Balkan Black Box

balkan black box ist das größte deutsche Südosteuropa Festival und präsentiert seit sechs Jahren regelmäßig Musik, Kunst und neueste Filme aus der Balkanregion in Berlin. Anliegen des Festivals ist es, tragfähige Ankerpunkte kultureller Begegnung zwischen Deutschland und Südosteuropa zu setzen und dabei unabhängigen Kulturströmungen einen Resonanzraum zu geben. Zum balkan black box Festival 2004 waren vom 19.-26 Mai über 50 Künstler/innen aus 12 Ländern geladen. Unter dem Titel "Böse Kunst" wurde dabei das Zusammenspiel von Kulturproduktion und Nationalismus in Südosteuropa thematisch ausgeleuchtet. Das Festival fand im Pfefferberg, der Galerie "zurmöbelfabrik", dem Mudd Club, dem RAW Tempel, dem Südosteuropa Kulturzentrum, dem HAU2, sowie den Kinos Lichtblick, Nickelodeon, ACUD und Babylon statt.

 

Antragsteller/in Mladi Most Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 19. – 26. Mai 2004

Veranstaltungsort Acud, Babylon, Lichtblick, Nickelodeon, Pfefferberg Sommergarten

Förderbetrag 40.000 €

Internetseiten www.balkanblackbox.deinfo@balkanblackbox.de

Produkt & Vision: Raffinierter Überleben - Schnittstellen und Trennlinien in Kunst und Wirtschaft

INHALT PRODUKT UND VISION

 

Kann ein transdisziplinäres Projekt zwischen Unternehmen, Wissenschaftlern und Künstlern gängige Missverständnisse und Vorbehalte überwinden und eine für alle Beteiligten gewinnbringende Form der Zusammenarbeit entwickeln?

 

Auf Einladung des Kunstvereins Kunstfabrik am Flutgraben, Berlin, beteiligen sich der Cornelsen Verlag für Bildungsmedien und die systemische Unternehmensberatung osb-i als inhaltliche Partner bei Produkt & Vision (P&V). Vierzehn Künstler deren Arbeitsschwerpunkt im Schnittstellenbereich zwischen Kunst und Wirtschaft liegt, wirken ebenso am Projekt mit wie zahlreiche Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft aus ganz Europa.

 

Cornelsen fungiert als Modellunternehmen, mit dem sich die Eingeladenen beschäftigen und Ideen, Kommentare und Kritiken entwickeln.

 

Als eine der wichtigsten gesellschaftlichen Organisationsformen ist ein Unternehmen, vereinfacht gesprochen, ein Ort, an dem etwas „unternommen“ wird. Wir definieren Unternehmen vorläufig als eine unideologische Experimentierfläche. Es wird als Ort der Tätigkeit verstanden, der sowohl in der Wirtschaft aufgrund wirtschaftlicher Ziele, als auch in der Kunst aufgrund künstlerischer Ziele Profit, Sinn und Innovation erzeugen kann. Auf dieser Grundlage fragt P&V nach Vorschlägen zur Veränderung und Verbesserung eines Unternehmens. Die verschiedenen Disziplinen und Positionen legen nahe, dass sehr unterschiedliche Ideen von „Verbesserung“ bzw. „Optimierung“ aufeinander treffen werden.

 

Der Begriff, der die Facetten des Projektes vor diesem Hintergrund vereint, ist ‚Lernfähigkeit’. Der Bogen kann gespannt werden von der Lernfähigkeit des Einzelnen über die Lernfähigkeit von Unternehmen bis hin zur Frage nach der Lernfähigkeit einer Gesellschaft, die sich mit ökonomischen Organisationsformen konfrontiert sieht.

 

In Podien, Arbeitstreffen und Diskussionsveranstaltungen wird die Arbeit am Modellunternehmen und an anderen inhaltlichen Themen intensiviert und schließlich in einer Ausstellung im September 2005 in der Kunstfabrik umgesetzt. Die Internetseite bietet ein Forum zum Austausch an, sowie die Möglichkeit, das Konzept des Projektes sowie Materialen zu einzelnen Themen und zum Modellunternehmen Cornelsen und den am Projekt beteiligten Kooperationspartnern herunterzuladen.

 

Informationen zu den Begleitveranstaltungen finden Sie unter folgendem Link:

Antragsteller/in Kunstfabrik am Flutgraben e.V.

