CLUB REDUX

Unter dem Namen CLUB REDUX und der künstlerischen Leitung von Ari Benjamin Meyers finden seit Januar 2005 eine Reihe außergewöhnlicher Club-Konzert-Nächte statt. Club Redux lädt ins Berliner Watergate ein, um ein völlig neues Clubformat zu erleben: eine Nacht, die Live-und elektronische Musik, Party und Konzert mischt. Zusammen mit dem Redux Orchestra spielen eingeladene Laptopkünstler und DJs einen experimentellen aber tanzbaren Mix aus E-, Rock- und improvisierter Musik. Für die Visuals zeichnet Valerie von Stillfried verantwortlich.

 

Das Redux Orchestra, dessen Mitglieder in den unterschiedlichsten musikalischen Genres zu Hause sind, hat sich durch seine bisherigen Auftritte als einzigartig erwiesen.

 

Durch die Zusammenarbeit mit verschiedensten Musikern sind zum Teil neue Stücke entstanden, die ihren Ursprung in der heutigen Rock- und Tanz-Musik haben, aber dennoch irgendwo zwischen E- und U-Musik stehen; speziell komponiert für das Redux Orchestra, dem wahrscheinlich ersten Club-Orchester der Welt.

 

REDUX V

Einstürzende Neubauten vs. Redux Orchetsra

9. November 2005

 

IV Redux Rave

Redux spielt neue Tanzmusik, 16. Juni 2005

Live: Redux Orchestra, TV Victor, Märtini Brös, Jay Haze

Special Guest: Argenis (Senõr Coconut), Gesang

DJ-Set: Jay Haze / Carsten Klemann

 

III GLASS REDUX

Redux spielt Philip Glass, 7. April 2005

Live-Set: Redux Orchestra und Gäste

DJ-Set: Luciano / Carsten Kleemann

 

II REICH REDUX

Redux spielt Steve Reich, 17. März 2005

Live-Set: Redux Orchestra

 

I RILEY REDUX

Redux spielt Terry Riley, 13. Januar 2005

Live-Set: Redux Orchestra

Laptop-Set: Nicholas Bussmann / Minit / Miwon

DJ-Set: Chica Paula / Sammy Dee

 

Antragsteller/in Ari Benjamin Meyers

Veranstaltungstermin Januar - November 2005

Veranstaltungsort Watergate Berlin

Förderbetrag 30.000 €

Internetseiten www.performart.de

GRÜN IST DIE HEIMAT, aber wie klingt Grün?

Es gibt ihn wieder, den Heimatfilm.

 

Wohl kaum eine Gattung ist so oft totgesagt worden wie die ewig singenden Wälder, und kaum einem Genre ist so erbittert der künstlerische Kampf angesagt worden wie dem rufenden Berg. Aber trotzdem: „Das Wunder von Bern“, „Deutschlandlied“, „Die Flucht“, „Die Manns“ – auffällig viele Filme beschäftigen sich zur Zeit mit unserem Land und unserer Vergangenheit, und das durchaus in Zusammenhang mit dem für uns Deutsche so komplizierten Wort „Heimat“. Ein Begriff, den man immer noch nicht ohne nachzudenken in den Mund nimmt. Warum eigentlich?

 

Wohl kaum ein Genre ist so zum Synonym für deutschen Film geworden wie eben der Heimatfilm. Und kaum eine Gattung hat es geschafft, sich dermaßen ikonographisch in die Hirne und Herzen ihres Publikums zu brennen wie die fast schon sprichwörtliche grüne Heide. Das kann nur großes Kino.

 

Nun haben wir Deutschen bei allem Großen nicht ganz zu Unrecht einige Berührungsängste.

Und ganz besonders wachsam sind wir beim Medium Film, nachdem die Nationalsozialisten dieses Genre ebenso sachkundig wie infam in ihre Propagandamaschinerie eingespannt hatten.

 

Keine zehn Jahre nach dem letzten Aufgebot der UFA wird dem deutschen Publikum mit symphonischer Klanggewalt die Schönheit deutscher Landschaft ans Herz gelegt, um sich bei der Natur die Unschuld wiederzuholen, die politisch so offenen Auges geopfert wurde. Und das Publikum liebt seine neue, seine filmische Heimat, die auf der Leinwand grad um so viel größer und weiter wirkt, wie Deutschland auf der Landkarte de facto kleiner geworden ist.

 

Von daher kann man diesem Genre einiges vorwerfen: Eskapismus, politische Naivität, vielleicht sogar revanchistische Tendenzen. Aber nichtsdestotrotz hat der deutsche Heimatfilm etwas geschafft, was nur wirklich großes Kino kann; Er hat ein Bild entworfen, das die Realität überholt hat; Selbst, wer nie einen Heimatfilm gesehen hat, kennt seine Bilder und weiß, wie er klingt.

 

Aber wie klingt „Heimat“ eigentlich? Dieser zentralen Frage will die Europäische FilmPhilharmonie zusammen mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg unter der Leitung von Frank Strobel einen Abend lang nachgehen. Theatralisch unterstützt werden Sie dabei von Vadim Glowna in der Rolle des überforderten Komponisten, Manfred Callsen als erfolgsorientiertem Filmproduzenten und Jördis Triebel als einer hin- und hergerissenen Schauspielerin. Sie werden von Peter Lund mit teils bissig-politischen, teils bitter-komischen Antworten und zeitgenössischen Kommentaren versorgt auf die oben gestellte Frage : Wie klingt Heimat denn nun eigentlich?

Und darauf gibt es viele Antworten.

