ECHOS+NETZE

ECHOS+NETZE, das queere Hörfest vom 20.-22. November 2015, öffnet alle Audiokanäle. queer heißt lesbisch, schwul, trans*ident. Für uns heißt queer auch die ganz andere Perspektive, das Quere und Widerständige. Internationale Künstler_innen antworten mit ihren Klanginstallationen und Soundperformances auf einen sakralen Raum. Es ist die ehemalige große Kapelle im Kunstquartier Bethanien, wo ECHOS+NETZE stattfindet. Mit Hörspaziergängen, Workshops und Radio. Mit Audio-Lounge und DIY-Cafe. ECHOS+NETZE heißt hören, zuhören, nachdenken und austauschen. ECHOS+NETZE heißt auch, sich zu vernetzen. In diesem klingenden Ambiente kommen Menschen ins Gespräch. Ihre Gedanken und Assoziationen bilden ihrerseits neue ECHOS+NETZE.

 

Das Hörfest ist weitgehend barrierefrei. Der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht. Das Programm liegt auch in Brailleschrift aus. ECHOS+NETZE steht in guter DIY-Tradition. Kommt mit Freund_innen und Familie und macht mit!

 

Wir freuen uns auf Euch und dieses atemberaubende Trans*tonale Ohrenfest.

Antragsteller/in quEAR! c/o C.W. Find

Veranstaltungstermin 20. bis 22. November 2015, täglich 11:00 - 22:00

Veranstaltungsort Studio1/Projekträume, Kunstquartier Bethanien

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Elledorado, Östereichisches Kulturforum

Internetseiten www.echosundnetze.de

quEAR! + Florian Sänger

Es schneit im April (Aghet)

Mit Es schneit im April wird sich das Gorki ge­meinsam mit Gästen aus aller Welt 40 Tage lang thematisch dem Völkermord am armenischen Volk widmen. Erinnern und Überleben sind Formen von Widerstand, von diesem Wider­stand, von Leid und Leidenschaft wollen wir erzählen.

 

Dabei werden die künstlerischen Formen des Umgangs mit dem Thema höchst unterschiedlich sein. So wird beispiels­weise das Schicksal von Aurora Mardiganian in drei unter­schiedlichen Weisen präsentiert: Aurora Mardiganian flüch­tete 14jährig vor dem Völkermord in die USA, wo sie ihre Lebensgeschichte und das Elend ihres Volkes 1918 in dem Buch Ravished Armenia veröffentlichte. Kurz darauf wurde das Buch in Hollywood verfilmt – mit ihr in der Hauptrolle. Der Film war ein kommerzieller Erfolg, doch Aurora Mardiganian litt unter dem Trubel um ihre Person. Im Laufe der Wirren der folgenden Jahre ging der Film verloren, sodass heute nur noch etwa 22 Minuten davon erhalten sind. Die Fragmente sind in Restauration und werden von Fred Kelemen als Er­öffnung der Filmreihe am 7. März gezeigt. Die armenische Schauspielerin Arsinée Khanjian aus Toronto wird aus dem vollständig überlieferten Originalskript eine Performance für die große Bühne erarbeiten, während der armenische Film­regisseur Atom Egoyan in seiner Videoinstallation vor dem Gorki den Text Ravished Armenia von sieben Models spre­chen lässt und so thematisiert, dass Aurora Mardiganian nach ihrem Zusammenbruch von sieben ähnlich aussehen­den Auroras bei der Werbetour für den Film ersetzt wurde.

 

Im Zentrum von Es schneit im April aber stehen zwei Thea­terarbeiten auf der großen Bühne: Franz Werfels Musa Dagh von Hans-Werner Kroesinger und das Musiktheater Komitas von Marc Sinan. Fred Kelemen kuratiert eine Filmreihe zum Thema. Über Ostern wird ein fünftägiges Erzählfest statt­finden, das unterschiedliche Stimmen und Geschichten der armenischen Diaspora im Gorki sammelt. So vielfältig die Biographien und Schicksale, so unterschiedlich auch die Er­zählformen auf der Suche nach Geschichten neben der Ge­schichte, nach dem Leben und dessen Erinnerbarkeit.

Antragsteller/in Maxim Gorki Theater

Veranstaltungstermin 7. März und 25. April 2015

Veranstaltungsort Maxim Gorki Theater

Förderbetrag 150.000 €

Kooperationen Bundeszentrale für politische Bildung, Stiftung EVZ, Theater Freiburg, Marc Sinan Company

Internetseiten www.gorki.de/spiel...it-im-april/

Pressestimmen

Esra Rotthoff

Esra Rotthoff

Orbanism Festival

Liebe und offene Kultur statt Hatespeech und Fremdenfeindlichkeit

Das Orbanism Festival 'Falling in Love' am 28. und 29. November in Berlin und im Netz

 

Das Remix-Festival ‚Falling in Love‘ (#fil15) macht, gefördert vom Hauptstadtkulturfonds, Berlin als internationale Hauptstadt der offenen Kultur erfahrbar. Die Schwelle zum Mitmachen ist bewusst niedrig gesetzt: Jede*r kann mitmachen, und die Teilnahme ist kostenlos.

