fernöstlicher und westlicher Musizierstile im Jazz, aber auch im artverwandten Genre. In zwei Konzerten in der Spielzeit 2007/2008 (Januar und April) werden im Radialsystem V Musiker der verschiedensten Länder und Kulturen im gemeinsamen Spiel und beim Erarbeiten einer gemeinsamen, musikalischen Sprache gezeigt.

Antragsteller/in Förderverein jazzwerkstatt Berlin-Brandenburg e.V.

Veranstaltungstermin Mittwoch, 30. Januar 2008 Samstag, 19. April 2008

Veranstaltungsort Radialsystem V, Holzmarktstr. 33, 10243 Berlin

Förderbetrag 70.000 €

Internetseiten www.jazzwerkstatt-...andenburg.de

Kalimba by Arne Reimer

Burhan Öcal & Istanbul Oriental Ensemble

My Favourite Thing

Das dreitägige Festival My Favourite Thing im Radialsystem V lässt Musiker, die seit den 90er Jahren Wesentliches zur Fortentwicklung der elektronischen Musik beigesteuert haben, den Weg zurück zu "ihrem" Instrument, dem Schlagzeug, finden. Am 11. April präsentieren sich die Schlagzeuger zum Auftakt in ihren jeweils aktuellen Bandformationen, der zweite Abend (12. April 2008) ist den Solo-Performances gewidmet und im letzten Teil (20. April 2008) werden zwei Altmeister des Schlagwerks spielen.

Antragsteller/in Hanno Leichtmann

Veranstaltungstermin 11., 12. und 20, April .2008

Veranstaltungsort Radialsystem V

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Satis&Fy Carhartt Berlin Ludwig Drums Radialsystem V

Internetseiten www.myfavouritething.de

Olivier Messiaen: Des Canyons aux étoiles

Olivier Messiaen

 

Des Canyons aux étoiles…

 

Das bedeutet sich erheben aus den Schluchten bis hinauf zu den Sternen – und noch höher hinauf, bis zu den Auferstandenen des Paradieses, um Gott in der Fülle seiner Schöpfung zu preisen: die Schönheiten der Erde (ihre Felsen, ihre Vogelgesänge), die Schönheiten des sinnlichen Himmels, die Schönheiten des geistigen Himmels. Zunächst also ein religiöses Werk, ein Werk der Lobpreisung und der Kontemplation. Aber auch ein geologisches und astronomisches Werk. Ein Klang-Farben-Werk, worin alle Farben des Regenbogens um das Blau des Schwarzkopfhähers und das Rot des Bryce Canyon kreisen. Die Vogelgesänge sind vorwiegend solche des Staates Utah und der Hawaii-Inseln. Der Himmel wird durch Zion Park und den Stern Aldebaran symbolisiert.

 

Das Orchester besteht aus Soloklavier, Horn, Xylorimba, Glockenspiel, vierfachem Holz, dreifachem Blech, lediglich dreizehn Streichern (die alle einen eigenen Part, ohne jede Verdopplung, spielen) und einem sehr reichhaltigen Schlagzeug mit dominierenden Glocken, Gongs, Tamtams und zwei ungewöhnlichen Instrumenten, dem Aeoliphon und dem Geophon – Aeoliphon, das heißt Windgeräusch: Windmaschine, und Geophon, das heißt Erdgeräusch: Sandmaschine.

