Bare back Lying

Mit dem Stück setzt die Neuseeländerin ihre Auseinandersetzung mit Realität und Fiktion fort und überträgt diese auf den Ort der Fiktion par excellence selber: das Theater. Was passiert, wenn man den Grad der Wahrhaftigkeit einer Performance mit dem Lügendetektor messen will? Was ist wahrer, das Original oder die Fälschung? Und, ist es ein essentieller Bestandteil der Verabredung Theater, dass sich das Publikum von den Darstellern täuschen lässt?

 

Für ihre zweite Produktion konnte die Regisseurin bereits profilierte Darsteller wie Bibiana Beglau, Gary Smith und Thomas Wodianka gewinnen.

Antragsteller/in Simone Aughterlony

Veranstaltungstermin 12. bis 14. Januar 2006

Veranstaltungsort HAU

Förderbetrag 25.000 €

Kooperationen Schouwburg Rotterdam, Theaterhaus Gessneralle Zürich

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.de

©Tine van Aerschot (Ausschnitt)

©Tine van Aerschot

Context #3 - Plattform für zeitgenössischen Tanz

CONTEXT - LEARNING BY DOING

 

CONTEXT ist eine thematisch orientierte Plattform für den zeitgenössischen Tanz und seine neuesten Theorien und Experimente, die einmal jährlich im Februar stattfindet und neben Choreographien und Performances auch Vorträge, Diskussionen und Lecture-Demonstrations präsentiert. Mit dem dritten Teil der 2004 erfolgreich begonnenen Festivalreihe CONTEXT – Plattform für zeitgenössischen Tanz möchte das Hebbel am Ufer die bestehende Kluft zwischen Tanzausbildung, -ästhetik und –praxis aufzeigen und in Kollaboration mit bereits bestehenden oder neu initiierten Institutionen und Initiativen in Berlin mögliche Ansätze zu einer Annäherung vorschlagen. Das Festival richtet sich an Tanzinteressierte aller Altersstufen ab 12 Jahren, wobei eine Begegnung der Beteiligten durch eine Verschränkung der verschiedenen Veranstaltungsbereiche bereits in der Struktur angelegt ist. Während des 10tägigen Programms werden insgesamt 4 Schulklassen (à 30 bis 35 Schüler) aus Mittel- und Unterstufe ihren Schulunterricht gegen die Theaterarbeit mit international renommierten Choreographen eintauschen.

 

Das Programm setzt sich aus vier ausschließlich für die Schüler vorgesehenen, geschlossenen Workshops sowie einem öffentlichen Abendprogramm mit Vorträgen, Gesprächen und Vorstellungen für ein größeres Publikum zusammen.CONTEXT #3 „Spielräume“ macht das tänzerische Spielen zum Motto und Thema, indem es einen Ort und Zeitraum für die experimentelle Auseinandersetzung mit der Vermittlung und Aneignung von Tanz bietet. In der gemeinsam geteilten Situation der Theaterpraxis tauschen sich Jugendliche und Choreographen als möglichst gleichberechtigte Partner eines wechselseitigen Arbeitsdialoges über das Verhältnis von Lernen und Lehren, Suchen und Forschen, Präsentieren und Repräsentieren aus.

Antragsteller/in Hebbel-am-Ufer

Veranstaltungstermin 13. - 22. Februar 2006

Veranstaltungsort HAU 1, 2, 3

Förderbetrag 100.000 €

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.de

Das letzte Duett

Ein Stück, dessen Titel es als ein „letztes“ ausweist, setzt eine Zäsur und teilt die Zeit in ein Vorher und Nachher. Was aber wird hier beendet, was begonnen? DAS LETZTE DUETT wird getanzt von Bettina Thiel, Erste Solistin des Staatsballett Berlin, und Ingo Reulecke, Solist der zeitgenössischen Berliner Tanzszene. Beide blicken auf eine erfolgreiche Karriere mit Gastspielen auf internationalen Bühnen zurück.

 

Während Bettina Thiel jedoch den Drill der am russischen Vorbild geschulten Ballettausbildung der DDR durchlaufen hat, ist Ingo Reuleckes Laufbahn ein Beispiel für die typische Patchworkausbildung der freien Tanzszene, bei der die Lehrer selbst gewählt werden konnten und auch mussten. Beide Künstler haben also in ihren unterschiedlichen Laufbahnen ihren eigenen unverwechselbaren körperlichen Ausdruck entwickelt. Und dennoch sind sie sich in ihrem tänzerischem Gestus verblüffend ähnlich, erscheinen fast wie voneinander getrennt aufgewachsene Zwillinge.

 

Mit Christoph Winkler verbindet beide Tänzer eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit, die in DAS LETZTE DUETT nun gewissermaßen ihren Abschluss findet.

 

DAS LETZTE DUETT ist ein Rückblick ohne Wehmut, eine respektvolle Annäherung an seine Protagonisten und eine spielerische Übung über den Umgang miteinander.

Antragsteller/in Christoph Winkler

Veranstaltungstermin 5.-7. & 11.-14. Mai 2006

Veranstaltungsort Goldener Saal des Kunsthaus Tacheles

Förderbetrag 23.000 €

Kooperationen Mit freundlicher Unterstützung des Staatsballets Berlin

Internetseiten www.christoph-winkler.infowww.tacheles.de

I'm not the only one part 1 & part 2

I'm not the only one Part1 & Part 2

 

Was treibt einen an, die Heimat zu verlassen und was ist Heimat überhaupt?

Ist es die Familie? Sind es die Tiere? Ist es der Geruch, das Essen, die Luft? Sind es die Abgase? Die Werbesprüche unserer Kindheit, aus der sich unsere heutige Folklore zusammensetzt?

 

 

Diese Fragen werden sowohl in der Mythologie als auch in Zielgruppenanalysen behandelt. Mit diesen und anderen Themen, den inneren und äußeren Reisen, beschäftigen sich Constanza Macras und ihr international zusammengesetztes Ensemble in ihrer neuen Produktion „I’m not the Only One“. Dabei geht es auch immer wieder um die Folgen des Aufeinanderprallens verschiedener Kulturen: Alles wird von uns assimiliert und integriert, aber was verstehen wir wirklich?

