11DOCK11 - Reflexion und Spekulation

11DOCK11 - Reflexion und Spekulation

Ein besonderer Geburtstag mit 22 internationalen Choreographen

 

Am 23. August feiert das Dock 11 seinen elften Geburtstag, nicht in seinen Räumen in der Kastanienallee, Berlin Prenzlauer Berg, sondern in den leer stehenden Räumen der ehemaligen Garbáty-Fabrik in Berlin Pankow.

 

Dieser Raumwechsel erinnert an die Anfänge des Dock 11. Vor elf Jahren wurde ein leer stehendes Gebäude in der Kastanienallee bezogen. Die Garbáty-Fabrik steht für eine mögliche Zukunft des Dock 11.

 

Das Konzept der Geburtstagsfeier 11Dock11 stammt von Matthias Böttger, Max Schumacher und Hiroko Tanahashi vom interdisziplinären Netzwerk post theater [new york / berlin]. Es sieht zwei unterschiedliche künstlerische Interventionen vor: „Reflexion“, eine Tanzperformance aus elf Einzelstücken, die sich mit der Geschichte des Dock11 auseinandersetzt. Die Zuschauer erleben die Arbeiten als eine Tour. „Spekulation“ ist eine Medieninstallation in einer zentralen Lounge, die Visionen von der Zukunft des Tanzes im Allgemeinen anstellt – ebenfalls mit elf choreographischen Positionen.

 

Reflexion mit: Felix Ruckert, Nino Sandow, Yuko Kaseki, Sven Seeger, Martin Stiefermann, Arthur Kuggeleyn, Marco Antonio Queiroz, Tomi Paasonen, Nir de Wolf, Alex B., Maya Lipsker, u.a.

 

Spekulation mit: Riki von Falken, Thomas Langkau, Kazue Ikeda, Maren Strack, Mata Sakka, Cathrine Jodoin, Mathieu Burner, Christian Meyer, Nabih Amaroui, Clint Lutes, Eva Meyer-Keller, Johanna Elisa Lemke, Yeri Anarika, u.a.

Antragsteller/in Dock 11 e.V., Kirsten Seeligmüller und Wibke Janssen

Veranstaltungstermin 23. August 2005

Veranstaltungsort Garbaty-Fabrik, Berliner Str. 123-125, 13187 Berlin-Pankow

Förderbetrag 39.000 €

Internetseiten www.dock11-berlin.dewww.posttheater.com

Bob (Bob original body)

Jeder hängt an einer täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Infusion, deren Inhalt den Alltag begleitet und ihm einen Rhythmus gibt. Wir leben, lachen, weinen mit unseren Serienhelden. Wir erschaffen uns eine neue Serienwelt, sobald die andere zu Ende ist. Die Performance BOB (Bob Original Body) ist eine Serie von vier aufeinander folgenden Episoden. Von Folge zu Folge wird man tiefer in die Welt von BOB gezogen. Und es stellt sich schließlich die Frage: Wer oder Was ist BOB?

 

Konzept & Inszenierung › Lupita Pulpo (Ayara Hernández, Felix Marchand)

Tanz & Choreographie › Kay Grothusen, Ayara Hernández, Felix Marchand, Ji-Hyun Youn

Gäste & Mitarbeit › Martin Clausen, Paula Giuria, Lucia Glass,

Martin Nachbar,

Musik › Peter Memmer

Lichtdesign › Benjamin Schälike

 

"Kann eigentlich jeder Bob sein? Gute Frage! Aber das Geheimnis

von Bob wird erst in der letzten Folge gelüftet."

