13. Jewish Film Festival

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Willkommen zum

13. Jewish Film Festival Berlin & Potsdam 2007

Das 13. Jewish Film Festival Berlin & Potsdam findet vom

17. bis 30. Juni 2007

im Kino Arsenal Berlin und im Filmmuseum Potsdam statt.

24 Filme aus 8 Ländern werden das Beste vom jüdischen Film weltweit präsentieren. Außerdem freuen wir uns wieder auf viele Gäste, die die Vorführung der Filme begleiten werden.

Zum Festival wird diesmal ein zweisprachiges (deutsch/englisches) Programmbuch mit Beiträgen renommierter Autoren zu den gezeigten Filmen und zahlreichen Fotos erscheinen.

 

Das Jewish Film Festival Berlin

gratuliert WEST BANK STORY zum Oscar!

In der Kategorie “Best Live Action Short Film” wurde der Film WEST BANK STORY von Ari Sandel am 25. Februar 2007 mit einem Oscar ausgezeichnet.Der Film, der inzwischen auf 112 Festivals weltweit gelaufen ist und mehrfach Auszeichnungen erhielt, eröffnete im Mai 2006 das 12. Jewish Film Festival im Berliner Ensemble. Regisseur Ari Sandel war aus Los Angeles zu diesem Anlaß nach Berlin gekommen. Der Film entwickelte sich zum absoluten Publikumsliebling und musste mehrfach wiederholt werden.

 

Eröffnung des 12. Jewish Film Festival Berlin im Mai 2006 im Berliner Ensemble mit dem Film WEST BANK STORY.

Von rechts: Regisseur Ari Sandel, Sängerin Jocelyn B. Smith, Festivalleiterin Nicola Galliner, Kantorin Roslyn Barak, Schauspieler Mehmet Kurtulus, Regisseur George Valencia

Foto: Mike Schmidt, photowerkstatt

Weitere Infos und Bilder unter www.westbankstory.com

 

 

Antragsteller/in Jüdische Volkshochschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Veranstaltungstermin 17. bis 27. Juni 2007

Veranstaltungsort Kino Arsenal

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Kino Arsenal, Freunde der Deutschen Kinemathek, Filmmuseum Potsdam,