 

#fil15 ist, was seine Mitwirkenden sagen und machen. Es ist ein Experiment, ein Spiel mit Kreativität und Gemeinschaftsgefühl. #fil15 schafft einen Erfahrungsraum, der eine offene und freundliche Kultur plausibler macht als Hatespeech und Fremdenfeindlichkeit. In Berlin und im Netz.

 

Parallel wird die Diskussion darüber forciert, wie sich zukünftig größtmögliche kreative Freiheit und gesicherte wirtschaftliche Existenz für Künstler besser vereinbaren lassen.

Antragsteller/in Christiane Frohmann & Leander Wattig GbR

Veranstaltungstermin 28. und 29. November 2015

Veranstaltungsort Berlin, diverse Orte

Förderbetrag 95.000 €

Kooperationen Kooperationspartner: - Open Knowledge Foundation Deutschland - Frankfurter Buchmesse - iRights Medienpartner: - Berliner Zeitung - Yelp - VOCER - Nerdcore - Edit Weitere Partner (Auswahl): - Deezer - TextGrid - Museum für Naturkunde Berlin - 123RF - epubli - Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V. - Roter Salon der Volksbühne - Electric Book Fair

Internetseiten festival.orbanism.com/

Pressestimmen

In Berlin drinnen (Foto: Orbanism)

Im Netz(Foto: Johanna Feil)

REALLY USEFUL THEATER

Für „Really Useful Theater“ bringen KünstlerInnen, KuratorInnen und WissenschaftlerInnen unter der künstlerischen Leitung von Stefanie Wenner die Debatte um den Nutzwert von Kunst auf die

Bühne. In Diskussionsformaten, Lectures und performativen Manifesten nehmen sie das Verhältnis von Kunst, Politik und Gesellschaft historisch und zeitaktuell in den Blick - und beziehen an drei Tagen Position in den Berliner Sophiensaelen.

Muss Kunst gesellschaftlich nützlich sein, um einen Wert zu haben? Braucht Theater als Legitimation einen sozialen Auftrag? Oder brauchen wir vielmehr einen Schutz, der Theater und Kunst vor gesellschaftlicher Indienstnahme bewahrt? Das Geschäft mit der gesellschaftlichen Wirksamkeit von Kunst im Allgemeinen und Theater im Besonderen boomt in den letzten Jahren: Festivals schreiben sich die Verknüpfung von Kunst und Politik als Leitmotiv auf ihre Fahnen und fordern Künstler zu Arbeiten mit sozial relevanten Themen auf; An die Gewähr frei verwalteter Projektmittel sind in der jüngeren Vergangenheit vermehrt Bedingungen soziokultureller Relevanz gebunden worden. Gleichzeitig ist ein Gegendiskurs entstanden, der fordert, Theater solle nicht die Gesellschaft ändern, sondern sich selbst.

Wir eröffnen das Wochenende mit Statements und einer Diskussion von Juliane Rebentisch, die mit ihrem Buch „Die Kunst der Freiheit" die Autonomie der Kunst auch als politisch wirksame Kunst verteidigt, Alistair Hudson, der als Mitbegründer von Grizedale Arts und Leiter des Middlesbrough Institute of Modern Art (UK) ein dezidierter Verfechter nützlicher Kunst ist, sowie Matthias Warstat, dem Leiter der Forschungsgruppe „The Aesthetics of Applied Theater" an der Freien Universität Berlin mit Stefanie Wenner.

Darauf folgen zwei dichte Tage mit Lectures von Jan Lazardzig zu Theater und Polizei und Marita Tatari über die Autonomie von Kunst im Kontext der Debatte um ihren gesellschaftlichen wie politischen Nutzwert. Mit einer internationalen Perspektive auf die Frage, die mit Lorena Mendez Barrios (Gefängnistheater in Mexiko City), Ananda Breed (Youth Theater for Peace, Kirgisistan), Ioanna Valsamidou (Athen), Iman Aoun (Palästi- na) und Jens Vilela Neumann (Theater in Angola, Mosambik und Simbabwe) in Panel Discussions und Table Dialogues den Horizont öffnet. Und last but not least mit performativen Manifesten, die am ersten Abend unter dem Titel „Vergangenheit vergegenwärtigen vs. Gegenwart aneignen“ von Milo Rau, andCompany&Co., Peng Collective und Quast & Knoblich aufgeführt und im Anschluss mit Eva Behrendt (theater heute), Anja Dirks (Belluard Festival, Fribourg/CH), Barbara Gronau (UdK Berlin), Kathrin Tiedemann (FFT Düsseldorf), Esther Slevogt (taz, nachtkritik) und den Künstlerinnen diskutiert werden. Am zweiten Abend stellen Ariel Efraim Ashbel and friends, Jeremy Wade, Talking Straight und Schwabinggrad Ballett ihre Manifeste unter dem Titel „Participation vs. Aestheticism“ vor und treten im Anschluss mit Amelie Deuflhard (Kampnagel Hamburg), Florian Malzacher (Festival Impulse), Tobi Müller (freier Journalist, Autor), Thomas Oberender (Berliner Festspiele) und Franziska Werner (Sophiensæle) in einen Dialog.