Der Tagesspiegel, Ticket, 30.12.2004

 

"Der Protagonist hat sein Gedächtnis verloren, die eigentliche

Handlung muss also rückwärts wieder aufgerollt werden. Neben

den fünf Performern im Hauptcast, die jeweils einzelne Abschnitte

choreografieren, tragen als Gäste Szenenstars wie Martin Nachbar und Martin Clausen zur Klärung der Sachlage bei.(...)" Zitty, 1/2005

Antragsteller/in Lupita Pulpo und Felix Marchand

Veranstaltungstermin 2. - 14. Januar 2005

Veranstaltungsort Tanztage Berlin, Sophiensaele

Förderbetrag 25.000 €

Internetseiten www.sophiensaele.de

Borderless Split Brain

"Borderless Split Brain" ist eine Forschungsreise in das Bewusstsein des Menschen, das sich aufspaltet in logische Gedankengänge und unlogische Assoziationssprünge, die wie Ebbe und Flut kommen und gehen und wie ein flüchtiger Traum unser tägliches Sein durchweben.

Minako Seki, die in den achtziger Jahren in Deutschland Butoh-Tanz bekannt machte, verbindet asiatische Formen des Tanzes mit modernem westlichen Tanztheater. In Anlehnung zu einer Geschichte von Stanislaw Lem ist "Borderless Split Brain" ein Stück zwischen links und rechts, zwischen Osten und Westen. Es ist ein Stück, wo Tanzsysteme miteinander ringen:

<< Niemand kann sich in meine Lage einfühlen. Das ist unmöglich. Ich kann nicht einmal behaupten, dass es meiner zwei gibt, denn wenn man es richtig bedenkt, ist auch das nicht wahr. Es gibt meiner zwei, das heißt geteilt bin ich nur teilweise, weil ich es nicht in jeder Situation bin. Schreiben kann ich mit großer Mühe, ich tippe nur mit der rechten Hand, die linke musste ich an die Stuhllehne binden, weil sie dagegen war. Sie riss das Papier aus der Maschine, ließ sich durch keine Argumente beschwichtigen, und beim Festbinden schlug sie mir ein Auge blau. Das ist eine Folge der Verdoppelung. Die rechte Hand wird von der linken Hemisphäre des Gehirns gelenkt. Die rechte Hemisphäre aber hat etwas dagegen, was daraus zu schließen ist, dass sie mich am Tippen stört. Das ist schrecklich verwirrend. Ich kann nicht sagen, dass ich etwas bin oder tue, sondern bloß meine linke Gehirnhälfte. Mit der zweiten muss ich Kompromisse schließen, obwohl sie aggressiv, vulgär und arrogant ist. Aber ich kann doch nicht ewig mit einer angebundenen Hand dasitzen....>>

Aus "Die Verdoppelung" von Stanislaw Lem

 

mit: Minako Seki (Tanz und Regie), Jasmine Morand (Tanz), Martina Heim (Tanz),

André M. Schober (Tanz), Alexander Sieber (Tanz)

Zam Johnson (Musik und Komposition), Mido Kawamura (Kostümbild),

Henrik Ahr (Bühnenbild), Uwe Renken (Lichtdesign), Nils Willers (Produktionsleitung)

 

1.Woche: Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, 12049 Berlin, Vorbestellung: 030-6097700

2.Woche: Ballhaus Naunynstr. 27, 10997 Berlin, Vorbestellung: 030-902986644

Antragsteller/in Minako Seki

Veranstaltungstermin 13. - 24. April 2005

Veranstaltungsort Werkstatt der Kulturen

Förderbetrag 35.000 €

Internetseiten www.borderless-spl...t-brain.infowww.minakoseki.comwww.werkstatt-der-kulturen.de

Foi - Glaube (Wiederaufnahme)

2003 hat der Hauptstadtkulturfonds das Projekt „Foi“ gefördert. Aufgrund der guten Publikumsresonanz unterstützt der Hauptstadtkulturfonds nun die Wiederaufnahme.

 

“Foi” (Glaube) ist eine Kooperation von Sidi Larbi Cherkaoui (Les Ballets C. de la B.) und Dirk Snelling (Capilla Flamenca).

Gemeinsam hat das Ensemble das Stück als Verschmelzung und Zusammenprall von Tanz, Bewegung, Musik, Lied und Sprache erarbeitet, deren Ergebnis eine Art mittelalterlich / zeitgenössische Oper ist.