Internetseiten www.jffb.de

20. Europäischer Filmpreis 2007

Am 26. November 1988 trafen sich auf Einladung des damaligen Kultursenators Dr. Volker Hassemer Filmemacher aus West- und Osteuropa in Berlin, um zum ersten Mal das europäische Filmschaffen auszuzeichnen. Die erste Verleihung des Europäischen Filmpreises in der noch geteilten Stadt war zugleich der krönende Abschluss eines Pro-gramms, das Berlin ein Jahr lang als „Kulturstadt Europas“ gefeiert hatte. Am Sonnabend, den 1. Dezember 2007, wird der Europäische Filmpreis zum 20. Mal verliehen – wie-der in Berlin, der mittlerweile vereinten Hauptstadt Deutschlands und eine der Kulturhauptstädte Europas. Das Jubiläum soll mit einem besonderen Programm gefeiert werden. Dazu gehören (I) die EFA Conference mit dem Titel EUROPE ON A MOVE - Migration in Movies, sowie (II) eine dem Anlass gerechte Gestaltung der Verleihung des Eu-ropäischen Filmpreises. Der Zerfall der Sowjetunion, der Balkankonflikt, das Streben nach Unabhängigkeit einer Reihe von Regionen und Kulturen hat in den letzten 20 Jahren nicht nur die Zahl der europäischen Nationen fast verdoppelt, sondern auch zu großen Bevölkerungsbewegungen geführt. Nach dem jüngsten Mikrozensus des Statistischen Bundesamts haben beispielsweise heute 40,7 Prozent der unter 18-jährigen Berliner einen Migrationshintergrund. Die seit 2000 jährlich anlässlich der Verleihung des Europäi-schen Filmpreises stattfindende EFA Conference soll sich am 1. Dezember 2007 mit den Folgen der Migration auseinandersetzen, die in den letzten Jahren viele Filmemacher zu ihrem Thema machten. Daraus ist eine, im Wesentlichen von der zweiten Generation der Einwanderer, die eine ganze Reihe erfolgreicher Filmemacher hervorgebracht hat, geprägte neue Filmkultur entstanden. Das „Cinéma Beur“ in Frankreich, die Filme britischer Filmemacher pakistanischer oder indischer Abstammung und schwedischer Filme-macher mit libanesischem Hintergrund bis hin zu deutschen Regisseuren wie Fatih Akin, deren Eltern aus der Türkei zu uns kamen – sie alle erzählen Geschichten von einem Leben in Bewegung, einer Wanderschaft zwischen den Kulturen. Was diese Filme so besonders macht, ist, dass sie überall verstanden und vor allem von einem jungen Publi-kum gesehen werden – anders als das eher national oder regional geprägte traditionelle europäische Kino, das trotz zunehmender Ausnahmen ein Nischen-Dasein führt und eher von den älteren Generationen geschätzt wird. Die EFA Conference 2007 soll das Potential dieser noch jungen Migrations-Filmkultur untersuchen, der eine wichtige Aufgabe bei der Vermittlung von Werten anderer Kulturen zukommt. Filmemacher, Kulturwissenschaftler, Soziologen, Psychologen, Pädagogen und die Protagonisten bereits erzählter und noch zu erzählender Geschichten sollen deshalb aus Anlass des 20. Europäischen Filmpreises zu einer interdisziplinären Begegnung eingeladen werden. Die Konferenz wird von einem, gemeinsam mit dem Babylon veranstalteten, Festival „Metropolenkino“ begleitet: In der Woche vor der Konferenz werden im Babylon Spiel- und Dokumentarfil-me europäischer Regisseure gezeigt, die sich mit dem Thema Migration auseinandersetzen. Die Regisseure werden für Publikumsbegegnungen und als Podiumsgäste zur EFA Conference 2007 eingeladen. Für die in über 35 Territorien ausgestrahlte Verleihung des Europäischen Filmpreises soll ein Bühnenbild gestaltet werden, in dem sich seine zwanzigjährige Geschichte wiederfindet. Wie für die 19. Verleihung in Warschau, die von Allan Starski (Schindlers Liste, Der Pianist) ausgestattet wird, soll für Berlin 2007 ein renommierter Filmarchitekt gewonnen werden

Antragsteller/in European Film Academy e.V.

Veranstaltungstermin 27. November bis 2. Dezember 2007

Veranstaltungsort Arena

Förderbetrag 150.000 €

Kooperationen ZDF, FFA, UIP, MEDIA, Screen International

Die Tonfilmoperette

Die deutsche Tonfilmoperette stellt eine einzigartige Erscheinung in der Filmgeschichte dar. Als Reaktion auf den sich durchsetzenden Tonfilm entstanden, als Produktionsseg-ment der großen Studios, vor allem von der Ufa erfolgreich durchgesetzt und von ihr als »spezifisch deutsche Antwort« definiert, begann sie ihren Siegeszug in den Kinos 1929. Mit den fremdsprachigen »Versionen« (Fassungen des gleichen Stoffes, in den gleichen Dekorationen, aber mit anderen Darstellern realisiert) erschloss sie auch ausländische Märkte. Von den neuen Machthabern des Nationalsozialismus wurde das Genre als typisch für die »Systemzeit« der Weimarer Republik verfemt und schließlich verboten, so dass sich die Periode der Tonfilmoperette auf wenige Jahre datieren lässt. Zwischen 1929 und 1933 entstand der Kernbestand der Werke des Genres, dem nur wenige Nach-zügler folgten: einzelne Filme noch unter dem Nationalsozialismus, formal schon verändert, immer in Gefahr, als Restbestand der bekämpften alten Industrie verboten zu werden einerseits, wenige Versuche der Fortsetzung der bewährten Muster im Exil andererseits. Nie wieder hat ein Genre eine so kurze und eine zugleich so üppige Blüte erlebt. Nie zuvor und nie wieder seither lagen die Gründe für den rasanten Aufstieg und den vollständigen Niedergang eines Genres so eindeutig in sogenannten äußeren Faktoren. Für den kurzen Zeitraum von 1929 bis 1933 dominierte die Tonfilmoperette das Unterhaltungskino. Der Anteil des Genres an der Gesamtproduktion war erstaunlich, sein Erfolg spektakulär. Die größten Kassenerfolge dieser Jahre, die beliebtesten Stars, sie gehörten ihm an. Gezeigt werden Exponate aus dem Archiv der Deutschen Kinemathek sowie Fremdleihgaben: Originalpartituren, Drehbücher, Schallplatten, Schmuckalben zu Premieren, Film-technik, Requisiten, Kostüme, Kostümentwürfe, Szenenbildentwürfe, Manuskripte, Plakate. Die Ausstellung kombiniert die Originalexponate mit Medieninstallationen. Das Pro-jekt wird durch einen Katalog und eine Filmreihe begleitet. Die Ausstellung findet in den Sonderausstellungsräumen (ca. 300m2) im 1. OG der StiftungDeutsche Kinemathek -- Museum für Film und Fernsehen statt.

