12. Jewish Film Festival Berlin & Potsdam 2006

Das 12. Jewish Film Festivals Berlin & Potsdam steht diesmal unter dem Thema: TÖCHTER, TALMUD, TORE

 

Inspiriert wurden wir zu dieser Themenstellung durch drei aktuelle Anlässe: die Fußballweltmeisterschaft 2006, die Tatsache, dass es gelang, den ersten israelischen Spielfilm mit orthodoxen Juden und über sie zeigen zu können, sowie den zwölften „Geburtstag“ des Festivals – ein Alter, in dem jüdische Töchter ihre Bat Mizwa (vergleichbar mit der Einsegnung) feiern.

 

Mit einer Auswahl von ca. 20 Filmen, die überwiegend in Deutschlandpremieren laufen, wird wiederum das Beste vom jüdischen Film weltweit gezeigt.

 

Einen besonderen Schwerpunkt bildet diesmal der jüdische Film Frankreichs. Allein fünf Filme spiegeln nicht allein die große Filmkultur dieser Nation wider, sondern zeigen auch etwas von der Lebendigkeit und Vielfalt des Judentums unseres Nachbarlandes.

 

Zusammen mit den Filmen kommen Gäste nach Berlin: Regisseure, Darsteller, Protagonisten gezeigter Filme etc. Wiederholungen einzelner Filme im Filmmuseum Potsdam werden dem Festival auch über Berlin hinaus Beachtung bringen.

 

Ein Eröffnungskonzert am Mittwoch, 17. Mai um 20 Uhr im Berliner Ensemble präsentiert mit Roslyn Barak (San Francisco) und Jacob Mendelson (New York) zwei jüdische Kantoren von internationalem Renommee. (Am Klavier: Christoph Israel).

 

Die traditionelle Eröffnung mit dem französischen Erfolgsfilm THE FIRST TIME I WAS TWENTY (La première fois que j’ai eu 20 ans) findet dann am 18. Februar um 19 Uhr im Kino Arsenal statt wo auch die weiteren Filme zu sehen sein werden.

 

Das Festival steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Herrn Klaus Wowereit.

Antragsteller/in Jüdische Volkshochschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Veranstaltungstermin 17. - 31. Mai 2006

Veranstaltungsort Kino Arsenal, Filmmuseum Potsdam

Förderbetrag 85.000 €

Kooperationen Veranstalter sind die Jüdische Volkshochschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und die Freunde der Deutschen Kinemathek e. V. Unterstützt wird es vom Hauptstadtkulturfonds, der Bundeszentrale für Politische Bildung, dem Medienboard Berlin-Brandenburg und dem Bündnis für Demokratie und Toleranz.

Internetseiten www.jffb.de

Achtung Berlin - New Berlin Film Award

Die zweite Ausgabe von achtung berlin - new berlin film award wird vom 11. bis 17. Mai 2006 erneut im Hackesche Höfe Filmtheater stattfinden.

achtung berlin ist bereits im ersten Jahr seines Bestehens zu einer Marke geworden, die mit der Verknüpfung von Filmfestival und Branchenevent für die Vernetzung von klassischen und neuen Medienbranchen in der Hauptstadtregion steht.

 

Wettbewerbe:

Im Mittelpunkt des Filmfestivals stehen das Programm mit neuen Filmen aus Berlin und Brandenburg sowie das internationale Programm mit Filmen über Berlin und Brandenburg.

 

Retrospektive, Metropolenprogramm TransCities:

Darüber hinaus präsentiert achtung berlin – new berlin film award eine Retrospektive mit Berlinfilmen der DEFA sowie eine neue Programmreihe mit dem Titel ‚TransCities’, die in diesem Jahr mit der Städteachse Berlin-Budapest eröffnet wird.

 

Kinder- und Jugendfilme:

Ein Kinder- und Jugendfilmprogramm sowie zahlreiche Spezialprogramme runden das Festival ab.

 

media show case berlin brandenburg:

Der erfolgreiche Branchentag findet seine Fortsetzung in der neuen media show case berlin brandenburg: Junge, talentierte Akteure aus der Berliner und Brandenburger Film-, Spiele- und Musikbranche präsentieren neue audiovisuelle Formate und Inhalte an den Schnittstellen zwischen Film, Games und Musik.