 

 

Ausgehend von den unterschiedlichen Motivationen der Abreise der verschiedenen Akteure wird in „I’m not the Only One“ ein Stück Fiktion entwickelt. Auf ihren individuellen Wegen sind sie, entsprechend den Helden in Märchen und Mythen, einer Wandlung unterworfen. So mischen sich Mythos und Realität, Archetypisches und Autobiografisches. Und immer wieder stellt sich die Frage: Was und wo war noch mal Heimat?

 

 

„I’m not the Only One“ besteht aus zwei verschiedenen Abenden mit unterschiedlicher Besetzung, die auch unabhängig voneinander besucht werden können.

 

Antragsteller/in Constanza Macras / Dorkypark

Veranstaltungstermin 22.03.07, 20h - Part1 23.03.07, 20h - Part2 24.03.07, 19h30 - Part1 & Part2 19./20./30.01.07, 20h - Part1 27./28./31.01.07, 20h - Part2

Veranstaltungsort Volksbühne im Prater, Kastanienallee 7-9, 10435 Berlin

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Constanza Macras/Dorky Park und Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, in Koproduktion mit Schauspielhaus Wien, Theater Chur, Fondazione Musica per Roma und Duo Dijon.

Internetseiten www.dorkypark.org

Pressestimmen

Foto: Thomas Aurin

I, myself and me again

Im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit ist nicht nur das Abbild, sondern auch das Leben endlos vervielfältig- und gestaltbar, eine Folge der „essentiellen Unbestimmtheit und formbaren Weichheit der Welt“.

Ein Mensch, mehrere Kameras, unendlich viele Projektionsflächen. Der Einbruch des Virtuellen in die persönliche Erlebniswelt - der Mensch begegnet sich selbst. Oder seinem Abbild? Oder dem Abbild vom Abbild?

Die multimediale Performance-Installation „I, myself and me again“ ist der Entwurf einer Vermischung von realen und virtuellen Begegnungsräumen. Durch den Einsatz und die Verbindung von Tanz, Video, Licht, Musik und elektronischen Medien erfährt sowohl der Tänzer als auch der Zuschauer eine Erweiterung seiner Wahrnehmung. Der Tänzer, umschlossen vom virtuellen Raum, begegnet sich durch die Vervielfältigung seines eigenen Abbildes aus verschiedenen Perspektiven und muss sich fortlaufend mit seinem virtuellen Selbst und seiner sich dadurch ständig verändernden Realität auseinandersetzen. In jeder Sekunde gestaltet er seine persönliche Erlebnis-Welt, die sich wie ein lebendiges Tagebuch immer weiter fortschreiben wird. Alles, was geschieht, wird dokumentiert und hinterlässt Spuren. Ein unaufhörlicher Prozeß des Reagierens und Gestaltens.

Die Zuschauer können sich frei in der ca. vierstündigen Performance-Installation bewegen und verlassen somit die Rolle des passiven Betrachters. Sie befinden sich stattdessen immer in der persönlichen Erlebnis-Welt des Tänzers und werden dadurch zu einem Teil des Aktionsraumes und damit zu einem Teil der Performance.

 

Eine LaborGras-Produktion in Kooperation mit der Akademie der Künste, Berlin und der Trans-Media-Akademie Dresden-Hellerau.

 

Präsentiert im Rahmen des Projekts „Choreographie und Film“ in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste und der Freien Universität Berlin.

Antragsteller/in Labor Gras

Veranstaltungstermin 3. - 8. April 2006

Veranstaltungsort Akademie der Künste, Hanseatenweg

Förderbetrag 45.000 €

Kooperationen Trans-Media-Akademie Dresden-Hellerau

Internetseiten www.adk.dewww.laborgras.com

Klaus ist tot

Regie/Choreografie: Hanna Hegenscheidt

Tänzer/Darsteller: Chris Daftsios, Angharad Davies, Run Shayo, Martin Clausen, Anna Luise Recke

Bühne und Kostüm: Annette Gödde

Technik: Benjamin Schälike

Dramaturgie/Produktionsleitung: Franziska Köhler

 

 

 

In „Klaus ist tot“ beschäftigen wir uns mit Situationen, mit denen jeder früher oder später konfrontiert wird sowie mit den daraus resultierenden widersprüchlichen emotionalen Zuständen. Mit Hilfe des Themas Tod und dem Umgang der Lebenden damit werden kleine, zwischenmenschliche Alltagssituationen und individuelle emotionale Reaktionen beleuchtet, in denen menschlich, also nicht vollkommen agiert und reagiert wird. Diese Alltagssituationen werden sowohl tänzerisch als auch durch Texte und Lieder umgesetzt und miteinander verwoben.

 

Deutlich zeigt sich die Unbehaglichkeit mit dem Thema umzugehen, denn der eigene Lebenswille und die eigene Lebensfreude stehen dem Gefühl von Trauer eher im Wege. Der empfundene Verlust ist einerseits groß, andererseits geht eigentlich alles so weiter wie vorher.

 

In der Zusammenarbeit mit Schauspielern und Tänzern wird versucht, sich dem Thema zu nähern und sich dabei bewusst mit der Grenze zwischen Pathos und Leichtigkeit auseinander zu setzen.

 

Antragsteller/in Hanna Hegenscheidt

Veranstaltungstermin 2. - 6. August 2006

Veranstaltungsort Sophiensaele Berlin

Förderbetrag 25.000 €

Kooperationen mit freundlicher Unterstützung des Mimecentrum Berlin

Magyar Tàncok (Ungarische Tänze)

Im Alter zwischen 5 und 20 Jahren hatte Eszter Salamon, Choreografin und Tänzerin ungarischer Herkunft, den traditionellen ungarischen Tanz praktiziert, ihn dann aber für die folgenden 15 Jahre vollständig vernachlässigt. Anlässlich eines Besuchs bei ihrer Familie vor einigen Monaten knüpfte sie erneut an den traditionellen Tanz an, der ein wahres Familienerbe ist. Diese kürzliche Wiederentdeckung wurde zum Auslöser für ein Diptychon zum Thema Identität und Familie, das in mehreren Etappen über zwei Jahre hinweg entstehen wird.

„Magyar Tàncok“ ist eine Einladung an ihre Mutter, langjährige Lehrerin des traditionellen Tanzes, sowie weitere Tänzer und Musiker, ihren heutigen Tanz vor dem Hintergrund dessen, was sie in ihrer Kindheit geteilt haben, zu hinterfragen.