 

Olivier Messiaen

Des Canyons aux Etoiles… [1970-74]

für Klavier, Horn, Xylorimba, Glockenspiel und Orchester

 

1. Teil

I. Die Wüste – II. Die Stärlinge – III. Was in den Sternen geschrieben steht … – IV. Der Weißbrauenrötel – V. Cedar Breaks und die Gabe der Furcht

 

2. Teil

VI. Interstellarer Ruf – VII. Bryce Canyon und orange-roten Felsen

 

3. Teil

VIII. Die Auferstandenen und der Gesang des Sterns Aldébaran – IX. Die Spottdrossel – X. Die Walddrossel – XI. Omao, Leiothrix, Elepaio, Shama – XII. Zion Park und die himmlische Stadt

 

 

Antragsteller/in KBB - Berliner Festspiele - musikfest berlin

Veranstaltungstermin 21. September 2008, 17.00 Uhr

Veranstaltungsort Hangar 2 im Flughafen Tempelhof

Förderbetrag 120.000 €

Kooperationen Eine Veranstaltung des musikfest berlin / Berliner Festspiele. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung

Internetseiten www.musikfest-berlin.de

Flugformation über dem Capitol Washington, World Wide Press Photos 1931, Empore Kahl, Berlin

Progetto Scelsi

Vor zwanzig Jahren starb Giacinto Scelsi, einer der geheimnisumwittertsten Komponisten der Moderne. Heute gilt er fraglos als einer der bedeutenden Komponisten Italiens, doch zu seinen Lebzeiten war er in der Neue-Musik-Szene Italiens eher ein Außenseiter. Der erbittert geführte Streit um Scelsi hat sich mittlerweile gelegt, die ideologischen Kontroversen haben einem wissenschaftlichen Diskurs Platz gemacht. Die Archive werden für die Allgemeinheit zugänglich. Eine umfassende Auseinandersetzung mit Scelsi ist also überfällig.

Das Festival Ultraschall, veranstaltet von Deutschlandradio Kultur und dem kulturradio des rbb, widmet im Januar 2008 Giacinto Scelsi einen Schwerpunkt. Das „Progetto Scelsi“ findet in Zusammenarbeit mit der Fondazione Isabella Scelsi in Rom statt.

Keine historisierende Retrospektive ist geplant, sondern die Anbindung Scelsis an die Gegenwart. Welche Bedeutung hat Scelsis „interkulturelles“ Denken und Komponieren heute in einer globalisierten Welt? Welche Rolle spielen Mythos, Archaik und Metaphysik bei heutigen Komponisten? Welche Aspekte in Scelsis Musik inspirieren junge Komponisten heute für ihr eigenes Werk?

Wesentlicher Bestandteil des „Progetto Scelsi“ sind Kompositionsaufträge an drei Komponisten, die Scelsis Musik in die Gegenwart „weiterdenken“.

Die Konzerte innerhalb des „Progetto Scelsi“ widmen sich vor allem selten zu hörenden Stücken, darüber hinaus gibt es Ur- und Erstaufführungen von bislang unbekannten Werken aus dem Nachlass.

Ein Symposium beschäftigt sich mit der Ästhetik und Wirkungsgeschichte Scelsis, mit seiner Einbettung in eine europäische Musikgeschichte, aber auch mit der Aufarbeitung der sagenumwobenen Tonbänder. Eine Ausstellung zeigt erstmals in Deutschland biographische Dokumente des Komponisten, der um seine Person zeitlebens ein großes Geheimnis machte.

Die Ausstrahlung sämtlicher Konzerte und Veranstaltungen im Programm von Deutschlandradio Kultur und dem kulturradio vom rbb sichert dem Projekt bundesweite mediale Verbreitung.

 

Antragsteller/in Deutschlandradio Kultur / Festival Ultraschall

Veranstaltungstermin 18. bis 27. Januar 2008

Veranstaltungsort Radialsystem V

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Fondazione Isabella Scelsi Rom

Internetseiten www.dradio.de/ultraschall

Scelsi am Klavier (Archivio Fondazione Isabelle Scelsi/Francesca D‘Aloja)

Shared Sounds - Music between the Exit Signs

Das Festival Shared Sounds präsentiert im Juni 2008 im RADIALSYSTEM V außergewöhnliche Musiker aus Europa, die Jazz, Folk und Klassik zu einer neuen Art von Kammermusik verbinden. Die Integration zeitlich und stilistisch weit auseinander liegender Ausdrucksformen ist die Stärke der musikalischen Grenzgänger, die den subtilen Querverbindungen zwischen scheinbar Disparatem nachspüren – und zwar nicht im Sinne eines beliebigen Crossover, sondern als aktive Suche nach den inneren Gemeinsamkeiten zwischen Alter Musik und Folk, Minimal und Funk, Neuer Musik und Jazz, Komposition und Improvisation.

