"Die Jakobsleiter" von Arnold Schönberg

Nimmt man Schönberg beim Wort, so war sein Aufbruch in die Moderne eine Suche nach Gott: "Ich will seit langem ein Oratorium schreiben" bekannte er 1912, "das als Inhalt haben sollte: wie der Mensch von heute, der durch den Materialismus, Sozialismus, Anarchie durchgegangen ist, der Atheist war, aber sich doch ein Restchen alten Glaubens bewahrt hat, schließlich dazu gelangt, Gott zu finden und religiös zu werden. Beten zu lernen!" Anders als die für Soli, Chor und Mahler`sches Riesenorchester begonnene "Jakobsleiter" ist "Shaar" (Torweg) von Iannis Xenakis ausschließlich für Streichorchester komponiert und erzeugt dabei Wirkungen von atemberaubender archaischer Kraft. Zwischen dem in Musik gefassten Glaubensbekenntnis der "Jakobsleiter" und der Archaik von "Shaar" stehen die "Kindertotenlieder" Mahlers, die in Musik fassen, was unfassbar bleibt.

Antragsteller/in KBB - Berliner Festspiele - Musikfest Berlin

Veranstaltungstermin 17. September 2015

Veranstaltungsort Berliner Philharmonie

Förderbetrag 84.000 €

Kooperationen Eine gemeinsame Produktion und Veranstaltung der Berliner Festspiele/ Musikfest Berlin und des Deutschen Symphonie-Orchester Berlin gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds

Internetseiten www.berlinerfestspiele.de

wikemedia commens

(c) Harald Hoffmann

A L'Arme! Festival Vol. III

A L'ARME! Grand Opening im Berghain

 

International Jazz & Soundart Meeting

 

Mi 05.08.2015 20:00 Tickets

 

 

Karten 32 € | ermäßigt 25 €

Kombi-Ticket drei Abende RADIALSYSTEM V 80 € | ermäßigt 70 €

Premium-Ticket vier Tage Festival 100 € | ermäßigt 80 €

 

 

 

20.30 Uhr Solo

Mette Rasmussen (DK/NO), Alto sax

 

21.15 Uhr Music for two Basses

Colin Stetson (CAN), Bass sax

Bill Laswell (US), Electric bass

 

22.15 Uhr Berlin Album Release: ZU (Ipecac)

Massimo Pupillo (IT), Electric bass

Luca T. Mai (IT), Baritone sax

Tomas Järmyr (SWE/NO), Drums

 

On decks

Mieko Suzuki (JP/DE), Records

 

Künstlerische Leitung Louis Rastig

 

"(...) die Organisatoren des viertägigen Festivals werfen eher die Frage auf, wie viel Freiheit im Niemandsland von Improvisation, Neuer Musik, Noise und Elektronik möglich ist, ohne sich neuen Regeln zu beugen. Es geht nicht um Freiheit von, sondern für etwas. Entsprechend weit ist das Feld gesteckt." Wolf Kampmann zum A L'ARME! FESTIVAL 2015

 

Mit der Eröffnung von A L'ARME! expandiert das Festival erstmals in den Berliner Club Berghain. Der in Norwegen lebende dänische Shooting Star Mette Rasmussen wurde vom "Down Beat"-Magazin bereits als "die junge skandinavische Saxofon-Sensation" gepriesen und schafft während ihres solistischen Eröffnungskonzerts am Alt-Saxofon einen außergewöhnlichen Spagat zwischen der Attitüde des Punk und dem Gestus des freien, experimentierfreudigen Jazz. Im zweiten Teil des Abends trifft der weltweit gefeierte kanadische Bass-Saxofonist Colin Stetson auf den legendären E-Bassisten und Musikproduzenten Bill Laswell: Ein leidenschaftlicher Dialog zweier Spitzenmusiker mit einer langen Geschichte, der in dieser Form eine Weltpremiere darstellt. "A powerful and expressive music that totally blows away what most bands do these days", schreibt der Komponist John Zorn über das italienisch-amerikanische Powertrio ZU mit Massimo Pupillo am Bass, Luca T. Mai am Bariton-Saxophon und Tomas Järmyr am Schlagzeug. In diesem Jahr erschien das neue Studioalbum "Cortar Todo" - eine intensive, originelle und kraftvolle Symbiose aus Jazz, Noise, Punk und Drone Metal. An den Records steht Mieko Suzuki, eine in Berlin lebende japanische DJ- und Klangkünstlerin, die mit Field-Recordings arbeitet, die sie in ihre DJ-Sets als Kontraste einbezieht, um atmosphärisch dichte, auratische Räume zu inszenieren.

 

Das Kombi-Ticket und das Premium-Ticket finden Sie hier!

 

A L'ARME! FESTIVAL 2015

A L'ARME! Zu den Waffen! Berlins Jazz- und Soundart-Meeting ist nach einjähriger Pause zurück: Die dritte Edition des internationalen Festivals präsentiert ein hochkarätiges interdisziplinäres Lineup mit elektroakustischer Klangkunst, audiovisuellen Performances und zeitgenössischer Choreographie. Vom Grand Opening im Berghain bis zur langen Samstagnacht im RADIALSYSTEM V treffen an vier Sommerabenden 50 internationale Künstler in exklusiven Festival-Produktionen, Weltpremieren und musikalischen Erstbegegnungen aufeinander: Avantgarde Jazz, zeitgenössischer Tanz und Noise Rock bündeln die bewährte Radikalität, Qualität und Energie des Festivals in einer großen "Volume 3".

 

Zur Festival-Übersicht

 

 

 

Antragsteller/in Rastig & Mertin GbR | Louis Rastig

Veranstaltungstermin 5. bis 8. August 2015

Veranstaltungsort Radialsystem V, Berghain

Förderbetrag 115.000 €

Kooperationen Eine Veranstaltung von Louis Rastig und Karina Mertin (Aboutnow). In Kooperation mit RADIALSYSTEM V und Berghain Berlin. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung der Königlich Norwegischen Botschaft und Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

Mette Rasmussen © Peter Gannushkin

ZU © Danilo Giungato

Mieko Suzuki © Shirin Winiger

Aghet- Die große Katastrophe

Im Jahr 2015 jährt sich die ethnische Säuberung an den Armeniern im Osmanischen Reich zum

hundertsten Mal. Auf eine schreckliche Art zeigt sich an dem bis heute von türkischer Seite geleugneten Völkermord der unter der Herrschaft der Jungtürken voran getriebene Anschluss des Osmanischen Reichs an die westliche Welt. Es ist ein Gedanke der Moderne, Menschen nicht deswegen in Lagern zu sammeln und einzusperren, weil sie etwas getan haben, sondern weil sie etwas sind. Eine Gedanke der sich in Europa zuletzt in den Jugoslawien-kriegen und heute etwa im

Vorgehen der IS in Syrien und Irak zeigt.

Als Aghet, als Katastrophe, bezeichnen die Armenier das, was 1915/1916 im Osmanischen Reich geschah. Bis heute gibt es im offiziellen Dialog zwischen der Türkei und Armenien, aber auch über diese beiden Länder hinaus, keine gemeinsame Form der Erinnerung.

Unter dem Titel „Aghet“ machen wir den Genozid an den Armeniern zum Ausgangspunkt und Gegenstand eines Musikprojekts, das auch die Frage nach unserem heutigen Umgang mit dem Fremden und Minoritären stellt. Das musikalische Grundgerüst des Konzertprojektes bilden Werke bzw. Auftragskompositionen des

armenischen Komponisten Vache Sharafyan, der türkischen Komponistin Zeynep Gedizlioglu und

des deutschen Komponisten Helmut Oehring. Das Orchester von Aghet wird sich aus armenischen, türkischen, serbischen, kroatischen, bosnischen und deutschen Musikern

zusammensetzen.Sie werden durch Solisten aus Armenien und der Türkei und ein 12-stimmiges

Vokalensemble ergänzt. Angesichts der 100 Jahre währenden Sprachlosigkeit und dem Scheitern

jeglicher Verständigung erproben wir neue Formate der Vermittlung und des Dialogs. Stärker als je zuvor beziehen wir die einzelnen Musiker als Autoren in die Entwicklung von Gesprächssituationen ein, die in einem engen Wechselspiel mit der künstlerischen Präsentation stehen.

