Being Glenn Gould

Being Glenn Gould

 

Am 25. September 1932 wird der künftige „größte Pianist aller Zeiten“ (Thomas Bernhard) in Toronto geboren. Sobald Glenn Gould alt genug ist, um auf den Knien seiner Großmutter am Klavier zu sitzen, hämmert er nicht wie andere Kleinkinder sinnlos auf der Tastatur herum, sondern drückt einzelne Tasten so lange herunter, bis ihr Ton, dem er hingebungsvoll lauscht, verklungen ist. Nie verklingen wird diese Hingabe an all das, was er als Pianist, Schriftsteller, Komponist, Dirigent, Produzent, Hörspielautor, Mann der Rundfunk- und Fernsehmedien schafft. Er stirbt am 4. Oktober 1982 an einem Hirnschlag in Toronto, 10 Tage nach seinem fünfzigsten Geburtstag. Im Herbst des von der Glenn Gould Foundation ausgerufenen Year of Glenn Gould 2007 jähren sich sein Geburtstag zum 75. Mal, sein Todestag zum 25. Mal. Aus diesem Anlass veranstaltet das Büro Iglhaut+Partner gemeinsam mit dem Kino Babylon berlin:mitte das Festival Being Glenn Gould.

 

Glenn Gould war schon zu Lebzeiten eine Legende. Im Alter von 23 Jahren erregt der kanadische Pianist mit seiner ersten Schallplatte – einer bahnbrechenden Interpretation von Bachs Goldberg-Variationen – weltweit Aufsehen. Unkonventionell und provokant in Repertoire und Erscheinungsbild, irritieren seine Konzertauftritte den Zeitgeist der 1950er-Jahre. Glenn Gould hat das Zeug zum Idol und wird von der Presse als exzentrischer Einzelgänger, als James Dean des Musikbetriebs stilisiert. Bis zu seinem frühen Tod 1982 erwirbt er sich einen Ruf als der moderne Interpret schlechthin, und naturgemäß polarisiert er bis heute Publikum und Fachwelt. Sein Repertoire spannt einen weiten Bogen von Gibbons und Byrd zu Händel, Bach, Haydn, Mozart und Beethoven, Brahms und Mendelssohn–Bartholdy, über Grieg bis zu Schönberg, Berg und Webern und darüber hinaus in die Gegenwart. Das Standardrepertoire für Soloklavier – Chopin, Schubert, Liszt, Rachmaninow – interessiert ihn nicht. Seine Musik ist stets von der Ambition geprägt, die künstlerischen Grenzen des Klavierspiels neu auszuloten, und er erfindet spielend viele durch Interpretationsstandards abgenutzte Werke neu, als „Klavier spielender Komponist“.

 

Glenn Gould – ein Mann der Medien

 

Mit 32 Jahren zieht sich der Superstar der Klavierszene im Jahr 1964 von den Konzertbühnen der Welt zurück, weil er das Konzertieren für eine künstlerisch unangemessene, Musik beeinträchtigende und auch persönlich unangenehme Methode hält, sich mit einem musikalischen Werk auseinanderzusetzen. Von nun an lässt er die Öffentlichkeit in Form von Studioeinspielungen, Rundfunk- und Fernsehsendungen und scharfsinnigen Essays an seinem musikalischen Können und seinen künstlerischen Überzeugungen teilhaben, wobei er die technischen Möglichkeiten der Studioproduktion als eigenständige Kunstform begreift und gestaltet: „Meine Vorstellung vom Glück sind zweihundertundfünfzig Tage im Jahr in einem Schallplattenstudio.“ Über die Medien erreicht Gould ein Massenpublikum, er spielt zwischen 1955 und 1982 etwa 100 Schallplatten ein, und er erweitert seinen künstlerischen Aktionsradius stetig. Kokett räumt er seinen Aktivitäten, die über das Klavierspiel hinausgingen, einen hohen Stellenwert ein: „Ich bin kein Pianist, ich bin ein Mann der Medien, ein Komponist und ein kanadischer Schriftsteller, der in seiner Freizeit Klavier spielt.“ Stets um Deutungshoheit über seine Musik bemüht, schreibt Gould auch die Begleittexte zu seinen Einspielungen selbst. In der für ihn charakteristischen Mixtur aus Ironie und analytischer Präzision gibt er mal alternative Formulierungshilfen für Rezensenten, mal schlüpft er in die Rolle von fiktiven Kritikern und rezensiert sich selbst. Sein Begleittext zu den von ihm eingespielten Hindemith-Sonaten wurde 1974 mit einen Grammy ausgezeichnet – eine Ehre, die ihm für seine musikalische Leistung erst posthum zuteil wurde.

 

Gould produziert laufend für Radio und Fernsehen. Als medienkünstlerische Pionierarbeit ist das von ihm entwickelte Format des „Kontrapunktischen Radios“ einzuordnen, mit dem er 1962 in einer Rundfunksendung über Schönberg erstmals experimentiert und das er dann in weiteren Features perfektioniert. Goulds experimentelle Form des kontrapunktischen Radios gipfelt in der Solitude Trilogy, drei Hörspielkompositionen auf der Grundlage von Interviews, die er im Norden Kanadas selbst aufnahm (1967-1977). Er arrangiert Sprache als Musik, ordnet Stimmen und Geräusche als Fugen- und Sonatensatz an und umkreist inhaltlich Spielarten der Einsamkeit als Voraussetzung von Konzentration und Kreativität.

 

Ein Festival zu Goulds Medienschaffen

 

Glenn Gould schafft im Laufe seines Künstlerlebens über 50 Arbeiten für den Rundfunk und mehrere Dutzend für das Fernsehen, darunter essayistische, die Sprache der Massenmedien auslotende Meisterwerke – Ergebnisse monatelanger intensiver Arbeit im Studio und leidenschaftlicher Durchdringung der technischen Produktionsprozesse. Gould ist dabei stets Künstler und Vermittler in Personalunion, Kritiker des Musikbetriebs und brillanter Musikhistoriker. Kommentare und Musikbeispiele verschmelzen in seinen Musiksendungen dramaturgisch zu einer Einheit. Die bis heute anhaltende hohe Präsenz Glenn Goulds in den Medien ist auch eine Spiegelung seiner Tätigkeit für die Medien und seiner offenkundigen Lust, sich vor Kameras und Mikrofone zu begeben. Gould inszeniert und kontrolliert sein Bild in den Medien, seine Interviews sind präzise verabredet, selbst seine Einsamkeit ist fotografisch dokumentiert. Gould lebt in den Medien weiter, weil er ein Mann der Medien war.

 

Das Festival Being Glenn Gould zeigt zahlreiche Filme und Fernsehbeiträge von und mit und über Glenn Gould, insbesondere aus seiner Jahrzehnte langen Zusammenarbeit mit der Canadian Broadcasting Corporation (CBC) in Toronto, der ein wesentlicher Anteil am Zustandekommen dieses Programms zu verdanken ist, darunter Beiträge, die in Europa noch nie zu sehen waren. Gezeigt werden aber auch die herausragenden Dokumen-tationen von Bruno Monsaingeon oder Goulds japanischer Lieblingsfilm Woman of the Dunes. Die Filmwoche wird eröffnet durch den kanadischen Musiker Gonzales, der A Concert on Glenn Gould’s Chair gibt. Auf einem computergesteuerten Yamaha-Flügel werden tags darauf Goulds berühmte Goldberg-Variationen von 1955 in einer Live-Performance der Zenph Studios, USA, wieder zum Leben erweckt (3. und 8. Oktober). Zwei Teile der Solitude-Trilogy werden als Hörspiel-Aufführung präsentiert, und der Schauspieler Andreas Leupold liest aus Texten von Glenn Gould.

 

Vollständiges Programm auf der Website des Kino Babylon berlin:mitte, www.babylonberlin.de

 

Veranstaltungsort:

 

Babylon berlin:mitte

Rosa-Luxemburg-Str. 30

10178 Berlin

 

Tickethotline/Reservierung +49 30 242 59 69

Eintritt je Veranstaltung 6,50 EUR (Einheitspreis)

Eintritt frei für die gekennzeichneten Beiträge der CBC, Toronto

 

Eintritt Eröffnungskonzert Gonzales: 20 EUR

 

Festivalpass (ohne Eröffnungskonzert) 35 EUR

Hinweis: Kartenvorbestellung auch für Inhaber des Festivalpasses notwendig.

 

Antragsteller/in IGLHAUT+PARTNER

Veranstaltungstermin 2. Oktober bis 8. Oktober 2007

Veranstaltungsort Kino Babylon

Förderbetrag 30 000 €

Kooperationen Being Glenn Gould wurde ermöglicht durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin und die Canadian Broadcasting Corporation (CBC), Toronto. Mit freundlicher Unterstützung von The Glenn Gould Foundation The Estate of Glenn Gould Sony BMG Music Entertainment Dussmann das Kulturkaufhaus Clasart Film RBB Radio eins RBB Kulturradio Yamaha Music Central Europe GmbH Zenph Studios

Internetseiten www.babylonberlin.de

Foto: Sony BMG/Don Hunstein

Foto: Clasart Classic

Foto: Sony BMG / Don Hunstein

Berlin im Licht

Die Stiftung Stadtmuseum Berlin plant eine große kulturhistorische Sonderausstellung unter dem Titel "Berlin im Licht", die in der ersten Jahreshälfte 2008 realisiert werden soll. Das Stadtmuseum Berlin greift das Thema mit dem Ziel auf, anhand der technischen Innovation des elektrischen Lichts der Kulturgeschichte Berlins als Stadt, Land, Lebens-raum und heutiger Hauptstadt über einem Zeitraum von 100 Jahren bis heute nachzuspüren. Wie kaum ein anderes Medium hat das elektrische Licht in den letzten 100 Jahren unser Leben verändert. Nachdem 1906 die Osram-Glühlampe erfunden war, setzte eine Ent-wicklung ein, die den natürlichen Rhythmus, den Wechsel von Tag und Nacht, aufhob und damit die Stadtgestalt und das urbane Leben in allen Bereichen - vom öffentlichen Raum, der Arbeitswelt über das Sozialgefüge bis hin zu Kunst und Kultur - grundlegend veränderte. Die Ausstellung „Berlin im Licht“ nimmt in ihrer Ausgangsidee auch Bezug auf die 1928 unter gleichem Titel von Firmen und Verbänden inszenierte Werbewoche, die mit zahlreichen Aktionen im Stadtraum durchgeführt und im Märkischen Museum mit der Ausstellung „Beleuchtung in alter Zeit“ eröffnet wurde. Die geplante Ausstellung des Stadtmuseums Berlin wird sich in ihrer inhaltlichen Programmatik und Dramaturgie in den nachstehend genannten Themenkreisen bewegen: Die Ausstellung erzählt Kulturgeschichte und zugleich Zeitgeschichte Berlins und verdeutlicht, dass Berlin in künstlerischer, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht von permanenten Innovationen geprägt ist. Die Ausstellung ermöglicht eine kulturhistorische Betrachtung des Wesens der Stadt unter spezifischem Blickwinkel, die zugleich die neue Rolle Berlins als Bundeshauptstadt und die wesentlichen Veränderungen der letzten fünfzehn Jahre würdigt. Die Ausstellung umfasst ca. 1500 m2 und soll im Märkischen Museum realisiert werden. Gelingt es dem Stadtmuseum Berlin, neben den in der Kalkulation vorgesehenen Spon-sorenmitteln noch zusätzliche Gelder zu akquirieren, ist als Veranstaltungsort auch das Kronprinzen-Palais denkbar, dessen Flächen flexibler bespielbar sind, als das Märkische Museum mit seinen zahlreichen baulichen Einschränkungen.