 

Inspirationsquelle für Shared Sounds ist sowohl die künstlerische Arbeit Manfred Eichers, der in den Aufnahmen seines Labels ECM Records Musiker aus den unterschiedlichsten Kontexten zusammenbringt, wie auch das dialogische Prinzip des RADIALSYSTEM V. Die Musiker aus Norwegen, Griechenland, Italien, der Schweiz, Deutschland und Frankreich intensivieren diesen Dialog über die Grenzen von Ländern und musikalischen Sprachen hinweg.

 

Konzerte, Workshops und Dialoge mit Garth Knox und Agnès Vesterman, Carolin Widmann und Naoki Kitaya, Nik Bärtsch’s Ronin, Trygve Seim, Frode Haltli, Savina Yannatou & Primavera en Salonico, Gianluigi Trovesi & Gianni Coscia, Trio Mediæval und Birger Mistereggen sowie dem Christian Wallumrød Ensemble.

 

Programm und weitere Informationen finden Sie unter www.sharedsounds,de

Tickets unter 030 288 788 588 oder www.radialsystem.de

Antragsteller/in Sophie Schricker / Musik im Dialog e.V.

Veranstaltungstermin 12.-15. Juni 2008

Veranstaltungsort RADIALSYSTEM V - Holzmarktstraße 33 - 10243 Berlin

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Eine Veranstaltung von Musik im Dialog e.V. in Kooperation mit RADIALSYSTEM V. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung von MIC - Music Information Centre, Lieselotte-Klein-Stiftung, Forberg-Schneider-Stiftung, Norwegische Botschaft, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Balzer Klavierbau, Dussmann das KulturKaufhaus, ECM Records, Norwegian Jazzfederation, Skoda Auto Deutschland, Hauswein, Griechische Botschaft und Ambassade de France. Medienpartner: Tip Berlin, Jazzthing

Internetseiten www.sharedsounds.dewww.radialsystem.de

UNPREDICTABLE - Embracing the unforeseen in search for a new musical aesthetic

CTM.08 – UNPREDICTABLE

Embracing the unforeseen in search for a new musical aesthetic.

 

Der Themenschwerpunkt zum CTM.08 – Unpredictable – beschäftigt sich mit künstlerischen Strategien

innerhalb der zeitgenössischen Musik, die das Ziel haben, Unerwartetes, Nichtvorhersagbares, Unfälle,

Fehler und Zufallsoperationen für kreative Prozesse und neue ästhetische Erfahrungen produktiv zu

machen.

Die absichtsvolle Einbindunge des Unvorhersehbaren ist eine paradoxe künstlerische Methode zur Veränderung der Dynamik kreativer Situationen und zur Auffindung neuer Klänge. Die teilweise Aufgabe künstlerischer Kontrolle zugunsten von Zufall und offenen Systemen ist der Versuch, im Spannungsfeld von Ordnung und Unordnung Mittel und Wege zu erproben, um kulturelle, persönliche und künstlerische Grenzen zu überschreiten und den Horizont musikalischer Ästhetik zu erweitern.