Antragsteller/in Dresdner Sinfoniker e.V.

Veranstaltungstermin 27. und 28. November 2015 30.04.2015 (Dresden)

Veranstaltungsort Berlin Radialsystem V

Förderbetrag 75.000 €

Kooperationen HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Radialsystem Berlin, No Borders Orchester und Anadolu Kültür

Internetseiten www.aghet.euwww.dresdner-sinfoniker.de

Fünf plus Fünf

Beim Festival „FÜNF PLUS FÜNF“ für Kontrabassklarinetten und Stimmen, initiiert von Theo Nabicht, treffen die Neuen Vocalsolisten am 4. und 5. September in der Berliner St. Elisabeth-Kirche auf fünf Virtuosen dieses so facettenreichen wie hochsensiblen Instruments.

Die Kontrabassklarinette ist an sich schon eine Besonderheit mit ihren fünfeinhalb Oktaven Tonumfang und einem immensen Klangspektrum. Es gibt nur wenige Virtuosen auf diesem Instrument. Sie teilen ihre Liebe für seine Wärme, die Klangfarben und die Wandlungsfähigkeit jedoch mit einer stetig wachsenden Zahl von Komponisten. Gemeinsam erforschen und erweitern sie lustvoll die Spieltechniken für diesen besonderen Klangkörper. Einer dieser Virtuosen ist Theo Nabicht, der bereits im Jahr 2009 mit dem weltweit ersten Kontrabassklarinetten-Festival einen wichtigen Impuls in diesem Diskurs gesetzt hat.

Nach sechs Jahren widmet er dem Instrument nun ein zweites Festival und lädt vier der renommiertesten Musiker-Kollegen nach Berlin ein. Im Festival FÜNF PLUS FÜNF erkunden sie im Dialog mit den Neuen Vocalsolisten, die ihrerseits Forscher und Spezialisten ihres Fachs sind, neue Klangmixturen – experimentell, spielerisch und ohne Scheu vor Grenzen. Neben Repertoire-Klassikern wie den virtuosen Couplets von Georges Aperghis und Bernhard Ganders „deathtongue“ stehen Uraufführungen für alle denkbaren Kombinationen von Kontrabassklarinetten und Stimmen im Zentrum, vom Solo bis hin zum 10-köpfigen Tutti, von der klassisch-zentralen Positionierung bis hin zur Öffnung des Raums bei Manos Tsangaris, der das Publikum einlädt, direkt in das musikalische Geschehen einzutreten.Konzertticket 12 €, erm. 7 €, Festivalpass: 20 €, erm. 12 €, (Reservierung: 030 / 53 67 59 71)

 

Veranstalter: Theo Nabicht, Musik der Jahrhunderte.

 

Antragsteller/in Theo Nabicht

Veranstaltungstermin 4. und 5. September 2015

Veranstaltungsort St. Elisabeth Kirche

Förderbetrag 35.000 €

Kooperationen Lieselotte-Klein-Stiftung, Kultur Büro Elisabeth, ske-austromechana

Heroines of Sound - Festival

10.-12. JULI 2015 – RADIALSYSTEM V BERLIN

Pionierinnen der elektronischen Musik und Frauen der aktuellen Musikszene

Heroines of Sound präsentiert mehr als 30 Künstlerinnen aus 12 verschiedenen Ländern mit Konzerten, Sound Art, Performances und Diskursveranstaltungen. Das Festival bietet unterschiedlichste Formate, angefangen mit früher elektronischer Musik wie „Heroines Sound-Art“ von Daphne Oram, Delia Derbyshire, Pril Smiley, Teresa Rampazzi u.v.m. über experimentelle Elektronik der zeitgenössischen Musikszene von Les Femmes Savantes, Julia Mihály und Anne la Berge bis hin zu elektronisch verstärkter Kammermusik von Iris ter Schiphorst, Annesley Black, Marianthi Papalexandri-Alexandri, Jagoda Szymtka und zeigt Künstlerinnen wie MimiCof, Mieko Suzuki, Gudrun Gut, AGF, Electric Indigo, die elektronische Musik aus avanciertem Pop und Techno entwickeln. Einen weiteren Höhepunkt bietet Joanna Bailies Analogue (2011, DE), eine Konzertinstallation für verstärktes Ensemble und Camera Obscura, aufgeführt vom Ensemble Scenatet (DK).

 

 

Konzerte

 

AGF / Joanna Bailie / Anne la Berge / Annesley Black / Nic Endo /Ensemble Mosaik / Ensemble Scenatet / Gudrun Gut / Electric Indigo / Kyoka / Les Femmes Savantes / Julia Mihály / MimiCof / Marianthi Papalexandri-Alexandri / Heidrun Schramm / Mieko Suzuki / Jagoda Szmytka / Jutta Ravenna / Kirsten Reese / Iris ter Schiphorst

 

Symposium

 

u.a.: AGF (Künstlerin/Komponistin), Prof. Dr. Beatrix Borchard (Hochschule für Musik und Theater, Hamburg, MUGI), Dr. Hannah Bosma (Universität Amsterdam), Prof. Dr. Christina von Braun (HU Berlin), Prof. Dr. Christa Brüstle (Zentrum für Genderforschung, Graz), Anna Berit Asp Christensen (Spor Festival, Aarhus), Annie Goh (ctm, Berlin), Gudrun Gut (Musikerin/Produzentin, Berlin), Susanne Kirchmayr (Musikerin/female:pressure, Wien), Prof. Dr. Janina Klassen (Musikhochschule Freiburg), Dr. Beate Kutschke (Berlin/Dresden) Prof. Dr. Sabine Sanio (UdK, Berlin), Prof. Dr. Marion Saxer (Universität Frankfurt/ Main), Elisabeth Schimana (Komponistin, Institut für Medienarchäologie Wien), Iris ter Schiphorst (Komponistin, Berlin), Prof. Kirsten Reese (Komponistin, UdK, Berlin), Prof. Dr. Elena Ungeheuer (Universität Würzburg), Bettina Wackernagel (Heroines Of Sound Festival/bgnm, Berlin)

Pionierinnen

 

Bebe Barron (USA) 1925 - 2008

Alice Shields (USA) *1943

Daphne Oram (GB) 1925 - 2003

Delia Derbyshire (GB) 1937 - 2001

Maddalena Fagandini (GB) 1929 - 2012

Else Marie Pade (DK) *1924

Johanna Magdalena Beyer (DE/USA) 1888 - 1944

Pril Smiley (USA) *1943

Pauline Oliveros (USA) *1932

Teresa Rampazzi (IT) 1914 - 2001

 

 

Performances & Ensembles

 

Ensemble Mosaik (Berlin, DE), Kammermusik mit elektronischen Kompositionen von: Iris ter Schiphorst (Berlin, DE) / Jagoda Szmytka (Karlsruhe, DE) / Annesley Black (DE/ Kanada) und Kirsten Reese (Berlin) / Joanna Bailie (BE) & Ensemble Scenatet (DK), live electronics, Installation / Julia Mihály (Frankfurt, DE), Komponistin und Sound Art, Performance / Les Femmes Savantes (Berlin, DE), Composer-Performer Ensemble, live electronics / Heidrun Schramm (Berlin, DE), Sound Art, Performance

 

 

Film

 

Forbidden Planet (1956)

 

Filmportraits von: Maryanne Amacher, Anne la Berge, Heidi Grundmann, Eliane Radigue, Andrea Sodomka, Rebekah Wilson aka Netochka Nezvanova, Liesl Ujvary aus der Reihe IMAfiction, Institut für Medienarchäologie www.ima.or.at/imafiction

Klanginstallation

 

Jutta Ravenna (Berlin, DE) – pulsating patio

 

Ortsbezogene Klanginstallation, Sound Art

PROGRAMM DETAILS

FREITAG 10. Juli 2015

19.00 Uhr

ERÖFFNUNG

Klanginstallation: Jutta Ravenna — pulsating patio → www.jutta-ravenna.com

Sound-Bar: Heroines of Sound Selection

Idee & Gestaltung: Jutta Ravenna

Eine von den Künstlerinnen des Festivals kuratierte Auswahl präsentiert neben eigenen Kompositionen auch Werke von Künstlerinnen, die nicht im Abendprogramm vertreten sind.

