CONTEXT #4 "COVER"

Identitätsbildung ist im postmodernen Zeitalter auf bezeichnende Weise zu einem Körperprojekt geworden. Das Ego konstituiert sich über eine Repräsentation des Körpers. Mittlerweile ist ein schöner, junger, fitter, gestylter Body die Voraussetzung für soziale Akzeptanz und die Visitenkarte einer am Körperkult orientierten Gesellschaft. Die vormalige Disziplinierung des Körpers wird abgelöst von einer nie endenden Kontrolle des Körpers, der durch Diäten, Bodybuilding und Schönheits-OPs im richtigen Look gehalten wird.

Wichtig ist hierbei in erster Linie die Inszenierung des Körpers,

das richtige Cover: The body is the message. Und die orientiert

sich weniger an eigenen Selbstentwürfen denn an gängigen

Klischees und Szenevorbildern. Der französische Philosoph Jean

Baudrillard schreibt, dass der Körper die Seele als moralische und ideologische Heilsbringerin ersetzt hat.

 

In diesem Jahr wendet sich CONTEXT #4 „COVER“ nun dem Bild

des menschlichen Körpers im zeitgenössischen Tanz zu. Das

Festival reflektiert die Inszenierung des Körpers in unserer Gesellschaft und fragt nach den Darstellungsformen kulturell geprägter Körperbilder z.B. in Werbung, Mode, Medizin, Fernsehen, Sport, Pornografie etc.: Wie betrachte ich einen Körper? Wie präsentiert er sich mir im aktuellen Kontext unserer visuellen Kultur, in der medial geprägte Körperbilder den individuellen Körper längst in Besitz genommen haben?

Antragsteller/in Hebbel am Ufer

Veranstaltungstermin 17. bis 25. Februar 2007

Veranstaltungsort Hebbel am Ufer

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen Medienpartner: die tageszeitung

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.de

© Patrick Imbert aus "Cover" Rachid Ouramdane/ Ass. Fin Novembre

c: Patrick Imbert aus "Cover" Rachid Ouramdune / Ass. Fin Novembre

Ausschnitt: c: Patrick Imbert aus "Cover" Rachid Ouramdune / Ass. Fin Novembre

Es war einmal...

Der Berliner Choreograf und Tänzer Niels Robitzky arbeitet über einen Zeitraum von mehreren Wochen mit Berliner Kinder und Jugendlichen zusammen, die bereits im Bereich der HipHop Tanzformen trainieren. In diesen Vorproben und der Thematik der Märchen geht es vor allem um die Vermittlung von menschlichen und gesellschaftlichen Werten: wie kann man sich als Heranwachsender in einer Gruppenarbeit einbringen; kreative Arbeit als Mittel zur Persönlichkeitsentfaltung; wie gehen wir mit Vorurteilen, Gewalt, Drogenversuchung und Rassismus um, usw. In Endproben im März/April 2007 wird eine Choreografie mit dem Titel "Es war einmal..." erarbeitet. Diese moderne Märchen bezieht sich, auf klassische Schemen gestützt, auf die Entwicklung der HipHop Kultur in Berlin.

 

Die entgültige Crew umfasst:

- 18 junge Berliner TänzerInnen, v.a. aus Neukölln

- 4 professionelle junge Tänzer aus Berlin

- 2 professionelle junge Tänzer aus Paris

- 1 Choreografen

- 1 Co-Choreografen

- 1 Koordinator der Kinder und jugendlichen Teilnehmer am Projekt

- 1 Lichtdesigner

- 1 Produktionsleiter

Antragsteller/in Niels Robitzky

Veranstaltungstermin 12. bis 14. Juni 2007 6., 7. und 8. April 2007

Veranstaltungsort Hebbel am Ufer - HAU 1

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen Senat Berlin; Hebbel am Ufer; Centre National de la Danse, Pantin (Frankreich); Conseil Général de la Seine-Saint-Denis (Frankreich)

Internetseiten www.stormdance.dewww.moovnaktion.org

Dirk Korell

Hell on Earth

Im Jahr 2003 hat Constanza Macras im HAU 1 TänzerInnen ihrer Compagnie und Kinder aus Neukölln gemeinsam zu Stars eines Abends gemacht: „Scratch Neukölln“ war „eine hinreißende Party auf der Bühne und ein kluges Stück über das Leben in der Fremde“ (tip).

