3.isolation

"3.isolation" ist der dritte Teil eines auf zehn Jahre angelegten Projektes des japanischen Choreografen Hiroaki Umeda. Im Rahmen dieses Vorhabens gibt Umeda seinen Tanzstil, in dem sich Elemente des HipHop, des Butho und zeitgenössische Techniken mischen, an Tänzerinnen und Tänzer weiter, die in einem anderen Stil trainiert sind. Umedas Absicht ist, durch diese Weitergabe zum einen seinen eigenen Stil neu zu analysieren. Zum anderen erforscht er in den einzelnen Stücken Variationen und Modulationen eines Bewegungselements das typisch für eine spezifische Tanztechnik ist. Nach "1.centrifgual", in dem Umeda mit zeitgenössischen Tänzerinnen arbeitete und "2. repulsion", in dem drei HipHopper auf der Bühne stehen, arbeitet Umeda in "3.isolation" mit drei klassisch ausgebildeten Tänzerinnen. Klassisches Ballett repräsentiert für den Japaner Umead den Archetyp des europäischen Tanzes. Im Gegensatz zum organischen fließenden Butoh und zum polyzentrischen HipHop ist für Umeda im klassichen Ballett die Isolation einzelner Körperteile, die durch gezielte An- und Entspannung zustande kommt, zentral. Dieses Charakteristikum erforscht "3.isolation".

Antragsteller/in Hebbel Theater Berlin GmbH

Veranstaltungstermin 14. und 15. August 2011

Veranstaltungsort HAU 2, Hebbel am Ufer, Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Tanzquartier Wien, Tanzhaus NRW, Japan Foundation

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.dewww.tanz-im-august.de

All the way out there...

All the way out there... ist eine Performance der Extreme und bildet einen Ort der Überprüfung von Exzessen. Auf der Suche nach einem Post-human Körper, beschäftigen sich die Performer mit Ausdrucksformen, die sich am Rande des Menschlichen und Unmenschlichen bewegen. Direkt und laut machen sich die zwei Figuren auf den Weg diese Grenzen auszuloten.

Antragsteller/in Mette Ingvartsen

Veranstaltungstermin 29.-31. März

Veranstaltungsort HAU 3

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Konzept und Choreographie: Mette Ingvartsen & Guillem Mont de Palol Licht: Jorge Dutor Sound: Gerald Kurdian Stimmtrainer: Dalila Khatir Produktion: Kerstin Schroth Rat: Jeroen Fabius Eine Produktion von Mette Ingvartsen / Great Investment Koproduktion: Kaaitheater (Brussels), Hebbel am Ufer (Berlin), Musée de la Danse/Centre Chorégraphique National de Rennes et de Bretagne Finanziert aus Mitteln des Haupstadtkulturfonds Mit freundlicher Unterstützung von: Kunstencentrum BUDA (Kortrijk), Antic Teatre (Barcelona), sommer.bar 2010 ein Projekt von Tanz im August (Berlin) und University of Dance & Circus (Stockholm)

Internetseiten www.metteingvartsen.net

Border Border Express - Zeitgenössischer Tanz aus Burkina Faso, Kenia, Südafrika und Kongo

Hat sich der Blick der Europäer auf die Afrikaner seit Frantz Fanons Essay "Schwarze Haut, weiße Masken" aus dem Jahr 1952 verändert? In seiner Studie über Rassismus und Kolonialismus untersuchte der auf der Karibik-Insel Martinique geborene Psychiater den Effekt der Unterdrückung auf die Selbstwahrnehmung der Kolonialisierten. Diese müssten, so Fanon, als "schwarze Personen" eine "weiße Maske" tragen, um in einer kolonialisierten Welt bestehen zu können. Schwarze Tänzer erfahren dies noch heute am eigenen Leib. Denn der europäische Blick auf ihre Körper ist von Klischees und Phantasievorstellungen geprägt. Diese mögen sich zwar mit der Zeit verändert haben, aber "entkolonialisiert" ist der westliche Blick auf den afrikanischen Tanz noch lange nicht. Das Festival "Border Border Express" nimmt diese Situation zum Ausgangspunkt für eine kompakte Bestandsaufnahme des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes. Eröffnet wird das Festival am 07. Juni 2011 mit dem Erfolgsstück "Empreintes" (Abdrücke) des Nachwuchschoreografen DeLaVallet Bidiefono mit seiner Compagnie Baninga aus dem Kongo. Im Anschluss zeigen Vertreter der so genannten zweiten Generation von afrikanischen Tänzerchoreografen wie Salia Sanou und Seydou Boro aus Burkina Faso, Opiyo Okach aus Kenia und Nelisiwe Xaba aus Südafrika halbstündige Soli und Duette, die formal und inhaltlich kaum unterschiedlicher sein könnten. Ergänzt wird das Programm durch Konzerte, einen Dokumentarfilm und eine Fotoausstellung im Institut Français mit Tanzfotos von Antoine Tempé.

Antragsteller/in Kulturbrauerei e.V.

Veranstaltungstermin 07. bis 12. Juni 2011

Veranstaltungsort HAU Berlin, Institut Francais

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen HAU Berlin, Institut Francais, Goethe Institut, Tanzfabrik

Internetseiten www.borderborderexpress.dewww.hebbel-am-ufer.de

Böse Körper

In "Böse Körper" nähert sich Christoph Winkler von einer tänzerischen Ausgangsposition den Darstellungsformen "böser" Charaktere an: In Theater und Film findet die Ver-Körperung von Personen und Figuren durch andere Personen als Prinzip statt - die Domäne des Schauspielens. Viele SchauspielerInnen lieben diese "bösen" Rollen, da sie versprechen, anspruchsvoll und interessant zu sein. TänzerInnen hingegen scheinen ihre Körper nur ungern zu verleihen - denn man ist immer tatsächlich dieser Körper.

Im Juni 2011 geht das Projekt im Ballhaus Ost in die zweite Phase.

 

Konzept & Regie: Christoph Winkler

Von und mit: Ligia Manuela Lewis, Pablo Esbert Lilienfeld, Claire Lissaman, Anna Pehrsson, Gill Viandier

Dramaturgieassistenz: Zohar Frank Bühnenbild: Matthias Nebel

Kostüme: Lisa Kentner

Licht: André Schulz

Produktionsdramaturgie: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

 

Antragsteller/in Christoph Winkler

Veranstaltungstermin 7.,8.,9.,13.,14.,15. April 2011, 21 Uhr

Veranstaltungsort Sophiensaele

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Christoph Winkler und Sophiensæle. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung von DOCK 11 und Uferstudios Berlin.