Filmportraits von: Maryanne Amacher, Anne la Berge, Heidi Grundmann, Eliane Radigue,

Andrea Sodomka, Rebekah Wilson aka Netochka Nezvanova, Liesl Ujvary

aus der Reihe IMAfiction, Institut für Medienarchäologie → www.ima.or.at/imafiction

20.00 UHR

KONZERT

JULIA MIHÁLY — if you liked my posts, I wouldn’t need to express myself in real life (2014)

Performance mit Live-Elektronik → www.juliamihaly.net

IRIS TER SCHIPHORST — Vergiss Salome (2012)

Text: Karin Spielhofer, Szene für Koloratursopran und Zuspiel, Sopran: Julia Mihály → www.iris-ter-schiphorst.de

JULIA MIHÁLY — 4 scape_4 (2014) 4-Kanal-Tapestück → www.juliamihaly.net

LES FEMMES SAVANTES — octopus weaving part 1 + 2 (Uraufführung) Sabine Ercklentz, Hanna Hartman,

Andrea Neumann, Ana Maria Rodriguez, Ute Wassermann → www.femmes-savantes.net

ELECTRIC INDIGO — 109.47 Degrees (2015) 6-Kanal-Computermusik →

HEIDRUN SCHRAMM — Tuned (2015) elektroakustische 4-Kanal-Komposition → www.heidrunschramm.net/

21.30 Uhr

ANNE LA BERGE — Anne La Berge (IMAfiction Portrait #7 15; UA, 6’ / Ausschnitt) ein Film von Rebekah Wilson

Utter (2015) für Flöte, Stimme, Elektronik und Video (Video: Isabelle Vigier) → www.annelaberge.com

Electronic Music Pioneers: Daphne Oram, Maddalena Fagandini, Delia Derbyshire

(BBC Studio Radiophonic Workshop, 1962-1989)

23.00 UHR

DJ SET

MIEKO SUZUKI → soundcloud.com/mieko

SAMSTAG 11. Juli 2015

PANEL

Panel I + II

20.00 UHR

KONZERT

Film: Forbidden Planet (1956) mit Musik von Louis und Bebe Barron, elektronische Komposition (Ausschnitt)

MARIANTHI PAPALEXANDRI-ALEXANDRI — Operator (2010) für präpariertes Ensemble → www.marianthi.net

JAGODA SZMYTKA — greetings from a doppelgänger (2013)

für Violine, Viola, Violoncello, Klavier, Schlagzeug und Elektronik → www.jagodaszmytka.com

ANNESLEY BLACK — 4238 De Bullion (2007/8)

für Klavier, live-elektronische Klang- und Videobearbeitung → myspace.com/annesleyblack

IRIS TER SCHIPHORST — Breaking (2012)

für verstärktes Ensemble, Sampler und Live-Elektronik → www.iris-ter-schiphorst.de

ENSEMBLE MOSAIK — Leitung: Enno Poppe → www.ensemble-mosaik.de

22.00 UHR

NIC ENDO — Walking - Dancing - Falling (2015) Electronic Live Performance → www.nicendo.com

Electronic Music Pioneers (USA): Alice Shields, Pauline Oliveros, Johanna M. Beyer, Pril Smiley

KYOKA — (2015) Electronic Live Performance / Video → www.soundcloud.com/kyoka

SONNTAG 12. Juli 2015

16.00-18.00 Uhr

Panel III

19 / 21 / 23.00 UHR

KONZERT

JOANNA BAILIE — Analogue (2011) Deutsche Erstaufführung

Konzertinstallation für verstärktes Ensemble und Camera Obscura → www.joannabailie.com

ENSEMBLE SCENATET (DK) Aufführungen um 19.00, 21.00 und 22.00 Uhr, Studio C → www.scenatet.dk

20.00 UHR

AGF — NON-objective #newwoman = ‚sun‘ (2015) Electronic Live Set / Video → www.antyegreie.com

Electronic Music Pioneers: Teresa Rampazzi (*1914-2001)

KIRSTEN REESE — The lightest words had the weight of oracles (2014)

für Fairlight CMI Synthesizer und E-Gitarre, Sebastian Berweck, Seth Josel → www.kirstenreese.de

22.00 UHR

GUDRUN GUT— Wildlife 2.0 (2015) Electronic Live Performance / Video → www.gudrungut.com

MIMICOF — New Experiment (2015) Electronic Live Set → www.midorihirano.com

SYMPOSIUM

SAMSTAG UND SONNTAG

Nach wie vor wird Musikgeschichte in erster Linie als Geschichte von Autoren und Werken und nicht als Geschichte des kulturellen Handelns erforscht und geschrieben. Das begleitende zweitägige Symposium präsentiert Keynotes und Panels mit Gästen aus Musik, Kunst, Wissenschaft und mit Multiplikatorinnen der elektronischen Musikszene. Über rein musikalische Aspekte hinaus werden auch Fragen der Rezeptionsästhetik und die so häufig beschworene “geschlechtsauflösende” Wirkung der elektronischen Musik diskutiert.

SAMSTAG

14.30-19.00 Uhr

Panel I + II

14.30 Uhr

Eine weibliche Geschichte der elektronischen Musik?

mit Christina von Braun, Gudrun Gut, Janina Klassen, Iris ter Schiphorst, Elena Ungeheuer. Moderation: Marion Saxer

17.00-19.00 Uhr

Musik, Körper , Technik

mit Tatjana Böhme-Mehner, Hannah Bosma, Christa Brüstle, Anna Berit Asp Christensen, Antye Greie, Kirsten Reese. Moderation: Sabine Sanio

SONNTAG

16.00-18.00 Uhr

Panel III

Erweiterung des Blickfeldes

mit Beatrix Borchard, Annie Goh, Susanne Kirchmayr, Beate Kutschke, Elisabeth Schimana, Bettina Wackernagel. Moderation: Ulrike Klobes

 

 

 

 

 

 

 

 

Antragsteller/in Bettina Wackernagel

Veranstaltungstermin 10. bis 12. Juli 2015

Veranstaltungsort Radialsystem V

Förderbetrag 90.000 €

Internetseiten www.heroines-of-sound.com

Kosmostage 2015

Kosmostage 2015 - Festival für universelle Musik

 

Andromeda Mega Express Orchestra, Hermeto Pascoal, Ensemble Adapter u.a.

 

Fr 17.07.2015 19:00

 

Karten

Freitag 28 € | ermäßigt 20 € | Einzelticket Konzert Hermeto Pascoal und Andromeda Mega Express Orchestra 20 € |

Samstag 24 € | ermäßigt 18 € |

Festivalticket 48 € | ermäßigt 34 €

 

19 Uhr // Terrasse

Onom Agemo & The Disco Jumpers (DE)

Lanaya (BF)

Els Vandeweyer (BE)

 

20.30 Uhr // Saal

Laure Mourot (FR), Matthew Lonson (CA), Sarah Souza-Simon (BO) und Jia Lim (SG): "Les Nations" von Francois Couperin

Jia Lim (SG): "Passacaglia Ungherese" von György Ligeti

Els Vandeweyer (BE) & Johannes Schleiermacher (DE): Improvisationen

Ensemble Adapter (DE / IS): "The Principals of Order" von David Brynjar Franzson

Lanaya (BF): Musik aus Burkina Faso

Ensemble Adapter (DE / IS): "b" von Simon Løffler

 

21.45 Uhr // Halle

Andromeda Mega Express Orchestra & Hermeto Pascoal (BR)

 

23.30 Uhr // Saal

mood ngodo (DE): Records

 

Mit Andromeda Mega Express Orchestra, Ensemble Adapter, Lanaya, Aline Morena, Onom Agemo and the Disco Jumpers,Fabio Pascoal, Hermeto Pascoal und Els Vandeweyer

Records mood ngodo

 

"Seine Musik passt in keine Schublade, changiert zwischen Jazz und Neuer Musik mit kräftigen Griffen in die traditionelle Zitatenkiste, voll verblüffender, verrückter Wendungen und von erfrischender Ironie." (neue musik zeitung über das Andromeda Mega Express Orchestra, Dezember 2011)

 

