7 ½ Untersuchungen über das Unfertige

>7½ Untersuchungen über das Unfertige<

eine Performance von GASTSTUBE°

 

Draussen hecheln die Aktivitäten zur Jahresendinszenierung ihrer Perfektion engegegengehen. Im Stall ist es warm. Es wird Suppe gekocht. Ein rosa Hase tanzt in der Ecke. Ein Performer sucht für seine Geschichten ein rundes Ende und stürzt ab. Haben sie eine Frage. Wir auch. Na dann. Bauen sie mit am Zweifelturm.

Seit einem Jahr ist GASTSTUBE° zwischen den Schweizer Bergen, dem Ural und der ultimativen Unzulänglichkeit unterwegs, untersucht das Unfertige und produziert naturgemäss laufend nur Zwischenergebnisse.

Nach u.a. einer bewohnbaren Komposition am Festival Höllenfahrt in Wien, am Theater Spektakel in Zürich und einer performativen Bustour durch Genf skizziert GASTSTUBE° nun einen Zufluchtsort in den Virchowsaal der Sophiensaele. Dort betreiben GASTSTUBE° während des ganzen Dezembers ihre Untersuchungen über das Unfertige und veröffentlichen schon vor den 7 1/2 stündigen Nächten im Stall regelmässig Extrakte aus ihrer Forschung: die Skizzen.

GASTSTUBE° kurvt mit Ihnen auf der unendlichen Achterbahn performativer Ausdrucksweisen. Das Unfertige zeigt sich von seinen vollendeten Seiten, je nachdem wann sie dazustossen als Vernissage, Podiumsdiskussion, Show, Exkursion, Plenum, Disko und endlich als das letzte Frühstück. Wer länger bleibt, muss weniger lang warten.

 

von und mit GASTSTUBE° / Beatrice Fleischlin, Andreas Liebmann, Nicolas Galeazzi

in Zusammenarbeit mit Marcus Gammel, Florian Toperngpong, Maria Fuchs, Anke Ebeling, Fabian Lehmann

Produktionsleitung: Verena Busche / Busche und Mans

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GASTSTUBE°

im Kern bestehend aus Beatrice Fleischlin, Nicolas Galeazzi und Andreas Liebmann, bewegt sich an den Rändern verschiedener Kunstgattungen. Ihre Performances sind Hybride aus bildender Kunst, Musik, Theater und Textarbeit. Dabei wird nicht interdisziplinär gearbeitet, vielmehr werden verschiedene Ansätze und Denkweisen integriert und zu einem eigenwilligen Kunstraum komponiert. In subtiler Mischung entsteht eine Welt, in der Kategorisierung nicht mehr möglich ist und sich dennoch nicht auflösen lässt. Aus dekonstruierten Kategorien werden neue Zusammenhänge gebaut, in denen Optionen erlebbar werden.

Die neueren Arbeiten >ÖNGEL-schöner wohnen für alle< und >7½ Untersuchungen über das Unfertige< verstehen sich als performative Forschungsprojekte. Jede Veröffentlichung ist eine ortsspezifische Weiterentwicklung. So sind sowohl die Projekte wie die performative Sprache der einzelnen Akteure in einer kontinuierlichen Mutation. 2006 waren Arbeiten von GASTSTUBE° unter anderem zu sehen im Kaskadenkondensator Basel, am Festival HÖLLENFAHRT in Wien, am transeuropa Festival Hildesheim, Festival Rohkunstbau Wasserschloss Gross Leuthern / Berlin, am Zürcher Theater Spektakel, am Festival La Bâtie in Genf und in den Sophiensaelen Berlin.

 

 

>7½ Untersuchungen über das Unfertige<

untersucht den Umstand, dass die Idee der Perfektion und der Vollendung heute kein brauchbares Lebenskonzept mehr darstellt. Wir müssen uns elementar mit offenen, unabgeschlossenen Prozessen auseinandersetzen. Dies gilt sowohl für die Politik, die mit ihren Entscheidungen nur noch zwischen Verhinderung und Deregulierung hin und her taumelt, als auch für die Kunst, in der über das Interdisziplinäre hinausgehende, offene Formen von Veranstaltungen immer wichtiger werden. Die Stadt Berlin erscheint uns in ihrer Eigenschaft als architektonische und politische Dauerbaustelle als Brennpunkt dieser Thematik.

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„Um zwei Uhr morgens war es dann auch vorbei. Was sich in den vergangenen acht Stunden im dietheater k/haus abgespielt hatte, kann das beste Konzept nicht erklären. Als "komponierten Lebensraum" will das Kollektiv seine Performance verstanden wissen. Und tatsächlich: Je länger es dauerte, desto wohler konnte man sich fühlen.“

 

Sonja Harter / APA über „7½ Untersuchungen über das Unfertige“ beim Höllenfahrt-Festival in Wien, April 2006

 

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Antragsteller/in GASTSTUBE°

Veranstaltungstermin 08.12.  22h Skizze I, 09.12.  22h Skizze II, 15.12.  22h Skizze III 16.12.  22h Skizze IV >7½ Untersuchungen über das Unfertige< / Nächte im Stall 21.12.  18:00 - 01:30h Nacht I* (Premiere) 22.12.  18:00 - 01:30h Nacht II* 23.12.  18:00 - 01:30h Nacht III* *die Türchen sind offen

Veranstaltungsort Sophiensæle Berlin

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Dank an Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, Präsidialdepartement der Stadt Zürich, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, IG Rote Fabrik, La Bâtie Festival Genève, Wiener Mozartjahr, Festival Höllenfahrt, Schloss Bröllin.

