Certain Sundays: A Salon at SOWIESO

Sonntag, 27. November 2011, 17.00 Uhr

KW Institute for Contemporary Art, Auguststr. 69, 10117 Berlin

 

In Zusammenarbeit mit dem Berliner ‚Kunst-Werke Institute for Contemporary Art’ wird Certain Sundays einen Abend ausrichten, der Werke und Gedanken zweier Künstler aus Boston versammelt: Helen Mirra und Ernst Karel. Konkrete und abstrakte Orte, Parteilichkeit und Objektivität, Nicht-informative Informationen, Nicht-dokumentarische Dokumente sind Bestandteile eines Programms, in dem wir Kurzfilme, mehrkanalige Klangstücke sowie Musikdarbietungen von Ernst Karel – solo ebenso wie im Ensemble – versammeln werden.

 

Helen Mirra & Ernst Karel: Location Recordings

 

Certain Sundays presents an evening of works and thoughts from Boston-based artists Helen Mirra and Ernst Karel. Place and abstraction, partiality and impartiality, non-informative information, and non-documentary documents will be on offer as we explore sound works and 16mm films by Mirra and Karel individually and as a collaborative team.

 

Note: In advance of the salon, and in the context of Mirra's exhibition opening the same weekend, the collaborative work Swiss Mountain Transport Systems, multi-channel version, a 68-minute audio composition constructed of location recordings and percussion, will be playing on the top floor at KW Saturday 26 November, 17:00-22:00, and Sunday 27 November, 15:00-17:00.

 

Location Recordings is a cooperation of KW Institute for Contemporary Art and Certain Sundays and is realized in collaboration with the Berliner Künstlerprogramm/DAAD.

 

 

 

 

Sonntag, 23. Oktober 2011, 17.00 Uhr

 

Die Musik von Christian Kesten und Shawn Edward Hansen zeichnet sich aus durch eine spielerische Außerachtlassung traditioneller Vorstellungen davon, was es bedeutet, Komponist, Performer oder Musiktheoretiker zu sein. Obgleich Christian Kesten – ein bekannter Vertreter der experimentellen Musikszene in Berlin, der von John Cage und Dieter Schnebel beeinflusst ist – und Shawn Hansen – ein Schüler Richard Teitelbaums, dessen konzeptorientierte Arbeiten Konzeptionen von Zeit, Erinnerung und Übertragung ausloten – verschiedene Enden eines ästhetischen Spektrums repräsentieren, sind die Werke beider Künstler in ihrer Grenzüberschreitung der Medien tief miteinander verbunden.

 

 

Sonntag, 18. Dezember 2011, 17. 00 Uhr SOWIESO

 

John Butcher

Self and Others

Karen Brookman

Modus Vivendi

 

Zu unserer Schlussveranstaltung in diesem Jahr haben wir zwei Ikonen der britischen Improvisationsmusik als Ehrengäste eingeladen: Brookman, die langjährige Leiterin von Incus Records, die vor kurzem einen eigenen Salon in London eröffnet hat, wird über diese beiden Tätigkeitsfelder sprechen und uns erzählen, was es für sie heißt, im Leben wie in der Arbeit unabhängig zu sein. Saxophonist John Butcher wird eine Solo-Improvisation zu Gehör bringen und im Anschluss besprechen, darüber hinaus wird er seine Ensemble-Komposition „somethingtobesaid“ aufführen: „Zwei Aktivitäten, die zum einen diametral entgegengesetzt, zum anderen aber auch ziemlich ähnlich sind.“

 

 

Sonntag, 25. September 2011, 17.00 bis 19.00 Uhr

 

Andrew Hamilton: Sing-A-Long Products

Ming Tsao: Toward an Informal Music

with | mit

Johnny Chang, Violin

Seth Josel, Guitar

Zusammen mit dem Violinisten Johnny Chang wird Hamilton „product # 1“, „JOY“ und „May, present, product 2“ spielen und danach über den Schaffensprozess dieser Werke sprechen wie über seine Vorstellungen der Ästhetik, die in ihnen stecken. Ming Tsao wird ebenfalls über sein bisheriges Werk sprechen wie über seine jüngst uraufgeführte erste Oper „Die Geisterinsel“. Außerdem wird er auf der Maultrommel improvisieren, ausgehend von einer Inspiration, die aus John Fords Film „Young Mr. Lincoln“ stammt. Danach wird Ming Tsaos Werk „If ears were all that were needed …“ auf der Solo-Gitarre nachspielen.

Along with violinist Johnny Chang, Andrew Hamilton will perform “product #1″, “JOY” and “MAY, present “product #2″ and speak about the processes that go into writing these works and his aesthetic ideas behind them. Ming Tsao will discuss his latest work including his recently premiered opera “Die Geisterinsel,” present a jews harp improvisation inspired by John Ford’s Young Mr. Lincoln, and guitarist Seth Josel will perform Tsao’s work for solo guitar “If ears were all that were needed…”

 

 

 

Sonntag, 3. Juli, ab 19:00 Uhr

 

Ouïe/Dire (Kristof Guez, Marc Pichelin & Laurent Sassi) - Drei Wege / Berlin: ein Audio-Video-Portrait von Neukölln

 

Das französische Kollektiv Ouïe/Dire präsentiert Drei Wege / Berlin – ein audio-visuelles Portrait von Neukölln: eine elektroakustische Freiluft-Multikanal-Performance mit Videos und Fotos von Berlins sozial vielschichtigstem Bezirk mit dem sich am schnellsten verändernden Kiez.

 

The French collective Ouïe/Dire presents Drei Wege / Berlin, an audio-visual portrait of Neukölln: an outdoor multi-channel electro-acoustic performance with video and photos from Berlin's most socially mixed and rapidly changing neighborhood.

 

***EINTRITT FREI***

 

Sonntag, 3. Juli

19:00 Uhr Eröffnung mit mexikanischem Essen von www.tacosberlin.com

20:00 Uhr Beginn der Performance

 

 

 

 

Sonntag, 5. Juni 2011

 

Brandon LaBelle: Cloudy

Lou Mallozzi: Overheard

 

Die Auseinandersetzung mit akustischer Übertragung, Stimme und Sprache kennzeichnet die Kombination zweier ungewöhnlicher US-amerikanischer Künstler, die in unterschied-lichen Bereichen von Klang in der Kunst arbeiten. Zuzätzlich zu live Performances, werden Lou Mallozzis Interesse an dem Material Sprache, am Dialekt und an der menschlichen Stimme sowie Brandon LaBelles Arbeiten mit Klang und Stimme als soziales Plasma besprochen.

 

The intersections of transmission, voice, and language inform this pairing of two highly original American artists working in different realms of sound in the arts. Both Mallozzi and LaBelle will perform, and discussion of their work will center on Mallozzi’s interest in the material of language, dialects, and the human voice, and LaBelle’s interest in sound and voice as a social plasma.

 

www.certainsundays.de

 

Complimentary Kaffee und Kuchen

 

Sonntag, 05. Juni 2011

17:00-19:00 Uhr

Eintritt: 5 Euro

 

 

 

 

Sonntag, 8. Mai 2011

 

Philip Corner: The only Silence is Noise; the only Noise is Silence

Diego Chamy: Concerning the New

 

Trotz der 42 Jahre Altersunterschied zwischen dem Argentinier Diego Chamy und dem US-Amerikaner Philip Corner teilen die Künstler eine kritische Haltung gegenüber der Struktur zeitgenössischer Kultur, die stets das Zentrum ihrer musikalischen Aktivitäten bildet – wie auch eine ganze Menge Humor. Wir möchten sie fragen: Wie hat sich die Gewichtung auf Konzeptualismus auf ihre künstlerische Praxis ausgewirkt? Philip Corner wird bei seiner Performance mit einer Auswahl älterer und neuerer Stücke von Phoebe Neville, Hilary Jeffery und Nikolaus Gerszewski begleitet werden.

 

Diego Chamy and Philip Corner, despite the 42-year age difference between them, have put critical attitudes toward the structure of contemporary culture – and humor – at the center of their musical outputs. How has their emphasis on conceptualism shaped their practices? In a performance of a selection of older and newer pieces Philip Corner will be accompanied by Phoebe Neville, Hilary Jeffery and Nikolaus Gerszewski.

 

 

 

 

Sonntag, 3. April 2011

Immersive Musik | Immersive Music

 

Olivia Block: Maps and Fields

The International Nothing (Kai Fagaschinski und Michael Thieke):

Everything You Always Wanted to Know About Nothing (But Were Afraid to Ask)

 

Die Musik von The International Nothing und der US-Amerikanerin Olivia Block versucht auf unterschiedliche Weise, den Zuhörer einzuhüllen. Kai Fagaschinski und Michael Thieke von The International Nothing werden eine Auswahl eigener Kompositionen spielen und über ihre Arbeitsweise sprechen. Olivia Block wird The Garden präsentieren, ein 30 Minuten langes Stück, das „Field Recordings“, elektronische Bearbeitung sowie instrumentale Samples kombiniert, und sie wird über die aktuelle Richtung ihrer Arbeit berichten.