Antragsteller/in Stiftung Stadtmuseum Berlin

Veranstaltungstermin 24. Juni 2008 bis 1. Februar 2009

Veranstaltungsort Stadtmuseum Berlin

Förderbetrag 2007: 200.000 € 2008: 80.000 €

Internetseiten www.stadtmuseum.de

Blicke und Begehren - der Fotograf Herbert Tobias (1924 - 1982)

BLICKE UND BEGEHREN

DER FOTOGRAF HERBERT TOBIAS (1924–1982)

Herbert Tobias war das Enfant terrible der deutschen Fotografenszene in den späten fünfziger Jahren, ein rebellischer Star, dessen Name heute nur noch wenigen geläufig ist. Aber man kennt seine Bilder: der junge Kinski, die Knef, Andreas Baader, Nico, verführerische Modefotos und erotische Männerfotografien. Bilder, die Tobias in Fach- und Kennerkreisen schon früh zur Legende werden ließen.

Mit 200 Exponaten macht die Retrospektive erstmals eine breitere Öffentlichkeit mit dem facettenreichen Lebenswerk dieses bedeutenden deutschen Fotografen bekannt, der 1982 im Alter von 57 Jahren an Aids starb.

Tobias kam als Autodidakt zur Fotografie. Schon als junger Soldat an der russischen Ostfront gelangen ihm Bilder, die in ihrer metaphorischen Dichte und Symbolhaltigkeit weit über Amateurfotos aus dem Soldatenleben hinaus gehen. Seine eigentliche Laufbahn als Fotograf indes begann in Paris, wo Tobias von 1951 bis 1953 mit seinem Freund Dick lebte. Hier entstanden stimmungsvolle Stadtansichten, eindringliche Porträts der existentialistischen Boheme und erste Modeaufnahmen für die Vogue.

Nach Deutschland zurückgekehrt, machte sich Tobias schnell einen Namen. Die Kritik begeisterte sich für seine Bilder voller »giftig-süßer Erotik«, die »prickeln wie das lebendige Dasein«. Auch angesehene Couturiers und Modemagazine wurden auf den unkonventionellen, sich um Trends nicht scherenden Fotografen aufmerksam. Gerade in den Modeaufnahmen konnte Tobias seiner Lust an fulminanten Inszenierungen und Glamour freien Lauf lassen.

Zeitgleich mit den mondänen Auftragsarbeiten entstanden berührende Bilder aus dem zerstörten, später geteilten Berlin, wo Tobias bis 1969 lebte. Ohne Pathos und Sentimentalität fängt er die absurde Poesie des Trümmeralltags, aber auch den Lebenswillen der Nachkriegszeit

ein. Tobias’ Aufnahmen transportieren den Zeitgeist und entfalten zugleich

eine zeitlose Präsenz.

Darüber hinaus tritt Tobias immer wieder als homosexueller Künstler in Erscheinung. Seinen erotisch aufgeladenen Blick auf die Männer hat er nie verleugnet, sondern offen zur Schau gestellt. In einer Zeit, in der Homosexualität noch unter Strafe stand, waren Tobias’ Bilder nicht nur ein persönliches Bekenntnis, sondern auch ein politisches Statement.

So einzigartig und individuell wie das fotografische Werk, so nonkonformistisch war auch sein Autor: Mitte der sechziger Jahre stieg Tobias aus der glanzvollen Karriere aus. Es folgten exzessive Jahre, in denen die Fotografie nur eine untergeordnete Rolle spielte. Ab Mitte der siebziger Jahre arbeitete er für diverse Schwulenmagazine.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Arbeiten aus den fünfziger und frühen sechziger Jahren, der produktivsten und bedeutendsten Phase in Tobias’ Schaffen. Jenseits aller Genre-Einteilungen oder chronologischer Ordnungen spürt die Ausstellung den besonderen Stimmungen und Haltungen nach, die Tobias’ Blick auf die Welt bestimmen: Melancholie, Sehnsucht, Sinnlichkeit. In seinen Arbeiten zeigt er sich mal als romantischer Träumer, mal als pathetischer Inszenator suggestiver Bildwelten.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Essays von Ulrich Domröse, Janos Frecot, Anna-Carola Krausse, Pali Meller Marcovicz, Adelheid Rasche, Andreas Sternweiler, Ingo Taubhorn und Ulf Erdmann Ziegler.

 

Antragsteller/in Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur

Veranstaltungstermin 16. Mai bis 25. August 2008

Veranstaltungsort Berlinische Galerie

Förderbetrag 80.000 €

Internetseiten www.berlinischegal...=527&L=0

Pressestimmen

Herbert Tobias, Manfred, Berlin um 1956, © Berlinische Galerie / VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Herbert Tobias: Mrs Melvin J. Lasky, Berlin um 1958, © Berlinische Galerie / VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Herbert Tobias: The Berlin-Party is over, Berlin 1961 © Berlinische Galerie / VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Ausschnitt: Herbert Tobias: Mrs Melvin J. Lasky, Berlin um 1958, © Berlinische Galerie / VG Bild-Kunst, Bonn 2008

BOLTANSKI-HERZSCHLAG-PFEFFERBERG

BOLTANSKI HERZSCHLAG PFEFFERBERG

 

MAI-JUNI 2007

 

Kuratiert durch xavier laboulbenne und olaf pradhan

 

Im Jahr 2005 schuf Christian Boltanski eine Installation, die sowohl die Summe, als auch die Reduktion all seiner vorhergehenden Werke scheint, eine Synthese von vergangenem und aktuellem, des Individuums und des Kollektivs, des Körpers und des ihm umgebenden Raumes. “Mon Coeur”, aus dem Jahre 2005 ist eine Installation bestehend aus einer Glühbirne und Lautsprechern, in variablen Dimensionen in einem Raum in dessen Mitte die nackte Glühbirne zum Klang des schlagenden Herzen des Künstler flackert. Dieses unkonventionelle Selbstportrait des Künstlers weckt ein beängstigendes und doch musisches Gefühl im Betrachter, ist gemässigt und doch monumental und verbindet das organische mit dem elektronischen.

Ziel des Ausstellungsprojektes ist es, die Installation in Berlin zu zeigen, und in dem sie behutsam in die einmalige urbane Landschaft der Metropole eingefügt wird, eine Verbindung zwischen der ominösen Vergangenheit Berlins mit einer seiner progressivsten Komponenten aufzubauen: der Klub-Kultur. Im Grunde ist es nur in Berlin möglich diese Verbindung aufzubauen, und kann diese Verbindung standhalten und verstanden werden als die extremste Reduktion dessen was eine Klubnacht bietet- der zu den Bässen vibrierenden Architektur, die Erfahrung von Licht und Klang in ihrer einfachsten und intensivsten Form- denn hier liegt die Wiege der elektronischen Musik.

Die Inststallation wird in den Kellern des „Pfefferberges“ zu sehen sein. Ehemals eine Bierbrauerei, die 1841 eröffnet wurde, wird der Ort heute für soziokulturelle Aktivitäten genutzt und reflektiert recht gut den allgemeinen Zustand des heutigen Berlins; teilweise wiederaufgebaut, teilweise noch im Sanierungszustand und andernorts noch in Ruinen, aber definitiv im Wandel. Der Gebäudekomplex umfasst auch ein außergewöhnliches Kellersystem, welches während des 2. Weltkrieges als Bunker genutzt wurde und seitdem nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich war. In diesen Räumlichkeiten ist es möglich die Arbeit Christian Boltanskis in einmaliger Weise zu erfahren und somit die Perzeption seines Werkes zu intensivieren, da der Besucher, indem er sich seinen Weg durch die Keller bahnen muss, dem Herzschlag der in der Ferne hörbar ist folgend, Teil der organischen Struktur der Installation wird. Eine Konstellation die so in einem Museum äußerst schwer zu realisieren, wenn nicht gar unmöglich, ist. Zudem wird seine Arbeit in einen historischen Kontext gebunden und dadurch, dass sie aus dem üblichen institutionellem Rahmen gelöst ist, wird die Möglichkeit geboten die Arbeit in einem unkonventionellem Stil zu mediatisieren.

Die Ausstellung wird im Mai 2007 öffnen und über einen Zeitraum von zwei Monaten laufen.

 

 

BOLTANSKI HERZSCHLAG PFEFFERBERG MAI-JUNI 2007

 

Curated by xavier laboulbenne and olaf pradhan

 

In 2005, Christian Boltanski created an installation, which was both the sum and the subtraction of all his previous works, a synthesis of the past and the present, the individual and the collective, the body and its architectural surrounding. “Mon Coeur”, 2005, electric bulb, speakers, variable dimensions: a dark padded room, containing at his center a naked electric bulb, palpitating to the rhythm of the artist recorded heart pulsations, its tune loudly amplified by a sound system. This unconventional self-portrait triggers a haunting and melodic sensation, both modest and monumental, organic and electronic – a theatrical even giving the illusion of being inside a thoracic cage.

 

The following exhibition project aims to present this installation in Berlin and through a sensitive integration into the unique urban landscape of the metropolis, raises association with both its ominous past and one of its most progressive contemporary expression: club-culture. In fact, only the context of Berlin could add this layer of interpretation, and this installation understood as a minimalization at the extreme of the club experience: light and sound in their simplest and most intense form - the architecture vibrating to the tempo of the bass is a familiar experience in the capital of electronic music. Pfefferwerk appears to be the most suited location for this project. A former beer distillery build in 1841, situated in the middle of the city, at the edge of Mitte and Prenzlauerberg, this former industrial complex, partially reconverted for socio-cultural activities, reflects the state of the city at large, partly rebuild, in renovation and sometime still in ruin. It contains a remarkable complex of vaulted caves, used as shelter during WWII and since closed to the public, but in perfect conditions. This unique context will allow the artist to radicalize the experience of his work, link it to an historical situation, and also in contrast to usual institutional exposures, create the opportunity to research and develop new strategy to mediate this installation.

 

Notice:

 

Artist-inspiration-artwork-authorship could be the sequence that defines the categorical specter of the dogmatic art world and converts the art object in an ontological ectoplasm, commodified through its fetishization.

 

A displacement from the object toward the experience, to be connected with the renewed processes of dematerialization of the art object during the last decades, creates the link with club culture. In fact, the club culture phenomenon relates, through its concept of non archival art without any intention of posterity, to the fleetingness of the narcotic ecstasy and fugacity of the musical product, which legitimacy in the hand of dj’s producers rarely goes beyond one or two months.

 

The importance of electronic dance music in the last cultural developments of this turn of the century relates to the specificity of physical phenomenon such as sound and light, working materials extraordinarily propitious for a decade where the desubstantialization of the object and virtualization of space are implemented by the digital revolution. Deleuze already prophesies that we must invent new concepts in order to yield new realities. In this interstitial space between club culture and contemporary art takes place the anonymous and aprogrammatic break up of the romantic esthetic corpus that had dominated a major part of artistic production in the XX century.