"Eine Musik, die wahnsinnig viel Spaß macht und extrem intelligent gemacht ist. Vielfalt auf technisch hervorragendem Niveau." (BR KLASSIK über das Andromeda Mega Express Orchestra, November 2011)

 

"One of the most important musicians on the planet" (Miles Davis über Hermeto Pascoal)

 

Die Berliner Afrofunk-Band Onom Agemo & The Disco Jumpers eröffnet am Freitag zusammen mit der belgischen Vibraphonistin Els Vandeweyer und dem Ensemble Lanaya aus Burkina Faso das internationale Festival für universelle Musik "Kosmostage" im RADIALSYSTEM V. An die Improvisationen auf der Terrasse mit Blick auf die Spree schließen sich Konzerte mit Musikern des Andromeda Mega Express Orchestra, dem Ensemble Adapter und der Band Lanaya im Saal des Hauses an. Zur Aufführungen kommen dabei u.a. Werke von György Ligeti und David Brynjar Franzson sowie die Komposition "b" von Simon Løffler für Feedback, Effektpedale und Neonröhren. Höhepunkt des Abends ist der Auftritt der brasilianischen Jazz-Koryphäe und Multiinstrumentalisten Hermeto Pascoal. Daniel Glatzel, Ensembleleiter und Komponist des Andromeda Mega Express Orchestra, interpretiert und arrangiert Werke Pascoals neu und bringt sie gemeinsam mit dem Meister der "Música Universal", dem Orchester und weiteren Musikern auf die Bühne, bevor der erste Festivaltag mit Records von DJ mood ngodo beendet wird.

 

Kosmostage 2015

Wild, eigenwillig, eindringlich, witzig und verstörend: Das Andromeda Mega Express Orchestra ist eine Berliner Institution. Am 17. und 18. Juli laden die 18 Musiker des Orchesters zur zweiten Ausgabe des internationalen Festivals für universelle Musik "Kosmostage", das erstmals im RADIALSYSTEM V stattfindet. Zusammen mit zahlreichen weiteren Künstlern wie der brasilianischen Jazz-Legende Hermeto Pascoal, Mouse on Mars, dem Ensemble Adapter, der Band Lanaya aus Burkina Faso und der belgischen Perkussionistin Els Vandeweyer brechen sie gängige Genregrenzen auf und verbinden Elemente aus Avantgarde Jazz, Klassik, Alter und Neuer Musik, Pop und Elektro zu neuen, experimentellen Kombinationen. Musik der Renaissance von Carlo Gesualdo und Guillaume de Machaut folgt unmittelbar auf Improvisationen der Echtzeitmusikszene, französischer Impressionismus auf experimentelle Analog-Synthesizer-Strukturen, rituelle Percussionmusik Burkina Fasos auf Ligeti und Scelsi. Die "Kosmostage" bespielen das Haus in mehreren Räumen: Percussion-Sets und Improvisationen auf der Terrasse mit Blick auf die Spree wechseln sich mit Kammermusik im Saal und Konzerten in der Halle des RADIALSYSTEM V ab.

 

Festivaltickets für beide Tage erhalten Sie hier.

 

Das breitgefächerte Programm der "Kosmostage" im RADIALSYSTEM V wird gespeist von den vielfältigen musikalischen und kulturellen Einflüssen der 18 Mitglieder des Andromeda Mega Express Orchestra, die aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Kanada, Norwegen, Japan, Thailand, Tschechien und Südkorea kommen und gleichermaßen in Jazz, Pop, Klassik, Freier Improvisation, Alter oder Neuer Musik beheimatet sind. Das Orchester hat sich in der Berliner und internationalen Musikszene mit seinen experimentellen und mitreißenden Produktionen einen Namen gemacht, stets bildet die Synthese unterschiedlichen Klangmaterials das Zentrum der Arbeit. Dabei geht es dem Ensemble um einen radikal erweiterten musikalischem Kosmos, in dem zahlreiche Musikformen miteinander in Austausch treten und eine "universelle" Musik entsteht. Mit zuweilen irrsinnigem Tempo arbeitet sich das Orchester durch bedeutende und triviale Musik ohne Rücksicht auf stilistische Abgrenzungen, aber stets mit Gespür für die Eigenheiten der unterschiedlichen Stilrichtungen.

 

Hermeto Pascoal, geboren 1936, zählt heutzutage zu den bekanntesten Multiinstrumentalisten und Musikern der Avantgarde Brasiliens. Er gilt als eine brasilianische Jazz-Koryphäe, arbeitete mit zahlreichen Künstlern der neueren brasilianischen Musikgeschichte zusammen und hat entscheidend zu der Entwicklung einer zeitgenössischen rhythmischen Musik mit Improvisationsanteilen beigetragen. Der Musikjournalist Karl Lippegaus nannte ihn anlässlich seines 75. Geburtstages "Brasiliens Antwort auf Sun Ra", Miles Davis, mit dem er Platten aufnahm, sogar "one of the most important musicians on the planet".

 

Antragsteller/in Andromeda Mega Express Orchestra | Daniel Glatzel

Veranstaltungstermin 17. und 18. Juli 2015

Veranstaltungsort Radialsystem V

Förderbetrag 90.000 €

Labor Sonor : Translating Music

Labor Sonor : Translating Music

Music Festival & Symposium

 

Was geschieht, wenn Musik in Musik übersetzt wird? Mit neun Uraufführungen an drei Abenden präsentiert LABOR SONOR : TRANSLATING MUSIC stil- und genreüberschreitende Re-Kompositionen, Coverversionen, Umdeutungen und Transformationen: Echtzeitmusik trifft auf zeitgenössische Komposition, Minimal Techno und experimentellen Pop. Das begleitende Symposium präsentiert mit Vorträgen und Diskussionen Einblicke in die Praxis musikalischer Übersetzung und die Entstehungsprozesse der aufgeführten Werke.

 

What if music is translated into music? LABOR SONOR : TRANSLATING MUSIC presents nine world premieres on three nights: re-compositions, cover versions, reinterpretations, and transformations that cross borders of style and genre. Echtzeitmusik meets contemporary composition, minimal techno, and experimental pop. The concerts are accompanied by a symposium with lectures and discussions, offering insights into the practice of musical translation and the creative processes of the premiered works. With simultaneous interpretation German/English.

Antragsteller/in Labor Sonor GbR

Veranstaltungstermin 28. bis 30. August 2015

Veranstaltungsort Ballhaus Ost, Pappelallee 15, 10437 Berlin

Förderbetrag 65.000 €

Kooperationen taz - die tageszeitung; EXBERLINER; nmz - neue musikzeitung; positionen - Texte zur aktuellen Musik; D/B - Digital in Berlin; ASK HELMUT

Internetseiten www.laborsonor.de

© milchhof : atelier (Carsten Stabenow)

MICHAELs REISE UM DIE ERDE II. Akt der Oper "DONNERSTAG AUS LICHT" von Karlheinz Stockhausen

Begeistert berichtete die New York Times über die amerikanische Erstaufführung des 2. Aktes der Oper "Donnerstag aus `Licht´" von Karlheinz Stockhausen in New York 2013. Doch nicht um die Abenteuerlust von Jules Verne geht es, sondern um den musikalisch-spirituellen Lebensweg des Trompete spielenden Michael, eine Erzengel-Gestalt, die Züge des Komponisten trägt. Die Reise beginnt am Südpol und erreicht über die Stationen Köln, New York, Japan, Bali, Indien und Afrika schließlich Jerusalem. "MICHAELs REISE UM DIE ERDE" ist eines der verrücktesten Trompeten- und Ensemblekonzerte, die je geschrieben wurden. Erstmals bringt das Ensemble MusikFabrik und ihr Solotrompeter Marco Blaauw dieses hochvirtuose Reiseabenteuer nun nach Berlin: auf die Bühne des Hauses der Berliner Festspiele.

Antragsteller/in KBB - Berliner Festspiele - Musikfest Berlin

Veranstaltungstermin 18. September 2015, 20.00 Uhr 19. September 2015, 17.00 Uhr

Veranstaltungsort Haus der Berliner Festspiele

Förderbetrag 70.000 €

Kooperationen Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin. gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung der Aventis Foundation.