 

The music of The International Nothing and Olivia Block both propose different approaches to enveloping the listener. The International Nothing will perform a selection of their own compositions for clarinets, and discuss their working process. Olivia Block will perform The Garden, a 30-minute electro-acoustic piece combining field recordings, electronic processing, and instrumental samples, as well as discuss the current direction of her practice.

 

www.certainsundays.de

 

Complimentary Kaffee und Kuchen

 

Sonntag, 3. April 2011

17:00-19:00 Uhr

Eintritt: 5 Euro

 

Microtonalität und Intuitive Musik |

 

Robin Hayward: On the Microtonal Tuba

Oliver Schneller: Adventures in the Pitch Continuum

Catherine Christer Hennix: The Intrinsic Problems of Stockhausen's Intuitive Musik

 

In Zusammenarbeit mit der Jour-Fixe-Serie der “Berliner Gesellschaft für Neue Musik” stellt Certain Sundays drei in Berlin lebende Komponisten und Performer von mikrotonaler Musik vor: Robin Hayward wird über seine selbstentworfene mikrotonale Tuba sprechen, einige speziell für dieses Instrument entwickelte Werke vorstellen und eine neue eigene Komposition für Tuba und Kontrabass zur Aufführung bringen. Oliver Schneller spricht über sein Konzept von Mikrotonalität in Verbindung mit einer seltenen Aufführung seines Werkes für Solo Saxofon und elektronisches Blasinstrument. Und schließlich wird Catherine Christer Hennix -ausgehend von ihrem eigenen kompositorischen Werk- in einem Exkurs ihre Erfahrungen mit Aufführungen von Stockhausens Intuitiver Musik erläutern.

 

17:00-19:00 Uhr;

Kostenloser Kaffee und Kuchen;

Eintritt: 5 euro

 

Certain Sundays ist ein monatlich stattfindender Salon, kuratiert von Christopher Williams und Chris Heenan, bei dem die Arbeit von Experimental-Musikern, Komponisten, Kritikern, Klang-, Radio- und Medienkünstlern sowie anderen, die in der Musik- und Klangwelt aktiv sind, präsentiert wird. Künstler performen, präsentieren Videos oder Audio-Aufnahmen, unterhalten sich mit den Zuschauern, stellen Partituren vor, halten Vorträge und interagieren mit dem Publikum in unterschiedlichster Weise.

 

27. Februar 2011

Peter Behrendsen: soundso

Hanna Hartman: The Importance of Getting Lost

 

Zwei Künstler aus verschiedenen Generationen, Stilrichtungen und kulturellen Milieus präsentieren neue elektroakustische Werke und sprechen über ihr Wirken im Bereich Instrumentalmusik, Klangkunst und Radiokunst.

 

Two artists from different generations, working styles, and cultural milieus share recent electroacoustic works and thoughts on their involvement across instrumental music, sound art, and radio art.

Antragsteller/in Chris Heenan u. Christopher Williams

Veranstaltungstermin 27. November 2011, 17.00 Uhr

Veranstaltungsort Kunst-Werke e.V. - KW Institute for Contemporary Art, Auguststr. 69, 10117 Berlin

Förderbetrag 27.000 €

Kooperationen INM, Deutscher Musikrat, Berliner Gesellschaft für Neue Musik

Internetseiten www.certainsundays.de

Dans l'espace et les temps

"Dans l´espace et les temps"

Das Zafraan Ensemble spielt Werke französischer Komponisten

 

Zafraan Ensemble Berlin

Emile Jouette

 

Tristan Murail "Treize couleurs du soleil couchant"

Antoine Daurat "Vignettes" (UA)

Christophe Bertrand "Aus"

Pierre Boulez "Dérive 1"

Jonathan Bell "Etude de synchronization" für Ensemble und Elektronik (UA)

Philippe Hurel "Figures libres"

Antragsteller/in Clemens Hund-Göschel

Veranstaltungstermin 4. Oktober 2011 20.00 Uhr

Veranstaltungsort Kleiner Saal Konzerthaus Berlin

Förderbetrag 12.000 €

Kooperationen initiative neue musik berlin e.V impuls neue Musik

Internetseiten www.zafraan-ensemble.com/

delighted Musikfestival

Vom 22.09. bis 02.10.2011 präsentiert das ATZE Musiktheater unter Leitung von Sinem Altan, Begüm Tüzemen und Özgür Ersoy das deutschlandweit einzigartige Musikfestival "deLIGHTed".

 

Bei fünf Uraufführungen in sechs Konzerten werden kulturelle Grenzen und etablierte Kategorisierungen aufgelöst. Dabei wird das gesamte Spektrum der klassischen "westlichen" Konzertmusik sämtlichen Spielarten der türkischen Musiktradition gegenüber gestellt.

 

Neue musikalische Dimensionen erschließen sich, wenn z.B. Istanbuler Operetten der 1920er Jahre auf Broadway Musicals, frühromantische Opernarien auf Beats und Breakdance oder eine Bachsche Fuge auf eine anatolische Fuge treffen.

 

Im Zentrum stehen mit Sinem Altan, Begüm Tüzemen Özgür Ersoy und DJ Ipek vier junge türkisch-stämmige Künstler, die mit zahlreichen internationalen Gästen den Weg in die musikalische Zukunft weisen.

 

Schirmherr des Festivals ist Wolfgang Thierse.

Antragsteller/in ATZE Musiktheater

Veranstaltungstermin 22. September bis 2. Oktober 2011 22. September 2011, 20.00 Uhr Uraufführung: light-hearted 1 23. September 2011, 20.00 Uhr Uraufführung: opeRap 24. September 2011, 20.00 Uhr Uraufführung: broken melody - kirik hava 30. September 2011, 20.00 Uhr Uraufführung: rock the jetlag - vom Broadway zum Bosporus 01. Oktober 2011, 20.00 Uhr opeRap 02. Oktober 2011, 20.00 Uhr Uraufführung: light-hearted 2

Veranstaltungsort ATZE Musiktheater

Förderbetrag 140.000 €

Kooperationen Das Festival wird präsentiert von tip und taz.

Internetseiten www.atzeberlin.de

Focus New York

Neue Impulse des Jazz kommen nach wie vor aus New York, kurzfristig leben Jazzszenen in aller Welt auf, aber New York ist und bleibt Zentrum und Motor aller neuen Bewegungen und Tendenzen.

Wir möchten Bands aus New York in Berlin vorstellen: Charles Gayle, Lee Konitz, Ray Anderson sowie John Lindberg, Chris Dahlgren und viele mehr.

Mit Kompositionen des großen Trendsetters der New Yorker Szene John Zorn befassen sich Eric Friedlander (Cello solo), Silvie Courvoisier & Mark Feldman, Paul Brody und der Schlagzeuger Jim Black.

Der Musik des Free Jazz Begründers Ornette Coleman, einer der wenigen lebenden Jazz-legenden widmet sich das Projekt "for the love of Ornette" mit Jamalaadeen Tacuma, Tony Kofi, Dave Liebman u.a..

Ein weiterer Schwerpunkt wird von Berliner Musikern, z.B. Michael Wollny, Silke Eberhard, Heinrich Köbberling gestaltet, die Gäste aus New York einladen, um zusammen neue Werke auszuarbeiten.

Die Tendenzen aktueller Jazzströmungen sind zweigeteilt, zum einen aus dem Free Jazz kommend, sind Vaterfiguren wie Ornette Coleman, William Parker, Perry Robinson, auch David Murray verpflichtend. Hier in Europa, insbesondere in Berlin sind es Alexander von Schlippenbach und Ernst-Ludwig Petrowsky, die stilprägend wirken.

Auf der anderen Seite stehen Komponisten, wie John Zorn, Anthony Braxton, Chris Dahlgren und John Lindberg vom String Trio of New York, deren klassische Ausbildung struktuelles Musizieren in den Focus stellt.

 

Antragsteller/in Förderverein jazzwerkstatt Berlin-Brandenburg e.V.