Internetseiten www.gaststube.orgwww.buscheundmans.de

Pressestimmen

Berliner Ermittlungen

Berliner Ermittlungen

Advancing Performing Arts Project IV

11.-18. August 2006

 

 

Tanzfabrik Berlin, Marheineke - Markthalle, Tennisplatz an der Schaubühne, Mauer – Checkpoint Charlie, Ballhaus Naunynstraße (Galerie, Café, Saal und Studio)

 

 

Anne Juren (F/A), Gabriela Vaz (P), Martin Nachbar (D), Patrícia Portela/Sónia Baptista (P), Claudia Heu/Jeremy Xido (A/USA), Michal Zadara (Pl), Antonio Tagliarini (I) und Isabelle Schad (D) mit Manuel Pelmus (R), Bruno Pocheron (F), Frédéric Gies (F) und Olivier Heinry (F)

 

Berliner Ermittlungen ist ein genreübergreifendes Festival der Tanzfabrik Berlin im Rahmen des europäischen Netzwerkes Advancing Performing Arts Project (APAP IV) – connecting sites and communities.

 

Junge aufstrebende wie international bekannte KünstlerInnen entwickeln Projekte, die durch Europa reisen und in jeder Stadt auf andere Gegebenheiten, Ereignisse oder Menschen zugreifen.

Politisch-brisante Problematik türkisch-kurdischer und polnischer Migration, tragisch-absurde Berliner Mauergeschichten, lakonisch-heitere Tennistänze und Fragen nach Herkunft und persönlicher Verortung werden ermittelt.

Ein Dokumentarfilm, eine theatrale Videoinstallation, eine installative Raumperformance, parasitäre Strategien überall und nirgends, Werkstattshowing, Research- und Reiseberichte, Installation mit Objekten, Solo-Tanzstück, choreografierte ProfitennisspielerInnen und ein dokumentarisch-performativer Stadtspaziergang erzählen Geschichten von Menschen aus Berlin und Europa.

 

Orts-spezifische Kunst verknüpft künstlerische und theoretische Praxis mit Alltag und Öffentlichkeit, untersucht die Beziehung Kunst – Gemeinwesen in den verschiedenen Städten mit ihren jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Hintergründen. In Berlin entwickeln die KünstlerInnen in 1-4 wöchigen Residenzen ihre Arbeiten für den urbanen Kontext der Stadt. Ergänzend findet ein Rahmenprogramm mit Lectures und Workshops statt, das gesondert angekündigt wird.

 

Die Partnerorganisationen sind: Buda in Kortrijk, Belgien, das Silesian Dance Theatre in Bytom, Polen, Armunia in Castiglioncello, Italien, Transforma in Torres Vedras, Portugal, die Szene Salzburg und die Tanzfabrik Berlin.

 

Im Rahmen des EU-Netzwerkprojektes APAP (Adavancing Performing Arts Project), gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung des Ballhaus Naunynstraße und des Tennisplatz an der Schaubühne.

 

 

Berliner Ermittlungen

Advancing Performing Arts Project IV

11.-18. August 2006

 

Programmübersicht

 

 

Ballhaus Naunynstraße | Naunynstr. 27 | 10997 Berlin

 

11.-14.8.

17 h und 19 h | Cabula6 - Claudia Heu / Jeremy Xido [Salzburg/New York] | Crime | Dokumentarfilm und Gespräch

17 h- 20 h | Michal Zadara [Krakau] | Talking in Europe | Video-Installation

 

13.-14.8.

18 h | Antonio Talgiarini / Luca Trevisani [Rom] | I-Box – A solo for everybody | Showing

20 h | Titolo Provvisorio: Senza Titolo | Tanzsolo

 

Tanzfabrik Berlin | Möckernstr. 68 | 10965 Berlin

 

11.-12.8. | 21 h – 24 h | Good Work Productions / Cie Isabelle Schad | Still Lives | Installationsversion Berlin 2006

15.-16.8. | 21 h | Andreas Müller [Berlin] | land SHAPES – Der Ort Deiner Herkunft | Showing

 

Marheineke - Markthalle | Marheinekeplatz 15 | 10961 Berlin-Kreuzberg

 

12.-16.8. | 12 h-18 h | Gabriela Vaz [Porto] | Maps in Minds | Installation

 

Mauer, Checkpoint Charlie | Friedrichstr. Ecke Kochstr. | Berlin-Mitte

 

16.-17.8. | 17 h und 18.8. | 16 h

Martin Nachbar [Berlin] | Mauerfälle-Incidental Journey Berlin | Dokumentarisch-perfomativer Stadtspaziergang

 

Tennisplatz an der Schaubühne | Cicerostr. 55 A | 10709 Berlin

 

17.-18.8. | 18 h | Anne Juren / Fouad Asfour / Jeroen Peeters [Wien/Brüssel] | Tennis

 

 

Tanzfabrik Berlin Marheineke Markthalle Ballhaus Naunynstraße

 

11.-14.8. | Las Parasitas – Sónia Baptista / Patrízia Portela [Lissabon] | Überall und Nirgends

 

 

 

Kartenreservierung für alle Veranstaltungen unter T. 030 7868343 | Abendkasse 3o Min. vor Beginn im Ballhaus Naunynstraße, Tanzfabrik Berlin, Tennisplatz an der Schaubühne | Eintritt 3,- bis 8,- € | Mauerspaziergang: Pay as you wish, Marheineke Markthalle: Eintritt frei, Festivalpass 20,-/15,- €

 

 

11.-14.8 | jeweils 17 und 19 h

Ballhaus Naunynstraße (Café)

 

Cabula6 – Claudia Heu / Jeremy Xido (Salzburg/New York) – Crime

Dokumentarfilm und Gespräch

 

Cabula6 beschäftigen sich in ihrem Projekt „Crime“ mit subjektiven Wahrnehmungen und Rekonstruktionen von Geschehenem. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Auseinandersetzung der lokalen Öffentlichkeit mit einem Verbrechen, das kontroverse Spuren hinterließ. Cabula6 untersuchen in Gesprächen mit Berlinern den Ehrenmord an der jungen Kurdin Hatun Sürücü. Befragt werden Menschen aus dem Umfeld der Ermordeten, die Vorsitzende des Türkischen Frauenvereins, der Integrationsbeauftragte Berlins, türkische Filmemacher, Polizisten, Frauenhäuser, die deutsch-türkische Hip Hop Szene und ein Neuköllner Mädchentreff. Daraus entsteht ein sehr persönliches filmisches Dokument des Umgangs mit dem Mordfall, seinen möglichen Ursachen und Folgen.

