7hours Haus 19

Haus 19 series 2005 – 2007

 

Film Installation Text Klang

 

1. Saison 9/2005 – Sommer 2006

 

Pia Maria Martin | Jimmie Durham | Filip van Dingenen | Jårg Geismar | Rick Buckley | Jethro Volders und Joseph Jessen | Sonja Alhäuser | Chris Newman | Hans Jürgen Syberberg | klangfest: Chiyoko Szlavnics, Klaus Lang (Änderungen vorbehalten) | Kuratorin: Christiane Grüß | Mitarbeit: Maria Araya | Technische Leitung und Beleuchtung: Jörg Neumann | DANK AN ULRICH ROSENOW

 

 

7hours HAUS 19 #1: Pia Maria Martin

ZUM APPELL!

Kamera paper Blattmacher

3. – 30. September 2005

 

7hours HAUS 19 #2: Jimmie Durham

come solide, come escape

7. Oktober - 4. November 2005

 

7hours HAUS 19 #3: Filip van Dingenen

Bobby's Heaven

12. November - 27. November 2005

 

7hours HAUS 19 #4: Järg Geismar

By feet

2. Dezember 2005 - 6. Januar 2006

 

7hours HAUS 19 #5: Rick Buckley

Cowshed / Blakian Shack

25. März - 22. April 2006

 

7hours HAUS 19 #6: Chris Newman

Home installation

6. Mai - 17. Juni 2006

 

7hours HAUS 19 # 7: 6 Konzerte Juni - Juli 2006

Götz Teutsch; Chiyoko Szlavnivs; Klaus Lang, Howard Skempton, Claudia Sgarbi u.a.

Antragsteller/in 7hours, Christiane Grüß

Veranstaltungstermin 7hours #7: 6 KONZERTE Juni - Juli 2006 Dauer der Reihe insges.: September 2005 - Dezember 2006

Veranstaltungsort 7hours HAUS 19 c/o Humboldt-Universität zu Berlin, CAMPUS NORD, Haus 19, EINGANG 1: Philippstraße 13, EINGANG 2: Reinhardtstraße 4

Förderbetrag 50.000 €

Internetseiten www.7hours.com

7hours #7: 6 Konzerte Juni - Juli 2006

Backjumps - the live issue 02

Backjumps ­ The Live Issue #2

Urbane Kommunikation und Ästhetik

 

Ausstellung, Veranstaltungen und Außenraum

 

Street Art entsteht und entwickelt sich auf den Straßen der Städte. Als Phänomen prägt es die Stadtlandschaften der Welt. An ihren Ausformungen und Verbreitungen scheiden sich die Geister. Jenseits der Kriminalisierungen und der aktuellen Gesetzesverschärfungen werden jedoch selten die kulturellen, gesellschaftlichen und künstlerischen Dimensionen und Entwicklungen von Street Art reflektiert.

 

Backjumps The Live Issue #2 möchte nach dem großen Erfolg von 2003 zum zweiten Mal einen Rahmen in Berlin schaffen, um aktuelle Weiterentwicklungen und interdisziplinäre Schnittstellen von Street Art, Aerosol-Kultur und HipHop zu präsentieren. Ziel ist es, einem breitem Publikum und der jungen Szene zu zeigen, in welchen zeitgenössischen Verzweigungen und Variationen Street Art international gedacht, gelebt und weiterentwickelt wird.

 

Backjumps ­ The Live Issue #2 geht 2005 einen Schritt weiter. Diesmal wird nicht nur der Ausstellungsraum zu einer Live-Ausgabe des Magazins. Für den Zeitraum von 2 Monaten wird die Stadt stärker in das Projekt mit eingebunden und so zu einem lebendigen Magazin. Mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien als zentralem Ausstellungsort mit über 1.000 qm werden parallel zum Art Forum und Kunstherbst über 40 internationale Street Art KünstlerInnen von New York bis São Paulo ihre Arbeiten in Berlin ausstellen. Ganze Fassaden werden von KünstlerInnen bespielt. Dezentralisierte Ausstellungsräume und die "City of Names", eine "Stadt aus Holz", auf dem Mariannenplatz erweitern das Spektrum. Workshops, Spaziergänge und eine Stadtkarte zur Ausstellung sollen die BewohnerInnen und BesucherInnen durch die "Magazinseiten" der Stadt führen und animieren, ihre Stadt mit offenen Augen zu erkunden.

Die Mixtur aus bekannten KünstlerInnen und neu dazu gewonnenen AkteurInnen ermöglicht es, eine qualifizierte Auseinandersetzung über aktuelle Tendenzen und Entwicklungen von Street Art zu führen.

 

In dem Projekt "City of Names" der Initiative Jazzstylecorner e.V. werden die Künstler Akim und Zast sowie weitere 20 Berliner AktivistInnen in einem Zeitraum von 5 Wochen unter Mithilfe von interessierten AnwohnerInnen und Kindern eine kleine Stadt bauen. Die KünstlerInnen werden Häuser bauen, die einer dreidimensionalen Übertragung ihres Stiles entsprechen.

 

Im Kreuzberger Wrangelkiez werden in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement Brandwandfassaden durch KünstlerInnen des Projekts gestaltet. Parallel zu Backjumps im Rahmen des Projektes "Räume und Schatten ­ zeitgenössische Kunst aus Südostasien" des Hauses der Kulturen der Welt wird der indonesische Straßenkünstler Eko Nugroho mit Jugendlichen zwischen dem 3. und 15. September eine Fassade des renovierten Nachbarschaftszentrums in der Cuvrystraße gestalten. Ebenso wird im Görlitzer Park die "Station Park" mit Außenmalereien in das Projekt einbezogen.

 

Der Tänzer und Choreograph Storm wird gemeinsam mit dem niederländischen Multimediakollektiv PIPS:lab zur Finissage von Backjumps ­ The Live Issue #2 im HAU 1 ­ Hebbel am Ufer live die Pilotsendung seines Fernsehmagazins "Hot Moves" präsentieren. Die Show zeigt atemberaubende Tanzperformances und ein Solo von Storm, das er zusammen mit Roskow Kretschmann von Jazzanova entwickelte.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, Bildungseinrichtungen und Jugendzentren sollen möglichst viele Szenen und Interessierte erreicht werden. Beteiligte KünstlerInnen werden Workshops und spezielle Vermittlungsangebote anbieten.

 

Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien wird mit dem Backjumps-Projekt ebenfalls auf dem 2. Berliner Kunstsalon (30.09. bis 06.10.2005 in der Arena in Berlin-Treptow) präsent sein und dort eine Ausstellungsfläche von 100qm bespielen.

 

Nach Abschluss der Ausstellung wird Backjumps - The Live Issue #2 im Rahmen des Deutschland-Jahres in Japan auf Einladung des Goethe Institutes Tokio und der Galerie Tokyo Wondersite nach Tokio/Japan reisen und dort ab dem 11. November 2005 Berliner Street Art präsentieren.

 

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Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

Mariannenplatz 2, 10997 Berlin, Tel.: (030) 90298-1455, Fax: 90298-1453

Öffnungszeiten der Ausstellung: dienstags bis sonntags 12 bis 19 Uhr

U-Bahn: Kottbusser Tor, Görlitzer Bahnhof/ S-Bahn: Ost-Bahnhof

Führungen jeweils donnerstags um 16 Uhr oder auf Anfrage

 

Veranstaltungshinweise unter

Antragsteller/in Kunstraum Kreuzberg / Bethanien

Veranstaltungstermin 20. August - 16. Oktober 2005

Veranstaltungsort Kunstraum Kreuzberg / Bethanien

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen In Kooperation mit Club103, Globe ­ Gesellschaft für internationale Kooperation e.V., Haus der Kulturen der Welt, Hebbel am Ufer (HAU), Jazzstylecorner e.V., Klangsucht Berlin, 2. Berliner Kunstsalon, Republikanischer AnwältInnen- und Anwälteverein e.V.