Internetseiten www.christoph-winkler.info

brasil move berlim - Festival des zeitgenössischen brasilianischen Tanzes

Ziel des Festivals ist es, in Berlin die Tanzszene Brasiliens in der Vielfältigkeit und Komplexität darzustellen, die sich seit Mitte der 80er Jahre entwickelt hat. Der Tanz hat sich dort eine herausragende Position erobert und wird auch von der Politik mittlerweile als das Genre wahrgenommen, welches den gesellschaftlichen Wandel am radikalsten widerspiegelt. Der Tanz spielt in Berlin, auch im internationalen Vergleich, eine herausragende Rolle. move berlim ist eine Möglichkeit, Brücken zu schlagen, voneinander zu lernen, dem Publikum Vergleichsmöglichkeiten auf hohem Niveau zu bieten, wie auch Wissenschaftlern und Studenten aus beiden Ländern die Möglichkeit zu Austausch und dem Aufbau von Verbindungen und Kooperationen zu bieten. move berlim ist ein wichtiger Baustein im Kulturaustausch zwischen beiden Ländern.

Antragsteller/in Wagner Carvalho

Veranstaltungstermin 7. bis 17. April 2011

Veranstaltungsort Hebbel am Ufer

Förderbetrag 190.000 €

Kooperationen Ministério da Cultura do Brasil. Fundação Nacional de Artes - Funarte. Hebbel am Ufer. Embaixada do Brasil em Berlim

Internetseiten www.moveberlim.de

Bubble Boxing (Eingereicht unter dem Arbeitstitel Blasen Boxen)

Mit "Bubble Boxing" entwickelt Yui Kawaguchi ein Tanzprojekt, das die Kunst der "Sprechblase" im Manga und Comic in den Fokus der Recherche rückt. Vor diesem Hintergrund inszeniert sie gemeinsam mit dem portugiesischen Tänzer Gonçalo Cruzinha eine Begegnung und Annäherung zweier Menschen, deren Gefühle, Gedanken und Kommunikationsversuche auf der Bühne als Sprechballons aufleuchten: Im komplexen visuellen und akustischen Raum beginnt sich ein Dialog zwischen Musik, Licht und Körper zu entspinnen - zwischen Begegnung und Irritation, Annäherung und Abstoßung.

 

Die „Sprechblase“ ist ein Medium, das in die Konversation sowohl zwischen den Protagonisten des Manga als auch zwischen Autor und Leser tritt. Im quadratischen Ring beherrschen die Figuren die Sprechblasen, sie kreuzen die Klingen und kreieren ein Drama auf glattem Papier. Der Zeichner bestimmt ihre dramatische und emotionale Form, füllt sie mit passenden Worten und findet den ihnen „entsprechenden“ Platz. Der Leser schließlich liest die Ballons im bildlichen Kontext und erlebt den Klang der Atmosphäre und der Worte mit seinem innerlichen Orchester.

 

Mit der Körpersprache des Tanzes versucht sich "Bubble Boxing" der Dynamik und Vielfalt der Sprechblase anzunähern, die nie ausschließlich Hülle für Worte und Bedeutungen ist, sondern ähnlich wie der Tanz immer auch Träger nonverbaler Kommunikationsformen wie Rhythmus, Tastsinn, Gefühl und Atem. Sie verkörpert unsere Sehnsucht und unser Ringen nach einem Dialog, in dem wir unsere Existenz fühlen und erkennen wollen.

 

Aber wo verbergen sich die Sprachballons in unserem realen Leben? Unterhalte ich mit Dir oder mit Deiner Sprechblase? Schaust Du mich oder meine Sprechblase an?

 

Zwei Menschen ringen um Verständnis, kämpfen miteinander aber treffen sich immer wieder selbst. Wo geht dieses Spiel hin? Was drängt mich an die Wand? Wann wird der nächste Gong geschlagen?

 

Konzept / Choreographie: Yui Kawaguchi

von und mit: Gonçalo Cruzinha, Yui Kawaguchi

Lichtdesign / Technik: Fabian Bleisch

Sounddesign: Sibin Vassilev

Kostüme: Aram Münster (aramat)

Dramaturgie: Rosi Ulrich

Dramaturgische Mitarbeit: Sabine Salzmann

Video-Animation: Johannes Krohn, Yui Kawaguchi

 

weitere Aufführungen:

23. und 24. November 2011, 20.30 bei

GLOBALIZE:COLOGNE 2011 - International platform for dance & theatre

 

 

Antragsteller/in theater-51grad.com

Veranstaltungstermin 10. und 11. November 2011, 20.30 h 2. bis 5. Februar 2012, 20.30 h

Veranstaltungsort DOCK11, Kastanienallee 79, 10435 Berlin

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen In Kooperation mit Dock11 Berlin und Freihandelszone - ensemblenetzwerk köln Mit freundlicher Unterstützung von Nico and the Navigators Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds

Internetseiten www.theater-51grad.comwww.mendora.com/BB...TRL/BBL.html

Don't Move

Stellen Sie sich vor, es gäbe keinen Tanz. Jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit. Keine Clubs und zumindest legal keine Partys. Keine Tanzausbildung und keine Möglichkeit, Tanz auf der Bühne zu zeigen, ohne eine Strafe zu riskieren. Denn das ist seit der Revolution von 1979 die Realität im Iran. DON’T MOVE fragt nach den Konsequenzen für Menschen, deren Passion und Lebensinhalt der Tanz ist. Wie gelingt es ihnen gegen alle Widerstände dennoch zu tanzen? Welche Strategien entwickeln sie, um die von der Zensur verhängten Einschränkungen zu umgehen? Denn wie so vieles andere in der Islamischen Republik existiert Tanz, obwohl er verboten ist.

 

Ausgangspunkt für das Stück war die Begegnung mit TänzerInnen aus Teheran, die sich nicht so bezeichnen dürfen. Selbst das Wort „Tanz“ darf nicht verwendet werden. Stattdessen wird von „Rhythmischer Bewegung“ gesprochen, wenn unter strengen Auflagen doch ein Stück zur Aufführung kommt. Geprobt wird zumeinst in ausgeräumten Wohnzimmer, in leer stehenden Wohnungen oder auf den Dächern oberhalb der Stadt.

Trotz dieser schwierigen Bedingungen entstand der Wunsch, über die geografische, kulturelle und politische Distanz hinweg gemeinsam ein Tanzstück zu entwickeln – im Austausch mit Tänzern, die in Berlin arbeiten.

 

Modjgan Hashemian stellt eine Verbindung zwischen Teheran und Berlin her, um zu erforschen, welches Potenzial den Körper in Bewegung so bedrohlich macht und wie sich gesellschaftliche Normierungen und Einschränkungen in den Körper einschreiben. Die Frage nach den Grenzen dessen, was als Tanz bezeichnet wird, ist ein gemeinsamer Ausgangspunkt. Was ist der Antrieb, überhaupt zu tanzen? Hat der Körper ein emanzipatorisches Potenzial, das soziale und gesellschaftliche Zusammenhänge beeinflussen kann?