 

Sidi Larbi Cherkaoui avancierte in den letzten Jahren zum Kometen der internationalen Tanzszene. In Monaco wurde er mit dem Nijinsky-Award zum bedeutendsten Nachwuchschoreographen gekürt. »Foi« (Glaube) entstand 2003 durch Projektmittel des Hauptstadtkulturfonds in Koproduktion mit der Schaubühne und kehrt nun nach zweijähriger Welttournee, u.a. Brüssel, Rotterdam, Paris, Rom, Sevilla, Lissabon, London, Stockholm, Hongkong, Seoul, Montréal, Wellington und Zagreb, noch einmal nach Berlin zurück. Das Stück wurde in der Kritikerumfrage der Zeitschrift »ballettanz« zur Produktion des Jahres 2003 gewählt und mit dem Internationalen movimentos Tanzpreis ausgezeichnet. »Foi« verbindet zeitgenössischen Tanz mit Alter Musik, interpretiert von der Capilla Flamenca.

Antragsteller/in Compagnie Sasha Waltz & Guests

Veranstaltungstermin 12. - 15. Mai 2005

Veranstaltungsort Schaubühne am Lehniner Platz

Förderbetrag 40.000 €

Internetseiten www.sashawaltz.de

Haus / Home

Eine Tanz-Performance von Kazue Ikeda und post theater [new york / berlin / tokyo]

 

“Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.”

(Rainer Maria Rilke)

 

Choreographie / künstlerische Leitung: Kazue Ikeda

Tänzer: Joris Camelin, Jorgos Fokianos, Adalisa Menghini, Kazue Ikeda

Musik: Matthias Herrmann

Architektur: ON architektur, Christian Fuchs

Licht: Andre Scholz

Video-Kunst / Installation: Hiroko Tanahashi*

Kostüme: Christophe Linéré

Dramaturgie / Konzept: Max Schumacher*

* post theater [new york / berlin / tokyo]

 

 

Nachdem Kazue Ikeda und post theater 2005, unabhängig voneinander, mit multi-medialen Tanzperformances Teil des „Deutschland-in-Japan“ Programmes des Goethe Institutes waren, präsentieren sie nun erstmalig gemeinsam ein abendfüllendes Stück.

 

Die aus Japan stammende Kazue Ikeda erforscht in „haus/home“ gemeinsam mit einem international besetzten Ensemble, das wie sie selbst das alte Zuhause aufgegeben und in Berlin ein neues gefunden hat, existentielle Fragen zur Vorstellung von Zuhause, Heimat und Häusern. Ikeda, die über sich selbst sagt, dass sie kein Zuhause im herkömmlichen Sinne mehr besitzt, sondern ihres in sich trägt, und es - solange die Anbindung an dieses innere Zuhause besteht- überall im Außen finden kann, beschäftigt sich mit der Frage, was Menschen Geborgenheit gibt, was Orientierung schafft und wann man irgendwo wirklich Zuhause ist.

 

Spielort von „haus/home“ ist Karl-Friedrich Schinkels einem antiken Tempel nachempfundene evangelische Elisabethkirche (1835), die heute sowohl in ihrer sakralen Funktion als auch als Kulturort genutzt wird. Uns vertrauten Sub-Einheiten klerikaler Architektur nach dem Haus-im-Haus Prinzip, wie Kanzel, Baldachin oder – in katholischen Kirchen – Beichtstuhl, steht hier eine von post theater und dem Architekten Christian Fuchs entwickelte Medieninstallation, das „per_vilion“ gegenüber. Das "per_vilion", ein Hybrid zwischen Lounge, Pavillon und Medieninstallation funktioniert wie ein Periskop. Wer das "per_vilion" betritt, wird Teil eines Videobildes. Das „per_vilion“ ist zugleich Versteck und Überwachungsraum, es bietet Geborgenheit und stellt bloß, an ihm lassen sich Qualitäten von Haus und Heimat überprüfen.

 

Das "per_vilion" ist, nachdem es 2004 im landschaftlich romantischen Umfeld von Groß Leuten im Rahmen des Rohkunstbau Festival geladenen Künstlern als Ausgangspunkt ihrer Überlegungen zum Thema Land/Natur diente, erstmals Teil eines abendfüllenden Stückes.