Internetseiten www.backjumps.org

Carsten Nicolai - syn chron

Der Bildende Künstler und Musiker Carsten Nicolai hat für die obere Halle der Neuen Nationalgalerie in Berlin einen begehbaren kristallinen Körper konzipiert, dessen transluzente Haut zugleich Träger von akustischen wie optischen Ereignissen ist. Die von Nicolai komponierte elektronische Musik generiert dabei die vom Laser projizierten Lichtmodulationen. Die Komposition ist für die gesamte Laufzeit der Installation konzipiert, sie sieht Tag- und Nachtzustände sowie Live-Präsentationen vor. Bei dieser mobilen Architektur, die zugleich Klang- wie Lichtraum ist, handelt es sich um einen Prototypen, der vom Künstler gemeinsam mit Architekten sowie Audio- und Laserspezialisten entwickelt wurde. Neben neuester Lasertechnologie experimentiert Nicolai mit den speziellen akustischen Gegebenheiten des kristallinen Raums.

 

Carsten Nicolai, geb. 1965 in Chemnitz, hat in seinen Arbeiten seit Mitte der 1990er Jahre einen besonderen Ansatz der Verbindung zwischen Kunst und Musik, zwischen visueller und akustischer Wahrnehmung entwickelt. Seine Haltung als Künstler und Musiker ist mit der eines Forschers vergleichbar. In immer wieder neuen experimentellen Versuchsanordnungen versucht Nicolai die Trennung menschlicher Sinneserfahrungen zu überwinden und naturwissenschaftliche Phänomene wie Klang- und Lichtfrequenzen in für Augen und Ohren wahrnehmbare Ereignisse zu transformieren. »syn chron« ist das bisher größte Projekt in seinem Bestreben, eine Symbiose von Architektur, Licht und Ton zu schaffen.

Antragsteller/in Freunde Guter Musik Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 25. Februar - 3. April 2005

Veranstaltungsort Neue Nationalgalerie, Potsdamer Str. 50, 10785 Berlin

Förderbetrag 60.000 €

Internetseiten www.freunde-guter-...ik-berlin.de

Curating Degree Zero Archive

CURATING DEGREE ZERO ARCHIVE

Archiv, Wanderausstellung und Web-Site zu kritischen kuratorischen Praxen

 

in Torstrasse 161, 10115 Berlin,

Öffnungszeiten: Mi -Fr 16-19 Uhr, Sa 14-18 Uhr

oder nach Vereinbarung per SMS (oder Anruf) 0179 6705859

 

 

Das Archiv ist Teil des Projektes Curating Degree Zero, initiiert von Dorothee Richter und Barnaby Drabble, das seid 1998 in unterschiedlichen Formaten kuratorische Experimente vorstellt und diskutiert.

 

Curating Degree Zero Archive ist eine Wanderausstellung, die kritische Positionen aus dem Gebiet des Kuratierens zeigt. Es besesteht aus Material (Kataloge, Artikrl, Videos, CD's, Bilder und Web-Sites) in Bezug auf die Praxis von über 80 Kuratoren, Künstler-Kuratoren und kuratorischen Gruppen. Seit 2003 ist es durch 9 verschiedene Städte in Europa getourt und wird im September in Berlin sein.

 

Das Archiv wird auf seiner Tour ständig erweitert, es dockt an die Netzwerke der gastgebenden Institutionen an, es nimmt neue Positionen auf, entsprechend zum Umfeld der jeweiligen Institution, Auf diese Weise wird vermieden, dass das Archiv auf den persönlichen Geschmack seiner Initiatoren zurückgeht. Stattdessen entwickelt sich die Liste der vorgestellten TeilnehmerInnen innerhalb einer Logik aus Netzwerken, Freundschaften und Zirkeln aus gemeinsamen Interessen und Diskussionszusammenhängen.

 

Entsprechend dazu ist das Konzept des "kritischen" Kuratierens kein einheitliches. Dieses Konzept ist historischen Veränderungen unterworfen, wie auch das Feld der Bildenden Kunst Gegenstand von andauernden Transformationen ist.

 

Die Web-Site www.curatingdegreezero.org funktioniert als Interface, sowohl für die Besucher der Ausstellung als auch für Netz-Besucher, Für das Publikum in der Ausstellung ist die Web-Site ein indexikalisches Werkzeug, welche Materialien von Interesse sind, und wo sich finden lassen. Die Web-Site verbindet den Realraum mit dem virtuellen Raum über Links zu den einzelnen KuratorInnen.

 

In Sparwasser HQ wird das Archiv wie eine normale Bibliothek zugänglich sein, alphabethisch und logisch strukturiert. Es gibt Zonen, um die Publikationen zu lesen und um die digitalen Dokumentationen zu sichten.

 

Über 10 Abendveranstaltungen wird der Gebrauch des Archivs gezeigt, an jedem Abend präsentieren zwei KuratorInnen/ Künstler-KuratorInnen/ KünstlerInnen ihr Lieblingsprojekt aus dem Archiv.

 

Die Termine für diese Veranstaltungen finden Sie auf der unten angegeben Website.

Antragsteller/in Lise Nellemann

Veranstaltungstermin 7. September - 3. Oktober 2005

Veranstaltungsort Sparwasser HQ (Torstrasse 161, 10115 Berlin)

Förderbetrag 6.700 €

Internetseiten www.curatingdegreezero.orgwww.sparwasserhq.d.../program.htm

Einstein Spaces

EINSTEIN SPACES - Neun Kunstprojekte in Berlin, Potsdam und Caputh

 

Das Einstein Forum Potsdam zeigt anlässlich des Einsteinjahres 2005 die Ausstellung Einstein Spaces, ein Projekt mit neun zeitgenössischen KünstlerInnen an neun Orten, die exemplarisch die lebensgeschichtlichen Stationen Albert Einsteins in Berlin neu markieren.

 

Die Abfolge der einzelnen Spaces ergab sich aus lebensgeschichtlichen Zufällen, beruflichen Entscheidungen und Zwängen, sowie den politischen Entwicklungen. Was biografisch einmal als zusammenhängender Text erschien, stellt sich heute als eine weitläufige Zusammenschau disparater Räume dar, in denen die KünstlerInnen Pawel Althamer, Christian Boltanski, Christoph Büchel, Olafur Eliasson, Harun Farocki, Renée Green, Ann Veronica Janssens, Eran Schaerf und Franz West mit neuen Arbeiten die historischen Leerstellen neu interpretieren.

 

Mit unterschiedlichen künstlerischen Medien, vom Audiostück über Video- bis zu Rauminstallationen, unterziehen sie diese Räume einer tiefgreifenden Revision. Sie eröffnen eine neue Sicht auf die historischen Orte, den Einsteinturm in Potsdam und die Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow, den Templiner See und die Grünflächen im Herzen der Stadt, wie auch auf die beschädigten Zeichen der Deutschen Geschichte, wie die Neue Synagoge oder die ehemalige Preußische Akademie der Wissenschaften. Die Vergangenheit scheint in dieser Auseinandersetzung nur noch als beunruhigendes Element durch. Der gesicherte Weg rekonstruierter Geschichte ist zu Ende.

 

Die Installationen fingieren einen Zusammenhang von Räumen und Zeit, der zugleich in der Zusammenschau wieder in Frage gestellt wird, denn ihr sozialer Zusammenhang existiert nicht mehr. Jeder Space steht für einen eigenen historischen Kontext, der durch die jeweilige Arbeit neu gedeutet wird. Und dennoch entsteht mit Einstein Spaces eine topografische Erkundung, die durch die künstlerischen Arbeiten die Orte von neuem sichert und sich in jedem Space auf ganz eigene Weise mit dem Mythos Albert Einstein auseinandersetzt.