Selbstverständlich handelt es sich nicht um einen Folkloreabend, sondern um die Arbeit einer zeitgenössischen Choreografin, die die Frage nach dem Ursprung ihres Tanzes stellt und insbesondere nach spezifischen Techniken der Improvisation, die sie in ihrer Kindheit erlernte. Übertragen auf ihre eigene Arbeit, haben eben diese Techniken es ihr erlaubt, aus der Frage nach den Verflechtungen der Praxis des Tanzes mit den Formen seiner Repräsentation eine einzigartige Kreativität zu entwickeln. www.eszter-salamon.com

 

Produktion: Festival “Les Intranquilles“, Villa Gillet, Lyon, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, mit freundlicher Unterstützung der Botschaft von Ungarn

Antragsteller/in Eszter Salamon

Veranstaltungstermin 21. und 22. April 2006

Veranstaltungsort HAU 2

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Ungarische Botschaft in Deutschland Les Subsistances Lyon

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.dewww.eszter-salamon.com

OFF THE MAP: a.)(of a place) far away and unreachable, b.) not in existence

Auf scheinbar endlosen Bahnen bewegend, begeben sich vier TänzerInnen auf die Suche nach der puren Erfüllung. Angetrieben durch ihre wiederkehrende Ruhelosigkeit reicht der Radius ihrer Erkundungen von der Analyse des Phänomens der Seelenverwandtschaft bis hin zur banalen Suche nach dem perfekten Paar Schuhe. Aus einem Geflecht von sich wiederholenden, raumgreifenden Bewegungsmustern entfaltet sich mehr und mehr eine Art Landkarte, die Lebensplan, Richtschnur und Grenzerfahrung zugleich in sich vereint. So durchlaufen die TänzerInnen Zyklen, die von Erwartung, Sehnsucht und Enttäuschung geprägt sind und lassen sie Zustände erleben, die sie bis an den Rand der Erschöpfung führen. Doch am Ende stellen sie fest, dass das Glück nicht außerhalb ihrer selbst zu finden ist.

 

Die Zen in the Basement Dance Company (ZIB) ist ein Kollektiv von Künstlern aus dem aus dem Tanz- und Multimediabereich. ZIB wurde 1997 von Jennifer Mann, Heidi Weiss und Sebastian Gäbel gegründet. Seit ihrer Debütproduktion "Wake" im Juni 1997 hat sich die Kompanie in der innerhalb der deutschen Tanzszene angesiedelt und mehrere Stücke erarbeitet und produziert ("Stillpoint“, "P.M.S.", "Gravity Station", "Herb and Alice“, "American Cookies", "Just Between Me", "Habitus"). Die Spezialität von ZIB liegt in der eklektischen Art, mit den Mitteln von Schauspiel, Komödie und Tanz umzugehen. Dabei bewegen sich die Choreografinnen Weiss und Mann an der Grenze zwischen Realität und Phantasie, Individuum und Stereotyp. Ihre Stücke sind moderne Märchen, einerseits unterhaltend andererseits verstörend durch ihre konfrontierenden Inhalte. Zen in the Basement erforscht neue Ausdruckmöglichkeiten im Tanz- und Theaterbereich, ohne sich dabei ausschließlich an ein elitäres Kunstpublikum zu wenden. Heidi Weiss hat seit 2 Jahren eine Professur an der Palucca Schule in Dresden inne.

 

OFF THE MAP wurde zum Festival TANZherbst 2006 – Choreografien von Frauen in Dresden eingeladen und wird am 05.11.06, 20:00 im Festspielhaus Hellerau gezeigt.

 

Choreographie- Zen in the Basement

TänzerInnen- Esther Cowens, Heidi Weiss, Florian Bücking, Eduardo Castro Neves

Dramaturgie- Jennifer Mann

Bühne/Lichtdesign - Sebastian Gäbel

Kostüme- Andy Besuch

Musik- Sebastian Seidemann

Lichttechnik - Rainer Grönhagen

Produktion/ÖA- AktionsBank, Marc Pohl

Produktionsassistenz- Thomas Meier

 

 

 

Antragsteller/in Zen in the Basement Dance Company

Veranstaltungstermin 26. Oktober 2006, 27., 28., 29. Oktober 2006, jeweils 20:30 05. November 2006, 20:00 Festspielhaus Hellerau, Karl-Liebknecht-Strasse 56, 01109 Dresden innerhalb des Festivals TANZherbst 2006 www.kunstforumhellerau.de www.tanzherbst.de

Veranstaltungsort Dock11 Berlin, Festspielhaus Hellerau

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen OFF THE MAP wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Amerikanische Botschaft Berlin. OFF THE MAP wird freundlichst unterstützt von Mime Centrum Berlin, Palucca Schule Dresden, Verein zur Förderung der Tanzbühne Dresden e.V., AktionsBank Berlin und Kunststoff e.V.

Internetseiten www.dock11-berlin.dewww.tanzherbst.dewww.kunstforumhellerau.dewww.aktionsbank.com

Sasha Waltz & Guests

Sasha Waltz & Guests wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Seitdem haben über 150 Künstler - Architekten, Bildende Künstler, Choreographen, Filmemacher, Musiker, Schauspieler und Tänzer - aus 25 Ländern in über 30 Produktionen, Dialoge- Projekten und Filmen als »guests« mitgewirkt. Das aktive Repertoire umfasst 16 mittel- und großformatige Stücke. Mit weltweit 150 Vorstellungen pro Jahr stellen Sasha Waltz & Guests eines der erfolgreichsten internationalen Kulturunternehmen dar. Durch die Gründung der Sophiensæle im Jahre 1996 wurde darüberhinaus eine bedeutende europäische Produktionsstätte für freies Theater in Berlin etabliert. In der Zeit von 1999–2004 konzentrierte sich die Arbeit von Sasha Waltz und Jochen Sandig auf die Künstlerische Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz, mit der die wieder aktivierte Company seit 2005 in Form einer Kooperation weiter in Verbindung steht. Auftakt für den Neustart in die Unabhängigkeit war das Opern-Projekt »Dido & Aeneas« im Februar 2005.

