Berenice Abbott - Changing New York

Als Auftakt einer längerfristigen Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Berlin zeigt das Museum of the City of New York mit 109 Vintage-Prints erstmals in Berlin eine repräsentative Auswahl aus dem überwältigenden Foto-Projekt "Changing New York" der New Yorker Fotografin Berenice Abbott (1898-1991).

Antragsteller/in Stiftung Stadtmuseum Berlin

Veranstaltungstermin 27. Februar - 20. April 2004

Veranstaltungsort Ephraim-Palais

Förderbetrag 40.000 €

Die Azteken - Übernahme der Ausstellung von der Royal Academy of Arts London

Mit mehr als 350 Werken aus zahlreichen internationalen Museen beleuchtet die Ausstellung „Azteken" im Martin-Gropius-Bau eine faszinierende Kultur. Die Blütezeit des im 12. Jh. aus dem Norden in das Hochtal von Mexiko eingewanderten Volkes begann um 1430 und endete 1521 mit der spanischen Eroberung. Durch den Dreibund zwischen der Hauptstadt Tenochtitlan, „Ort des Steinkaktus", und zwei weiteren strategisch wichtigen Orten manifestierten die Azteken ihre politische und militärische Bedeutung. Mit der Kontrolle vieler Provinzen zwischen Atlantik und Pazifik konnten wertvolle Ressourcen an Rohstoffen und Arbeitskräften ideal für den Ausbau und die Sicherung des Reiches genutzt werden.

 

Neben politischen und militärischen Aspekten thematisiert die Ausstellung auch das religiöse und Alltagsleben der Azteken. Anhand von monumentalen Tierskulpturen, feinsten Federarbeiten, Goldschmuck, farbig bemalten Keramiken und seltenen Bilderhandschriften zeigt die Ausstellung, dass die Religion sowohl den privaten als auch öffentlichen Bereich durchdrang. Das Leben der Azteken war durch eine kosmische Ordnung geprägt, in dessen Mittelpunkt das Streben nach harmonischer Existenz stand.

 

Kostbare Statussymbole dokumentieren die Gesellschaftsstruktur der Azteken und den Reichtum und Prunk des höfischen Lebens. An der Spitze der hierarchisch gegliederten Gesellschaft standen die Herrscher, die sich wie die Priester und die militärische Elite aus dem Geburtsadel rekrutierten. Privilegien genossen neben der Herrschaftselite und den so genannten „Adlerkriegern" auch Kunsthandwerker und Fernkaufleute, die Luxusartikel – wertvolle Federn, Felle, Textilien, Edelsteine – aus allen Teilen des aztekischen Einflussgebietes in die Hauptstadt brachten. Die große Mehrheit der Bevölkerung bestand aus Bauern und Landarbeitern.

 

Einer der Höhepunkte der Ausstellung sind die Funde aus dem Bereich des Templo Mayor, des Haupttempels, der das Zentrum des politischen und religiösen Lebens der aztekischen Hauptstadt war. Zwar beeindruckte die spanischen Eroberer die strahlende Azteken-Metropole, von den religiösen Gebräuchen, insbesondere dem Menschenopfer, die Bestandteil der Sicherung der gesellschaftlichen Ordnung waren, waren sie aber schockiert. Daher ließen sie in missionarischem Eifer ganze Bibliotheken von Bilderhandschriften rituellen Inhalts verbrennen und den Tempelbezirk zerstören. Seit 1978 graben dort führende mexikanische Archäologen nach den Resten des großen Aztekenreichs.

Antragsteller/in Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH

Veranstaltungstermin 17. Mai - 10. August 2003

Veranstaltungsort Martin-Gropius-Bau

Förderbetrag 280.000 €

Kooperationen Gobierno Federal de los Estados Unidos de México Auswärtiges Amt Kulturstiftung der Länder

Internetseiten www.smb.spk-berlin.de

Schrift, Bilder, Denken - Walter Benjamin und die Kunst der Gegenwart

Die Ausstellung zeigt Arbeiten internationaler Künstler des 20. Jahrhunderts. Sie stellt junge zeitgenössische Künstler vor, die die Rezeption Walter Benjamins in ihren Einflüssen auf die Kunstentwicklung verdeutlichen.

 

Antragsteller/in Haus am Waldsee

Veranstaltungstermin 31. Oktober 2004 bis 30. Januar 2005

Veranstaltungsort Haus am Waldsee

Förderbetrag 180.000 €

Internetseiten www.haus-am-waldsee.de

Valie Export

Unter dem Titel "Mediale Anagramme" präsentiert die NGBK in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste erstmals eine umfassende Einzelausstellung der 1940 in Linz geborenen Künstlerin Valie Export in Deutschland. Die Medienkünstlerin ist seit den 60er Jahren international bekannt durch ihre gesellschaftkritische, feministische Grundhaltung, die in ihrem vielfältigen Werk (Fotografie, Video, Performances, Installationen) zum Ausdruck kommt.

 

Bereits in den 70er Jahren nannte sich die österreichische Künstlerin VALIE EXPORT programmatisch "Medienkünstlerin". Mit ihren medienkritischen Arbeiten untersuchte sie Wirkungen und Effekte, die technische und elektronische Medien auf die Wahrnehmung der Menschen, auf ihre Kommunikation und soziale Verhaltensformen ja auf ihre gesamte Lebensweise ausüben. Ihr Werk ist bestimmt von einer kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Realitäten, die von Bild- und Kommunikationsmedien geprägt, strukturiert und hergestellt werden. VALIE EXPORT hat aus dem anagrammatischen Verfahren eine künstlerische Technik des Verschiebens und Verschränkens entwickelt, mit der es ihr gelingt, die immanente Logik von technologischer Bild- und Sinnproduktion offen zu legen und ihre Leerstellen zu markieren.

Für die Ausstellung wurde eine große Auswahl der bedeutendsten Arbeiten VALIE EXPORTs zusammengetragen. Konzeptuelle Fotografie, Expanded Cinema, Digitale Fotografie, Installationen wie "Der Schrei" oder "Die un- endliche un- ähnliche Melodie der Stränge", fotografische und Videodokumentationen von Aktionen, Körperkonfigurationen, Film und computerbasierte Werke werden gezeigt – in einer der Komplexität der Arbeiten adäquaten Form, durch die die Aktualität des Werks erfahrbar wird.

Antragsteller/in Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.

Veranstaltungstermin 18. Januar - 8. März 2003

Veranstaltungsort Akademie der Künste

Förderbetrag 24.000 €

Internetseiten www.ngbk.de