Darüber hinaus sind diese Methoden Ausdruck sich wandelnder Auffassungen von Musik und Klang,

dem künstlerischen Selbstbild, dem Verhältnis von Künstler und Werk und schließlich auch des

grundlegenden Weltverständnisses. Auf radikale Weise stellen sie die Fragen: „Was ist Musik?“ – „Was ist Klang?“ – „Wo beginnt und endet der künstlerische Prozess?“

Die Geschichte der Wirkung des unkontrolierten und des absichtsvollen Zufalls in der Musik ist reich an Beispielen: Fehler, Unfälle, unerwartete Wahrnehmungen und überraschende sinnliche

Konfrontationen waren oft Auslöser und Inspirationsquell für ästhetische Neuerungen. John Cage, Karlheinz Stockhausen, Mauricio Kagel, die Protagonisten des Free Jazz und der freien Improvisation, Brian Eno, Throbbing Gristle und die Künstler der Noise-Bewegung seit den 1980er Jahren,

Turntablism, Glitch-Electronica bis hin zu Mash-up und Bastard Pop – ab den 1950er Jahren

entwickelte eine Vielzahl an Komponisten und Musikern Strategien, um Momente des Zufalls in ihr

künstlerisches Schaffen zu integrieren. Diese Herangehensweisen sind ungebrochen aktuell. In der

gegenwärtigen musikalischen Praxis finden sich Elemente fast aller vorangegangenen Versuche und

Methoden.

 

Zufall ist ein ästhetischer Riss im formal integeren Kunstwerk, das unter Anwendung rigoroser Ausschlussprinzipien mühsam ein winziges Stück Ordnung aus der unüberschaubar chaotischen Welt herausgefiltert hat. Dieser Riss lässt eine ganz andere Totalität der Welt erahnen, ohne sich ihr ganz zu

ergeben. Durch den Riss dringt das weiße Rauschen, die Gleichzeitigkeit aller Frequenzen, die Simultanität jeglicher Information, deren sich das moderne Subjekt zunehmend ausgesetzt sieht. Die künstlerische Beschäftigung mit Zufall, Unordnung, Chaos stemmt sich gegen dieses Entropieempfinden, indem es versucht, die Unordnung in einen neuen Sinnzusammenhang zu stellen.

Die Erweiterung musikalischer Konzepte durch das Moment des Zufalls, ermöglicht, neue Codes für die Kunst und das kulturelle Selbstverständnis des modernen Menschen zu finden. Linearität wird durch komplexe Kontingenz erweitert und ersetzt. Wo vorher nur Rauschen und Unordnung war, wird Bedeutung möglich, in dem sich ein neuer Code in einen vorhandenen einschreibt. Es ist eine Bewegung zu anwachsender Komplexität, indem sich aus dem bestehenden Code ein neuer, subkultureller Code

herausbildet, der aus einem Teilsystem bisheriger Unordnung eine Struktur modelliert und ihn mit

einem Sinn belegt, der so vorher noch nicht bestanden hat.

Der Themenschwerpunkt Unpredictable des CTM.08 will sich den beschriebenen künstlerischen Herangehensweisen und Reflektionen mit einem Programm aus Konzerten, Performances, Lectures

und Workshops annähern. Dabei sollen aktuelle ästhetische, technische, kompositorische und

kuratorische Konzepte vorgestellt werden, die Unvorhersehbares integrieren, herausfordern, anwenden

und theoretisieren. Unter anderem sollen kuratorische und organisatorische Konzepte entwickelt

werden, die dem Programm des CTM.08-Festivals selbst Momente des Unberechenbaren verleihen

und die nicht der kuratorischen Kontrolle seiner Programmgestalter unterliegen.

Antragsteller/in Jan Rohlf - DISK/club transmediale GbR

Veranstaltungstermin 25. Januar 2008 bis 2. Februar .2008

Veranstaltungsort Maria am Ostbahnhof, Ballhaus Naunyn

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen DISK- Initiative Bild & Ton e.V., transmediale - festival für digitale Kulturen und Kunst, Berlin, Ballhaus Naunyn, Maria am Ostbahnhof

Internetseiten www.clubtransmediale.de

Pressestimmen

Vignette "Unpredictable" © DISK/ clubtransmediale GbR

"Crashed Cayenne" Folke Köbberling & Martin Kaltwasser © Özgür Albayrak

We B*Girlz Festival

Mit Unterstützung durch den Hauptstadtkulturfonds, die Bundeszentrale für Politische Bildung, der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, die Divida Stiftung und respectABel und unter Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit veranstalten wir im August 2008 in Berlin ein 4-wöchiges internationales Festival für Frauen und Mädchen im Hip Hop in verschiedenen Berliner Bezirken, mit Workshops, Podiumsdiskussionen, Film Festival, Ausstellungen, Battles und Shows.