 

In ihrem neuen Stück - „Hell on Earth“ - schafft die Tänzerin und Choreografin den mittlerweile jugendlichen Neuköllnern erneut ein Forum. Nicht mehr aus dem Blickwinkel von Kindern, sondern aus der Perspektive junger Erwachsener berichten sie von den Hoffnungen und Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens, von erlebter Diskriminierung, vom Wunsch nach Anpassung und den Problemen, die dieser Wunsch mit sich bringt.

Erwachsenwerden ist schwierig: Wie verhalten sich Entwürfe von Weiblichkeit und Männlichkeit, von Körper und Geschlecht zueinander? Dabei unterliegen junge Frauen oft mehr Beschränkungen als ihre männlichen Altersgenossen – Grund genug, sie in den Fokus zu stellen. Wie gehen Jugendliche mit Migrationshintergund während ihrer Pubertät mit dem vielschichtigen Gefühl von Fremdheit um?

In „Hell on Earth“ verarbeitet Constanza Macras die Erfahrungen der Jugendlichen zu einer Auseinandersetzung über die Turbulenzen des Erwachsenwerdens unter erschwerten Bedingungen.

 

Antragsteller/in CONSTANZA MACRAS | DORKYPARK

Veranstaltungstermin 11. bis 14. Januar 2012, 19.30 Uhr Premiere: 10. April 2008, Weitere Aufführungen: Samstag, 12. April Sonntag, 13. April Dienstag, 15. April Mittwoch, 16. April Freitag, 18. April Samstag, 19. April Sonntag, 20. April jeweils um 19:30 Uhr

Veranstaltungsort Hebbel am Ufer - HAU 1: Stresemannstr. 29, 10963 Berlin

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen Hell on Earth ist eine Produktion von Constanza Macras |DorkyPark und Hebbel am Ufer in Koproduktion mit Kampnagel Hamburg.

Internetseiten www.dorkypark.orgwww.hebbel-am-ufer.de

Foto: Thomas Aurin

Foto: Thomas Aurin

Foto: Thomas Aurin

Foto: Thomas Aurin

Repeater

Früher haben mein Vater und ich gemeinsam mit Holz gebastelt, Fahrräder repariert, Kirschen gepflückt und Reisen unternommen. Heute ermöglicht meine Tätigkeit als Choreograph nur noch wenig Zeit und Raum für gemeinsame Projekte.

Das Stück »Repeater« ist ein Lösungsvorschlag: ich lade meinen Vater, den Pensionär, ein, an meiner Arbeit teilzuhaben als Amateur im eigentlichen Wortsinn: als Tanzliebhaber. Dabei geht es auch um die Konfrontation lang gehegter Konflikte ebenso wie um das Entdecken überraschender Vorteile des Anderen.

Die Frage, ob der Sohn die Verhaltensweise des Vaters wiederholt, stellt sich immer wieder, wird in »Repeater« aber auch umgekehrt: Der Vater, der die vom Sohn vorgegebenen Bewegungsmuster nachmacht, lernt und eben wiederholt. Im Mittelpunkt steht dabei immer das gemeinsame Projekt, ein Tanzstück zu machen. Das Vakuum jahrelanger Stille, das damit gefüllt wird, wird so zu einer Präsenz auf der Bühne, in der wir, Vater und Sohn, agieren und hoffentlich zu einer Intensität gelangen, die für Außenstehende lesbar wird.