Antragsteller/in Compagnie Sasha Waltz & Guests

Veranstaltungstermin über das gesamte Jahr 2006

Veranstaltungsort Verschiedene Veranstaltungsorte in Berlin, u.a. Schaubühne am Lehniner Platz, Villa Elisabeth, St. Johannes-Evangelist-Kirche, Sophiensaele

Förderbetrag 875.000 €

Internetseiten www.sashawaltz.de

Schwester Jakob

Drei Projekte unter einem Dach:

a) Mime Centrum Berlin: „Vernetzung von Informationsressourcen“

b) TanzWerkstatt Berlin: „Forsch 06“

c) Tanzfabrik Berlin: „verOrtung“ – Berlin-Sektion des EU-Projekts apap IV

 

TanzRaumBerlin ist ein kooperativer Zusammenschluss von 8 Berliner Partnern (Tanzfabrik Berlin, Tanzwerkstatt Berlin, Dock11, Sasha Waltz & Guests, Mime Centrum Berlin, Dach-verband zeitgenössischer Tanz, HAU, sophiensaelen) mit dem Ziel, die Entwicklung von Strukturen und Qualitäten des zeitgenössischen Tanzes nachhaltig zu befördern und Berlin zu einem souveränen Partner der europäischen Tanzmetropolen London, Paris, Wien und Brüssel werden zu lassen. TanzRaumBerlin begreift sich als Teil einer langfristigen Entwick-lungsstrategie für den Kultur- und Wissenschaftsstandort Berlin. Als bislang einmalige Ver-netzung von maßgeblichen Tanzschaffenden in Berlin begründet TanzRaumBerlin einen Neuansatz für eine kooperative, großstädtische Arbeitsstruktur. Ziel ist es, die Entwicklung des Tanzes zu forcieren sowie einen vom Tanz ausgehenden Prozess der Vermittlung von Kunst und Öffentlichkeit und das aktive Hineinwirken des Tanzes in die verschiedenen Be-reiche des städtischen und gesellschaftlichen Lebens zu fördern. Künstlerische Produktion, Information/Dokumentation/Kommunikation und Ausbildung/Weiterbildung bilden die drei Säulen des auf Langfristigkeit angelegten Projektes.

 

Ein Bestandteil von TRB ist die Entwicklung eines zentral gelegenen Ortes in der Alten Ja-kobstraße, an dem diese drei Arbeitsbereiche einen organischen Zusammenhang ausbilden und mit den dezentralen Orten und Aktivitäten eine synergiebildende, gemeinsame Arbeits-struktur eröffnet. Der vorliegende Projektantrag beinhaltet drei Vorhaben von drei Partnern des TanzRaumBerlin, die unter der Überschrift „Schwester Jakob’“ mit ihren eigenständigen Ideen die in der Alten Jakobstraße zu entwickelnde gemeinsame Struktur setzen sollen. Für den Fall, dass der Ort Jakobstraße zum geplanten Beginn der Projekte noch nicht zur Verfü-gung stehen sollte, ist ihre Realisierung als gemeinsame städtische Aktion geplant.

 

Das Mime Centrum Berlin plant am Ort die Weiterentwicklung eines öffentlichen Informati-ons- und Dokumentationszentrums und beantragt im Rahmen einer europäischen Koopera-tion eine Anschubfinanzierung für das Berliner Projekt einer internetgestützten, öffentlich zugänglichen Vernetzung der Informationsressourcen europäischer Informationszentren des Tanzes und Theaters.

 

Die TanzWerkstatt Berlin lädt 6 Künstlerinnen und Künstler aus Berlin und von Auswärts zu einem 14-tägigen Laboratorium ein, um die neu zu schaffenden Räume für Tanz in der Alten Jakobstraße zu erforschen, sich mit den dortigen Gegebenheiten und Möglichkeiten ausein-ander zu setzen und den Raum bzw. die entwickelte Vision in einer öffentlichen Präsentation / Begehung für ein Publikum darzustellen und transparent zu machen. Damit soll der ideelle und materielle Ort bereits vor seiner Realisierung, sozusagen in der Fragephase, durch künstlerische Visionen und Recherche einer Öffentlichkeit erschlossen werden.

 

Die Tanzfabrik Berlin plant für den Ort die Berlin-Sektion des EU Netzwerk-Projekts apap IV (advancing performing arts project) - place specific / connecting sites and communities, in dem sechs Partner aus sechs Ländern (Österreich, Belgien, Polen, Italien, Portugal, Deutschland) ein Programm mit 8 Orts spezifischen, auf die lokalen Kontexte und Gemein-wesen bezogenen Kunstprojekten von 10 aufstrebenden internationalen Künstlern aus den Bereichen Tanz, Performance, Bildende Kunst, Theater produzieren. In Berlin entwickeln die 10 Künstler ihre Arbeiten ausgehend von der Alten Jakobstraße für den spezifischen urbanen Kontext gemeinsam mit weiteren lokalen Beteiligten. Alle Produktionen sowie eine Konferenz werden in einem Programm präsentiert. Das Projekt verknüpft künstlerische und theoretische Praxis mit Alltag und Öffentlichkeit und untersucht die Beziehung Kunst – Gemeinwesen auf den spezifischen sozialen und historischen Hintergründen der Orte.

Antragsteller/in Mime Centrum Berlin, Tanzwerkstatt und Tanzfabrik Berlin

Veranstaltungstermin 2006

Veranstaltungsort Podewils'sches Palais, Tanzfabrik Berlin, Mime Centrum Berlin

Förderbetrag 70.000 €

Internetseiten www.mimecentrum.dewww.tanzfabrik-berlin.de

Shu Shu

Ein Stück für 3 Tänzer und Video. Menschen unter Druck. 3 Personen in einem abgeschlossenen Raum – einem Verhörzimmer. Keiner kann raus. Wer ist unschuldig? Ist irgendjemand unschuldig? 2 Männer und eine Frau. Unter Druck entstehen neue Konstellationen und Beziehungen zueinander. Wer bricht als erster zusammen? Eine Erzählung auf multiplen Ebenen, die homogen und gleichberechtigt die Performer, vorproduziertes Material und Live-Videoeinspielungen benutzt. Speziell für den Abend komponierte/kompilierte Musik bildet eine weitere Erzählebene.