 

Antragsteller/in Modjgan Hashemian, Susanne Vincenz

Veranstaltungstermin Premiere: 18. März 2011 um 20:00 h Vorstellungen: 20. / 21. / 22. / 24. / 25. / 26. / 28. / 29. / 30. März 2011, immer um 20:00 h

Veranstaltungsort Ballhaus Naunynstraße

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen Kultursprünge e.V. Ballhaus Naunynstrasse Gefördert durch die Interkulturelle Projektförderung des Landes Berlin

Internetseiten www.hashemian.bizwww.ballhausnaunynstrasse.de

Emergence Room Berlin

Emergence Room Berlin. Auftauchen (emergere) oder auftauchen lassen. Ein Ort der Stille, des Wucherns und des Wandels. Zentrales Thema des E.R. Berlin ist der Mythos der Arachne, der Webkünstlerin und Spinnenfrau, die ihre Kunst unter Einsatz ihres Lebens verteidigt. Er ist Arbeits- und Interventionsraum, in dem öffentlich künstlerische Arbeitsprozesse stattfinden, ein partizipativer Ausstellungs- und Performanceraum, eine Piazza auf der Piazza der Uferstudios; für das und mit dem Publikum und geladenen Künstlern. In vier Bauwagen können eigene Projekte entwickelt, weitergesponnen, verarbeitet und dokumentiert werden.

+-359 Topology ist Teil von E.R. Berlin und lädt ein zur aktiven Teilnahme an einer politisch-historischen Reise und zu einer queeren Archäologie. Man steht vor einem Labyrinth aus sauer Eingelegtem, Stickereien, Heiligen, Fußball, Kartenspielen und Pornostars. Die einzelnen Elemente sind nicht eigenständig, sondern jedes ist bereits viele. Egal wie herum man sich bewegt, eines ist sicher: man wird nicht gefüttert, man kann teil haben.

Am 2.9.11, 18 h startet Advancing Performing Arts Project VIII - Performing Europe, ein fünfjähriges Projekt des europäischen Netzwerks APAP von szene salzburg mit der Tanzfabrik Berlin und mit 6 weiteren europäischen Partnern. Zur Eröffnung mit anschließender Lecture und Party laden wir herzlich ein.

 

Programm

 

Do 18. & Fr 19.8. | jeweils 18 h | +-359 Topology

Installative Performance von und mit deufert & plischke, Iva Sveshtarova, Neli Mitewa, Willy Prager, Stephan A. Shtereff, Mila Odazhieva.

 

Mo 22.8. - Mo 29.8. | 14 - 19 h | Knüpfen & Verknüpfen

Der Emergence Room Berlin lädt ein zur Mitarbeit!

 

Mo 22.8. | 19 h | Spinnen #1: Marcus Steinweg: Chaosbejahungen. Bemerkungen zu Kunst und Philosophie.

Lecture von Marcus Steinweg, Philosoph. (in German)

 

Do 25.8. | 14 - 19 h | Weben & Stricken: Prozesse

Mit Studierenden des HZT Berlin

 

Mo 29.8. | 19 h | Spinnen #2: Prof. Dr. Barbara Baert: Arachne: thread, loom, hem. Towards an iconography of the textile in the middle ages.

Lecture von Prof. Dr. Barbara Baert, Kunsthistorikerin, Universität Leuven. (in English)

 

Di 30. & Mi 31.8. | 14-19 h | Weben & Stricken: Zustände

Mit Diego Gil, Felix Ott, An Kaler & Anat Eisenberg

 

Fr 2.9.2011 | 19 h | Spinnen #3: deufert & plischke: A portrait of the artist as female spider.

Lecture von deufert & plischke, Künstler, Professoren am HZT, Berlin. (in English)

 

Ein Projekt von deufert & plischke und der Tanzfabrik Berlin in Zusammenarbeit mit dem Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT), gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und mit Unterstützung durch das Goethe-Institut, Bulgarien und das Bulgarische Kulturinstitut.

Dokumentation: Carlos Oliveira.

 

Eintritt frei

 

Ort: Tanzfabrik Berlin/Wedding in den Uferstudios

Uferstr. 8/23, 13357 Berlin

 

Antragsteller/in Tanzfabrik Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 18. August bis 2. September 2011

Veranstaltungsort Tanzfabrik Berlin/Wedding in den Uferstudios

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT, Goethe-Institut, Bulgarien und das Bulgarische Kulturinstitut

Internetseiten tanzfabrik-berlin....hp?date=1653www.emergenceroomberlin.net

exercitatio et labor: JOY

In naher Zukunft werden wir alle Katastrophen und Krisen mit links bewältigen können, wir werden fliegen - real und astral, fremde Planeten bereisen, athletische und mentale Höchstleistungen vollbringen, wir alle werden zu Supermenschen, uns bedingungslos des Lebens freuen und die Wirklichkeit nach unseren Vorstellungen erschaffen, jeder wird unser Freund sein, mit unseren Kumpels aus dem Universum treffen wir uns auf einen Gedanken-Energieaustausch, wir werden auf einer höheren Bewusstseinsstufe tanzen und schwingen, ja gar ein Universal-Bewusstsein teilen.

 

Was ist zu tun? Üben! Üben! Üben!

 

WILHELM GROENER und das Labor der Übenden, eine 8-köpfige interdisziplinäre Gruppe, begeben sich gemeinsam auf den Weg ins Ungewisse und stellen Fragen nach zukünftigem Zusammenleben und Weltgestaltung. Die Kraft der Idee und die Arbeit an sich Selbst, der offene Austausch von Erfahrung und Wissen, und die Freude am Teilen und Teilhaben sind dabei ihre Wegmarken.

Antragsteller/in WILHELM GROENER (Günther Wilhelm & Mariola Groener)

Veranstaltungstermin 14., 16., 17. Dezember 2011, 20:00 Uhr, 18. Dezember 2011, 17.00 Uhr

Veranstaltungsort UFERSTUDIOS

Förderbetrag 65.000 €

Kooperationen Eine WILHELM GROENER Produktion, gefördert vom Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung von Tanzlabor 21/Mousonturm Frankfurt, Center for Contemporary Art/Festival Sites & Subjects, Plovdiv/BG und UFERSTUDIOS Berlin.