 

Antragsteller/in Xavier Laboulbenne & Olaf Pradhan

Veranstaltungstermin Mai bis Juni 2007

Veranstaltungsort Pfefferberg Berlin

Förderbetrag 18.000 €

Internetseiten www.herzschlag-ber...ag-berlin.de

copyright xlop berlin

copyright xlop berlin

Chile International: Museo Santiago – Die Stadt als Versprechen

Chile International:

Museo Santiago – Die Stadt als Versprechen

Eine Ausstellung mit Lotty Rosenfeld, Leonardo Portus, Guillermo Cifuentes, Enrique Ramirez, Claudia Aravena, Viviana Bravo, Hoffmann´s House, und Galería Metropolitana

 

Kuratiert von Eva-Christina Meier und Andreas Fanizadeh

 

22. September bis 28. Oktober 2007, Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien, Berlin

 

Eröffnung: Freitag 21.09.2007

Diskussion im Goethe Institut Berlin: Sonntag 23.09.2007

 

Der kulturelle Aufbruch Anfang der 1970er Jahre in Chile war von kurzer Dauer. Auf dem Weg zum Sozialismus arbeitete man auch stadtplanerisch und künstlerisch am Umbau der Gesellschaft. Einzelne damals in Santiago entstandene Bauten zeugen noch heute von dieser Utopie, vieles blieb unrealisiert. Der Putsch von 1973 beendete das kollektive Projekt. Fortan wurde der städtische Raum und die Öffentlichkeit mit Gefahr assoziiert. Der Rückzug ins Private hingegen versprach Sicherheit.

Die 1989 begonnene Rückkehr zur Demokratie ist bis heute nicht vollständig abgeschlossen. Mit der Phase des Übergangs, der so genannten Transicion, begann jedoch eine neue Runde in der Auseinandersetzung um die kulturelle Symbol- und Definitionsmacht. Unübersehbar ist die neuerliche, rege Kulturproduktion, die sich der jüngsten Geschichte Chiles kritisch nähert. Das Land ist dabei, sich von seiner Erstarrung zu befreien und auch die gewaltsame Unterbrechung von 1973 offiziell anders zu bewerten.

Unabhängige Kunsträume wie Galería Metropolitana und Hoffmann´s House spielen dabei eine wichtige Rolle. Galería Metropolitana entschied sich 1998 ihre Räume in der Peripherie Santiagos, im Arbeiterviertel Pedro Aguirre Cerda zu eröffnen. Hoffmann´s House wählte als nomadisierende Galerie einen anderen Weg, blieb beweglich in der Stadt ohne sich territorial festzulegen. Beide Projekte formulieren eindrücklich das Bedürfnis zeitgenössischer chilenischer Kunst in der Öffentlichkeit zu intervenieren, ohne dabei eigene ästhetische Ansprüche aufzugeben.

Aus dem Umfeld dieser beiden Galerien präsentiert die Ausstellung Chile International. Museo Santiago die chilenischen KünstlerInnen Lotty Rosenfeld, Leonardo Portus, Guillermo Cifuentes, Enrique Ramirez, Hoffmann´s House, Viviana Bravo und Claudia Aravena. Die ausgewählten Installationen, Zeichnungen und Videoprojektionen vereint der vielfältige Bezug auf den städtischen Raum, als Träger von Geschichte und Feld sozialer Teilhabe.

In ”5 Lugares de Santiago” zeigt Portus zum Beispiel die modellhafte Rekonstruktion von Orten, die zwischen 1970 und 1980 aus dem Bild der Stadt gelöscht wurden.

Von der Videokünstlerin und diesjährige Documenta-Teilnehmerin Lotty Rosenfeld wird erstmalig in Europa “Proposición para cruzar el tunel, cruzar la frontera” (1983) zu sehen sein – die Aufzeichnung einer Kunstaktion am Checkpoint Charly in Berlin und im Tunnel Christo Redentor, an der chilenisch-argentinischen Grenze.

Die Installation ”Pista Central” von Guillermo Cifuentes und Enrique Ramirez, ist die Homage an eine klandestine Funk-Bewegung im Arbeiterviertel Pedro Aguirre Cerda während den Zeiten der Ausgangssperre.

 

Die Ausstellung begleitet eine Diskussion in Kooperation mit dem Forum Goethe Berlin. Am Sonntag 23.09.2007 unterhalten sich zum Thema Kunst und politisches Engagement. Ein Vergleich zwischen Santiago de Chile und Berlin: Juliane Rebentisch (Philosophin, Berlin), Ana María Saavedra und Luis Alarcon (Galeria Metropolitana, Santiago), Rodrigo Vergara (Hoffmann´s House, Santiago) und Josef Strau (Ex-Galerie Meerettich, Pavillon der Volksbühne, Berlin).

 

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Amelie von Wulffen und Clemens Krümmel.

 

Bereits erschienen: “Chile International – Kunst, Existenz, Multitude”, Fanizadeh/Meier (Hg.), 176 Seiten, viele Abb., Berlin 2005, www.idverlag.com. Mit Beiträgen u.a.v. Pedro Lemebel, Diamela Eltit, Alvaro Peralta Sainz, Jorge Calbucura, Guillermo Cifuentes, Dirk von Lowtzow, Juliane Rebentisch und Toni Negri.

 

Antragsteller/in Andreas Fanizadeh, Eva-Christina Meier

Veranstaltungstermin 21. September 2007 (Eröffnung) - 22. September bis 28. Oktober 2007 - 23. September 2007: Diskussion im Goehte Institut Berlin

Veranstaltungsort Kunstraum Bethanien, Goethe Institut Berlin

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen Auswärtiges Amt

Internetseiten www.idverlag.com

Cindy Sherman

Der Martin-Gropius-Bau Berlin zeigt die große, vom Jeu de Paume in Paris erarbeitete Retrospektive „Cindy Sherman“. Die Werkschau umfasst 220 Arbeiten der Künstlerin aus den Jahren 1975 bis 2005. Schon in ihren frühesten Arbeiten nahm Cindy Sherman fast ausschließlich ihre eigene Person als Modell und Gegenstand ihrer Inszenierungen. Ihre erfundenen Personen stellt sie selbst mit Hilfe unterschiedlicher Accessoires wie Schminke, Kostüme oder Prothesen dar und fotografiert sie im Studio. Die Figuren verkörpern kulturelle und gesellschaftliche Stereotype. Sie werden teils parodistisch, teils bissig, bisweilen auch brutal inszeniert.

 

Antragsteller/in Berliner Festspiele - Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH

Veranstaltungstermin 15. Juni bis 17. September 2007

Veranstaltungsort Martin-Gropius-Bau

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen Berliner Festspiele. Eine Ausstellung des Jeu de Paume, Paris in Kooperation mit Kunsthaus Bregenz, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebaek, Dänemark und Martin-Gropius-Bau, Berlin.

Internetseiten www.gropiusbau.de

Pressestimmen

Untitled#66, 1980 Farbfoto, Auflage 5, 40,6 x 61 cm Privatsammlung, c Cindy Sherman

Untitled#304, 1994 Farbfoto, Auflage 6, 155,1 x 103,9 cm Courtesy Cindy Sherman und Metro Pictures, New York, c Cindy Sherman

Ausschnitt aus Untitled#66, 1980

Die Basis des Make-Up (1974 - 2007)

Der bildende Künstler und Filmemacher Heinz Emigholz hat seit 1974 ein Tableau aus Hunderten von Zeichnungen geschaffen, in dem autobiographische Elemente mit historischen und fiktiven Ereignissen des 20. Jahrhunderts zu einer eigenwilligen Bildsprache verwoben sind. Die Zeichnungen entstammen den von Emigholz collagierten Tagebüchern, die auch Gegenstand seiner Filme The Basis of Make-Up sind. Die Zeichnungsserie wird von ihm aus Anlass der Ausstellung auf 550 Zeichnungen ergänzt und das gesamte Projekt erstmals vollständig präsentiert.

 

Heinz Emigholz schreibt dazu: „‚The Basis of Make-Up’ ist der Kern, um die meine Filme Normalsalz, Die Basis des Make-Up und Die Wiese der Sachen kreisen. Ich stelle mir The Basis of Make-Up als stummes Intermezzo oder als kurze Rekapitulation zwischen diesen Filmen vor“.

 

Die Gesamtheit des von Emigholz geschaffenen, interdisziplinären Projekts Die Basis des Make-Up wird in dieser monographischen Ausstellung erstmals vollständig präsentiert. Es umfasst über 200 künstlerisch gestaltete Notizhefte sowie 550 Zeichnungen und die Filmtrilogie THE BASIS OF MAKE-UP I, II und III (zusammen über 90 Minuten). Die von Emigholz entworfene schwarzweiße Präsentation führt die verschiedenen Medien des Werkkomplexes räumlich zusammen. Der Betrachter erfährt in eindrucksvoller Weise von den frühen Notizbüchern und den in Fotografien, Wandzeichnungen, Filmen und Teppichen übersetzten Zeichnungen die Genese des Gesamtwerks Die Basis des Make-Up.

 

Im Rahmen der Berlinale wird am 16. Februar, um 18 Uhr die Live-Show THE BASIS OF MAKE-UP im WerkRaum stattfinden. Karten gibt es an den Vorverkaufstellen der Berlinale.

 

 

 

Antragsteller/in Heinz Emigholz - Hamburger Bahnof

Veranstaltungstermin 8. Dezember 2007 bis 24. Februar 2008

Veranstaltungsort Hamburger Bahnhof - Werkraum 24

Förderbetrag 65.000 €

Internetseiten www.pym.de

Die Macht des Dinglichen - SKULPTUR HEUTE!

 

Die Ausstellung ist eine Standortbestimmung des Plastischen in der zeitgenössischen Kunst. Gezeigt werden Arbeiten, die sich gegenüber den anhaltenden Entgrenzungstendenzen der Kunst auf das konkret Dingliche, Haptische und Materielle besinnen. Im Kontrast zu räumlichen Installationen bzw. der Flüchtigkeit digitaler oder performativer Werke, die den momentanen Ausstellungsbetrieb weitgehend beherrschen, ist eine solche Themenstellung ein Desiderat. Der "Renaissance der Skulptur", wie sie seit einiger Zeit Kunstmarkt und Presse ausrufen, wird hier erstmals mit repräsentativem Anspruch nachgegangen.

 

Unter dem Motto "Zurück zum Objekt!" ist eine Generation jüngerer Bildhauerinnen und Bildhauer fassbar, die für sich ein weites Feld von neuen Materialien erschlossen hat. In tendenzieller Abkehr von den klassischen Bildhauertechniken Stein, Bronze oder Eisen zählen dazu empfindliche, ausschließlich für den Innenraum bestimmte Stoffe wie Leder, Polyester, Tierfelle, lackiertes Holz oder Pappe. Die Ausstellung zeigt die faszinierende Bandbreite objektbezogener Bildhauerei unter dem besonderen Aspekt ihrer Materialität. Die Präsentation bringt sowohl abstrakte als auch figürliche Positionen in einen Spannungsbogen, der von der reinen Form zum detailgenauen Realismus reicht.

 

Gezeigt werden neben einigen neuen Positionen vorwiegend "emerging artists", die bereits auf dem Kunstmarkt Fuß gefasst haben, ohne jedoch etabliert zu sein. Zu den bekannteren Namen zählen u.a. Jonathan Meese, Thomas Rentmeister und Anselm Reyle.