Antragsteller/in Efrat Stempler

Veranstaltungstermin September 2006

Veranstaltungsort Dock 11

Förderbetrag 25.000 €

Internetseiten www.dock11-berlin.de

Sixpack vs. Festival

Aber die ganze Anstrengung wird sein gegen das was jetzt passiert das Schweigen die Langsamkeit und die Einsamkeit zu erfinden. (Marcel Duchamp)

 

Im Projekt erfolgt in drei Phasen mit drei spezifischen Arbeitsweisen der Schritt zu einer Spezifikation des Körpers, der das Wissen „über“ ihn und sich selbst zum Diskurs erklärt. Gedanklich sind die einzelnen Phasen isolierte Kammern, in denen sozusagen „systemimmanent“ gearbeitet wird, um dann das Resultat der nächsten Phase zur Disposition zu stellen.

Das Projekt schließt ab mit der Präsentation von sechs Inszenierungen des gleichen Stücks/Texts.

 

Die Kollaborationspartner

Dieses Stück/dieser Text besteht ausschließlich aus Bewegungen, „geschrieben“ von Angela Schubot. Geplante Kooperationspartner für dessen jeweilige Inszenierung sind: Martin Clausen (Theater /Text), Doris Uhlich (Tanz/Performance), Benjamin Schälike (Licht), Michael Steinbusch (Stadtplanung), Diego Gil (Tanz Performance), Angela Schubot (Tanz/Performance).

 

Phase 1: Recherche (Dauer: 1 Monat)

Negiert die Herangehensweise an den Körper diesen als solchen?

 

In einer ersten Recherche ist eine Zusammenarbeit aller Kooperationspartner als Gruppe vorgesehen. Jeder der Partner hat ein sehr eigenes Verständnis von „Körper“ und seinen Formulierungen. Dieses gilt es einander entgegen zu setzen um dann gemeinsam die kognitive und begriffliche Dominanz des „Körpers“ zu erforschen und herauszufinden, wie man diese umgehen kann/könnte. Dies wird vermutlich größtenteils auf einer diskursiven Ebene stattfinden und dokumentiert.

In einem zweiten, körperlich/praxisorientierten Schritt wird es dann darum gehen, nicht „wissenschaftlich“, sondern aufgrund von körperlichen Erfahrungen (als body , engl.= Körper, Leib, Rumpf, Hauptteil, das Wesentliche, Kern, Stamm, Rahmen, Masse, Gestell, eigentlicher Inhalt, Substanz, Gesamtheit, Körperschaft, Gesellschaft, Gruppe, Gremium) Begriffe zu hinterfragen und zu spezifizieren. Interessant wäre dann, neue

Begriffe/Worte zu finden/zu behaupten.

 

Phase 2: Das Solo-„das Schreiben des Textes“ (Dauer: 4 Monate)

Frage, welche Bewegung und nicht warum! Bewegungsfischer

 

In dieser Phase möchte ich „Worte“/“Formulierungen“ finden, mit denen der Körper in Kommunikation treten könnte und soll. Zunächst werde ich diese „Bewegungen“ mit meinem Körper entwickeln. Konkret möchte ich also ganz spezifische Einzelbewegungen auswählen und in eine Reihenfolge bringen. Der Anspruch ist hier, dass jede Bewegung als isoliertes Einzelnes eine „Qualität“ entwickelt, immer die Möglichkeit einer Potenzierung in sich birgt, also nicht etwas anderes außer sich selbst braucht, um sich zu erklären.

Ausgangspunkt in dieser Phase ist deswegen der Verzicht auf Sprache, der Verzicht auf ein theatrales „um-zu“ von Bewegung, der Verzicht auf die Thematisierung der Bühnensituation als solcher, der Verzicht auf Zitate/Codierungen. Welche Auswahlkriterien für Bewegungen lassen sich entwickeln, die innerhalb des Körpers liegen? Zur Beantwortung dieser Frage möchte ich u. a. arbeiten zu: Gewohnheiten (habits): vergrößern - das Gegenteil machen/ Fähigkeiten (Körper check up)/ das andere Geschlecht haben/ „live in concert“ - jedes Körperteil ein Song/ Unsichtbarkeit im Tun - Sichtbarkeit im Nichtstun/ BEYOND was soll das sein. Mein Beyond ist deine Normalität. Wichtig in dieser Phase ist mir außerdem, zunächst den Moment der Präsentation auszuschalten und mit ihr eine Form des Theaters, das von vorne herein mit seiner Wirkung kalkuliert.

 

Phase 3: Präsentation/Kommunikation (Dauer: 4 Monate)

Ich übersetze den Bewegungstext in die Sprache der Lesbarkeit/Unlesbarkeit

 

Das in Phase 2 entstandene Material/Readymade wird den oben genannten Partnern zur „Inszenierung“ überlassen. Dabei haben sie die Freiheit, Material zu streichen, zu ändern, Qualitäten/timings zu verändern, Sprache hinzuzufügen. Sie können den Aufführungsort (in dem organisatorisch möglichen Rahmen) und die Zuschauersituation bestimmen und entscheiden, wer performt und wie viele.

Diese 6 Inszenierungen werden dann in gebündelter Form präsentiert. Geplant ist ein Festival auf der Grundlage eines einzigen Bewegungsmaterials, wodurch dann letztlich dem Zuschauer das Gegenlesen der einzelnen Inszenierungen/Systeme ermöglicht wird. Transformationen werden dem Betrachter transparent werden und im besten Fall erhöht sich auch für ihn die Sensibilität für die Lesbarkeit des (eigenen) Körpers.

Antragsteller/in TWO FISH

Veranstaltungstermin Februar 2007

Veranstaltungsort Sophiensaele

Förderbetrag 20.000 €

Kooperationen Schwankhalle Bremen; Les Grandes Traversées, Bordeaux; Kanuti Gildi Saal, Talinn; Rote Fabrik Zürich

Internetseiten www.sophiensaele.com

TANZ IM AUGUST 2006 - INTERNATIONALES TANZFEST BERLIN

In 17 Tagen zeigt das größte deutsche Tanzfestival insgesamt 24 Produktionen, darunter 13 Deutschlandpremieren und

1 Uraufführung. Der Vorverkauf beginnt am 20. Juni 2006.

 

Vom 17. August bis 2. September präsentieren die Veranstalter TanzWerkstatt Berlin und Hebbel am Ufer Stücke aus insgesamt 15 Ländern, die einen Einblick in aktuelle Tendenzen und Entwicklungen des internationalen zeitgenössischen Tanzes geben. Zu sehen sind neben hochkarätigen europäischen Stücken auch neue Arbeiten aus Afrika, Asien und Berlin.