 

Jeremy Xido aus Detroit studierte Malerei und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia Universität, Schauspiel am Actor´s Studio und am Alvin Ailey Dance Center in New York. Seine international gezeigten Arbeiten umfassen Theaterstücke, Audio-Touren, Kurzfilme. Claudia Heu, geboren in Salzburg, studierte am Institut für Tanz und Theater in Konstanz und mit der SITI Company in New York. Sie arbeitet meist außerhalb des konventionellen Theaterraumes, inspiriert von Architektur und der Grenze zwischen Realität und Theater.

 

 

11.-14.8. | jeweils 17 bis 20 h

Ballhaus Naunynstraße (Galerie)

 

Michal Zadara (Krakau) – Talking in Europe

Video Installation

 

Polen war nie wirklich ein Teil Europas, sagt der polnische Regie-Jungstar Michal Zadara. Er behauptet, dass die Polen sich nach Jahren der Okkupation, der Teilung und des Versteckens hinter dem eisernen Vorhang erst jetzt nach Europa bewegen. Was denkt das restliche Europa darüber? Und worüber wird beim Thema Europa wirklich gesprochen? Michal Zadara inszeniert eine Talkrunde: eine österreichische Professorin, ein flämischer Politiker, eine italienische Lokalpolitikerin, ein Theaterdirektor aus Berlin und eine polnische Chefredakteurin sprechen über Europa und über das „Polnische“ – eine Konversation über Immigration, Arbeit und Träume in Europa. Mit Ironie, Witz und der Kapitulation vor dem Faktischen bewegt sich Michal Zadara durch ein Thema, das voll von Klischees, Vorurteilen, Erfahrungen und Schicksalen ist: Es entsteht eine kurzweilige Talk-Installation.

 

Michal Zadara studierte Theater am Swarthmore College (Philadelphia) und an der Staatlichen Theaterschule (Krakau). Als Regisseur arbeitet er in Krakau und Gdansk. „Talking in Europe“ ist seine erste Videoinstallation.

 

 

11./12.8. | 21 bis 24 h

Tanzfabrik Berlin

 

Frédéric Gies / Olivier Heinry / Manuel Pelmus / Bruno Pocheron / Isabelle Schad

Good Work Productions / Cie Isabelle Schad (Berlin) - Still Lives

Installationsversion Berlin 2006

 

Wie schaut der Mensch auf seine Stadt und wie spricht er darüber?

Still Lives ist ein lokales, choreografisches Projekt, welches in den Städten Essen, Halle, Lille, Bukarest und Berlin realisiert wird und jeweils eine spezifische Präsentationsform annimmt. Die Beziehungen zwischen unterschiedlichen Formen der Wahrnehmung und persönlichen Sichtweisen in Bezug zum Lebensort „Stadt“ werden untersucht.

Tonspur und Bildspur werden dekonstruiert, die Differenz von Sprache und Gestus sichtbar gemacht. Hier entsteht das Spiel mit der Wahrnehmung, der sprechende Mensch wird seiner Stimme beraubt, es bleibt das Bild, der Gestus verrät das gesprochene Wort.

 

Isabelle Schad studierte klassischen Tanz in Stuttgart und tanzte in klassischen Companien und u.a. mit Wim Vandekeybus, Olga Mesa, Felix Ruckert. Sie hat eigene Projekte in Kollaboration mit Choreografen, Performern, Musikern und Bildenden Künstlern entwickelt. Ihre künstlerischen Mitstreiter Frédéric Gies, Olivier Heinry, Manuel Pelmus, Bruno Pocheron gestalten Websides, Audio- und Videoprogramme, Soundtracks, sind Tänzer, Performer, Choreografen, Bühnenbildner, Technische Direktoren und schreiben für Architektur- und Kunstmagazine.

 

 

11.-14.8.

Tanzfabrik Berlin, Marheineke - Markthalle, Ballhaus Naunynstraße

 

Las Parasitas / Sónia Baptista & Patrízia Portela (Lissabon) - Überall und Nirgends

 

Patrícia Portela und Sónia Baptista, Bildende - und Performance – Künstlerinnen, präsentieren eine künstlerische Hymne an das Schmarotzertum. Als Parasiten docken sie auf der Strasse, im Restaurant und den Spielorten an die Kunst an – reaktionär und unvorhersehbar.

Sie sind Organismen, die temporär oder dauerhaft auf Kosten anderer leben, bis ihre Bedürfnisse gestillt sind. Sie sind zu schwach, um den so notwendigen Gegen- oder vielmehr Mitspieler zur Strecke zu bringen, stattdessen plündern sie ihn. Sie sind überall und nirgendwo und stören jede Ordnung. Sie sind einzigartig wandlungsfähig. Sie sind das Prinzip des Lebens. Sie sind Parasiten...

 

 

13.-14.8.

