ALLES

 

Das Künstlerkollektiv SHOWCASE BEAT LE MOT zeigt "ALLES".

 

Mit „ALLES“ wollen wir den entsprechenden Versuch unternehmen, eine monumentale Gebrauchsanweisung für das moderne Leben auf die Bühne zu bringen, die tatsächlich alles erklärt.

 

Wir suchen die Wahrheit nicht mehr im Kleinen. Was ernst genommen werden will, muss für sich in Anspruch nehmen können, allgemeingültig zu sein.

 

Ein zu spät Kommender fragt, ob das "ALLES" sei,

„ALLES IN WONDERLAND?“

 

„Nein mein Herr, dies ist kein verzauberter Kaninchenbau, sondern eine halbverspiegelte vierte Wand.

Die meiste Zeit erkennen Sie sich darin selbst, nur wenn drinnen ein Licht angeht, können Sie einen Blick hineinwerfen.

Jedenfalls öffnen sich manchmal ganz plötzlich Türen, die vorher nicht da gewesen sind, oder alte Öffnungen verschwinden.

Das Entscheidende dieser verschiedenen Welten ist folgendes: Sie entstammen alle dem gleichen Nest.

 

"ALLES" ist der Versuch, das Wesen des Nests zu bestimmen.

 

Antragsteller/in Showcase Beat Le Mot

Veranstaltungstermin 30. November 2011, 2. bis 4. Dezember 2011

Veranstaltungsort Hebbel am Ufer / HAU3

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen „Alles“ ist eine Produktion von Showcase Beat le Mot in Koproduktion mit Hebbel am Ufer, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt, Kampnagel Hamburg und Forum Freies Theater Düsseldorf. Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, den Hauptstadtkulturfond und die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur, Sport und Medien.

Internetseiten www.showcasebeatlemot.de

Alles was ich habe #4

„Alles was ich habe“ ist ein langfristiges Recherche- und Archivprojekt in Formaten zwischen Ausstellung und Performance. Gesammelt, medial transformiert und jeweils neu arrangiert werden Fragmente eines möglichen Zusammenlebens und Praktiken für eine andere Zukunft.

 

Nach Interviewserien mit WissenschaftlerInnen, JournalistInnen, AktivistInnen und KünstlerInnen entwirft „Alles was ich habe #4: Reden“ eine Karte von etwas, das erst noch kommt, erprobt wie Sprache handelnd Wirklichkeiten schafft und sich Einzelne redend darin verorten.

 

In der begehbaren Installation konstruieren sich BesucherInnen ihre eigene Erzählung und begegnen ihren DoppelgängerInnen. Ständig changiert die Besetzung. PerformerInnen werden zu ZuschauerInnen, ZuschauerInnen zu PerformerInnen, zu AutorInnen und wieder zu ZuschauerInnen. Zwischen Fragen und Objekten, zwischen Archivzetteln, möglichen Audio-Guides und hinterlassenen Nachrichten entspinnen sich immer neue Dialoge – fiktive Gespräche darüber, wie es mit der Welt, wie wir sie kannten, auch weiter gehen könnte.

 

„Wir befinden uns in einer jener vielschichtig durchdachten, theatralischen Installationen des Performerduos Bernhard Herbordt und Melanie Mohren, die in Gestalt eines labyrinthischen Archivs aus Textzetteln, Stimmen und Ding-Collagen nichts weniger darstellt als eine Grundinventur des Lebens schlechthin.“ Doris Meierhenrich in der Berliner Zeitung zu „Alles was ich habe #1“ an den sophiensælen, 14.06.2010

 

www.vimeo.com/herbordtmohren

 

Archiv/Konzept/Realisation: Melanie Mohren, Bernhard Herbordt

Raum: Leonie Mohr, Hannes Hartmann

Zusammenarbeit mit: Mladen Alexiiev, Armin Dallapiccola

Technische Leitung: René Liebert

Objektmaschinerie: Jan Rohwedder

Produktionsleitung: Marc Pohl

Assistenz: Juliane Beck

Grafik-Design: Demian Bern

Antragsteller/in Herbordt/Mohren

Veranstaltungstermin 2., 3., 4. und 5. Juni 2011 19.00 Uhr bis 22.00 Uhr

Veranstaltungsort sophiensæle - St. Elisabeth-Kirche

Förderbetrag 55.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Herbordt / Mohren in Kooperation mit zeitraumexit Mannheim für das Festival Wunder der Prärie 2011 und sophiensæle. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und des Landesverbandes Freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.

Internetseiten www.sophiensaele.c...IDstueck=872

Berlin del Mar

Berlin ist weit weg vom Meer; gefühlt, unglaublich weit weg. Vielleicht ist die Sehnsucht deshalb so groß. Die Sehnsucht nach Sonne, Strand und sommerlicher Unbeschwertheit. Deshalb zog es uns schon immer nach Rimini, an die Costa del Sol und nach Ibiza.