 

Das diesjährige Programm wird von den Neubearbeitungen zweier herausragender Produktionen aus den 90er Jahren eröffnet und auch beschlossen:

Den Beginn macht Michèle Anne de Meys Choreografie SINFONIA EROICA zu Musik von L. van Beethoven. Am letzten Festivalwochende setzen dann die MOZART / CONCERT ARIAS von ROSAS/Anne Teresa De Keersmaeker - live begleitet vom Deutschen Symphonie Orchester Berlin - noch einmal einen besonderen Programm-Glanzpunkt.

Beide Abende bieten die seltene Gelegenheit eines Live-Rückblicks auf das Tanzgeschehen in einem der lebhaftesten und maßgeblichsten Jahrzehnte der neueren Tanzgeschichte und machen zugleich die zeitlose Aktualität der Stücke deutlich.

 

Weitere Highlights des Festivals sind die Gastspiele von Boris Charmatz / EDNA,

Emio Greco I PC, Benoît Lachambre / par b.l.eux, Louise Lecavalier und der Tero Saarinen Company.

 

Neben dem Bühnenprogramm werden zahlreiche weitere Veranstaltungen wie Lectures, Diskussionen, Konzerte und ein Coachingprogramm für Profis geboten. Im Kino Arsenal präsentiert das Festival u.a. Filme von Alain Platel und Thierry de Mey.

 

Eine große Party eröffnet am 18. August die sommer.bar im Podewils’schen Palais, die als Treffpunkt für Künstler und Publikum gedacht ist. Neben einem täglichen Late Night Programm – u.a. mit Konzerten von Mark Tompkins und Mårten Spångberg sowie einer Performance der Lone Twin – bietet die sommer.bar Speisen, Getränke, Massagen, Internetzugang und sogar einen Pool.

 

Veranstaltungsorte sind in diesem Jahr neben dem Hebbel am Ufer mit seinen drei Bühnen und dem Podewils’schen Palais, das Kino Arsenal, das Dock 11, das Haus der Berliner Festspiele, das Kulturkaufhaus Dussmann, die Schaubühne am Lehniner Platz, die Sophiensæle und die Tanzfabrik Berlin.

 

 

 

Vorverkauf / Ticket Offices

Kasse HAU 2 (ab 20. Juni) +49 30 259004 27 /

Kasse Podewils’sche Palais (ab 10. Juli) +49 30 247 49 777 und an allen Vorverkaufstellen

Online-Kartenbestellung: www.tanzimaugust.de

Preise von ca. 6 bis 35 EURO

 

Antragsteller/in Berliner Kulturveranstaltungs-GmbH / TanzWerkstatt Berlin & Hebbel am Ufer

Veranstaltungstermin 17. August bis 2. September 2006

Veranstaltungsort HAU 1-3, Podewils'sches Palais, Dock 11, Haus der Berliner Festspiele, Kino Arsenal im Filmhaus am Potsdamer Platz, Schaubühne am Lehniner Platz, Sophiensæle, Tanzfabrik Berlin

Förderbetrag 400.000 €

Kooperationen TANZ IM AUGUST 2006 – Internationales Tanzfest Berlin ist eine Veranstaltung von Hebbel am Ufer und TanzWerkstatt Berlin in Zusammenarbeit mit ihren Partnern Dock11, Freunde der Deutschen Kinemathek e.V. / Kino Arsenal, Haus der Berliner Festspiele, Kino Arsenal, Podewils’sches Palais, Schaubühne am Lehniner Platz, Sophiensæle und Tanzfabrik Berlin. Mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds der Bundesrepublik Deutschland. Unterstützt von: Französische Botschaft / Bureau du Théâtre et de lan Danse, Botschaft von Kanada, AFAA, Vertretung der Regierung von Québec, Israelische Botschaft, Niederländische Botschaft, Goethe Institut, Yorck Kinos, Kulturkaufhaus Dussmann, Sony Center am Potsdamer Platz, MuseumsInselFestival, Copy Clara, Hochland Kaffee, Autos + Weine, Hotel Greifswald, Citadines Apart Hotel, Hotel Johann, Ramada Plaza Hotel, Express Holiday Inn Hotel. Medienpartner: ZDFtheaterkanal, Kulturradio, taz, zitty, tanzjournal, radio multikulti, Berliner Fenster, ballettanz.

Internetseiten www.tanzimaugust.de

Pressestimmen

TANZNACHT BERLIN 2006/ TANZ MADE IN BERLIN

TANZNACHT BERLIN / TANZ MADE IN BERLIN 2006

 

Am 16. Dezember findet in der Akademie der Künste die vierte lange Nacht des zeitgenössischen Tanzes statt, an der in diesem Jahr 36 Künstler mitwirken werden. Vom 1. – 17. Dezember präsentieren darüber hinaus 22 Berliner Bühnen beim Festival TANZ MADE IN BERLIN insgesamt 43 choreografische Arbeiten, darunter 9 Uraufführungen.

 

Die Tage werden wieder kürzer, die Nächte länger. Und für die Tanzbegeisterten dieser Stadt wird die Nacht vom 16. auf den 17. Dezember in diesem Jahr besonders lang: Denn bei der vierten TANZNACHT BERLIN 2006 trifft sich eine Auswahl der interessantesten Choreografen der zeitgenössischen Tanzszene Berlins, um eigens für dieses Ereignis kreierte Tanzstücke, Installationen, Multimedia Projekte und Performances auf der Bühne und in den Räumen der Akademie der Künste vorzustellen.

Erstmalig unter der künstlerischen Leitung von Heike Albrecht präsentiert das Programm Künstler, deren Namen bereits weit über die Grenzen Berlins bekannt sind wie z.B. Thomas Lehmen, Two Fish, Johan Lorbeer und WILHELM GROENER. Darüber hinaus gibt es jedoch auch echte Newcomer zu entdecken wie z.B. Jeremy Wade, der in New York den renommierten Choreografiepreis BESSY AWARD erhielt und erst vor kurzem in die Hauptstadt übergesiedelt ist. Hier gilt er noch als echter Geheimtip - ebenso wie Zufit Simon und Caroline Pichard.