 

KÜNSTLERLISTE

Axel Anklam

Angelika Arendt

Bara

Florian Baudrexel

Oliver van den Berg

Stefanie Bühler

Birgit Dieker

Berta Fischer

Harry Hauck

Thomas Helbig

Tony Matelli

Reiner Maria Matysik

Anna-Kavata Mbiti

Jonathan Meese

Anke Mila Menck

Katharina Moessinger

Joel Morrison

Nadine Rennert

Thomas Rentmeister

Anselm Reyle

Iris Schieferstein

Hans Schüle

Matthäus Thoma

Marcus Wittmers

Antragsteller/in Freundeskreis der Bernhard-Heiliger-Stiftung

Veranstaltungstermin 11. Februar bis 28. Mai 2007

Veranstaltungsort Georg-Kolbe-Museum

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen Bernhard-Heiliger-Stiftung

Internetseiten www.skulptur-heute.de

Erwin Geschonneck - eine deutsche Biografie

Erwin Geschonneck, einer der großen Schauspieler des 20. Jahrhunderts, feierte am 27. Dezember 2006 seinen 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass widmet der Verlag Theater der Zeit dem Jahrhundertmimen eine Ausstellung über dessen reich illustrierten Arbeits- und Lebensstationen. Der Ausstellung liegt eine Bildbiografie von Frank Hörnigk, erschienen bei Theater der Zeit, zugrunde. Die Ausstellung umfasst 10 Bild-Texttafeln, auf denen Dokumente aus dem Vorlass der Akademie der Künste Berlin sowie aus dem privaten Archiv der Familie Geschonneck zum ersten Mal veröffentlicht werden. Die Ausstellung beinhaltet ein temporäres Filmarchiv auf DVD, inklusive Filmografie und Rollenverzeichnis und eine fünfminütige Collage durch sein umfangreiches Filmwerk.

Bereits in seiner Jugend konnte Erwin Geschonneck sein "plebejisches Genie" - wie Brecht es später nannte - auf der Bühne und im Film unter Beweis stellen. Vollends aber spielte er sich nach dem Zweiten Weltkrieg, zuerst an den Hamburger Kammerspielen unter dessen Intendantin Ida Ehre, dann am Berliner Ensemble von Bertolt Brecht in die erste Reihe der Theaterschauspieler. Nach seinem Abschied von der Bühne im Jahre 1955 - der bis heute nur von drei Gastrollen unterbrochen wurde - avancierte Erwin Geschonneck in fast einhundert Filmen zum DEFA-Star in Kino und Fernsehen.

In beiden Medien überzeugte er durch seine vitale Körperlichkeit; er spielte ein breites Rollenspektrum bis hin zum komischen Fach und überzeugte nicht zuletzt auch in Kinder- und Jugendfilmen. Die Oscar-Nominierung mit Frank Beyers "Jakob der Lügner" (1974) und zahlreiche Auszeichnungen wie der DDR-Nationalpreis und der Bundesfilmpreis zeugen von der Ausnahmestellung des Ehrenmitglieds der Deutschen Filmakademie. Die Ausstellung sowie das Buch verstehen sich als ein Kapitel deutscher Theater- und Filmgeschichte.

Antragsteller/in Theater der Zeit

Veranstaltungstermin 27. Dezember 2006 bis 14. Januar 2007

Veranstaltungsort Akademie der Künste

Förderbetrag 38.000 €

Kooperationen DEFA-Stiftung, Literaturforum im Brecht-Haus

(c) Holger Herschel

Eugène Atget - Retrospektive

Anlässlich des 150.Geburtstages des französischen Fotografen Eugène Atget (1857-1927) wird ab 28. September 2007 eine große Retrospektive seiner Arbeiten im Martin-Gropius-Bau Berlin zu sehen sein. Die Ausstellung wurde von der Bibliothèque nationale de France zusammengestellt. Aus dem großen Oeuvre Atgets wurden 350 Werke ausgewählt. Atget hat wie kein anderer Fotograf zwischen 1897 und 1927 das Alte Paris in seinen Bildern festgehalten. Seine Aufnahmen zeigen die Stadt in ihren unterschiedlichen Facetten: enge Gassen und Höfe im historischen Zentrum mit alten Gebäuden, die teilweise kurz vor dem Abriss stehen, prächtige Paläste aus der Zeit vor der Französischen Revolution, Brücken und Kais am Ufer der Seine, aber auch Geschäfte mit ihren Auslagen in den Schaufenstern. Er fotografierte Treppenhäuser und architektonische Details an den Fassaden und nahm Interieurs von Wohnungen auf. Sein Interesse galt auch der Umgebung von Paris. Es entstanden zeitlos wirkende Aufnahmen von den Parks von Versailles, Saint-Cloud und Sceaux. Neben Architektur und dem städtischen Raum fotografierte er

auch Straßenhändler, kleine Gewerbetreibende, Lumpensammler und Prostituierte sowie Jahrmärkte und Kirchweihfeste in den verschiedenen Stadtteilen. Auch die städtischen Außenbezirke und Randzonen, in denen oft Arme und Obdachlose hausten, wurden seine Bildmotive.

 

 

Antragsteller/in KBB - Berliner Festspiele

Veranstaltungstermin 28. September 2007 bis 6. Januar 2008

Veranstaltungsort Martin-Gropius-Bau

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Berliner Festspiele. Eine Ausstellung der Bibliothèque nationale de France - Galerie de photographie mit Unterstützung von Champagne Louis Roederer Ermöglicht durch den Hauptstadtkulturfonds.

Internetseiten www.gropiusbau.de

Ein Lumpensammler früh morgens in Paris, Avenue des Gobelins, Paris, 1899 © BnF, département des Estampes et de la photographie

Kräuterhändler, Paris, 1898 © BnF, département des Estampes et de la photographie

Saint-Cloud, 1922 © BnF, département des Estampes et de la photographie

Fotografien von René Burri aus dem Notaufnahmelager Marienfelde

Die Ausstellung präsentiert Aufnahmen des weltbekannten Fotografen René Burri, der während einer Reportagereise nach West-Berlin im Juli 1961 auch das Notaufnahmelager Marienfelde besuchte.

 

Die Fotografien sind beeindruckende Zeitdokumente von herausragender ästhetischer Qualität. In eindringlichen Bildern dokumentiert René Burri die Situation der Flüchtlinge „Im Vorzimmer des Westens“ kurz vor dem Mauerbau. Der bevorstehende politische Einschnitt kündigte sich in hochschnellenden Flüchtlingszahlen an. Im Sommer 1961 meldeten sich an manchen Tagen mehr als 2.000 Menschen aus der DDR in West-Berlin, die der befürchteten Abriegelung zuvorzukommen suchten. Im Notaufnahmelager herrschte drangvolle Enge. René Burri fing mit seinen Bildern von erschöpften, endlos anstehenden und wartenden Menschen typische Erfahrungen dieser Wochen ein.

 

Burris Besuch in Marienfelde gehört zu einer Reihe von Reisen, die er Ende der fünfziger/Anfang der sechziger Jahre nach West- und Ostdeutschland unternahm. Einen Teil der hier entstandenen Fotografien veröffentlichte er 1962 unter dem Titel „Die Deutschen“/„Les Allemands“ in einem Bildband. Alle diese Aufnahmen zeichnen sich durch ungewöhnliche Perspektiven sowie einen Blick für das Detail und das Erzählerische aus.

 

René Burri, 1933 in Zürich geboren, zählt zu den weltweit bedeutenden Fotografen unserer Zeit.

Von 1949 bis 1953 studierte er an der Kunstgewerbeschule Zürich Fotografie; seit 1956 arbeitet er für die legendäre Fotoagentur Magnum. Während seiner zahlreichen Reisen entstanden ausdrucksstarke Bildreportagen für international renommierte Magazine wie Paris Match, Time, Life, National Geographic und Vogue.

 

Antragsteller/in Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Veranstaltungstermin 21. April bis zum 19. August 2007

Veranstaltungsort Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Förderbetrag 40.000 €

Internetseiten www.enm-berlin.de

Pressestimmen

Ausschnitt: c: René Burri / Magnum Photos

Kambodscha

Ab 5. Mai 2007 wird im Martin-Gropius-Bau Berlin die Ausstellung Angkor – Göttliches Erbe Kambodschas gezeigt. Zum ersten Mal ist die weltberühmte alte Kunst der Khmer in einer großen Ausstellung in Berlin zu sehen. Seit ihrem Bekanntwerden in der Mitte des 19. Jahrhunderts hat sie das kunstinteressierte Publikum Europas fasziniert und in Staunen versetzt.

 

Der Name Angkor steht seither für geheimnisvolle, ausgedehnte Tempelanlagen im Dschungel Kambodschas, die auch heute noch eine Vorstellung von ihrer einstigen Pracht geben können. Seit sich das Land in Folge der Pariser Friedensabkommen Anfang der 1990er Jahre politisch zu stabilisieren begann, wurde auch die Region von Angkor wieder für Reisende zugänglich. Die großartige Kultur des alten Khmerreiches mit ihren zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert errichteten Bauten kehrte mehr und mehr in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zurück. Doch welcher Geist steht hinter den überwältigenden Tempelanlagen, welchen Gottheiten waren sie geweiht, auf Grund welcher sozialen und ökonomischen Struktur konnten sie errichtet werden? Wie sah die Gesellschaft aus, die derartige Leistungen zu vollbringen im Stande war? Welches Selbstverständnis hatten ihre Könige? Dies sind Fragen die sich jeder stellt, der das alte Kambodscha kennen lernen möchte.

 

Die Ausstellung bietet nicht nur die Möglichkeit, sich einen Überblick über die Vielfalt der Kunst zu verschaffen, sondern greift auch wichtigste kulturgeschichtliche Themen auf, so dass die Besucher auch eine Vorstellung vom historischen, sozialen und religiösen Kontext der Werke bekommen.

 

Angkor war der Mittelpunkt eines Reiches, das sich zu seiner Blütezeit im Westen über den Chao Praya (heutiges Thailand) hinaus, im Osten bis zur Annamitischen Bergkette (heutiges Vietnam), im Norden bis zum Mekong-Bogen (heutiges Laos) und im Süden bis zum Kap Kamau (heutiges Vietnam) erstreckte. Die Tiefebene am Großen See (Tonle Sap), in der Angkor liegt, eignete sich gut für den Reisanbau. Hölzer und Wild sowie Gold, Edelsteine und Seide beförderten den Handel, der über Tonle Sap und Mekong auch Meereszugang hatte. Eine gut organisierte Wasserwirtschaft und ein ausgedehntes Netz von Kanälen regulierte die Bewässerung der Reisfelder. In dieser mit Naturschätzen gesegneten Umgebung entwickelte sich das Land zum damals mächtigsten Reich Südostasiens.

 

Rund 120 Steinplastiken, Bronzefiguren und Holzskulpturen sowie Silberarbeiten und Malereien werden aus dem Nationalmuseum in Phnom Penh nach Berlin kommen. Leihgaben aus dem Museum für Asiatische Kunst in Berlin und dem Musée national des Arts asiatique Guimet in Paris ergänzen das Bild. Der zeitliche Bogen spannt sich vom 7. Jahrhundert bis in die Neuzeit, denn es ist ein Anliegen der Ausstellung zu zeigen, auf welcher kulturellen Grundlage sich Angkor entwickelte und wie sein Erbe bis heute nachwirkt. Die frühesten überlieferten und in der Ausstellung präsentierten Kunstwerke stammen aus den Prä-Angkor-Reichen Funan und Zhenla im Süden und Nordosten des heutigen Kambodscha. Es handelt sich um buddhistische und brahmanische (hinduistische) Steinskulpturen, aus dem 7. und 8. Jahrhundert, die von großer Schönheit sind und eine erstaunliche künstlerische Perfektion zeigen. Sie stehen in der Tradition indischer Kunst und haben doch einen eigenen, unverkennbaren Stil. Sandsteinstelen mit Inschriften vermitteln einen Eindruck von der überragenden Bedeutung der Epigraphie für unsere Kenntnis der Zeit. Bis zum 14. Jahrhundert bleibt sie die wichtigste Informationsquelle für alle Aspekte der Khmer-Kultur.