Veranstaltungstermin ab Januar 2011 bis Dezember 2011: 15. Januar 2011. Charles Gayle Trio 09. Februar 2011. Elliott Sharp & Scott Fields 02. MÄrz 2011, Mahanthappa & Iyer 11. März 2011, David Friesen 27. April 2011, JOHN LINDBERG’S TRI POLAR 11. Mai 2011, TRIO M, MYRA MELFORD 21. September 2011, Heinrich Köbberling 30. September 2011, Chris Dahlgreen 12. Oktober 2011, Ray Anderson 13. Oktober 2011, Frank Lacy 29. Oktober 2011, Ingrid Laubrock weitere Termine folgen

Veranstaltungsort Institut Francais

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen Goethe Institut

Internetseiten www.jazzwerkstatt.eu

Pressestimmen

From Inside - Ein Gesualdo-Projekt

400 Jahre war das II. Buch der Sacrae Cantiones von Carlo Gesualdo, dem italienischen Komponisten berühmter Madrigale, nicht zu hören. Das an Expressivität kaum zu übertreffende Werk galt als unaufführbar: Stimmbücher sind verschollen oder lückenhaft, zudem ist die Komplexität der Komposition so hoch, dass erst die moderne Grundlagenarbeit in historischer Praxis eine Rekonstruktion und Aufführung ermöglicht. Aktuell komplettiert von James Wood und stilsicher interpretiert vom Vocalconsort Berlin werden die Sacrae Cantiones erstmals seit ihrer Entstehung aufgeführt und verdichten sich unter der Regie von Hans-Werner Kroesinger zu einem szenischen Spannungsbogen: In Inhalt und Form noch heute revolutionär und an Ausdruckskraft Seinesgleichen suchend wird das Werk vor dem Hintergrund des Entstehens audiovisuell erfahrbar. Gesualdo erlangte durch den Mord an seiner Frau und ihrem Geliebten einen zweifelhaften Ruf: Schillernd, grausam, genialisch, psychopathisch. Die nach dem Mord und Tod des Sohnes geschaffenen Sacrae Cantiones bieten ein erschütterndes Psychogram des Leidens, geprägt von Reue, Verlust, Liebe, Erlösungswahn. Sie überschreiten dabei die normativen Systeme ihrer Zeit: die Haltlosigkeit des Selbst findet ihre kompositorische Entsprechung. Gesualdo werden zwei Werke Giacinto Scelsis zur Seite gestellt. Auch Scelsi durchmaß eine psychische Krise. Seine danach in den 1980er Jahren entstandenen Werke sind in ihrem Minimalismus die Essenz dieser Erfahrung. Das Projekt „From Inside“ verbindet Komponisten, denen das Leiden zum Material wurde: hier in fast übermächtige Expressivität und Emotionalität, dort in ungewöhnliche Reduktion und Schlichtheit gipfelnd. In der Gegenüberstellung schärfen sich die Extreme und werden in ihren Dimensionen erfahrbar. Unterstützt durch eine Videoprojektion, die u. a. Gerichtsakten und ein von Gesualdo gestiftetes Gemälde verwendet, wird den Klangwelten und Urgründen dieser Werke endlich Raum zur Entfaltung gegeben.

Antragsteller/in Vocalconsort Berlin

Veranstaltungstermin 30. April, 1. und 2. Mai 2012

Veranstaltungsort Radialsystem V

Förderbetrag 100.000 €

Internetseiten www.zeitfenster.net

Bühnenskizze 1 Valerie von Stillfried

Bühnenskizze 2 Valerie von Stillfried

Bühnenskizze 3 Valerie von Stillfried

Lux Aeterna - The Transcendence of Music

Ein Gespenst geht um in der Welt – das Gespenst der Musik.

Musik erscheint heute meist nur noch als Ware und wird auf Funktionalität reduziert. Die digitale Revolution hinterlässt sie scheinbar in einer Wiederkehr des Immergleichen. Seit Beginn ihrer Aufzeichnung hat Musik gegen solche Limitierungen gekämpft, indem sie uns ein Jenseits der alltäglichen Erfahrung fühlen lässt. Ob Musik komponiert oder improvisiert ist, ob sie rauschhaft schwebt oder mathematisch die Zeit ordnet: in ihren spirituellen Augenblicken handelt sie in allen Kulturen von Transzendenz. Die Magie des Klangs schlägt eine Brücke in jene Bereiche, die der Sprache entgleiten und die Naturwissenschaften ratlos zurücklassen. Wir können zwar darüber reden, aber nur der Soul des Moments bringt uns zusammen. Musik überschreitet die Grenzen zu einem tieferen Verständnis der Vergänglichkeit und einer bewussten Erfahrung des Lebens: We All Get It In The End.

Bis heute klingt das memento mori des Mittelalters im Blues, im Folk, im Metal und der Avantgarde nach. Das Ars Nova Ensemble durchschreitet dieses letzte Tor ins Reich der leuchtenden Schatten mit liturgisch inspirierten Chorwerken von György Ligeti, Jonathan Harvey und Claude Vivier. Magische Klänge suchte auch Albert Ayler, als er mit Ghosts der Erinnerungskultur der afrikanischen Diaspora eine laute Stimme verlieh. Evan Parker & Kammerflimmer Kollektief transportieren in einer einmaligen Kooperation diese Himmelfahrt in das klangliche Hier und Jetzt. Die rumänischen KomponistInnen Ana-Maria Avram und Iancu Dumitrescu nutzen für diese Reise Computer wie Science-Fiction die Technik: als Medium in andere Dimensionen und unbekannte Sphären. Für Lux Aeterna entstehen sie in Zusammenarbeit mit dem ensemble mosaik durch die Uraufführung der Auftragskompositionen Einfühlung und Nouvel Ascent II.

Auch die PopMusik ist von solchen Erweckungserlebnissen getrieben, die den Sound zu einer körperlichen Erfahrung machen und alle Synapsen zu einer Gewissheit führen. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft formen das Versprechen eines besseren Lebens in Freiheit. Dietmar Dath verortet diese musikalische Metaphysik in seinem Vortrag Woran wir Menschen merken werden, daß wir gestorben sind kultur-theoretisch. In einem weiteren Schritt nutzt Mark Fisher in Birth, School, Work, Death and Music Jacques Derridas Begriff der Hauntology, um Entwicklungen der digitalen Kultur zu benennen, die mit nostalgischen Codierungen neue Räume betreten und damit die Wirklichkeit durchbrechen. Mordant Music und Vindicatrix wenden diesen Coup ins Geisterhafte. Das weltweit geschätzte Funktion One-Soundsystem des Berghains wird dazu seinen Beitrag leisten.

Die Zukunft gehört den Gespenstern.

 

19.00 Le noir d'étoile

-Gérard Grisey Anubis-Nout (à la mémoire de mon ami Claude Vivier) (1983)

Theo Nabicht – Kontrabassklarinette

(Berlin)

19.30 Woran wir Menschen merken werden, das wir gestorben sind

Dietmar Dath – Vortrag

(Freiburg)

20.30 Das ewige Licht

- György Ligeti Lux Aeterna (1966) für 16-stimmigen Chor

- Jonathan Harvey How could the soul not take flight (1996) für Doppel-Chor und Schlagzeug

- Claude Vivier La Mort (B) & Après la mort, aus: Journal (1977) für Sopran, Alt, Tenor, Bass, gemischten Chor und Perkussion

Ars Nova Ensemble Berlin (Chor), Sabine Wüsthoff (Leitung)

(Berlin)

21.30 Emanation

Lê Quan Ninh – Große Basstrommel

(Saint-Silvain-sous-Toulx)

22.15 Albert Aylers „Ghosts“

Evan Parker & Kammerflimmer Kollektief – Saxofon, Kontrabass, Harmonium/Synthesizer/Stimme, Gitarre/Elektronik

(London/Karlsruhe)

23.15 We All Get It In The End

Kevin Drumm – Electronics

(Chicago)

 

Freitag, 11. März 2011

19.00 If I Had Possession Over Judgement Day

Noël Akchoté – E-Gitarre

(Paris)

19.45 Birth, School, Work, Death and Music

Mark Fisher – Vortrag

(London)

20.45 Tombeaux

-Hildegard von Bingen

-Anonymus

-Guillaume de Machaut

-Francesco Rognioni

-Diego Ortiz

-Gregory Howet

-Jacob van Eyck

-John Dowland

-Matthew Locke

-Henry Purcell

Cum erubuerint

Lamento di Tristano – Rotta

Tels rit au mains

Ancor che col partire

Recercada segonda sobre Douce memoire

Fantasie

Variationen über „Pavane Lachrimae“

Pavane Lachrimae

Suite No. 4

Music for a while

Lucia Mense - Blockflöten, Sören Leupold - Laute

(Köln)

21.30 Rasa

- John Cage Sonatas and Interludes (1946-1948)

Ernst Surberg – Präpariertes Klavier

(Berlin)

22.00 Lux Animae

Iancu Dumitrescu

- Galaxy (1993) für Piano, Perkussion und Tape

- Le Silence D'or (2006) für Ensemble und Computer-Sounds

- Einfühlung (2011) für Ensemble and Computer Sounds (UA/AW)

Ana-Maria Avram

- Nouvel Archae (1998) für Computer assisted voice

- Lux Animae (2004) für Ensemble and Computer Sounds

- Nouvel Ascent II (2011) für Ensemble (UA/AW)

ensemble mosaik

(Bukarest/Berlin)

23.00 Die alten bösen Lieder

Vindicatrix - Voice, Drums, Electronics

Mordant Music - DJ

(London)

Antragsteller/in Wandering Star e.V.