Internetseiten www.berlinerfestspiele.de

(c) Klaus Rudolph

(c) Simon Butterworth

(c) Klaus Rudolph

Sonderprojekt zum CTM-Festival 2015 UN TUNE

*** English Version below

 

Mit dem Thema "Un Tune" möchte sich das CTM Festival 2015 mit der unmittelbaren leiblichen Erfahrung von Frequenzen, Klang und Musik und ihrer Kombination mit anderen spekulativ/narrativen Einflüssen befassen. Das Festival betont damit die abenteuerliche und forschende Seite von Musik und audiovisueller Kunst. Das künstlerische Experimentieren mit affektiven und somatischen Wirkungen eröffnet Möglichkeiten des Stimmens und Ent-Stimmens, Variationen eines Dreiklangs aus Leib, Körper und Maschine.

Operiert wird dabei in einem Spannungsfeld, das von Lust und Unlust, von Selbst- und Fremdbestimmung, von Selbstgestaltung und internalisierter Kontrolle, von individueller und kollektiver Erfahrung und von einer Selbstwahrnehmung sowohl als Subjekt wie auch als Objekt durchzogen ist. Ein begleitendes Gesprächsprogramm – welches jedoch nicht Teil dieses Antrags ist – soll diesen Konstellationen nachgehen und die diversen Dimensionen von Leib, Maschine und Körper in ihrer Nicht-Reduzierbarkeit und unterschiedlichen Gewichtung diskursiv auftreten lassen. Ein solcher Nachgang zielt auf die reflexive und analytische Auseinandersetzung mit den vorerst unmittelbaren Erfahrungsphänomenen.

Im Spektrum zwischen Bioakustik, Ambient, Flickr, Brain Entrainment, Binaural Beats, Biofeedback, Psychoakustik, Neo-Psychedelik, hypnotischer Repetition, Noise und Subbass-Vibrationen präsentiert "Un Tune" Arbeiten von KünstlerInnen, die sich der affektiven Potenziale von Geräuschen, Frequenzen, Musik und Bildern bedienen, um dem menschlichen Körper auf beunruhigende und emphatische Weise nahe zu rücken. Die künstlerischen Versuchsanordnungen öffnen Räume, die unsere gewohnheitsmäßigen Erfahrungsweisen temporär destabilisieren. Ungewohnte Raum/Zeit-Erlebnisse, Intensitäten der Sinneserfahrung und neue Wahrnehmungsweisen kreieren entgrenzende Erfahrungen, die emanzipatorische Potentiale bergen.

 

 

*** English Version

 

Through its "Un Tune" theme, CTM 2015 aims to engage with the direct bodily effects of frequencies, sound, and music as well as with their synergistic effects with other sensory stimuli. The festival will thus highlight, more than ever, the adventurous, exploratory side of music and art. Artistic experimentation with the affective and somatic effects of sounds and frequencies opens up possibilities of tuning and de-tuning the composite that interconnects body, matter, energy and (musical) machines – and of exploring our perception.

 

Sonic events – e.g. noises, sounds, music – are not perceived by the ear alone. Their effect upon the human body goes beyond the stimulation of the various sensory organs. Acoustic vibrations obtrude and invade the body and its tissues, and are processed not only at a conscious level but also unconsciously, triggering uncontrollable physiological and physic reactions.

 

Technological developments now give us the means with which to better understand and explore these and other affects. Such experimentation operates between antagonistic coordinates such as pleasure and displeasure, self-empowerment and the internalisation of control mechanisms, personal and collective experience, and the experience of the self as both subject and object.

 

With the discovery of electricity, sound recording, and electro-acoustics, the coupling of sound and sounding body is no longer inevitable, yet at the same time is rendered more intense than ever before. In the digital age, sound finally became fully autonomous: As a pure stream of information it is now amenable to any method of synthesis, transformation, or analysis without the involvement of a sounding body in the conventional sense. In return, artists today increasingly search for new ways to re-inject their own bodies and others back into electronic music, and evaluate new roles for the body in the field of sound.

 

At the same time, machines have themselves become part of our self-perception and of the perception of our environment. Distinctions between natural and anthropogenic sound sources have gradually eroded, joining human and non-human actants into one structure: a sonic landscape that is no longer purely natural nor merely a backdrop, but is always permeated by culture and technology.

 

In order to embrace such experiences, dissolution or loss of control in the form of a temporary disempowerment of the perceiver’s position as the listening subject is required. Through such decentralisation we become open to non-hierarchical connections between our surrounding sonic phenomena and allow ecological dimensions to enter the study of the affective potential of sound.

 

CTM 2015’s "Un Tune" theme thus shifts the focus from questions of music’s symbolic and cultural significance to questions of the use and functionality of sound and music as affective forces. Somewhere in between physics and cultural semantics, the theme moves from asking "what does music attempt to portray?" to "what effects do sound and frequencies have upon us?".

 

This questioning also further blurs the distinction between noise, sound, and music – a gradual development that was subject to much artistic practice of recent years and decades. In order to better grasp this larger view, the concept of "the sonic" has recently been proposed, as an overall category that transgresses the limits of the musical and the acoustic. The commonality of sound, vibration, light, and technical image lies in their equal condition as time-critical frequencies (Wolfgang Ernst).

 

CTM 2015 – "Un Tune" is concerned with "the sonic" in as broad a sense as possible. The affective potential of sound and music is clearly a focal point, yet it constitutes only one aspect of an investigation into the distribution, modulation, and perception of frequencies. In this spirit, the festival programme will highlight concerts and sound performances next to artistic experiments that explore couplings or exchanges between auditive, visual, and tactile experiences.

 

In the spectrum between bio-acoustics, field recordings, ambient, flicker, brainwave entrainment, binaural beats, biofeedback, psychoacoustics, neo-psychedelia, hypnotic repetition, noise, and sub-bass vibrations, Un Tune will present works by artists who explore the affective potential of frequencies, sound, and music, such as to address and disturb the human body in troubling and emphatic ways. The interaction between technological systems, immersive environments, and ritualistic practices opens up spaces of experience that temporarily destabilize our habitual states. Unusual fluctuations in space-time, new intensities of sensory experience, and new ways of perceiving create situations that transcend our usual state of being, and may unlock emancipatory potential.

Antragsteller/in DISK/ CTM GbR

Veranstaltungstermin 23. Januar bis 22. Februar 2015

Veranstaltungsort Hebbel-am-Ufer HAU 1-3, Berghain, Kunstquartier Bethanien - Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen Hebbel-am-Ufer HAU 1-3, Berghain, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

Internetseiten www.ctm-festival.de

Pressestimmen

Booster 2.13, 2013, Nik Nowak

UN TUNE - Exploring Sonic Affect Ausstellung 24.1. - 22.2.2015

CTM Festival x 16th Edition 23.1.-1.2.2015

stargaze orchestral

Ein Wochenende im Dezember, eine Bühne in Berlin-Mitte und 14 Musik-Performances aus dem Spannungsfeld zwischen revitalisierter Klassik, elektroakustischem Pop und Folk markieren die Eckpunkte eines Musikfestivals, das so thrilling, so schlüssig und so diesseits eingetretener, lange nicht mehr hinterfragter Festival-Pfade liegt, dass man von einem potenziell wegweisenden Musikereignis für Berlin sprechen muss.

 

Der Berliner Dirigent und Gründer des international renommierten und als Impulsgeber begehrten stargaze-Ensembles André de Ridder hat sich gefragt, warum es in Deutschland, zumal in Berlin, kein kuratiertes Festival im Geist des All Tomorrow’s Parties Festivals (ATP) gibt, das im Unterschied zur musikalischen Leistungsschau nach Momenten der Epiphanie, des Schlüsselreizes und der Erleuchtung sucht — und folgerichtig einen größeren, kuratierten und nicht von Kompromissen eingetrübten Spannungsbogen braucht.

 

In der Volksbühne prallen am 11., 12. und 13. Dezember auf den ersten, flüchtigen Blick ganz unterschiedliche künstlerische Positionen aufeinander — die sich freilich bei genauerem Hinschauen als wohldurchdachte Puzzleteile eines großen musikalischen Panoramas erweisen. Das Besondere am stargaze Weekender ist dabei seine Anschlussfähigkeit an heutige Pop-Hörgewohnheiten bei gleichzeitiger Herausforderung derselben. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass das Londoner Indielabel Transgressive Records stargaze erst vor Kurzem unter Vertrag genommen — aber als was? Als Band? Als klassisch zeitgenössisches Ensemble? Keiner dieser Begriffe vermag es genau zu fassen. Beyond here liegt das Unbekannte.