 

Künstler & Orte

» Pawel Althamer - Archenhold-Sternwarte im Treptower Park

» Christian Boltanski - Neue Synagoge

» Christoph Büchel - Privatwohnung in der Haberlandstraße

» Olafur Eliasson - Einsteinturm am Telegraphenberg, Potsdam

» Harun Farocki - Physikalisches Institut der Berliner Universität

» Renée Green - ehemaliges Büro der Liga für Menschenrechte

in der Kurfürstenstraße 123

» Ann Veronica Janssens - Physikalisch-Technische Reichsanstalt

» Eran Schaerf - Preußische Akademie der Wissenschaften

» Franz West - Sommerhaus in Caputh

 

Alle Spaces sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Zwischen Potsdam Hauptbahnhof, dem Telegraphenberg und Caputh wird ein Schuttlebus eingerichtet.

 

»Go & Listen«

An den einzelnen Stationen werden Audioführungen per Mobiltelefon angeboten. Diese sind über die »Go & Listen«-Nummern zu erreichen, die auf den jeweiligen Künstlerseiten und im Katalog angegeben sind.

(Anrufe kosten 12 c/Min aus dem deutschen Festnetz.)

 

Nähere Informationen zu den einzelnen Kunstprojekten finden Sie unter:

Antragsteller/in Einstein Forum, Potsdam

Veranstaltungstermin 6. September - 30. Oktober 2005

Veranstaltungsort Berlin, Potsdam, Caputh

Förderbetrag 200.000 €

Internetseiten www.einsteinspaces.de

exterior and interior dreams

Veronika Kellndorfer (geboren 1962 in München) lebt und arbeitet in Berlin. Sie absolvierte ihr Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien und an der Universität der Künste in Berlin. Momentan ist sie Stipendiatin der Villa Massimo in Rom.

 

Die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse eines Arbeitsaufenthaltes in Los Angeles: Veronika Kellndorfer besuchte die dortigen Ikonen des Internationalen Stils von Eames, Schindler, Wright und Neutra und ließ sich von der vielschichtigen Durchdringung und Überlagerung von Architektur und Außenraum zu dem Werkkomplex „exterior and interior dreams - blueprints for modern living“ inspirieren. Kellndorfer bringt dazu eigene Architekturfotos, wie die einer Fensterfläche, im Originalformat der architektonischen Vorlage als Siebdruck auf Glas auf. Die Ausstellung zeigt zwei neue großformatige Siebdrucke auf Glas als Raum-Installation.

Antragsteller/in Veronika Kellndorfer

Veranstaltungstermin 16. September - 6. November 2005

Veranstaltungsort Berlinische Galerie

Förderbetrag 25.000 €

Internetseiten www.berlinischegalerie.de

Günther Uecker - Retrospektive

Günther Uecker zählt zu den wichtigsten, mit unveränderter Intensität arbeitenden deutschen Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und den wenigen, die in dieser Zeit kontinuierlich internationale Anerkennung gefunden haben. Dass seine Werke von westlichen wie östlichen Museen gleichermaßen gesammelt und ausgestellt wurden, ist nicht nur als Gütezeichen von Qualität zu werten, sondern hat auch mit seiner Vita und mit der auf einem humanistischen Lebensideal beruhenden Allgemeingültigkeit seiner Kunst zu tun.

 

Das Thema seiner Werke in den 80er und 90er Jahren war stets die „Verletzbarkeit der Menschen durch den Menschen“, wie er es selbst formulierte. Das Wissen um das Gefährdetsein von Natur und Mensch führte ihn zu betroffen machenden Bildwerken und Installationen, die existenzielle Aspekte unseres Lebens berühren.

 

Gerade Berlin, eine Stadt, die ihre neue Rolle in der Ost-West-Verständigung sucht, ist prädestiniert, die längst fällige Retrospektive Ueckers auszurichten und damit das Lebenswerk eines der ganz großen "gesamtdeutschen" Künstler anlässlich seines 75. Geburtstages zu würdigen.

 

Die Ausstellung in 19 Räumen des Martin-Gropius-Baus und in der oberen Halle der Neuen Nationalgalerie, aufgeteilt in 20 Kapitel, zeichnet mit über 200 herausragenden Beispielen aus fünf Jahrzehnten den künstlerischen Weg Ueckers nach, von frühen Zeichnungen und Lichtmedien über benagelte Objekte und Aschebilder bis zu aktuellen Raumarbeiten. Im Kinosaal werden täglich Filme von und über Uecker gezeigt. Weitere Begleitprogramme und Führungen ergänzen das Vermittlungsangebot.

 

 

Gleichzeitig findet im Neuen Berliner Kunstverein eine zweite Ausstellung mit seinen umfangreichen, auf Reisen entstandenen Aquarellen statt.

 

Die Aquarelle sind der intimste und am wenigsten bekannte Teil des Gesamtwerks von Günther Uecker. Sie begleiten seine sonstige, meist in kraftvollen Großformaten ausgeführte künstlerische Arbeit seit über 25 Jahren. Obwohl Uecker selbst nur das im Atelier Erarbeitete als Hauptwerk bezeichnet und die Aquarelle, "die sich aus einer direkten Draußenatmosphäre wie von selbst ergeben, von ihm als Studien angesehen werden" (Heinz Norbert Jocks), darf ihr Stellenwert im Œuvre des Künstlers auf keinen Fall als peripher bewertet werden.

Antragsteller/in Neuer Berliner Kunstverein e.V.

Veranstaltungstermin 11. März - 6. Juni 2005

Veranstaltungsort Martin-Gropius-Bau, Neue Nationalgalerie, Neuer Berliner Kunstverein

Förderbetrag 150.000 €

Internetseiten www.nbk.org

Pressestimmen

HAPPÔ-En, ein Teehaus aus Styropor

Das Projekt besteht aus einer Ausstellung und einem Workshop des Künstlers Yoshiaki Kaihatsu für das Museum für Ostasiatische Kunst in Berlin. In dem Raum für neue Kunst auf der zweiten Etage des Museums wird ein Teehaus aus Styropor aufgebaut. Das verwendete Styropor wurde einst als Verpackungsmaterial für den Schutz von Industrieprodukten hergestellt und ist bereits einmal gebraucht. Das Styropor hat seine Rolle schon gespielt und befindet sich kurz vor seiner endgültigen Entsorgung. Kaihatsu haucht ihm an dieser Stelle noch einmal Leben und Bedeutung ein und konstruiert aus ihm das Teehaus. Das Museum für Ostasiatische Kunst Berlin hat im Jahr 2001 aus Japan originales Werkzeug und spezialisierte Zimmermannsleute für den Bau eines japanischen Teehauses geholt. Das Teehaus ist nun in dem Raum installiert, in dem auch die Utensilien für die japanische Teezeremonie ausgestellt sind. Diese gemeinsame Präsentation als Museumsstücke spielt eine wichtige Rolle zur Vertiefung des Verständnisses der Teezeremonie "Sadou".

Antragsteller/in Yoshiaki Kaihatsu

Veranstaltungstermin 7. Juli - 28. August 2004

Veranstaltungsort Museum für Ostasiatische Kunst Berlin

Förderbetrag 12.000 €

Kooperationen The Nomura Cultural Foundation (Japan)

Künstler-Lounges auf dem ART FORUM BERLIN 2005

Auf dem ART FORUM BERLIN 2005 wurden 5 Raumarbeiten von 5 internationalen KünstlerInnen geschaffen, die einerseits begehbare Kunstwerke / Räume sind und andererseits auch als Ruhezonen und Kommunikationsorte von den Besuchern genutzt werden konnten. Ziel war es, Künstlern verschiedener Nationalitäten die Möglichkeit zu bieten, großzügig angelegte Raumkonzepte zu verwirklichen, die über die Ausstellungsmöglichkeiten einer Galerie oder eines Messestandes hinausgehen und vor allem keinen kommerziellen Charakter haben. Es sollten besonders diejenigen Ideen und Konzepte von Künstlern gefördert werden, die bisher aufgrund fehlender finanzieller sowie räumlicher Möglichkeiten nicht realisiert werden konnten. Ein weiteres Anliegen war die Förderung des Diskurses zwischen den KünstlerInnen und den Messebesuchern.