Studio / Saal, Ballhaus Naunynstraße

 

Antonio Talgiarini / Luca Trevisani [Rom]

18 h | I-Box – A solo for everybody | Showing

In I-Box holt der junge italienische Choreograph Antonio Tagliarini die Kunst auf den Boden des Alltäglichen zurück. Gemäß Joseph Beuys’ Grundsatz Jeder Mensch ist ein Künstler, sind die DarstellerInnen keine TänzerInnen oder SchauspielerInnen, sondern Menschen aus den verschiedensten beruflichen und privaten Kontexten und Generationen, die sich in einem mehrtägigen Workshop mit Tagliarini auf eine letztlich spontane Performance vorbereiten. Im Stil von Reality-TV Shows wird der Zuschauer letztlich Voyeur auch seiner selbst, die Grenzen zwischen PerformerIn und ZuschauerIn verschwimmen. Das Interesse gilt dem Unspektakulären, Alltäglichen, dem Mann und der Frau von nebenan, mit deren Leben wir uns identifizieren können.

 

20 h | Titolo Provvisorio: Senza Titiolo | Tanzsolo

Ein ironisch-komisches Solo, das die Grenzen zwischen Hoch- und Alltagskultur, zwischen abstrakter Symbolik und einfachem Slapstick auslotet. Befindlichkeiten und Begrifflichkeiten stehen zur Disposition, festgefahrene Gesten und Konventionen des Theaters werden ad absurdum geführt.

 

Antonio Tagliarini lebt und arbeitet in Rom, wo er Tanz und Theater studierte. Tagliarini entwickelt eigene Projekte als Choreograf und Regisseur und kollaboriert mit Künstlern wie Miguel Pereira, Fabrizio Arcuri, Raffaella Giordano und anderen. Tagliarinis Interesse gilt den Mechanismen von Kommunikation, Repräsentation und Wahrnehmung.

 

 

12.-16.8. | 12 h – 18 h

Marheineke - Markthalle

 

Gabriela Vaz (Porto) - Maps in Minds | Installation

 

Landkarten existieren nicht nur zur Routenplanung sondern repräsentieren auf verschiedenste Weise Wirklichkeiten – psychologisch, emotional, politisch, privat, öffentlich, persönlich, global etc. Durch die Aktivität des „mappings“ lokalisieren wir uns als Bürger, als Personen, als Individuen.

Ein wichtiger Aspekt dieses Ausstellungsprojektes ist die Einbeziehung durch Workshops der Bewohner der verschiedenen Städte, die das meiste des „Rohmaterials“ liefern. Dieses wird in Form eines Laboratoriums in permanenter Rotation und Transformation präsentiert. Zeichnungen von Wohnungen, unseren Lieblingsplätzen darin und emotionalen Zuordnungen, von unserer Lokalisierung in unserer Stadt und auf unserem Planeten werden zu Objekten, gestalten die Installation.

 

Gabriela Vaz, Bildende Künstlerin, studierte in Lissabon und London und publiziert neben ihren Installationsprojekten auch Texte zur Kunsttheorie in verschiedenen Medien.

 

 

15./16.8. | jeweils 21 h

Tanzfabrik Berlin

 

Andreas Müller | Andrea Keiz | Christine Mauch | Friederike Plafiki (Berlin)

land SHAPES – Der Ort Deiner Herkunft | Showing

 

„Menschen in Bytom/Polen, Torres Vedras/Portugal, Kortrijk/Belgien, Castiglioncello/Italien und Berlin bringen uns zu Orten oder Situationen, die ihre Herkunft repräsentieren. Einige haben eine Idee oder einen kleinen Plan, was sie mit uns, den Performern, und einer Videokamera vor Ort tun wollen, andere führen uns einfach zu den Plätzen.“ land SHAPES observiert die Beziehungen, die sich zwischen jedem Einzelnen und seiner Herkunft entwickeln, ein Ort, einzigartig wahrgenommen und im gleichen Moment universell und jedem zugänglich.

 

Andreas A. Müller performt, unterrichtet, entwickelt Texte und Stücke. Neben der Arbeit mit Joséphine Evrard (ratzan ‘kor, zuletzt „der schwamm“) kam es u.a. zu Produktionen mit Damaged Goods/Meg Stuart „Alibi“, „Visitors only“, Two Fish „Irre“, cultura Hildesheim und „UNOS UNITED – ALLE WOLLEN WIE ALLE SEIN“ aus dem laufenden Kulturprogramm der Fußballweltmeisterschaft 2006.

 

 

17.-18.8. | 18 h

Tennisplatz an der Schaubühne

 

Anne Juren | Fouad Asfour | Jereon Peeters (Paris/Brüssel) - Tennis

 

Was passiert in den Sekunden bevor die professionellen TennisspielerInnen ihre Bälle schlagen, bevor der trainierte Hochleistungskörper seine physische Kraft einsetzt?

Während Rituale, Gesten und andere sichtbare Vorgänge stattfinden, werden gleichzeitig verschiedene mentale Prozesse aktiviert. Imaginierte Bewegungen steigern die Motivation der Athleten und schaffen ideale Bedingungen die beabsichtigte Bewegung zu performen. Die Choreographin Anne Juren observiert mit dem Sprachwissenschaftler Fouad Asfour und dem Dramaturgen Jeroen Peeters das Bewegungsvokabular des Tennisspiels und wird es nach allen Regeln der Kunst neu buchstabieren.

 

Anne Juren studierte Tanz am Konservatorium, Lyon. Arbeit mit Trisha Brown in New York. Seit 2002 eigene Soli - wie Duettstücke, die international gezeigt wurden. Fouad Asfour studierte Linguistik und Arabistik, Universität Wien. Arbeit als freier Autor, z.B. Herausgabe der documenta 12 Kataloge. Jeroen Peeters, Kunstkritiker und Dramaturg. Studium der Kunstgeschichte und Philosophie. Er publiziert zu Tanz, Peformance und Kunsttheorie in verschiedenen Medien und ist künstlerischer Kollaborateur von Meg Stuart/Damaged Goods.