Veranstaltungstermin 10. und 11. März 2011

Veranstaltungsort Berghain

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen Hauptstadtkulturfonds, Haus der Kulturen der Welt, Wemove, Deutschlandradio Kultur, The Wire, Die Tageszeitung, Neue Zeitschrift für Musik, Spex, Digital in Berlin, Zitty, Berghain

Internetseiten aeternal-music.de

OTON Festival für Zeitgenössische Orgelmusik

Die Neue-Musik-Landschaft Berlins ist heute schon sehr reich. Die Orgel erschließt durch ihr großes kreatives Potential neue Hörwelten.

 

Als in den 1960er Jahren ein Konzert des Bremer Rundfunks mit drei Auftragswerken für Orgel Aufsehen erregte, experimentierten bereits seit längerem KomponistInnen mit zeitgenössischen Spieltechniken auf der Orgel. Die Neue Orgelmusik hat sich seitdem lebhaft entwickelt, auch wenn davon manchmal wenig Notiz genommen wurde. Dabei birgt sie große Chancen: ihr enormer Klangreichtum macht sie gerade für die zeitgenössische Musik sehr wertvoll, sie strebt nach einer freien und Experimenten zugänglichen Klanglichkeit.

 

OTON will entdecken: Welche Kompositionen sind seit den Aufbrüchen der Avantgarde der 1960er Jahre entstanden? Welche Schätze können geborgen werden? Wie werden neue Spieltechniken in Komposition und Improvisation eingesetzt? Welche Entwicklungen sind heute, jetzt gerade aktuell?

 

In Konzerten mit renommierten Interpreten sowie einem facettenreichen Rahmenprogramm aus Kursen, Workshop, Symposion und Orgelvorführung stellt OTON ein Panoptikum der Neuen Orgelmusik seit der Nachkriegszeit bis heute vor. Dieses get-together und vier Uraufführungen sorgen dafür, das Herz der Neuen Orgelmusik für zehn Tage in Berlin schlagen zu lassen.

Antragsteller/in Florian Nadvornik, zeitwerk – Büro zur Vermittlung zeitgenössischer Musik

Veranstaltungstermin 24. März bis 2. April 2011

Veranstaltungsort Epiphanienkirche Berlin-Charlottenburg, Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche im Hansaviertel, Stadtmuseum Nikolaikirche, Dorfkirche Berlin-Heinersdorf, Sophienkirche Berlin-Mitte

Förderbetrag 25.000 €

Kooperationen Universität der Künste Berlin, Musik an der Humboldt-Universität zu Berlin, Stadtmuseum Berlin, Kulturbüro Sophien, Evangelische Kaiser-Friedrich-Gedächtnis-Kirchengemeinde, KirchenMusikzentrum Epiphanien e.V., Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Heinersdorf

Internetseiten www.otonfestival.org/

Polyhymnia-Festival

Polyhymnia-Festival

NeoKraut & NeoProg Festival

 

18. und 19. März 2011, Maria am Ostbahnhof, Berlin

 

Kraut- und Progressive Rock sind wieder da. Deswegen veranstalten wir ein zweitägiges Musik-Festival mit Bands, die von Kraut- und/oder Progressive Rock beeinflusst sind. Diese Einflüsse sind ein Phänomen, das seit einigen Jahren zu beobachten ist, wie beispielsweise bei Bands wie A Mountain Of One, Holy Fuck, Zombie Zombie oder aber Beak>, dem neuen Projekt von Geoff Barrow, Mitglied der Trip-Hop-Band Portishead. Bisher wurde dieses Phänomen aber kaum thematisiert.

Krautrock war zwar immer wieder mal im Fokus von Musikern verschiedener Richtungen, dies beschränkte sich aber auf ganz spezielle kleine Sub-Szenen und war nie so präsent wie heute. Progressive Rock wiederum wurde in den letzten Jahrzehnten in diesem Maße nie beachtet, was damit zu tun hat, dass Punk und New Wave sich als eine Gegenbewegung zum Prog-Rock verstanden, und sich seit dem Auftauchen von Punk und New Wave in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre viele als innovativ zu bezeichnende Musikstile darauf berufen bzw. sich darauf zurückführen lassen.

Da Berlin eine ausgeprägte Krautrock-Tradition hat - schließlich gab es die so genannte „Berliner Schule“ mit Bands wie Tangerine Dream, Ash Ra Temple oder Agitation Free und Solo-Musikern wie Klaus Schulze - soll diese Tradition hier aufgegriffen werden.

Bei Polyhymnia werden aktuelle Bands auftreten, die sich explizit auf Kraut- und/oder Prog-Rock beziehen. Außerdem werden DJs auflegen, die in ihren Sets sowohl die alten „Helden“ würdigen als auch aktuellere Interpretationen von Kraut und Prog zu Gehör bringen werden.

Bei der Auswahl der Bands war es uns wichtig keine reinen Retro-Bands einzuladen, deren musikalisches Wirken den Eindruck macht, es wäre wirklich um 1970 herum entstanden. Vielmehr geht es uns darum, solche Bands einzuladen, die es schaffen Kraut und Prog ins 21. Jh. zu transportieren, ohne die Musik der letzten vierzig Jahre auszublenden. Der französischen Band Turzi hört man beispielsweise an, dass die Musiker über Punk, Hardcore und Noise-Rock sozialisiert wurden und dies mit in ihre Musik einfließen lassen. Die Band Von Spar wiederum machen keinen Hehl daraus genau so wie von Kraut und Prog auch von modernen Club Sounds beeinflusst zu sein. Alle eingeladenen Bands haben eine eigenständige Neuinterpretation von Kraut und Prog entwickelt. Gemeinsam ist allen Bands außerdem eine Hinwendung zu analogen Synthesizern der siebziger Jahre, welche die Soundästhetik dieser Zeit besser als alles andere wiedergeben.

Als Rahmenprogramm wird es einen theoretischen Teil in Form einer Podiumsdiskussion geben, die sich diesem Thema annähert. Dazu haben wir Hans-Joachim Irmler (Gründungsmitglied der Krautrock-Band Faust), Manfred Miersch (atelierTheremin), Sascha Seiler (Literaturwissenschaftler) und Thomas Mauch (taz) eingeladen. Hier soll zum einen der Einfluss von Krautrock seit den siebziger Jahren auf die populäre Musik zusammenfassend erörtert und zum anderen das aktuelle Interesse an Kraut- und Prog-Rock hinterfragt und mögliche Erklärungen diskutiert werden.

 

 

Line-Up:

 

Bands:

 

Turzi (Paris/Frankreich)

Bei dieser Band handelt es sich eigentlich nur um eine Person (Romain Turzi), die die Platten im Alleingang aufnimmt; für Live-Auftritte hat er aber drei oder vier Mitmusiker. Turzi sind innerhalb unseres Projekts eine sehr repräsentative Band. Sie sind gleichermaßen von Kraut- und Prog-Rock beeinflusst. Viele Stücke weißen Motorik auf, andere sind opulent gespielte Prog-Stücke, die schon Hymnen-Charakter haben. Man merkt dem/den Musiker/n aber an, dass er/sie mit Indie, Hardcore und Noise-Rock sozialisiert ist/sind, was sich im brachialen Schlagzeug und der des öfteren „krachigen“ Gitarre bemerkbar macht. Andererseits sind sie aber auch von der Filmmusik Ennio Morricones beeinflusst, was sich bei einigen Stücken in der Gitarrenmelodie äußert. Des Weiteren gibt es weitgehend elektronische Stücke, die sich an Elektronik-Pioniere wie Tangerine Dream oder Kraftwerk anlehnen.

 

Von Spar (Köln, Berlin/Deutschland)

Folgten sie auf ihrem ersten Album noch dem damaligen Post- und Electro-Punk Trend, widersetzten sie sich mit ihrem zweiten Werk total den Erwartungen. So waren auf der Platte nur zwei jeweils zwanzig minütige Stücke, die Erinnerungen an die frühen Improv-Free-Form Jams von Amun Düül, Ash Ra Tempel und Guru Guru hervorriefen. Auf ihrer dritten, 2010 erschienenen Veröffentlichung „Foreigner“ haben sie nun die Kraut- und Prog-Einflüsse mit Cosmic Disco vermischt und darüber hinaus mit gelegentlichem Gesang einen Pop-Aspekt hinein gebracht, wodurch sie etwas sehr Eigenständiges und Zeitgemäßes erschaffen haben.

 

Night Terrors (Melbourne/Australien)

Die Band Night Terrors sind vor allem von den Soundtracks der italienischen Progger Goblin und des amerikanischen Regisseurs und Filmmusikers John Carpenter beeinflußt. Selbst nennen sie als Inspirationsquelle aber auch ihre Zeitgenossen Zombie Zombie. Einen zentralen Punkt im Sound-Spektrum der Band bildet das Theremin. Grummelnde Bass-Sounds zeugen von einer Affinität zu Heavy Metal, Grunge und Hardcore.