 

Ziele:

Kreatives Potential der Hauptstadtregion

Mit new berlin film award und media show case berlin brandenburg fokussiert achtung berlin das kreative und wirtschaftliche Potential der Berlin-Brandenburger Medienbranche. achtung berlin macht dabei die Schnittstellen zwischen klassischen und neuen Medien sichtbar.

Filmemacher aus aller Welt

achtung berlin zeigt Berlin und Babelsberg als europäische Filmstädte und kreative Wirkungsstätten von Filmemachern aus der ganzen Welt.

Berlin- und Brandenburgfilme

achtung berlin macht sich stark für den „Berlinfilm“ bzw. „Brandenburgfilm“ als eigenes Dokumentar- und Spielfilmgenre, in dem Berlin-Brandenburg als Spiel- und Drehort die Hauptsrolle spielt.

 

Partner und Förderer:

achtung berlin - new berlin film award ist ein Projekt von achtung berlin e.V. in Kooperation mit dem Hackesche Höfe Filmtheater.

achtung berlin - new berlin film award wird gefördert durch die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH. Mit freundlicher Unterstützung durch den Hauptstadtkulturfonds und die DEFA-Stiftung.

achtung berlin – new berlin film award 2006 findet unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten von Brandenburg, Matthias Platzeck statt.

Antragsteller/in Achtung Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 11. - 17. Mai 2006

Veranstaltungsort Hackesche Höfe Filmtheater

Förderbetrag 25.000 €

Internetseiten www.achtungberlin.de

globale06 – das globalisierungskritische Filmfestival

Vom 09.- 16. März 2006 findet die dritte Ausgabe der globale statt. Als erstes globalisierungskritisches Filmfestival in Deutschland schafft und bedient die globale ein einmaliges Format zwischen regulärem Filmfestival und gesellschaftspolitischer, kritischer Selbstverständigung. Der Erfolg der beiden vorherigen Ausgaben zeigt, dass mit diesem Konzept ein vielfältiges Publikum und selbst die Schulen in Berlin erreicht werden. Hier treffen engagierte (Dokumentar-) Filme auf neugierige ZuschauerInnen, die sich für die sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Globalisierung interessieren. Schwerpunkte sind diesmal u.a. die Themen „Migration“, „Privatisierung“, „Neue/alte Arbeitsbedingungen“, „Überwachung und Lagersysteme“, „Alternative Medien“, „Balkan“, „China“ und „Indien“. Die Präsentation der ca. 80 Filme wird ergänzt durch Diskussionen mit kompetenten ReferentInnen, thematische Workshops und ein stark ausgebautes Angebot für SchülerInnen. Zudem möchten wir politischen FilmemacherInnen und VideoaktivistInnen eine Plattform für den gemeinsamen Austausch bieten. Die globale ist ein ehrenamtliches, basisdemokratisches Projekt, dass von AktivistInnen der sozialen Bewegungen, FilmstudentInnen, Frauengruppen, GewerkschafterInnen, filmbegeisterten BerlinerInnen, FilmemacherInnen, JournalistInnen und KinobetreiberInnen organisiert wird. Getragen wird das Programm auch von zahlreiche, teilweise internationale Kooperationspartnern und politischen Initiativen. Wie schon in den beiden Festivals zuvor wandert das Programm anschließend durch weitere Städte. Dafür liegen bereits über 40 Anfragen vor.

Antragsteller/in Globale Filmfestival, Ivo Garbe

Veranstaltungstermin 9. - 16. März 2006

Veranstaltungsort Kunst- und Kulturhaus ACUD

Förderbetrag 25.000 €

Internetseiten www.globale-filmfestival.de

West-Berlin 80er Jahre

Die über 30 Programme und Veranstaltungen umfassende Filmreihe WER SAGT DENN, DASS BETON NICHT BRENNT, HAST DU'S PROBIERT? zeigt Filme, die zwischen dem Ende der 1970er Jahre und der Öffnung der Mauer im November 1989 in West-Berlin entstanden sind. Filme aus und über West-Berlin in einer Zeit, in der über den Potsdamer Platz noch die Mauer lief und die Fahrt über die Stadtautobahn die große Freiheit bedeutete.

