2nd Pictoplasma Conference

Seit 1999 verfolgt und fördert Pictoplasma das Phänomen des Character Design. Damit werden die Aktivitäten von Künstlern und Designern aus aller Welt zusammengefasst, die mit den Mitteln der Reduktion und Abstraktion Figuren visualisieren. Characters emotionalisieren und beschleunigen die Kommunikation und bevölkern unterschiedliche Bildwelten – Kunst, Design, Werbung, Internet, Stadtbild, Urban Art und Mode.

Die 2. Pictoplasma Conference zeigt vom 11. bis 14. Oktober in Berlin die Bandbreite dieser neuen visuellen Sprache – mit Vorträgen, Ausstellungen, Screenings, Workshops und VJ-Präsentationen. Internationale Künstler, etwa der neue Star des Animationsfilm Nathan Jurevicius (AUS), der Künstler Tim Biskup (USA), die Photo- und Videokünstlerin Nagi Noda (JP), die Meister des Pixel Eboy (GER), das charmante Animationsstudio Airside (UK), oder der Zeichen- und Konzeptkünstler Ian Stevenson alias I Like Drawing (UK) stellen ihre Arbeit in einem erweiterten Kontext vor. Diskussionen fragen nach der kulturellen Relevanz von Character Design: welche Körper-Bilder werden verhandelt? Wie verhalten sich Characters zu Narration? Und können Characters das Rätsel des Kidult-Phänomens, der Generation, die nicht erwachsen werden will, lösen?

Ein Rundgang durch 20 Galerien und Projekträume eröffnet die Veranstaltung am 11. Oktober. An den folgenden drei Tagen können interessierte Besucher auch ohne Ticket zur Veranstaltung die Vorträge über Videoübertragung in den Foyers des Haus der Berliner Festspiele live erleben. Des weiteren lädt das Rahmenprogramm am Freiagabend zur VJ-Präsentation, am Samstagabend zur Abschlussveranstaltung mit Tanzperformance, Konzert, und Character-Karaoke ein.

Antragsteller/in Pictoplasma

Veranstaltungstermin 11. bis 14. Oktober 2006

Veranstaltungsort Haus der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24, Berlin-Wilmersdorf

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Haus der Berliner Festspiele

Internetseiten www.pictoplasma.com/conference

Bild: Blütenkranz, Andres Danielsz (geb. 1580-gest. unb.) Sammlung Christoph Müller, Berlin

Anstoss! Berlin - Kunst macht Welt

Führende Global Player der aktuellen Kunst haben ihre Basis in Berlin. Eine rapide wachsende Kunstszene zeigt sich hier besonders vernetzt und reflektiert, dynamisch und weltoffen. Als spannender Anziehungspunkt ist die deutsche Hauptstadt zum zentralen Kommunikationsort kreativer Kräfte geworden. Wer dabei wen anstößt und was den Kick ausmacht, Berlin zu mögen, ahnen nur wenige. "ANSTOSS BERLIN" stellt die wichtigsten Protagonisten vor und macht das innovative Potenzial dieser Stadt zum ersten Mal in diesem Umfang sichtbar. Mehr als sechzig Künstler aus einundzwanzig Nationen präsentieren ihre aktuelle Kunst am Waldsee. Haus und Park laden dazu ein, anhand der Werke über das neue nachzudenken, was ist, was bleibt und was kommt.

 

Teilnehmer: Franz Ackermann, Norbert Bisky, John Bock, Monica Bonvicini, Candice Breitz, Michel de Broin, Angela Bulloch, Janet Cardiff & George Bures Miller, Björn Dahlem, Tacita Dean, Thomas Demand, Marcel van Eeden, Olafur Eliasson, Thomas Eller, Michael Elmgreen & Ingar Dragset, Ayse Erkmen, Simon Faithfull, Valerie Favre, Thomas Florschuetz, Adib Fricke, Bernard Frize, Christine De la Garenne, Katharina Grosse, Asta Gröting, Mona Hatoum, Eberhard Havekost, Stuart Haygarth, Swetlana Heger, Arturo Herrera, Olav Christopher Jenssen, Takehito Koganezawa, Clemens Krauss, Via Lewandowsky, Thomas Locher, Robert Lucander, Melanie Manchot, Rémy Markowitsch, Jonathan Meese, Björn Melhus, Jonathan Monk, Joel Morrison, Frank Nitsche, Manfred Pernice, Daniel Pflumm, Bettina Pousttchi, Quin Yufen, Thomas Rentmeister, Gerwald Rockenschaub, Miguel Rothschild, Anri Sala, Karin Sander, Albrecht Schäfer, Shimabuku, Tino Sehgal, Ann-Sofi Sidén, Markus Sixay, Florian Slotawa, Rirkrit Tiravanija, Till Velten, Corinne Wasmuht, Peter Welz.

 

"ANSTOSS BERLIN - Kunst macht Welt" steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit.

Antragsteller/in Haus am Waldsee

Veranstaltungstermin 22. Juni - 17. September 2006

Veranstaltungsort Haus am Waldsee

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Botschaft der USA, Botschaft von Kanada, Botschaft des Vereinigten Königreiches, Argentinische Botschaft, Norwegische Botschaft, Schweizerische Botschaft, Dänische Botschaft, Schwedische Botschaft, Botschaft der Niederlanden, British Council

Internetseiten www.hausamwaldsee.de

Pressestimmen

Artur Zmijewski - ausgewählte Arbeiten

Artur Zmijewski zählt zu den renommiertesten zeitgenössischen Künstlern Polens. Der Foto- und Videokünstler bespielte 2005 den polnischen Pavillon auf der Biennale di Venezia und ist einer der zwei Künstler, die bereits im Vorfeld der diesjährigen documenta 12 bekannt gegeben wurden. Das Video-Forum des NBK würdigt seine Arbeit mit einer ersten umfassenden Einzelausstellung in Berlin. Sieben der zehn Ausgewählten Arbeiten, die teilweise in Co-Produktion zwischen Künstler und Video-Forum entstanden, werden neben einigen älteren Arbeiten erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Revolver-Verlag.

 

Begleitveranstaltung „Treffpunkt NBK“:

Mittwoch, 13. Juni 2007, 19 Uhr: Vortrag von Krzysztof Visconti (Berlin) über seine Zusammenarbeit mit dem Künstler

 

Mittwoch, 20. Juni 2007, 19 Uhr: Vortrag von Joanna Mytkowska (Warschau/Paris) über theoretische und praktische Voraussetzungen von Zmijewskis künstlerischer Arbeit

 

Antragsteller/in Neuer Berliner Kunstverein

Veranstaltungstermin Eröffnung: 18. Mai 2007, 19. Mai - 24. Juni 2007

Veranstaltungsort Neuer Berliner Kunstverein (NBK) - Chausseestraße 128/129, 10115 Berlin-Mitte

Förderbetrag 44.500 €

Kooperationen Freunde der Deutschen Kinemathek

Internetseiten www.nbk.org

Artur Zmijewski, Aldo 2007, Videostill

Enzyklopädie der Handhabungen

ENZYKLOPÄDIE DER HANDHABUNGEN.