 

We B*Girlz hat es sich zur Aufgabe gemacht, heranwachsenden Mädchen ein starkes Rollenvorbild anzubieten. In B-Girls und anderen Frauen im Hip Hop finden sie ein Rollenmodell, dass es Ihnen ermöglicht, als selbstbewusste starke Frau einen Platz in der heutigen Jugendkultur zu erobern.

 

Frauen sind ein wichtiger Teil der Hip Hop Kultur, werden von den Medien aber meist nur in der Rolle der leichtbekleideten Backgroundtänzerin präsentiert. Wir wollen zeigen, dass Frauen sich ihren Platz im Hip Hop erobert haben und ihre Kreativität mit einem Hip Hop Festival im Sommer 2008 mit Frauen und Mädchen aus verschiedenen Nationen in Berlin feiern. Es wird das erste Festival seiner Art in Europa sein, vergleichbar nur mit der B-Girl Be in Minneapolis, die 2007 zum dritten Mal stattfand und leider in 2008 ausgesetzt wird.

 

Beim We B*Girlz Festival werden Anfängerinnen die verschiedenen Ausdrucksformen der Hip Hop Kultur erlernen können, Fortgeschrittene können sich durch Workshops weiterbilden und Interessierte können die Aufführungen und Wettkämpfe besuchen und sich an Tanz, Musik und Kunst erfreuen. Wir werden den Mädchen aber nicht nur die verschiedenen Elemente des Hip Hop näher bringen, sondern werden ihnen auch die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten im multimedialen Bereich zu entdecken und ihnen die Werkzeuge an die Hand geben, ihre eigene Kultur zu dokumentieren und das Image der Frau im Hip Hop zu verändern.

 

Das Festival wird mit einer Pressekonferenz am 1. August im Hip Hop Stützpunkt in Prenzlauer Berg eröffnet. Es wird an jedem Wochenende im August Veranstaltungen geben. Am 29. August veranstalten wir ein großes Konzert im Cassiopeia, mit über 20 nationalen und internationalen Künstlerinnen auf 3 Floors. Bestätigte Acts sind unter anderem:

 

International: Roxanne Shanté - New York, Bahamadia - Philadelphia, Invincible - Detroit, Eternia - Toronto, Shania D - LA, Stacy Epps - Atlanta, Yarah Bravo - London, Mauikai & Eyris- Miami, DJ Shortee - Scratch Academy LA, DJ Josie Styles – Australia und weitere...

 

National: MC Pyranja - Berlin, Sookee - Berlin, Jeneez - Berlin, Too Funk Sistaz - Berlin, She-Raw - Berlin, Ischen Impossible - Düsseldorf, Nia Gara - Regensburg, DJ Freshfluke - Berlin, DJ That Fucking Sarah - Berlin, DJ Caynd – Berlin und weitere...

 

Am 30. August beschließen wir das Festival mit dem We B*Girlz Dance Off, einem großen Tanzfestival mit Shows und verschiedenen Wettbewerben in der Universal Hall.

 

Im Rahmen des Festivals werden außerdem ein Magazin und eine Kompilation mit Female MCs entstehen. Es wird eine große Ausstellung zum Thema Frauen und Aerosol Art geben und eine Bibliothek zum Thema Frauen im Hip Hop. Weitere Ausstellungen sind in Planung, unter anderem Martha Cooper Photoausstellung und eine Ausstellung der südafrikanischen Graffitikünstlerin Faith47.