 

Zirkon (Berlin/Deutschland)

Zirkon ist das neue Kraut- und Prog-beeinflusste Band-Projekt von Joe Dilworth (auch als DJ bei Polyhymnia; siehe dort Infos zu seiner Person), Milo Smee (Mitglied der englischen Neo-Prog-Band Chrome Hoof) und Florian Zweitnig (Mediengruppe Telekommander). Sie hatten bisher erst wenige Auftritte, bei denen sie mit krautigem Groove, angereichert mit moderner Elektronik und außergewöhnlicher Percussion überzeugten. Sie selbst klassifizieren ihre Musik als „Motorik Acid Groove Drone“.

 

atelierTheremin (Berlin/Deutschland)

Dieses Trio besteht seit 1997. Sie wurden schnell von der Presse als Neokrautrocker bezeichnet, was sie sofort übernommen haben; ihre letzte Veröffentlichung nannten sie sogar “Morgen im Garten des Neokrautrock“ (2009). Ihre Bezugspunkte bilden die eher etwas ruhigeren und experimentelleren Spielarten des Krautrock mit Bands wie Tangerine Dream, Cluster, Harmonia oder Agitation Free, wobei ihre neueren Kompositionen mehr rhythmus-orientiert sind. Weitere Einflüsse sind Psychedelic der sechziger, Neue Musik der siebziger, die Genialen Dilletanten der achtziger und Ambient der neunziger Jahre. Außerdem haben sie Kontakte zu originalen Krautrock-Musikern, mit denen sie zum Teil auch schon zusammen gearbeitet haben und aufgetreten sind. Wie der Name schon vermuten lässt bildet das Theremin einen wichtigen Punkt in ihrem Werk. atelierTheremin stellen im Rahmen von Polyhymnia so etwas wie ein Brücke zwischen Kraut und NeoKraut dar.

 

Schneider TM (Fieldrecordings & Improvised Noises) (Berlin/Deutschland)

Der Berliner Künstler Schneider TM (Dirk Dresselhaus) ist eigentlich nicht für Krautaffinität bekannt, realisiert aber gerade ein Projekt, das auf Fieldrecordings von Baustellengeräuschen basiert. Soundästhetisch geht dies auf die Klangcollagen von Faust und die zum Teil harschen Elektronikexperimente der frühen Cluster zurück. Das Ganze mischt er mit den Erfahrungen seines Noise-Projekts Angel (mit Ilpo Väisänen von Pan Sonic).

 

Warm Digits (Newcastle-upon-Tyne/UK)

Die beiden Musiker Steve Jefferis (Gitarre, Keyboards, Electronics) und Andrew Hodson (Schlagzeug, Noise) fanden im Jahre 2008 zueinander. Sie verbindet eine große Liebe zum Krautrock-Duo NEU!, aber auch zu Goblin und Brian Eno. Aufgewachsen sind sie mit Shoegaze Bands wie beispielsweise My Bloody Valentine und elektronischer Musik und IDM, wie sie in den Neunzigern von Labels wie Basic Channel und Warp veröffentlicht wurde, und lassen dies in ihr Schaffen miteinfließen.

 

Goblin (Italien)

Die italienischen Kult-Progger der siebziger Jahre sind seit geraumer Zeit wieder aktiv. Bekannt wurden sie vor allem durch ihre Soundtracks für Filme von Dario Argente wie beispielsweise "Profondo Rosso" (1975) und "Suspiria" (1977). Wir freuen uns sehr darüber, dass wir mit Goblin auch eine original Band präsentieren können, die für viele junge Bands eine Referenz bilden.

 

DJs:

 

Joe Dilworth (Berlin/Deutschland)

Joe Dilworth stellt für unser Vorhaben eine Art Schlüsselfigur dar. Er war der erste Schlagzeuger von Stereolab und spielte später u.a. bei der Kraut-affinen Band Add N To (X); seit 2008 ist er Mitglied der Berliner Electro-Pop-Band Kissogram. Desweiteren hat er einen großen Namen als Band-Photograph. Als solcher photographierte er in den Neunzigern auch die Krautrock-Legende Can; Anlass war die Veröffentlichung eines Remix-Albums. Er wird bei Polyhymnia auch mit seinem neuen Band-Projekt Zirkon auftreten. Joe Dilworth sich wird bei seinem DJ-Set auf osteuropäischen Prog-Rock konzentrieren.

 

Skate Or Die (Berlin/Deutschland)

Seit langer Zeit schon ist Skate Or Die (David Brown) in Berlin bekannt als Spezialist für randständige und abseitige Musik. Als Aktivist in der Kassetten-Szene (ein weltumspannendes Netzwerk von Klein- und Kleinstlabels, die in sehr geringer Auflage Audiokassetten veröffentlichen) hat er Zugang zu Musik, die selbst im Internet-Zeitalter nur für eine kleine ausgesuchte Schar von Connaisseuren zugänglich ist. Gerade in dieser Szene tummeln sich viele von Kraut und Prog beeinflusste Musiker und Band-Projekte. Auf dem Festival wird er nur mit Kassetten aus dieser Szene auflegen und somit dem Publikum selten bis nie Gehörtes präsentieren.

 

Jimmy Trash (Adelaide/Australien)

Der australische Musiker und DJ Jimmy Trash (James Cameron) ist ein Spezialist für psychedelische Musik jedweder Couleur. Da er sich im März nächsten Jahres in Berlin aufhalten wird, freuen wir uns schon auf seine mit Sicherheit sehr besondere Auswahl an obskurer, Kraut- und Prog-affiner Musik.

 

Emil Delikolder (Berlin/Deutschland)

Vor mehreren Jahren merkte Emil Delikolder (Holger Emil Bange), dass Prog-Rock, der ja mehrere Jahrzehnte als indiskutabel galt, vor allem in seiner Frühphase eine hochinteressante und sehr innovative Musikrichtung war. Im Zuge der eingehenden Beschäftigung damit merkte er schnell, dass er mit dieser Begeisterung nicht alleine da steht, sondern dass sich nach und nach eine internationale Szene entwickelt, die genau das mit ihm teilt. Bei seinem DJ-Set wird er sich vor allem auf frühen Prog konzentrieren, um aufzuzeigen, dass diese Musik - selbst nach Punk und New Wave - eine hohe Relevanz besitzt.

 

Antoni Maiovvi (Berlin/Deutschland)

Der seit geraumer Zeit in Berlin ansässige englische Musiker und DJ ist als Kenner verschiedener Musikstile, vor allem mit Italienbezug, bekannt. Neben Italo- und Cosmic-Disco (eine psychedelische Variante der Disco-Musik mit Ursprüngen im Italien der siebziger Jahre) ist eines seiner Spezialgebiete italienischer Prog-Rock (z.B. die Band Goblin), worauf er sich in seinem DJ-Set konzentrieren wird.

 

Tim Gane (Berlin/Deutschland)

Tim Gane ist Gründungsmitglied der Band Stereolab, die ab ca. 1990 Krautrock in der Art von NEU! mit poppigem Harmoniegesang (gesungen von zwei Frauen) kombinierte und somit die sonst doch eher etwas düstere Stimmung von Kraut gebrochen hat. Er ist ein wahrer Musik Conaisseur, der eine riesige Sammlung obskurster Platten sein eigen nennen darf. Aus dieser wird er uns einige Perlen zum Thema des Festivals heraussuchen.

 

Pedro Papel (Madrid/Spanien)

Vor einigen Jahren stieß Pedro Papel (Pedro Vázquez) zufällig auf einige NeoKraut-Bands, ohne anfänglich zu wissen, worauf sich diese Bands überhaupt beziehen. Nachdem er von einem älteren Freund darauf hingewiesen wurde, begann er sich intensiv damit zu beschäftigen und hat inzwischen die abwegigsten Neuinterpretationen von Kraut zusammengetragen. In seiner Heimatstadt Madrid ist er Resident-DJ des Clubs Nasti, wo er neben NeoKraut New Wave, Post-Punk und Cosmic Disco auflegt. Außerdem arbeitet er als Grafik Designer und ist als solcher für das Plakat von Polyhymnia verantwortlich.

 

Ondula & Óscar der Winzige (Berlin/Deutschland, Madrid/Spanien)

Ondula (Laura Aragoneses, seit 2008 in Berlin) und Óscar der Winzige (Óscar Olias, seit 2010 in Berlin) gehörten in ihrer Heimatstadt Madrid zur Speerspitze der Szene für Experimentelle Musik. Ihre DJ-Sets sind wie Streifzüge durch alle Musikepochen der letzten sechzig Jahre, immer auf der Suche nach interessanten und außergewöhnlichen Stücken. Bei Polyhymnia werden sie ihre Liebe zu Kraut und Prog ausleben können und das ganze mit Artverwandtem aus anderen Epochen kombinieren.

 

 

VJ:

 

Kaundown (München, Deutschland)

Kaundown (Anton Kaun) ist Resident-VJ im Münchner Club Harry Klein, Mitglied (wohlgemerkt als VJ und nicht als Musiker) der Electro-Band Console und machte viele Musikvideos z.B. für Lali Puna, The Notwist, Ms John Soda und Console. Außerdem ist er als Solomusiker und Kurzfilmregisseur aktiv.