 

Idee: Martin Nachbar

Von und mit: Klaus Nachbar, Martin Nachbar

Dramaturgie: Jeroen Peeters

Bühne: Bettina Darmawan

Lichtdesign: Bruno Pocheron

Dank an: Boris Hauf

 

 

Antragsteller/in Martin Nachbar

Veranstaltungstermin Premiere und Tourdaten 08. – 10.11.07. Sophiensaele Berlin www.sophiensaele.com 14. – 16. 11.07 brut Koproduktionshaus Wien www.brut-wien.at 06. – 08. 12.07 FFT JUTA Düsseldorf www.forum-freies-theater.de 24. –26. 01.08 Kampnagel, Hamburg www.kampnagel.de 31.01. – 02.02.08 Mousonturm, Frankfurt/Main www.mousonturm.de 13. – 14. 02.08 Vooruit, Gent www.vooruit.be 27. – 28. 02.08 Stuk, Leuven www.stuk.be

Veranstaltungsort Sophiensaele

Förderbetrag 19.000 €

Kooperationen Produktion: Martin Nachbar in Koproduktion mit brut Wien, FFT Düsseldorf und Sophiensaele, Berlin

Sixpack vs. Festival

Bewegungen lassen sich einteilen in: Bewegungen, hässliche Bewegungen, Bewegungen, die ich selber gern mache, Bewegungen, die der Liebe Gottes dienen sollen, Bewegungen, die in keine Küche gehören, feine Windhauchverursachende Bewegungen, Ernte-Bewegungen, Stürze, (usf.)

 

Angela Schubots Choreografien und Bewegungsrecherchen zeichnet unter anderem aus, der Persönlichkeit des Tänzers näher zu sein als seiner stilistischen Herkunft und Vor-Prägung durch andere. Nun hat sie in einem langen Selbstversuch sich ein einstündiges Solo auf bzw. aus dem Leib geschrieben, mit dem Hintergedanken, es an 5 weitere Choreografen, Stück- Entwickler u.a. Schaffende sowie sich selbst weiterzureichen. Diese 6 Personen aus unterschiedlichsten Bereichen, entwickeln das entstandene Material, (das sie mit Samt-, Garten- oder Gummihandschuhen anfassen dürfen) zu einem neuen Endprodukt weiter.

Die Sophiensæle zeigen vom 6. bis 18. März 2007 die 6 Bearbeitungen, sowie die "Unplugged"-Version in unterschiedlichen Kombinationen.

 

Ein Solo, zwei Duette und ein Trio werden im Festsaal der Sophiensäle zu sehen sein. In ihrer eigenen Solo-Bearbeitung beschäftigt sich Angela Schubot mit dem Ausloten der Grenze der Benennbarkeit. Dem Lichtdesigner Benjamin Schälike und der Tänzerin und Choreografin Juli Reinartz geht es in ihrem Stück um Selbstproduktion und um die unterschiedlichen Modi, in denen wir funktionieren: die Behauptung, Souveränität, das Selbstbild, das Suchen, die Introspektion und das Nichtwissen. Die Choreografen Marika Plakso und Margus Toomla aus Tallin entwickeln in freier Assoziation zu Angela Schubots Bewegungsmaterial ihr erstes gemeinsames Duett. Und Martin Clausen sucht in seinem Trio mit dem Schauspieler Peter Trabner und der Schauspielerin Heide Simon nach dem rechten Maß der „Verfälschung durch Aneignung“ (Horvath).

Zwei weitere Bearbeitungen werden im Virchowsaal aufgeführt: Die Inszenierung von Michael Steinbusch (Stadtplaner und Soziologe) und Reem Kadhum aus Dresden verbindet Kompositionen aus Textfragmenten der soziologischen Wohnforschung mit Videoarbeiten der „Unplugged“-Version und der Amsterdamer Tänzer und Choreograf Diego Gil widmet sich der Erforschung von Angela Schubots Bewegungsqualität, ohne andere diskursive Felder in Spiel zu bringen.

 

Antragsteller/in Angela Schubot/Two Fish

Veranstaltungstermin 6. bis 18. März 2007

Veranstaltungsort Sophiensaele Berlin

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen In Koproduktion mit Kanuti Gildi Saal, Tallin und Les Grandes Traversees, Bordeaux. Mit freundlicher Unterstützung von Pact Zoll Verein, Essen, schloss bröllin e.v., Tanzfabrik Berlin e.V., Studio Kokovice 4., Mimecentrum Berlin, Berliner Kulturveranstaltungs GmbH, Cultural Endowment of Estonia, und Estonian National Culture Foundation.