Dabei waren Strandresorts immer Produkt dieser Sehnsucht und so real wie Hollywoodfilme: Die unerreichbare Fiktion ist Teil ihrer Anziehungskraft. Vielleicht wurden die Strandbars in Berlin deshalb zu solch einem großen Erfolg. Sie vermögen eine Sehnsucht zu inszenieren, wie es sonst nur in Film und Theater gelingt. Eine Tonne Sand, Liegestühle und drei Aschenbecher schaffen am Alexanderplatz die Illusion von Mallorca. Gleichzeitig wird unerfüllbare Sehnsucht spätestens nach zwei Wochen Strandurlaub zur unerträglichen Langeweile. Ist nicht der Streit um die schönsten Liegeplätze spannender als das Meer selbst? Am Ende des Urlaubs erkunden Rentner die Versorgungsgänge der Clubresorts, inspizieren gelangweilte Urlauber den Poolfilter. Insgeheim war die Animateurin schon immer interessanter als ihr Bühnenprogramm.

 

Berlin del Mar, der erste Berliner Ferienclub ist inspiriert von J. G. Ballards Roman „Cocaine Nights“, eine messerscharfe Studie einer im Niedergang begriffenen Gesellschaft, die, gelangweilt von sich und ihrem durch Sicherheitszäune und Wachpersonal geschützten Alltag, nach stetig neuen Attraktionen, Herausforderungen und Sensationen verlangt und dabei ihre eigenen Untiefen auslotet.

 

In Berlin del Mar werden Parallelen gezogen vom Status Quo einer städteplanerisch erschöpften Berliner Mitte zur tödlichen Langeweile und Gleichgültigkeit, die sich in Ballards Roman über die perfekte und einfach zu konsumierende Ferienwelt der Urlaubsresorts der spanischen Mittelmeerküste gelegt haben wie eine Überdosis Valium.

 

Berlin liegt am Meer! Die erste Post-Strandbar klappt den Tresen auf. In der Kulisse eines Ferienclubresorts inszeniert das Performance- und Theaterfestival Berlin del Mar die Faszination und Sehnsuchtskraft der Strandresorts und Beachbars und den Blick hinter die Fiktion der künstlichen Ferienwelten.

 

Berliner KünstlerInnen entwickeln Theater, Performances und Interaktionen für diesen ersten Ferienclub in Mitte. In Diskussionsrunden fragen wir ExpertInnen und Kulturakteure zu ihren Visionen für Berlins urbane Mitte: Creative City oder touristischer Hyperraum?

 

Mit Gintersdorfer/Klaßen, Patrick Wengenroth, Das Helmi, Monster Truck, Turbo Pascal, Jared Gradinger, Maiden Monsters, Johannes Müller, Beatrice Fleischlin, Till Müller-Klug/Nina Tecklenburg, Lovefuckers, Pony Pedro und anderen

 

 

Antragsteller/in Sophiensaele GmbH - Kerstin Müller

Veranstaltungstermin 23. Juni bis 03. Juli 2011

Veranstaltungsort Am Haus der Statistik / Alexanderplatz Otto-Braun-Str. 70-72 / Ecke Karl-Marx-Allee

Förderbetrag 125.000 €

Kooperationen Eine Produktion von sophiensæle. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung von TUI, Dinamix und AV-Tour. Als Medienpartner unterstützt von taz. die tageszeitung, rbb radioeins und Zitty.

Internetseiten www.berlin-del-mar.de

Chez Icke

Chez Icke ist die Rückkehr der Stammkneipe, und die findet virtuell und real statt, und ist eigentlich ein Filmset. Chez Icke ist worldweit interaktiv. Sie können sich von überall via Internet im Chez Icke einloggen und durch und mit Schauspieleravataren in der Bar kommunizieren.

 

Das Chez Icke bringt Kreuzberger Kiez und internationalen Berliner Glamour zusammen. Im dunkelsten Monat des Jahres stellen wir mit Schauspielern=Tresenkräften, Theater- und Filmemachern, Autoren, Musikern, Someliers und Philosophen, Trinkern und Nichttrinkern die Frage des Lebens und dazu gibt’s immer ein passendes Kaltgetränk.

 

Chez Icke ist Studio und Spielort einer überalltäglichen Tresenshow. Talken und Leben am Tresen mit Jackie A., Britta Dahlmann, Sorry Gilberto, Ralf Goldkind, Miss Kenichi, Matze Kloppe, Caroline Peters, Jan Plewka, Anne Ratte-Polle, Christiane Rösinger, Peter Trabner, Max/Marcus Reinhardt, Judith Rosmair, Patrick Wengenroth und xxx

 

Antragsteller/in Gesine Danckwart

Veranstaltungstermin 1.-3., 8.-10., 15.-17., 22., 29.-31. Dezember 2011 geöffnet ab 20Uhr

Veranstaltungsort Markthalle Neun, Pücklerstrasse 34, 10997 Berlin

Förderbetrag 75.000 €

Kooperationen Eine Koproduktion von Theater Hebbel am Ufer und danckwart&hansen.film, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und das Medienboard Berlin-Brandenburg und mit freundlicher Unterstützung der Markthalle Neun.