 

Download link: rapidshare.com/files/194429305/We_B-Girlz_Festival_Praesentation.pps

 

Download link: rapidshare.com/files/194438060/Sachbericht_WE_B-GIRLZ.pdf

 

Download link: rapidshare.com/files/194429307/Feedback.pdf

 

Download link: rapidshare.com/files/194429309/PR_Gesamt_Report.pdf

 

Download link: rapidshare.com/files/194429310/Visuelle_Presseresonanz_der_Printmedien.pdf

 

Download link: rapidshare.com/files/194429312/Visuelle_Presseresonanz_der_Online-__TV-_und_Radiomedien.pdf

 

Download link: rapidshare.com/files/194429313/We_B-Girlz_-_Susius_u_Ladykay.mp3

 

 

 

Antragsteller/in Nika Kramer

Veranstaltungstermin 1. bis 30. August 2008

Veranstaltungsort Berlin

Förderbetrag 140.000 €

Internetseiten www.b-girlz-berlin.com

young.euro.classic - Europäischer Musik Sommer

FESTIVAL 2008 YOUNG.EURO.CLASSIC 2008

„Weltklang Berlin“: Das ist das Motto, vor dem young.euro.classic 2008 aufspielt. Der Europäische Musik Sommer bietet eine einzigartige Plattform für die besten Jugendorchester aus nah und fern, einen musikalischen Wettstreit, bei dem Freude und Begeisterungsfähigkeit der exzellenten jungen Musiker mehr zählen als Medaillen und Siegertreppchen. Jeden Abend ein anderes Orchester – und jeden Abend mitreißende, fröhlich-festliche Stimmung im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt.So international wie nie zuvor ist young.euro.classic 2008. Folgen Sie der Spur der uralten und faszinierenden Seidenstraße, wenn Jugendorchester aus China, Kasachstan, Aserbaidschan und aus der Türkei in Berlin zu erleben sind: Denn klassische Musik fasziniert junge Menschen in vielen Teilen der Welt. Deutsche und chinesische Musiker bauen ihre 2007 begonnene Zusammenarbeit aus: Dies dokumentiert sich in drei höchst unterschiedlichen Konzerten – vom Symphonieorchester über die Kammermusik bis zu kleinen Vokal- und Instrumentalensembles bei „Traditions East-West“. Mit geballter Internationalität treten die Festivalorchester aus Schleswig-Holstein und vom Moritzburg Festival auf. Und Europa lässt sich in seiner ganzen traditionsreichen Vielfalt hören, mit Ensembles aus Finnland, Frankreich, dem deutschen Bundesjugendorchester sowie dem Orchester der EU, dem großartigen European Union Youth Orchestra.

 

Alle Konzerte von young.euro.classic finden im Großen Saal des Konzerthauses Berlin statt und beginnen 20 Uhr.

Zu Beginn eines jeden Konzerts erklingt die Festivalhymne "Echo" des chinesischen Komponisten Guohui Ye, Gewinner des Europäischen Komponistenpreises 2007. Die Hymne ist ein Auftragswerk für young.euro.classic. Prominente Paten eröffnen die Konzerte.

 

UA = Uraufführung, DEA = Deutsche Erstaufführung

 

DIENSTAG, 01.07.2008, 20:00 Uhr

San Francisco Symphony Youth Orchestra

 

FREITAG, 01.08.2008, 20:00 Uhr

Philharmonia Moments Musicaux (Chinese Taipei)

 

SAMSTAG, 02.08.2008, 20:00 Uhr

young.euro.classic Festivalorchester China – Deutschland (International)

 

SONNTAG, 03.08.2008, 20:00 Uhr

Schleswig-Holstein Festival Orchester (International)

 

MONTAG, 04.08.2008, 20:00 Uhr

Bundesjugendorchester (Deutschland)

 

DIENSTAG, 05.08.2008, 20:00 Uhr

Special Night – Kammermusik: young.euro.classic Kammerensembles China – Deutschland

 

MITTWOCH, 06.08.2008, 20:00 Uhr

NJO Summer Academy - Orchestra of the 19th Century (International)