Module # 1-7.

Videoinstallation von Anette Rose

 

bis Sonntag, den 14. Januar 2007

im Museum für Kommunikation

 

Ich bin in der Ausstellung:

Die 09. Januar: 11-12.30 und 15-17 Uhr

Do 11. Januar: 15-17 Uhr

Fr 12. Januar: 10-11.30 und 15.30-17 Uhr

Sa 13. Januar: 14-16.30 Uhr

So 14. Januar: 15-19 Uur

 

Weitere Terminwünsche: post@anetterose.de

mobil +49 (0)175 337 26 54

Ich freue mich auf Euren/Ihren Besuch.

 

Öffnungszeiten:

Di - Fr 9-17 h, Sa+So 11-19 h

Leipziger Straße 16 | Ecke Mauerstrasse

U2 Mohrenstraße | U6 Stadtmitte

 

Anette Rose | Wolliner Strasse 52 | 10435 Berlin | +49 (0)30 440 57

187 | post@anetterose.de | mobil +49 (0)175 337 2654

 

Museum fuer Kommunikation| Leipziger Straße 16| 10117 Berlin |

|Telefon +49 (0)30 20294 0| www.museumsstiftung.de

 

 

 

Neue Module: Einsatz und Ersatz der Hand

 

 

"ketteln, schneiden, stoßen, stempeln,

walzen, schleifen, streichen, rollen, pressen,

knoten, schnüren, drücken, reiben, ziehen, …"

 

 

ENZYKLOPÄDIE DER HANDHABUNGEN.

Module # 1-7.

Videoinstallation von Anette Rose

 

bis Sonntag, den 14. Januar 2007

im Museum für Kommunikation

 

Am Donnerstag, den 4. Januar 2007

bin ich zwischen 14 und 17 Uhr im Museum

und freue mich auf Euren/Ihren Besuch.

 

Weitere Terminwünsche: post@anetterose.de

 

Öffnungszeiten:

Di - Fr 9-17 h, Sa+So 11-19 h

Leipziger Straße 16 | Ecke Mauerstrasse

U2 Mohrenstraße | U6 Stadtmitte

 

 

Ein erster Block, das "Modul # 1-4" der "Enzyklopädie der Handhabungen" ist bereits vom 25. Mai - 25. Juni im Museum Marta Herford im Rahmen der Videoausstellung "Zwischen Körper und Objekt" zu sehen!

 

 

 

 

Vorhaben

Schon lange beobachte ich in meiner Arbeit die nonverbale Ausdruckskraft der Hände. Meine früheren Arbeiten haben den unbewußten Ausdruck in Gesten und die Eigenheiten von Handreichungen zum Gegenstand. Jetzt fasziniert mich die Präzision professioneller Handgriffe am Arbeitsplatz. Für das Videoprojekt „Enzyklopädie der Handhabungen“ filme ich handwerklich und industriell geprägte Handgriffe. Ich beobachte in vielen Firmen unterschiedlichster Branchen Ähnlichkeiten und Differenzen von Produktionsprozessen im Hinblick auf den Einsatz und Ersatz der Hand. Ich ordne sie in drei Gruppen von Fertigungsprozessen:

a. „Zusammenfügende“ - verpacken, wursten, polstern…

b. „Zerlegende“ - schneiden, sägen, fräsen…

c. „Kontrollierende“ - schauen, tasten, sortieren…

Während der Produktion zeige ich Hände, Maschinen und

kontrollierende Blicke. Während Personen sprechen, zeige ich ihre Gesten. Designern, ausführenden und forschenden Personen stelle ich Fragen. Wie werden Tätigkeiten erinnert, eingeübt und ausgeführt? Wie beeinflussen die Körperform und die Sinne das Design der Produkte? Wie verändert sich das Verhältnis von Hand und Auge in verschiedenen Arbeitsprozessen? Dabei stelle ich Bezüge her zwischen Greifen und Begreifen - Hand, Auge und Wort. Ich lehne mein Projekt an D. Diderots „Enzyklopädie“ (1763) an, die das erste Mal spartenübergreifend Produktionstechniken darstellt. Die Präzision und Poesie der Illustrationen vormitteln eine Klarheit, die ich mir für meine Arbeit vorstelle.

 

Ansatz

Für mich bietet das Medium Video die Möglichkeit, Menschen genau zuzusehen. Mich interessieren ihre Eigenheiten im Erzählen, der Selbstausdruck in den Bewegungen. Was wird erzählt, mit welchen Gesten? Wie ähnlich und verschieden sind die Bewegungen in alltäglichen, handwerklich und industriell geprägten Handlungen? In meinen bisherigen Videoarbeiten und Installationen treffe ich Versuchsanordnungen, in denen die ProtagonistInnen unter gleichen Rahmenbedingungen agieren. Sie erinnern sich an verlorene und gefundene Gegenstände, erfinden Lügen oder erzählen einen Traum. Sie schälen eine Orange oder spielen vierhändig Klavier. Ich arbeite auf verschiedenen Ebenen an der Reduktion des Realen. Anknüpfend an frühere Arbeiten geht es mir in den „Handhabungen" darum, die Muster und Eigenheiten geteilter sozialer Erfahrungen herauszuarbeiten, die weder den ProtagonistInnen noch ihrer Umgebung im Alltag bewusst sind. Im nächsten Schritt, der sich auf “industrielle" Handhabungen konzentriert, interessiert mich wie Handbewegungen genormt und im Arbeitsprozess mit Maschinen eingesetzt und ersetzt werden. Für den ersten Teil der Sammlung filme ich zum überwiegenden Teil Berliner Firmen: Osram, BMW, Königliche Porzellan Manufaktur, Märkisches Landbrot…

Präsentation.

Die „Enzyklopädie der Handhabungen" präsentiere ich als Videoinstallation auf mehreren Monitoren und als Videosequenz im Kino. Das Arsenal in Berlin zeigt die Enzyklopädie als Installation und im Kino; das Museum für Kommunikation in Berlin, das MARTa Museum in Herford und die Motorenhalle - Zentrum für zeitgenössische Kunst in Dresden stellen die Videoinstallation im Sommer 2006 aus.