 

Matthias Herrmann (Musik) begleitet den Abend live. Die Video-Kunst für „haus/home“ kreierte Hiroko Tanahashi. Dramaturgie / Konzept von Max Schumacher.

 

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung am 1.Juni

Antragsteller/in Kazue Ikeda

Veranstaltungstermin 30. Mai und 1. bis 4. Juni 2006

Veranstaltungsort St. Elisabeth-Kirche (Invalidenstr.3)

Förderbetrag 28.000 €

HELLA! HELLE! (Der Ofen! Die Hitze!)

Zwei Meteopathen sitzen in einem Raum, der von der Hitze transformiert wird.

Die Formen schmelzen, die Düfte kondensieren, die Farben verblassen und die Geräusche werden gedämpft. Das Atmen stirbt in der vibrierenden, flimmernden und flirrenden Luft. Die zwei geben sich der Hitze hin, die ihre Körper und ihre Identität verändert. Ihre Zeit wird knapp, weil die Hitze schnell zunimmt. Sie dehnen sich zwischen den Schichten der Wärme. Sie beginnen die Hitze selbst zu aktivieren und zu formen. Sie warten feurig-fiebrig auf eine Katastrophe, die eigentlich schon in ihnen geschieht.

 

TRAVA interessiert, wie Hitze den Körper und Geist beeinflusst. Wie reagiert der Körper, wenn Wärme zur Anstrengung wird, wenn wir nicht mehr über Wärme sprechen sondern über Hitze stöhnen.

 

Hitze ist verführerisch und gefährlich, und es gibt kein Entkommen. Sie wirkt zerstörerisch auf unsere Träume und Erinnerungen.

Antragsteller/in TRAVA GbR

Veranstaltungstermin 30. Juni - 4. Juli 2005

Veranstaltungsort Sophiensaele, Festsaal

Förderbetrag 19.600 €

Internetseiten www.sophiensaele.comwww.tanztage.de

Letters From Tentland

Helena Waldmanns "Letters from Tentland" ist die erste Produktion einer westlichen Choreografin, die je in Teheran inszeniert und dann auf dem dortigen internationalen Fadjr-Theater-Festival gezeigt wurde. Im Januar 2005 mit sechs Performerinnen aus der 15-Millionen-Stadturaufgeführt, reist das Stück durch ganz Europa und stößt bei Publikum und Kritik auf begeisterte Resonanz.

 

Verhüllt von Zelten erzählen die Frauen von ihrem komplizierten, traurigen und komischen Leben zwischen äußerer Unsichtbarkeit und innerer Freiheit. In einer präzisen Choreografie aus Licht, Musik, Video und Text entwickeln die in Zelten verhüllten Frauen ein so starkes Eigenleben, dass sie westliche Vorurteile und allzu einfache Betrachtungsweisen auf den Kopf stellen. Die Zelte sind gleichsam zu Umschlägen gefaltete "Letters", Botschaften aus Tentland, die so klug analysierend wie sinnlich auf die Befreiung von jeglicher Voreingenommenheit zielen.

 

Die renommierte Berliner Choreografin und Regisseurin Helena Waldmann, die im Grenzbereich zwischen Theater, Tanz und den Kulturen inszeniert, durchbricht in "Letters from Tentland" auf faszinierende Art und Weise die nur komfortablen Erwartungen: Wir sind eben nicht nur Beobachter; auch wir stehen unter Beobachtung. Und werden eingeladen zu einer Tasse Tee mit den Performerinnen Zohreh Aghalou, Pantea Bahram, Mahshad Mokhberi, Banafsheh Nejati, Sara Reyhani und Sima Tirandaz

Antragsteller/in Helena Waldmann

Veranstaltungstermin 18. + 19. Oktober 2005

Veranstaltungsort Schaubühne am Lehniner Platz

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Goethe Institut Dramatic Arts Centre Teheran

Internetseiten www.lettersfromtentland.com

Move Berlim - Festival des zeitgenössischen brasilianischen Tanzes

move berlim 2003 brachte Berlin zum Tanzen und Staunen. Dieses erste Festival des zeitgenössischen brasilianischen Tanzes widmete sich der Vielfalt und Wurzeln dieser jungen, vitalen Tanzszene abseits der großen Zentren und verdeutlichte das Wiedererstarken dieser Kulturnation nach den Jahren der Militärdiktatur.