 

Antragsteller/in Ran Huber / amSTARt

Veranstaltungstermin 18. und 19. März 2011

Veranstaltungsort Maria am Ostbahnhof

Förderbetrag 24.000 €

Kooperationen Club Transmediale Krautopia-Records

Internetseiten www.amstart.tv/polyhymnia.html

Prometeo - Tragedia dell` ascolto - Festivalfinale des musikfest berlin 11

Der „Prometeo“ zählt zu den bedeutendsten Ausnahmewerken des 20. Jahrhunderts, dessen Aufführungen bis heute zu den Aufsehen erregenden Ereignissen im internationalen Musikleben gehören. Bei dieser einzigartigen Raumklangkomposition, für die der Klang des Werkes für jeden gewählten Aufführungsort jeweils neu generiert werden muss, stellt eine jede Produktion ein internationales Exklusiv-Ereignis ersten Ranges dar.

Antragsteller/in KBB - musikfest berlin | Berliner Festspiele

Veranstaltungstermin 16. September 2011, 20.00 Uhr 17. September 2011, 20.00 Uhr

Veranstaltungsort Kammermusiksaal der Philharmonie

Förderbetrag 90.000 €

Kooperationen Eine Produktion des musikfest berlin | Berliner Festspiele in Zusammenarbeit mit dem Konzerthausorchester Berlin, der Stiftung Berliner Philharmoniker und den Salzburger Festspielen. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Internetseiten www.musikfest-berlin.de

XI - ein Polytop für Iannis Xenakis

Das Solistenensemble KALEIDOSKOP verlässt den Konzertsaal und spielt eine Konzert- und Performanceserie auf Plätzen und Straßen der Stadt als Hommage an den griechischen Komponisten und Architekten Iannis Xenakis. "Polytop" - viele Orte - nannte Xenakis seine Gesamtkunstwerke aus Klang, Raum, Licht und Bewegung. Daran angelehnt bespielt KALEIDOSKOP über zwei Tage die Stadt. Xi beginnt am 1. Juli mit einem Konzert in der Philharmonie. Am 2. Juli tauchen die Musiker in Guerilla-Aktionen an 6 verschiedenen Orten in der Stadt auf. Am Abend entsteht auf dem Gleisdreieck das "Ringpolytop", eine Komposition aus 15 klingenden Autos, einer Blaskapelle und 15 unsichtbaren Musikern.

 

Teil 1 / Konzert / 1. Juli / 20 Uhr / Kammermusiksaal der Philharmonie

 

XI beginnt mit einem Konzert in der Philharmonie, bei dem die Musik von Xenakis auf Uraufführungen von Sebastian Claren und Josiah Oberholtzer, sowie Werke von Ryoji Ikeda und Claudio Monteverdi trifft. Xenakis' Musik ist stark von seinem Interesse an zufälligen Phänomenen wie Regen, einer Menschenmasse oder einem Bienenschwarm geprägt, woraus er einen eigenen Musikstil entwickelte. Seine Kompositionen funktionieren nicht mit Mustern von Thema, Motiv, Tonhöhe und Rhythmus, sondern bringen Massen, Felder und Flächen hervor. In diesem Programm trifft seine Musik auf Komponisten, die sich mit ähnlichen Phänomenen beschäftigt haben. Dazwischen erklingt wie ein Signal aus der Vergangenheit Musik von Claudio Monteverdi.

 

Solistenensemble KALEIDOSKOP; Dirigent: Manuel Nawri

 

Teil 2 / Guerilla-Aktionen / 2. Juli / 11:30 – 19.30 Uhr Parcours durch Berlin

 

Finde die Orte www.xi11.de

 

KALEIDOSKOP bespielt in Guerilla-Aktionen zentrale Plätze Berlins in einer Inszenierung von Aliénor Dauchez.
In der Musik von Xenakis spiegeln sich seine Erlebnisse als Widerstandskämpfer im zweiten Weltkrieg, wie Geräusche von Menschenmengen oder Maschinengewehrsalven. Eine Collage aus den Partituren Xenakis’ bildet die Grundlage für die Aktion. Während die Musiker spielen, bauen Aktivisten eine temporäre Architektur auf, welche die Partituren von Xenakis dreidimensional visualisiert. Die Musiker und die Klänge bewegen sich in einer Choreographie in diesem neu definierten Ort.

 

Solistenensemble KALEIDOSKOP / Guerilla-Aktionen Regie: Aliénor Dauchez / Co-Regie und Texte: Korneel Hamers / Kostüme: Miriam Marto


 

Teil 3 / Ringpolytop / Musikperformance 2. Juli ab 21Uhr Gleisdreieck (Zugang über Schöneberger Ufer)

 

XI gipfelt in dem Ringpolytop des österreichischen Komponisten Georg Nussbaumer auf der Brachfläche des Gleisdreiecks. Das Konzept von Xenakis Architektur und Landschaft in großformatige Licht-Klang Orte zu verwandeln wird auf eine Stadt, eine Region ausgedehnt: die „vielen Orte“ verschwinden aus dem Blickfeld und dem Hörradius.
Die Musiker sind über die ganze Stadt verteilt und nur akustisch anwesend. Ihre Klänge und die ihrer jeweiligen Umgebung werden von jeweils einem Mobiltelefon belauscht und auf 15 Autos übertragen. Die Autos bewegen sich choreographiert auf dem Gleisdreieck. Außen herum sind MusikerInnen mit Blasinstrumenten postiert, die den Platz in rotierende Klänge hüllen. Das Publikum bewegt sich frei über das Gelände.

 

Solistenensemble KALEIDOSKOP / Ringpolytop Komposition: Georg Nussbaumer

Mit 15 Autofahrern und der Zentralkapelle Berlin

 

Finde die Orte unter www.xi11.de

 

Antragsteller/in Solistenensemble Kaleidoskop

Veranstaltungstermin 1. Juli 2011, 20:00 Kammermusiksaal 2. Juli 2011, 11:30 - 19:00 Parcours durch Berlin 2. Juli 2011, ab 21:00 Ringpolytop

Veranstaltungsort Kammermusiksaal der Philharmonie, Parcours durch Berlin (öffentlicher Raum), Gleisdreieck / Berlin

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen sophiensaele, RADIALSYSTEM V, GrünBerlin

Internetseiten www.xi11.dewww.kaleidoskopmusik.de

Young Euro Classic

Ab dem 5. August 2011 verspricht Young Euro Classic unvergessliche Konzertabende! Gemeinsam mit Musikern aus Nord- und Südamerika, Neuseeland, Korea, Russland, dem Südkaukasus, Frankreich, den Niederlanden, Polen und Deutschland setzen wir in diesem Sommer – das dürfen Sie erwarten – ein Zeichen: mit einem besonderen, mitreißenden Young Euro Classic 2011. Fünf hervorragende Pianisten werden auf dem Konzertpodium des Young Euro Classic Klavierfestivals mit Werken von Bach bis hin zu Songbearbeitungen von Nirvana das Publikum begeistern. Und natürlich hat Young Euro Classic wieder etwas ganz Besonderes vor:

 

Donnerstag, 4. August 2011, 20 Uhr, Werner-Otto-Saal

Literarische Ouverture: Young Euro Connect

„European Blind Dates”

Junge literarische Stars und erfolgreiche junge Manager. Das passt nicht?

Lassen Sie sich überraschen…

 

Freitag, 5. August 2011, 20 Uhr

Orquestra Juvenil da Bahia

(Brasilien)

Ricardo Castro, Dirigent

Maria João Pires, Klavier

Franz Liszt – Les Préludes (1854)

Frederic Chopin – Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll op. 21 (1830)

Wellington Gomes – Sonhos Percutidos (2006), DEA

Silvestre Revueltas – Sensemayá (1938)

Arturo Marquez – Danzón Nr. 2 (1994)

Heitor Villa-Lobos – Miudinho (Tanz aus Bachiana Brasileira Nr. 4, 1941)

Oscar Lorenzo Fernandez – Batuque (1930)

Begrüßung: Klaus Wowereit Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Schirmherr von Young Euro Classic

Dr. Willi Steul Vorsitzender Deutscher Freundeskreis europäischer

Jugendorchester e.V., Intendant Deutschlandradio, Berlin/Köln

Das Konzert wird von Deutschlandradio Kultur (UKW 89,6 und Kabel 97,5) mitgeschnitten; Sendedatum: 07.08.2011, 20:03 Uhr.

