FARADAY`S CAGE

Im Fokus von FARADAY’S CAGE steht die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Phänomen Magnetismus. Für das Projekt baut die LOSE COMBO dreifach jenen Käfig aus Kupfergewebe nach, in dem Michael Faraday 1834 zufällig das Phänomen des feldfreien Raums entdeckte. Das KAMMERENSEMBLE NEUE MUSIK BERLIN (KNM) spielt in diesen abgeschirmten Freiräumen John Cages Zeitklammernkomposition Seven und Morton Feldmans Durations I, II und IV, zwei Performer präsentieren außerhalb der Kuben Textmaterial zum Magnetismus. Durch die Einbeziehung von John Cages Komposition Variations IV, die den Grundriss des Aufführungsorts zur strukturellen Performance-Matrix erklärt, wird die jüngst renovierte St. Elisabethkirche von Karl Friedrich Schinkel zu einem konstitutiven Moment des Projekts.

Antragsteller/in LOSE COMBO

Veranstaltungstermin 1. bis 3., 6. und 7. September 2006, jeweils 20Uhr

Veranstaltungsort St. Elisabeth-Kirche, Invalidenstr. 3, 10115 Berlin

Förderbetrag 45.000 €

Kooperationen FARADAY’S CAGE ist eine Produktion der LOSE COMBO in Zusammenarbeit mit dem KAMMERENSEMBLE NEUE MUSIK BERLIN aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, unterstützt von der Initiative Neue Musik Berlin, der Ernst von Siemens Musikstiftung und TESLA. FARADAY’S CAGE entsteht in Zusammenarbeit mit dem KNM in der St. Elisabethkirche Berlin und im Festspielhaus Hellerau in Koproduktion mit dem Europäischen Zentrum der Künste Dresden.

Internetseiten www.losecombo.de

Notation

Notation

Kalkül und Form in den Künsten

Eine Ausstellung der Akademie der Künste, Berlin, und des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe

 

„Notation“ widmet sich dem vielfältigen Spektrum der künstlerischen Prozesse zwischen Konzept

und Werk. Die Ausstellung setzt Arbeiten aus allen Bereichen der Kunst von 1900 bis heute zueinander in Beziehung: Zeichensysteme zu Literatur, Musik, Malerei, Choreografie, Architektur, Fotografie, Film und Medienkunst. Mehr als 450 Positionen von über 100 Künstlern aus internationalen Sammlungen, dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe und aus dem Archiv der Akademie der Künste werden gezeigt. In der Verbindung von wissenschaftlichem Kalkül und künstlerischer Form haben die Künstler des 20. Jahrhunderts immer neue Wirklichkeiten sichtbar gemacht. Morphische Resonanzen, serielle Strukturen und Schallwellen: Die Moderne hat die geistige Seite der Existenz, immaterielle Phänomene, das Ephemere als Forschungsfeld der Künste wieder entdeckt. Dabei wurden das Verhältnis zwischen Konzept, Aufzeichnung, Wiederholung und Werk radikal neu bestimmt und die Entwurfsprozesse selbst zu autonomen Kunstwerken.

Diese stehen im Zentrum der Ausstellung des Bildtheoretikers Hubertus von Amelunxen, des Künstlers Dieter Appelt sowie des Medienkünstlers Peter Weibel.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Angela Lammert, Akademie der Künste, und Bernhard Serexhe, ZKM | Karlsruhe.

Partituren, Notationen, fotografische Serien, Filmexperimente spiegeln die offenen Strukturen des Klangs, des Rauchs, des Lichts, der Bewegung, der Zeit – und ermöglichen dem Betrachter einen ungeahnten Blick auf die verborgenen Welten unserer Wirklichkeit. Die Ausstellung »Notation« erschließt eine andere Lesart der künstlerischen Entwürfe. John Cage und Étienne-Jules Marey, Walter Benjamin, Edgard Varèse und Iannis Xenakis, Mary Wigman und Robert Walser, Ezra Pound und Marcel Broodthaers, Allan McCollum und Mel Bochner, Antonin Artaud und Pierre Boulez: Die Künstler des 20. Jahrhunderts entwarfen Beziehungsfelder in Notationen, (in den Worten von György Ligeti) als Anweisung zum Spiel, als Mittel zur Kommunikation oder aber als autonome Werke.

