6. internationales literaturfestival berlin

Das ilb

 

Literarische Vielfalt in Zeiten der Globalisierung erleben: Hier ist es möglich.

 

Arabische Lyriker treffen amerikanische Shortstory-Schreiber, südkoreanische Poeten

ihre russischen Kollegen, südafrikanische Romanciers den albanischen Nachwuchs.

 

Hochinteressante Neuentdeckungen stehen gleichberechtigt neben anerkannten Größen der Weltliteratur. Fremdes scheint auf, Verwandtes wird sichtbar, wenn in zwölf Tagen und ca. 300 Veranstaltungen 100 Autoren einen Einblick in neue und tradierte Entwicklungen der aktuellen Weltliteratur geben.

 

Prosa, Lyrik, Gespräche mit Autoren und politische Diskussionen, Kinder- und Jugendliteratur, Literaturverfilmungen – das ilb ist ein lebendiges, polyglottes Forum von und für Literaturenthusiasten und solche, die es werden wollen.

 

 

 

Antragsteller/in Peter-Weiss-Stiftung

Veranstaltungstermin 5. bis16. September 2006

Veranstaltungsort Haus der Berliner Festspiele, Schaperstr 24, Berlin- Wilmersdorf

Förderbetrag 350.000 €

Kooperationen Hauptstadtkulturfonds, UNESCO, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Auswärtiges Amt, Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Berliner Festspiele

Internetseiten www.literaturfestival.com

Berliner Kindheit im 20. Jahrhundert. Eine literarisch-fotografische Spurensuche

Das Projekt BERLINER KINDHEIT IM ZWANZIGSTEN JAHRHUNDERT ist von Walter Benjamins literarisch und zeitgeschichtlich bedeutsamem Werk "Berliner Kindheit um neunzehnhundert" inspiriert. Im Mittelpunkt des Projektes steht Kindheit in Berlin.

Unterschiedliche Zugänge zu diesem Thema werden von Berliner Kindern und deren AutorInnen in einem künstlerischen Projekt gebündelt.

Zwanzig AutorInnen, die in Berlin ihre Kindheit oder Jugend verlebt haben (oder eine bestimmte Kindheitszeit hier verbrachten), wurden angefragt, eine autobiographische Kindheitserinnerung in einem kurzen Text festzuhalten. Ausgewählt wurden hierfür AutorInnen, die v. a. Kinder- und Jugendliteratur schreiben, sich also literarisch bereits mit Kindheit beschäftigen.

Erinnert haben sich: Peter Abraham, Martin Baltscheit, Katrin Bongard, Heike Brandt, Inge Deutschkron, Martina Dierks, Tanja Dückers, Zoran Drvenkar, Jenny Erpenbeck, Annett Gröschner, Klaus Kordon, Christa Kozik, Sabine Ludwig, Lutz Rathenow, Andreas Steinhöfel, Gregor Tessnow, Anja Tuckermann, Joachim Walther, Michael Wildenhain, Reinhold Ziegler.

Parallel zu diesem literarischen Auftrag zeigen Berliner Kinder ihre Sicht auf das Thema. In zwei Foto-Workshops (angeleitet von Nelly Rau-Häring und Tanja Schmidt) suchten sie Kindheitsorte in der Stadt, fertigten Selbstporträts, fotografierten Verstecke, Lieblingsorte und persönlichen Sammlungen. Die Kinder der Klassen 5 und 6 besuchen die Joan Miró-Grundschule, Charlottenburg - die ehemalige Schule Walter Benjamins.

Daneben erzählt die bekannte Berliner Fotografin Nelly Rau-Häring mit ihrer Serie von Kinderbildern aus der Zeit 1966 bis 2006 Berliner Kindheitsgeschichte.

 

Alle für das Projekt erstellten Arbeiten - die zwanzig autobiographischen Kindheitstexte, die Fotografien der Kindheitsorte und –fundstücke, die Berliner Fotoserie werden in einer schön gestalteten Publikation (Gestaltung: Berndt & Fischer, Berlin) veröffentlicht, die neben einer ausführlichen Projektbeschreibung auch Aufsätze aus literaturwissenschaftlicher und spaziergängerischen Sicht zur Thematik (Prof. Gundel Mattenklott und Dr. Michael Bienert) aufnimmt.