 

Die eigentliche Angkor-Epoche begann im 9. Jahrhundert mit der Verlegung des Machtzentrums nach Westen in die Nähe des Tonle Sap. Der erste Tempelberg aus Stein, umgeben von breitem Wassergraben und Umfassungsmauern, wurde als magisch-religiöses Zentrum des Reiches geweiht. Die Anlage folgte einer bis in das 13. Jahrhundert hinein verbindlichen kosmologischen Konzeption: Sie sah die Erde als ein von Gebirgsketten (Umfassungsmauern) umgebenes Viereck. Jenseits dieses Gürtels dehnen sich die mythischen Urozeane (Wassergraben) aus. In der Mitte des Vierecks bildet der Berg Meru, auf dem die Götter wohnen, die Weltachse (Tempelberg). Der Haupttempel war oft von kleineren Schreinen umgeben, in denen Götterstatuen aufgestellt wurden. Neben Architekturelementen wie Türstürzen mit Reliefdarstellungen und Balustraden wird eine beeindruckende Anzahl von teilweise überlebensgroßen Stein- und Bronzefiguren aus diesen Tempeln in der Ausstellung zu sehen sein.

 

Gezeigt werden brahmanische wie auch buddhistische Kultbilder. Ihre stilistischen Varianten sind äußerst vielfältig. Sie reichen von imposanter Repräsentation, eleganter Schlichtheit und mitreißender Dynamik bis zu tiefer Spiritualität.

 

Eines der großartigsten Werke ist eine selbst in ihrem fragmentarischen Zustand noch überwältigende Bronzefigur des Gottes Vishnu. Deutlich spiegeln sich Lebensgefühl und Rollenverständnis der Auftraggeber im Stil wider.

 

Den für die Kunst Angkors so typischen Flachreliefs am gigantischen Tempelberg Angkor Wat (erbaut zwischen 1113 und 1150), der als die großartigste Schöpfung der Khmer-Architektur gilt, wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Als unbewegliche Kunstwerke können sie nur auszugsweise auf originalgroßen Fotofriesen und Gipsabgüssen präsentiert werden. Auf ein Ersatzmedium übertragen, vermitteln sie dennoch auf beeindruckende Weise die überbordende Phantasie und künstlerische Perfektion in der Darstellung epischer und mythischer Ereignisse.

 

Unter der Herrschaft des mahayana-buddhistischen Königs Jayavarman VII. (1181 bis circa 1218) erlebte Angkor eine letzte große Blütezeit. Seine Tempelbauten sind den buddhistischen Idealen Mitgefühl und Weisheit verpflichtet. Am deutlichsten ist dies an den Gesichtertürmen zu erkennen, die wie kein anderes architektonisches Phäno-men die späte Angkor Zeit prägen. Das verinnerlichte Lächeln auf den monumenta-len Gesichtern, das berühmte Lächeln Angkors, ist charakteristisch für diese Zeit. Es findet sich auch auf den herausragenden Steinskulpturen und Bronzefiguren von Buddhas und Bodhisattvas, die in der Ausstellung gezeigt werden. Einzigartig darunter ist ein Porträtkopf aus poliertem Sandstein von Jayavarman VII., eine Rarität sondergleichen, denn außer den wenigen von ihm und vermutlich seiner Frau Jayarajadevi überlieferten Porträts gibt es keine Darstellungen individueller Persön-lichkeiten in Angkor.

 

Nach dem Tod dieses bedeutenden Herrschers setzte eine Stagnation ein und im 15. Jahrhundert wurde Angkor von den Khmer-Königen ganz verlassen. Sie gründeten eine neue Hauptstadt im östlichen Teil des Landes nahe dem Mekong. Die Staatsreligion war nun der Theravada-Buddhismus mit Stupa und Pagode als religiösem Zentrum. Das indische Epos Ramayana, in der Angkor-Zeit vielfach dargestellt, blieb in seiner kambodschanischen Form (Reamker) weiterhin von größter Bedeutung als Träger religiösen Wissens. Nicht mehr in Stein gemeißelt, sondern auf die Innenwände der Pagoden gemalt und immer wieder erneuert, hat es bis in das 20. Jahrhundert hinein das künstlerische Schaffen Kambodschas geprägt. Eine Folge von Szenen des Reamker, Anfang des 20. Jahrhunderts in Tempera auf Leinwand gemalt, wird diese wichtige Tradition in der Ausstellung dokumentieren.

Angkor ist durch alle Jahrhunderte hindurch Bezugspunkt nationaler Identität geblieben. Sein Erbe prägt bis heute das Selbstverständnis der Kambodschaner.

 

Die parallel gezeigte Ausstellung Konservierung der Tempel von Angkor, Kambodscha stellt das „German Apsara Conservation Project in Angkor, Kambodscha“ (GACP) und seine Arbeit vor. Seit 1995 ist das GACP der deutsche Beitrag im Rahmen der internationalen Hilfe zum Erhalt des Weltkulturerbes Angkor unter dem Schirm der UNESCO. Angkor ist dabei das größte internationale Erhaltungsprojekt unter dem Schirm der UNESCO. Der Tempel Angkor Wat, eines der größten religiösen Bauwerke der Welt, ist vom Sockel bis zu den Spitzen der Türme bildhauerisch bearbeitet. Besonders Apsara- und Devata-Reliefs (himmlische Tänzerinnen und Göttinnen), von denen sich allein über 1850 am Tempel befinden sowie die Tympanonaufbauten über den Portalen, sind akut von der Zerstörung durch Verwitterungsprozesse bedroht.

 

Die Ausstellung führt mit Fotografien, Filmen und Texten in die komplexe und spannende Arbeit der Steinkonservierung ein. Auf der Basis der fotografischen Dokumentation der Reliefs wurden eine detaillierte Schadenserfassung und eine umfassende naturwissenschaftliche Untersuchung durchgeführt. In Filmen wird die konkrete restauratorische Arbeit vorgestellt und genauer erläutert. Ein besonderer Höhepunkt der Ausstellung ist die maßstabsgetreue Darstellung eines Giebelfeldes mit Baugerüst, das die Größenverhältnisse vor Ort anschaulich macht.

 

Die praktischen Arbeiten der multidisziplinären Projekte werden von inzwischen 27 im Projekt ausgebildeten kambodschanischen Restauratoren und Spezialisten für die Dokumentation ausgeführt. Deutsche Wissenschaftler verschiedener Disziplinen unterstützen das Projekt mit ihrer Expertise. Studenten verschiedener Fachhochschulen und Universitäten aus Deutschland und anderen europäischen Ländern – bereits über 60 – arbeiten im Projekt mit.

 

 

Katalog

Angkor – Göttliches Erbe Kambodschas

ca. 336 Seiten mit ca. 260 Abbildungen, Format 24,5 x 28 cm

Museumsausgabe € 28,–

ISBN 978-3-7913-6086-7

Buchhandelsausgabe € 59,–

ISBN 978-3-7913-3697-5

 

 

 

Antragsteller/in Berliner Festspiele

Veranstaltungstermin 5. Mai bis 29. Juli 2007

Veranstaltungsort Martin-Gropius-Bau

Förderbetrag 230.000 €

Kooperationen Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn

Pressestimmen

Ausschnitt: Hevajra Banteay Kdei, Angkor Angkor-Periode, 2. Hälfte 11. Jh., Bronze, H. 30 cm, Nationalmuseum Kambodscha, Phnom Penh © J. Gollings, St. Kilda, Australien

Loi chao tu Hanoi / viele Grüße aus Hanoi - Videoinstallation und Fotografien

„Loi chao tu Hanoi“ vietnamesisches Leben in Deutschland ist das aktuelle Projekt der Berliner Künstlerin Stefanie Bürkle. Lebensalltag, Schwierigkeiten, Träume und Lebensentwürfe von Vietnamesen werden künstlerisch dokumentiert. Die filmischen Portraits vietnamesischer Familien zeigen ein facettenreiches Bild vom Lebensalltag in der jeweiligen Heimat.

 

Mit ihrem Projekt versucht Stefanie Bürkle eine Perspektive für die deutsche Gesellschaft aus zwei Peripherien aufzuzeigen: aus der gesellschaftlichen Randperspektive der vietnamesischen Migranten in Deutschland und aus dem Blickwinkel ihrer Verwandten in Vietnam.

 

Das Ergebnis sind Videoporträts, die unterschiedliche Lebensentwürfe von Vietnamesen

in Deutschland zeigen.

 

Die 4-Kanal Videoarbeit wird hier so gezeigt, dass sich ein begeh- und erfahrbarer Raum durch die Projektionen ergibt. Die Fotoserie „Loi Chao Tu Hanoi“ zeigt urbane Lebens- und Handlungsräume von Vietnamesen in Deutschland als auch in Vietnam. Die Fotografien aus Vietnam entstanden während der letzten zwei Jahre anlässlich mehrerer Aufenthalte von Stefanie Bürkle in Vietnam und sind erstmals zu sehen.

 

 

 

 

 

Loi chao tu Hanoi/ viele Grüsse aus Hanoi

vietnamesisches Leben in Deutschland

 

Videoportraits dokumentieren den Lebensalltag, die Schwierigkeiten und die Träume von in Deutschland lebenden Vietnamesen. Auf vier Projektionsleinwänden werden diese Portraits ineinander verschränkt und Bildern aus Deutschland und Vietnam gegenübergestellt. Vietnamesen, ob Boat People oder Vertragarbeiter der ehemaligen DDR, sind wie keine andere Migrantengruppe durch die Auswirkungen des Kalten Krieges geprägt. Deswegen heißt Vietnamesisches Leben in Berlin immer auch ein Leben in Teilung (Ost-West Deutschland oder Nord-Süd Vietnam) spiegeln. Die künstlerischen Mittel erzeugen einen sinnlichen und unmittelbaren Eindruck der komplexen Situation eines gelebten Kulturtransfers in der Mitte unserer Gesellschaft. „Loi chao tu Hanoi“ zeigt den unbekannten Kosmos nebenan.

 

„Loi chao tu Hanoi“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt von Stefanie Bürkle in Zusammenarbeit mit Joana Breidenbach (Ethnologin), Berit Petzsch (Ethnologin), Do Lan (Soziologin), Do Thuy Tien (Südostasienwissenschaftlerin) und Fariba Nilchian (Dokumentarfilmerin), Elsa Kampen (Cutterin).

Das interdisziplinäre Projekt „Loi chao tu Hanoi“ wird gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Berlin.

 

Unter dem Titel BERLIN HANOI – Tên tôi là Đuc präsentiert sich das Projekt für sechs Tage in der Bar KM 36 (Karl-Marx-Allee 36). Vier Videoprojektionen bespielen die Glasarchitektur des Gebäudes und werden sowohl innen als auch außen zur Karl-Marx-Allee hin sichtbar. Ergänzt wird der räumliche Eindruck durch eine großformatige Fototapete.

Tên tôi là Đuc bedeutet: Mein Vorname ist Deutsch. Duc steht für tugendhaft und deutsch, er ist ein sehr beliebter und häufiger vietnamesischer Vorname.

 

Vor Ort vom 28.06. – 03.2007 vietnamesische Pho-Suppe.