Internetseiten www.chez-icke.com

COMMUNIST BIGAMIST. TWO LOVE STORIES

Die österreichische Kommunistin Ruth Fischer trifft die afro-amerikanische Bürgerrechtlerin und Wissenschaftlerin Angela Davis! Die zwei verführerischen Frauen teilen nicht nur ihren Stil und ihre radikalen politischen Perspektiven, sondern auch ihren Ehemann, namens Kommunismus. Was tun? Sie stehen vor der Entscheidung ob sie Kommunismus verlassen sollen. Communist Bigamist. Two Love Stories – eine glamoröse Dokufiktion mit der internationalen Performerin Vaginal Davis und der Schauspielerin und Regisseurin Susanne Sachsse. In Zeiten des Rückblicks auf das politische und theoretische Projekt Kommunismus, in Zeiten der weltweiten "Occupy Capitalism" Bewegung, okkupieren wir Kommunismus. Fischer (1895-1961), Gründerin der Österreichischen KP und Leiterin der Berliner KPD, bekannt für ihre stilisierten Auftritte bei politischen Veranstaltungen mit tief ausgeschnittenem Dekolleté und Trompete, pflegte einen Verbalradikalismus, der ihr Beifall und Stimmen einbrachte. Ihr Pamphlet Sexualethik des Kommunismus aus dem Jahr 1920 stimuliert und irritiert uns noch heute. Eine von Fischers vielen Feindinnen in Sachen Kommunismus, Clara Zetkin, behauptete dass Fischer "ihre politische Haltung von den wechselnden sexuellen Beziehungen abhängig machte." Angela Davis (geb. 1944), stilprägend mit ihrem Afro-Look, schwarzer Lederjacke und ihrem von den Black Panthers inspirierten Black-Power-Stil, findet mit ihren engagierten Reden immer noch eine begeistert Anhängerschaft. Ihre Race- und Gender-Kritik an den von weißen Hetero- Männern dominierten politischen Bewegungen ist nach wie vor wegweisend. „No march, movement, or agenda that defines manhood in the narrowest terms and seeks to make women lesser partners in this quest for equality can be considered a positive step.“ (Angela Davis). In ihrer ersten Zusammenarbeit seit CHEAP BLACKY (2007, Regie: Bruce LaBruce) bringt das Berliner CHEAP art collective seine verführerische Mischung aus Fabulation, Autobiografie und Trivialität auf die Bühne.

Antragsteller/in Susanne Sachsse

Veranstaltungstermin 8. bis 11. Dezember 2012 - jeweils 20:00 Uhr

Veranstaltungsort HAU 3

Förderbetrag 45.000 €

Kooperationen HAU FFT Düsseldorf

Internetseiten www.hebbel-am-ufer...0.html?HAU=3

Der Glöckner von Notre Dame

„Auf dass ihr so taub werdet wie ich!“ (Quasimodo)

1482. Eine Lichtgestalt im roten Kleid betritt die Stadt durch das Gibard-Tor. Sie wird Einfluss ausüben auf die Bewegungen der Massen, die sich täglich durch die Strassen von Paris wälzen. In einem finsteren Winkel des höchsten Turms der Kathedrale hat jemand von Hand in griechischen Versalbuchstaben das Wort 'Verhängnis' in die Wand eingegraben... Jegliche Hoffnung scheint verloren. Die Geschichte dreht sich im Kreis; das Glockenspiel klimpert leise in einem endlosen Loop. Alles auf Anfang. Ding Dong.

Monster Truck präsentiert ein tableau vivant, das sich aus Versatzstücken der überbordenden, karnevalistischen Welt Victor Hugos zusammen setzt und katapultiert Sie zurück ins finsterste Mittelalter.

 

Von und mit: Manuel Gerst, Matthias Meppelink, Sahar Rahimi, Marcel Schwald, Ina Vera | Technische Leitung: Felix Grimm | Produktionsleitung: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

 

Eine Koproduktion von Monster Truck mit dem Festival Grenzenlos Kultur Mainz, dem Festival Okkupation Zürich, Forum Freies Theater Düsseldorf und sophiensaele. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der Rudolf Augstein Stiftung und der Allianz Kulturstiftung/Kulturallianzen.

Antragsteller/in Monster Truck

Veranstaltungstermin 22., 23., 24., 25. September 2011

Veranstaltungsort sophiensaele

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen Festival Grenzenlos Kultur Mainz, Festival Okkupation Zürich, Forum Freies Theater Düsseldorf, sophiensaele

Internetseiten www.monstertrucker.de

Freischwimmer 2011 - Neues aus Theater, Performance und Live Art

FREISCHWIMMER 2011. Neues aus Theater, Performance und Live Art ist Werft und Landungsbrücke für ein kommendes Theater und sein Publikum. Als Festival ‚on tour’ reist Freischwimmer nach dem Auftakt in den Berliner sophiensælen nach Hamburg zu Kampnagel, ans Koproduktionshaus brut in Wien, in das Theaterhaus Gessnerallee nach Zürich und abschließend ans Düsseldorfer FFT.

Sieben Theaterformationen aus dem deutschsprachigen Raum präsentieren Projekte, die sie unter gleichen organisatorischen Bedingungen und im Rahmen der inhaltlichen Programmatik der fünf Gastgebertheater entwickelt haben.