 

Quasar Companhia de Dança: Coreografia para ouvir - Dialog von brasilianischer Popmusik und dem körperlichen Ausdruck von Stadtmenschen (4./5.4., 20 Uhr, Theater am Halleschen Ufer TaHU)

 

Ivani Santana: Corpo aberto - das Solo entwickelt sich durch die Beziehung zwischen organischem Körper und technologischen Medien (7./8.4., 20 Uhr, TaHU)

 

Viladança: CO2 - Cinco sentidos e um pouco de miragem - Choreografie des Alltags mit einem 216 m3 großen Netzkubus (9./10.4., 20 Uhr, Hebbel-Theater)

 

Grupo Cena 11 Cia. de Dança: Violencia - Reflexion über Gewalt und Mediendarstellung (11.-13.4., 20 Uhr, TaHU)

 

Antonio Nóbrega: Figural - das Solo zeigt die Seele Nordostbrasiliens. (12./13.4., 20 Uhr, Hebbel-Theater)

 

Grupo Seráquê?: Quilombos urbanos - Moderner Tanz, Break Dance, Capoeira, Percussion, Poesie, Rap und Live Graffiti. (16./17.4., 20 Uhr, TaHU)

Antragsteller/in Wagner Carvalho

Veranstaltungsort HAU

Förderbetrag 200.000 €

Kooperationen Ministério da Cultura, Brasilianisches Kulturministerium Goethe-Institut

Internetseiten www.moveberlim.de

Politische Körper - Die Aufbrüche des zeitgenössischen Tanzes

Politische Körper.

Die Aufbrüche des zeitgenössischen Tanzes.

Programmreihe 2008 / 2009

 

In der Moderne geht die Geschichte des zeitgenössi-schen Tanzes einher mit der Neuentdeckung des Kör-pers als Projektionsfläche politischer und sozialer Struk-turen, als Medium eines künstlerischen Widerstands. Diese künstlerischen und gesellschaftspolitischen Ent-wicklungen wirken bis in die aktuellen Aufführungen des zeitgenössischen Tanzes hinein, sind aber in ihren Ur-sprüngen aus dem Bewußtsein gerückt. Die Reihe »Poli-tische Körper« lenkt den Blick auf dieses »lebendige Gedächtnis« und stellt Künstlerpersönlichkeiten vor, die in gesellschaftlichen Umbruchsituationen eine neue Tanzsprache geschaffen haben. Viele von ihnen sind der Akademie der Künste als Mitglieder oder durch ihr Archiv verbunden; ihr Werk ist in sehr komplexer Weise als Triebkraft neuer Entwicklungen des Tanzes präsent. Nach dem Auftakt mit Susanne Linke werden Veranstal-tungen zu Gerhard Bohner, Reinhild Hoffmann, Arila Siegert, Maja Plisetskaja, VA Wölfl, William Forsythe, Pina Bausch und Alain Platel die Reihe künstlerischer und diskursiver Begegnungen fortsetzen.

 

 