 

Anette Rose

* 1970 in Bünde (Westfalen), Deutschland / Germany

lebt und arbeitet / lives and works in Berlin, Deutschland / Germany

„Mich interessieren die Strategien von Dokumentar- und Avantgardefilmen, die dicht an der Wirklichkeit operieren. Ich arbeite an der Reduktion des Realen. Während ich beobachte und den Rahmen für die Arbeit formal eingrenze, ereignet sich Unvorhergesehenes.

Welche Spielräume hat die Hand im normierten Arbeitsprozess? Wie wirken Hand und Auge zusammen in verschiedenen Arbeitsprozessen? Wie ersetzen die Automaten die Hand? Ich stelle Bezüge her zwischen dem Greifen und Begreifen – Hand, Auge und Wort.

Das Medium Video bietet für mich die Möglichkeit, Menschen genau zuzusehen. Mich interessieren ihre Eigenheiten und ihr unbewusster Ausdruck in den Gesten. Erst in der Reihung bemerkt man die individuelle Form von Gesten, Handreichungen und Handgriffen. Die „Enzyklopädie der Handhabungen“ basiert auf einem Modulsystem, das sich erweitern und unterschiedlich zusammensetzen lässt.“

“I‘m interested in the strategies of documentary and avant-garde films that operate close to reality. I work on reducing reality. It‘s while observing and shrinking work‘s formal framework that the unpredictable happens.

How much scope does the human hand have in the standardised work process? How do hand and eye cooperate in different processes? How do machines replace the hand? I identify relationships between the two senses of grasping (holding and understanding) of the hand, the eye and the word.

The medium of video allows me to closely observe people. I‘m interested in their pecu-liarities and the unconscious expression in their gestures. The individual forms of gestures and hand movements are only appreciated when they‘re shown one after the other. The ‘Encyclopaedia of Manual Operations‘ is based on a modular system that can be expanded and differently compiled.”

(Anette Rose, 2006)

Anette Rose, Enzyklopädie der Handhabungen / Encyclopaedia of Manual Operations, Module # 1 – 4 / Modules # 1 to 4, 2006

 

Antragsteller/in Anette Rose

Veranstaltungstermin 21. November 2006 bis 14. Januar 2007 1. bis 3. September 2006 - Kino Arsenal - "Arbeit der Zukunft"

Veranstaltungsort Museum für Kommunikation Berlin

Förderbetrag 20.000 €

Kooperationen MARTa Herford, Motorenhalle Dresden Projekt WORK IN PROGRESS" - Freunde der deutschen Kinemathek e.V.

Internetseiten www.anetterose.de ...dk-berlin.de

Felix Gonzalez-Torres

Das RealismusStudio der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst präsentiert eine umfangreiche Retrospektive Felix Gonzalez-Torres’ Werk im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart. Die Ausstellung konzentriert sich auf die semitemporären und reproduzierbaren Werke des Künstlers sowie auf eine Auswahl seines fotografischen Schaffens.

Antragsteller/in NGBK

Veranstaltungstermin 1. Oktober 2006 - 9. Januar 2007

Veranstaltungsort Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin

Förderbetrag 180.000 €

Kooperationen Eine Ausstellung der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart - Berlin mit Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds

Internetseiten www.ngbk.dewww.hamburgerbahnhof.de

Großstadtlichter - Über Berlin und andere Orte - Big City Lab -

2006 sollen auf knapp 2000 m² ca. 45 deutsche und internationale Künstlerinnen und Künstler unter dem Titel Großstadtlichter- über Berlin und andere Orte vorgestellt werden.

 

Großstadt und Stadtraum als Bezugspunkt spielen eine zunehmend wichtige Rolle in der Kunst der letzten Jahre. Dabei werden thematische Felder wie Peripherie und Zentrum, Individuum und Anonymität der Masse, soziale Brennpunkte und repräsentative Plätze/Gebäude, öffentlicher Raum, Denkmalideen, Geschichte und Zukunft angeschnitten. Gerade bei Künstlern, die in den letzten Jahren nach Berlin gekommen sind oder hier vorübergehend arbeiten bzw. gearbeitet haben, ist oft eine unmittelbar ablesbare Bezugnahme auf ihre Erfahrungen mit der Großstadt Berlin zu erleben.

 

Für die Ausstellung sollen also Künstlerinnen und Künstler ausgewählt werden, deren Arbeit entweder durch die Grosstadt Berlin inspiriert wurde oder die sich generell in ihrem Werk mit dem Phänomen Großstadt auseinandersetzen und zwar sowohl als Analyse, Beschreibung oder auch direkt in Bezug auf Kunst im öffentlichen Stadtraum. Dabei sollen auch Vergleiche angestellt werden, was der jeweilige Ort für die Künstler bedeutet und welchen Einfluss er auf das künstlerischen Schaffen nimmt. Daher sollen auch Künstler eingeladen werden, deren Werke sich mit anderen Grosstadträumen weltweit auseinandersetzen.

Teilnehmer sind: Saadane Afif, John M. Armleder, Jordi Bernado, Jeremy Blake, Keren Cytter, Stephane Dafflon, Tacita Dean, Elmgreen & Dragset, Angus Fairhurst, Berta Fischer, Casten Fock, Alicia Framis, Carlos Garaicoa, Torben Giehler, Delia Gonzales & Gavin Russom, Sabine Gross, Peter Halley, Anthony Hernandez, Lori Hersberger, Jeroen Jongeleen, till Krause, Antal Lakner, Brandon Lattu, Erik van Lieshout, Jen Liu, Stefan Löffelhardt, Bernhard Martin, Soeren Martinsen, Maix Mayer, Josephine Meckseper, Ryuji Miyamoto, Nils Norman, markus Oehlen, Daniel Pflumm, Jack Pierson, Anselm Reyle, Gerwald Rockenschaub, Dennis Rudolph, Paul Snowden, Sean Snyder, Frank Thiel, Vangelis Vlahos, Amelie von Wulffen, Akram Zaatari

Antragsteller/in Verein der Freunde des ArtForumBerlin e.V.