 

Rückzug ins Öffentliche

Irgendwann Ende des letzten Jahrtausends wurde es plötzlich möglich, die starren Grenzen des heimischen Sofas auf digitalem Wege zu durchbrechen. Damals konnte und wollte keiner ahnen, dass sich mit dieser Verflüssigung des Übergangs von Privatem und Öffentlichem die Welt in eine überdimensionale Häkeldecke verwandeln würde, an deren unförmiger wie rasender Erweiterung sich mittlerweile jeder beteiligen kann. Gemeinsam mit Obama, Greenpeace und der Deutschen Bank twittern, bloggen, posten und talken wir uns um den Verstand und wissen dabei vor lauter Freundschaftsanfragen nicht mehr, mit wem wer sich über was überhaupt noch streiten sollte.

 

Freischwimmer 2011 hat junge TheaterkünstlerInnen eingeladen, ins Silbrig-graue des privat-öffentlichen Einerleis eine Reihe schillernder Pfosten zu rammen. Die sieben internationalen Performance- und Theaterprojekte des Festivals begegnen den drohenden Gefühlen wachsender persönlicher und gesellschaftlicher Indifferenz mit exemplarischen Landgewinnungsversuchen, indem sie die kuschelige Wohlfühlatmosphäre lokaler Netzwerke mit der physischen Präsenz theatraler Konfrontation verbinden. Freischwimmer 2011 macht damit die verlockend-diffuse Grenzenlosigkeit des Theaters zum Schauplatz für aktuelle Konturenbildung.

 

COACH Marcus Droß PRODUKTIONSLEITUNG Marc Pohl PRODUKTIONSASSISTENZ Milena Kipfmüller PRODUKIONSHOSPITANZ Alina-Pia Preuß TECHNISCHE GESAMTLEITUNG Fabian Lehmann TECHNISCHE ASSISTENZ Lucas Gruber, Dirk Lutz

 

FREISCHWIMMER 2011. Neues aus Theater, Performance und Live Art ist ein Gemeinschaftsprojekt von sophiensæle Berlin, FFT Düsseldorf, Kampnagel Hamburg, brut Wien und Theaterhaus Gessnerallee Zürich.

 

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, des Kulturamtes der Stadt Düsseldorf, der Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur Österreich, der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7), der Stadt Zürich Kultur, von Migros-Kulturprozent und der Fachstelle Kultur Kanton Zürich.

Mit freundlicher Unterstützung von All Seasons Hotel Berlin Mitte, Hotel Rothaus Zürich, ODM Objektdesign Mosbach, Der Holländer GmbH und zitty Berlin.

Antragsteller/in Sophiensæle GmbH

Veranstaltungstermin 4. März bis 28. Mai 2011

Veranstaltungsort sophiensæle Berlin, Kampnagel Hamburg, brut Wien, Gessnerallee Zürich, FFT Düsseldorf

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen FT Düsseldorf Kampnagel Hamburg brut Wien Theaterhaus Gessnerallee Zürich

Internetseiten www.freischwimmer-festival.com

HABITAT

HABITAT ist eine begehbare Performance-Installation und lädt das Publikum ein, verschiedene reale wie virtuelle Raumebenen aus einer selbst bestimmten Perspektive zu erleben.

 

Aus Eiche modellierte Skulpturen gestalteten den Gesamtraum der Performance-Installation. Die Einheit von Tanz und Skulptur entsteht unter Anwendung eines speziell für die Performance entwickelten Computerprogramms. Mittels digitaler Videotechnik wird in Echtzeit eine Verbindung zwischen der Tänzerin im realen Raum und dem intimen, für den Betrachter zu entdeckenden Innenraum der Skulpturen hergestellt. Die in den Monitoren zu sehenden Räume bilden die mediale Verlängerung der Skulpturen und die virtuellen Bühnen für die Tänzerin. Diese werden im Verlauf der Performance durch den Tanz belebt.

 

Die klassische Trennung zwischen Bühne und Zuschauer wird aufgebrochen. Für die Zuschauer entsteht eine Umgebung, die sowohl Performance als auch Installation ist. Er hat die Möglichkeit, sich frei durch die Performance-Installation zu bewegen. So erschließen sich ihm neue Wege der Wahrnehmung. Es gibt keine Lücke zwischen Spielfläche, Publikum, Performer, Akustik und Skulptur. Dadurch wird der künstlerische Prozess während der Performance für den Zuschauer erfahrbar.

 

 

Konzept: LaborGras & Volker Schnüttgen Choreografie: LaborGras (Renate Graziadei & Arthur Stäldi)

Performer: Renate Graziadei

Skulpturen & Gestaltung Virtuelle Innenräume: Volker Schnüttgen

Videoart: Frieder Weiss & Martin Bellardi Komposition & Live Musik: Constantin Popp

Kostüm: Chantal Margiotta

Künstlerische Assistenz Skulpturen: Fernando Almeida

Technische Leitung: Jochen Massar Produktionsleitung: Inge Zysk

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Yven Augustin

 

Antragsteller/in LaborGras

Veranstaltungstermin 17. Dezember 2010, 22: Uhr 18. Dezember 2010 um 22:00 Uhr 19. Dezember 18:00 Uhr

Veranstaltungsort Radialsystem V, Holzmarktstr. 33, 10243 Berlin

Förderbetrag 10.000 € Wiederaufnahme

Kooperationen Unterstützt durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten Kirchhoff Automotive Galeria Arthobler Die Work in Progress Version 2008 entstand in Kooperation mit Espaço dos Tempos Convento da Saudação, Montemor-o-Novo, mit - Faculdade De Belas Artes Do Porto und wurde Unterstützt von Kirchhoff Automotive.