Mit rund 30.000 Besuchern bietet die Messe einen optimalen Rahmen, ungewöhnliche und auch sperrige Projekte zu realisieren und diese einem breiten internationalen Fachpublikum vorzustellen. Die Künstler mussten ihre Entwürfe bis Anfang Juli 2005 einreichen. Diejenigen, die ausgewählt wurden, wurden auch auf der Website des ART FORUM BERLIN mit ausführlichen Hintergrundinformationen vorgestellt und erhielten hierdurch eine weitere Plattform, die über die Laufzeit der Messe hinaus für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

 

Antragsteller/in EAP European Art Projects GmbH

Veranstaltungstermin 29. September - 3. Oktober 2005

Veranstaltungsort 5 Standorte in den Messehallen 18 - 20, Messe Berlin

Förderbetrag 30.000 €

Internetseiten www.art-forum-berlin.de

Lichtenberg

Im Zentrum des Projekts steht die Arbeit an und mit der Körpersprache von politisch rechtsgerichteten Lichtenberger Jugendlichen. Der Berliner Bezirk Lichtenberg steht hierbei sowohl für Ortsspezifität als auch als Synonym für soziale Brennpunkte, wie sie überall in Deutschland zu finden sind. Die an dem Langzeitprojekt teilnehmenden Jugendlichen durchlaufen eine festgelegte Anzahl an Körperpsychotherapiestunden nach den Prinzipien der Bioenergetik, die auf Wilhelm Reich zurückgehen: Dieser prägte den Begriff „Körperpanzer = Charakterpanzer“ und versuchte, seelische Blockaden durch die Bearbeitung körperlicher Verspannungen zu lösen. Im Verlauf der Therapiestunden wird beobachtet, wie sich die Bewusstwerdung des eigenen Körpers auf die Bewusstwerdung des eigenen Charakters auswirkt.

Im Leben der Lichtenberger Jugendlichen, deren Alltag von starken kollektiven Zwängen geprägt ist, spielt die Übernahme von Verhaltenscodizes eine große Rolle. Körperliche Bewegungen weisen immer auf ein soziales Verhalten hin, dessen Ziel die Konstruktion von Hierarchien und territorialen Machtansprüchen ist. Die menschliche Körpersprache ist, stärker noch als Kleidung oder Symbole, eine Ausdrucksform innerer Haltung und psychischer Konditionierung. Ausgangspunkt des Lichtenberg-Projekts ist daher die Annahme, dass die Übernahme einer aggressiven Körpersprache durch fehlende positive Zuwendung, fehlende alternative Identitäts-Vorbilder und fehlende Möglichkeiten zur Entdeckung des eigenen Wesens bedingt ist. Durch ihr feindseliges Gebaren versuchen die Jugendlichen, empfundene Leere und Hilflosigkeit zu kompensieren. Im Zuge der Körperpsychotherapiestunden, die jeder Jugendliche durchläuft, wird seine Wahrnehmung des eigenen Körpers sensibilisiert. Im neutralen Raum des Therapiestudios ist der Einfluss unbewusst übernommener, kollektiver Zwänge gemindert. So kann eine Veränderung in den körperlichen Gewohnheiten und dem Verhalten der Jugendlichen angestoßen werden, um einen Transformationsprozess in ihrem Habitus einzuleiten. Sie beschreiten sozusagen einen Weg von außen nach innen und lernen, sich selbst unabhängig von der Gruppe zu thematisieren.

Eine zentrale Rolle im Lichtenberg-Projekt spielen Untersuchungen über die Isolation zwischen Körper, Geist und Gefühl, die sich mit der Veränderbarkeit von äußerer Hülle und Identität auseinandersetzen. Der Zusammenhang von Aussehen und Sein wird in einer Ästhetik beleuchtet, die das Trauma von Isolation und Assimilation in einer Sprache ausdrückt, die sowohl universell als auch intim ist. Das Politische nimmt so eine poetische Form an.

Antragsteller/in Rommelo Yu

Veranstaltungstermin 30. September - 20. November 2005 Installation im Rahmen der Ausstellungsreihe 'Räume und Schatten' der Asien-Pazifik-Wochen am Haus der Kulturen der Welt

Veranstaltungsort Haus der Kulturen der Welt, SparwasserHQ, Art Cologne

Förderbetrag 40.000 €

Internetseiten www.hkw.de

Midnight Canteen

Der Titel, "Mitternachtskantine" umschreibt Ort und Zeit der Installation für eine Nacht, realisiert von den beiden interdisziplinären Künstlern Heman Chong (Singapur) und Max Schumacher (Berlin).

Eine gewöhnliche, öffentliche Kantine – die des Rathaus Kreuzberg - ist Ausgangspunkt ihrer Arbeit. Für eine Nacht werden die beiden Künstler die Kantine im 10. Obergeschoss komplett neu gestalten, Profiköche servieren hochqualitatives nicht-ethnisch besetztes Essen, eine ausgeklügelte Lichtinstallation, Klangkünstler und Live-Musiker sorgen für die richtige Stimmung.

 

Der Veranstaltungsort gewährt durch seine großzügige Fensterfront einen exzellenten Blick auf Berlin und erinnert damit an Penthouse Restaurants, wie es sie z.B. in asiatischen Metropolen als exquisite Vergnügungsstätten gibt. Die Kreuzberger Rathauskantine als sozialer Ort ist das Gegenteil davon: Hier wird gewöhnlich ein kleinbürgerliches 60iger Jahre Ambiente und traditionelle deutsche Küche angeboten; dies aber in einem der multi-ethnischsten Stadtbezirke Deutschlands. Die Kantine bedient den „deutschen“ Geschmack - nicht den der unterschiedlichen Kulturen, die das Gebäude nutzen.

Heman Chong und Max Schumacher wollen in ihrem Projekt die „meta-physische“ Situation hoch über Berlin in Beziehung zum tatsächlichen sozialen Raum des Speise-Lokals setzen. Die unpassend kleinbürgerlich-deutsch besetze Kantine wird dabei Leerstelle, gleichsam Un-Ort, umgeben vom Berliner Luft-Raum. In "Midnight Canteen" bieten Chong und Schumacher den Besuchern ein Nachtessen mit Konzept und greifen dabei die ostasiatische Tradition des Mitternachts-Mahls auf.

 

Wichtigste Idee des Projektes ist die Transformation eines ethnisch spezifischen Ortes (der deutschen Cafeteria) in einen nicht-ethnischen. Grundlage dafür ist Heman Chongs Auseinandersetzung mit seiner Heimat, dem multi-ethnischen, kulturell hybriden und hyper-modernen Singapur und der Übertragung der kulturellen Besonderheiten auf seinen Wohnort Berlin.

Dem mitternächtlichen Restaurantbesucher soll sich ein angenehmes, anregendes und ästhetisch ansprechendes Ambiente fern jeder ethnischen Zuordnung bieten. Wichtigstes Gestaltungselement wird eine ausgeklügelte Lichtinstallation sein, gleichzeitig Kunstwerk und einzige Lichtquelle des Restaurants

 

Das Menü

Die zentrale Rolle spielt während Midnight Canteen das gemeinsame Essen. Anstatt bürgerlicher Kantinen-Küche oder verkitschter Fusion Cuisine sollen die Speisen zwar Qualität und Geschmack, keinesfalls jedoch Ethnizität transportieren. Die Farbe aller Speisen wird daher ausschließlich weiß sein, die weißen Gerichte werden auf weißen Tellern serviert. Sachliche Nahrungsbeschreibungen ersetzen exotische oder klischeehafte Benennungen. Die Gerichte werden von Profiköchen in Partnerrestaurants hergestellt und zu günstigen Preisen verkauft. Die Gestaltung des angebotenen Essens verfolgt das Ziel, ein hochqualitatives nicht ethnisches Essen in Penthouse-Ambiente zum Umkostenbeitrag zu ermöglichen.