Außerdem dabei sind „Die Damen von Welt“, die zum Sektempfang laden, die Flying Steps – mehrfache Weltmeister im Hip Hop Dance - und viele andere.

 

Die TANZNACHT BERLIN 2006 überträgt die altfranzösische und altgermanische Etymologie von Tanz als danse, der herumtut oder sich verrückt aufführt auf einen Abend der sich, gleich dem althochdeutschen dansôn, über Genregrenzen hinaus entwickelt. Damit ist die TANZNACHT BERLIN sowohl Ereignis, Unterhaltung und Show als auch ein Ort, um über Tanz in seiner Internationalität, konzeptuellen Vielfalt und seinen Produktionsweisen und -bedingungen zu diskutieren.

 

Im Vorfeld der TANZNACHT BERLIN 2006 findet zum dritten Mal das Festival TANZ MADE IN BERLIN statt, zu dem in diesem Jahr eine Reihe neuer Spielorte hinzukommen wird. Auf insgesamt 22 Berliner Bühnen - darunter Tanzfabrik Berlin, HAU, Sophiensæle, Radialsystem, Fabrik Potsdam, Volksbühne Berlin, Schaubühne am Lehniner Platz, Ballhaus Ost, - werden vom 1. – 17. Dezember abendfüllende Tanzsstücke zu sehen sein u.a. von Meg Stuart / Benoît Lachambre, Sasha Waltz & Guests, Toula Limnaois, Isabelle Schad und Jan Lauwers & Needcompany.

 

Die TANZNACHT BERLIN / TANZ MADE IN BERLIN 2006 steht unter der Schirmherrschaft des amtierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit und ist eine Veranstaltung der Tanzfabrik Berlin in Kooperation mit der Akademie der Künste und Hebbel am Ufer, die aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert wird.

 

Antragsteller/in Tanzfabrik Berlin e.V.

Veranstaltungstermin TANZNACHT BERLIN: 16.12.2006 TANZ MADE IN BERLIN: 1.- 17.12.2006

Veranstaltungsort TANZNACHT BERLIN 2006: Akademie der Künste ; TANZ MADE IN BERLIN: Tanzbühnen der Stadt Berlin

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen Hebbel am Ufer

Internetseiten www.tanznachtberlin.de

Pressestimmen

Under the Radar

Konzept und Regie: Jess Curtis

Musik: Matthias Herrmann

Kostüme: Emily Briand

Dramaturgie: Gabi Beier

Lichtdesign und technische Leitung: Rainer Grönhagen

Grafik: Björn Andresen

Hospitanz: Marlen Riedel

mit Ulrike Bodammer, Claire Cunningham, Jess Curtis, Kaz Langley, Jörg Müller, Jami Quarrell, Maria Francesca Scaroni; Matthias Herrmann

 

Was macht eigentlich Schönheit aus? Was unterscheidet eine Begabung von einer Behinderung? Kann eine Begabung nicht auch behindern und umgekehrt? Wie definieren wir Virtuosität? Was halten wir für normal?

Das sind die Fragen, um die das neue Stück „Unter the Radar“ von Jess Curtis/Gravity kreist. Seit einigen Jahren schon arbeitet Jess Curtis in England, Frankreich und Amerika an sogenannten Mixed-ability Projekten, an denen Performer mit und ohne körperliche Einschränkungen beteiligt sind. Mittels Partnerakrobatik, Contact Dance und Aerial Performance wird das scheinbar Unmögliche möglich; eine vorsichtige Annäherung wird zu einer kraftvollen Kombination, die Verbindung zweier vermeintlicher Behinderungen zu einem virtuosen Akt.

Jess Curtis, Choreograf und Performer aus den USA, hat u.a. mit den kollektiven Performance-Gruppen CAHIN-CAHA, Cirque Batard (‘98-2002), CORE ( '94-98) und CONTRABAND ('85-'94) zahlreiche preisgekrönte Performances erarbeitet, die sich durch enorme physische Präsenz und emotionale Ehrlichkeit auszeichnen. Im Jahr 2000 gründete er seine Company Jess Curtis/Gravity. Für sein Stück „fallen“ erhielt er im August 2002 den Fringe First Award beim Edinburgh Fringe Festival und 2003 den Isadora Duncan Dance Award für die beste Company-Performance. 2005 präsentierte er im Dock 11 die Tanz-Performance „Touched: Symptoms of Being Human“.

 

Eine Jess Curtis/Gravity Produktion in Kooperation mit Théâtre de Cachan/Frankreich und in Zusammenarbeit mit Dock 11.

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Mit freundlicher Unterstützung durch Ponderosa TanzLandFestival sowie Mihkail Honesseau.

 

Antragsteller/in Jess Curtis/Gravity

Veranstaltungstermin 16.11.2006, 20:30 (PREMIERE) 17.-19.11., 20:30 21.-26.11., 20:30

Veranstaltungsort Dock 11, Kastanienallee 79, 10435 berlin

Förderbetrag 28.000 €

Kooperationen Théâtre de Cachan/Frankreich Medienpartner: zitty und FREITAG

Internetseiten www.jesscurtisgravity.org

Wer hat Angst vor Tanz ?

Zehn Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen sozialen Kontexten wurden zu ihren Vorstellungen von "Zukunft", "Körper", "Vertrauen" befragt. Sie kommen aus Hauptschulen und Gymnasien, die meisten sind hier geboren und aufgewachsen, zum Teil als Kinder hierher gekommen. Ihre Antworten, ihr jeweiliges Wissen, strukturieren das Feld des künstlerischen Handelns. In Videogesprächen, die als dokumentarisches Material in die Vorstellungen einfließen, reden die Jugendlichen über ihre Alltagsgeschichten, ihre Wünsche, Sorgen und Ängste – und über ihr Verhältnis zu Tanz. Was so entsteht, ist explizit keine soziologisch umfassende Studie über "Jugend" als zu "beschreibende" bzw. "in den Griff zu bekommende" Krisensituation. Es sind stattdessen kleine, zuweilen höchst intime Geschichten, die trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft überraschende Verbindungen aufweisen, welche als Grundlage für einen besonderen Tanztheaterabend dienen. Aus den vor Probenbeginn geführten Gesprächen ziehen die Tänzerinnen und Tänzer ihr choreografisches Material, aus dem Dialog mit den Befragten ihre eigene Inspiration. Das Gehörte wird Potential des Tanzes.

