Emily on the Rocks

Emily on the Rocks -- take two ist eine Annäherung an die Sprache der amerikanischen Dichterin Emily Dickinson, die im 19. Jahrhundert zurückgezogen in ihrem Elternhaus lebte. Ihre surrealen und atonalen Sprachfiguren entziehen sich jedem schnellen Verständnis, ihr Stil zeichnet sich durch hohe Verdichtungen und irritierende Auslassungen aus.

 

Penelope Wehrli installiert im Kubus eine intime Raumsituation. Emiliy Dickinsons Sprache, Hans Peter Kuhns Klänge und Projektionen von Baustellen und vier Emilys bewegen sich um die Zuschauer herum. jede Spur folgt ihrer eigenen Struktur. Es entsteht eine mehrstimmige, vielschichtig flüchtige Partitur der kalkulierten Unübersichtlichkeit. In dieser Stimmung der Gleichzeitigkeit und Verdichtungen kann der Zuschauer in den rätselhaften Kosmos der Verse Dickinsons eintauchen.

 

An vier Abenden wandelt sich die Installation zur Performance. Die Akteurinnen sprechen Dickinsons Texte und übersetzen sie in die Tanzschrift von Jo Fabians Alphasystem. Kaum sichtbar hinter einer Gaze-Wand, sind sie fast ununterscheidbar von ihren Projektionen.

Antragsteller/in Penelope Wehrli

Veranstaltungstermin 3., 4., 10., 11. März Performance 3. bis 11. März Installation

Veranstaltungsort Tesla

Förderbetrag 73.000 €

Internetseiten www.tesla-berlin.de

Ordo Virtutum - das Spiel der Kräfte

Der ORDO VIRTUTUM ist eines der bemerkenswertesten Dramen des Mittelalters und steht am Anfang unserer mitteleuropäischen Theatertradition.

Das Singspiel wird mit Kostümen, Lichtdesign und einem Bühnenbild, das speziell dafür entworfen wurde, in Szene gesetzt. Am Anfang des Stückes "schweben" die Tugenden (Virtutes) auf ihren Himmelsleitern herab. Die Demut (Humilitas) sitzt auf ihrer Himmelsschaukel und schart ihre Tugenden um sich, um die menschliche Seele (Anima) aus den Händen des Teufels (Diabolus) zu befreien. Die Himmelsmächte gewinnen diesen Kampf und entschwinden mit der ergreifenden Hymne "In principo - am Anfang war die Schöpfung grün und frisch" gen Himmel. Am Ende des Stückes schwebt ein riesiger Fallschirm - der Segen Gottes - herab.

Antragsteller/in Gislinde Gunhild Strunz

Veranstaltungstermin 18. September 2003

Veranstaltungsort Johannes Evangelist Kirche

Förderbetrag 32.000 €

Internetseiten www.scivias-chor.de