Konferenzen, Filmabende und Führungen begleiten die Laufzeit in Berlin.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.adk.de/notation

 

 

 

Antragsteller/in Akademie der Künste, Prof. Dieter Appelt. Mitglied Sektion Bildende Kunst

Veranstaltungstermin 20. September bis 16. November 2008 Eröffnung: 19.9.2008, 19 Uhr

Veranstaltungsort Akademie der Künste, Hanseatenweg 10,10557 Berlin

Förderbetrag 175.000 €

Kooperationen ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe

Internetseiten www.adk.de/notation

Dieter Appelt Der Fleck auf dem Spiegel, den der Atemhauch schafft, 1977/2008 28-teiliges Tableau, Silbergelatine; je 50 x 60 cm Courtesy Galerie Kicken Berlin

György Ligeti Volumina für Orgel, 1961/1962, rev. 1967 Erste Reinschrift; ca. 29,6 × 42,0 cm Paul Sacher Stiftung, Basel: Sammlung György Ligeti

Étienne-Jules Marey Corps fuselé avec chronographe, 1901 Vintageprint; 8,6 x 5,0 cm Collection Cinémathèque française, Paris

Ausschnitt: Dieter Appelt Der Fleck auf dem Spiegel, den der Atemhauch schafft, 1977/2008 28-teiliges Tableau, Silbergelatine; je 50 x 60 cm Courtesy Galerie Kicken Berlin

radio 1:1

Pressemitteilung

 

radioeinszueins - das neue Kulturradio

radioeinszueins ist ein Veranstaltungsradio für Berlin im Juni und Juli 2006. Als Weiterentwicklung von reboot.fm und klubradio.de entsteht eine neue unabhängige Form des Kulturradios, ein automatisiertes Dokuradio aus Aufzeichnungen von Konzerten, Parties, Lesungen, Vorträgen und Diskussionen. Gesendet wird auf der Berliner UKW Frequenz 95.2Mhz und im Internet.

 

"Dokuradio"

Das Projekt ermöglicht den Veranstaltungsorten die systematische Aufzeichnung ihrer Events und macht diese über den Radiokanal und On-Demand-Streaming hörbar. Ein Vortrag an der Humboldt-Universität in Berlin-Mitte, eine Lesung im Literarischen Colloquium in Zehlendorf oder ein DJ-Set in der Maria am Ufer in Friedrichshain wird auch jenseits des Moments und Ortes der Entstehung hörbar. Einem weltweiten Publikum bleibt eine Momentaufnahme der kulturellen und künstlerischen Produktion der Stadt langfristig erhalten.

 

Blog und Podcast als Produktionsmittel eines Radios

radioeinszueins löst sich vom Zwang zum Infotainment mit sekundenlangen OTönen, arbeitet an der medialen Verlangsamung und sendet Ereignisse im Original und ungeschnitten. Statt am Rotationsradio der privaten Anbieter und dem Bürokratismus der öffentlich-rechtlichen Radios orientiert sich radioeinszueins an den im Internet entstandenen Formaten: Die einzelnen Shows werden als Podcast in einem Blog veröffentlicht, als Stream ausgesendet und wieder vom Radiosender empfangen und ausgestrahlt. Auf diese Weise entsteht ein lebendiger Diskurs, an dem die Hörer partizipieren können. Gleichzeitig erklingen internationale Podcasts und Netzradiostationen im Berliner UKW.

 

Soziale Grenzen aufbrechen

Warum besucht der eine hauptsächlich Technoclubs, die andere klassische Konzerte oder die Oper? radioeinszueins will die sozialen Grenzen aufbrechen, die um jeden Veranstaltungsort entstehen und Produkte der Hoch- und der Subkulturen unmittelbar nebeneinander stellen. Zugleich soll das Projekt als Plattform zur Vernetzung der Kulturveranstalter dienen.

 

Warum Radio?