Antragsteller/in Aklademie der Künste

Veranstaltungstermin 25. bis 27. September 2008 25. September 2008 Gerhard Bohner. »SOS«20.00 Uhr, Pariser Platz Black Box Tanzcompagnie Rubato (Jutta Hell, Dieter Baumann), Sprecher: Jürgen Holtz, Musik: Ronald Steckel. € 12/6 -------------------------------------------------------------------------------- Tanzveranstaltung 26. September 2008 Gerhard Bohner.18.30 Uhr, Hanseatenweg Studio 18.30 Uhr: Vortrag Johannes Odenthal. Eintritt frei. 20 Uhr: »Im (Goldenen) Schnitt I«. Cesc Gelabert tanzt ein Solo von Gerhard Bohner. € 12/6. 21 Uhr: Podiumsgespräch. Eintritt frei -------------------------------------------------------------------------------- Tanz-Performance 26. September 2008 Gerhard Bohner. »SOS« 22.00 Uhr, Hanseatenweg Studio Tanzcompagnie Rubato (Jutta Hell, Dieter Baumann), Sprecher: Jürgen Holtz, Musik: Ronald Steckel. € 12/6 -------------------------------------------------------------------------------- Tanzveranstaltung 27. September 2008 Gerhard Bohner.15.00 Uhr, Hanseatenweg 15 Uhr: Filmlecture 18 Uhr: Podiumsgespräch. Eintritt frei. 20 Uhr: »Im (Goldenen) Schnitt I«. Cesc Gelabert tanzt ein Solo von Gerhard Bohner. € 12/6 2008 / 2009 14. / 15. / 22. Juni 2008 Susanne Linke 25. / 26. / 27. September 2009 Pariser Platz und Hanseatenweg Gerhard Bohner. Mit Tanzcompagnie Rubato, Cesc Gelabert u.a. 15. Januar bis 8. Februar 2009 Hanseatenweg Reinhild Hoffmann, Ausstellung und Performances Februar / März 2009 Maja Plissetskaja Archivausstellung und Workshop des Staatsballetts Frühjahr 2009 Arila Siegert u.a.

Veranstaltungsort Akademie der Künste

Förderbetrag 220.000 €

Internetseiten www.adk.de

Sasha Waltz & Guests Projektförderung 2005

Sasha Waltz & Guests ist keine zeitgenössische Tanzcompany - im herkömmlichen Sinne. 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet, haben seitdem über 150 Künstler - Architekten, Bildende Künstler, Choreographen, Filmemacher, Musiker, Schauspieler und Tänzer - aus 25 Ländern in über 30 Produktionen, Dialoge- Projekten und Filmen als »guests« mitgewirkt. Der Kern der kontinuierlichen Mitarbeiter ist mittlerweile auf 42 Personen angewachsen. Das aktive Repertoire umfasst 16 mittel- und großformatige Stücke. Mit weltweit 140 Vorstellungen pro Jahr stellen Sasha Waltz & Guests eines der erfolgreichsten internationalen Kulturunternehmen dar. Durch die Gründung der Sophiensæle im Jahre 1996 wurde darüberhinaus eine bedeutende europäische Produktionsstätte für freies Theater in Berlin etabliert. In der Zeit von 1999–2004 konzentrierte sich die Arbeit von Sasha Waltz und Jochen Sandig auf die Künstlerische Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz, mit der die wieder aktivierte Company seit 2005 in Form einer

Kooperation weiter in Verbindung steht. Auftakt für den Neustart in die Unabhängigkeit war das Opern-Projekt »Dido & Aeneas« im Februar 2005. Im August 2005 präsentierten Sasha Waltz & Guests sechs Produktionen an so unterschiedlichen Orten wie der St. Elisabeth-Kirche, der St. Johannes-Evangelist-Kirche, der Villa Elisabeth, den Sophiensælen und der Staatsoper Unter den Linden.

Antragsteller/in Compagnie Sasha Waltz & Guests

Veranstaltungstermin Paper Doll 29. April - 7. Mai 2005 under 5. - 14. August 2005 Don't we 19. - 21. August 2005 Lawn 25. - 28. August 2005 89 seconds at Alcázar 20. September - 3. Oktober 2005

Veranstaltungsort Verschiedene Veranstaltungsorte in Berlin, u.a. Schaubühne am Lehniner Platz, Villa Elisabeth, St. Johannes-Evangelist-Kirche, Sophiensaele