Veranstaltungstermin 8. September bis 9. Oktober 2005 Weitere Termine aktuell auf der Website

Veranstaltungsort Kunstfabrik am Flutgraben e.V., Am Flutgraben 3, 12435 Berlin

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen In Kooperation mit Cornelsen, Verlag für Bildungsmedien und osb-i Systemische Organisationsberatung Weitere Unterstützer: British Council Danish Art Council Pro Helvetia Bionade GmbH

Internetseiten www.produktundvision.com

Pressestimmen

Sonderprogramme der transmediale.04: De-Place/Re-Place und Performing Sound

De-Place/Re-Place - Urbane Utopien im Kontext Elektronischer Musik:

Busrundfahrt mit musikalischen Live-Performances an vier verschieden Orten im Stadtraum. Begrenzte

Teilnehmerzahl

Mit Performances von:

Ekkehard Ehlers (Staubgold, DE)

Kaffe Matthews (Annette Works, GB)

Christina Kubisch (semishigure, DE)

Boris Hegenbart (#/Tau, DE)

 

Performing Sound - Repräsentationen des Körpers in der Elektronischen Musik

Antragsteller/in Club transmediale Gbr Berlin

Veranstaltungstermin Ausstellung: 30. Januar - 15. Februar 2004 Festival: 30. Januar - 4. Februar 2004 Club: 30. Januar - 7. Februar 2004

Veranstaltungsort Haus der Kulturen der Welt, Stadtraum Berlin

Förderbetrag 60.000 €

Internetseiten www.transmediale.de

TRASA warszawa-berlin

Wir freuen uns darauf hinzuweisen, dass die Neuauflage von TRASA im Jahr 2006 eine Förderung durch das Auswärtige Amt erhalten hat und im Rahmen des Deutsch-Polnische Jahres 2005/2006 stattfindet.

 

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Das Projekt TRASA warszawa-berlin verbindet Klangkunst, Video- und Medienkunst zu einer interaktiven Installation im öffentlichen Raum. Zwei Passagenräume in den zwei europäischen Metropolen sind für zwei Monate medial miteinander verbunden, so dass ein unmittelbarer visueller und akustisch-literarischer Kontakt entsteht.

 

Video: In den beiden zentral gelegenen, unterirdischen Passagenräumen – U-Bahnzugänge in Warschau (Plac Defilad) und Berlin (Alexanderplatz) – werden Videobilder des jeweiligen Stadtraums mit zufällig vorbeikommenden Passanten aufgenommen und in die jeweils andere Stadt per Internetlivestream übertragen. Das Bild aus der anderen Stadt wie auch das Vor-Ort-Bild werden visuell verfremdet und zeitlich verzögert, und anschließend nebeneinander direkt auf eine gegenüberliegende Wand projiziert. Die Passanten des einen Stadtraums blicken so auf die Passanten des anderen Stadtraums – und zugleich auf sich selbst: Fremdwahrnehmung und Selbstwahrnehmung als simultaner Prozess.

 

Audio: Innerhalb dieser Konstellation ist mittels eines Laser-Distanzsensors eine räumliche Strecke definiert, auf der zwei begehbare Texte – die Gedichte „Glückloser Engel 2“ von Heiner Müller und „Bahnhof“ von Wislawa Szymborska hörbar werden. Tritt ein Passant an einer bestimmten Stelle in den Sensorbereich, so hört er die diesem Ort zugeordnete Textstelle in einer sprachmusikalischen Umspielung. Der Text kann auf diese Weise körperlich durchschritten und abhängig von den eigenen Position erfahren werden: eine akustische Texttopografie. Die Textloops werden dabei über 12 im Raum verteilte, rote Hornlautsprecher in sich verändernden Klangvariationen und Stimmvervielfachungen abgespielt. Während die Passanten in der Warschauer Passage den polnischen Textfluss bestimmen, steuern die in der Berliner Passage den deutschen Textfluss. Die Steuerungsdaten werden simultan übertragen, so dass beide Texte in beiden Räumen entsprechend zu hören sind. Die beiden Sprachen mischen sich zu einem gemeinsamen Klangraum, einen Raum zwischen Verstehen und Nicht-Verstehen.