Veranstaltungstermin 30. September bis 4. Oktober 2006

Veranstaltungsort ArtForumBerlin 2006, Messehallen

Förderbetrag 80.000 €

Internetseiten www.art-forum-berlin.de

Logolog Berlin

Schilder & Reliefgießerei Berlin 1861 - 2006

Art - Animation - Dokumentation

Die Schilder & Relief Gießerei, gegründet 1861, wird seit 10 Jahren durch R. Goerss als Künstlerprojekt in Form einer "realen Betriebsfiktion" gestaltet und weitergeführt. In drei “Fünfjahrplänen” wurde das Projekt seit 1990 jenseits von “ Kunstmarktmarken” im Übergang vom sozialistischen zum sozialen Realismus und zurück zur Utopie vorbereitet, realisiert und bespielt u.a. durch Lesungen, Buchpremieren, Theaterstücke, Filmvorführungen, Empfänge, TV Dreharbeiten und Führungen durch das Archiv. Das Projekt “LOGOLOG BERLIN” sichert den Bestand der Sammlung & Installation und stattet sie mit einer weiterführenden realen und medialen öffentlichen Präsenz bis zum 150jährigen “Schilder & Relief Gießerei Berlin - Jubiläum” aus. Im Rahmen des Gießereiprojektes wurden in Zusammenarbeit mit Industrie, Kultur und Denkmalschutz seit 1995 Art-dokumentarische Arbeiten in multimedialen Installationen mit dem Schwerpunkt auf urbane und Berliner Geschichten in Ausstellungen für SymposienFachmessen, Hochschulen und zu gesellschaftlichen Ereignissen realisiert, die durch dieses Projekt im Gießereiarchiv der Öffentlichkeit zugänglich werden.

 

Projektbeschreibung - Hauptstadtkulturgeschichte

145 Jahre Geschichte der ältesten Logo - Gießerei in Berlin Mitte erzählen von der Entstehung der "Markenproduktgesellschaft", von der Industriellen Revolution bis zur heutigen Mediengesellschaft und von dem Wert / Wandel politischer und technischer Logos, Symbole und Markenzeichen. In dem Künstlerprojekt wird seit 1996 in Form einer permanenten Industrieobjektsammlung und Installation in historischen Räumen mit Industrieinventar, Markenzeichen, Modellen, Werkzeugen, der Wandel des "Berliner Standortes" öffentlich und sinnlich nachvollziehbar gemacht. Die hier vorgeschlagenen Projektebenen aus Veranstaltung mit Vorträgen, Podiumsdiskussion und Video, einer permanenten Videoinstallation in der Sammlung und einer WWW Präsenz und Edition, stellen die Fragen um Beständigkeit und Wandel von Marken und Symbolen in Politik, Wirtschaft und Kunst - Märkten.

 

Die Projektpräsenz in der Öffentlichkeit verbindet mehrere mediale Bereiche

- Veranstaltung - Vorträge, Videoinstallation, Premiere Edition

- Diskussionen, Videoinstallation - in öffentlich präsenter Objektsammlung

- Interneterzählung - hist. Informationen & wachsende Themenseiten mit Trailerreihe Tag des offenen Denkmales

– 2006 Stadtführungen - in Zusammenarbeit mit Art Berlin und Anderen Festival Einreichungen - nationale und internationale Fach und Dokfilmfestivals Vorträge – für Industrie, Architektur und Hochschulen

 

Projekt – Wirkungs-Zeitraum

Januar – Dezember 2006, WWW, Veranstaltungen, Videoinstallation, Edition, Führungen

2006 -10 Vertraglich und ökonomisch gesicherter Bestand der Sammlung und Videoinstallation

 

Innovationsziel

ist die Weiterführung einer bedeutenden Tradition sowie die künstlerische Übersetzung in ein modernes und geschichtsbewusstes "Berlin Image" im Wechsel vom historischen Industriestandort hin zum Medienstandort, welcher sich im permanenten Wettbewerb um die Marken in Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur, Kunstund Religion immer wieder neu erfindet. Die Verbindung aktueller "Branding” Markenbildungsprozesse und der Geschichte, ermöglicht das Zusammenarbeiten von Wirtschaft und Kultur z.B. als Archiv für Agenturen und Hochschulen. Weiteres Ziel ist darüber hinaus der Erhalt und Ausbau eines bürgernahen einsehbaren Fensters zur Geschichte in Mitte und die Übertragung dieser ”Berlin Image Geschichte” für Publikum und Fachöffentlichkeit über Berlin hinaus, Festivals, Vorträge, Internationale, Besucher, Edition, WWW.

Antragsteller/in Rainer Goerss

Veranstaltungstermin Juni - Dezember 2006 29. November 2006 - Filmvorführung

Veranstaltungsort C/O Berlin

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen C/O berlin

Internetseiten www.mnemotop.de

normal love

normal love

 

precarious sex. precarious work

 

ausstellung/exhibition: 19. Januar bis 4. März 2007

 

eröffnung/opening: donnerstag/thursday 18.1. 19h. queer guided tour 19.30-20h

 

kuratiert von/curated by: renate lorenz

mitarbeit/in cooperation with: pauline boudry, wibke straube

 

künstlerhaus bethanien berlin. studio 1.

mariannenplatz 2. 10997 berlin

 

mi – so: 14h – 19h

hannah cullwick und/ and:

 

laura aguilar, oreet ashery, pauline boudry, alexandra croitoru, ines doujak, ghazel, kai kaljo, deborah kelly/ tina fiveash, stefan hayn, klub zwei (simone bader, jo schmeiser), ins a. kromminga, zoe leonard, marth, karin michalski/ sabina baumann, tracey moffat, christian philipp müller,henrik olesen, adrian piper, carole roussopoulos/ delphine seyrig, runa islam, del lagrace volcano, gillian wearing.

 

 

The point of departure for the exhibition are the photographs and texts of the »maid of all work«, Hannah Cullwick, who lived in Victorian London. They are archived at Trinity College, Cambridge, and will be shown for the first time outside England.

Hannah Cullwick not only cleaned from early in the morning until late at night in various households, she also produced a series of remarkable staged photographs, numerous diaries, and letters. She was very proud of her »masculinity«, of her strength, her muscles, and her big, dirty hands. Her portraits and self-portraits, which show her not only as a domestic servant, but also in »class drag« or »ethnic drag«, were part of a sado-masochistic relationship that Hannah Cullwick was involved in with Arthur Munby, a bourgeois man. Interestingly, it was elements of her hard work in the household that provided the material for their SM scenes.

Building on this connection between sex and labor, »normal love« looks at the role of sexuality in how power functions within the field of work. The exhibition asks whether the crossing of social hierarchies of class, gender, and race that Hannah Cullwick staged and that she so obviously desired have today become generalized into a paradoxical requirement. How are we interpellated or addressed in the field of work? What role does sexuality play in the »voluntary« taking on of long workdays or hierarchically organized »places«? What happens if these places are mobilized and crossed? How can they be reworked or »queered«? The contributions by the participating artists do not refer back to power, but rather show an »engagement with power« (Muñoz).

In conjunction with the exhibition, a catalog will appear on b_books with texts by José Esteban Muñoz and Renate Lorenz (February 2007).