Radio ist ein oft genutztes und oft unterschätztes Medium. Es ist ein günstiges Endgerät mit hoher Verbreitung und Akzeptanz und es stellt eine Form von gemeinsamen Hörraum her. Die Vielfalt und Lebendigkeit, die Möglichkeiten der Teilnahme und Mitproduktion, die sich im Internet etabliert haben, scheinen am Radio vorbeigegangen zu sein. radioeinszueins versucht daran etwas zu ändern: Zwei Monate lang, im Juni und Juli auf 95.2 Mhz in Berlin und auf radioeinszueins.de in jedem mp3-player.

Antragsteller/in Pit Schultz

Veranstaltungstermin 1.Juni - 31. Juli 2006

Veranstaltungsort 95.2UKW http://radioeinszueins.de, Tesla im Podelis´schen Palais

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Mit freundlicher Unterstuetzung von: Terratec Producer, Maxx On Air, TESLA, Büro Kopernikus Präsentiert von: Groove, de:bug, telepolis

Internetseiten radioeinszueins.de

Schwarzmarkt für Nützliches Wissen und Nicht-Wissen

SCHWARZMARKT | BLACKMARKET

für nützliches Wissen und Nicht-Wissen

"Routen und Orte der Mobilitätspioniere und -funktionäre", 10. März 2007, HAU 2

 

 

EINTRITT FREI! HÖREN SIE SCHWARZRADIO! BUCHEN SIE EINEN EXPERTEN AB 3 € !

 

Es entsteht eine Berliner Enzyklopädie in der das Thema Mobilität aufgesplittert, verspiegelt und halluziniert wird. Erzählungen, Theorien, Dokumentationen und Mythen finden Eingang in diese Sammlung. Mobilität wird in ihre aktuellen Deutungszusammenhänge gestellt wie die verschiedenen Migrations- und Zuwanderungssysteme, einem neuen Nomadismus und hybride großstädtische Lebensformen. Der Schwarzmarkt erzählt von jenen Protagonisten, die regelmäßig nationale Grenzen überschreiten, Territorien, Jobs, Lebensstile durchqueren und hinter sich lassen, die sich mutig dem staatlichen Ordnungswillen der Verortung entziehen oder auch als ortlose, transitorische Existenzen genau den Forderungen der Internationalisierung globaler Arbeitsmärkte entsprechen - die nomadisierenden Autisten der Mobilitätselite. Erzählt wird auch von den Kontrollen und der Abwehr, die die Mobilitätskultur begleiten, wenn man die falsche Person am falschen Ort ist. Unterschiedlichste Muster, Figuren, Typen und Phänomene des Mobilen finden Eingang in die erzählte Enzyklopädie dieser Nacht. An Einzeltischen sitzen 100 Experten, die einen Ausschnitt ihres Wissens anbieten, der sich in 30 Minuten erzählen und erlernen lässt.

 

BUCHEN SIE EINEN EXPERTEN ZUM DIALOG FÜR EINE _ STUNDE: Sie können aus insgesamt 240 Expertenangeboten an diesem Abend wählen.

 

CHECK-IN ab19:00 Uhr: Der Eintritt ist frei! Es ist durchgehend geöffnet. Sie haben zu jeder halben Stunde fortlaufend die Möglichkeit sich zur jeweils neuen Runden einzubuchen.

 

SCHWARZRADIO: Sie können ausgewählte Dialoge zwischen Experten und Klienten über Kopfhörer im SCHWARZRADIO verfolgen. Auf 6 Kanälen.

 

SPRACHEN im Schwarzmarkt: armenisch, bosnisch, deutsch, englisch, farsi, französisch, griechisch, italienisch, koreanisch, kroatisch, plattdeutsch, polnisch, romanes, rumänisch, russisch, schweizerdeutsch, serbisch, spanisch, tschechisch, türkisch, ungarisch

 