Internetseiten www.twofish.info

Tanz im August 2007 - Internationales Tanzfest Berlin

Die Daten für die 19. Ausgabe von TANZ IM AUGUST – INTERNATIONALES TANZFEST BERLIN stehen fest:

Das größte deutsche Tanzfestival findet in diesem Jahr vom 17. August bis zum 1. September statt.

An 16 Tagen präsentieren die Veranstalter TanzWerkstatt Berlin und Hebbel am Ufer 20 hochkarätige Produktionen, darunter zwei Uraufführungen und 11 Deutschlandpremieren, die einen Einblick in aktuelle Tendenzen und Entwicklungen des internationalen zeitgenössischen Tanzes geben. Das Programm des diesjährigen Festivals ist erneut bestimmt von einer ausgewogenen Mischung unterschiedlicher Formate und Schwerpunkte.

Das Eröffnungsgastspiel gibt die belgische Compagnie ROSAS unter der Leitung von Anne Teresa De Keersmaeker im HAU 1: STEVE REICH EVENING. Der Großmeister der Minimal Music

hat den Weg der belgischen Choreografin über viele Jahre geprägt und begleitet.

Weitere Highlights des Festivals sind Gastspiele von LALALA HUMAN STEPS, JEAN-CLAUDE GALLOTTA, GISÈLE VIENNE und MEG STUART / PHILIPP GEHMACHER. Zu entdecken gibt es außerdem die neuen Produktionen von OLGA PONA aus Russland und VINCENT DUPONT aus Frankreich.

Veranstaltungsorte von TANZ IM AUGUST 2007 sind neben dem Podewils’schen Palais und dem Hebbel am Ufer mit seinen drei Bühnen HAU 1-3 u.a. das Ballhaus Naunyn, die HALLE, das

Haus der Berliner Festspiele, das RADIALSYSTEM V, die Sophiensæle, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.

Einer der Schwerpunkte des diesjährigen Festivals widmet sich der neu erwachten Lust von Choreografen an der Auseinandersetzung mit den Klassikern der Modernen Musik einerseits (ROSAS, YVONNE RAINER, XAVIER LE ROY) und andererseits mit dem Repertoire und Formenkanon des klassischen Balletts (LALALA HUMAN STEPS, SARAH MICHELSON).

Darüber hinaus hat sich eine Reihe renommierter New Yorker Künstler/innen in Berlin angesagt, u.a. erneut YVONNE RAINER und SARAH MICHELSON sowie JANET PANETTA, die während des Festivals ein Masterclass-Training anbietet. Die Tanzfotografin PEGGY KAPLAN stellt an allen Veranstaltungsorten eine Auswahl ihrer außergewöhnlichen Portraits bekannter Choreografen aus.

Speziell für den TANZ IM AUGUST gibt LUCKY TRIMMER zehn jungen Choreografen aus Berlin und New York eine kollaborative Plattform für ihre neuen künstlerischen Ansätze.

Außerdem werden 2007 drei Koproduktionen des Festivals präsentiert: neben der Arbeit von

XAVIER LE ROY neue Stücke von MATANICOLA und MICHAEL LAUB.

Neben dem Gastspielprogramm bietet das Festival 2007 wie in den Vorjahren eine Vielzahl ergänzender Veranstaltungen, u.a. ein internationales Trainings- und Coachingprogramm für Profis, eine Reihe von architektonischen Theater-Raum-Erkundungen sowie BACKSTAGE, das zum ersten Mal jugendlichen Zuschauern die Gelegenheit eröffnet, in Diskussionen mit Festivalleitung und Künstlern ihren Blick für und auf Werke des zeitgenössischen Tanzes zu schärfen.

Und natürlich gibt es auch in diesem Jahr die 2006 so erfolgreich gestartete SOMMER.BAR mit zahlreichen Events.