 

Ausgangspunkt der Ausstellung sind die Fotografien und Texte der »maid of all work« Hannah Cullwick aus dem viktorianischen London. Sie sind im Trinity College, Cambridge, archiviert und werden zum ersten Mal außerhalb Englands gezeigt.

Hannah Cullwick putzte nicht nur von früh morgens bis spät abends in den verschiedenen Haushalten, sondern sie produzierte auch eine Reihe erstaunlicher inszenierter Fotografien, umfangreiche Tagebücher und Briefe. Sie war sehr stolz auf ihre »Männlichkeit«, auf ihre Stärke, ihre Muskeln und ihre schmutzigen großen Hände. Ihre Porträts und Selbstporträts, die sie nicht nur als Hausangestellte, sondern auch in »Class Drag« oder »Ethnic Drag« zeigen, waren Teil eines sadomasochistischen Verhältnisses, in das Hannah Cullwick mit Arthur Munby, einem Mann der bürgerlichen Klasse, involviert war. Interessanterweise waren es Elemente ihrer harten Arbeit im Haushalt, die das Material für die gemeinsamen SM-Szenen abgaben.

Entsprechend dieser Verbindung von Sex und Lohnarbeit beschäftigt sich »normal love« mit der Rolle von Sexualität im Feld der Arbeit. Die Ausstellung fragt, ob sich die Durchquerung der sozialen Hierarchien von Klasse, Geschlecht und »Race«, die Hannah Cullwick inszenierte und die sie offenbar begehrte, heute im Feld der Arbeit als paradoxe Anforderung verallgemeinert hat. Wie werden wir im Feld der Arbeit angerufen oder adressiert? Welche Rolle spielt Sexualität für die »freiwillige« Übernahme langer Arbeitstage oder hierarchisch angeordneter »Plätze«? Was geschieht, wenn diese Plätze mobilisiert und durchquert werden? Wie lassen sie sich umarbeiten oder »queeren«? Die Beiträge der beteiligten Künstler_innen weisen die Macht nicht zurück, sondern zeigen ein »Engagement mit der Macht« (Munoz).

Zur Ausstellung erscheint im Verlag b_books Berlin ein Katalog mit Texten von José Esteban Munoz und Renate Lorenz. (Februar 2007)

 

»normal work« zeigt Filme und Videos, die den Möglichkeiten und Zumutungen von Sexualität/ Geschlecht im Arbeitsalltag nachgehen. Welche (unterschiedlichen) Anforderungen an die Darstellung von Geschlecht werden dort an uns herangetragen und wie ist es möglich, sie zurückzuweisen oder abzulenken? Was ist mit all der ›Arbeit‹, die dabei geleistet wird? Und warum sind bestimmte Verbindungen von Frausein, Heterosexualität, Weiblichkeit, Männlichkeit, Weißsein mit bestimmten Positionen im Feld der Arbeit weiterhin gesellschaftlich dermaßen plausibel?

Die ausgewählten Filme dokumentieren Möglichkeiten der Selbstverortung oder sind selbst Zeugnisse performativer und alltagspraktischer Interventionen - queere Sabotageakte von Normalarbeit. Wie die sexuelle Politik attraktiver Bilder, perfider Tricks oder ironischer Erzählungen die gewohnten Darstellungsweisen umarbeitet, das möchten wir mit eingeladenen Gästen und dem Publikum diskutieren.

www.normallove.de/htm/deu_film.htm

 

Geschlecht und Sexualität arbeiten

Samstag, 20. Januar 2007, 19 h

zu Gast sind die Filmemacher_innen/ Künstler_innen Oreet Ashery und Del LaGrace Volcano

Audition Tape. Benny Nemerofsky Ramsay, CDN 2003, 8 min.

Tatu. Anna Margarita Albelo, F 2003, Video, 3 min.

Im Prinzip haben wir nichts gegen Mädchen. Riki Kalbe, Theo Kondring und Gunter Stallmann, D 1975/76, 13 min.

Gender Queer. Qu’est-ce que c’est? Del LaGrace Volcano und Cara Lavan, GB 2005, 5 min.

queering work. Karin Michalski, Sabina Baumann, D/ CH 2007, 13 min.

Marcus Fisher’s Wake. Oreet Ashery, GB 2002, 18 min.

 

sexual semiotics

Sonntag, 21. Januar 2007, 19 h

zu Gast ist die Filmemacherin/ Künstlerin Kai Kaljo

Semiotics of the Kitchen. Martha Rosler, USA 1975, 6 min.

Semiotics of the Bitchin’. K8 Hardy und Therine Youngblood, USA 2001, 8 min.

Hole. Sterling Ruby, USA 2002, 1.46 min.

The Heroine of Post Socialist Labour. Mare Tralla, EST/UK 2004, 3.55 min.

Mutiny. Abigail Child, USA 1982, 11 Min.

Working girl. Corine Stübi, D 2004, 5 min.

The Adventures of a Nurse. Eleanor Antin, USA 1976

Domestic Violence. Kai Kaljo, EST 2001, 15 min.

Sometimes the Dress is Worth More Money than the Money. Tracey Emin, GB 2000, 4 min.

A Loser. Kai Kaljo, EST 1997, 1 min.

 

Antragsteller/in Renate Lorenz

Veranstaltungstermin 19. Januar - 4. März 2007 Eröffnung, 18. Januar, 19 Uhr

Veranstaltungsort Künstlerhaus Bethanien Berlin

Förderbetrag 85.000 €

Kooperationen Freie Universität Berlin, Internationale Konferenz: Performing and Queering Sadomasochism, org. von Volker Woltersdorff

Internetseiten www.normallove.de

OKKUPATION

OKKUPATION

Temporäre künstlerische Interventionen in Berlin – Neukölln

Juni – August 2006

 

Während der Berliner Bezirk Neukölln erneut Stoff für den Mythos einer „Bronx“ von Berlin liefert, widmen sich bildende Künstler/innen den komplexen Wirklichkeiten Neuköllns mit den Mitteln der temporären künstlerischen Intervention: Mit Installationen und Aktionen, Forschungs- und partizipativen Arbeiten intervenieren sie in den Alltag von Bewohner/innen und wollen Impulse stiften, sich mit dem Status Quo und den Zukunftsszenarien ihrer Lebensumwelt zu befassen.

Diese zweite Phase künstlerischer Realisierungen der Projektreihe, die im Frühjahr 2004 mit einem Symposium und im September 2005 mit sieben Interventionen bildender Künstler/innen begann, widmet sich erneut den Veränderungen öffentlichen Stadtraums und den Anzeichen eines damit verbundenen gesellschaftlichen Strukturwandels.