 

 

16.- 17.8. | 17 h und 18.8. | 16 h

Mauer – Checkpoint Charlie

 

Martin Nachbar (Berlin) - MAUERFÄLLE – Incidental Journey Berlin

Dokumentarisch-performativer Stadtspaziergang

 

In der Berliner Version seiner durch sechs europäische Städte führenden Spaziergänge beschäftigt sich Martin Nachbar mit der Berliner Mauer, die für beinah 30 Jahre das Leben der Stadt entscheidend geprägt und etliche Zwischenfälle unterschiedlichster Art provoziert hat. Er geht den zum Teil tragischen, zum Teil absurden Geschichten nach und schreibt diese fernab vom touristischen Getümmel in die Straßen ein, setzt sich mit Aus- und Nachwirkungen auseinander und stellt die Frage, ob und wie sehr Unfälle das Verhalten eines Individuums oder einer Stadt beeinflussen. Ein Versuch, die Unglücksaura zu rekonstruieren, das Gedächtnis der Stadt zu befragen.

 

Martin Nachbar lebt in Berlin und ist Tänzer und Choreograf. Er schreibt unregelmäßig für diverse europäische Tanz- und Theatermagazine. Seine Studien absolvierte er an der School for New Dance Development (Amsterdam), in New York und bei P.A.R.T.S. (Brüssel). Er war Mitbegründer des Kollektivs .D.C./Plischke, als Tänzer arbeitete Nachbar u.a. mit Les Ballets C. de la B., Vera Mantero, Meg Stuart, Nicole Beutler, Carlos Pez, Thomas Lehmen und Joachim Schlömer. Eigene Arbeiten umfassen die Soli „Ausflug“ und „Verdeckte Ermittlung“ und das Duett „ja, ja –der dritte mann“

 

 

 

Antragsteller/in Tanzfabrik Berlin

Veranstaltungstermin 11. bis 18. August 2006

Veranstaltungsort Tanzfabrik Berlin, Ballhaus Naunynstraße, Naunynritze, Tennisplatz an der Schaubühne, Marheineke Markthalle, Mauer

Förderbetrag 28.700 €

Kooperationen Hauptstadtkulturfonds, APAP, Kultur 2000, mit freundlicher Unterstützung des Ballhaus Naunynstraße, der Marheineke Markthalle und des Tennisplatz an der Schaubühne. Medienpartner: Kulturradio, die tageszeitung, tanz journal, primecard

Internetseiten www.tanzfabrik-berlin.de

Pressestimmen

Die Hörspielzentrale 7-16

25. Februar 2006 HÖRSPIELZENTRALE 7 – STRIPPED / EIN LEBEN IN KONTOAUSZÜGEN - HÖRSPIELPRÄSENTATION UND HOLOSUD LIVE IN CONCERT

Miete, Telefonrechnung, Kabelgebühr, Mitgliedsbeiträge, Abonnements... Stefan Weigl, Autor und Vortragsreisender in Sachen Film, zitiert wörtlich aus seinen Kontoauszügen und zeigt so sachlich wie schonungslos die Höhen und Tiefen seines Lebens. Mit STRIPPED gelingt ihm ein höchst unterhaltsamer Katastrophenbericht. „Ich dokumentiere einen – und zwar meinen – Weg in die finanzielle Pleite. Von der religiösen Grenzerfahrung bis zur exotischen sexuellen Vorliebe wird heute alles thematisiert. Nur, was einer verdient und hat, das ist tabu. Warum ein Großverdiener über seine Vermögensverhältnisse schweigt, ist klar. Aber auch der Geringverdiener hat keinen Grund mehr, allzu auskunftsfreudig zu sein. Erstens macht Hartz IV die Anhäufung von Schwarzgeld auch für arme Schlucker attraktiv; zweitens hat, wer heute arm ist, keine moralische Rückendeckung mehr.“ Mit der WDR-Produktion STRIPPED präsentiert die Hörspielzentrale den Gewinner des Hörspielpreises der Kriegsblinden 2005. Anschließend Publikumsdiskussion mit Stefan Weigl und Regisseur Thomas Wolfertz, sowie ein Live-Konzert des Kölner Elektronik-Duos HOLOSUD (F.X.Randomiz and Schlammpeitziger)

 

12. März 2006 HÖRSPIELZENTRALE 8 - CHRISTIAN BRUHN VS. JAN BRUHNKE – HÖRSPIELMUSIK REVISITED

Christian Bruhn zählt zu den erfolgreichsten Musikproduzenten und Komponisten Deutschlands. Die Hits „Marmor, Stein und Eisen“, „Wunder gibt es immer wieder“ oder „Liebeskummer lohnt sich nicht“ gehen genauso auf sein Konto wie die erfolgreichen Titelmelodien und Soundtracks zu TV-Serien wie „Captain Future“, „Heidi“ oder „Patrick Packard“. Bekannt wurde seine Arbeit auch bei Hörspielfans, als Bruhns TV-Kompositionen für Hörspieladaptionen verwendet wurden. Als Gast in der Hörspielzentrale präsentiert er am Flügel seine „Hörspiel“-Melodien und andere Hits, die viele junge Musiker nachhaltig beeinflusst haben. Wie z.B. den Laptop-Twiddler Jan Bruhnke (aka Electric Sheep, Gewinner des Munich-Laptop-Battles 2005), der im Anschluss seine Neuinterpretationen am Laptop präsentiert. Man darf gespannt sein, ob sich zu seinen Melodien, Joan, die Freundin von Captain Future, eine wehmütige Träne verkneifen muss.

 

 

 

DIE HÖRSPIELZENTRALE ist eine vom Haupstadtkulturfonds geförderte Veranstaltungsreihe, in der monatlich Hörspiele und Live-Auftritte von Hörspiel-, Sound- und Radiokünstlern präsentiert werden. Seit den ersten Veranstaltungen im Mai 2005 beginnt sich die Hörspielzentrale in der Berliner Hörspielszene als feste Reihe zu etablieren.