 

 

 

 

Antragsteller/in Stefanie Bürkle

Veranstaltungstermin Eröffnung: 09. September 2007 bis 3. Oktober 2007 am 9. September 2007, 18:00 Uhr Di, Do, Fr 12-19 Uhr, Sa 14-19 Uhr _______ Mi, 19.09.07, 19 Uhr, Vortrag über das Projekt mit Stefanie Bürkle, Joana Breidenbach und Berit Petzsch, Ort: NBK (Neuer Berliner Kunstverein e.V.) Chausseestraße 128/129, 10115 Berlin - anschließend ab ca. 20 Uhr Vorstellung des Buches "Home:Sweet:City" in der Galerie Ybdd 28. Juni bis 03. Juli 2007 Eröffnung am 28.06.07 ab 21 Uhr vom 29.06. bis 03.07. geöffnet ab 18 Uhr – Videoprojektionen ab 21.30 Uhr(Neuer Berliner Kunstverein e.V.) Chausseestr. 128/129, 10115 Berlin - anschließend ab ca. 20 Uhr Vorstellung des Buches "Home:Sweet:City" in der Galerie Ybdd

Veranstaltungsort Raum Ybdd, Torstraße 170, 10115 Berlin (U8 Rosenthaler Platz) Bar KM 36, Karl-Marx-Allee 36 (direkt neben dem Café Moskau)

Förderbetrag 37.000 €

Kooperationen Die Ausstellung wird präsentiert im Rahmen der Asien-Pazifikwochen-Wochen (APW) Berlin 2007 (10.09.-23.09.07). Die APW werden unterstützt durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Die Ausstellung ist während des Artforums Berlin (29.09.-03.10.07) geöffnet. BERLIN HANOI – Tên tôi là Đuc wird gezeigt m Rahmen von SYNTROPIA, eine Ausstellung des RealismusStudios der NGBK (Neue Gesellschaft für Bildende Kunst) Berlin 29. Juni – 30. Juli 2007

Internetseiten www.ngbk.de

Ausschnitt:Straßenszene aus Hanoi c) Stefanie Bürkle / VG Bildkunst Bonn

megastructure reloaded

Megastruktur war in den 1960er-Jahren das Zauberwort für Architekten und Städteplaner, ein Ausweg aus der anhaltenden Krise der Architektur. Der visionäre Neuansatz bestand in der Trennung von tragendem Raumgitterwerk, das sich auf Stützen hoch über der bestehenden Stadt spannen sollte und mobilen, flexiblen Einheiten, die jeder Bewohner nach eigenen Vorstellungen in diesen Rahmen einhängen konnte. Hier verband sich die Lust an der Stadt mit Hightech, Pop und partizipatorischen Ideen. Doch während die ersten zaghaften Umsetzungen der Idee noch im Bau waren, hatte sich die Avantgarde bereits von der Megastruktur verabschiedet. Die Megastruktur hatte ihre emanzipatorische Sprengkraft eingebüßt, und ihr Gigantismus geriet intern zunehmend in die Kritik.

 

Heute rücken die megastrukturellen Planungen wieder verstärkt ins Interesse einer jungen Generation von Planern, Architekten und auch Künstlern. Unsere Ausstellung bietet erstmals eine Zusammenschau der wichtigsten Projekte und Protagonisten der Zeit mit Zeichnungen, Collagen und Modellen von Archigram, Archizoom, Alan Boutwell, Yona Friedman, Günther Domenig & Eilfried Huth, Constant, Eckhard Schulze-Fielitz und Superstudio.

 

Daneben sind themenspezifische Installationen der Künstler José Dávila (MX), Simon Dybbroe Møller (DK), Ryan Gander (GB), Erik Göngrich (DE), Franka Hörnschemeyer (D), Victor Nieuwenhuys & Maartje Seyferth (NL), Tobias Putrih (SI/USA), Tomás Saraceno (AR/D), Katrin Sigurðardottir (IS/USA) und Tilman Wendland (D) zu sehen, die wir einge­laden haben sich in ihren Arbeiten mit dem Thema Megastruktur auseinanderzusetzen.

Außerdem zeigen wir mit Conical Intersect eine bereits ‚klassische‘ Arbeit von Gordon Matta-Clark.

 

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog im Hatje Cantz Verlag (ISBN 978-3-7757-2216-2), herausgegeben von Sabrina van der Ley und Markus Richter, mit Texten u.a. von Eilfried Huth, Thilo Hilpert, Carsten Krohn, Tom McDonough, Pelin Tan, Marie Theres Stauffer, Hadas Steiner, Joyce Tsai, Florian Urban (Deutsch/ Englisch, 368 Seiten, mit zahlreiche Farbabbildungen).

 

Ein wichtiger Bestandteile des Projekts ist außerdem ein Symposium zum Thema Megastruktur am 18./19. Oktober.

 

Antragsteller/in European Art Projects

Veranstaltungstermin 20. September bis 2. November 2008

Veranstaltungsort Ehemalige Staatliche Münze, Molkenmarkt 2, 10179 Berlin

Förderbetrag 190.000 €

Kooperationen MEGASTRUCTURE RELOADED wird durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin und die Stiftung Deutsche Klassenloterie, Berlin gefördert. Mit freundlicher Unterstützung von: British Council, Berlin; Danish Arts Council, Kopenhagen; Center for Icelandic Art, Reykjavik; Ikea Stiftung, Hofheim-Wallau; Koenig GmbH & Co KG, Moringen; Lafarge Gips GmbH, Oberursel; The Henry Moore Foundation, Perry Green; Mexikanische Botschaft Berlin, Office of Foreign Affairs of Mexico, Mexico City und Mondriaan Stichting, Amsterdam. Projektpartner: Archigram Archives, London; Art Forum Berlin, Greige / Büro für Design, Berlin; MODEM – Space for Contemporary Music and Arts, Berlin; raumlabor_berlin und Weiss-Heiten Design, Berlin/ London/ Paris

Internetseiten www.megastructure-reloaded.org

Pressestimmen

New York: State of Mind-Eine Ausstellung zur aktuellen Kunst aus New York

New York

Ausstellung, Filmprogramm, Musik, Konferenzen, Lesungen, Performances

 

24.08.2007 - 04.11.2007

 

Vor 50 Jahren entstand am Ufer der Spree die Kongresshalle, ein Geschenk der USamerikanischen Regierung an West-Berlin. Seit dem Fall der Mauer beherbergt dieses architektonische Wahrzeichen der westlichen Nachkriegsmoderne das Haus der Kulturen der Welt. Das 50jährige Jubiläum nimmt das Haus der Kulturen der Welt zum Anlass für ein interdisziplinäres Projekt zu den transatlantischen Beziehungen mit Fokus auf New York.

 

 

Den Auftakt bildet ab 24. August die Ausstellung New York - States of Mind , die mit Werken von Wegbereitern wie Marcel Duchamp, Hans Haacke, Gordon Matta-Clark, aber auch mit Arbeiten von KünstlerInnen wie Kehinde Wiley, Carolee Schneemann und Jon Kessler spezifische Formen der Auseinandersetzung mit der Öffentlichkeit präsentiert. „New York - States of Mind“ veranschaulicht die Bandbreite an künstlerischen Strategien, mit denen in den USA multiple Zugehörigkeiten, Identitäten mit Bindestrich, in den visuellen Künsten und im Film konstruiert und verhandelt werden. Der Situation nach 9/11 und der Irak-Invasion wird mit verschiedenen künstlerischen Arbeiten und Filmen Rechnung getragen.

 

Als Weltzentrum der Musikindustrie wird New York mit drei Konzertreihen gefeiert, die dem Broadway, Greenwich Village und dem Sound von El Barrio gewidmet sind. Ob Great American Songbook, Folk oder Latino - Legenden wie Jimmy Scott, Richie Havens und Joe Bataan treffen auf Vertreter des aktuellen Stands der Dinge wie Tony Touch oder Jeff Lewis. Dazu kommen einzigartige Events wie die Reunion der Salsa-Supergroup Grupo Folklórico Y Experimental Nuevayorquino.

 

Das 50. Jubiläum der Kongresshalle ist Anlass, über die Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen innerhalb einer globalen Moderne nachzudenken. Eröffnet von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier werden die Transatlantischen Gespräche vom 19. bis 23. September in prominent besetzten Zweiergesprächen neben einer politischen und ökonomischen Beobachtung auch eine Betrachtung der Rechte- und Wertesysteme im europäisch-amerikanischen Diskurs vornehmen.

 

Was hält globale Metropolen zusammen? Das erörtert die Konferenz New York – Berlin: Vielfalt, Kulturen, urbane Räume , die sich vom 18. bis 20. Oktober mit der urbanen Dynamik beider Städte befasst. Literatur aus der globalen Metropole New York ebenso wie New York in der Literatur steht durchgehend auf dem Programm. Die eingeladenen Protagonisten der New Yorker Literaturszene eröffnen Einblicke in die Vielfalt der kulturellen, ethnischen und sozialen Zugehörigkeiten, die das Zusammenleben in der globalen Metropole am Hudson-River ausmachen. Unter dem Motto „New York: usAsia“ werden im Rahmen der Asien-Pazifik-Woche die kreativen Impulse präsentiert, die aus der asiatischen Immigration in New York entstanden sind.

 

Die Performancereihe nomadic new york setzt dem Klischee vom rastlosen Moloch Manhattan eine Metropole der vielen kleinen Zwischenräume entgegen: Performancekunst, die sich dem Spektakulären verweigert und die politisch ist, indem sie temporäre Kollektive bildet, Räume umwidmet und Zeit entschleunigt. Die Performer aus New York laden zur Wiedereroberung des renovierten Haus der Kulturen der Welt ein und erschließen auch den Stadtraum Berlins. Dabei erzählen sie eine uns allen gemeinsame Geschichte vom heutigen Leben in westlichen Städten. So wird nicht nur New York künstlerisch neu vermessen, sondern über diesen künstlerischen Umweg auch Berlin.

 

 

Antragsteller/in KBB- Haus der Kulturen der Welt

Veranstaltungstermin 24. August bis 4. November 2007

Veranstaltungsort Haus der Kulturen der Welt

Förderbetrag 250.000 €

Internetseiten www.hkw.de

Pressestimmen

Ohne zu zögern. Varian Fry: Berlin - Marseille - New York

Varian Fry, der in diesem Herbst 100 Jahre alt geworden wäre, ist eine Straße inmitten des „neuen Berlins“, auf dem Potsdamer Platz, gewidmet. Tausende von Menschen passieren täglich den Platz und die Bushaltestelle, die sein Andenken bewahrt. Doch wer ist Varian Fry?

 

Als der junge amerikanische Journalist Varian Fry im August 1940 im Auftrag der privaten Fluchthilfeorganisation Emergency Rescue Committee (ERC) in Marseille eintrifft, hat die deutsche Wehrmacht bereits weite Teile Frankreichs besetzt. Alle in Frankreich lebenden Deutschen sind laut Waffenstillstandsvertrag „auf Verlangen auszuliefern“, was das faktische Ende des politischen Asyls in Frankreich bedeutet. Varian Fry und seinem Centre Américain de Secours gelingt es in den folgenden Monaten trotzdem, rund zweitausend Menschen aus Südfrankreich in die Freiheit zu lotsen. In seinem auch illegal agierenden Büro werden Gelder akquiriert, Schiffspassagen besorgt, Visa und Pässe gefälscht und geheime Fluchtrouten über die französisch-spanischen Pyrenäen organisiert.