 

 

Realisierungen Juni – August 2006

 

Christian Hasucha (Berlin)

Eva Hertzsch und Adam Page (Dresden)

mit Internationaler Bund BZ Neukölln

ILAP, Teil 2 (Amsterdam)

Veronika Kellndorfer (Berlin)

Tatzu Nishi (Köln)

stadtraum.org (Düsseldorf)

 

Realisierungen September 2005

 

Ingo Gerken (Berlin)

ILAP, Teil 1 (Amsterdam)

public works (London/Berlin)

Matthias Schamp (Bochum)

Schumacher & Jonas (Berlin)

Hans Winkler (Berlin)

Roi Vaara (Helsinki)

 

Christian Hasucha: Die Insel

Ein grasbewachsener Hügel von 7m Durchmesser wird Anfang Juli 2006 in die Neuköllner Luft über dem Bürgersteig Donau-/Ecke Erkstraße gehoben und (nach Anmeldung) zur freien Nutzung gestellt: Hier kann gefrühstückt, gegrillt oder einfach die Neuköllner Sonne genossen werden.

Nach vier Wochen wird die "Insel" – Präsentationsteller und Aussichtspunkt zugleich – wieder entfernt, zurück bleibt die Erinnerung an eine topografische Überlagerung.

8. bis 31.Juli 2006, Donau-/Ecke Erkstraße

Besuche auf der "Insel" können angemeldet werden unter Tel.: 030-6821218 oder e-mail: mail@hasucha.de

 

Eva Hertzsch und Adam Page mit Internationaler Bund BZ Neukölln: Play’n Win 44

Für die fiktive Idee einer „Urban Entertainment Destination“ in Neukölln, die von Bewohner/innen des Bezirks gestaltet und bewirtschaftet werden soll, haben Eva Hertzsch und Adam Page mit Jugendlichen des IB-Bildungswerks einen Bauwagen in einen Showroom verwandelt: Hier können Besucher/innen Fußball-, Radrenn- und Judomatche von Neuköllner Jugendsportvereinen verfolgen und ihren „Tip“ auf deren Ausgang geben.

Das Projekt wurde vom 21. bis 27 Juni 2006 auf dem Hermannplatz realisiert.

 

 

Das "Play 'n' Win 44" wird noch einmal präsentiert, und zwar anlässlich der Ausstellung:

 

"Jackpot" - Balmoral Stipendiaten 2005

 

in der Galerie im Körnerpark, Schierker Str. 8 (Neukölln)

 

Eröffnung: Freitag, 7. Juli 2006, 19 Uhr

 

Dauer der Ausstellung: 8.7. - 6.8.2006

Öffnungszeiten: Di - So 12 - 18 Uhr

 

Achtung: Öffnungszeiten des "Play 'n' Win" Spielebüros von Page/Hertzsch:

nur Freitags und Samstags von 11 - 18 Uhr sowie Sonntags von 11 - 20 Uhr

 

 

ILAP: Das Mayer Dossier (Teil 2)

Die Künstlergruppe ILAP (Indoor Land Art Programme) begleitet seit einem Jahr die Forschungen von Norbert Mayer und visualisiert mit unterschiedlichen Aktionen dessen Beobachtungen terrestrischer und kosmografischer Phänomene in Neukölln. Eines der Mayer’schen Entdeckungen, ein Geräusche-Meridian, der sich von Norden nach Süden durch den gesamten Bezirk erstreckt, steht für ILAP in diesem Jahr im Fokus ihrer Arbeit: Ein Neuköllner Spielmannszug setzt den Meridian am 1. Juli auf eine ganz besondere Art in Szene.

Samstag, 1.7. 2006, 13:30 Uhr, ab Richardplatz

 

 

Veronika Kellndorfer: Agglomération – Das Entlegene des Ortes

Die von Bruno Taut im Stil der „Neuen Sachlichkeit“ gebauten Hufeisensiedlung in Neukölln-Britz stellt den Beginn des Großsiedungsbaus und der Etablierung industrieller Arbeitsmethoden im Bauwesen der Weimarer Republik dar. Veronika Kellndorfer untersucht hier die Verschränkung einer architektonischen Utopie mit den Spuren des Alltags. In ihre Recherchen über die Privatisierung der Hufeisensiedlung und die damit verbundene Umcodierung des öffentlichen Raumes bezieht sie die Bewohner/innen der Siedlung ein und interveniert mit künstlerischen Attributen in die räumliche Situation.

13.Juli bis Ende August 2006, Hufeisensiedlung (Fritz-Reuter-Allee, Britz), Eröffnung am Mittwoch, 12.7.2006, 20 Uhr

Mittwoch, 12.7. und Samstag, 12.8.2006, 11 Uhr: Führung durch die Hufeisensiedlung mit Hendrik Tabaczynski (Treffpunkt Fritz-Reuter-Allee 46)

 

 

Tatzu Nishi: Die Uhr

Über dem Eingang des U-Bahnhofs Wutzkyallee platziert Tatzu Nishi eine große Uhr für die Angestellten dieser Stadt.

Juli bis Mitte August 2006, U-Bahnhof Wutzkyallee (Linie U7)

 

Stadtraum.org: Touring the City

Als touristisch interessierte Besucher/innen lassen sich stadtaum.org von Bewohner/innen zu Orten der Kunst im Stadtraum von Neukölln leiten. Als Abschluss ihrer „Reise“ verlassen sie die distanzierte Perspektive der vorübergehenden Besucher/innen und nehmen selbst die Rolle von Experten an: Im Format einer Stadtführung dokumentieren sie die während ihres Aufenthalts ermittelte Route zu Kunstorten Neuköllns und stellen diese einer interessierten Öffentlichkeit vor.

Öffentliche Führung am Sonntag, 23. Juli 2006, 11 Uhr. Treffpunkt: Karl-Marx-Platz (bitte mit dem Fahrrad kommen)

 

Antragsteller/in Schumacher & Jonas

Veranstaltungstermin Juni bis August 2006

Veranstaltungsort im öffentlichen Raum - Berlin-Neukölln

Förderbetrag 2005 50.000 € und 2006 50.000 €

Kooperationen Kulturamt Neukölln Kulturnetzwerk Neukölln e.V.