 

DIE HÖRSPIELZENTRALE macht auf die Besonderheiten des immer beliebter werdenden Genres Hörspiel aufmerksam und hebt dessen Stärken hervor.

Was ist das besondere Erlebnis bei einem öffentlich aufgeführten Hörspiel?

Warum wirkt ein Hörspiel überhaupt so fesselnd? Das Hörspiel lädt die Vorstellungskraft des Hörers dazu ein, eigene Bilder zu erschaffen und sich selbst zu überraschen.

 

Ziel ist, mit weiteren 8 Veranstaltungen die Etablierung der Hörspielreihe im Berliner Veranstaltungskalender zu festigen und Dank eines abwechslungsreichen Programms Anlaufstelle für die wachsende Zahl der Hörspiel-Begeisterten zu bleiben. Die Künstler im vorgestellten Programm wurden bis auf Jörg Buttgereit und Eran Schaerf bereits angefragt.

 

Hörspiele erzielen Einschaltquoten von bis zu 90.000 Zuhörern. Dieser enormen Zahl einzelner Hörer fehlt es jedoch an Gelegenheiten, Hörerlebnisse zu teilen und sich über die komplexe Kultur der Hörspielkunst auszutauschen.

 

DIE HÖRSPIELZENTRALE bietet denen, die sonst zu Hause vor dem Radio sitzen, die Möglichkeit, ein Hörspiel gemeinsam zu erleben, mit den Machern in Kontakt zu treten, sich über die komplexe Kultur der Hörspielkunst auszutauschen, neue Entwicklungen zu verfolgen und Gehörtes zu diskutieren. Kein Medium ist für Macher und Rezipienten so abstrakt wie das Radio. Auch aus diesem Grund ist das beachtenswerte Interesse an öffentlichen Hörspielveranstaltungen in den letzten Jahren parallel zum sogenannten „Hörspielboom“ gestiegen.

Hörspielmacher sind unter anderem Theaterleute, Filmschaffende, Journalisten, Musiker und Autoren überschreiten beim Hörspiel mehr als in anderen Medien die Grenzen ihrer angestammten Metiers. Die interdisziplinäre Arbeit der Branchen und Sparten, die das aktuelle Hörspiel prägen, ist Thema der Reihe. Warum haben viele Künstler ein regelmäßiges Interesse am Medium Hörspiel? Weshalb und wie nutzen sie es als Ausdrucksmittel? Hörspielmacher haben durch die Präsentationen ihrer Arbeiten in der HÖRSPIELZENTRALE die Chance, Reaktionen wie etwa Lachen oder Kommentare als Feedback der Hörer zu erleben und darüberhinaus mit dem Publikum in Dialog zu treten.

Antragsteller/in Paul Plamper

Veranstaltungstermin #8: 12. März 2006 #7: 25. Februar 2006

Veranstaltungsort HAU 2

Förderbetrag 14.000 €

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.de

Figure 8 Race remix

Clärenore Stinnes war die erste Frau, die mit einem Auto die Welt umrundete (1927 – 1929). Oft stand sie dabei still, um ihr Auto zu reparieren. FIGURE 8 RACE remix zollt der Rennleidenschaft dieser Dame Tribut: Es erzählt von Bewegungsfluss und –abbruch und den dabei erzeugten Geräuschen: ob vom Motor, dem Reifenabrieb oder dem (Renn-) Fahnenschwingen. Die Performance ist ein rasantes Multimedia-Essay. Gedanklicher Ausgangspunkt ist die im Tanz, Fahnenschwingen und Kampfsport auftauchende Figur der Acht. Durch die Live Synchronisation des Geräuschemachers Max Bauer entsteht in FIGURE 8 RACE remix ein neuer Blick auf die Aktionen von Maren Strack, die Videokunst von Hiroko Tanahashi und die Dramaturgie von Max Schumacher (beide post theater). Die meist versteckte Arbeit des Foley Artist (Geräuschemacher) wird dadurch Teil einer temporeichen Performance über Bewegung, Technik und Pannen.

Antragsteller/in Max Bauer

Veranstaltungstermin 23. bis 25. August 2006, 19:00 Uhr, 27. August 2006 um 18:00 Uhr und 20:00 Uhr

Veranstaltungsort Dock 11, Kastanienallee 79, 10435 Berlin

Förderbetrag 15.000 €

Kooperationen Tanz im August Dock 11 Sophiensaele Schloss Broellin Junges Theater Bremen

Internetseiten www.der-geraeuschemacher.dewww.maren-strack.dewww.posttheater.com

Ophelia´s Children

Tanz- und Musikperformance von Howard Katz

 

Ophelia begann ihre Karriere, indem sie sie beendete. Der Charme weiblicher Ausweglosigkeit machte sie zur schönsten Wasserleiche der Literaturgeschichte. Freunde behaupten zwar, sie habe in Wahrheit einfach ihre Sachen gepackt, Hamlet eine schallende Ohrfeige gegeben und sei in ein Taxi gestiegen. Aber was wirklich an diesem Tag geschah, an diesem letzten Tag in ihrem Leben, das wissen nur Ophelia´s Children.

Ophelia´s Children, fünf TänzerInnen und drei Musiker, kennen die andere, die verborgene Seite der Story: den Moment der Entscheidung und das innere Leben der vielen kleinen Momente zuvor, die niemand beachtet hat. Der letzte Tag: ein Rückblick in Kapiteln, eine Feier jeder noch so einfachen Handlung: Zähne putzen, Haare kämmen, Schwimmkurs.