Internetseiten www.WILHELMGROENER.net

Fountain/To the Mountain

In "Fountain/To the Mountain" entwirft Jeremy Wade eine zweiteilige Performance, in der er seine Zuschauer auf eine körperliche Reise schickt. Er verbindet psychedelische und religiöse Erfahrungen zu einem grotesken Spektakel, bei dem das Gewöhnliche ins Fantastische verkehrt wird. Wade setzt sich in dieser Arbeit mit dem Verhältnis von gemeinschaftlicher Anstrengung und gegenseitiger Unterstützung auseinander, lässt sich dabei sowohl von kinetischen und rituellen Skulpturen, aber auch von Bildern aus der Natur und dem Tierreich inspirieren. Wie kann das körperliche Mitfühl-Vermögen des Zuschauers verstärkt werden? Wie kann das Teilen einer Erfahrung die Anstrengung mildern?

Mit einem gemeinschaftlichen Experiment bereitet Wade den Raum für den zweiten Teil vor. Das Trio mit Florentina Holzinger, Ligia Manuela Lewis und Rodrigo Sobarzo lässt innere und äußere Bilder aufeinanderprallen, die Körper der Performer werden zum Schauplatz wechselnder Bewusstseinslagen und –zustände. Zwänge und Befreiung, Ängste und Erleichterung vermischen sich in Posen und lassen den Körper zu einem Vexierbild des Alltags werden. Es entstehen transitorische, verwischte und assoziative Körper, die sich in einer Halluzination aus Klängen, Wortfetzen und imaginärer Geometrie bewegen.

"Fountain/To the Mountain" bildet den Abschluss einer sechsmonatigen Forschungsphase mit dem Titel "Identity and Transgression", in der Jeremy Wade im Austausch mit verschiedenen Künstlern in unterschiedlichen Konstellationen Funktions- und Imaginationsweisen des Körpers im Tanz erkundet und erprobt hat.

Die Überschreitung des Selbst spiegelt sich in dieser Arbeit auf verschiedenen Ebenen wider: die körperliche Erfahrung des Selbst, die Transformation von Körperbildern und die Erkundung von Formen der Gemeinschaft treffen in "Fountain/To the Mountain" auf eine spielerische Reflexion der Rolle des Zuschauers im Theater. Wie kann ein zeitgenössisches Empathieverständnis die Basis für eine Revision des Gemeinschafts-gedanken bilden?

 

Choreografie/Konzept/Performance: Jeremy Wade Choreografie/Performance: Florentina Holzinger, Ligia Manuela Lewis, Rodrigo Sobarzo

Sound: Tian Rotteveel

Kostüme: Jean-Paul Lespagnard

Licht: Andreas Harder

Dramaturgie: Eike Wittrock

Presse & Produktion: Björn Pätz & Björn Frers – björn & björn

Antragsteller/in Jeremy Wade

Veranstaltungstermin 15., 16. und 17. Dezember 2011, HAU 2 - Fountain/To the Mountain 14. August 2011, im Rahmen von Tanz im August - Identity & Transgression in progress

Veranstaltungsort HAU2, Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin

Förderbetrag 45.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Jeremy Wade in Koproduktion mit dem Hebbel am Ufer Berlin und Gaîté Lyrique Paris. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und durch den Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten. Unterstützt durch die Tanzfabrik Berlin und die Uferstudios.

Internetseiten www.jeremywade.dewww.hebbel-am-ufer.de

Groupies

Glaube findet im Körper statt: ob Rosenkranzgebet und Bekreuzigung, rhythmisches Wippen vor der Klagemauer, genaue Abfolge des Salah-Gebets oder beim balinesischen Kecak-Tanz – weder eine Weltreligion noch exotische Schamanen- und Ritualtänze kommen ohne Bewegung aus. Abseits von Ideologie und religiösen Diskursen befragt das Performance-Kollektiv White Horse in ihrer dritten Produktion die Choreografie von Gebeten weltweit. Was ergibt sich aus einer rein körperlichen Praxis des Betens? Welche für uns noch ungeahnten Glaubensbekenntnisse lassen sich im Körper finden? Erzeugen die Handlungen ohne religiösen Bezug eine Gemeinschaft? Auf der Bühne werden die sieben Performer zu Groupies gemeinsamer Hingabe, springen in die Körper der Glaubensrichtungen und erzeugen ihr ganz eigenes Ritual.

 

 

Performance & Choreografie: Daniel Almgren-Recén, Dennis Deter, Xavier Fontaine, Julia Jadkowski, Chris Leuenberger, Lea Martini, Maria Mavridou

Inszenierung: Julia Jadkowski, Lea Martini

Dramaturgische Mitarbeit: Frédéric Gies

Sound: Coordt Linke

Kostümbild: Marie Gerstenberger, Malena Modéer

Lichtdesign: Benjamin Schälike

Produktionsleitung: Björn Frers - björn & björn

 

Antragsteller/in White Horse

Veranstaltungstermin 6. bis 9. Oktober 2011 (HAU 3), 1., 3. 4. Dezember 2011 (Dampfzentrale Bern)

Veranstaltungsort HAU 3 Berlin

Förderbetrag 45.000 €

Kooperationen Eine Produktion von White Horse in Koproduktion mit dem Hebbel am Ufer Berlin und der Dampfzentrale Bern. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung des Festival Universitario de Danza Contemporánea Bogota und Taller de Danza y Creación Casarrodante Montevideo.

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.dewww.dampfzentrale.ch

GückStück

GLÜCKSMOMENTE - sind rar, kostbar, hoch energetisch. Sie kommen nicht auf Bestellung. Es geht nur mit dem Mut, alles auf eine Zahl zu setzen, sich zu verausgaben und Gewohnheiten des Alltags hinter sich zu lassen. Mit ihrer neuen Produktion "GlückStück“ kritisiert die Tanzregisseurin Helena Waldmann die erstarrende Tendenz zum maßvollen Glück und macht mit ihren vier Protagonisten den kleinsten Bühnenraum zu einem übervollem Pulverfass des Tanzes.

Die bekannte Berliner Tanzregisseurin Helena Waldmann setzt mit «GlückStück» den phänomenalen Erfolg von «revolver besorgen» fort. In diesem international tourenden Solo mit Brit Rodemund («Tänzerin des Jahres 2011» der Zeitschrift «tanz») feiert sie das Vergessen. Und nun kommt das Glück zu viert. Wieder mit Brit Rodemund, mit Moo Kim, Tobias Draeger und André Soares. Die furchtlosen vier Glücksboten finden das Glück im Rebellischen und in der Würde.