 

Das vor zweieinhalb Jahren ins Leben gerufene, international in der Pop- und Elektronikwelt bestens vernetzte Kuratoren- und Musikerkollektiv stargaze tritt in wechselnden Besetzungen auf. Hofiert von Boilerroom.TV („renegade classical ensemble“) bis zum Barbican in London oder der Amsterdam Muziekgebouw, wo stargaze gemeinsam mit Terry Riley auftraten, bzw. eben nicht bloß auftraten, sondern vielmehr als Ideen- und Taktgeber fungierten, kehren stargaze im Rahmen ihres Weekenders zurück nach Berlin und führen lose Enden und bestehende Energielinien der bisherigen Interventionen konzertiert zusammen.

 

Aber der Reihe nach.

 

Der Freitagabend (11. Dezember) hat spirituelle Musik zum Thema — und deckt damit ein Grundbedürfnis unserer heutigen durchrationalisierten Zeit ab, die gleichsam in ihrem technokratischen Perfektionsstreben schmerzhaft die Anwesenheit einer Abwesenheit spürt. Übersetzt in die Sprache der Musik könnte man also von einer modernen klassischen Variante der saudade sprechen, jener populären Portugiesischen Spielart der Musik, die den Verlust und die Ungreifbarkeit des Abwesenden so meisterhaft in Melodien und Stimmungen übersetzt. stargaze hat es verstanden, ein Programm zu schnüren, das sich dem Thema Spiritualität in der Musik fast schon dadaistisch nähert: Eine neu arrangierte Bach-Kantate #150, „Nach dir, Herr, verlanget mir“, bildet neben dem Stück „Grateful Dead – What's Become of the Baby“ den Kern des Eröffnungsabends — beide werden aufgeführt vom stargaze Ensemble und Cantus Domus. Von dem Pulitzer-Preis-Gewinner David Lang wird das Stück „Death Speaks“ aufgeführt, für Sopran, Violine, Gitarre und Piano. Aus vielen Schubert-Liedern nahm Lang Worte und setzte diese zusammen zu einem neuen Libretto, zu einer Collage zum Thema Tod. Der Abend, und somit das dreitägige Fest, wird eröffnet – wie auch schon im vergangenen Jahr – durch ein Streichquartett von Bryce Dessner, das er für das „Kronos Quartett“ geschrieben hat: „Tenebrae“. De Ridder: „Tenebrae ist eine am Gründonnerstag beginnende, dreitägige Katholische Messe zu Ostern, bei der während der Predigt jeweils 15 Kerzen ausgelöscht werden, eine nach der anderen, bis es dunkel wird. Dieses Stück beschreibt diese Messe in Retrospektive, geht also zum Licht hin.“ Die übergeordnete Frage des ersten Abends lautet: Wo liegen die Quellen, wenn Spiritualität auch in der Popmusik (und –kultur) wieder zum Thema wird und neu in ihr erklingt?

 

 

Der Samstagabend (12. Dezember) taucht tief in den Folk Osteuropas — und entführt das Publikum in die Welt von Bela Bartók und György Ligety (und von Jonny Greenwood). Wenn Bartóks „3 Dorfszenen“ von der Indie-Folkband A Hawk and a Hacksaw collagiert bzw. infiltriert werden, schließt sich ein Kreis, der von vielen stargaze-Veranstaltungen der letzten Jahre bereits skizziert worden ist: Denn nach de Ridders Lesart ist Bartók nichts anderes als die Ton- und Rhythmussprache des Folk in anderem Gewand. Und A Hawk and a Hacksaw aus New Mexico wiederum, die den Südosten Europas bereist haben, arbeiten ganz ähnlich wie Bartók, sie fahren in die Dörfer, lassen sich den lokalen Folk vorspielen und eignen ihn sich an. Bei stargaze und somit vor allem auch diesem Weekender geht es immer um die Durchlässigkeit von Pop und Klassik. György Ligetys Cellokonzert für Solo-Cello und ein speziell für den Abend zusammengestelltes allstargaze orchester (feat. Solistenensemble Kaleidoskop) wiederum verweist auf den internationalen Gaststar des Abends, Jonny Greenwood von Radiohead. Dieser nämlich hat stets betont, dass Ligety und Bartók prägende Einflüsse seiner Kompositionen und Filmmusiken sind. Aufgeführt werden am Freitagabend die Suite „There Will Be Blood“ zum gleichnamigen Film von Paul Thomas Anderson. Überhaupt ist dieser Abend auch noch einem weiteren Erzählstrang verpflichtet: dem Film-Score. Das Cellokonzert von Ligety nämlich ist uns aus der Popkultur vertraut, untermalt es doch den achtminütigen Einbruch in das Lagerhaus in Michael Manns Film „Heat“. Ohne, dass ein Wort gesprochen wird, hören wir in der Szene den gesamten ersten Satz Ligetys. Das erinnert an Kubrick; das Filmische und der Folk als Erzähllinien amalgamieren in einem orchestralen Rahmen.

 

 

Das Finale am Sonntag (13. Dezember) widmet sich potenziell wegweisenden Kollaborationen – die sensationelle dänische Punk-Noir-Band Iceage, deren Sound dynamisch zwischen The Gun Club, den Bad Seeds und Joy Division oszilliert, wird erstmals in Berlin im ungewohnten Dialog mit stargaze performen. Der Aufeinanderprall zweier Welten verspricht ein intensives, inspirierendes Hörerlebnis, paart es doch den hypnotisch-existenzialistisch drängenden Gesang Elias Bender Rønnenfelts mit dem artifiziellen, instrumentalen Beitrag von stargaze. Es ist, als ob Alexander Kluges berühmter Satz, wonach es sich lohnt, „mit der Subway Map von Brooklyn im Harz zu orientieren“, auf die Wirklichkeit der stargaze Konzertbühne überführt wird. Kennengelernt haben sich die Musiker von stargaze und Rønnenfelt dieses Jahr beim Haldern-Popfestival. De Ridder: „stargaze ist geprägt davon, dass wir mit allen möglichen Musikern zusammenarbeiten. Deshalb stehen an diesem Abend auch The Villagers aus Irland gemeinsam mit stargaze auf dem Programm, mit denen wir auch neue Arrangements des amerikanischen Komponisten Nico Muhly spielen.“ Auch David Longstreth von den Dirty Projectors ist am Abend der potenziell wegweisenden Kollaborationen mit einem Stück für Doppelstreichquartett mit dem Titel „Michael Jordan“ dabei — der sich damit neben u.a. Felix Mendelssohn in die extrem kleine Liste derjenigen Komponisten eingetragen hat, die überhaupt für diese Besetzung Stücke geschrieben haben. De Ridder: „Er benennt seine Stücke immer nach Sportlern, die im Pop-Kontext so aufgeladen sind, dass im Zuge dessen auch etwas mit der Musik passiert. Als ob sie so anschlussfähiger wird.“

 

Vorhang.

 

Eins ist somit klar. Die Zuschauer werden Zeugen einer Selbstverständlichkeit der Kontraste, Überraschungen, Wagnisse, Schlüsselerlebnisse und Herausforderungen. Der stargaze Weekender verspricht somit echtes, reines Entertainment, wenn man sich an die Ursprünge der Folk- und Popmusik, aber auch der Klassik erinnert: Nichts ist generisch, nichts ist kommerziell — was, siehe Jonny Greenwood (oder auch: siehe Bach), ja nicht bedeutet, dass es nicht auch im ganz großen Cinemascope-Kino, auf der großen Bühne der Volksbühne oder als Bote einer neuen Festivalkultur funktionieren kann. Mit dem stargaze Festival haben wir es mit dem spannendsten, erkenntnisstiftendsten und mit Sicherheit unterhaltsamsten Musikfestival dieses Herbst/Winters zu tun.