Aber ist das, was banal scheint, gleichzeitig unwichtig? Oder hätte Ophelia durch die Wahl der blauen Zahnbürste ihren Selbstmord verhindern können? Und wie verlässt man seinen Körper, um ihn wieder zu finden?

 

Today, I marry the world.

 

 

Choreografie: Howard Katz

Tanz: Jessy Tuddenham, Alex Sieber, Christophe Linéré, Hiekyoung Kim, Karen Bößer

Video-Art, Grafik: Yoann Trellu

Bühne: Chris Rott

Licht: Milos

Musik: Post Holocaust Pop

 

PR: arts and credits,Anja

Quickert

 

Antragsteller/in Howard Katz

Veranstaltungstermin 6. bis 10. September 2006 20 Uhr

Veranstaltungsort Tacheles, Oranienburger Str. 54-56a, 10117 Berlin

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen Medienpartnerschaft: Freitag

Internetseiten www.keyframed.org

Rollende-Road-Schau 2006: Am Waldrand

Rollende-Road-Schau 2006 – Am Waldrand

Schwedt – Berlin

 

14.-17. Juni in Schwedt

14. Juli in Berlin

 

Die Rollende-Road-Schau ist das mobile Container-Theater der Volksbühne Berlin. Sie sucht auf eine direkte Weise die Auseinandersetzung mit der Stadt und ihren Einwohnern, indem sie sich in ihre Mitte begibt. 2006 zieht die Rollende-Road-Schau nach Schwedt.

 

Das Plattenbauviertel „Am Waldrand“ in Schwedt ist Mikrokosmos und Panorama für gesellschaftliche Entwicklungen. In nur einer Generation übernahm Schwedt zweimal eine Pionierrolle: in den 60er Jahren beim Aufbau, seit den 90ern in Sachen Umbau. Deshalb ist Schwedt für die Rollende-Road-Schau als Standort interessant.

 

Mit Mitteln des Theaters soll erforscht werden, welche Folgen und Bedeutung der Stadtumbau für die Stadt und ihre Bewohner hat. Verschiedene Künstler/gruppen entwickeln ihre Projekte für und in Schwedt. Im Juli wird es dann eine Überführung der Produktionen in den Prater der Volksbühne in Berlin geben.

Die Rollende-Road-Schau sucht nach Strategien im Umgang mit dauerhaft unstrukturierten Situationen, denen man in Schwedt, aber auch an anderen Orten begegnet, und spielt mit Versionen einer Gesellschaft, deren Leitmotiv für Gemeinschaft nicht allein der Besitz von Erwerbsarbeit ist.

 

Vom 14. bis 17. Juni täglich Aktionen und Bühnenprogramm.

 

Aktionen ab 17 Uhr: "The Schwedt Project Teil I+II", eine Cadillac-Tour der anderen Art, der Aufbügelservice der Volksbühnen-Kostümabteilung und die Kaffee-Allee.

Bühnenprogramm ab 20 Uhr: Show, Theater, Musik, Wunschfilm-Kino, Hörspiel und Bar.

 

Neben den Uckermark-Passagen an der Friedrich-Engels-Straße im Viertel „Am Waldrand“ in Schwedt. Einheitspreis 3 €, am Eröffnungsabend freier Eintritt.

 

Bildet Banden! Wer günstig mitreisen möchte, kann sich unter rrs@volksbuehne-berlin.de anmelden: Abendausflug zur Rollenden-Road-Schau vom neuen Berliner Hauptbahnhof direkt nach Schwedt/Oder Mitte, z.B. 17:35 Uhr hin, 23:01 Uhr zurück (Fahrtdauer: ca. 1 Std 15 min.), für 5 € p.P. (zu fünft) mit dem Berlin-Brandenburg-Ticket.

 

Am 14. Juli wird es dann eine Überführung bearbeiteter Projekte in den Prater der Volksbühne, Berlin geben.

 

Genaue Programminfos unter:

Antragsteller/in Volksbühne am Rosa-Luxemburg Platz

Veranstaltungstermin Berlin: 14. Juli 2006 Schwedt: 14. - 17. Juni 2006

Veranstaltungsort Volksbühne am Rosa-Luxemburg Platz

Förderbetrag 75.000 €

Kooperationen Stadt Schwedt

Internetseiten www.volksbuehne-berlin.de/rrs

TESLA - Der domestizierte Blitz

sonArc::project -- TESLA - Der domestizierte Blitz

symposium | installation | concert | lab

 

mit: wolfgang ernst, wolfgang hagen, friedrich kittler, michael krause, verena kuni, n-solab, cornelia lund, ana ofak, marica radojcic, dirk

schadach, heinz schott, h. otto sibum, joachim stange-elbe, henry westphal

 

die elektrizität ist das bedeutendste medium für energietransfer und kommunikation in unserer welt, und trotzdem ist ihr wesen fast unbekannt.

wir sind umgeben von elektrischen und elektronischen geräten. sie verbinden

und teilen die welt und bestimmen technologisch unsere lebensformen.

codierte und uncodierte elektromagnetische wellen umgeben uns überall, die elektrischen schaltkreise werden stetig miniaturisiert und sind in jeden

lebensbereich vorgedrungen. der mensch selbst lässt sich als teilelektrisches system beschreiben, denn seine neuronalen informationsverarbeitungen basieren auf elektrischen impulsen. 1924 weist hans berger erstmalig die aktionsströme des gehirns nach und ab 1966 wird der menschliche tod in der medizin durch die elektrische inaktivität des gehirns -- nicht mehr durch den herzstillstand -- definiert.

 

'sonArc::project -- der domestizierte blitz' ist ein zyklus aus wechselnden werkformaten. jan-peter e.r. sonntag spürt damit den wurzeln unseres

elektrisch/elektronischen medienzeitalters nach und untersucht die visionen und mythen seiner entstehung. an drei tagen wird t e s l a zum ort einer suche nach dem wesen der elektrizität.