 

Das Programm

Neben der zentralen Rauminstallation tragen die Klangkünstler Zeitbloom, Art Critics Orchestra und Pure zu einem vollkommen ungewohnten und dabei dezenten Umfeld bei.

 

Antragsteller/in Heman Chong und Max Schumacher

Veranstaltungstermin 25. März 2006, 24.00h

Veranstaltungsort Cafeteria Rathaus Kreuzberg, Yorckstraße 4-11, 10965 Berlin

Förderbetrag 15.000 €

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.dewww.posttheater.comwww.rohkunstbau.de

Normal Null (Schwimmen)

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SCHWIMMENDE AUSSTELLUNG

in und auf den Gewässern Berlins

 

Der Ausstellungsraum ist das Wasser selbst und der Raum über der Wasseroberfläche.Neben neu entwickelten Arbeiten von 13 Künstlern umfasst die Ausstellung Leihgaben und einen umfangreichen Sichtungsraum.Den festen Boden verlieren.Objekte bewegen sich im Wasser, mit dem Wasser oder gegen die Bewegungen des Wassers. Stehen im Wasser, werden überspült, unterspült, befeuchtet, genässt, zersetzt oder bleiben trocken. Es sind begehbare Pontonstrukturen, sicht- oder unsichtbare Objekte, Brücken, Luftgefülltes. Auch performative Beiträge. Treibgut. Schwimmende Teppiche.Dieses Wasser hat nichts mit dem überlebenswichtigen Wasser zu tun; es hat mit dem mächtigen Wasser zu tun, mit dem vielen, mit dem, das zum Schluss nach dem weiten Weg der Strömungen und Destillationen doch wieder Überlebenswasser ist.Die Wasserflächen im Berliner Stadtraum sind im wesentlichen Brauchwasserflächen. Kein Rhein und keine Sturmflut in Sicht. Die ganze Stadt aber schwimmt auf einem Grundwasserspiegel, der zumeist einige Zentimeter unter den Hauskellern beginnt. In der Zeit der großen Baustellen wanderten die Wasserflächen durch das neue Zentrum. Die Taucher waren die Stars unter den beteiligten Menschen, und unter Wasser aushärtender Beton war der Star unter den Werkstoffen. Nun ist das Berliner Wasser wieder in seine außerordentliche Trinkbarkeit und seine unspektakuläre Allgegenwärtigkeit zurückgeflossen.Das Normalnull der Ausstellung ist diese durchbrochene Fläche.

 

NORMAL NULL - learn to swim

 

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Summer/Autumn 2006

13 international artists on the waters of Berlin

 

Next Summer and Autumn 13 artists from countries including Germany, Great Britain, Poland, The Netherlands and Finland, present their works on the waters of Berlin.

"NORMAL NULL - learn to swim" focuses upon water as a medium of artistic activity, tracing the tradition of water art into the present and transforming the cityscape into a floating exhibition space for two months.

The city of Berlin is surrounded by canals and rivers. With the mass reconstruction, these waters now flow through the new centre of the city and since then they have streamed back to the Normal Null, their absolute altitude, the regular and constant sea level.

The installations produced by the artists exhibit great variety, as floating objects or acting against the movements of the waters. They are flooded, washed out, dampened, and saturated. Some corrode whilst others remain dry in opposition. Installations range from accessible pontoon structures, visible or invisible objects, to bridges and inflatable sculptures. There are also performative contributions which enrich the water space.

Special events mediate the project for audiences - family orientated events and activities open up the main concepts of the show for a wide range of visitors. Video-screenings, performances, lectures and an extensive archive supplemented by a reading-room, all seek to increase accessibility.

We are pleased to announce this recent project of Büro Schwimmer, with Sibylle Hofter as founder and project manager leading the curatorial project. This Berlin artist whose work has already been realised in shows such as "Aurora" (Munich city museum, 1997) and "Spheres" (2002), meets a new and technically difficult challenge.

Antragsteller/in Sibylle Hofter

Veranstaltungstermin August - Oktober 2006

Veranstaltungsort Urbanhafen, Osthafen, Jannowitzbrücke

Förderbetrag 12.000 €

Internetseiten www.buero-schwimmer.dewww.hofter.de

OKKUPATION

Im Rahmen der vom Hauptstadtkulturfonds geförderten Projektreihe OKKUPATION realisieren in diesem und im kommenden Jahr national und international renommierte Künstlerinnen und Künstler temporäre Interventionen im öffentlichen Stadtraum von Berlin-Neukölln. Im kommenden September werden die ersten 7 Arbeiten realisiert, im Sommer 2006 - zeitgleich zur Fussball-WM - die restlichen der insgesamt 12 Interventionen. Sie changieren zwischen Installationen, Aktionen und Performances, Forschungs- und Filmarbeiten, sowie partizipativen Projekten mit der Bevölkerung. Sie alle haben gemeinsam, in den Alltag und die Lebensumwelt Neuköllns zu intervenieren und zu irritieren, sie wenden sich also in erster Linie an öffentliche Publika. Sie wollen letztlich Impulse stiften, sich mit dem Status Quo und den Zukunftsszenarien urbanen öffentlichen Raumes zu befassen.

 

Die Arbeiten von OKKUPATION haben daher sowohl künstlerische als auch politische Dimensionen: Sie widmen sich dem Wandel des urbanen öffentlichen Raums und seinen gesellschaftlichen Konsequenzen. Mit innovativen Architekturen, neuen Planungen des urbanen Gefüges, zunehmender Privatisierung und Standardisierung öffentlichen Raums sowie der Tendenz, unsere Innenstädte museal zu "inszenieren", vor allem aber mit einer Gesellschaft, die einen rasanten strukturellen Wandel durchlebt, wechseln auch öffentliche Räume ihre Gestalt und Funktion. Was für die einen Gewinn ist, bedeutet für die anderen Bedrohung und Verlust von "…ffentlichkeit". OKKUPATION verhandelt den öffentlichen Raum unter Berücksichtigung seiner Veränderungen durch soziale und ökonomische Transformationsprozesse, lässt ihn von Künstlerinnen und Künstlern erforschen und unter Nutzung derjenigen Strategien temporär (um-) gestalten, die sich deutlich von der Produktorientiertheit des traditionellen Kunstbetriebs abwenden.

 

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler:

 

Realisierungen September 2005

 

Ingo Gerken (Berlin)

ILAP, Teil 1 (Amsterdam)

public works (Kathrin Böhm, Andreas Lang, Stefan Saffer, in Zusammenarbeit mit Nicoline van Harskamp; London/Berlin)

Matthias Schamp (Bochum)

Schumacher & Jonas (Berlin)

Hans Winkler (Berlin)

Roi Vaara (Helsinki)

 

Realisierungen Sommer 2006

 

Christian Hasucha (Berlin)

Eva Hertzsch und Adam Page (Dresden)

ILAP, Teil 2 (Amsterdam)

Veronika Kellndorfer (Berlin)

Tazro Niscino (Köln)

stadtraum.org (Andrea Knobloch, Markus Ambach; Düsseldorf)

Antragsteller/in Birgit Anna Schumacher und Uwe Jonas

Veranstaltungstermin September 2005 und Sommer 2006

Veranstaltungsort öffentlicher Raum des Bezirks Berlin-Neukölln

Förderbetrag 50.000 € - Vorlaufkosten im Jahr 2005

Kooperationen Kulturamt Berlin-Neukölln Kulturnetzwerk Neukölln e.V.