Internetseiten Okkupation.com

Pressestimmen

Sehnsüchtig gleiten Ballone rund um die Welt

Sehnsüchtig gleiten Ballone rund um die Welt

 

Tomás Saraceno/ Derek Rowleiei/ Wolfgang Breuer/ Knut Henrik Henriksen/ Lara Schnitger/ Daniel Schibli/ Monika Sosnowska/ Sookoon Ang/ Markus Müller/ Jenny Rosemeyer

 

Sehnsüchtig gleiten Ballone rund um die Welt ist eine Ausstellung "in progress". Verschiedene Arbeiten werden nicht synchron gezeigt, sondern ineinander greifend im Laufe eines Jahres präsentiert. Der Übergang von einer zur nächsten künstlerischen Präsentation ist fließend, so dass es deutlich wird, dass es sich um eine Einheit, statt um ein Aneinanderreihen von Ausstellungen handelt. Die beteiligten KünstlerInnen befassen sich im weiten Sinne mit dem Raum, der uns in unserem Alltag umgibt, und mit seiner Struktur. Dabei geht es um einen erweiterten Begriff von Architektur: gemeint sind nicht nur Gebäude, sondern vielmehr der soziale Raum und die Konstruktion von Dingen und Handlungen. Den Rhythmus in dem sich fortwährend verändernden Prozess geben vier künstlerische Einzelpositionen an: Tomás Saraceno (September), Lara Schnitger (Dezember), Monika Sosnowska (März 2006) und Jenny Rosemeyer (Mai 2006) werden den Raum für einige Wochen für sich einnehmen, bevor weitere KünstlerInnen intervenieren.

Als Ausstellungsort hat der italienische Künstler Riccardo Previdi einen temporären Pavillon entworfen, der auf einem freistehenden Grundstück in Berlin-Mitte errichtet wird. Die lamellenartige Holzfassade lässt Innen-und Aussenraum ineinander übergehen und verbindet die brache Fläche und den „Green Light Pavilion“.

Antragsteller/in Rekade/Eggel Gbr

Veranstaltungstermin 25. Sept. 2005 - 30. Juni 2006

Veranstaltungsort Gormannstrasse Ecke Mulackstrasse, Berlin Mitte

Förderbetrag 20.000 €

Kooperationen Pro Helvetia Polnisches Kulturinstitut Botschaft der Niederlande Schering Stiftung Philipp Morris Kunstförderung

Internetseiten www.longingballoons.de

Sense Sensitive Design & Emotional

Experten aus verschiedenen künstlerischen Bereichen arbeiten in Workshops zusammen, um neue Zugänge zum Thema „Geruch und Geruchsinn“ zu erarbeiten. Eine heutzutage unterbewertete Form der Kommunikation und des Ausdruckes soll auf diese Weise neu interpretiert und geschätzt werden.

Antragsteller/in Sissel Tolaas

Veranstaltungstermin Februar 2006 - Februar 2007

Veranstaltungsort Mapping Laboratories

Förderbetrag 45.000 €

Tesla Lecture

Seit acht Monaten beschäftige ich mich intensiv mit Nikola Tesla (1856-1943), einem genialen Erfinder, der nicht vielen Menschen bekannt ist, vor allem nicht in seiner vollen Bedeutung, nicht in diesen Breitengraden. Meine Faszination für ihn wächst, je mehr ich über ihn erfahre. Immer wieder entdeckte ich spannende neue Seiten an seiner Person und seinem Werk, der nicht nur Wissenschaftler bis heutigen Tag inspiriert, sondern auch Künstler wie z.B Jim Jarmusch, Laurie Anderson oder Marina Abramovic, um die Bekannteren zu nennen. Seine humanistische Idee von der freien Energie für alle Menschen, die nach seinen Forschungen möglich gewesen wäre, hat sich leider nicht durchgesetzt. Doch die Welt würde völlig anderes aussehen, wenn wir ohne seine Erfindungen leben müssten. Teslas Technologie hat das 20. Jahrhundert geprägt. Er ist Vorreiter der 2. Industrierevolution, er erbaute die erste Hydrozentrale auf den Niagarafällen. Er ist ein Pionier der drahtlosen Kommunikation und nannte sie “world wide wireless”, Erfinder des Radios, des ersten Roboters, des Wechselstroms, also des Stroms, den wir auch heute noch benutzen, und so weiter. Sein Geburtstag jährt sich im Jahre 2006 zum 150. mal, ein Anlass, Tesla wiederzuentdecken und ihm seinen verdienten Platz in der Geschichte und in unseren Köpfen zu geben. Meine Ziele sind: - die Figur Tesla einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen - seine Visionen und ihre Verwirklichung, seine humanistische Einstellung zu erläutern - künstlerische Auseinandersetzung mit Teslas Werk zu präsentieren - internationale Kontakte organisieren, vermitteln Das möchte ich erreichen durch: 1. eine eigene Installation/Performance TESLA LECTURE im Lichthof des Kommunikationsmuseums Frühjahr/Sommer 2006 (Ortsbestätigung liegt bei) 2. Ausstellung der Kunstwerke, die Tesla thematisieren, Interviews machen mit den Künstlern, die sich von Tesla inspirieren ließen (Marina Abramovic, Marko Lulic, Laurie Anderson, Jim Jarmusch...) 3. meine Vermittlung, dass eine Wanderausstellung vom Tesla-Museum aus Belgrad in Berlin ausgestellt wird, (die Ausstellung wird Anfang 2006 in London und Paris gezeigt).

Antragsteller/in Nataša Drakula

Veranstaltungstermin 2006

Veranstaltungsort Museum für Kommunikation

Förderbetrag 18.000 €

Internetseiten www.drakula-berlin.de

The Atlas Group (1989-2004). A Project by Walid Raad

Die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin zeigt die erste große Einzelausstellung von Atlas Group. Die Atlas Group wurde 1999 von Walid Raad (geb. 1967 in Chbanieh/Libanon) gegründet, um Gegenwart und Geschichte des Libanon, insbesondere die Zeit des Bürgerkriegs (1975-1990), zu dokumentieren und zu erforschen. Gegenstand des von der Atlas Group eingerichteten Archivs sind gefundene und (eigens) geschaffene fotografische, audiovisuelle und schriftliche Dokumente des libanesischen Alltags. Dazu gehören Schnappschüsse aus den privaten Alben des (fiktiven) libanesischen Historikers Dr. Fadl Fakhouri oder die Videobänder von Souheil Bachar, der 1985 mit fünf Amerikanern (vermeintlich) in Beiruter Geiselhaft war (Hostage: The Bachar Tapes (#17 and #31), 2000). Die tägliche Erfahrung des Bürgerkriegs ist gegenwärtig, ohne explizit dargestellt zu sein, etwa in der Bildserie von Motoren, die nach der Detonation von Autobomben im Beiruter Stadtbild aufgefunden wurden, oder in Walid Raads eigenen Fotografien der israelischen Invasion im Libanon im Jahr 1982 (We Decided To Let Them Say, “We Are Convinced,” Twice, 2002). Walid Raads Werke arbeiten mit dem Gestus des Dokumentarischen und brechen ihn zugleich. Indem die Authentizität des schriftlichen, bildlichen und audiovisuellen Dokuments stets bezweifelt werden muss, stellt er mit seinem Projekt der Atlas Group auch fortwährend die Frage danach, wie Geschichte – insbesondere eine vom Trauma des Bürgerkriegs geprägte wie die des Libanon – überhaupt dargestellt werden kann.