 

Max Dax

Antragsteller/in Merle Scheske

Veranstaltungstermin 11. bis 13. Dezember 2015

Veranstaltungsort Volksbühne-am-Rosa-Luxemburg-Platz

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin

Internetseiten orchestral.we-are-stargaze.com

XJAZZ Festival

XJAZZ 2015 - Das Festival für Berlin

 

Mit seinem Debüt im Mai 2014 hat sich das XJAZZ Festival aus dem Stand als Berlins größtes Jazzfestival etabliert - mit 48 Bands und knapp 10.000 Zuschauern. XJAZZ integriert bereits bestehende Strukturen und Orte und bringt Musiker zusammen, welche gemeinsame Auftritte erarbeiten und präsentieren.

 

Mit seiner internationalen Strahlkraft ist Berlin prädestiniert für eine selbstbewusste Programmgestaltung. Daher liegt der Fokus von XJAZZ vor allem auf der Berliner Musikerszene. 75% des Line-Ups sind lokale Künstler. Das ist in dieser Form in Deutschland einmalig.

 

Das zeitgenössische Verständnis von Jazzmusik umfasst ebenso elektronisch improvisierte Musik, neue klassische Musik, als auch Singer-/Songwriter.

 

Auch seitens der Medien wurde das Festivaldebüt mit viel Beachtung gewürdigt. „XJAZZ scheint sogar geeignet, ein Publikum für Jazz zu begeistern, das sonst wenig damit in Berührung kommt“, schrieb die Tageszeitung taz und „ […] das wunderbare Konzept von XJAZZ, das unbedingt neu aufgelegt werden sollte: Musik für Models und Freaks gleichzeitig, nur einen Katzensprung entfernt“, die BZ.

 

Als Clubfestival bewegt sich XJAZZ wieder im Herzen der Szene – in Berlin Kreuzberg.

Alle Locations sind untereinander fußläufig erreichbar: Neben den bereits in diesem Jahr bespielten Clubs wie Bi Nuu, Fluxbau, Privatclub und Monarch wird auch das Lido programmiert werden. In der Emmaus Kirche finden zudem feine Akustische Konzerte bis tief in die Nacht statt.

 

Weitere Clubs und Bars wie das Prince Charles, der Auster Club oder das Wendel werden 2015 in das Rahmenprogramm eingebunden

 

Gefördert wird das Projekt durch den Haupstadtkulturfonds.

 

. Lokale Künstler

Wie kein anderes deutsches Festival unterstützt XJAZZ die lokale Berliner Szene. Ca. 75% des Lineups sind Musiker aus der Stadt, oftmals auch internationale Projekt bei denen aber ein Großteil der Band in Berlin lebt und arbeitet. Beispielsweise lebt die australische Band von Hailu Mergia in Berlin, wie auch viele der israelischen Bands bei diesjährigen Festival.

 

. Israel

Als Partnerland für das kommende XJAZZ Festival wurde Israel gewählt. Längst ist Israel mit seinen unzähligen weltweit erfolgreichen Jazzmusikern kein Geheimtipp mehr. Das XJAZZ Festival will anlässlich des 50. Jahrestags der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland eine musikalische Brücke schlagen und spricht dabei Musikfans jeden Alters an.

 

Wechselseitig wird XJAZZ im nächsten Jahr Musiker aus Israel nach Berlin und im Oktober 2015 dann auch deutsche Musiker nach Tel Aviv bringen. Dabei geht es nicht nur um den Austausch ganzer Formationen, als vielmehr um die Verbindung von bekannten Solisten mit Musikern aus dem jeweils anderen Land. Jazz bildet dabei eine inhaltliche Klammer, welche allerdings im Einzelnen bis hin zu Kunst, Design und Multimediaprojekten ausgeweitet werden soll.

 

 

 

 

. Nachhaltigkeit

 

Die eigens für das XJAZZ Festival initiierten Projekte sollen auch nach dem Festival gemeinsame Konzerte bestreiten.

Beispielsweise findet am 07.05 ein Projekt mit dem Namen Berlin x Tel Aviv Quintett statt, mit u.a. Yuval Cohen (3 Cohens), Sebastian Studnitzky und Omer Klein welches in dieser Konstellation auch in Tel Aviv auftreten wird.

 

. Spezielle und eigens fürs XJAZZ initiierte Projekte

 

Melt Trio mit Jan Bang

Songwriters‘ Orchestra (Camerata Berlin, Betty Steeles, Oren Lavie, Qeaux Qeaux Jones, Studnitzky + weitere Gäste)

Kutiman + special guest

Günter “Baby” Sommer + x

Chris Adams & Ack van Rooyen

Julien Quentin & Kelvin Sholar

Tatu Rönkkö (Efterklang) – solo project

 

. Marketplace - Kooperation mit der re:publica

 

Ermutigt durch das enorme internationale Feedback wird an einem Marketplace im Rahmen des Festivals gearbeitet zu dem nationales und v.a. auch internationales Fachpublikum eingeladen werden soll, um die Vielfalt der Berliner Szene vorzustellen. Das XJAZZ Festival mit 75% Berliner Musikern ist in diesem Sinne auch als Showcasefestival für die Berliner Musikszene zu verstehen.

Hierzu wird es eine Kooperation mit der re:publica geben. Am 07.05.2015 auf dem Gelände der re:publica mit Panels, Diskussionsrunden und Konzerten. Ab dem 08.05 dann auf dem Gelände des XJAZZ Festival mit einem Fokus auf den Konzerten des Festivals sowie einem get-together der nationalen und internationalen Szene.

 

 

Antragsteller/in Sebastian Studnitzky

Veranstaltungstermin 7. bis 10. Mai 2015 in Berlin Oktober 2015 in Tel Aviv

Veranstaltungsort diverse Spielstätten

Förderbetrag 95.000 €

Internetseiten www.xjazz.net

Young Euro Classic

Young Euro Classic 2015 – Hier spielt die Zukunft!

Young Euro Classic ist die weltweit wichtigste Plattform des internationalen Orchesternachwuchses für die europäische klassische Musiktradition und ihre Entwicklungen. Jeden Sommer spielen 17 Tage lang Orchester aus aller Welt im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt.

Young Euro Classic ist Jugendkultur. „Das Bayreuth der jungen Generation“ (Berliner Morgenpost) erweist sich Jahr für Jahr als Leuchtturmereignis in der deutschen Kulturlandschaft und zeigt, dass sich die Hauptstadt Berlin als attraktiver Schauplatz der Jugendkultur nicht nur auf das Berghain und die freie Szene reduzieren lässt. Berlin ist die Musik-Hauptstadt der Welt – durch Young Euro Classic auch für den klassischen Musiknachwuchs.

Young Euro Classic dynamisiert die internationale Orchesterszene und macht sie wettbewerbsfähiger, indem sich die Orchester einem kundigen Berliner Publikum stellen. Für viele der Pre-Professionals zählen die Auftritte im Konzerthaus oder der Philharmonie zu den prägendsten Ereignissen ihrer Karriere. Young Euro Classic initiiert neue Orchestergründungen, befördert und festigt bestehende Initiativen – in Berlin und überall auf der Welt.

Young Euro Classic ist Vorreiter. Das Prinzip der Neugründungen von bi- und multinationalen Jugendorchestern, welches von Barenboim und Said initiiert und von Young Euro Classic intensiviert und verbreitet wurde, ist mittlerweile in die Genetik der Jugendorchesterszene übergegangen.

Young Euro Classic befördert mit seinen Orchestern aus aller Welt die Wertediskussion. Das Orchester als utopisches Miteinander, als Gesellschafts- und Gemeinschaftsmodell der Teilhabe: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Hier wird auf höchstem Niveau von jungen Musikern das gepflegt, was die europäische Orchester-Kultur seit Jahrhunderten auszeichnet, nämlich ihre grenzüberschreitende und integrative Funktion – im Zeichen von Begegnung, von Austausch, von einem Miteinander in friedlicher Koexistenz. In diesen krisenhaften Zeiten sind diese Werte – von Nahost bis Russland/Ukraine – eine wichtige Botschaft.

Young Euro Classic sorgt für die Zukunft des Klassikpublikums – mit einer Auslastung von mindestens 96% und jährlich über 28.000 Besuchern, deren Altersdurchschnitt deutlich unter dem „normaler“ Konzertbesucher liegt. Young Euro Classic wirkt so der steten Veralterung des Publikums entgegen. Klassische Musik bei Young Euro Classic ist jung und zukunftsfähig.