Antragsteller/in Deutsche Kinemathek

Veranstaltungstermin Dezember 2007 bis April 2008

Veranstaltungsort Deutsche Kinemathek

Förderbetrag 125.000 €

Internetseiten www.deutsche-kinemathek.de

HARDfilms: pixels und zelluloid

Ein großer Teil des Experimental- und

Avantgardekinos hat Werke entwickelt, die mit den fundamentalen und spezifischen Elementen des Kinos arbeiten, um Alternativen zu den herrschenden narrativen und audiovisuellen

Konventionen zu produzieren.

Der Medientheoretiker Lev Manovich geht davon aus, dass die Bildsprache, mit der die neuen Medien arbeiten, unter dem Einfluss der visuellen Konventionen des narrativen Kinos steht. Die Filmreihe HARDfilms:Pixels und Zelluloid illustriert die Idee, dass sich hauptsächlich im Bereich des Experimental- und Avantgardefilms Ideen und Konzepte erkennen und wiederfinden lassen, die später in den digitalen Medien

eine Weiterentwicklung nehmen konnten. Durch sieben thematische Programme, die historische sowie neue Arbeiten einbeziehen, werden einige der Verbindungen und Verknüpfungen

zwischen den wesentlichen Charakterzügen der Neuen Medien und bestimmten theoretischen wie ästhetischen Fragestellungen

des Avantgarde- und Experimentalfilms untersucht.

 

Hinter dem Programm 1 film und code: 0/1 filme steht die Idee des Binärcodes. Gezeigt werden Filme, die als Metapher für den numerischen Code gelten können und die mit dem Konzept des visualisierten Tons und des audiblen Bildes arbeiten. Die Programme 2 und 3 sampling: breaking time und sampling: writing movement beziehen sich auf die Auseinandersetzung

des Digitalisierungsprozesses mit fundamentalen Aspekten des Films wie etwa das Fotogramm als kleinste bedeutungstragende Einheit, der Projektionsmechanismus, der vertikale Ablauf

der Bilder und die Trägheit der Netzhaut. Im Programm 4 analog noise/digital noise wirken die Materialität und Fragilität des Filmstreifens sowie die Störungen von digitalen Systemen als ästhetische Elemente der ausgewählten Arbeiten.

Das in der digitalen Kultur verbreitete Verfahren „cut and paste” wird verglichen mit der Technik der filmischen Collage im Programm 5 cut and paste: time/spatial collages. Im Programm 6 abstraktion und generation flash zieht sich die

Abstraktion als roter Faden von den avantgardistischen Filmen der 1920er Jahre bis zur gegenwärtigen Medienkunst. Das

Programm 7 automatische filme: random ready made untersucht den Prozess des RAM (Random Access Memory) bezogen auf Zufallsprozesse und Unvorhersehbarkeit der Arbeiten.