Internetseiten www.laborgras.comwww.radialsystem.de/www.volker-schnuettgen.com

Hotel Savoy. Ein Theaterlabyrinth von Dominic Huber/Blendwerk, Zürich

Dominic Huber schafft mit "HOTEL SAVOY" eine mehrstöckige, begehbare Installation auf der Hinterbühne des HAU 1. Titelgebend ist der gleichnamige Roman von Joseph Roth, in dem ein Hotel mit seinen Räumen, Begegnungen und Geschichten zur Metapher für Orientierungsversuche von Menschen in einer Zeit von Unsicherheit und Veränderungen wird. Hubers Installation übersetzt diese Suche nach Identität in ein Spiel mit der Wahrnehmung von Ort und Zeit. Es ist eine Parallelrealität, in welcher andere Gesetze gelten sich aber auch neue Möglichkeiten auftun.

 

Die Zuschauer betreten nacheinander einzeln ein Hotelzimmer. Hier öffnen sich Wege in unvorhersehbare Situationen, in denen sich die Hotelgäste entscheiden müssen. Sie werden Teil einer Geschichte, die auf unheimliche Art und Weise von ihnen selbst handelt und in welcher nichts ist, wie es zunächst scheint. In einer labyrinthischen Raumsequenz treffen sie auf andere, die sich irgendwie den Weg durch das Hotel gebahnt haben und gleichermaßen auf der Suche sind. Wie im richtigen Leben gibt es auch hier Gewinner und Verlierer, einige wissen mehr als andere, einzelne werden überholt oder es scheint zumindest so. Und so manche Begegnung nimmt einen anderen Ausgang als den nächstliegenden. Jeder Zuschauer ist Hauptdarsteller in einer surrealen Szenerie, in der die Wirklichkeit wie ein Traum zu funktionieren scheint. "HOTEL SAVOY" ist ein Spiel, das zwischen archaischem Vergnügen und scheinbarer Regularität pendelt und urbildhafte Sehnsuchtsräume erlebbar macht.

 

Dominic Huber arbeitet als Bühnenbildner und Theatermacher gerne in und an Räumen, die auch Filmsets sein könnten. Nach dem Prinzip der "augmented realities" interessiert er sich dafür, konkrete (Theater-)räume, Situationen und Realitäten mittels präziser künstlerischer Eingriffe zu erweitern, zu verfremden und zu verändern. Mit Bernhard Mikeska entwickelte er als mikeska:plus:blendwerk zahlreiche installative Theaterprojekte: u.a. "Rashomon: "TRUTH LIES NEXT DOOR", "GHOSTS: "who's watching you?" und "MARIENBAD : coming soon". 2010 erarbeitete er das eigene theatrale Installations-Projekt "HOTEL SAVOY" in einem Gebäude des Goethe-Instituts an der 5th Avenue in New York sowie einen Beitrag für das Festival "Ciudades Paralelas" in Berlin, Warschau, Buenos Aires und Zürich.

 

Antragsteller/in Hebbel-Theater Berlin GmbH

Veranstaltungstermin 20. bis 30. Oktober, ausser 25. Oktober 2011 18.00 bis 22.00 Uhr, Sa. und So.: 16 bis 22 Uhr. Start im 15 Minuten Takt

Veranstaltungsort HAU 1

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen Eine Produktion von blendwerk und dem HAU, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und durch das Goethe-Institut New York. Das Projekt basiert auf "HOTEL SAVOY" New York City 2010, einer Produktion von blendwerk, Goethe-Institut und Performance Space 122. Präsentiert vom tip

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.dewww.blendwerk.ch

Pressestimmen

Lost Love Lost

Die Inszenierung Lost Love Lost oder Lasst mich den Löwen auch noch spielen! spielt mit Versatzstücken aus Shakespeares Werken und wird von Gisela Höhne inszeniert. Erstmals präsentiert sich hier das gesamte Ensemble des integrativen Theaters RambaZamba, bestehend aus 30 Schauspielern mit unterschiedlichen Handicaps. Darunter findet sich erstmals die großartige gehörlose Schauspielerin Rosemarie Walter, aber auch bekannte Stars sind dabei, wie z.B. Sven Normann, der im Rollstuhl sitzend einen grandiosen Prospero gibt. Nele Winkler brilliert als Ophelia, Moritz Höhne überzeugt als widerständiger Othello und Juliana Götze, bekannt aus dem Polizeiruf Rosis Baby, spielt Desdemona auf unglaublich einfühlsame Weise. Einige der Darsteller sind seit 20 Jahren als professionelle Schauspieler am Theater RambaZamba tätig.

Lost Love Lost oder Lasst mich den Löwen auch noch spielen! unternimmt mit Hilfe des großen Elisabethaners das Wagnis, in die Abgründe menschlichen Daseins, vergeblicher Kommunikation und ungebremster Spielwut zu blicken.