 

Talking Legs, von Livia Patrizi gegründet, führt Tänzer und Choreografen zusammen, die sich verstärkt der Vermittlung von zeitgenössischem Tanz widmen. Die von ihr ins Leben gerufene Initiative "TanzZeit - Tanz in Schulen", die auf überwältigende Resonanz in Berliner Schulen stößt, setzt sich zum Ziel, Tanz als integralen Bestandteil schulischer Bildung zu etablieren.

Mit "WHAVT" setzt sie den Weg ihrer künstlerischen Arbeit konsequent fort, indem sie die Perspektive Jugendlicher und zeitgenössischen Tanz mit einem hochkarätig international besetzten Tanzensemble in einer Inszenierung zusammenbringt. WHAVT richtet sich somit in gleichem Maße an ein jugendliches wie erwachsenes Publikum.

 

 

Regie/ Choreographie: Livia Patrizi & Ensemble / Mit: Angharad Davies, Jean Marc Lebon, Hans-Georg Lenhart, Jorge Morro, Anat Vaadia, Nicky Vanoppen und Anna Blume Böttcher, Onur Celik, Ayoub El-Fatihi, Dogukan Güngör, Lisa-Maria Langbein, Okan Papatya, Gökce Yilmaz / Choreographische Assistenz: Antje Rose / Produktionsleitung: Franziska Köhler / Dramaturgie: Stephan Weiland / Videodokumentation: Daniela Schmidt-Langels / Ausstattung: Irmgard Berner / Licht: Klaus Dust / Ton und Videotechnik: Tanja Heller

 

Antragsteller/in Livia Patrizi

Veranstaltungstermin 8., 14., 15., Dezember 2006 . 11:00 8., 9., 10., 13., 14., 15., 16., 17., Dezember 2006 20:00

Veranstaltungsort Festsaal Sophiensäle Berlin

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Heinrich Schliemann Gymnasium Friedrich Ludwig Jahn Oberschule im Rahmen von TANZ made in Berlin - eine Veranstaltung von TANZNACHT BERLIN 2006

Why we love Action

Wir lieben Action, sei sie real oder fiktional, und wir sehnen uns danach, sie mit unseren Körpern zu spüren. Angesichts der zentralen Stellung, die das Spektakuläre in unserem Alltag einnimmt, und der Wirkung, die es auf unsere Körper ausübt, ist das Erkennen, Benennen und Offenlegen seiner Marktmechanismen ein interessantes Feld der Untersuchung. Ich möchte mit den Begrifflichkeiten Spektakel, Exzess, Theatralisierung und Über-Produktion arbeiten und sie choreografischen Ausdrucksformen gegenüberstellen, jedoch als Metapher für die spektakulären Aspekte des Alltags.

Es ist ein interessanter Aspekt, dass die Stunt-Frauen immer Doubles, dass sie sehr selten die eigentlichen Charaktere sind. In diesem Sinne sind Stunt-Darsteller unsichtbar. Ihre Körper und ihr Agieren sind vollkommen präsent, aber ihre Identität bleibt hinter der Schauspielerin verborgen, für die sie als Ersatz fungieren. Das Stunt-Double sorgt für den Nervenkitzel. Durch die Körper der Doubles können visuelle Effekte generiert werden, die eine enorme Wirkung auf den Körper des Zuschauers haben. Das Paradebeispiel der Körperkultur, in der wir leben. Ich bin seit langem von diesen Kunstgriffen der Filmindustrie fasziniert; von den Mechanismen, die über das intensive, exzessive und spektakuläre Erleben durch den Zuschauer funktionieren. Manchmal glaube ich, dass das Kino einer der öffentlichen Orte ist, wo Menschen ihren Körper tatsächlich am intensivsten spüren, trotz der inaktiven Natur des bloßen Dasitzens und Zuschauens.

Ich möchte ein Stück auf Grundlage der Körperlichkeit und Dramaturgie des Stunt-Genres entwickeln. Ausgangspunkt soll die Frage sein, wie Effekte erzeugt werden und welche die Gründe sind, warum wir sie lieben. Welche Art von Manipulation das Kino einsetzt, um unsere Sinne bis zu deren maximaler Kapazität des Erlebbaren zu stimulieren.

Die Grundidee ist mit und mittels Situationen zu arbeiten, die Stunt-Frauen erfordern. Kampfsequenzen, die Erstürmung eines Gebäudes, der Sturz von einer Treppe, das Aufschlagen mit dem Kopf auf einer Tischplatte, der Sprung von der Lichtbrücke, der Fall am Bühnenrand das Bühnengerüst hinunter, all dies sind denkbare Varianten für das Theater. Die jeweiligen Situationen sollen während der Vorstellung absolut überzeugend umgesetzt werden, wobei, und das manchmal simultan, auch die Technik gezeigt werden soll, durch die überhaupt erst der erzeugte Effekt entsteht. Daneben möchte ich mit unterschiedlichen Ebenen auf der Bühne arbeiten, vom Stunt-Koordinator, der die Szene erklärt, über den Sicherheitscheck und die Probe bis zur Ausführung der kompletten Szene.

Das Stück wird sich diesen Fragen mehr aus der Perspektive der Choreografie und weniger aus der Erzählperspektive annehmen. Es wird weder ein Film noch eine Geschichte sein, vielmehr ein koordinierter Ablauf von Momenten. Die 6 Darsteller werden zugleich die Charaktere verkörpern und diejenigen sein, die das Stück überhaupt erst möglich machen.

Antragsteller/in Mette Ingvartsen

Veranstaltungstermin 27. April, 20.00 Uhr, 28. und 29. April 2007, 19.30 Uhr

Veranstaltungsort HAU

Förderbetrag 27.000 €

Kooperationen Steirischer Herbst, Graz Kanonhallen Kopenhagen

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.de

c: Peter Lenaerts