6. bis 23. August 2015 Konzerthaus Berlin

 

Young Euro Classic kehrt nach einem Jahr Unterbrechung ins Konzerthaus Berlin zurück. Und setzt auf sein Erfolgsrezept. Im Mittelpunkt stehen vom 6. bis 23. August Jugendorchester, die bewusst die nationalen Grenzen überwinden, um gemeinsam Musik zu machen.

 

Erstaunlich, aber wahr: Auch im 16. Jahr seines Bestehens kann Young Euro Classic wieder neue und viel versprechende Orchester präsentieren. So das I, Culture Orchestra: In Polen mit Blick nach Osten gegründet, machen hier auch junge Musiker von der Ukraine bis zu den Kaukasusländern Armenien, Georgien und Aserbaidschan mit. Die spannendste Herausforderung steht hinter dem Central Asian Youth Orchestra mit Musikern aus den drei benachbarten Ländern Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan.

 

Bestens bekannt ist bereits das Young Philharmonic Orchestra Jerusalem Weimar mit Studenten aus Israel und Deutschland, das am 6. August Young Euro Classic eröffnet. Auch hier heißt die Devise: gemeinsam und brillant. Und noch einmal Ukraine: Aus dem krisengeschüttelten Land erwarten wir das Orchester der Musikakademie Kiew.

 

Was gibt es sonst außerdem zu erleben? Hervorragende Studentenorchester aus Großbritannien, Norwegen, der Türkei, den Niederlanden, China und aus Deutschland das Bundesjugendorchester. Gewagte Grenzüberschreitungen wie Klassik meets Jazz und Klassik meets Rock. Eine Rückkehr des Bundesjugendballetts. Viel Tschaikowski zu dessen 175. Geburtstag. Und gratis obendrauf die legendäre Festivalbegeisterung. Mehr als zwei Wochen lang.

 

 

Programm

6. August 2015

Young Philharmonic Orchestra Jerusalem Weimar

Israel / Deutschland

KURT WEILL

Symphonie Nr. 2 (1934)

DMITRI SCHOSTAKOWITSCH

Konzert für Violoncello Nr. 1 Es-Dur op. 107 (1959)

PJOTR TSCHAIKOWSKI

Fantasie-Ouvertüre zu «Romeo und Julia» (1880)

7. August 2015

Young Euro Classic Musik-Tanz mit John Neumeiers Bundesjugendballett

International

8. August 2015

Klassik meets Rock O/Modərnt Kammarorkester

Im Anschluss: Publikumsfest

Schweden / Niederlande

«VIVALDI ROCKS: GUT STRINGS AND METAL»

Werke von Vivaldi, Metallica, Pink Floyd, Muse,

Dream Theater und anderen

9. August 2015

Bundesjugendorchester

Deutschland

SERGEJ PROKOFJEW

Symphonie Nr. 1 D-Dur op. 25 «Symphonie Classique» (1917)

ZULAN

«Mountain» (Uraufführung)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 (1803)

AARON COPLAND

«Appalachian Spring» (Originalfassung, 1944)

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY

Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 «Italienische» (1833)

10. August 2015

National Youth Orchestra of Great Britain

Großbritannien

TANSY DAVIES

«Re-greening» (2015, Deutsche Erstaufführung)

GUSTAV MAHLER

Symphonie Nr. 9 D-Dur (1910)

11. August 2015

European Union Youth Orchestra

International

PJOTR TSCHAIKOWSKI

Fantasie-Ouvertüre «Hamlet» op. 67 (1888)

PJOTR TSCHAIKOWSKI

«Rokoko-Variationen» für Violoncello und Orchester

op. 33 (1877)

DMITRI SCHOSTAKOWITSCH

Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 47 (1937)

12. August 2015

Jovem Orquestra Portuguesa

Portugal

PEDRO LIMA SOARES

«Noch einmal. Ewiger Abschied» (Uraufführung)

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Sinfonia Concertante für Violine und Viola Es-Dur KV 364 (1779)

IGOR STRAWINSKI

Le Sacre du Printemps (1913)

13. August 2015

Ungdomssymfonikerne

Norwegen

KNUT VAAGE

«Chatter» (2005, Deutsche Erstaufführung)

JEAN SIBELIUS

Konzert für Violine und Orchester

d-Moll op. 47 (1903)

GUSTAV MAHLER

Symphonie Nr. 1 D-Dur «Titan» (1888)

14. August 2015

Symphonieorchester der Tschaikowski Musikakademie Kiew

Ukraine

PJOTR TSCHAIKOWSKI

Symphonie Nr. 2 c-Moll op. 17 «Ukrainische» (1872)

ANDRIJ MERCHEL

Symphonie «Stagnation» (2012, Deutsche Erstaufführung)

JEWGEN STANKOWITSCH

Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 (2006, Deutsche Erstaufführung)

15. August 2015

Guangzhou Youth Orchestra

China

RICHARD STRAUSS

«Till Eulenspiegels lustige Streiche» op. 28 (1894)

QIGANG CHEN

«Er Huang», Konzert für Klavier und Orchester (2009)

ZHAO LIN

«Duo» Konzert für Cello, Sheng und Orchester (2013, Deutsche Erstaufführung)

IGOR STRAWINSKI

«Der Feuervogel» Suite Nr. 2 (1919)

16. August 2015

Nationale Jugendphilharmonie der Türkei

Türkei

MODEST MUSSORGSKI

Vorspiel zu «Der Jahrmarkt von Sorotschinzy» (1911)

SINEM ALTAN

«Hafriyat - Earthwork» (Uraufführung)

CLAUDE DEBUSSY

«Ibéria» aus «Images» (1912)

IGOR STRAWINSKI

«Petruschka» (1947)

17. August 2015

Moritzburg Festival Orchester

International

JÖRG WIDMANN

«Con brio» Konzertouvertüre für Orchester (2008)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Konzert für Klavier Nr. 4 G-Dur op. 58 (1807)

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Symphonie Nr. 41 «Jupiter» KV 551 (1788)

18. August 2015

Nationaal Jeugd Orkest Symphony Orchestra

International

LEONARD BERNSTEIN

«On the Town – Three Dance Episodes» (1945)

CHRISTOPHER ROUSE

Konzert für Posaune (1991)

RICHARD STRAUSS

«Ein Heldenleben» op. 40 (1898)

19. August 2015

Romanian Sinfonietta Orchestra

Rumänien

GEORGE ENESCU

Rumänische Rhapsodie Nr. 2 (1901)

PJOTR TSCHAIKOWSKI

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23 (1875)

ANTONIN DVOŘÁK

Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 (1890)

20. August 2015

I, Culture Orchestra

Ukraine / Polen / Moldau / Georgien / Belarus / Aserbaidschan / Armenien

AVET TERTERIAN

Symphonie Nr. 3 (1975)

SERGEJ RACHMANINOW

Rhapsodie über ein Thema von Paganini a-Moll op. 43 (1934)

LEOŠ JANÁČEK

«Taras Bulba» Rhapsodie (1918)

21. August 2015

Klassik meets Jazz

Nils Landgren & c/o chamber orchestra

International

KURT WEILL

«Kleine Dreigroschenmusik» (1928)

DARIUS MILHAUD

«Le Boeuf sur le Toit» op. 58 (1920)

sowie Werke von George Gershwin, Duke Ellington, Jacques Ibert und anderen

22. August 2015

New Georgian Philharmonic

Georgien

ARVO PÄRT

«Für Lennart in memoriam» für Streichorchester (2006)

ARVO PÄRT

«Trisagion» für Streichorchester (1992/1994)

GIYA KANCHELI

«Silent Prayer» für Violine, Violoncello, Vibraphon, Bassgitarre, Streichorchester und Tonband (2007)

ARVO PÄRT

«Credo» für Klavier, gemischten Chor und Orchester (1968)

GIYA KANCHELI

«Styx» für Viola, gemischten Chor und Orchester (1999)

23. August 2015

Young Euro Classic Friedensorchester

Ukraine / Russland / Deutschland / Armenien

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 (1824)

 

Antragsteller/in Deutscher Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V.

Veranstaltungstermin 6. bis 23. August 2015

Veranstaltungsort Konzerthaus Berlin

Förderbetrag 150.000 €

Internetseiten www.young-euro-classic.de

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