 

Die Ausstellung präsentiert anhand von elf Foto- und Videoarbeiten der letzten zehn Jahre sowie zwei neu produzierter Fotoserien einen umfassenden Überblick über das Projekt der Atlas Group. Ein Filmprogramm mit Arbeiten von Harun Farocki, Lisa Steele, Peter Greenaway und John Smith ergänzt die Ausstellung.

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebildeter Katalog mit vier Essays (deutsch/englisch) im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln (ISBN: 3-88609-535-5).

 

Walid Raad lebt in New York und Beirut. Er ist Mitglied der 1996 gegründeten Fondation Arabe pour l’Image (FAI) in Beirut und war u.a. auf der Documenta 11 und der Biennale von Venedig 2003 vertreten.

Antragsteller/in Staatliche Museen zu Berlin - Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Veranstaltungstermin 22. September 2006 bis 7. Januar 2007

Veranstaltungsort Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Förderbetrag 105.000 €

Kooperationen Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich

Internetseiten www.smb.museumwww.hamburgerbahnhof.de

Pressestimmen

THE HALFMOON FILES

THE HALFMOON FILES

Donnerstag, den 12. Oktober 2006, 20 Uhr

Präsentation der Zwischenergebnisse: Audio / Video – Vortrag und Diskussion

 

Ein Rechercheprojekt von Philip Scheffner in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und Werkleitz Gesellschaft e.V. (Zentrum für künstlerische Bild Medien Sachsen Anhalt)

 

‘The Halfmoon Files’

Ausgangspunkt des Projekts ist das Aufeinandertreffen von deutschen Forschern mit internierten Soldaten muslimischen und anderen nicht-christlichen Glaubens zur Zeit des ersten Weltkrieges im so genannten „Halbmondlager“ in Wünsdorf bei Berlin. Durch die Recherche und Analyse von Archivmaterial werden Zusammenhänge zwischen Wissenschaft, politischen Strategien und den Mechanismen einer Bild- und Tonproduktion untersucht, die zur Konstruktion von ‚Geschichte’ und dem Bild vom ‚Anderen’ beitragen.

 

Die historische Ausgangslage:

Im ersten Weltkrieg werden muslimische und nicht-christliche Soldaten der Streitkräfte Russlands (Tataren), Englands (Inder) und Frankreichs (Afrikaner) als Kriegsgefangene in einem Sonderlager in Wünsdorf bei Zossen interniert - dem so genannten „Halbmondlager“.

Das Deutsche Reich plant, sich als Alliierter der Muslime zu profilieren und versucht durch gezielte Propaganda, die gegnerischen Soldaten zum Überlaufen zu bewegen. Teil dieser Strategie ist die Errichtung der ersten Moschee auf deutschem Boden, die ausschließlich für religiöse Zwecke genutzt wird. Die internierten „Kolonialsoldaten“ sollen zu Aufständen gegen ihre jeweiligen Kolonialherren motiviert werden und so die Kolonialgebiete Englands und Frankreichs destabilisieren.

 

Interesse an den Gefangenen wird auch von anderer Seite angemeldet:

Nach und nach öffnet sich das Lager für deutsche Anthropologen und Wissenschaftler, die umfangreiche Untersuchungen an den „exotischen Völkern“ durchführen.

Das Lager wird als eine Art „ideale Laborsituation“ verstanden, in der sich aufwendige Untersuchungen kontrolliert und ohne die störenden Elemente der Feldforschung in fernen Ländern durchführen lassen.

Die eigens zu diesem Zweck gegründete „Preußisch Phonographische Kommission“ fertigt 1650 Tonaufnahmen der Gefangenen an – mit dem Ziel, eine umfassende Sammlung aller Sprachen der Welt aufzubauen.

Die Tonaufnahmen bilden den Grundstock des „Lautarchivs“ an der Humboldt Universität Berlin.

 

1650 Stimmen

1650 Biografien

1650 Geschichten

 

‘The Halfmoon Files’ untersucht das vorhandene Tonmaterial und recherchiert die Bedingungen seiner Entstehung. Das Projekt setzt vorhandenes dokumentarisches Archiv-Material (Film und Ton) in Beziehung zu zeitgleich im Lager entstandenen Aufnahmen für eine koloniale Spielfilmserie und erzählt so von den vielfachen Verflechtungen zwischen Politik und Unterhaltungskultur, zwischen Krieg, Kolonialismus, Wissenschaft und Medien.

 

Britta Lange, Wissenschaftlerin und Autorin aus Berlin, ergänzt und erweitert die Thematik durch die Darstellung von ähnlich ausgerichteten wissenschaftlichen Forschungen, die zeitgleich in österreichischen Kriegsgefangenenlagern durchgeführt wurden.

 

„The Halfmoon Files“ wird unterstützt durch eine Rechercheförderung des Hauptstadt Kulturfonds Berlin sowie einem Projektstipendium der Werkleitz Gesellschaft e.V. (Zentrum für künstlerische Bild Medien Sachsen Anhalt).

Das Projekt entsteht in Kooperation u.a. mit: Kunstraum-Kreuzberg / Bethanien‚ Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin, Deutsches Rundfunk Archiv.

 

Philip Scheffner arbeitet seit 1986 als Filmemacher, Sound- und Videokünstler in Berlin.

Seine Arbeiten wurden auf nationalen und internationalen Festivals gezeigt.

 

Britta Lange, Kulturwissenschaftlerin und Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin, arbeitet über die Lagerstudien des Ersten Weltkriegs im Deutschen Reich und in Österreich. Sie fragt, was dieses historische Phänomen über das Bestreben der Wissenschaft erzählt, „Typen“ finden und bilden zu wollen und dabei selbst „typische“ Verfahren anzuwenden.

 

Antragsteller/in Philip Scheffner

Veranstaltungstermin 12. Oktober 2006

Veranstaltungsort Kunstraum Kreuzberg / Bethanien

Förderbetrag 18.898 €

Kooperationen werkleitz gesellschaft kunstraum kreuzberg / bethanien Lautarchiv der Humboldt-Universität Berlin Deutsches Rundfunk Archiv

Internetseiten www.pong-berlin.de