 

Zahlreiche Künstler und Intellektuelle – u.a. die Akademiemitglieder Leonhard Frank, Lion Feuchtwanger, Heinrich Mann und Franz Werfel – verdanken Varian Fry und seinen Helfern ihr Leben; aber auch viele unbekannte Flüchtlinge waren unten den Geretteten. Die Ausstellung, die das Aktive Museum e.V. in der Akademie der Künste präsentiert, zeichnet nun erstmals die Arbeit der Retter und die Stationen der Flüchtlinge nach: von Berlin über Paris, Marseille, die Pyrenäen bis nach New York. Gezeigt werden historische Dokumente, Hörstationen, Fotos und der Lebenszeugnisse von Rettern und Geretteten.

 

 

Antragsteller/in Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e. V.

Veranstaltungstermin 18. November - 30. Dezember 2007 Di - So 11 - 20 Uhr, Eintritt frei. Begleitprogramm: 19.11.07/ 19:00 Uhr Diskussion "Krieg gegen Flüchtlinge" mit Wolfgang Benz und Elias Bierdel. 02.12.07/19:00 Uhr Dokumentarfilm von Antonia Lerch: "Ilse Bing, Fotografin, geboren 1899". Gespräch mit der Regiseurin. 09.12.07/11:00 Uhr Lesung "Von Rettern und Geretteten" Autobiografische Texte und Berichte vorgestellt und gelesen von Mitgliedern der Fry-AG des Aktiven Museums. 16.12.07/19:00 Uhr Dokumentarfilm: "Villa Air Bel" von Jörg Bundschuh mit einer Einführung von Monica Puginier (Aktives Museum).

Veranstaltungsort Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen Ein Projekt des Aktiven Museums e.V. in Kooperation mit der Akademie der Künste. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, des Hauptstadtkulturfonds und der Stiftung Preußische Seehandlung. Der Katalog wird veröffentlicht mit Unterstützung der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung Hamburg.

Internetseiten www.aktives-museum.de

PETER ZADEKs MENSCHENTHEATER

Die Akademie der Künste widmet Peter Zadek (geb. 1926), einem der bedeutendsten Theaterregisseure der Gegenwart, eine monographische Ausstellung. Kuratorin Barbara Naujok installiert sie als großräumige Schau rund um Zadeks erfolgreichste und umstrittenste Arbeiten aus vier Jahrzehnten, mit Blick auf die sein Theaterleben beherrschenden Dramatiker und – in Inszenierungen von Shakespeare, Tschechow, Ibsen, Wedekind, Sobol, Dorst, Lorca, Fallada, LaBute – immer wiederkehrende Motive. Peter Zadeks suggestive Kunst des Schauens wird, gespiegelt durch den Blick der Fotografen, zum Gegenstand und Mittel einer künstlerischen Wiedererzählung in neuer visueller Dramaturgie. Theaterfotografie in Großformaten (Roswitha Hecke, Gisela Scheidler), Ausschnitte aus Inszenierungsaufzeichnungen und eine kaleidoskopische Filmphantasie (Alexander Nanau) geben dem Werk Peter Zadeks über die dokumentarisch-zeitgeschichtliche Perspektive hinaus einen neue Phantasien anregenden Raum. Das Rahmenprogramm nimmt werkgeschichtliche und theater-aktuelle Stichworte auf und setzt musikalisch-literarische Akzente.

Antragsteller/in Akademie der Künste

Veranstaltungstermin 26. August bis 21. Oktober 2007

Veranstaltungsort Akademie der Künste, Pariser Platz 4 10117 Berlin - Mitte

Förderbetrag 111.530 €

Kooperationen Medienpartner RBB Fernsehen, Dank an ZDF Theaterkanal

Internetseiten www.adk.de

Pressestimmen

Neil LaBute "Bash - Stücke der letzten Tage, Hamburger Kammerspiele /Deutsches Theater 2001/2002 Ben Becker Foto Roswitha Hecke

Ré Soupault ( 1901-1996). Die Fotografin der magischen Sekunde

Die Fotografin Ré Soupault steht im Zentrum der klassischen Moderne zwischen Berlin und Paris. Ré Soupault wurde 1901 als Meta Erna Niemeyer in Bublitz/Pommern geboren. Sie zählt zu den bedeutendsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Seit ihrer Ausbildung am Bauhaus in Weimar (1921-1925) bei Johannes Itten, Wassily Kandinsky, Georg Muche, Oskar Schlemmer, Paul Klee und anderen ist sie Teil der europäischen Avantgarde-Bewegungen der 1920er und 1930er Jahre.

 

Die für den Martin-Gropius-Bau in Berlin geplante große Retrospektive zum Werk Ré Soupaults, ist ihre erste große Gesamtschau. Gezeigt werden etwa 250 Arbeiten, davon ein Viertel vintage prints. Viele der Arbeiten werden zum ersten Mal zu sehen sein, nach dem sie im Nachlass entdeckt wurden.

Antragsteller/in Berliner Fesstpiele

Veranstaltungstermin 28. April bis 13. August 2007

Veranstaltungsort Martin-Gropius-Bau

Förderbetrag 80.000 €

Internetseiten www.gropiusbau.de

Pressestimmen

Foto: Ré Soupault, Selbstportrait, Hammamet (Tunesien) 1939 © Nachlass Ré Soupault / VG Bild-Kunst, Bonn 2007 Alle Rechte vorbehalten

Foto: Ré Soupault, Philippe Soupault, Tunesien 1940 © Nachlass Ré Soupault / VG Bild-Kunst, Bonn 2007 Alle Rechte vorbehalten

René Lalique. Jugendstil-Schmuck aus Paris 1890-1912

René Lalique. Jugendstil-Schmuck aus Paris 1890-1912

Ausstellung vom 8. September 2007 bis 13. Januar 2008 im Bröhan-Museum, Berlin

 

 

Mit "René Lalique. Jugendstil-Schmuck aus Paris 1890-1912" präsentieren das Bröhan-Museum, Berlin, und sVo, Sylvestre Verger Organisation, Frankreichs erster unabhängiger Organisator von internationalen Kunstausstellungen, eine Ausstellung, die das Werk René Laliques in all seinen Facetten beleuchtet. Die Ausstellung, die nun nach Berlin kommt, begeisterte im Pariser Musée du Luxembourg bereits über 300.000 Besucher. Sie wird vom 8. September 2007 bis zum 13. Januar 2008 im Bröhan-Museum, Berlin, gezeigt und ist in Deutschland die erste monographische Ausstellung über den Jugendstil-Künstler René Lalique.

 

Als „Erfinder des modernen Schmucks“, wie ihn der berühmte Glaskünstler Emile Gallé nannte, war René Lalique (1860-1945) zweifellos einer der begabtesten und einflussreichsten europäischen Schöpfer seiner Zeit. Als Kunsthandwerker, der die Traditionen veränderte und stark an der Revolution der Ästhetik gegen Ende des 19. Jahrhunderts mitwirkte, hat Lalique Werke geschaffen, die das einfache Kunsthandwerk übertrafen. Dank neuer Techniken, der Verbindung von wenig benutzten Materialien (Glas, Horn, Email) und der Erfindung eines breiten Repertoires, das innovativ sowohl in den gewählten Themen als auch in der Gestaltung der Formen ist, entwickelte Lalique eine Kunstform, die weiterhin durch ihre Schönheit und ihre Originalität fasziniert.

 

Die Ausstellung umfasst ca. 250 Exponate, darunter eine Auswahl von Schmuckstücken, die von Museen und Privatsammlungen aus der ganzen Welt ausgeliehen wurden. Sie befasst sich auch mit dem Umfeld Laliques und zeigt die Vielzahl der Inspirationsquellen, die Laliques Schaffen kennzeichneten. Darüber hinaus präsentiert sie die enorme Vielfalt der Techniken und Themen, die Lalique angeschnitten hat, um, wie er es selbst sagte, „etwas, was man noch nicht gesehen hat“, zu schaffen.

 

Die Ausstellung findet anlässlich des 20. Jubiläums der Partnerschaft zwischen den Städten Berlin und Paris statt. Im Musée du Luxembourg in Paris, dem Museum des französischen Senats, wurde sie vom 7. März bis zum 29. Juli gezeigt. Die Kuratorinnen der Ausstellung sind Yvonne Brunhammer, weltweit anerkannte Lalique-Spezialistin und ehemalige Chef-Konservatorin des Musée des Arts Décoratifs in Paris, und Dany Sautot, ehemalige Konservatorin der Museen Baccarat, Paris.

 

Antragsteller/in Bröhan-Museum, Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus (1889-1939)

Veranstaltungstermin 8. September 2007 bis 13. Januar 2008

Veranstaltungsort Bröhan-Museum

Förderbetrag 125.000 €

Kooperationen sVo (Sylvestre Verger Organisation)/Musée du Luxembourg, Frankreich

Internetseiten www.broehan-museum.dewww.expo-lalique-inberlin.de

René Lalique, Anhänger, Frauenprofil mit halb geschlossenen Augen, um 1900, Paris, Privatsammlung, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2007

Signs of the City - Metropolis Speaking

Signs of the City – Metropolis Speaking

Berlin – London – Barcelona

Ausstellung – Jugendkunstprojekt – Kongress

Eine Urbane Recherche nach Gemeinsamkeiten

und Unterschieden in drei europäischen Metropolen

 

Das Projektvorhaben Signs of the City – Metropolis Speaking ist eine rund zweijährige künstlerische Auseinandersetzung mit der Zeichenwelt der Europäischen Stadt anhand von drei westlichen Metropolen verschiedenster kultureller Prägungen. London als das Zentrum des größten Ballungsraums in Europa mit seinem

extrem multikulturellen Flair. Barcelona als die momentan prosperierendste Stadt in Westeuropa in der permanenten Spannung zwischen katalanischem Unabhängigkeitsdrang und spanischer Staatsstruktur. Und Berlin als eine Stadt, die sich nach der Wende neu erfinden durfte oder musste, die eine fast magische Anziehungskraft auf viele Menschen überall auf der Welt ausübt und die trotzdem an den ökonomischen Problemen fast kollabiert.

Signs of the City – Metropolis Speaking erforscht die Zeichensysteme der Europäischen Stadt und inventarisiert

sie mit den Mitteln der digitalen Fotografie und der Neuen Medien. Mit der Erstellung einer innovativen

Bilderdatenbank im Internet entsteht ein zeitgenössisches Archiv, das für jedermann verfügbar und nutzbar sein

wird.

Im Zentrum des komplexen Gesamtprojektes steht die urbane Recherche nach den lokalen Zeichen. Sie wird von

professionellen Künstlern vor Ort in direkter Zusammenarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen

geschehen. Die Ergebnisse werden unmittelbar danach im Internet publiziert. Diese Recherchephase wird in

insgesamt 24 individuellen Workshops in den drei Städten ablaufen und über einen Zeitraum von nahezu 12

Monaten von Mitte 2007 bis Mitte 2008 geschehen. Den Abschluss der lokalen Recherchen bilden drei

publikumswirksame Präsentationen im öffentlichen Raum in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Betreibern des

Öffentlichen Personennahverkehrs. Als künstlerisches Highlight wird es im Herbst 2008 zu einer

Wanderausstellung kommen, die in den drei beteiligten Kulturinstituten ICA London, CCCB Barcelona und Haus

der Kulturen der Welt Berlin zu sehen sein wird. Diese Ausstellung wird in Berlin von urban dialogues konzipiert

und kuratiert. Signs of the City – Metropolis Speaking soll durch einen wissenschaftlichen Kongress mit dem

Titel „Signs of the European City“ im November 2008 in Berlin seinen Abschluss finden. Darüber hinaus wird das

gesamte Projekt vom renommierten Centre for Urban and Community Research (CUCR) des Goldsmiths College

University of London akademisch begleitet und betreut.