Die Publikation dient zum einen dazu, die Projektarbeit und ihre künstlerischen Ergebnisse zu dokumentieren und zum anderen dazu anzuregen, mit dieser Publikation weitere Berliner Kindheits- und / oder Benjaminprojekte durchzuführen.

In diesem Sinne ist auch eine (erste) Veranstaltungsreihe zu verstehen, die sich im Herbst an dieses Projekt anschließt (30.10-3.11.2006). Fünf Berliner Schulklassen werden bei LesArt einen Projektvormittag mit einem Autor / einer Autorin des Projektes erleben, eine Schreibwerkstatt schließt sich an diese Lesung und das Gespräch an. (Ausschreibung über das Programm von LesArt.)

Am praktischen Beispiel dieser Veranstaltungen soll gezeigt werden, wie man mit der Publikation weiterarbeiten kann.

Weitere Informationen:

www.berlinerkindheit.de - Caroline Roeder Bundesratufer 2, 10555 Berlin, Telefon: 030.39887557 mail: caroline.roeder@snafu.de

 

Antragsteller/in Dr. Caroline Roeder

Veranstaltungstermin Buchpräsentation: 28. September 2006, 18 Uhr

Veranstaltungsort LesArt, Berliner Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur - Weinmeisterstraße 5, 10178 Berlin

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen LesArt, Berliner Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur

Internetseiten www.berlinerkindheit.de

Mustermesse 2

„Eine Idee ist unberechenbar. Auf dem Weg zur Realisierung findet sie ihre Form – den Antrag.“

Überall, wo es heute um die Realisierung größerer Projekte geht, steht vor der Verwirklichung der Antrag. Für die Gestaltung eines repräsentativen Gebäudes, für die Erprobung eines neuen Medikaments, für die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Wohndichte und Wohlbefinden - in allen Bereichen des öffentlichen Lebens gilt: Am Anfang steht der Antrag. Wissenschaftliche Gremien, politische Arbeitsgruppen, PR- oder Architekturbüros ringen hierbei um Aufmerksamkeit, Akzeptanz und Annahme. Nicht immer mit Erfolg. In diesem Sinne sind Anträge in langwierigen Prozessen erarbeitete Pläne, deren Ziel zwar die Realisierung ist, die aber allzu oft nur bleiben, was sie sind: Ideen, Visionen, utopisch, Erfolg versprechend, viel oder nichts sagend. Bahnbrechende Projektideen und hemmende Bürokratie bilden die Pole einer expandierenden Antragskultur. Erstmals lenkt eine branchenübergreifende Fachmesse den Blick auf die Welt des Antrags. Spreng- und Bauanträge, das Antragsschnellgericht, visionäre Theaterkonzepte, Fachvorträge und Podiumsdiskussionen mit namhaften Experten reflektieren die Planbarkeit des Erfolgs.Das zehntägige Programm unter Beteiligung von Imran Ayata, Amelie Deuflhard, Adrienne Goehler, Bernadette La Hengst, Roman Johnson, Till Müller-Klug, Jens Roselt, David Spencer, Leopold von Verschuer, Álvaro García den Zúñiga und vielen mehr finden Sie auf der Homepage: www.mustermesse-berlin.de

Antragsteller/in Theaterdiscounter

Veranstaltungstermin 15. - 24. September 2006

Veranstaltungsort Theaterdiscounter, Monbijoustraße 1, 10117 Berlin

Förderbetrag 38.000 €

Internetseiten www.theaterdiscounter.de;

No-man's land

Berlin ist ein Literaturstandort von internationalem Rang. Während jedoch die Berliner Kunst-, Musik- und Klub-Szenen längst in aller Welt ein Begriff geworden sind, ist die einmalig vitale Berliner Literaturszene im Ausland kaum bekannt.