 

DONNERSTAG, 07.08.2008, 20:00 Uhr

Moritzburg Festival Orchestra (International)

 

FREITAG, 08.08.2008, 20:00 Uhr

Symphonieorchester des kasachischen Nationalkonservatoriums Almaty (Kasachstan)

 

SAMSTAG, 09.08.2008, 20:00 Uhr

Special Night – Alte Musik: young.euro.classic – Traditions East-West (International)

 

SONNTAG, 10.08.2008, 20:00 Uhr

European Union Youth Orchestra (International)

 

MONTAG, 11.08.2008, 20:00 Uhr

spielfreier Abend

 

DIENSTAG, 12.08.2008, 20:00 Uhr

The Ulster Youth Orchestra (Großbritannien)

 

MITTWOCH, 13.08.2008, 20:00 Uhr

Sinfoniaorkesteri Vivo (Finnland)

 

DONNERSTAG, 14.08.2008, 20:00 Uhr

Special Night – Literatur: young.euro.connect

 

FREITAG, 15.08.2008, 20:00 Uhr

Junge Philharmonie Aserbaidschan (Aserbaidschan)

 

SAMSTAG, 16.08.2008, 20:00 Uhr

Nationales Jugendsymphonieorchester der Türkei (Türkei)

 

SONNTAG, 17.08.2008, 20:00 Uhr

Orchestre Français des Jeunes (Frankreich)

 

 

Antragsteller/in Deutscher Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V. Berlin

Veranstaltungstermin 1. bis 17. August 2008

Veranstaltungsort Konzerthaus Berlin

Förderbetrag 100.000 €

Internetseiten www.young-euro-classic.de

Foto: young.euro.classic / Kai Bienert

zeitfenster - IV. Biennale Alter Musik

 

Seit 2002 wird Berlin vorübergehend zur Hauptstadt für Alte Musik. Internationale Künstler realisieren außergewöhnliche Konzertprogramme zu – nur auf den ersten Blick überraschend – aktuellen Themen. Mit seinem Festival-Thema 2008, „Grüne Woche“, verweist das Konzerthaus Berlin auf etwas, was uns verloren gegangen ist: die Bedeutung von christlichen Ritualen. Denn in seiner ursprünglichen Bedeutung bezeichnet die „Grüne Woche“ die Karwoche, in der die Trauer (das „Greinen“) im Mittelpunkt stand.

In diesem Jahr stellt zeitfenster ausgewählte geistliche Kompositionen vor, die einerseits funktional einen festen Platz im Kirchenjahr einnahmen und andererseits durch ihre musikalische Qualität faszinierten (und dies immer noch tun). So erklingt am Palmsonntag die heute kaum bekannte „Brockes-Passion“ von Telemann; in den darauf folgenden Tagen bis Ostersonntag stehen u.a. Werke von Bach, Buxtehude, Monteverdi und Rameau auf dem Programm.

Im Rahmen von zeitfenster fokus führen vier international renommierte Cembalisten in die Welt des Cembalos ein, dem zentralen Instrument der Barockzeit.

Die „Italienische Nacht“ am 22. März lässt jene aufregende Zeit lebendig werden, in der Komponisten, Musiker und Mäzene eine musikalische Revolution entfacht haben. Einen Vorgeschmack darauf erwartet junge Musikfreunde und Italienfans ab 5 Jahre bereits eine Woche zuvor – am 15. März, wenn zeitfenster traditionell mit dem „Konzerthaus für Kinder!“ eingeläutet wird.

 

Antragsteller/in Konzerthaus Berlin

Veranstaltungstermin 15. bis 23. März 2008

Veranstaltungsort Konzerthaus bzw. St. Johannis-Evangelist-Kirche

Förderbetrag 150.000 €

Kooperationen Rundfunk Orchester und Chöre GmbH Berlin

Internetseiten www.zeitfenster.net

René Jacobs Foto: Alvaro Yanez