Auf Prosperos Insel landet eine Schauspielertruppe, die um ihr Überleben und um die großen Themen spielen muß: Hoffnung, Eifersucht, Täuschung, Verrat, Liebe und Rollenneid! "Othello", "Hamlet", "Richard der Dritte" und "der Sturm" werden im Geschehen verwoben.

Gisela Höhne und der Dramaturg Hans Nadolny setzen die unbändige Spielfreude der RambaZamba Ensembles frei. Einer der Schauspieler ruft mit Shakespeare aus: „Lasst mich den Löwen auch noch spielen!“ und beschreibt damit die Direktheit des Spiels von RambaZamba, das in produktiver Spannung zum Ringen um Kommunikation, Nähe und Wertschätzung steht. Nicht nur das Theater wird in dieser Inszenierung auf seine Möglichkeiten hin befragt, auch die ungewöhnlichen Schauspieler glänzen. Sie lassen ihr künstlerisches Potential sichtbar werden und tragen ihre Begabungen selbstbewußt nach außen.

 

Darsteller: gesamtes Ensemble, Regie: Gisela Höhne, Dramaturgie: Hans Nadolny, Assistenz Regie: Kay Langstengel, Bühne: Angelika Dubufe, Maske/Kostüm: Beatrix Brandler, Musik: RambaZamba-Band.

 

 

 

 

 

 

 

 

Antragsteller/in Sonnenuhr e.V.

Veranstaltungstermin 15. Dezember 2011(Premiere), 16., 17., 19., 20., 21. Dezember 2011 4., 5., 6., 7., 9., 10. Januar 2012

Veranstaltungsort Theater RambaZamba Berlin

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen VIA-Werkstätten

Internetseiten www.theater-rambazamba.org

Lunapark Berlin

Was ist eigentlich aus dem Gelände des ehemaligen Kulturparks Plänterwald geworden? Schon zehn Jahre ist der Spreepark geschlossen, hinter Zäunen verfallen die verbliebenen Fahrgeschäfte, allmählich entstehen Biotope, wo früher das Vergnügen tobte. Wir laden Sie zu vier Tagen Lunapark im Spreepark ein! Erkunden Sie das Gelände bei Touren mit unseren Experten zur Kultur des Vergnügens, zu Naturkunde, zum Spreepark, zur Geschichte des Plänterwalds und mit unserem Touristenguide, der aus dem Inneren des Berlintourismus berichtet. Schicken Sie Ihre Kinder auf

eine Märchentour oder auf Fahrt in Karussells, trinken Sie ein

Glas im Biergarten und lauschen einer Soundinstallation oder kommen Sie zu unserer Diskussionsveranstaltung am 29. Mai 2011 um 15 Uhr zur Zukunft des Spreeparks. Spielen Sie mit bei Spreezone – Der kommende Park von Invisible Playground und matthaei & konsorten. Oder bauen Sie mit am Burn Out Man von Showcase Beat Le Mot. Kommen Sie zu vier Tagen Lunapark Berlin in den Plänterwald, bei Spiel, Spaß und natürlich bei Speis und Trank! Amüsieren Sie sich bei Touren, Konzerten, Filmen und mit Überraschungsgästen

 

Antragsteller/in Hebbel-Theater Berlin GmbH

Veranstaltungstermin 26. bis 29. Mai 2011

Veranstaltungsort Spreepark im Plänterwald, Hauteingang Wasserweg, Berlin-Treptow

Förderbetrag 90.000 €

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.de

MESSER-MORD: KLINGE STECKTE NOCH IN DER BRUST (NACH BÃœCHNERS WOYZECK).

In "Messer-Mord: Klinge steckte noch in der Brust" versucht God's Entertainment dem ersten Verbrechen seit der Vertreibung aus dem Paradies auf den Grund zu gehen. An was einst Abel glauben musste, an das musste auch Woyzecks Freundin Marie glauben und an das müssen auch einige Menschen glauben, während dieser Text verfasst, gemailt und gedruckt wird. Während Sie diesen Text lesen, macht Ihr Nachbar vielleicht seine letzten Atemzüge, weil ihn dessen Frau mit seiner Sex-Affäre zu Hause erwischt hat. Vielleicht werden sogar Sie schon bald daran glauben müssen, wenn Sie nach der Arbeit den Heimweg antreten und zufälligerweise im Bus oder in der U-Bahn an einen Irren geraten, der mit seiner geklauten Waffe durchdreht. Wir wünschen es Ihnen natürlich nicht, denn wir wollen Sie weiterhin im Theater begrüßen dürfen. Aber alles kann passieren.

"Dies ist schon der dritte Mord am Tempelhofer Ufer in einem Umkreis von 300 Metern im letzten halben Jahr", klagt eine Mitbewohnerin des Hauses. Genug. God's Entertainment will sich aufs Theater konzentrieren. Frei nach dem Motto: "Keine Angst, das ist nur Theater!",

erhalten unbescholtene BügerInnen die Möglichkeit, sich dem Thema Verbrechen zu nähern, ohne Angst vor einer wirklichen Straftat haben zu müssen. Einzig die Haftentlassenen auf der Bühne wissen, wovon sie sprechen.