Internetseiten www.okkupation.com

Political/Minimal

Adel Abdessemed, Francis Alÿs, Monica Bonvicini, Tom Burr, Annabel Daou, Edith Dekyndt, Felix Gonzalez-Torres, Hans Haacke, Mona Hatoum, Damien Hirst, Alfredo Jaar, Derek Jarman, Terence Koh, Kitty Kraus, Klara Liden, Teresa Margolles, Kris Martin, Corey McCorkle, Helen Mirra, Muchen & Shao Yinong, Sarah Ortmeyer, Seth Price, Gregor Schneider, Tino Sehgal, Santiago Sierra, Taryn Simon, Rosemarie Trockel, xurban_collective, Aaron Young

 

Laufzeit: 30. November 2008 – 25. Januar 2009

Eröffnung: 29. November 2008, 17 – 22 Uhr

 

Die Ausstellung Political/Minimal stellt Kunstwerke der vergangenen 40 Jahre vor, die in der Form minimalistisch sind, aber einen politischen Inhalt haben.

 

Die Arbeiten der Ausstellung beziehen sich formal auf den Minimalismus – zwei- oder dreidimensionale, stark reduzierte geometrische Formen wie Kreis, Quadrat, Kugel oder Würfel zeichnen sie aus. Dennoch liegt ihr Fokus nicht auf geometrischer Abstraktion oder reiner Ästhetik. Im Gegenteil: Ihren konzeptuellen Kern bilden ökologische, soziale, ökonomische oder ethische Aussagen. Die Titel der Arbeiten, ihr Material oder das Umfeld ihrer Produktion verweisen auf inhaltliche Zusammenhänge.

 

Das Spannungsfeld zwischen der selbstbezüglichen Ästhetik des Minimalismus und der oft ausdrücklich kritischen Natur künstlerischer Praxis bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung Political/Minimal.

 

Kuratiert von Klaus Biesenbach

 

Mit freundlicher Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds Berlin.

 

 

Öffnungszeiten: Di – So 12 – 19 Uhr, Do 12 – 21 Uhr

(Am 24.12. und 31.12. bleibt die Ausstellung geschlossen.)

Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro

 

 

KW Institute for Contemporary Art

Auguststr. 69

10117 Berlin

www.kw-berlin.de

www.berlinbiennale.de

 

Weitere Informationen:

Denhart v. Harling . T +49. 30. 243459. 42 . presse@kw-berlin.de

 

Antragsteller/in Kunst-Werke Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 29. November 2008 bis 25. Januar 2009

Veranstaltungsort KW Institute for Contemporary Art

Förderbetrag 200.000 €

Internetseiten www.kw-berlin.de

White, 2003 Fluoreszierende Lampen, zerbrochenes Sicherheitsglas, Aluminiumwinkel, Sockel, Ketten 183 x 69 x 69 cm / 72 x 27 Installation view: Galleria Emi Fontana, Imperfect Marriage, Milan 2003 Photo: Roberto Marossi Courtesy the artist & Emi Fontana Gallery, Milan – West of Rome, Los Angeles © Monica Bonvicini / VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Paradox of Praxis, 1997 DVD; 5 min., Loop Dimensions variable with installation Courtesy David Zwirner, New York

Unseen (100 days in 1994), 1997 Vier Lichtkästen je 103 x 103 x 14 cm Installation view: Galerie Grita Insam, Vienna 1997 Courtesy Galerie Lelong, New York © Alfredo Jaar

Rebecca Horn

Mechanische Objekte, bewegliche Skulpturen, Raum-Installationen, Zeichnungen und Fotoübermalungen: Dem vielseitigen Schaffen von Rebecca Horn ist zum ersten Mal seit 1994 wieder eine umfassende Werkschau in Berlin gewidmet. Seit den 1970er Jahren ist die in Berlin lebende Künstlerin auch mit Performances, Videos und Filmen hervorgetreten, wobei es ihr bald gelang, sich international durchzusetzen. Fotos, Collagen, Druckgraphiken und Zeichnungen kamen hinzu.

 

Ihre Arbeiten, die vom Experimentellen über das Surreale bis zum Poetischen reichen, werden in Verbindung gebracht mit den Strömungen von Performance, Arte Povera, Fluxus und Conceptual Art. Im europäischen Kontext ist Rebecca Horn in einem Atemzug zu nennen mit Joseph Beuys, Jannis Kounellis und Mario Merz; in der amerikanischen Szene gilt dies für Bruce Nauman und Vito Acconci. Sie alle reflektieren auf ästhetisch sehr unterschiedliche Weise die Dialektik von Individuum und Gesellschaft, von Geschichte und Gegenwart, von Materie und Bedeutung, von Zeit und Raum, von Spontaneität und Kontrolle und erteilen damit aller nur formalistisch orientierten Kunst ebenso eine Absage wie der L’art pour l’art.

 

Die Ausstellung basiert auf der Werkschau „Bodylandscapes“ von 2005 und wird für Berlin um viele neue Werkkomplexe erweitert. Besondere Bedeutung hat ein größerer Komplex von frühen Zeichnungen. Für den Lichthof entsteht eine neue Installation.Veranstalter: Berliner Festspiele

Antragsteller/in Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH - Berliner Festspiele mit Martin Gropius Bau

Veranstaltungstermin 7. Oktober 2006 - 15. Januar 2007

Veranstaltungsort Martin-Gropius-Bau

Förderbetrag 50.000 € (2005) und 270.000 € 2006

Internetseiten www.gropiusbau.de

Rebecca Horn – Am Kreuz, 2004 Photographer: Gunter Lepkowski Copyright 2005: Rebecca Horn / Rebecca Horn Archives represented by Holzwarth Publications, VG Bild-Kunst

Ringbahn

In ihrer Installation nähert sich die Videokünstlerin Filipa César dem Berliner Alltag auf folgende Weise: Sie wählt die Perspektive einer neurologischen Krankheit, dem Asperger-Syndrom, um ihre Eindrücke des Stadtlebens zu kommentieren und die sozialen Verhaltensmuster zu hinterfragen. Dabei verwebt sie assoziative Dialoge zweier Schauspieler mit dokumentarischem Bildmaterial.

Antragsteller/in Filipa César

Veranstaltungstermin 1. - 16. Oktober 2005 Porto, Museu Serralves, 21. Oktober 2005 - 15. Januar 2006

Veranstaltungsort Küchenstudio, Schaubühne am Lehniner Platz

Förderbetrag 27.000 €

Schwebende Stelen. Ein Erinnerungsraum

Das Projekt "Schwebende Stelen" besteht aus 50 grau eingefärbten Hartschaumquadern in 10 verschiedenen Größen, die unsichtbar an der Decke befestigt sind.

"Schwebende Stelen" ist eine Paraphrase zum Holocaust Mahnmal von Peter Eisenman. Sie wendet sich gegen die Versteinerung des Erinnerns. Die Besucher werden gebeten, Dokumente ihrer Begegenung mit dem Holocaust (Bücher, Bilder, Bild- und Tonkassetten) unter den aufgehobenen Stelen zu deponieren, damit eine kollektiv geschaffene Skulptur des Erinnerns entsteht.

 

Antragsteller/in Mechthild Rausch / Dodi Reifenberg

Veranstaltungstermin 12. Mai - 9. Juni 2005

Veranstaltungsort Galerie und Projekte Mathias Kampl, Auguststraße 35

Förderbetrag 18.000 €

Sehnsüchtig gleiten Ballone rund um die Welt

Sehnsüchtig gleiten Ballone rund um die Welt

 

Tomás Saraceno/ Derek Rowleiei/ Wolfgang Breuer/ Knut Henrik Henriksen/ Lara Schnitger/ Daniel Schibli/ Monika Sosnowska/ Sookoon Ang/ Markus Müller/ Jenny Rosemeyer

 

Sehnsüchtig gleiten Ballone rund um die Welt ist eine Ausstellung "in progress". Verschiedene Arbeiten werden nicht synchron gezeigt, sondern ineinander greifend im Laufe eines Jahres präsentiert. Der Übergang von einer zur nächsten künstlerischen Präsentation ist fließend, so dass es deutlich wird, dass es sich um eine Einheit, statt um ein Aneinanderreihen von Ausstellungen handelt. Die beteiligten KünstlerInnen befassen sich im weiten Sinne mit dem Raum, der uns in unserem Alltag umgibt, und mit seiner Struktur. Dabei geht es um einen erweiterten Begriff von Architektur: gemeint sind nicht nur Gebäude, sondern vielmehr der soziale Raum und die Konstruktion von Dingen und Handlungen. Den Rhythmus in dem sich fortwährend verändernden Prozess geben vier künstlerische Einzelpositionen an: Tomás Saraceno (September), Lara Schnitger (Dezember), Monika Sosnowska (März 2006) und Jenny Rosemeyer (Mai 2006) werden den Raum für einige Wochen für sich einnehmen, bevor weitere KünstlerInnen intervenieren.