 

Das von der Bundesrepublik subventionierte "Schaufenster des Westens" war zu einer Insel für all diejenigen geworden, die sich fern von Konventionen und ohne ökonomischen Druck selbst erfahren und mit allen Mitteln ausdrücken wollten. Man verschrieb sich nicht länger der Weltrevolution, sondern drang auf die Verwirklichung alternativer Lebensformen. Zwischen Endzeitgefühl und Konsumverzicht, Anti-Reagan-Demos und Häuserkampf, Schwulsein und Queerness, Punk, New Wave und Drogen bildeten sich im grauen Westberliner Alltag unvergleichliche kulturelle und soziale Milieus. Im Spiel mit anderen Körperbildern spiegelte sich der Versuch, unterschiedliche Feminismen und indifferente Geschlechterrollen zu praktizieren.

 

Film und Kino, in welchem man ganze Nächte verbrachte, kam eine wichtige Rolle zu. Die Besonderheit des Lebens im Schatten der Mauer fand nicht nur in sozialkritischen Inhalten, ästhetischen Experimenten und grellen Inszenierungen, sondern auch in der Verwendung neuer Filmformate ihren Ausdruck: Anfang der 80er war vor allem Super-8 beliebt, um mit nur geringen Kosten unabhängige Filme zu produzieren, welche auf eigenen Festivals, in Bars und Cafes aufgeführt wurden. Gleichzeitig entstanden eine Vielzahl von Spielstätten in besetzten Häusern, die zusammen mit dem 1970 gegründeten Arsenal einen Gegenpol zur kommerziellen Kinolandschaft darstellten. Auch das Medium Video begann sich in den 80er Jahren zu verbreiten und wurde als Mittel zur politischen Arbeit genutzt. Videoproduktionen im Umkreis der dffb schöpften die Möglichkeiten analoger Bildbearbeitung aus, während andere Filme der sich ankündigenden Computerisierung der Welt mit Skepsis begegneten.

 

WER SAGT DENN, DASS BETON NICHT BRENNT, HAST DU'S PROBIERT? möchte die Auseinandersetzung mit dieser Epoche, die längst Retro- und Nostalgieeffekte auf sich zieht und dennoch in persönlichen Erinnerungen so nah erscheint, anhand der filmischen Werke führen. Es soll sichtbar werden, wie sehr sich soziale und künstlerische Prozesse durchdrangen und einmalige Synergien bildeten. Auch wird mit der Filmreihe ein Stück filmgeschichtlicher Aufarbeitung geleistet. Die KuratorInnen haben es sich zur Aufgabe gemacht, auf der Basis breitgefächerter Recherchen eine thematisch zugespitzte, doch nicht minder komplexe Auswahl zu treffen: von Kultklassikern bis zu Filmen, die seit 20 Jahren nicht mehr gezeigt wurden. Zahlreiche Publikumsgespräche mit FilmemacherInnen begleiten das Programm.

 

 

Die Programme im Kino Arsenal werden durch Vorführungen an für die 80er Jahre bedeutenden Orten wie dem Kino Eiszeit, dem Cafe M, dem Ex 'n' Pop und den Räumen des alten Arsenals in der Welserstraße ergänzt.

 

Die Filmreihe wurde kuratiert von Stefanie Schulte Strathaus und Florian Wüst.

 

Antragsteller/in Freunde der Deutschen Kinemathek e.V.

Veranstaltungstermin 8. Oktober bis 7. November 2006 Eröffnung: 8. Oktober 2006, 19.00h Grußwort: Dr. Elmar Weingarten (Kurator Hauptstadtkulturfonds) Es sprechen: Stefanie Schulte Strathaus, Florian Wüst Gesangs- und Slipeinlage Wolfgang Müller (Die Tödliche Doris) Kurzfilmprogramm Geld Brigitte Bühler, Dieter Hormel, BRD, Super-8, 1983, 4' Cut up Horst Markgraf, BRD, Super-8, 1984, 18' Musterhaft - das Ende, ein Intermezzo Michael Brynntrup, BRD, Super-8, 1985, 8' Bad Blood for the Vampyr Lysanne Thibodeau, BRD, Super-8, 1984, 22' In Anwesenheit der Filmemacher 21.00h OKAY OKAY. Der moderne Tanz Heiner Mühlenbrock, Christoph Dreher, BRD, 16mm, 1980, 90' Einführung: Diedrich Diederichsen Anschließend Diskussion mit den Filmemachern

Veranstaltungsort Kino Arsenal | Filmhaus am Potsdamer Platz | Potsdamer Straße 2 | 10785 Berlin

Förderbetrag 35.000 €

Internetseiten www.fdk-berlin.de