SCHWARZMARKT-Experten u.a.: Veronika Ahrendt-Rojahn (Rechtsanwältin), Thomas Arslan (Filmemacher), Imran Ayata (Kommunikationsberater/ Schriftsteller), Dirk Baecker (Soziologe), Garip Bali (Sozialarbeiter), Miraz Bezar (Filmemacher), Manuela Bojad_ijev (Mitglied von Ultra-red/Kanak Attak), Neco Çelik (Regisseur), Sun-ju Choi (Filmemacherin), Bora _osi_ (Autor), Andreas Fanizadeh (Hrg./ Verleger Die Beute/ ID Verlag), Adrienne Goehler (Kultursenatorin a.D., Kuratorin), Jesko Fezer (Architekt und Mitbetreiber von pro qm), Michael Heitz (diaphanes), Ipek Ipekcio_lu (DJ/ Aktivistin), Erden Kosova (Kurator), Stefan Lanz (Autor und Herausgeber metroZones), Rudolf zur Lippe (Philosophie der Lebensformen), Nicol Ljubi_ (Schriftsteller), Wolf Dieter Narr (Aktivist), Marion von Osten (Künstlerin, Kuratorin), Serpil Pak (Psychotherapeutin/Bodenkosmetikerin), Uwe Rada (Autor), Petra Rosenberg (Vorsitzende Landesverband Deutsche Sinti und Roma Berlin-Brandenburg), Teodora Taba_ki (Journalistin/ b_books), István Vörös (Poet), Joseph Weizenbaum (Computerwissenschaftler), Michael Willenbücher (kanak attak), Joseph Vogl (Literaturwissenschaftler), Traudl Vorbrodt (Stationäre Jugendhilfe und Mitglied der Härtefallkomission), Koray Y_lmaz-Günay (Gladt e.v.)

 

PARTY ab ca. 24:00 Uhr: DANCE THE MOBILITY! mit DJ Imran Ayata

 

Konzept/ Raum: Hannah Hurtzig

Projektleitung: Anja Lindner

Co-Kurator: Vojin Sa_a Vukadinovi_

Projektassistenz: Anna Mareike Holtz

Praktikum Bühne: Lena Weiß

Technische Leitung: Ingo Ruggenthaler Filmdokumentation: Marc Aschenbrenner, Tom Kimmig Interviews: Sladja Blazan

 

 

 

SCHWARZMARKT | BLACKMARKET

für nützliches Wissen und Nicht-Wissen

It’s a Bird! It’s a Plane! It’s Superman…17. und 18. November 2006, HAU 1

Amerikanische Nahaufnahmen in 440 Dialogen

Eine Installation mit 150 Experten von Hannah Hurtzig

 

Der SCHWARZMARKT versteht sich als Recherche über das Lernen und Verlernen und etabliert einen temporären Schau- und Produktionsraum, in dem erzählerische Formate der Wissensvermittlung ausprobiert und präsentiert werden. Die Installation imitiert bekannte Orte der Wissensvermittlung wie das Archiv und den Lesesaal, kombiniert mit Kommunikations-situationen, wie sie vom Markt, der Börse, von Beratungs- und Dienstleistungsgesprächen bekannt sind.

Im Schwarzmarkt können Sie einen Experten für eine halbe Stunde zum Privatdialog buchen, oder Sie beobachten und verfolgen das Geschehen auf den 6 Kanälen im SCHWARZRADIO. Jeder Schwarzmarkt präsentiert ein anderes Thema.

 

Das Bild, das wir von Amerika haben ist: zu groß. Zu groß sind nicht nur die Dimensionen des Landes, die Vielfalt seiner Bewohner, Gepflogenheiten und Institutionen, zu groß sind auch die Vorurteile, ein vermeintliches und oft ungeprüftes Wissen über ein Land, das uns gleichzeitig zu nah und zu fern ist. Der Schwarzmarkt zersplittert das Panoramabild in 400 Wissenspartikel, die die Besucher und Klienten sich selbst wieder zusammensetzen können. Es geht weniger um

ein neues Amerika-Bild, sondern um Ansichten einer Lebensform, die selbst immer wieder die Tendenz hat, sich unscharf — mythisch, sprachlos, selbstbezogen — darzustellen.

 

Buchung

Buchen Sie einen Experten für eine halbe Stunde zu einem privaten Dialog für 3 €. Sie können aus insgesamt 400 Expertenangeboten an diesen beiden Abenden wählen. Fast alle Gespräche können sowohl auf deutsch, wie auf englisch gebucht werden.