Aber haben Sie keine Angst, God's Entertainment lässt Sie heute nicht allein!

 

Das Wiener Kollektiv God's Entertainment war 2007 bereits mit der Performance "FIGHT CLUB“ Realtekken" am HAU, wurde mehrmals zum Festival Impulse eingeladen und ist mit "Passantenbeschimpfung" bei der diesjährigen Edition des Festivals "Politik im freien Theater" in Dresden vertreten. God's Entertainment unterwirft aktuelle Themen einem performativen Forschungsprozess, ihre Arbeiten bewegen sich in den Bereichen Performance, Happening, Visual-Art und Sound.

 

 

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds

Antragsteller/in Hebbel Theater Berlin GmbH | für God's Entertainment | Boris Cekoi

Veranstaltungstermin 16. bis 19. Dezember 2011

Veranstaltungsort HAU 3

Förderbetrag 45.000 €

Internetseiten www.hebbel-am.ufer.dewww.gods-entertainment.org

performance platform. body affects

performance platform ist ein neues Performance Programm, das sich systematisch mit Performance als Medium auseinandersetzt und Dialoge über die Grenzen der Disziplinen hinweg initiiert.

 

Menschen und Tiere, organische und anorganische Körper sind miteinander verwoben und befinden sich in einem ständigen Austausch, sie kontaminieren und affizieren einander, sind in Beziehung und Bewegung. body affects stellt KünstlerInnen und TheoretikerInnen vor, die den Körper nicht unabhängig von seinen Erweiterungen und Kontexten sehen und in eine Solidarität mit anderen Lebensformen einbinden. Ein dichtes Programm mit Performances, Vorträgen, Screenings und Gesprächen präsentiert u.a. die Stadt als lebendige Materie, Performances mit, für und über Hunde sowie monströse Metamorphosen.

 

Performances, Installations, Lectures, Screenings mit:

Julie Andreyev, Antonia Baehr, Amanda Baggs, Nao Bustamante, Hélène Cixous with Adrian Heathfield, Lygia Clark, Vinciane Despret, Patricia Ticineto Clough, Simone Forti, Tuija Kokkonen, Zoe Laughlin, Marcela Levi & Lucía Russo, Wietske Maas & Matteo Pasquinelli, Boyan Manchev, Vladimir Miller, Kira O’Reilly, Performance Saga, Carolee Schneemann, Corinna Schnitt, Naoko Tanaka, Urubugalinhas / Anja Müller & Dennis Deter, WOW

 

Antragsteller/in Silke Bake, Bettina Knaup

Veranstaltungstermin 5. bis 8. Juli 2012

Veranstaltungsort Sophiensaele

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen Sophiensaele, Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin, Videoforum des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.)

Internetseiten www.performance-platform.dewww.sophiensaele.com

Antonia Baehr: My Dog is My Piano (videostill by Antonia Baehr)

Translating Hip Hop

Am Anfang als „Black Noise“ abgewertet, hat sich Hip Hop in den letzten 30 Jahren über den Globus verbreitet. Auf der ganzen Welt praktiziert man die verschiedenen Dimensionen dieser energiegeladenen Kultur: Rap, DJing, Breakdance, Graffiti. Körpersprache und Gesten werden fast überall verstanden, die Übersetzung funktioniert unbemerkt.

MCs aus Bogotá, Beirut, Nairobi, Berlin und Manila arbeiten seit Februar 2011, u. a. in vier Workshops in diesen Städten, an Rap-Übersetzungen aus den verschiedenen Sprachen. Zum Festival präsentieren sie an zwei Konzertabenden ihre babylonischen Performances. Translating Hip Hop bringt in Performances, Lectures, Talks und Filmen internationale Künstler, Aktivisten und Hip Hop-Experten zum Thema Übersetzung und Hip Hop zusammen. Sie alle erkunden neue Szenen, decken globale Verbindungen auf und knüpfen neue Netzwerke.

Antragsteller/in Haus der Kulturen der Welt

Veranstaltungstermin 10. bis 12. November 2011

Veranstaltungsort Haus der Kulturen der Welt

Förderbetrag 190.000 €

Kooperationen Ein Projekt von Haus der Kulturen der Welt und Goethe-Institut

Internetseiten www.hkw.de/hiphopwww.translatinghiphop.blog/

Treffen sich zwei alte Kommunisen

Zwei alte Kommunisten sitzen in ihren Wohnungen. Sie in einem Plattenbau an der Berliner Karl-Marx-Allee. Er in seinem Eigenheim am Rande einer westdeutschen Industriestadt.

 

Beide sind mehr als Zeitzeugen: Sie wächst als Kind einer kommunistischen Familie in der Sowjetunion auf und lehrt bis zu ihrer Pensionierung an einem Parteiinstitut in Ostberlin. Er schließt sich nach Kriegsende der FDJ West an, wird in den 1950er Jahren als Kommunist verfolgt, inhaftiert und aus diversen Jobs geworfen. In der Folge konzentriert er sich auf die politische Arbeit bei der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und auf sein antifaschistisches Archiv.