Antragsteller/in Maria Morata MARCO

Veranstaltungstermin Filmreihe: von 01.06.07 bis 15.07.07 Programme 1: Film and code: films 0/1 _01.06.07 (21:00h) + 03.06.07 (19:30h) Programme 2: Sampling: breaking time 06.06.07 (19:00h) + 10.06.07 (19:30h) Programme 3: Sampling: writing mouvement 13.06 (19:00h) + 17.06.07 (19:30) Programme 4: Analog noise/ digital noise 20.06 (19:30h) + 23.06.07 (19:30h) Programme 5: cut and paste: space/time collages 27.06 (19:00h) + 30.06.07 (19:30h) Programme 6: abstraction and flash generation 04.07 (19:00h) + 08.07.07 (19:00h) Programme 7: automatische filme: random ready made 11.07 (19:00h) + 15.07.07 (19:00h)

Veranstaltungsort KINO ARSENAL, POTSDAMER STR 2 , 10785 BERLIN

Förderbetrag 6.800 €

Kooperationen Kino Arsenal, Berlin Hauptstadtkulturfonds

Internetseiten /www.fdk-berlin.de...rogramm.html

Five © Bass von Koolwijk/ Montevideo

Cubica ©m.ash/ Sixpack

Overeating © Cecile Fontaine/ Light Cone

Sprache der Liebe. Asta Nielsen, Ihre Filme, Ihr Kino 1910-1933

Ein ganz besonderer Stern aus der Frühzeit des Kinos wird im März und April auf der Leinwand des Arsenals erstrahlen und sie zum Leuchten bringen: Asta Nielsen (1881–1972). Als erster internationaler Filmstar machte sie den Film in Deutschland salonfähig und führte ihn und zu einer ersten Blüte. Nielsen war eine autonome Schauspielerin, die auf sämtliche Herstellungsprozesse ihrer Filme Einfluss nahm und ihre Rollen eigenständig entwickelte. So heißt es in einer berühmt gewordenen Szenenanweisung etwa lediglich: „Astas Kind stirbt – Astas Hauptszene.“ Das zeigt, welchen Gestaltungsspielraum Asta Nielsen hatte und wie sie ihn füllen konnte mit ihrer außergewöhnlichen physischen Ausdruckskraft und Intelligenz.

Wir freuen uns, die von Karola Gramann kuratierte Retrospektive in Zusammenarbeit mit der Kinothek Asta Nielsen e.V. (Frankfurt) und der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen zu präsentieren. Dank der Kooperation mit zahlreichen europäischen Filmarchiven ist es möglich, sämtliche noch erhaltenen Filme Asta Nielsens zu zeigen.

 

Zur Eröffnung am 6. März begrüßen wir die renommierte Stummfilmpianistin und Komponistin Maud Nelissen im Arsenal, die die Filme DIE FILMPRIMADONNA und AFGRUNDEN begleiten wird.

 

Ein besonderes Ereignis innerhalb dieser Retrospektive ist die Vorführung der Filme DER FREMDE VOGEL und ZAPATAS BANDE mit der musikalischen Begleitung von Maud Nelissen und den Asta Harmonists am 14. März im HAU 1 – unser Beitrag zum 100. Geburtstag des Hebbel Theaters. Zur Aufführung kommt eine von Maud Nelissen geschriebene und letztes Jahr in Dortmund uraufgeführte Filmmusik.

 

Zu den weiteren Vorstellungen spielen Eunice Martins, Peter Gotthardt, Jürgen Kurz, und John Blue und Tim Blue in einer Special presentation mit Vaginal Davis.

 

Unter dem Titel „Asta Nielsen als Protagonistin der Moderne“ bieten drei Vorträge von Heide Schlüpmann, Annette Förster und Michael Wedel am 16. März einen vertieften Einblick in die einzigartige Schauspielkunst der Asta Nielsen. Alle Filme werden mit Musikbegleitung zu sehen sein.

 

 

 

Antragsteller/in Kinothek Asta Nielsen e.V.

Veranstaltungstermin 6. März bis 13. April 2008

Veranstaltungsort Kino Arsenal, HAU

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen Die Retrospektive wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Weitere Unterstützung erhalten wir durch die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, das Bundesarchiv - Filmarchiv Berlin/Koblenz, die Cinémathèque Royale de Belgique, Brüssel, Det Danske Filminstitut, Kopenhagen, das Deutsche Filminstitut DIF, Frankfurt am Main, das Filmarchiv Austria, Wien, das Filmmuseum Amsterdam, das Filmmuseum München, die Filmoteca Española, das Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main, die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden, den Gosfilmofond, das HAU, das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund | Köln, Nederlands Fonds voor Podiumkunsten+, Den Haag, ZDF/ARTE. Unser besonderer Dank für diese Retrospektive gilt der Kinothek Asta Nielsen e.V., Karola Gramann und Heide Schlüpmann.