Antragsteller/in Helena Waldmann

Veranstaltungstermin 15. bis 18. Dezember 2011

Veranstaltungsort Radialsystem V

Förderbetrag 75.000 €

Kooperationen GlückStück ist eine Produktion von Helena Waldmann und ecotopia dance productions in Koproduktion mit Belgrade Dance Festival (Serbia), Burghof Lörrach (D), Festival Bregenzer Frühling (A), ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival (A), Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps (CH), Tafelhalle im KunstKulturQuartier Nürnberg (D), Tanzhaus NRW Düsseldorf (D) gefördert durch Hauptstadtkulturfonds

Internetseiten www.ecotopiadance.com

HERE/AFTER

Agoraphobie, Platzangst, bezeichnet die Angst vor bestimmten, vor allem vor öffentlichen und weiten Plätzen sowie Menschenansammlungen. In der westlichen Welt ist Agoraphobie tatsächlich die meist diagnostizierte Phobie. Sie löst Panikattacken aus, in vielen Fällen kann die eigene Wohnung nicht mehr verlassen werden. Obwohl die Medizin sie tendenziell als einen psychologischen, ja sogar physiologischen Defekt des Individuums betrachtet, richten sich einige kritische Studien an die Notwendigkeit, die Gründe dieser Krankheit in der Natur und in den Eigenschaften des Raumes selbst zu suchen – also die Stadt als eine wahrscheinliche Ursache zu analysieren.

 

In HERE / AFTER begibt sich Constanza Macras mit vier Performern und einem Musiker auf die Spurensuche dieses Krankheitsbildes mit all seinen Ausprägungen wie Hyperventilation, Panikattacken, Schwindel und Desorientierung. Stellt das alltägliche Leben in der Großstadt eine Art Bedrohung für den Menschen dar? Sind Panikattacken in einer Shopping Mall nicht eine natürliche menschliche Abwehr und warum müssen diese therapiert werden? Das Stück untersucht das Verhältnis von Anonymität und Vereinsamung, von Individuum und urbanem Leben, von öffentlichen Räumen und seinen pathologischen Manifestationen. Wir sehen Appartements beklemmender Enge, begegnen zwei Frauen, die zusammenleben und sich gegenseitig mit allen möglichen Ausreden gegenseitig überzeugen, ihre Wohnung nicht mehr verlassen zu müssen, einen einsamen Musiker, dessen einziger Traum, Rockstar zu werden, darin endet, dass er vor Menschenansammlungen furchtbare Angst hat, einen Ausländer, der nie spricht und einen Lieferanten, der das einzige Verbindungsglied zwischen diesen Menschen und dem gefürchteten „Draußen“ ist. Denn noch nie war es so einfach, „bei sich“ zu sein in einer Gesellschaft, die mit scheinbar endlosen Möglichkeiten der Kommunikation über Internet, Chatrooms und Lieferservices eine Konfrontation mit dem „Außen“ vermeidbar macht. Und überhaupt: was gibt es da draußen, das man unbedingt live erleben müsste?

 

 

 

Antragsteller/in Constanza Macras

Veranstaltungstermin 3. Dezember 2011 Premiere - 5. bis 9. Dezember 2011

Veranstaltungsort HAU1 - Stresemannstraße 29 / 10963 Berlin

Förderbetrag 75.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Constanza Macras | DorkyPark und Hebbel am Ufer Berlin. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und den Regierenden Bürgermeister Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.

Internetseiten www.dorkypark.orgwww.hebbel-am-ufer.de

Pressestimmen

Foto: HAU

Hommage an das Zaudern (AT)

Das Zaudern führt eine prekäre Existenz.

 

Es hat kaum Konjunktur in einer Epoche der totalen Ökonomisierung, in der es keine Zeit und keinen Raum für Denkweisen gibt, die sich lieber der Komplexität und Vielfalt einer Situation widmen. Stattdessen findet eine Vereinfachung statt, die zwar vielleicht „rentable“ Entscheidungen ermöglicht, aber die Variation der Möglichkeiten und die Pluralität der Richtungen dabei gleichzeitig zerstört. Zaudern könnte eine kritische Haltung sein, die diese Art zu denken radikal unterbricht.

 

In seinem neuen Tanzstück choreografiert Laurent Chétouane das Zaudern nicht als Unentschlossenheit oder Handlungsschwäche sondern vielmehr als Öffnung der Bewegung hin zur Mannigfaltigkeit. Damit befragt er auch die eigene Ökonomie des Tanzes und zeigt, was der Tanz alles sein könnte:

 

Zwei Tänzer und ein Pianist kreieren einen „Zauderraum“, der die Handlungslogik unterläuft, indem die Lücken zwischen den Entscheidungen betreten werden, um dort Neues, Vergessenes, Nicht-Geachtetes wahrzunehmen und diese Optionen gleichzeitig nebeneinander existieren zu lassen. In einer Ethik der Pluralität.

 

Tanz: Joris Camelin, Rémy Héritier

Klavier: Jan Burkhardt

Choreographie: Laurent Chétouane

Mitarbeit: Georg Döcker

Kostüm: Sophie Reble

Licht: Stefan Riccius

 

 

Antragsteller/in Laurent Chétouane

Veranstaltungstermin 10., 11., 12. und 13. Feburar 2012, jeweils 20.00 Uhr

Veranstaltungsort Sophiensaele, Sophienstraße 18, 10178 Berlin

Förderbetrag 45.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Laurent Chétouane. Gefördert von dem Hauptstadtkulturfonds Berlin. Koproduziert von Tanzquartier Wien und den Sophiensaelen Berlin. Mit freundlicher Unterstützung von dem Institut Francais Deutschland - Bureau du Théâtre et de la Danse, Dock 11 Berlin und dem C. Bechstein Centrum Berlin.

Internetseiten www.sophiensaele.c...IDstueck=888

Foto: Sebastian Bolesch

Foto: Sebastian Bolesch

ich(a)

ich(a)

 

Ich. Ich was? Ich.

Eine Reise zu den Unentscheidbarkeiten

 

Eine Tanzperformance von Zufit Simon

 

22. - 24. Sept. 2011, 20.30 h, Uferstudios Berlin

Uferstr. 8, 13357 Berlin

ticket@tanzfabrik-berlin.de / 0180 57 00 733

 

In "ich(a)" steht das Spannungsverhältnis zwischen Selbstwahrnehmung und der Suche nach einer Identität im Mittelpunkt. Unsere Sicht auf uns wird vielleicht am subtilsten dominiert durch den Einfluss der Medien, die uns in vielfältiger Weise vorführen, wie wir als Frau oder als Mann zu sein haben. Das Auge der Kamera fungiert daher in "ich(a)" als Beobachter, Kontrolleur aber auch Partner in der Auseinandersetzung einer Frau mit ihrem Selbst, mit ihrem Körper, ihrer Ausstrahlung.