Als Ausstellungsort hat der italienische Künstler Riccardo Previdi einen temporären Pavillon entworfen, der auf einem freistehenden Grundstück in Berlin-Mitte errichtet wird. Die lamellenartige Holzfassade lässt Innen-und Aussenraum ineinander übergehen und verbindet die brache Fläche und den „Green Light Pavilion“.

Antragsteller/in Rekade Eggel GbR

Veranstaltungstermin 25. September 2005 - 30. Juni 2006

Veranstaltungsort Gormannstrasse Ecke Mulackstrasse, Berlin Mitte

Förderbetrag 20.000 €

Kooperationen Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung Polnisches Kulturinstitut

Internetseiten www.longingballoons.de

Shirin Neshat - Woman without Men

Mittelpunkt der Ausstellung im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin ist die die jüngste Arbeit "Women without Men" der in New York lebenden iranisch-amerikanischen Künstlerin Shirin Neshat. Neshat bezieht sich in ihrem Werk auf den gleichnamigen Roman, der bereits kurz nach seiner Veröffentlichung 1989 in Teheran verboten wurde. Die iranische Autorin Sharnush Parsipur wurde verhaftet. Mit "Women without Men" bedient sich Shirin Neshat des Mediums Spielfilm und führt den mythologischen Aspekt der 2002 entstandenen Arbeit "Tooba" fort. Nach Parsipurs provokanter Allegorie auf das Leben im zeitgenössischen Iran spürt Neshats jüngste poetische Arbeit dem Leben von fünf Frauen nach, die sich nach einem schwierigen und entbehrungsreichen Weg in einem Garten, einem vergänglichen Paradies wieder finden.

 

Shirin Neshat wurde in den frühen 1990er Jahren mit der visuell ergreifenden Schwarz-weiß-Fotoserie "Women of Allah" bekannt. Als eine der herausragenden zeitgenössischen Künstlerinnen wurden ihre Werke, die sich zunehmend dem bewegten und komplexen Medium Film annäherten, auf allen großen internationalen Biennalen, auf der Documenta 11 und in vielen anderen großen Instituten ausgestellt.

 

In ihrem künstlerischen Werk hat Shirin Neshat immer wieder starke, sowohl zustimmende als auch ablehnende Reaktionen beim Publikum provoziert. Sie wird gepriesen für die Authentizität und Subversivität, aber auch kritisiert für eine Reproduktion von Stereotypen und der Beschwörung eines neuen Orientalismus. Ein begleitendes Vortrags- und Filmprogramm wird beide Aspekte aufgreifen und diskutieren.

Antragsteller/in SPK - Hamburger Bahnhof

Veranstaltungstermin 1. Oktober - 4. Dezember 2005 Übernahme durch das Museum der Moderne Salzburg 21. Januar - 2. April 2006

Veranstaltungsort Hamburger Bahnhof

Förderbetrag 110.000 €

Internetseiten www.hamburgerbahnhof.de

The gardenhouse project No. 2

Ein konfektioniertes Gartenhaus wird als architektonischer Präsentationsrahmen für Malerei und Musik genutzt. Der Innenraum des Gartenhauses wird mit Wandmalerei ausgestattet, die auf die Gemälde der Antragstellerin verweist. Im Laufe der Ausstellung werden im Gartenhaus Musikevents der Gruppe „The Friendship Garden“ stattfinden. Das Projekt wird von einem Fotografen dokumentiert und erscheint nach der Ausstellung als Druckwerk. Die Verschränkung von Architektur und Malerei in der Installation entspricht dem wechselnden Ausstellungsprinzip der Berlinischen Galerie. Charakteristisch für die Malerei der Antragstellerin ist eine Mischung aus Collage, Zeichnung und Installation. Einem Storyboard gleich versucht sie, auf der Leinwand Geschichten zu erzählen.

 

Antragsteller/in Hannah Dougherty

Veranstaltungstermin 2006

Veranstaltungsort Berlinische Galerie

Förderbetrag 17.000 €

Internetseiten www.berlinischegalerie.de

The Women of Sabine (Die Sabinerinnen)

Eve Sussman zählt seit der Premiere von “89 Seconds at Alcázar” auf der Whitney Biennial 2004 zu den wichtigsten Vertretern der neuen New Yorker Kunstszene. In der weltweit gefeierten 10minütigen Videoinstallation erweckte sie das berühmte Gemälde „Las Meninas“ von Diego Velasquez zum Leben.

 

Nun wird mit ihrer neuen Videoinstellation "Der Raub der Sabinnerinnen" / "The Women of Sabine" durch die Förderung des Hauptstadtkulturfonds in Berlin eine Weltpremiere gefeiert werden können.

Antragsteller/in Eve Sussman

Veranstaltungstermin 20. November - 3. Dezember 2005

Veranstaltungsort St.-Johannes-Evangelist-Kirche

Förderbetrag 70.000 €

Transatlantische Impulse

In unserem Jubiläumsjahr "10 Jahre Villa Aurora" 2005 wird die transatlantische Kulturarbeit der Villa Aurora in Berlin und Los Angeles auf vielfältige Weise dokumentiert.

Den Höhepunkt bildet eine große Ausstellung der dortigen bildenden Künstler im Martin-Gropius-Bau. Häufiges Thema der zum großen Teil aus Berlin kommenden bildenden Künstlerinnen und Künstler sind dabei die in die Werke einfließenden neuen, 'fremden', Erfahrungen in der amerikanischen Kulturwelt der Westküste und die Auseinandersetzung mit der Metropole Los Angeles. Auch die Exilgeschichte und eigenwillige Architektur des Feuchtwanger-Hauses selbst wird auf unterschiedliche künstlerisch-eigenwillige Weise thematisiert. Bei der Konzeption der Ausstellung soll das Augenmerk vor allem auf den innovativen Impulsen liegen, die ein solcher Aufenthalt in einer anderen Kultur- und Städtelandschaft dem künstlerischen Werk zu geben vermag.

 

Es ist geplant, die Ausstellung später in Los Angeles zu zeigen.

Antragsteller/in Kreis der Freunde und Förderer der Villa Aurora e.V.

Veranstaltungstermin 1. Dezember 2005 bis 26. Januar 2006

Veranstaltungsort Martin-Gropius-Bau

Förderbetrag 16.000 €

Internetseiten www.villa-aurora.org

Ulrike Grossarth. 1, 2, 3, 4, 5 - Environment

Ulrike Grossarth wird als Abschluss ihrer 15jährigen bildnerischen Werkphase einige Ergebnisse ihrer Arbeit in dieser Ausstellung zusammenführen und gleichzeitig in ein neues Projekt verwandeln. Der Ausstellungsraum ist in vier Bereiche thematisch unterteilt, die empirisch miteinander verbunden sind.

 

Den ersten Teil bildet der aus einem diskursiven Verfahren resultierende Bau I, dessen endgültige Fassung auf der documenta X zu sehen war.

 

Im zweiten Abschnitt steht eine Rekonstruktion der Salle Blanche von Marcel Broodthaers – ohne die ursprüngliche textuale Auskleidung – in der Ulrike Grossarth ein Museum der Väter eingerichtet hat. Darin spiegelt sich die bewusste Auseinandersetzung mit den männlichen Vorbildern Marcel Duchamp, René Magritte und Marcel Broodthaers sowie deren "Erbmasse" eines konzeptionellen Kunstbegriffs wieder.