 

Denn ebenso, wie sich der Heimatfilm aller bis dato erkundeten kinematographischen Mittel bedient- und das sind nach 40 Jahren UFA- Erfahrung nicht wenige- nutzt auch die Filmmusik in beiden Teilen Deutschlands all ihr bisher erworbenes Können – vielleicht zum letzten Mal, bevor im Westen der Neue Deutsche Film dem Überwältigungskino alter Schule den Kampf ansagt und die DEFA die Popmusik als Ausdruck neuen ostdeutschen Lebensgefühls entdeckt.

 

Im Heimatfilm treffen so alle Strömungen der Filmmusik ein letztes Mal für längere Zeit in voller musikalischer Bandbreite aufeinander. Der große Orchestereinsatz ebenso wie der Schlager der Filmoperette, die illustrative Begleitung sowie die eigenständige sinfonische Komposition.

 

All diese Mittel sind in den letzten Jahren wiederentdeckt worden. Über den Umweg über den Weltraum und den Krieg der Sterne ist das große Orchester wieder zur Erde zurückgekehrt, und auch im deutschen Film wird wieder großes Kino versucht. Mit ebenso großem filmmusikalischem Einsatz. Große Filmmusik für ein großes Orchester.

 

Ein Abend zum Thema „Heimatfilm“ also. Von Originalmusiken aus UND EWIG SINGEN DIE WÄLDER von Rolf Wilhelm oder DIE LEGENDE VON PAUL UND PAULA von Peter Gotthardt, von DER LETZTE MANN bis zu Peer Raben und dem Neuen Deutschen Film. Von DIE KUHLE WAMPE bis zu DIE FLUCHT, der jüngsten Musik von Enjott Schneider, die nach der gerade erfolgten TV-Premiere im Admiralspalast uraufgeführt wird.

 

Aber auch ein Abend über das, was Heimat noch alles sein kann: die grüne Heide oder die graue Großstadt, die Puhdys oder der Schatz im Silbersee. Heimat ist da, wo man sich zu Hause fühlt. Sie werden überrascht sein, bei welcher Musik Sie sich zu Hause fühlen.

 

SERENGETI DARF NICHT STERBEN (Wolfgang Zeller) – Suite

aus dem Film „Serengeti darf nicht sterben“ Regie: Bernhard Grzimek, 1959

 

MUSIK AUS FASSBINDER-FILMEN (Peer Raben) – Suite

aus den Filmen „Lola“, 1981, „Bolwieser“, 1977, „Berlin Alexanderplatz“, 1980

 

DIE MÖRDER SIND UNTER UNS (Ernst Roters) – Suite

aus dem Film „Die Mörder sind unter uns“, Regie: Wolfgang Staudte, 1946

 

DIE LEGENDE VON PAUL UND PAULA (Peter Gotthardt) – Suite

Aus dem Film „Die Legende von Paul und Paula“, Regie: Heiner Carow, 1973

 

WINNETOU (Martin Boettcher) – „Winnetous Melodie“

Aus dem Film „Winnetou“, Regie: Harald Reinl, 1963

 

DAS SANDMÄNNCHEN (Wolfgang Richter)

 

DER BROCKEN (Nikolaus Glowna) – Suite

Aus dem Film „Der Brocken“, Regie: Vadim Glowna, 1992

 

DIE FLUCHT (Enjott Schneider) – Suite

Aus dem Film „Die Flucht“, Regie: Kai Wessel, 2007

 

DIE MANNS (Hans Peter Ströer) – „Main Title“

Aus dem Film „Die Manns - Ein Jahrhundertroman“, Regie: Heinrich Breloer, 2001

 

DAS WUNDER VON BERN (Marcel Barsotti) – Suite

Aus dem Film „Das Wunder von Bern“, Regie: Sönke Wortmann, 2003

 

RAUMPATROUILLE ORION (Peter Thomas) – Suite

Aus dem Film „Raumpatrouille Orion“, Gesamtkonzept: Rolf Honold, 1966

 

 

Einige der Werke werden übrigens zum ersten Mal im Konzertsaal aufgeführt oder unter Autorisierung arrangiert:

 

UND EWIG SINGEN DIE WÄLDER, Rolf Wilhelm

DIE FLUCHT von Enjott Schneider, Uraufführung jüngstes Werk.

DER BROCKEN von Nikolaus Glowna

SERENGETI DARF NICHT STERBEN von Wolfgang Zeller

DIE GEIERWALLY von Nico Dostal

DIE LEGENDE VON PAUL UND PAULA, neu arrangiert von Peter Gotthardt

 

Antragsteller/in Europäische FilmPhilharmonie GmbH

Veranstaltungstermin 31. März 2007

Veranstaltungsort Admiralspalast Berlin

Förderbetrag 39.200 € (aus 2004)

Kooperationen in Kooperation mit dem Admiralspalast

Internetseiten www.admiralspalast.dewww.filmphilharmonie.de

Konzert anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem

- Erinnerung gestaltet die Zukunft -

 

Am 2. Dezember veranstaltete die Deutsche Oper Berlin in Kooperation mit dem DeutschlandRadio und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (DSO) ein Konzert anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Holocaust-Gedenkstätte "Yad Vashem". Die Veranstaltung vereinte das DSO, die Potsdamer Kantorei, Kammerchor Potsdam und Neuer Chor Berlin mit dem "Klezmer"-Star Giora Feidman. Einmalig war auch das Programm mit Werken von Leonard Bernstein, Erich Wolfgang Korngold und Reinhard David Flender. Das Konzert in der Deutschen Oper Berlin wurde live im Programm von DeutschlandRadio Berlin übertragen.

Antragsteller/in Stifung Oper in Berlin

Veranstaltungstermin 2. Dezember 2004, 20.00 Uhr

Veranstaltungsort Deutsche Oper Berlin

Förderbetrag 23.000 €

Internetseiten www.deutscheoperberlin.de