Was kann Kunst und was darf sie lassen? Steht die Freiheit der Kunst wirklich ihrer Nützlichkeit entgegen? Brauchen wir eine neue Definition der Autonomie von Kunst?

 

Programmübersicht: sophiensaele.com/festival.php

 

Künstlerische Leitung: apparatus - Stefanie Wenner & Thorsten Eibeler

Assistenz künstlerische Leitung: Almut Pape Presse & Produktion: björn & björn

Von & mit: andCompany&Co., Ariel Efraim Ashbel and friends, Eva Behrendt, Ananda Breed, Amelie Deuflhard, Anja Dirks, Thorsten Eibeler Kristin Flade, Barbara Gronau, Christoph Gurk, Julius Heinicke, Alistair Hudson, Jan Lazardzig, Florian Malzacher, Lorena Méndez Barrios, Janina Möbius, Tobi Müller, Thomas Oberender, Peng Collective, Quast & Knoblich, Anja Quickert, Milo Rau, Juliane Reben- tisch, Schwabinggrad Ballett, Bayan Shbib, Veit Sprenger, Esther Slevogt, Talking Straight, Marita Tatari, Kathrin Tiedemann, Margarita Tsomou, Ioanna Valsamidou, Jens Vilela Neumann, Jeremy Wade, Matthias Warstat, Stefanie Wenner.

Antragsteller/in Dr. Stefanie Wenner

Veranstaltungstermin 19., 20. und 21. November 2015

Veranstaltungsort Sophiensaele

Förderbetrag 55.000 €

Kooperationen Eine Produktion von apparatus - Stefanie Wenner & Thorsten Eibeler in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE Berlin und FFT Düsseldorf. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. In Kooperation mit dem ERC-Projekt „The Aesthetics of Applied Theatre" an der Freien Universität Berlin. Mit freundlicher Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung und Tanzfabrik Berlin. Medienpartner: taz.die tageszeitung.

Internetseiten www.sophiensaele.comwww.usefultheater.de

© Anne Luft

Step-Text. Zeitgenössischer Tanz und Literatur im Dialog

Ein choreographisch-literarischer Parcours in Haus und Garten

 

Mit deufert&plischke, Philipp Enders, Philipp Gehmacher, Händl Klaus, Martina Hefter, Anne Juren, Thomas Meinecke, Monika Rinck, Jochen Roller, Silke Scheuermann und Studierenden der FU Berlin

 

 

 

Im April begegneten sich Autorinnen, Choreografen und Tanzwissenschaftlerinnen im LCB, um mit vielfältigen Mitteln das Verhältnis von Text und Tanz zu erforschen. Am 18. und 19. Juli entsteht aus den Gesprächen der Künstler ein Parcours in Haus und Garten des LCB, gemeinsam erarbeitet von Choreographinnen und Autoren: Thomas Meinecke und Jochen Roller arrangieren den Aufsatz Der Lichttanz von Jacques Rancière als choreografische Installation (Meinecke legt auf, Roller tanzt). deufert&plischke erschaffen mit Silke Scheuermann und Studierenden eine Geste der unheimlichen Vertrautheit, eine Resignation des ewigen Bundes zwischen Publikum und Akteur. Martina Hefter und deufert&plischke setzen sich mit Geist und Geistern unserer Villa auseinander. Philipp Gehmacher und Händl Klaus entwickeln dialogische Partituren während Philipp Enders Textverräumlichungen entstehen lässt. Anne Juren nimmt das Publikum mit auf eine Reise in den eigenen Körper. Und Monika Rinck wird Textreisende auf einem Floß hinaus auf den Wannsee schicken. Es bleibt ungewiss, ob sie aus dem Text zurückkehren: Wagen Sie sich auf unseren Parcours!

Antragsteller/in Literarisches Colloquium Berlin e.V.

Veranstaltungstermin 18. und 19. Juli 2015 jeweils ab 18.00 Uhr

Veranstaltungsort Haus und Garten des LCB

Förderbetrag 80.000 €

Kooperationen In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Bewegungsforschung (ZfB) der Freien Universität Berlin und mit Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds und des Österreichischen Kulturforums. Konzeption: Gabriele Brandstetter und Sigrid Gareis.

Internetseiten www.lcb.de