Pressekontakt:

k3 berlin /// Tel ++49 30 247 49 830 /// Fax ++49 30 247 49 757/// pr@tanzimaugust.de

Antragsteller/in TanzWerkstatt Berlin & Hebbel am Ufer

Veranstaltungstermin 17. August bis 1. September 2007

Förderbetrag 400.000 €

Internetseiten www.tanzimaugust.de

Pressestimmen

The best and the worst of us (AT)

Das Beste in uns werden die Momente sein, in denen wir in Übereinstimmung sind, gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten, konsequent, diszipliniert. Das Schlimmste in uns wird dann zum Ausdruck kommen, wenn wir die Regeln missachten, auf die wir uns geeinigt haben, wenn wir nur noch unseren eigenen, isolierten Wünschen und Impulsen nachge-hen, unseren eigenen, meist falschen Entscheidungen folgen. Selbst wenn wir uns vollkommen einheitlich bewegen, wird der Zuschauer da und dort eine rhythmische Verschie-bung erkennen, kleine Gesten, winzigen Nuancen, die unsere Persönlichkeiten widerspiegeln. Auf der Bühne gibt es keine zentralen Figuren, keine Hauptrollen. Der Chor wird sich daher auf die Gruppe konzentrieren, ihr Vorgehen, ihre Gefühle kommentieren. Er wird die Geschichte der Disziplin erzählen, und die Geschichte von Gruppenaktivitäten und deren Relevanz für die Gegenwart, die größere Gruppe im Raum. Und dies, wenn irgend möglich, mit einer einzigen Stimme. Der Umstand, dass wir uns an ein selbst bestimmtes Regelwerk halten, birgt zweifellos in sich schon seinen eigenen Lohn. Wir gehen davon aus, dass wir bestraft werden, wenn wir von einem gemeinsamen Ziel abweichen. Wir wissen das, weil wir mit solchen Mechanismen aufgewachsen sind. Natürlich geht es uns nicht darum, eine moralistische Arbeit zu produzieren, wir wollen weiter gehen, in die einheitlichen Bewegungen von Vogelschwärmen, von Fischschulen, von Bienenvölkern...

Antragsteller/in Verein für Allgemeines Wohl

Veranstaltungstermin März bis Dezember 2007

Veranstaltungsort Hebbel am Ufer

Förderbetrag 40.000 €

TR C NG

„TR C NG“ , die neue Produktion von Yvonne Hardt und ihrer Kompanie BodyAttacksWord, beschäftigt sich mit Erinnerungskultur im und durch Tanz. Im Zentrum steht die Frage, wo Bewegungen bleiben, wenn ihre Performer nicht mehr anwesend sind.

Eigene körperliche Erinnerungskulturen längst vergangener Bewegungspraktiken, aber auch die Spurensuche und Rekonstruktion vergangener Tänze bilden das Ausgangsmaterial. So geht es unter anderem um die Rekonstruktion der chorischen Maschinentänze von Ijone Lander (1899-1932), einer nahe zu vergessenen Pionierin des dänischen Ausdruckstanzes. Die Inszenierung spielt mit dem Verhältnis von Chor und Solist, von Choreograf und Kompanie, von Rechercheprozess und Aufführung und dem Verhältnis von Präsenz und Abwesenheit.

Yvonne Hardt untersucht in diesem Zusammenhang nicht nur die Beschaffenheit der Spuren, die der Tanz in unterschiedlichen Medien hinterlässt, sondern interessiert sich ebenso für die Lücken, Auslassungen und Unzulänglichkeiten, die durch die Vergänglichkeit von Bewegungen entsteht. Wo liegen die Grenzen zwischen Rekonstruktion und Imagination?

 

Mit „TR C NG“ setzt Yvonne Hardt ihre choreografische Recherche, die die Grenzen zwischen Theorie und Praxis sprengt, fort. In zugespitzter Weise untersucht sie das Verhältnis von Reden über Tanz und körperlicher Aktion, die im Stück „Jellyfish and Exuberant Love“ (2006) begonnen wurde. Dabei geht es außerdem um die Entwicklung eines dramaturgisch komplexen Performanceszenarios, in dem Text-, Bewegungs- und Bildebenen vielseitig miteinander verbunden werden und so durch Interferenzen und Dissonanzen neue Bedeutungsräume öffnen.