Internetseiten www.fdk-berlin.de/...rogramm.html

Pressestimmen

DFI Dänisches Filminstitut

FMB Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen

FMB Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen

UNDERGROUND: von Jack Smith und Andy Warhol bis Zanzibar

Underground, Übersee ist eine Filmreihe, die für das Kino Arsenal (Freunde der Deutschen Kinemathek e.V.) konzipiert wurde, und dort im Januar und Februar 2007 mit fünfzehn Programmen laufen soll. Mit dieser Filmreihe soll die bislang unbeachtete Verbindung zwischen der französischen und amerikanischen Underground-Filmszene der 1960er seine lang verdiente Anerkennung bekommen. Die besondere Aufmerksamkeit von Underground, Übersee gilt dabei einer Gruppe neu entdeckter französischer Experimentalfilme - die Zanzibar Filme - die in Paris während der politischen Auseinandersetzung um 1968 entstanden sind. Da viele der Zanzibar Filmemacher in der damals von Andy Warhol und Jack Smith geprägten Kulturszene New Yorks lebten, und von dort ästhetische und thematische Perspektiven mit zurück nach Paris nahmen, werde ich neben den französischen Filmen wichtige Beispiele aus der New Yorker Underground-Filmszene in dieser Filmreihe präsentieren. Dabei handelt es sich um ausgewählte neu restaurierte Filme aus Warhols Factory und die in Deutschland bislang nie gezeigte komplette Retrospektive der Filme von Jack Smith. Fast alle dieser Filme, die die Entwicklungslinie politischen und ästhetischen Filmschaffens in Europa und den USA der 1960er so stark geprägt haben, werden erstmalig für ein Berliner Publikum zu sehen sein. Zusätzlich zu den Filmvorführungen möchte ich auch die für die Restaurierung und Neuentdeckung veranwortlichen Personen einladen: Sally Shafto, Filmwissenschaftlerin (Frankreich), Callie Angell, Adjunct Curator of the Museum of Modern Art and Whitney Museum of American Art‘s Andy Warhol Film Project (New York), sowie Jerry Tartaglia, Filmemacher und Archivist (Pennsylvania). Durch die Filmvorführungen, die Präsentationen der eingeladenen Gäste und die anschließend von mir moderierten Diskussionen soll Underground, Übersee: Von Jack Smith und Andy Warhol bis Zanzibar ein neues Kapitel in der Geschichte des Austausches zwischen internationalen Avantgarde Filmbewegungen eröffnen.

 

Durch die Verknüpfung der drei Fokusbereiche der Filmreihe - Zanzibar, Jack Smith, und Andy Warhol - wird Underground, Übersee in ein Filmschaffen und in künstlerische Subkulturen einführen, die bisher keine oder nur begrenzte Aufmerksamkeit erhalten haben. Darüber hinaus wird die Filmreihe erläutern, wie in der politisch-turbulenten und ästhetisch-abenteuerlichen Atmosphäre der 1960er eine produktive Befruchtung der Filmszenen zustande kam--nicht nur “Underground” sondern auch “Übersee”. Die Reihe wird aus fünfzehn verschiedenen Filmprogrammen bestehen, inklusive drei Präsentationen der eingeladenen Gäste und einer von mir moderierten Paneldiskussion.Um die historischen Wurzeln der Verknüpfungen dieser so unterschiedlichen und doch verbundenen Filmbewegungen und die Einzigartigkeit dieser Filme auch über die Filmreihe hinaus einem breiteren Publikum verfügbar zu machen, ist außerdem eine Publikation zu den Filmen, den FilmemacherInnen und zu den sozialen und politischen Kontexten geplant.

 

Antragsteller/in Marc Siegel

Veranstaltungstermin Januar bis Februar 2007

Veranstaltungsort Kino Arsenal

Förderbetrag 25.000 €