13 Uhr: ÖFFENTLICHE GENERALPROBE

 

Sonnabend, 6. August 2011, 20 Uhr

Schleswig-Holstein Festival Orchester

(International)

Peter Ruzicka, Dirigent

Albrecht Mayer, Oboe

Richard Strauss – Metamorphosen für 23 Solostreicher (1945)

Peter Ruzicka – Aulodie, Musik für Oboe und Kammerorchester (2011),

Auftragswerk des Schleswig-Holstein Musik Festivals

Wolfgang Amadeus Mozart – Andante für Oboe und Orchester C-Dur KV 315 (1778)

Ludwig van Beethoven – Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60 (1806)

19 Uhr: Konzerteinfuhrung - Musikclub – Einlass mit Konzertticket

 

Sonntag, 7. August 2011, 18 – 19 Uhr, 20 Uhr

Young Euro Classic Akademie Südkaukasus

Uns allen leuchten dieselben Sterne: Junge Künstler aus Georgien,

Deutschland, Aserbaidschan und Armenien

18 Uhr, Kleiner Saal

Wolfgang Amadeus Mozart – Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette,

Horn und Fagott KV 452 (1784)

Hauke Berheide – Epilog II (Heimat) für Streichquartett und Schlagzeug,

Auftragswerk für Young Euro Classic (2011), UA

Gija Kantscheli – Rag-Gidon-Time für Violine und Klavier (1995)

Firudin Allahverdi – Collision of times für Flöte, Fagott, Horn und

Klavier, Auftragswerk für Young Euro Classic (2011), UA

Frangis Ali-Sade – Dilogie II für Bläserquinett und Streichquartett (1994)

 

20 Uhr, Grosser Saal

Bela Bartok – Kontraste für Violine, Klarinette und Klavier (1938)

Narine Khachatryan – Exurge Domine, quare obdormis… (Wach auf

Herr! Warum schläfst Du?) für Oboe, Klarinette, Viola, Kontrabass und

Schlagzeug, Auftragswerk für Young Euro Classic (2011), UA

Karlheinz Stockhausen – Klavierstück IX (1961)

Levan Gomelauri – Die Dorf-Erbauer für Flöte, Violine, Horn und Klavier,

Auftragswerk für Young Euro Classic (2011), UA

Ludwig van Beethoven – Septett Es-Dur op. 20 (1800)

 

Montag, 8. August 2011, 20 Uhr

Orkester Norden

(Nordeuropa)

Rolf Gupta, Dirigent

Kristian Ofstad Lindberg, Klavier

Jan Erik Mikalsen – Parts for orchestra (2009), DEA

Sergej Rachmaninow – Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30 (1909)

Jean Sibelius – Symphonie Nr. 5 Es-Dur op. 82 (1919)

Das Konzert wird von Deutschlandradio Kultur (UKW 89,6 und Kabel 97,5) mitgeschnitten; Sendedatum: 22.08. und 28.08.2011, 20:03 Uhr.

 

Dienstag, 9. August 2011, 20 Uhr

Young Euro Classic Festivalorchester Türkei – Deutschland

Osmanisches Instrumentalensemble

Cem Mansur, Dirigent

Serkan Mesut Halili, Kanun

Sercan Halili, Kemençe

Ahmet Cemal Öksüz, Ney

Gioacchino Rossini – Ouvertüre aus „La scala di seta“ (1812)

Klassische türkische Musik

Atac Sezer – mirror-reversed für Kemençe und Orchester, Auftragswerk für Young Euro Classic (2011), UA

Literarische Intermezzi auf Deutsch und Türkisch

Oguzhan Balci; – Istanbul Hatirasi; (Erinnerungen an Istanbul) für Kanun

und Orchester, Auftragswerk für Young Euro Classic (2011), UA

Ludwig van Beethoven – Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21 (1800)

Pate des Abends:

Das Young Euro Classic-Publikum

19 Uhr: Konzerteinfuhrung

Musikclub – Einlass mit Konzertticket

Nach dem Konzert Young Euro Classic-Fest von Publikum und Musikern

 

Mittwoch, 10. August 2011, 20 Uhr

Auckland Youth Symphony Orchestra

(Neuseeland)

Antun Poljanich, Dirigent

Thomas Hutchinson, Oboe

Felix Mendelssohn Bartholdy – Die Hebriden op. 26 (1829)

Richard Strauss – Konzert für Oboe und kleines Orchester D-Dur op. 144 (1945)

Alex Taylor – between für Orchester (2011), UA

Francis Poulenc – Sinfonietta (1947)

 

Donnerstag, 11. August 2011, 20 Uhr

NJO Orchestra of the 19th Century

(Niederlande)

Dutch National Opera Academy

Richard Egarr, Dirigent

Floris Visser, Inszenierung

Claron McFadden, Vocal Coaching

Arman Isleker, Alexandra Schoeny, Tim Kuypers, Peter Davoren,

Geoffrey Desgives, Rick Zwart und Anna Traub, Gesang

Gioacchino Rossini – Il signor Bruschino, inszenierte Oper in einem Akt (1813)

 

Freitag, 12. August 2011, 20 Uhr

Polska Orkiestra Sinfonia Iuventus (Polen)

Tadeusz Wojciechowski, Dirigent

Jan Krzysztof Broja, Klavier

Das Weimarer Dreieck musikalisch!

Deutschland • Polen • Frankreich

Paul Hindemith – Ouvertüre zu „Neues vom Tage“ (1929)

Karol Szymanowski – Symphonie Nr. 4 für Klavier und Orchester

„Symphonie concertante“ op. 60 (1932)

Hector Berlioz – Symphonie fantastique op. 14 (1830)

19 Uhr: Konzerteinfuhrung - Musikclub – Einlass mit Konzertticket

 

Sonnabend, 13. August 2011, 20 Uhr

Bundesjugendorchester

(Deutschland)

Christoph Altstaedt, Dirigent

Maria Guinand, Dirigentin

Stefan Dohr, Horn

Gioconda Cabrera, Frauenstimme

Alex Alvear, Männerstimme

Wolfgang Beuschel, Erzähler

Richard Strauss – Hornkonzert Nr. 2 Es-Dur o.op. 132 (1942)

Alberto und Gonzalo Grau – Skizzen zu „Aqua“ für Sopran, Bass,

Sprecher und Orchester (2011), UA, Auftragswerk der Internationalen Bachakademie Stuttgart

Ludwig van Beethoven – Symphonie Nr. 6 F-Dur „Pastorale“ op. 68 (1808)

Das Konzert wird von der Deutsche Welle mitgeschnitten.

 

Sonntag, 14. August 2011, 12 Uhr, 14 Uhr, 16 Uhr, 18 Uhr, 20 Uhr

Young Euro Classic Klavierfestival (International)

 

12 Uhr, Kleiner Saal

Maria Masycheva (Russland)

Johann Sebastian Bach – Italienisches Konzert F-Dur BWV 971 (1734)

Wolfgang Amadeus Mozart – Sonate a-Moll KV 310 (1778)

Franz Schubert/Franz Liszt – „Auf dem Wasser zu singen“, „Ave Maria“ und

„Gretchen am Spinnrade“ (1838)

Pjotr Tschaikowsky/Mikhail Pletnev – 3 Sätze aus der Ballett-Suite „Der

Nussknacker“: Marsch, Intermezzo und Andante maestoso (1892/1977)

Arno Babajanian – Poem (1966)

Kulinarische Pause von einer Stunde

 

14 Uhr, Kleiner Saal

Zsolt Bognar (USA/Ungarn)

Arvo Part – Für Alina (1976)

Vladimir Ryabov – Fantasie c-Moll „In memory of Maria Yudina" op. 21 (1983)

Sergej Rachmaninow – Préludes h-Moll op. 32 Nr. 10, As-Dur op. 23 Nr.

8 und G-Dur op. 32 Nr. 5 (1903/1910)

Franz Liszt/Vladimir Horowitz – Ungarische Rhapsodie Nr. 19 (1885)

Franz Liszt – Ungarische Rhapsodie Nr.15 „Rákóczi Marsch“ (1853)

Kulinarische Pause von einer Stunde

 

16 Uhr, Grosser Saal

Kai Schumacher (Deutschland)

Felix Mendelssohn Bartholdy – 3 Lieder ohne Worte aus op. 19, op. 30

und op. 62 (1830-1844)

George Gershwin – „I´ll build a stairway to paradise”, „The man I love”,

„Sweet and low-down” und „I got rhythm” (1922-1930)

Franz Schubert/Franz Liszt – „Der Lindenbaum“ (1839)

Robert Schumann/Franz Liszt – „Widmung” (1859)

Bearbeitungen von Songs der Bands Foo Fighters, Radiohead, Slayer,

Nirvana, Wild Cherry, Muse, Rage against the machine und Soundgarden

Kulinarische Pause von einer Stunde

 

18 Uhr, Grosser Saal

Alexander Schimpf (Deutschland)

Claude Debussy – „...La terrasse des audiences du clair de lune“ aus

Préludes II/7 (1913)

Adrian Sieber – Fantasie II für Klavier allein (2009)

Franz Schubert – Klaviersonate B-Dur D 960 (1828)

Kulinarische Pause von einer Stunde

 

20 Uhr, Grosser Saal

Julia Kociuban (Polen)

Frederic Chopin – Sonate b-Moll op. 35 (1839)

Gyorgy Ligeti – Etüde Nr. 6 „Automne à Varsovie” (1985)

Witold Lutoslawski – Etüde für Klavier Nr. 2 (1941)

Franz Liszt – Sonate h-Moll (1853)

 

Montag, 15. August 2011, 20 Uhr

Junge Philharmonie Russland

Sergej Stadler, Dirigent

Dmitry Smirnov, Violine

Anatoli Ljadow – Acht russische Volkslieder für Orchester op. 58 (1906)

Sergej Prokofjew – Violinkonzert Nr. 2 g-Moll op. 63 (1935)

Pjotr Tschaikowsky – Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64 (1888)

Das Konzert wird vom rbb kulturradio (UKW 92,4 und Kabel 95,35) mitgeschnitten

und im Rahmen des ARD Radiofestivals gesendet.