 

Ihre gegensätzlichen Biographien, Erfahrungen und Ansichten von Utopien und Ideologien sind der Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit dem Kommunismus. Von heute bewegt sich die Performance in die Vergangenheit von Utopien und ihr multiples Scheitern. Ins Abseits überholter Diskurse. Aber auch hin zu einer "Rekonstruktion der Zukunft" (Adamczak) – oder einem "Try again, fail better" (Beckett/Zizek).

 

Dokumentarisches Material, Fiktion, Theorie und eigene Erfahrungen werden von zwei Schauspielern ins Spiel geholt und zur Diskussion gestellt. Mit dabei ist auch ein Architekt und DJ: Er untersucht die moderne Architektur und seine Plattensammlung aus der Zeit des kalten Krieges auf ihr utopisches Potenzial.

 

Antragsteller/in Konstanze Schmitt

Veranstaltungstermin 21.,22,28.,29.,30. Oktober 2011, 20.30h

Veranstaltungsort Vierte Welt

Förderbetrag 5.000 € Wiederaufnahme

Treffen sich zwei alte Kommunisten

Treffen sich zwei alte Kommunisten

Ein künstlerisches Forschungsprojekt zu Utopie

 

 

 

Zwei alte Kommunisten sitzen in ihren Wohnungen. Sie in einem Plattenbau an der Berliner Karl-Marx-Allee. Er in seinem Eigenheim am Rande einer westdeutschen Industriestadt.

Beide sind mehr als Zeitzeugen:

Sie wächst als Kind einer kommunistischen Familie in der Sowjetunion auf und lehrt bis zu ihrer Pensionierung an einem Parteiinstitut in Ostberlin.

Er schließt sich nach Kriegsende der FDJ West an, wird in den 1950er Jahren als Kommunist verfolgt, inhaftiert und aus diversen Jobs geworfen. In der Folge konzentriert er sich auf die politische Arbeit bei der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und auf sein antifaschistisches Archiv.

Ihre gegensätzlichen Biographien, Erfahrungen und Ansichten von Utopien und Ideologien sind der Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit dem Kommunismus. Von heute bewegt sich die Performance in die Vergangenheit von Utopien und ihr multiples Scheitern. Ins Abseits überholter Diskurse. Aber auch hin zu einer "Rekonstruktion der Zukunft" (Adamczak) – oder einem "Try again, fail better" (Beckett/Zizek).

 

Dokumentarisches Material, Fiktion, Theorie und eigene Erfahrungen werden von zwei Schauspielern ins Spiel geholt und zur Diskussion gestellt. Mit dabei ist auch ein Architekt und DJ: Er untersucht die moderne Architektur und seine Plattensammlung aus der Zeit des kalten Krieges auf ihr utopisches Potenzial.

 

Idee und Realisierung: Konstanze Schmitt

Performance: Anna Schmidt und Martin Clausen

Architekturexperte: Robert Burghardt

Bühne und Kostüm: Philine Rinnert

(Un)bewegte Bilder: Minze Tummescheit und Arne Hector

Assistenz: Lisa Bor

 

Antragsteller/in Konstanze Schmitt

Veranstaltungstermin Premiere am 29. April 2011, 20.30 Uhr Weitere Vorstellungen am 30.4.2011, 1., 6., 7., 13., und 14. Mai 2011, jeweils um 20.30 Uhr

Veranstaltungsort Vierte Welt

Förderbetrag 15.000 €

Kooperationen Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds sowie durch das Kulturamt Friedrichshain- Kreuzberg. In Medienpartnerschaft mit der Tageszeitung

Internetseiten www.viertewelt.de

You Are GO!

Nach dem Vorbild anglo-amerikanischer Festivals wie Come Out & Play (New York), Hide & Seek (London) und igFest (Bristol) bringt You Are GO! eine postdigitale Spielkultur nach Berlin, die Games statt in virtuellen Welten auf den Plattformen des Alltags installiert. Mit Smartphones und Walkie-Talkies ebenso wie mit Kreide und Luftballons, abstrusen Fiktio-nen, Körpern in der Stadt. You Are GO! stellt die wichtigsten Akteure und die besten Spie-le der internationalen Szene erstmalig in Deutschland vor und eröffnet den Dialog mit den heimischen Spielern und Designern.

 

An drei utopischen Tagen im Sommer wird das Theater zur Spielzentrale, von der aus in Gruppen auf die umliegenden Spielfelder aufgebrochen wird. Highlights des Festivals sind Games wie „Hounded“ von SlingShot Effect (Bristol), „Pieces of Berlin“ von Lynn Maharas & Erik T. Burke (New York), „Gentrification“ von Atmosphere Industries (Toronto), „15.000 Gray“ von machina eX und „Asteroids!“ mit dem Andromeda Mega Express Orchestra.

 

Antragsteller/in Kulturkontakte e.V. - für Sebastian Quack

Veranstaltungstermin 17. bis 19. Juni 2011

Veranstaltungsort HAU 2 und Umgebung

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen HAU Berlin, Invisible Playground, Einstein Stiftung Berlin, Ritter Sport, British Council, zitty Berlin

Internetseiten www.you-are-go.de

Pressestimmen