Förderbetrag 575.000 €

Internetseiten www.sashawaltz.de

Eve Sussmann - 89 seconds at Alcázar

subtitles

Die beiden Choreografen Christina Ciupke und Nik Haffner bewegen sich in ihren jeweils eigenen choreografischen Arbeiten an der Grenze zu anderen Medien. Ihr erstes gemeinsam entwickeltes Stück "Subtitles" ist eine dialogische Begegnung, bei der sie sich wechselseitig Sprache und Bewegung zuspielen. Er fordert sie zu einer Handlung auf. Sie kommt näher und bleibt dicht neben ihm stehen. Sie berührt langsam ihre Hände, aber er bemerkt es nicht und fragt weiter. An anderer Stelle gerät er aus dem Bild. Einiges davon geht in der Übersetzung verloren, während anderes unerwartet hinzukommt. Im Subtext der Szenen offenbart sich die Ambivalenz ihrer Verhandlung. In den Lücken und Verschiebungen des ausgelassenen und nachträglichen Verstehens entsteht und entgleitet der Sinn. Eine Produktion von Christina Ciupke und Nik Haffner in Koproduktion mit dem HAU, dem Centre National de la Danse Paris (Pantin).

Performance : Christina Ciupke und Nik Haffner

Übersetzung: Pirkko Husemann

Produktionsleitung: Maja Polk

Technik: Chrsitof Debler

Dramaturgische Begleitung: Silke Bake, Claudia Bosse, Frauke Havemann, Pirkko Husemann, Astrid Sommer

Antragsteller/in Christina Ciupke

Veranstaltungstermin 18. - 20. April 2006 jeweils 20.00h und 22.00h

Veranstaltungsort HAU 3

Förderbetrag 33.000 €

Kooperationen Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin, den Fonds Darstellende Künste e.V. und das Goethe-Institut Paris. Mit Unterstützung des centro de creación l'animal a l'esquena, Celrá.

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.de

Tanz im August 2005

TANZ IM AUGUST

INTERNATIONALES TANZFEST BERLIN

 

Auch 2005 ist TANZ IM AUGUST Treffpunkt für internationale Tanz- und Performancekunst. Das Festival nutzt in diesem Jahr mehr als 10 Bühnen, dazu open-air-Orte und das Kino Arsenal. Besonderes Augenmerk haben wir in diesem Jahr auf die Auseinandersetzung und Interaktion zwischen zeitgenössischem und klassischem Tanz gelegt.

 

Die Offenheit des neu gegründeten Staatsballetts Berlin gab uns die Möglichkeit zu einer besonderen Begegnung zwischen beiden "Welten" unter dem Titel "4D" am 21. August in der Staatsoper Unter den Linden, aber auch die Arbeiten von Julia Cima, Olga de Soto und Marie Chouinard sind Beispiele für diese Auseinandersetzung.

 

Zweiter Programmschwerpunkt in diesem Jahr sind installative Raumkonzepte, wie sie sich zum Beispiel in YOU MADE ME A MONSTER von William Forsythe, Maguy Marins UMWELT oder bei OHNE TITEL finden.

 

Auch die beiden großen in Berlin arbeitenden Compagnien Meg Stuart / Damaged Goods und Sasha Waltz & Guests sind im Festival vertreten, und zwar nicht nur mit Projekten der beiden Choreografinnen, sondern auch durch Stücke von Mitgliedern dieser Compagnien: Gaëtan Bulourde und Luc Dunberry.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ulrike Becker. Matthias Lilienthal. Bettina Masuch. André Thériault.

 

 

 

KARTEN

HAU2 bis 31 JUL täglich 16-19h, vom 1 AUG täglich 12-19h

Tel. +49 30 259 004 27

 

Podewils'sches Palais ab 11 JUL täglich 12-19h

Tel. +49 30 247 49 777

 

Karten erhalten Sie auch an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Abendkasse jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

 

Karten für die Staatsopernprogramme auch erhältlich bei

Kasse Staatsoper Unter den Linden

bis 24 JUL, ab 15 AUG Mo-Fr 12-19h, Sa + So 14-19h

Tel. +49 30 20 35 45 55

 

Karten für das Kinoprogramm nur im Kino Arsenal.