Die Berliner Autoreninitiative lauter niemand wurde 1994 zur Förderung unbekannter und meist jüngerer Autoren gegründet. In den wöchentlichen Sitzungen des allen Autoren offenen lauter niemand literaturlabors haben seitdem hunderte von Autoren aus allen Regionen Deutschlands und dem Ausland ihre Texte vorgestellt und mit dem Publikum und anderen Autoren diskutiert. Die dazugehörige Literaturzeitschrift lauter niemand könnte so einige der prägendsten Stimmen der jüngeren deutschen Literatur entdecken und veröffentlichen. Lauter niemand ist in dieser Zeit zu einem Netzwerk gewachsen, dass es ermöglicht für Lesungen und Veranstaltungen nicht nur auf Autoren unterschiedlicher geographischer und literarischer Herkunft, sondern auch auf junge Künstler, Musiker und Filmemacher zurückgreifen zu können. Seit kurzem ist lauter niemand auch eingetragener gemeinnütziger Verein.

 

Mit dem Projekt "no-man's-land" soll nun dieser in Berlin beheimatete vitale Teil der deutschen Literaturszene einer internationalen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Lauter niemand plant zum 10-jährigen Bestehen seiner Literaturzeitschrift im Oktober 2006 eine kostenlose Jubiläumsausgabe mit den interessantesten und bekanntesten hier erschienen Autoren, wie etwa Julia Frank, Tanja Dückers, Ron Winkler, Jan Wagner oder Hendrik Jackson: Entstehen soll somit eine repräsentative Anthologie junger deutschsprachiger Literatur.

Parallel dazu wird eine englische Version der Zeitschrift entstehen: "no-man's-land". Die Druckversion der Zeitschrift soll ein englischsprachiges Publikum in Berlin und ggf. über die Goethe-Institute und Germanistik-Fakultäten auch weltweit Leser erreichen. Online ist über dieses einmalige Zeitungsprojekt hinaus auch längerfristig mit internationalen Lesern und Autoren ein Forum für einen Dialog geplant, aus dem heraus neue Erkenntnisse, Projekte und Partnerschaften entstehen sollen.

Für die Erstellung von no-man`s land ist vor allem der Weg das Ziel. Im Zentrum steht die Zusammenarbeit zwischen deutschen Autoren und kongenialen englischsprachigen Kollegen, die ihre Texte übersetzen werden. Im lebendigen Dialog sollen praxisnah Schwierigkeiten und Möglichkeiten des Übersetzungsprozesses ausgelotet und dabei nach spezifischen Unterschieden im Umgang mit der Sprache geforscht und nach kreativen Lösungsansätzen gesucht werden. Die Abschlussveranstaltung wird die Ergebnisse dieses gemeinschaftlichen Prozesses auf unorthodoxe Weise präsentieren. Damit soll dem Fachpublikum eine willkommene Abwechslung geboten und ein am Schreib- und Übersetzungsvorgang interessiertes Publikum angesprochen werden.

Das Erscheinen der Zeitung "no-man's-land" wird mit einem Literaturfest gefeiert, bei dem ausgewählte Autoren mit Ihren Übersetzungspartnern Ihre Texte vorstellen. Egal welcher Herkunft soll damit englischsprachiges Publikum in Berlin angesprochen werden.

Über das Projekt "no-man's-land" soll das Netzwerk von lauter niemand über Kontakte vor Ort (z. B. englische Buchläden, Zeitschriften, kulturelle Institutionen) und durch verschiedene Aktivitäten und im Internet (z. B. Onlinezeitschrift, Diskussionsforum, Linkaustausch) international erweitert und damit der Kulturaustausch auf dem Gebiet der Literatur gefördert werden.

Der Name des Projektes "no-man's-land" ist im diesen Sinne sowohl Anspielung auf lauter niemand, als auch auf ein imaginäres Niemandsland zwischen den Sprachen und Kulturen, welches es zu erkunden gilt.

Antragsteller/in Lauter Niemand e.V.

Veranstaltungstermin Oktober - Dezember 2006

Veranstaltungsort Galerie der Künste

Förderbetrag 25.000 €

Kooperationen Literarisches Colloquium Berlin

Internetseiten www.lauter-niemand.de