 

Zufit Simon  - Konzept, Tanz und Choreographie

Carlos Bustamante - Video 

Inka M. Paul  - Dramaturgie

Robert Merdzo  - Komposition

Lichtdesign - Michael Kunitsch

Tal  Shacham - Kostüm  

Foto - Udo Hesse

Dietrich Oberländer - Produktionsleitung

Produktion: artblau Tanzwerkstatt 

 

Gefördert mit Mitteln des "Hauptstadtkulturfonds" Berlin und Land Niedersachsen

Antragsteller/in Zufit Simon

Veranstaltungstermin 22. bis 24. September 2011, 20.30 h

Veranstaltungsort Uferstudios - Tanzfabrik

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Tanzfabrik Berlin, Tanztendenz München, Uferstudios, artblau-Tanzwerkstatt, phase 7

Internetseiten www.artblau.de

ich(a) von Zufit Simon Foto: Udo Hesse

ich(a) von Zufit Simon Foto: Udo Hesse

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eine Tanzperformance von Walter Bickmann

 

Zu Beginn des Computerzeitalters prägte der Philosoph und Mathematiker Max Bense den Begriff einer Technologie die "unter die Haut der Welt" geht, also unseren Sinnen nicht mehr zugänglich ist. Benses visionäre Vorstellung von technischen Phänomenen die unsere physische Realität durchdringen und denen wir uns nicht entziehen können, entspricht heute der Realität. Im Sog der steigenden Informationsflut sind wir abhängig von maschinellen Algorithmen, digitale Medien und ihre Tendenz zu Abstraktion und Rationalisierung beeinflussen unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Welche Effekte hat der Verlust physischer Präsenz bei der Erschließung neuer Handlungs- und Erlebnisräume im Netz? Wie verändern die zunehmende Entmaterialisierung, die Transformation der Dinge zu Zeichen unsere Kommunikationsprozesse?

 

Der Choreograph und Videokünstler Walter Bickmann thematisiert in "icon" die sich wandelnden Aspekte von Identität, Souveränität, Intimität und Öffentlichkeit. Im Spannungsfeld von Virtualität und Wirklichkeit entsteht eine komplexe Struktur von Bild-, Klang- und Bewegungsebenen. Filmprojektionen werden integraler Bestandteil der Live Performance und ermöglichen erweiterte Ausdrucksdimensionen, die die Grenzen des Realen überschreiten.

 

Konzept: Walter Bickmann, Doris Kolde

Choreographie/ Inszenierung: Walter Bickmann

Tanz/ Kreation: Lydia Klement, Stella Zannou, Erol Alexandrov, Andy Zondag

Choreographische Assistenz: Lydia Klement

Video: Walter Bickmann, Doris Kolde

Lichtdesign: Asier Solana Arce

Antragsteller/in Walter Bickmann

Veranstaltungstermin Premiere: 25. Juni 2010, 21.00 Uhr Weitere Vorstellungen: 26.| 27.| 30.06. und 01.| 02.| 03.| 04.07.2010, jeweils 21 Uhr

Veranstaltungsort DOCK 11, Kastanienallee 79, 10435 Berlin

Förderbetrag 6.000 € Wiederaufnahme

Kooperationen Bezirksamt Pankow von Berlin/ Amt für Kultur und Bildung DOCK 11 EDEN*****

Internetseiten www.walterbickmann.de

Internationales Tanzfest Berlin - Tanz im August 2011

Tanz im August ist einer der wichtigsten Umschlagplätze für den zeitgenössischen Tanz in Europa. Ziel des Festivals ist die Präsentation unterschiedlicher Formate und Tanzstile sowie die Streuung der Veranstaltungen über die Stadt, um unterschiedliche Publikumsschichten und Szenen anzusprechen. Weiterhin wird (u.a. durch Publikumsgespräche und die sommer.bar) großer Wert auf eine kommunikative Atmosphäre gelegt, die das Festival zu einem wichtigen Treffpunkt für Fachleute, Künstler und tanzinteressiertes Publikum macht.

 

Werke renommierter Choreografen bleiben auch 2011 Eckpfeiler des Programms. Hierzu zählen bei der 23. Festival-Ausgabe Gastspiele von Künstlern wie LaLaLa Human Steps, Lucinda Childs, Alias / Guilherme Botelho, Andréya Ouamba und Grégory Maqoma. Am anderen Ende des Spektrums werden junge Künstler und Nachwuchschoreografen mit ausgewählten Einzelarbeiten vertreten sein. Auch die Fortbildung von professionellen Künstlern sowie die Tanzvermittlung an ein breites Publikum bleiben Bestandteil des Festivals. 2011 ist zudem ein Workshop-Projekt für Kinder in Kooperation mit TanzZeit - Zeit für Tanz in Schulen vorgesehen.

 

Antragsteller/in Kulturprojekte Berlin GmbH, Hebbel am Ufer

Veranstaltungstermin 12. bis 28. August 2011

Veranstaltungsort Podewil, Hebbel am Ufer, Schaubühne am Lehniner Platz, RADIALSYSTEM V, Volksbühne am Rosa-Luxemburgplatz, HALLE TANZBÜHNE BERLIN, Galeries Lafayette, Filmtheater am Friedrichshain

Förderbetrag 400.000 €

Internetseiten www.tanzimaugust.de

Pressestimmen

MATCH

MATCH repräsentiert, was nicht zu repräsentieren ist. Es ist eine Versuch, für ein Objekt, auf der Bühne zu stehen, für etwas, das selbst nicht die Fähigkeit hat zu performen. Ein Versuch, im Namen dessen zu performen, was nicht handelt, sieht oder spricht, sondern einfach ist und damit seine Abstaktion und seine immensen Andeutungen herauszuspielen.

 

In MATCH geben Anja, Jean-Baptiste und Dennis Wissen eine Form, benennen das Potential von Objekten und bieten neue Möglichkeiten des Sehens. Sie wollen überzeugen in ihrem Spiel des Nachahmens, aber sie wollen nicht zu überzeugend sein.

 

Mit seinem Zögern und den Wiederholungen, mit seinen Unterbrechungen und Wiederaufnahmen und mit den klaren Zugeständnissen bringt MATCH die Absurdität zum Vorschein im Namen von Dingen stehen zu wollen.

 

Choreografie: Begüm Erciyas

Mit Anja Bornsek, Dennis Deter, Jean-Baptiste Veyret-Logerias

Sound: Lucas Vincent Dietrich

Licht: Sandra Blatterer

Mentoring: Myriam Van Imschoot

Produktionsleitung: Barbara Greiner

 

MATCH ist eine Produktion von Begüm Erciyas.