 

Check-In

Der Check-in öffnet schon ab 18.30 und ist durchgehend geöffnet. Sie haben zu jeder halben Stunde fortlaufend die Möglichkeit sich zur jeweils neuen Runde einzubuchen.

 

SCHWARZRADIO

Sie können ausgewählte Dialoge zwischen Experten und Klienten über Kopfhörer im SCHWARZRADIO verfolgen. Das Schwarzradio bietet Dialoge auf 6 Kanälen an (deutsch/englisch)

 

 

Konzept und Bühne: Hannah Hurtzig

Projektleitung: Gunda Zeeb

Projektassistenz: Anja Lindner

Technische Leitung: Ingo Ruggenthaler

Interviewer: Ronald Düker, Stefanie Peter, Siegmar Zacharias

Projekthospitanz: Mareike Holtz, Juliane Männel

 

Antragsteller/in Hannah Hurtzig

Veranstaltungstermin Sonnabend, 10. März 2007, 19.00 bis 24.00 Uhr Freitag, 17. November, 19.30 bis 23.00 Uhr Sonnabend, 18. November, 19.30 bis 23.00 Uhr

Veranstaltungsort HAU ZWEI, Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen HAU Berlin

Internetseiten www.mobileacademy-berlin.com

Foto: Thomas Aurin, Schwarzmarkt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen: It's a Bird! It's a Plane. It's Superman...Amerikanische Nahaufnahmen in 440 Dialogen, Berlin Nov.06

urban interface | berlin

urban interface | berlin ist ein Projekt an der Schnittstelle von öffentlichem und privatem Raum. Es werden künstlerische Arbeiten präsentiert, die das sich wandelnde Verständnis von Öffentlichkeit und Privatheit beleuchten. Dieser Bedeutungswandel vollzieht sich unaufhaltsam, unter anderem durch den alltäglichen Gebrauch neuer Kommunikationstechnologien im Stadtraum.

 

urban interface | berlin ist zugleich Ausstellung und Untersuchungsprojekt. Die Ausstellung zeigt acht neue künstlerische Arbeiten, die den öffentlichen Raum als zugänglichen und gestaltbaren Handlungsraum ins Bewusstsein rufen und aufzeigen, dass ein bewusster Umgang mit dem Privatraum, auch mit dem privaten Datenraum, nötig ist. Die eingeladenen Künstler entwickeln ortsbezogene künstlerische Arbeiten, die sich zum Teil neuer Technologien bedienen und welche die Komplexität und Dynamik des öffentlichen/privaten Stadtraumes reflektieren. Dabei hinterfragt und erweitert der temporäre und immaterielle Charakter der Kunstprojekte das Format „Ausstellung“ im öffentlichen Raum.

 

Die Untersuchung des Bedeutungswandels von öffentlichem und privatem Raum erfolgt im Rahmen der Kunstprojekte, die sich der Thematik und ausgesuchten Orten in der Stadt individuell nähern und so zu Kristallisationspunkten werden. Die immaterielle und digitale Natur einiger Kunstprojekte sowie die Ansiedlung der Arbeiten an der oft schwer zu definierenden Schnittstelle zwischen Öffentlichem und Privatem stellen Künstler, Organisatoren, Rezipienten und Behörden vor einige Herausforderungen.

 

Um die gesammelten Informationen und Erfahrungen öffentlich zugänglich zu machen, dokumentiert die Website als zentrale Publikation den Prozess der gesamten Projektentwicklung sowie die realisierte Ausstellung. Sämtliche Abläufe zwischen Künstlern, Hosts, Sponsoren, dem Projektteam und den städtischen Genehmigungsstellen werden auf der Website veröffentlicht. Die Website bildet so eine parallele, kommunikative Schnittstelle zwischen Öffentlichem und Privatem, zwischen Theorie und Praxis..

Antragsteller/in Dr. Susanne Jaschko, künstlerische Leitung

Veranstaltungstermin 15. April 2007 bis 6. Mai 2007

Veranstaltungsort Auf der Schnittstelle von öffentlichem und privatem Raum, Berlin-Mitte und Wedding

Förderbetrag 37.000 €

Internetseiten http:/www.urban-interface-net

Ausschnitt: One Free Minute in San Jose, California, (c) David Jolliffe