Die einzelnen Projektteile von Signs of the City – Metropolis Speaking bilden in ihrem Zusammenspiel ein

Gesamtkunstwerk, das renommierte Institutionen der Zeitgenössischen Kunst, Medientrainingszentren,

Jugendkunst- und Freizeiteinrichtungen und eine der weltweit führenden akademischen Institutionen der

Sozialforschung mit den innovativen Möglichkeiten der Datenverarbeitung und dem öffentlichen Raum der

Nahverkehrstransportsysteme in den drei Städten miteinander verweben wird. Diese Vernetzung geschieht durch

die künstlerische Erschließung der bild- und zeichenhaften Chiffren urbaner Landschaften.

urban dialogues führte im Herbst 2003 ein Pilotprojekt mit dem Titel Archiv der Zeichen – Inventur einer

Großstadt durch, das im Januar 2004 auf dem Bahnsteig und den Werbeplakatflächen im U-Bahnhof

Jannowitzbrücke in Form einer evokativen Ausstellung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden

konnte und in fünf Wochen rund eine halbe Million Menschen en passant erreichte. Bei der anschließenden

Weiterentwicklung des Projektes in einen europäischen Kontext konnten in den letzten zwölf Monaten stabile und

potente Netzwerke in den beiden Partnerstädten London und Barcelona aufgebaut werden, die in hohem Maße an

dem Prozess der gemeinsamen Entwicklung und der zukünftigen Durchführung des Projektes interessiert sind.

Der akademische Schwerpunkt des Projektes liegt beim Center for Urban and Community Research des

Goldsmiths College in London. Da der Ausgangspunkt des im folgenden näher ausgeführten Projektvorhabens

jedoch in Berlin entstand, will urban dialogues weiterhin mit seinen Partnern in Berlin die künstlerische Führung

des Projektes betreiben und wendet sich diesbezüglich frühzeitig an den Hauptstadtkulturfonds.

Signs of the City – Metropolis Speaking | Antrag zur Förderung aus dem Hauptstadtkulturfonds April 2006 | • urban dialogues | Synopsis

Antragsteller/in urban dialogues e.V. - Stadtkunstverein

Veranstaltungstermin 2008

Veranstaltungsort Haus der Kulturen der Welt

Förderbetrag 2007: 30.000 € 2008: 75.000 €

Kooperationen The Institute of Contemporary Arts (ICA), London Centre for Urban and Community Research at Goldsmith Colleg University of London (CUCR) The Centre for Creative Communities (CCC) Centre de Cultura Contempoània de Barcelona Interarts Foundation Artibarri

Internetseiten www.urbandialogues.de

Tesla – 9 evenings Reconsidered: Art, Theater and Engineering 1966

9 evenings reconsidered: art, theatre, and engineering, 1966

 

Eine Ausstellung des MIT List Visual Arts Center, New York

 

kuratiert von Catherine Morris und Andreas Broeckmann

 

40 Jahre ist es her, dass die "9 Evenings" in New York stattgefunden haben. Die von Catherine Morris kuratierte Ausstellung "9 evenings reconsidered: art, theatre, and engineering, 1966" wurde 2006 am MIT - Massachusetts Institute of Technology präsentiert und ist nun zum ersten Mal in Europa zu sehen.

 

Zahlreiche Objekte und Materialien aus privaten und öffentlichen Archiven, aus Sammlungen und Stiftungen wurden erstmals zu einer Dokumentation zusammengetragen. Die Ausstellung ist als Präsentation von Originalmaterialien angelegt und möchte einen Eindruck davon vermitteln, wie die Performances entwickelt wurden, was genau stattfand und wie das damalige Publikum reagierte.

 

New York, Oktober 1966: Neun Abende in der 69th Regiment Armory Hall markieren die Geburtsstunde der interaktiven Performance. Erstmals begegneten sich Künstler und Ingenieure in einem kreativen Prozess. Beteiligt hatten sich inzwischen hochrenommierte Künstler wie Robert Rauschenberg, John Cage, Lucinda Childs und Deborah Hay, Steve Paxton und Yvonne Rainer.

 

Eröffnung am 09.11.2007 19:00

 

Öffnungszeiten:

 

10.11.2007 bis 02.12.2007

Di bis So, 18:00 – 22:00

 

Sonderöffnungszeiten zur re:place Konferenz

14. - 17.11. 18:00 - 24:00

 

Zeitgleich bei t e s l a

Dick Raaijmakers. Eine Dokumentarausstellung.

 

Presse

PR-Netzwerk

Annette Schäfer, Gudrun Herz

fon: 030 - 61 65 11 55

fax: 030 - 61 65 11 57

gh@pr-netzwerk.net

www.pr-netzwerk.net

 

 

Produktion

Ulrike Kneitschel

Co-Produktion

Christian Wolf

fon: 030 - 24 74 9-785

produktion@tesla-berlin.de

 

kuratorische Co-Assistenz

Xenia Gusev

 

Tickets tägl. ab 17:30

Vorbestellungen an

kasse@tesla-berlin.de

fon: 030. 247 49 700 oder 777

 

TESLA Medien > Kunst < Labor

Podewils'sches Palais

Klosterstraße 68, 10179 Berlin

Antragsteller/in TESLA Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 9.11. - 2. Dezember 2007 Di-So 18:00 - 22:00

Veranstaltungsort TESLA, medien >kunst< labor, TESLA Berlin e.V., Klosterstr. 68, 10179 Berlin

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen Gefördert von Hauptstadtkulturfonds Die von Catherine Morris kuratierte Ausstellung "9 evenings reconsidered: art, theatre, and engineering, 1966" wurde am MIT präsentiert und großzügig gefördert von The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Robert Rauschenberg, Martin Zimmerman, Dedalus Foundation, dem Council for the Arts am MIT, und vom Massachusetts Cultural Council.

Internetseiten www.tesla-berlin.dewww.mit.edu/~lvac/...venings.htmlwww.fondation-lang...?NumPage=571

Peter Moore, Untitled (Billy Klüver addressing the audience) 1966, b/w Photo by Peter Moore © Estate of Peter Moore /VAGA, New York.

Virtuelle Mauer/ReConstructing The Wall

Interaktive 3D-Installation „Virtuelle Mauer / ReConstructing the Wall“

 

Das VR-Kunstwerk Virtuelle Mauer/ReConstructing the Wall (VR = Virtuelle Realität) verfolgt das Ziel, die Auswirkungen der Berliner Mauer, die von 1961 bis 1989 West-Berlin von Ost-Berlin trennte, zu untersuchen. Zu diesem Zweck haben wir - das Künstlerinnenteam T+T, Tamiko Thiel und Teresa Reuter - einen Teilbereich der demontierten Berliner Mauer digital rekonstruiert und stellen einen Erinnerungsraum zur Verfügung, der es ermöglicht, diese Vergangenheit zu erforschen.

 

Für unser Projektgebiet - vom ehemaligen Grenzübergang Heinrich-Heine-Str. über das Engelbecken bis zum Bethaniendamm bzw. zum Engeldamm recherchierten wir zunächst unter historischen, soziologischen und stadträumlichen Gesichtspunkten den nicht mehr vorhandenen Zustand. Des Weiteren befragten wir mehrere Zeitzeugen und konnten anhand dessen eine Vorstellung davon entwickeln, wie es war, zu Mauerzeiten in diesem Teilbereich zu leben, wie der Alltag durch die Mauer beeinflusst und wie Fluchtversuche wahrgenommen wurden. Darauf aufbauend entwickelten wir unsere interaktive 3D-Installation mit Hilfe von dramatischen Techniken der Virtuellen Realität wie Simulation, Animation, Interaktion und Zeitreisen.

 

In der interaktiven 3D-Installation bewegen wir uns vorwiegend in den 80er Jahren, an einigen Orten wird man auf eine Zeitreise in die 60er Jahre oder aber in die Jetzt-Zeit mitgenommen. Die alltäglichen Geschichten und historischen Ereignisse, die an diesem Teilbereich der Berliner Mauer stattfanden, werden anhand eines Geflechtes aus verschiedenen Szenen vermittelt. Die BenutzerInnen der 3D-Installation bestimmen mittels einer Navigationskonsole deren Abfolge selbst. Sie sind die Agierenden - in der Rolle von ganz normalen Menschen, die mit der Mauer leben müssen. Ist man in Ost-Berlin oder West-Berlin? Das entscheidet der Zufall - wie zur Zeit des Mauerbaus.

Antragsteller/in metroGap e.V.

Veranstaltungstermin 13. August bis 7. September 2008

Veranstaltungsort Museum für Kommunikation, Berlin

Förderbetrag 110.000 €

Kooperationen Museum für Kommunikation, Berlin MIT Center for Advanced Visual Studies, metroGap e.V., Softline JSC, Bitmanagement Software GmbH

Internetseiten www.virtuelle-mauer-berlin.de

Was damals Recht war.... Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht

Wanderausstellung »Was damals Recht war ... – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht«

Ausgehend von einer Initiative ihres Beirats und gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag, auch nicht-jüdischer Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken, erarbeitet die Stiftung – in Kooperation mit der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e. V. – zur Zeit eine Wanderausstellung zur NS-Militärjustiz. Die Ausstellung informiert über Unrecht und Willkür der NS-Militärjustiz und dient der gesellschaftlichen Verankerung der erst im Jahr 2002 erfolgten rechtlichen Rehabilitierung ihrer Opfer. Sie wird vom Bundesbeauftragten für Kultur und Medien finanziert.

Im Zentrum der Präsentation stehen Fallgeschichten, bei denen es nicht nur um Personen geht, die als Deserteure abgeurteilt wurden, sondern auch um so genannte Wehrkraftzersetzer und Volksschädlinge. Darüber hinaus werden Biografien von Angehörigen des Widerstandes in besetzten europäischen Ländern dargestellt. Insgesamt wurden mindestens 22.000 Menschen hingerichtet, unzählige andere starben in Lagern oder in Strafeinheiten. Die Fallgeschichten werden in Überblicksdarstellungen zur Geschichte der deutschen Militärjustiz bis 1933 eingebettet. Zum Schluss nimmt die Ausstellung die Ausgrenzung und Nichtachtung überlebender Justizopfer in den deutschen Nachkriegsstaaten in den Blick.

Die Wanderausstellung ist vom 22. Juni bis 1. August in der Berliner St. Johannes-Evangelist-Kirche zu sehen, bevor sie anschließend in Köln, München, Halle, Freiburg und anderen Städten präsentiert wird. Zusätzlich zur Ausstellung haben die Kuratoren, Dr. Magnus Koch und Dr. Ulrich Baumann, ein interessantes Vortragsprogramm mit Überlebenden und Experten entwickelt. Die Termine und Veranstaltungsorte können Sie unserem Begleitprogramm entnehmen.

Für Fragen zum Projekt steht Ihnen Dr. Ulrich Baumann, Kurator der Wanderausstellung und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Denkmal, gern zur Verfügung. Kontakt: ulrich.baumann@stiftung-denkmal.de

 

Antragsteller/in Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Veranstaltungstermin 21. Juni bis 3. August 2007

Veranstaltungsort St. Johannes-Evangelist Kirche

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Stiftung sächsische Gedenkstätten, Gedenkstätte deutscher Widerstand, Bundesvereinigung der Opfer der NS-Militärjusitz

Internetseiten www.holocaust-mahnmal.de

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