 

Mediale Ost-West-Wahrnehmung: TRASA ist eine im doppelten Sinne „mehrsprachige“ und „reflektorische“ Installation, die zwei urbane Zentren Europas entlang der Ost-West-Achse verbindet. Die Beziehung der beiden Länder Polen und Deutschland sowie der beiden Hauptstädte ist eine bewegte, und oft einseitig-feindliche gewesen. Mit TRASA entsteht ein temporärer, medialer Kontakt in diesem historischen Spannungsraum, der zugleich die Frage nach dem Gelingen von Kontakt in der aktuellen medialen Gesellschaft aufwirft. Die Störungen und Verfremdungen in den Kontaktmöglichkeiten fördern dabei die kommunikative Phantasie, den spielerischen Umgang mit dem Gegenüber. Der Raum vor der Projektionswand wird zur Bühne. Die Installation lebt von der Partizipation der Zuschauer, die hier zu Akteuren werden.

 

Urbane Intervention: In TRASA wird eine virtuelle Verbindung zwischen zwei ehemals sozialistisch geprägten Plätzen eröffnet, die eine flüchtige, inzwischen stark merkantil geprägte Atmosphäre besitzen. Mit der Installation wird der alltägliche Gang der Passanten irritierend unterbrochen. Sie werden, während sie vom Warenhaus zur U-Bahn gehen, mit ihrem Spiegelbild und einem anderen Lebensraum konfrontiert und gleichzeitig akustisch angesprochen. Die audio-visuellen Interaktionsmöglichkeiten verwandeln die nur transitorisch genutzten öffentlichen Räume in einen ästhetischen Kommunikationsraum, in dem das Wechselspiel von Körperlichkeit und Immaterialität ein entscheidendes Moment darstellt: ein bimedialer Kontaktraum.

 

Eine Produktion von KlangQuadrat. Büro für Klang- und Medienkunst, Goethe-Institut Warschau und der Stadt Warschau

In Kooperation mit Goethe-Forum Berlin, Literaturfestival Berlin, Transmediale/Podewil und 47. Internationales Festival für zeitgenössische Musik "Warschauer Herbst"

Gefördert von Hauptstadtkulturfonds, INM, Kulturamt Mitte

Unterstützt von Siemens, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Goethe-Institut Sponsoring, QSC, BVG, Metro Warschau

 

Antragsteller/in Georg Klein

Veranstaltungstermin 24. September - 28. November 2004

Veranstaltungsort Berlin Alexanderplatz, Warszawa/Plac Defilad

Förderbetrag 15.000 €

Internetseiten www.trasa.dewww.georgklein.de

Volkspalast

Drei Jahre nach Start der Initiative ZWISCHEN PALAST NUTZUNG, nach Hunderten von Sitzungen und Gesprächen, langwierigen Verhandlungen mit Politikern, Verwaltungsbeamten und Vertretern der Wirtschaft, nach diversen Konzeptvorschlägen und Diskussionen mit Kuratoren, Künstlern und Kulturschaffenden war es soweit: Der Palast der Republik wurde als VOLKSPALAST wiedereröffnet! Vom 20. August bis zum 9. November wurde der entkernte Palast zur Mehrzweckhalle, zum multifunktionellen Stadion: Ballsaal, Konzerthalle, Tagungsort, Theater, Chorsaal, Club, Sporthalle, Ausstellungsfläche, Marktplatz, Wasserstadt, Labyrinth - sprich: zu einem zeitlich befristeten urbanen Labor für neue Formen von Öffentlichkeit, Kommunikation und Interaktion. Die Projekte, die stattgefunden haben, zeichneten sich durch eine Verknüpfung von kultureller Innovation und Publikumswirksamkeit aus, und generierten somit an diesem verwaisten Ort temporär ein öffentliches und städtisches Leben, an dem die unterschiedlichsten Personen und Gruppen sich beteiligten.

 

VOLKSPALAST ist eine Veranstaltung von Sophiensæle und HAU in Kooperation mit Shrinking Cities und mediapool initiiert von Zwischen Palast Nutzung e.V.

Antragsteller/in Sophiensaele GmbH und Hebbel Theater Berlin GmbH

Veranstaltungstermin 20. August - 9. November 2004

Veranstaltungsort Palast der Republik

Förderbetrag 280.000 €

Internetseiten www.volkspalast.com