 

 

 

Antragsteller/in Begüm Erciyas

Veranstaltungstermin 18. August 2011, 20.00 19. August 2011, 21.30

Veranstaltungsort Podewil, Berlin (Tanz im August)

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen Unterstützt durch die TanzWerkstatt Berlin und die fabrik Potsdam im Rahmen von Tanzplan Potsdam: Artists-in-Residence Dank an Tanzfabrik Berlin Begüm Erciyas ist 2011 artist in residency in der TanzWerkstatt Berlin

Internetseiten www.tanzimaugust.d...erciyas.html

Musik (Praticable)

Musik (Praticable)

 

Konzept und Choreographie: Isabelle Schad

 

Choreographie und Interpretation: Alexander Baczynski-Jenkins, Nancy Banfi, Jorge Gonçalves, Hanna Hedman, Nina Kurtela, Clement Layes, Arantxa Martinez, Sarah Menger, Sybille Müller, Eduard Mont de Palol, Ana Rocha, Lola Rubio, Nils Ulber, Marysia Zimpel

 

Licht und Ton, künstlerische Assistenz: Bruno Pocheron

Software-entwicklung: Olivier Heinry

Interventionen im Kreationsprozess: Frédéric Gies und Odile Seitz

Assistenz: Stefanie Knobel

Koproduktion: Isabelle Schad, Mezzanine und Sophiensaele Berlin

Gefördert durch: Hauptstadtkulturfonds

 

Musik (Praticable) ist eine Arbeit, die nach Wegen sucht, Tanz analog zu Arbeitsweisen und Begrifflichkeiten aus der Musik zu schreiben.

Indem wir Musikterminologie mit Konzepten aus der Physiologie, mit choreographischen Schreibweisen bzw. kompositorischen Elementen im Tanz vergleichen, suchen wir nach Beziehungen zwischen dem Visuellen und Auditiven, zwischen Musikbegriffen und deren Übertragung in Körper - Sprache.

 

Körper im Raum wie Landschaften - visuelle Rhythmen //

Ihre auditiven Rhythmen wie Musik - Innenräume, die zu Aussenräumen werden //

Die Bewegungen werden zu Linien: Verlängerung der Innenwelt des Körpers in den Raum hinein //

Eine Linie verschwindet und wird Figur, Markierung, Zäsur, oder Note, dann wieder Motiv... //

 

Die Gruppe ein Ensemble //

Ein Ensemble und darin jeder mit hoher Eigenverantwortlichkeit //

Polyphonie - Vielstimmigkeit: die Linien sind wie Stimmführungen: fragil, linear und rhythmisch geordnet //

Eine Suche nach Balance zwischen Textur und Form, Sehen und Hören, Wahrnehmung und Zustand, Vergessen und Entdecken, Lust am Tanz und Lust an Musik //

 

Zu Praticable:

Im Mittelpunkt des Projektes Praticable steht das Teilen und der Austausch von Körperpraktiken mit dem Ziel Research, Lernprozesse, Kreation und Produktionsstrukturen in Beziehung zu setzen. Praticable wurde 2005 gegründet und wird derzeit von Frédéric De Carlo, Frédéric Gies, Isabelle Schad und Odile Seitz fortentwickelt.

 

Antragsteller/in Isabelle Schad

Veranstaltungstermin 26. und 27. September 2011 Mo 02. - Mi 04. Mai um 20h30 - Sophiensaele Mo 26. - Di 27. September Uferstudios

Veranstaltungsort Uferstudios Berlin

Förderbetrag 55.000 €

Kooperationen Mit freundlicher Unterstützung von und in Kooperation mit: GDA - Gestão dos direitos dos artistas (Residency Support), fabrik Potsdam, Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin, Tanzfabrik Berlin e.V., Uferstudios

Internetseiten www.isabelle-schad.netwww.sophiensaele.com

Oh! Deep Sea - Corpus II

In ihrem vierteiligen Langzeitprojekt "Oh! Deep Sea – Corpus I-IV" interpretiert die griechische Choreografin Kat Válastur Homers Epos der Odyssee als Irrfahrt des Körpers durch Raum und Zeit. Sie entlehnt dem Klassiker Archetypen und zentrale Motive, über die sie Bezüge zu unserer heutigen Gesellschaft erschließt und die Bedingungen des zeitgenössischen Tanzes reflektiert.

 

"Oh! Deep Sea – Corpus II" ist inspiriert von der Begegnung Odysseus’ mit den Cyclopen, den einäugigen Riesen. Der heroische Körper sieht sich dem monströs Anderen gegenüber und offenbart in der Konfrontation seine eigenen physischen Grenzen. Válasturs auf minimalistische Bewegungen konzentrierte Choreografie provoziert einen Akt des Sehens, an dem sich das Widerspiel von Über- und Ohnmacht, von Eigenem und Fremdem, von passiver Beobachtung und aktiver Zeugenschaft entfaltet. Doch wo verbirgt sich das Monströse genau: ist es im fremden Aktanten oder auch im Eigenen des Opfers zu finden? Welche Rolle spielt dabei der unbeteiligte Betrachter?

 

Choreografie: Kat Válastur; Performance: Kat Válastur, Yohei Yamada; Ausstattung & Licht: Ulrich Leitner; Kostüme: Ben Klunker; Sound: Arik Hayut; Dramaturgie: Nikos Flessas; Presse & Produktion: Björn Frers – björn & björn; Regieassistenz & Fotografie: Ioannis Roumeliotis; Ausstattungsassistenz: Laila Rosato Lüke

Antragsteller/in Kat Válastur

Veranstaltungstermin 26. bis 28. April 2011

Veranstaltungsort HAU 3 Berlin

Förderbetrag 45.000 €

Kooperationen Eine Produktion von adLibdances/Kat Válastur in Koproduktion mit dem HAU.

Internetseiten www.adlibdances.netwww.hebbel-am-ufer.de

Rehearsing Collectivity- Choreography beyond Dance

Was ist ein kollektiver Körper und wie bewegt er sich? Wie kann die politische und soziale Dimension, die in dem Begriff der Gemein¬schaft implizit enthalten ist, auf das künstlerische Feld übertragen, dort angewendet und praktiziert werden? Wie verändert eine Über¬setzung vom künstlerischen Bereich in den Alltag das Konzept von Choreografie? Wie kann der Blickwinkel der bildenden Künste den Begriff Choreografie erweitern? Welche Art von Kollektivität verkörpert das Publikum? Rehearsing Collectivity nähert sich dem facettenreichen Begriff der Kollektivität über einen transdiszipli¬nären Ansatz, durch künstlerische und theoretische Beiträge. Eine Ausstellung mit Performances, eine Reihe von Vorträgen, ein Work¬shop und eine Publikation sind Bestandteile des Projektes.

Antragsteller/in Emanuele Guidi, Elena Basteri, Elisa Ricci

Veranstaltungstermin von 27. April bis 6. Mai 2011

Veranstaltungsort Tanzfabrik in den Uferstudios

Förderbetrag 45.000 €

Kooperationen Österreichisches Kulturforum Berlin; Italienisches Kulturinstitut Berlin; Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung und Zentrum für Bewegungsforschung der Freien Universität Berlin; Transeuropa Festival/European Alternatives; Tanzfabrik Berlin e. V.