Tel. +49 30 26 95 51 00

 

Festivalticket 130 EURO ERM.90 EURO

Gültig für 10 Festivalvorstellungen nach Wahl, max. 2 Karten pro Vorstellung (mit Ausnahme der Staatsopern-Programme)

Antragsteller/in BKV-GmbH/TanzWerkstatt Berlin, HAU

Veranstaltungstermin 11. - 30. August 2005

Veranstaltungsort verschiedene Bühnen in Berlin

Förderbetrag 400.000 €

Internetseiten www.tanzimaugust.de

Pressestimmen

Translating Acts

Tanz- und Performanceprogramm im Rahmen der Veranstaltungsreihen 'Über Schönheit' und 'In Transit' am Haus der Kulturen der Welt

 

Das Programm zeigt die Ergebnisse internationaler Begegnungen. Tänzer und Choreografen aus Berlin, China, Japan und Indien führen einen Dialog über den Begriff der Schönheit mit den Mitteln von Körpersprache und Choreografie.

 

Es geht um die Frage, wie sehr Schönheit eine kulturell gebundene Kategorie ist und wie sich Schönheit über Kulturen hinweg transportieren lässt oder gerade erst durch die Fremdheit zur Kategorie wird. Im Zentrum des Austauschprojektes stehen die Choreografen und Tänzerpersönlichkeiten Akira Kasai (Japan), Jin Xing (Shanghai), Yumiko Yoshioka (Japan/Deutschland) und Padmini Chettur (Indien) sowie Susanne Linke, Sasha Waltz, Dieter Baumann und Jutta Hell. Das Projekt verbindet Workshop, Produktion, Uraufführungen und ästhetische Reflexionen.

 

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die vom Hauptstadtkulturfonds unterstützte Koproduktion "Shanghai Beauty", ein Tanzstück für 14 Tänzer des "Jin Xing Dance Theatre", Shanghai und Mitgliedern der Berliner Tanzcompagnie RUBATO nun auf Welttournee geht! An folgenden Orten werden sie auftreten:

 

Shanghai, „Shanghai Dance Festival 13. – 15. March 2006

 

Steps # 10, International Swiss Dance Festival 27. April – 16. May

 

Zürich, MAAG Halle, 27./29. April

 

Zug, Theater Casino - 02. May

 

Monthey, Théâtre du Crochetan - 04. May

 

Lausanne, Salle Métropole - 06./07. May

 

Bern, Dampfzentrale - 09./10. May

 

Winterthur, Theater am Stadtgarten - 12./13. May

 

Luzern, Luzernertheater - 14. May

 

Basel, Theater Basel grosse Bühne - 16. May

 

Singapore, “Singapore Arts Festival” - 06./07. June

 

Antragsteller/in Kulturveranstaltungen des Bundes GmbH - Haus der Kulturen der Welt

Veranstaltungstermin 20. März - 14. April 2005

Veranstaltungsort Haus der Kulturen der Welt

Förderbetrag 200.000 €

Internetseiten www.ueber-beauty.comwww.hkw.de

YOU MADE ME A MONSTER

Eine Performance-Installation von William Forsythe

 

Mit seinem neuen Projekt YOU MADE ME A MONSTER bewegt sich William Forsythe zwischen Installation, Performance und Klang-Environment.

 

„Vielgestaltige, groteske skelettartige Gebilde, die von Zuschauern wie Darstellern gleichermaßen konstruiert werden, füllen den Performance-Raum. Diese Gebilde dienen als Partitur, die die verfremdeten Stimmen der Darsteller durch eine komplexe, rasch aufsteigende Matrix der Trauer führt.“ (William Forsythe)

Antragsteller/in Compagnie William Forsythe

Veranstaltungstermin 25. - 28. August 2005

Veranstaltungsort Haus der Berliner Festspiele

Förderbetrag 25.000 €

Kooperationen In Koproduktion mit La Biennale di Venezia und Tanz im August 2005 – Internationales Tanzfest Berlin. In Zusammenarbeit mit den Berliner Festspielen.

Internetseiten www.tanzimaugust.de