 

Dienstag, 16. August 2011, 20 Uhr

YOA Orchestra of the Americas

(Nord- und Sudamerika)

Eddy Marcano, Dirigent

Felipe Hidalgo, Dirigent

Kotaro Fukuma, Klavier

Osvaldo Golijov – Last Round (1996)

Percy Grainger – Irish Tune from County Derry (1902)

Johann Sebastian Bach – Klavierkonzert A-Dur BWV 1055 (um 1738)

Juan Bautista Plaza – Fuga Criolla (1931)

Pjotr Tschaikowsky – Serenade für Streicher C-Dur op. 48 (1880)

Das Konzert wird von Deutschlandradio Kultur (UKW 89,6 und Kabel 97,5) mitgeschnitten; Sendedatum: 22.08. und 28.08.2011, 20:03 Uhr.

 

Mittwoch, 17. August 2011, 20 Uhr

KOSYM Youth Orchestra

(Korea)

Jong-Hoon Bae, Dirigent

Mi-Kyung Lee, Violine

Geon-Yong Lee – Ballettmusik zu „Bari“ (1998)

Isang Yun – Konzert für Violine und Kammerorchester Nr. 3 (1992)

Dmitri Schostakowitsch – Symphonie Nr. 5 op. 47 (1937)

Das Konzert wird von Deutschlandradio Kultur (UKW 89,6 und Kabel 97,5) mitgeschnitten; Sendedatum: 22.08. und 28.08.2011, 20:03 Uhr.

 

Donnerstag, 18. August 2011, 20 Uhr

Orquesta Sinfonica Juvenil Batuta Bogota

(Kolumbien)

Juan Felipe Molano, Dirigent

Luis Martín Niño, Violine

Luis Fernando Franco – Ramón el Camaleón, Symphonische

Variationen für Orchester (2003), DEA

Aram Chatschaturjan – Konzert für Violine und Orchester (1940)

Silvestre Revueltas – La Noche de los Mayas (1939)

19 Uhr: Konzerteinfuhrung - Musikclub – Einlass mit Konzertticket

Das Konzert wird von Deutschlandradio Kultur (UKW 89,6 und Kabel 97,5) mitgeschnitten; Sendedatum: 22.08. und 28.08.2011, 20:03 Uhr

 

Freitag, 19. August 2011, 20 Uhr

European Union Youth Orchestra

(Europa)

Vladimir Ashkenazy, Dirigent

Erik Satie – Parade (1917)

Darius Milhaud – Le boeuf sur le toit op. 58 (1919)

Gustav Mahler – Symphonie Nr. 1 D-Dur „Titan“ (1888)

 

Sonnabend, 20. August 2011, 20 Uhr

International Regions Symphony Orchestra

(International)

Orpheus Vokalensemble

Mit dem Programm „African Tales“

Hermann Bäumer, Dirigent

Daniel Schnyder (Saxophon), Abdoulaye Diabaté (Gesang), Lansine

Kouyaté (Balafon), Ballaké Sissoko (Kora), Michael Wimberley (Djembé

und Percussion) und Peter Herbert (Kontrabass)

Antonio Vivaldi/Daniel Schnyder – „Agitata da due venti“ aus „La Griselda“ (2011)

Georg Friedrich Händel/Daniel Schnyder – Wassermusik (2011)

Daniel Schnyder – African Fanfare (2008)

Horace Silver – Peace (Bearbeitung von Daniel Schnyder, 2008)

Abdullah Ibrahim – Blanton, Ishmael, Tsakwe (Bearbeitungen von Daniel Schnyder, 2008)

Daniel Schnyder – „Reflections“ für Tenorsaxophon und Orchester

(Bearbeitungen von Duke Ellingtons „Memoires“ und „In a sentimental mood“, 2008)

Ramon „Mongo“ Santamaria – Afro Blue (Bearbeitung von Daniel Schnyder, 2008)

Daniel Schnyder – Sundiata Keïta (Der Löwenkönig), Ein afrikanisches Epos für vier afrikanische Solisten, Frauenchor und Orchester (2008),

Auftragswerk des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin und des Musik-Sommers Grafenegg

19 Uhr: Konzerteinfuhrung - Musikclub – Einlass mit Konzertticket

 

Sonntag, 21. August 2011, 20 Uhr

Orchestre Francais des Jeunes

(Frankreich)

Dennis Russell Davies, Dirigent

Georges Bizet – Symphonie Nr. 1 C-Dur (1855)

Steffen Schleiermacher – Schwirrender Stillstand (2011), DEA

Igor Strawinsky – Petruschka (1911)

Verleihung des Europäischen Komponistenpreises 2011

Das Konzert wird vom rbb kulturradio (UKW 92,4 und Kabel 95,35) mitgeschnitten und im Rahmen des ARD Radiofestivals gesendet.

 

Die Orchesterkonzerte finden im Großen Saal des Konzerthauses Berlin statt.

 

UA = Uraufführung, DEA = Deutsche Erstaufführung

 

Deutscher Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V. , Stand: 20.05.2011 – Änderungen vorbehalten!

 

Antragsteller/in Deutscher Freundeskreis Europäischer Jugendorchester e.V.

Veranstaltungstermin 5. bis 21. August 2011

Veranstaltungsort Konzerthaus am Gendarmenmarkt

Förderbetrag 100.000 €

Internetseiten www.young-euro-classic.de

Pressestimmen

¡RADICAL RIDDIMS! - Global Ghetto Tech

Die neuntägige Veranstaltung widmet sich globaler Dance Music wie Baile Funk, New Orleans Bounce, Chicago Juke, Baltimore Club, Cumbia Digital, Coupé Décalé, Kuduro, Kwaito, Moombahton, Dubstep, Breakbeat und Bassline -, die für eine Form positiver kultureller Globalisierung stehen und besonders vielversprechende und zukunftsweisende Neuerungen in der Pop- und Dancemusik und der weltweiten Clubkultur darstellen.

Es handelt sich um ultra-referenzielle, hybride Musiken, hergestellt auf preiswerten digitalen Instrumenten, die zu einem großen Teil in den Soundsystem- und Dancehallkulturen der Favelas, Townships und Banlieus entstehen, über das Internet eine schnelle weltweite Verbreitung und Rezeption erfahren und im nächsten Schritt in hyper-hybriden Musikstilen weiterverarbeitet werden.

In Kooperation mit der Galerie Schau Fenster und dem Club Ritter Butzke werden AkteurInnen der verschiedenen urbanen musikalischen Zentren nach Berlin eingeladen und mit der entsprechenden Berliner Szene zusammentreffen.

Das musikalische Programm wird durch eine Ausstellung internationaler Videos, Dokumentarfilme und Vorträge ergänzt, die Einblicke in diverse lokale Musikszenen aus der ganzen Welt und die „hyper-hybride“ Clubmusik geben und die sich mit den zentralen Begriffen, Beziehungen und Differenzen von Regionalität und Globalität, Zitat und Eigenkreation, Copyright und Urheberschaft, Digitalität, Internet und Webkulturen sowie Imagetransfers in der Popkultur beschäftigen...

 

Mit: Spoek Mathambo live (South Africa House / Johannesburg), Sissy Nobby (New Orleans),

DJ Flore (Lyon) & MC Rodney P (London), DJ Uproot Andy (NY), DJ Edgar (São Paulo), MC GI (São Paulo), Robot Koch (Berlin), Mode 2 (Berlin), Uh-Young Kim (Köln), Daniel Haaksman (Berlin/Man Recordings), Femmes With Fatal Breaks (Berlin), DJ Mackjiggah (Berlin), VJ Sniper (Berlin), Astrid Kusser (Köln), Georg Milz (München/Out Here Rec), Denise Garcia (Rio/Berlin) u.a.

 

Antragsteller/in Christine Lang, Christoph Dreher

Veranstaltungstermin 10. bis 18. Juni 2011

Veranstaltungsort Galerie Schau Fenster, Ritter Butzke

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Party Arty, Medienpartner: Spex, Funkhaus Europa, Zitty, Missy Magazin, Twen FM

Internetseiten www.radicalriddims.de