Internetseiten www.rehearsingcollectivity.net

Schlechte Angewohnheiten - Context #8

Unter schlechten Angewohnheiten verstehen wir hierzulande in erster Linie störende Verhaltensweisen wie Zuspätkommen, Schmatzen oder an den Nägeln Kauen. Was aber sind schlechte Angewohnheiten im Tanz und wie werden sie mit den Mitteln des Theaters thematisiert? Anlässlich der 8. Ausgabe des Context-Festivals stellen sich Künstlerinnen und Künstler wie Doris Uhlich, Ann Liv Young, Emanuel Gat und Xavier Le Roy dieser Frage. Sie untersuchen das Fremde im Eigenen, denn meist versteht man das eigene Handeln und Denken erst, wenn man in ungewohnte Situationen gerät. In Aufführungen, Interventionen, Gesprächen, einer Audio-Installation und einem Coaching-Seminar folgen sie ungewöhnlichen Arbeitsansätzen, provozieren ungewohnte Situationen und testen sie auf ihre Wirkung.

Antragsteller/in Hebbel-Theater-Berlin GmbH

Veranstaltungstermin 21. bis 29. Januar 2010

Veranstaltungsort Hebbel am Ufer (HAU 1, 2, 3)

Förderbetrag 95.000 € (2011) 15.000 € (2010)

Kooperationen Institut Francais d'Allemagne/ Bureau de la création artistique - Théâtre et danse und Culturesfrance Départs Network Masterstudiengang für Performance-Studies, Universität Hamburg

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.de

THE BLANKET DANCE

THE BLANKET DANCE

Frédéric Gies, Jefta van Dinther und DD Dorvillier

 

"The true mystery of the world is the visible, not the invisible." – Oscar Wilde

 

 

Wir haben diesen Tanz gemacht, damit er von euch gesehen wird. Nichts bleibt unberührt, wenn wir unsere Runden an der Peripherie des Raumes drehen.

Die Lichter, unsere Körper, der Sound, Ihr, die Objekte, alles beeinflusst sich gegenseitig.

The Blanket Dance spricht eine wuchernde Neugierde an der Berührung und der Frage an, wie die Form selbst Inhalt sein kann. Wir beobachten, wie Berührung Bewegung produziert und wie diese Bewegung und Bedeutungen offenlegt. Die Berührung in The Blanket Dance benimmt sich gut und dann auch wieder daneben indem sie Sinn und Nonsens hervorbringt. Wir erleben mit wie sie das Unbelebte belebt und das noch so Konkrete zu etwas ungeheuer Nachgiebigem werden lässt.

 

Choreographie und Tanz: Frédéric Gies, Jefta van Dinther und DD Dorvillier

Music und Ton: Jonathan Bepler and Daniel Jenatsch

Lichtdesign: Minna Tiikkainen

Technische Leitung: Ruth Waldeyer

Produktionsmanagement: Christian Modersbach

 

The Blanket Dance ist ein Produktion von Frédéric Gies, Jefta van Dinther / Sure Basic und DD Dorvillier / human future dance corps

 

Dank an Robert Steijn, Kristine Slettevold, Naiara Mendioroz Azkarate, Sabine Prokhoris, Simon Hecquet und Ulrike Melzwig.

 

Antragsteller/in Frédéric Gies

Veranstaltungstermin 17., 18. und 19. März 2011 20:00 Uhr

Veranstaltungsort HAU 3, Berlin

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Koproduziert von Frascati Productions / Amsterdam, HAU / Berlin, Tanzquartier / Wien | Residenz im CNDC / Angers | Mit freundlicher Unterstützung der fabrik / Potsdam - Tanzplan Potsdam: Artists-in-Residence

Internetseiten jeftavandinther.com

VIOLET

In VIOLET lassen fünf Tänzer auf simultane wie singuläre Weise eine dynamische Landschaft, ein mit Optionen aufgeladenes Terrain sichtbar werden. Ihre Bewegungen sind Manifestationen unvermittelt auftretender Phänomene, die unmerklich, jedoch unaufhörlich aktiv sind. VIOLET ist ein steiler Abstieg in einen Mahlstrom, in einen Strudel dynamischer Muster und detailliert ausgeführter kinetischer Skulpturen, auf der Bühne live begleitet durch Elektronik und Perkussion des Musikers Brendan Dougherty.

 

Nach einer Phase des Austauschs und der Zusammenarbeit mit anderen Künsten wendet sich Meg Stuart mit VIOLET der Bewegung als primärem Motor zu und verbindet Choreographie mit einer Alchemie der Sinne. VIOLET ist das vielleicht abstrakteste Stück Stuarts aus ihrer langjährigen Karriere, es trägt die einzigartige Signatur ihrer Kunst, die an einer fragilen ‚condition humaine‘ in ihrer sehr physischen Ausprägung arbeitet.

 

Choreographie: Meg Stuart

Kreiert mit und performt von: Alexander Baczynski-Jenkins, Varinia Canto Vila, Adam Linder, Kotomi Nishiwaki, Roger Sala Reyner

Live-Musik: Brendan Dougherty

Dramaturgie: Myriam Van Imschoot

Bühnenbild: Janina Audick

Licht Design: Jan Maertens

Kostüme: Nina Kroschinske

Technische Leitung: Robrecht Ghesquière

Ton: Milos Vujkovic

Licht: Frank Laubenheimer

Produktionsleitung: Eline Verzelen

Probenassistenz: Sigal Zouk

Assistenz Bühnenbild: Julia Kneusels

Assistenz Kostüme: Nina Witkiewicz

Assistenz Produktion: Mira Moschallski

 

Dank an: Ulrike Bodammer, Eric Andrew Green, Claudia Hill, Leyla Postalcioglu, An-na-Luise Recke, Annegret Riediger, Jozef Wouters

 

Antragsteller/in Meg Stuart/Damaged Goods

Veranstaltungstermin 29. und 30. Oktober 2013 24. bis 26. August 2011, jeweils 21.00 Uhr Februar bis Oktober 2011

Veranstaltungsort Radialsystem V

Förderbetrag 75.000 €

Kooperationen VIOLET entstand in Zusammenarbeit mit RADI-ALSYSTEM V (Berlin) und Uferstudios (Berlin). Meg Stuart/ Damaged Goods werden unterstützt durch die Regierung von Flandern und die Flämische Gemeinschaftskommission. Mit Unterstützung durch Hauptstadtkulturfonds (Berlin) Produktion: Damaged Goods (Brüssel) Koproduktion: PACT Zollverein (Essen), Festival d‘Avignon, Festival d‘Automne à Paris, Les Spectacles vivants - Centre Pompidou (Paris), La Bâtie-Festival de Genève, Kaaitheater (Brüssel)

Internetseiten www.damagedgoods.be