 

Antragsteller/in Yvonne Hardt & BodyAttacksWord

Veranstaltungstermin Premiere: 19. September 2007, 20. bis 23. September 2007

Veranstaltungsort Dock 11

Förderbetrag 10.000 €

Kooperationen In Zusammenarbeit mit dem Dock 11 und freundlicher Unterstützung der Tanzfabirk Berlin

Internetseiten www.bodyattacksword.de

urban delights

Es ist alles da in dieser Stadt. Aber nehmen wir es wahr? Oft werden wir weder berührt, noch berühren wir. Und doch kann uns urban delight unvermutet anspringen. Diese kleinen und großen Momente des Glücks fängt URBAN DELIGHTS ein:

35 Performer, Laien und Profis, im Alter von 14 bis 49 Jahren, aus Berlin und zehn weiteren europäischen Städten erkunden gemeinsam den städtischen Raum Berlins – begleitet von einer Videokamera und mit unterschiedlichsten Ausprägungen zeitgenössischen Tanzes und Breakdance. Kamera und Choreographie fokussieren das Unfertige und Flüchtige. Fassaden und die Orte dahinter werden sichtbar. Zeiten und Räume überlagern sich.

Diese Recherchen und Interventionen finden durch Videoprojektionen ihren Weg in den Bühnenraum. So entsteht URBAN DELIGHTS als Liveperformance mit und in urbanen Räumen, die den Wildwuchs Berlins ebenso sichtbar werden lassen wie die etablierte Alltäglichkeit, deren Poesie wir wieder entdecken.

 

Medienkontakt: Roberto Valentini 0179 / 134 73 86

 

Telefonische Kartenbestellung: 030 / 44 81 222 (Dock 11)

 

TANZ Anna Achimowicz, Fatih Berber, Chloé Caillat, Casper Christophersen, Janné Eschler, Diana Gajownik, Barbara Gamper, Laura Garcia, Fred Gehrig, Sophie Igel, Eliza Hołubowska, Imran Khan, Mario Köpnick, Julia Kreutzer, Emilie Labedan, Theresa Lange, Lina Lassak, Pierre Meurier, Isabelle Molina, Christina Müllenmeister, Anton Münsterkötter, Paulina Neukampf, Esther Quade, Yvonne Rahm, Franziska Schreiber, Louise Seloy, Elena Stasyuk, Barbara Suire, Michael „Telle“ Tetzlaff, Mevlana van Vark, Sophie Winkler, Karolina Wyrwał, Ahmet Yilmaz, Elena Zwitzler

 

URBAN DELIGHTS – eine VideoLiveTanzPerformance. KONZEPT www.tanztheater-global.com. KÜNSTLERISCHE LEITUNG & CHOREOGRAPHIE Be van Vark. VIDEO Alexander Papadopulus. LICHT Fred Pommerehn. BÜHNE André Putzmann. DRAMATURGIE Christina Schmitt. ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Roberto Valentini. PRODUKTIONSLEITUNG Sandrine Ribeiro. ASSISTENZ KÜNSTLERISCHE LEITUNG Stella Bierhorst. ASSISTENZ PRODUKTIONSLEITUNG Juliette Duffau. ALLROUND-ASSISTENZ Sophie Siemenel.

 

www.tanztheater-global.com

 

 

Antragsteller/in Be van Vark (www.tanztheater-global.com)

Veranstaltungstermin URAUFFÜHRUNG 29. August 2007 um 20:30 Uhr 30. August – 2. September und 5. – 8. September 2007, jeweils 20:30 Uhr 31. August und 4. – 7. September 2007, jeweils 11 Uhr (Matineen für Schulklassen)

Veranstaltungsort Dock 11, Kastanienallee 79, 10435 Berlin

Förderbetrag 90.000 €

Kooperationen Kooperation Internationales JugendKunst- und Kulturzentrum Schlesische 27 Partner Schloss Bröllin (Mecklenburg-Vorpommern), Dans i Nordvest / Upercut Danseteater (Kopenhagen), MJC Roguet Midi-Pyrénées (Toulouse), Osrodedek Teatralny Kana (Polen), Kulturzentrum Eisenhüttenstadt Mit freundlicher Unterstützung Minister Kultury i Dziedzictwa Narodowego (Polen), Königlich Dänische Botschaft, City of Copenhagen (Dänemark), Iriedaily, Zitty und Dock 11

Internetseiten www.tanztheater-global.com

Sebastian Greuner

Sebastian Greuner