 

Im dritten Teil der Ausstellung befindet sich ein interaktiver Workshop zu künstlerischen Verfahrensweisen experimenteller Environments ("public exercises").

 

Der letzte Ausstellungsabschnitt zeigt Ulrike Grossarths Bearbeitung des großen Bildatlas’ der französischen Aufklärung, der berühmten Enzyklopädie von Denis Diderot und Jean Baptiste le Rond d’Alembert aus dem Jahr 1751. Diese stellt für die Künstlerin eine "technische Mentalitätenstudie" dar, "in der kausales Denken und Handeln vermittelt wird".

Antragsteller/in Ulrike Grossarth

Veranstaltungstermin 15. Dezember 2005 - 5. März 2006

Veranstaltungsort Hamburger Bahnhof

Förderbetrag 60.000 €

Internetseiten www.smb.spk-berlin.dewww.ulrikegrossarth.de

Urbane Realitäten: Fokus Istanbul

Als einzige Stadt der Welt erstreckt sich Istanbul über zwei Kontinente und verbindet damit auch Orient und Okzident.

Die kulturellen Wechselbeziehungen dieser beiden Weltregionen, wie sie sich in der Stadt Istanbul und ihrem Austausch mit den Städten Europas manifestiert, sind wichtige Aspekte der umfangreichen Ausstellung. Diese vertritt dabei jedoch nicht die ästhetische Perspektive des flanierenden Künstler-Touristen, der Istanbul neugierig durchstreift, sondern vielmehr die Auseinandersetzung mit der Stadt, der Megalopolis, als einem Fallbeispiel für globale Prozesse.

 

Wir wissen, dass Europa mehr ist, als das, was war. Europa kann das sein, was Europäer im tätigen Verständigungsprozess zu gestalten versuchen. Dass dies ein schwieriger, ein komplexer Prozess mit vielerlei Facetten ist, zeigt sich einmal mehr an der aktuellen Diskussion um eine gemeinsame Verfassung.

So soll es ein wichtiger Beitrag zur öffentlichen Diskussion sein, darzustellen, welche Rolle die Stadt Istanbul in diesen Wechselbeziehungen in ihrer Geschichte eingenommen hat, welcher Reflex in Kunst und Kultur heute nachvollziehbar ist. Dass Berlin und Istanbul außerdem durch eine Städtepartnerschaft verbunden sind, wird noch zu häufig übersehen oder augenscheinlich gering geschätzt.

 

„URBANE REALITÄTEN: Fokus Istanbul“ ist daher keine Ausstellung zur Dokumentation oder Illustration regionaler Entwicklungen von und mit Künstlern einer bestimmten Region, noch eine Ausstellung zur Vorstellung türkischer Gegenwartskunst, sondern eine klassische Themen-Ausstellung. Angestrebt wird ein Blickwechsel, das Sichkreuzen der Blicke von außen auf die Stadt mit denen aus der Stadt selbst. Angesichts des Problems des “mental mapping” will sie nicht nur Befunde beschreiben, sondern auch Absichten und Entwürfe reflektieren, die je nach Standort wechseln.

Zur Ausstellung wurden Künstler und Künstlerinnen verschiedenster Herkunft und Nationalität eingeladen – darunter selbstverständlich auch Künstler aus Istanbul – , die ein Interesse daran haben, in ihren Kunstwerken auf die Diversität und Heterogenität von Kulturen, Religionen, Sprachen und Ethnien in einer Megastadt wie Istanbul Bezug zu nehmen. Dabei soll vordergründigen Exotismen und Orientalismen kein Raum gegeben, wohl aber die kritische künstlerische Auseinandersetzung mit solcherlei Klischees ermöglicht werden.

 

Die Ausstellung kombiniert mehrere Interessen unter der Leitfrage, wie Heterogenität und kulturell transitorische Momente im städtischen Leben, insbesondere in der Mitsprache in öffentlichen Belangen, zu künstlerischen Ausdrucksformen gerinnen und sucht Antworten von Künstlern aus Istanbul und anderen Teilen der Welt darauf sowie auch auf ressentimentbeladene Vorurteile zu geben.

Grundsätzlich versteht sich die Ausstellung als ein Transmissionsinstrument zur Orientierung internationaler Künstler und einer breiten kunstinteressierten Öffentlichkeit auf die beeindruckenden, mitunter komplizierten Veränderungen, die Istanbul und die Türkei im gegenwärtigen Wandlungsprozess kennzeichnen.

 

Im gesamten Erdgeschoss und im Lichthof des Berliner Martin-Gropius-Baus werden Werke von circa sechzig zeitgenössischen Künstlern und Künstlerinnen aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Installation, Fotografie, Video, Sound Art und Film präsentiert. Mehr als zwei Drittel der gezeigten Arbeiten wurden von den Künstlern speziell im Hinblick auf die Thematik der Ausstellung konzipiert und umgesetzt.

 

„URBANE REALITÄTEN: Fokus Istanbul“ ist Teil einer geplanten Berliner Trilogie, die in den kommenden Jahren ähnliche vergleichende Untersuchungen mit künstlerischen Mitteln in den Megastädten Kairo und Mexico City anstellen will.

Ab März 2006 wird die Ausstellung in der Kunsthalle Budapest gezeigt.

Antragsteller/in Künstlerhaus Bethanien GmbH, Christoph Tannert

Veranstaltungstermin 9. Juli - 3. Oktober 2005

Veranstaltungsort Martin-Gropius-Bau

Förderbetrag 450.000 €

Internetseiten www.gropiusbau.de

Yehudith Bach

In einem umfangreichen Rückblick auf Yehudith Bachs Werke der 60er bis 90er Jahre gibt das Museum Ephraim-Palais einen Einblick in Bachs künstlerisches Schaffen: Auf eindrucksvolle Art und Weise bringt sie die Empfindung von Schönheit und Harmonie in einem Zusammenspiel von Farben und Formen zum Ausdruck. Die Ausstellung lässt dabei auch die charakteristische Entwicklung im Oeuvre der preisgekrönten Künstlerin erkennen, nämlich den Durchbruch von Gegenständlichem zu freien und abstrahierenden Arrangements.

Antragsteller/in Stiftung Stadtmuseum Berlin

Veranstaltungstermin 25. Januar 2005 - 28. März 2005

Veranstaltungsort Museum Ephraim-Palais

Förderbetrag 39.000 €

Internetseiten www.ephraim-palais.de

Zaunwelten

Ein Projekt von Majken Rehder und Nicole Andries

 

„Zaunwelten“ ist ein kulturwissenschaftliches Projekt und befasst sich mit dem Phänomen des selbstgebauten Gartenzaunes in der ehemaligen DDR. Im Sinne einer Archäologie des Alltags, geleitet von einem ethnologischen Blick, wird hier ein Beitrag zur Aufarbeitung und Dokumentation der Alltagskultur der ehemaligen DDR geleistet und im Verschwinden Begriffenes konserviert.

 

„Zaunwelten“ wirft einen Blick hinter den Gartenzaun auf private Lebenswelten im Sozialismus und läßt ein Stück Alltagskultur der DDR wieder aufleben.

In „Zaungesprächen“ berichten Zeitzeugen über ihre Eigenheime und Zäune, erzählen von kreativer Heimwerkerkultur, privater Nachbarschaftshilfe und dem Wunsch nach Abgrenzung und Individualität.

Die Rekonstruktion der Alltagswelt über persönliche Erinnerungen von DDR-Bürgern lässt gleichzeitig Rückschlüsse ziehen auf das politische und gesellschaftliche Leben in der DDR.

Antragsteller/in Kulturring in Berlin e.V., Ingo Knechtel

Veranstaltungstermin 10. November 2005 - 8. Januar 2006

Veranstaltungsort Museum für Kommunikation Berlin

Förderbetrag 10.000 €

Internetseiten www.ddr-zaunwelten.de