 

in drei 'elektrischen salons' geht es um blitze, wellen~wandler, ghostdetectors, funken und scheinbilder, elektrizität und medizin, nicola

teslas visionen, hertz'sche wellen, apparate und visionen der elektronischen musik, elektrische transkommunikation, quanten, die ionosphäre, freie

energie und den äther. die vorträge und gespräche finden 'in' der neuen elektromagnetischen hochspannungsinstallation 'sonArc::ema -- RADIAL' von jan-peter e.r. sonntag statt: die besucher verformen elektromagnetische felder und steuern damit die entladung zweier hochspannungs-plasmen -- die singenden lichtbögen strahlen schall, licht und ozon aus. die video-sound-installation 'sonArc::ion#1' macht im klub für den besucher die

erste station des umfassenden projekts erfahrbar: die oper 'sonArc::ion -- prologue', die vor einem jahr bei TESLA aufgeführt wurde.

 

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1. elektrischer salon

 

donnerstag, 23. november, 18 bis 24 Uhr, kubus

 

raw-extensionf5: friedrich kittler: blitz und donner -- ereignis und reihe; h. otto sibum: elektrizitätsforschung im 18. jahrhundert; heinz schott: funken, ströme, sensationen - elektrizität im 18.jahrhundert und ihre folgen für medizin und naturforschung, sonArc::ema-radial und gespräche.

 

2. elektrischer salon

 

freitag, 24. november, 18 bis 24 uhr, kubus

 

ionophonie#1: ana ofak: teslas gedankenlabor; michael krause: all about tesla - the research; marica radojcic: toward continuous universal machines; henry westphal: ionophonie - klingende, hochfrequente hochspannungsplasmen; dirk schadach: nicola teslas visionen der kosmischen energie / raumenergie, sonArc::ema-radial und gespräche.

 

3. elektrischer salon

 

samstag, 25. november, 17 bis 24 uhr, kubus

 

ionophonie#2: wolfgang hagen: funken und scheinbilder; verena kuni: wellen~wandler -- influencing machines, ghost dedectors and philosophical toys; joachim stange-elbe: elektronische klangapparate - von gefühlten

strömen zu virtuellen abbildern; cornelia lund: seelenwellen - fotografien des unsichtbaren; wolfgang ernst: ionosphäre -- hörbare elektrizität; sonArc::ema-radial und gespräche.

 

installationen

 

do 23. und fr 24. nov. 2006 | 18:00 - 24:00 h | sa 25. nov. 2006 | 17:00 - 24:00 h im kubus

 

'sonArc::ema -- RADIAL'

 

im architektonischen zentrum des kubus, und so der salons, steht sonntags neueste elektromagnetische hochspannungs-installation 'sonArc::ema -- RADIAL': eine interaktive, rein elektrisch/elektronische installation/konzert aus 4 verschiedenen codierten elektromagnetischen

feldern -- radialen hertzwellen.

 

wie beim ätherophon (später theremin genannt) verformen die besucher 'wireless' ein Feld, wodurch sie kontaktlos durch die signale und das

rauschen des mittelwellen-'äthers' surfen, die über zwei modellierbare hochfrequente hochspannungs-plasmen zweier modellierbarer teslacoils zu schall, licht und ozon im Raum werden.

 

do 23. bis sa 25 nov. 2006 | 14:00 - 24:00 h im klub

 

'sonArc::ion#1' (installation 2005/06)

 

parallel zu den salons und 'sonArc::ema-RADIAL' wird in einem 130 minuten loop die 1 kanal HD-video-und 5 kanal sound-installation 'sonArc::ion#1' basierend auf der oper 'sonArc::ion --prologue' über blitze, den äther und die geschichte von mehr als 100 jahren elektrischer/elektronischer musik von reinen RAW-daten-extensionen über der ersten seriellen, elektronischen komposition 'studie2' von karl heinz stockhausen bis zu freischwingenden,

'sprechenden' hochspannungsplasmen, also einer ersten rein elektronischer klangerzeugung, wie sie der englische ingenieur und erfinder william duddel schon 1899 ersann.

 

 

filme

 

do 23. bis sa 25 nov. 2006 | 14:00 - 24:00 h im foyer

 

'electric world' (filmrolle)

 

unter dem titel 'electric world: comercial, feature & fiction' werden die 3 elektrischen salons von filmen über die wunderbare elektrifizierung der welt; von der ersten dekade des 20. Jahrhunderts bis ins 'space age' der

50er und frühen 60er jahre begleitet.

 

In 2007 wird eine Publikation mit Beiträgen von wolfgang ernst, wolfgang hagen, friedrich kittler, michael krause, verena kuni, n-solab, cornelia lund, ana ofak, marica radojcic, dirk schadach, heinz schott, h. otto sibum, joachim stange-elbe und henry westphal veröffentlicht.

 

Weiterer Kontakt:

 

ulrike kneitschel

tesla berlin e.v.

> medien > kunst < labor

podewils'sches palais

klosterstr. 68

10179 berlin

tel. +49 (0) 30 24749-780

fax +49 (0) 30 24749-710

email uk@tesla-berlin.de

www.tesla-berlin.de

www.sonarc-ion.de

 

Antragsteller/in tesla berlin e.v.

Veranstaltungstermin do 23. und fr 24. nov. 2006 | 18:00 - 24:00 h | sa 25. nov. 2006 | 17:00 -24:00 h

Veranstaltungsort tesla im podewils'schen palais, klosterstr. 68, 10179 berlin

Förderbetrag 27.000 €

Kooperationen Das Projekt wird freundlicherweise von Hauptstadtkulturfonds unterstützt.

Internetseiten www.tesla-berlin.dewww.sonarc-ion.de